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Meine Tochter (3 1/2 ) bringt mich zur Verzweiflung

17. Februar 2012 um 20:41

Hallo zusammen!
Ich schreibe hier heute, weil ich hoffe, dass vielleicht einige Mütter hier sind, die mit ihren Kindern ähnliche Probleme haben oder hatten und mir vielleicht ein paar Tipps geben können.
Also, es geht um meine Tochter. Sie ist 3 1/2 und steckt gerade mitten in der Trotzphase. Sie ist eigentlich ein absoluter Sonnenschein, sehr offen, total kuschelbedürftig und sehr aktiv. Wir hatten schon immer ein paar Probleme mit ihr wenn es ums Schlafen ging. Aber zur Zeit halte ich es einfach nicht mehr aus und weiß auch nicht wie wir etwas ändern können. Zu unserer Situation:
Mein Mann und ich arbeiten beide, so dass unsere Kinder 7J und 3J in der Schule und im Kiga in die Ganztagsbetreuung gehen. Sie sind aber nur sehr selten länger als bis halb drei, bzw. 3 dort. Dann sind wir meist beide zuhause und kümmern uns intensiv um die beiden. Ich betone dies so, da ich eigentl. nicht glaube, dass das Verhalten meiner Tochter als Forderung nach mehr Aufmerksamkeit zu deuten ist. (oder?)
Zu unserem Problem: Unsere Tochter geht abends einfach nicht ins Bett. Es fängt schon gegen späten Nachmittag an, dass sie total aufdreht und kaum noch zur Ruhe zu bringen ist.
Wir versuchen es so ab 17.00Uhr ruhiger angehen zu lassen, d.h. kein wildes Spielen mehr, vielleicht etwas lesen, malen, kuscheln. Um 18.00Uhr gibt es gemeinsames Abendbrot, was sich an manchen Tagen auch schon schwierig gestaltet, da sie es kaum schafft mal ein paar Minuten sitzen zu bleiben. Danach ist zähneputzen, waschen und Toilette angesagt.
Hierbei gibt es regelmäßig tierisches Theater, weil sie sich weigert die Zähne von uns nachputzen zu lassen, weil sie auf der Badewanne rumturnt oder sonst irgendwelchen Unsinn macht. Man kann dann auch einfach nicht mehr mit ihr sprechen. Es ist, als würde bei ihr im Kopf etwas aussetzen. Sie singt oder schreit, rennt oder hüpft und ist nicht zu beruhigen.
Meist endet es damit, dass ihr Bruder schon Fernseher schauen darf und sie dann anfängt zu weinen weil sie noch nicht mit schauen darf und sich dann aber nach einigem Hin und Her doch recht zügig fertig machen lässt. Dann dürfen die beiden meist so 20 Min. TV schauen (Sandmännchen oder ähnliches). Meist verläuft die Zeit dann ganz ruhig. An manchen Tagen schafft sie es aber auch hier nicht ruhig zu bleiben, dann wissen wir schon, das der Abend extrem schlimm wird. Nach dem Fernsehen ( Früher gegen halb acht, zur Zeit gegen 7Uhr) geht es dann ins Kinderzimmer. wir kuscheln uns alle in ein Bett und mein Mann oder ich lesen eine Geschichte vor. Dann wird ein Kassette ausgesucht, ich singe noch ein kurzes Lied vor, Gute-Nacht-Kuss, Kuscheln, Kassette an und raus aus dem Zimmer. Und dann geht es los. Anfangs ruft sie uns nur zig mal wegen allem Möglichen. Wenn wir dann nach dem 3. Mal sagen, dass nun Schluss ist, fängt sie an zu schreien und kommt immer wieder raus. Sie rennt vor uns weg, läuft lachend durch die Wohnung und dreht völlig am Rad. Wir fangen sie dann immer wieder ein und legen sie zurück ins Bett. Wir haben es mitlerweile mit allen möglichen Konsequenzen probiert, wie haben sie völlig ignoriert, haben es mit extra Kuschel und Streicheleinheiten versucht, weil wir dachten es fehlt ihr irgendetwas. Nichts hilft. An guten Tagen schläft sie zwischen 20.30 und 21.00Uhr ein, an schlechten gegen 22.00Uhr. Ich stehe fast jeden Morgen um 4.00Uhr auf und bin abends echt am Ende. Ich brauche einfach einen halbwegs ruhigen Abend um etwas zu entspannen.
Meine Kinder müssen morgens um 6.00Uhr aufstehen, so dass ich denke, sie braucht doch mehr Schlaf! Mein Sohn schläft ohne einen Mucks nach 10 Min. ein und das bei dem Theater, das seine Schwester macht.
Es ist als sei sie überhaupt nicht müde. Aber das kann doch nicht sein. Sie schläft manchmal im Kiga ein, während der Mittagsruhe. Aber das ist selten und wenn dann auch nicht länger als 30 Min. Wir konnten auch abends keinen Unterschied feststellen, ob mit oder ohne Mittagsschlaf.
Ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Das sie tagsüber häufig extrem ihre Grenzen austesten und wir einige Machtkämpfe austragen ist okay. Wir können gut mit ihren Trotzanfällen umgehen und ich denke auch das ihr Verhalten da ganz normal ist. Sie hat einen starken eigenen Willen, aber das ist okay so.
Aber ihr Verhalten abends ist meiner Meinung nach nicht "normal". Ist sie übermüdet? Ist sie wirklich nicht müde?

Ich mache mir auch keine Sorgen, dass sie "hyperaktiv" ist oder sonst etwas. Sie kann sich tagsüber sehr konzentriert über lange Zeit hinweg alleine beschäftigen. Sie fällt im Kiga überhaupt nicht negativ auf. Aber warum verhält sie sich abends so. Mein Sohn hatte auch zwischenzeitlich Phasen in denen er schlechter ins Bett ging. Aber das war ganz normales Theater, wie man es mit Kindern in dem Alter halt hat. Aber unsere Tochter macht uns wirklich fertig. Ich weiß manchmal nicht mehr was ich noch machen soll. Sie lässt uns keine Sekunde zum Durchatmen, wir haben keine Möglichkeit abends zu entspannen und Zeit für uns zu haben. Wenn das nur eine Zeit lang so gehen würde, wäre es ja okay. Aber sie macht abends immer in irgendeiner Form Theater, seit sie auf der Welt ist!
Sie war als Baby nie vor 23.00Uhr müde, war mindestens alle 2 Stunden wach nachts, hat dann den ganzen vormittag geschlafen um dann wieder bis 23.00Uhr wach zu bleiben. Es hat ewig gedauert bis wir da einen normalen Rythmus hatten. Sie hat sehr lange nur bei uns im Bett geschlafen, bzw. ist nachts immer zu uns gekommen. Erst seit 1 Jahr schläft sie fast jede Nacht durch (bei sich im Bett). Das war okay für uns, wir haben immer gesagt, das kommt irgendwann von alleine. Haben es einmal mit einem Schlafprogramm versucht, aber das war nichts für uns.
Ich bin wirklich für alle Ratschläge offen. Wie schaffe ich es zum Mindest an den meisten Abenden der Woche einen halbwegs harmonischen Abend mit meiner Tochter zu verbringen. Ich möchte sie gerne ruhig ins Bett bringen können, ich sehe ja auch, dass es ihr schlecht dabei geht. Es kann doch nicht gut sein, wenn ein Kind jeden Abend nach so viel Stress und Streit einschläft. Es geht mir eigentlich noch weniger um die Uhrzeit um die sie einschläft (gerade z.B. schon um viertel nach acht, aber nach einem riesen Streit), sondern vielmehr um die Atmosphäre unter der sie einschläft. Ich finde es wichtig, dass sie mit einem guten Gefühl einschläft und nicht nach so viel Stress und Streit.
Danke schon mal vorab!

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18. Februar 2012 um 17:01


habt ihr schon mal versucht, eure tochter entscheiden zu lassen, wann sie schlafen möchte? vielleicht ist sie gar nicht müde, wenn sie ins bett "soll".
macht doch so einen versuch mal am wochenende. da könnt ihr den nächsten tag ausschlafen, wenn es spät wird.
ich bin mir sicher, dass sie auf jeden fall irgendwann ins bett geht. aber vielleicht tickt ihre innere uhr anders, als wie ihr es euch wünscht.

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18. Februar 2012 um 17:19

Ja so in der Art kenn
ich das auch noch. Unser war in dem Alter nicht besser. Bei uns wurde es besser als wir den Mittagsschlaf weggelassen haben. Unser ist auch nicht Hyperaktiv aber halt sehr aktiv. Gibt halt ruhige Kinder und weniger ruhige Kinder. Und gerade mit 3 Jahren da sammeln Kinder so viele Eindrücke tgl. die sie dann Nachts verarbeiten da kommt eins zum anderen. Und wenn ihr abends dieses Ding habt das sie weg rennt vor da gibts gute Möglichkeiten : hinter laufen und statt fangen einfach antippen und sagen Du bist. ( Glaub dieses weg rennen ist für sie nur fangen spielen) Und wenn sie dann ankommt um zu fangen dann schnappen ( also auf den Arm nehmen) und ins Bett tragen.Und sagen : Wir sind jetzt alle müde und wollen schlafen. Oder gar nicht hinterher rennen und sie dann leise bis hin zum flüstern ansprechen. Dann wird sie näher kommen um es zu verstehen. Da kann man echt experimentieren welche Variante am besten klappt. Aber das sind halt so Phasen hatte unser auch die sind sehr anstrengend aber das geht auch wieder. Kopf hoch ihr schafft das .

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19. Februar 2012 um 16:47

Danke für eure Antworten
Erstmal danke für eure Antworten!

@arosa: Im Kindergarten wird nur ca. 1-2x die Woche etwas geturnt. Die Kinder gehen relativ häufig raus. Ich habe aber das Gefühl, dass die Kinder sich dort insgesamt leider eher ruhiger verhalten müssen. Eigentlich sind wir ganz zufrieden dort, aber dies ist tatsächliche ein Punkt, wo meiner Meinung nach mehr geleistet werden müsste. Wir werden nach Ostern auch einen Schwimmkurs beginnen. Ich war nur bisher immer der Meinung, da sie ja bis halb drei in den Kindergarten geht, sollte das reichen. Ich wollte sie nicht mit diversen Nachmittagskursen überfordern. Aber mitlerweile denke ich auch, dass man an ein bis zwei Nachmittagen durchaus noch etwas machen kann.

@bassmaedchen:
Ja, ich denke das ist tatsächlich das Problem. Ihre innere Uhr tickt wirklich vollkommen anders als es uns "in den Kram passt"! Es kann schon sein, dass unsere Tochter wirklich nicht müde ist zu dem Zeitpunkt, zu dem wir das gerne hätten. Das Problem ist nur, dass sie morgens zusammen mit ihrem Bruder aufstehen muss. Der muss um kurz vor 8 in der Schule sein. Die beiden haben einen recht weiten Fußweg und müssen somit um 6.00Uhr aufstehen. Meine Tochter ist jeden morgen nur sehr schwer zu wecken und ist wirklich total müde, weil sie halt erst so spät einschläft. Es tut meinen Mann auch immer total leid, wenn er sie dann so müde aus dem Bett holen muss. Wenn wir sie am Wochenende schlafen lassen können, pennt sie immer bis mind. halb neun, während unser Sohn schon seit 6.00Uhr wach ist.
Dazu kommt, dass sie mit ihrem Bruder in einem Zimmer schläft und dem wird schwer zu vermitteln sein, warum seine kleine Schwester länger aufbleiben darf als er.
Wir hatten bisher halt die Hoffnung, dass sie ihre Schlafgewohnheiten irgendwann umstellt. Einfach dadurch, dass sie so früh aufstehen muss und dann halt abends auch früher müde wird. Aber so einfach ist das wohl nicht.

@yahoich: Das sag ich mir ja auch die ganze Zeit: Es ist nur eine Phase und es geht vorbei! Ich bin halt zur Zeit beruflich auch ziemlich überlastet. Ich denke dadurch zerrt dieses abendliche Theater auch so besonders an meinen Nerven. Wahrscheinlich überträgt sich das auch auf meine Tochter. Ich habe das Gefühl irgendwie gehören diese Spielchen für sie (und das ist es wohl für sie, weil sie scheinbar echt Spaß dabei hat) mitlerweile schon zu unserem Abendritual! Und das müssen wir halt irgendwie durchbrechen. Werde es auch mal mit dem Flüstern probieren- das erscheint mir ganz gut!

Ich muss halt versuchen, das Ganze irgendwie ruhiger anzugehen. Zur Zeit denke ich schon ab 18.00Uhr nur noch gestresst und entnervt an den Stress am Abend und ob es heute denn endlich besser wird. Ich versuche natürlich auf meine Kinder ganz ruhig zu wirken, aber mir ist schon klar, dass das sicher so nicht funktioniert. Das Komische ist auch, dass ich mit ihren Trotzanfällen am Tag wirklich gut und geduldig umgehen kann. Aber abends bin ich einfach so k.o...

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19. Februar 2012 um 20:52


das mit dem in den Schlaf begleiten haben wir schon durch. Und ehrlich gesagt bin ich froh, dass wir davon weg sind. Es gab eine ganze Zeit, in der sie nur mit mir an ihrer Seite eingeschlafen ist. Anfangs ist sie nur beim Stillen eingeschlafen. Als ich das nicht mehr wollte/konnte, haben wir es nach einiger Zeit geschafft, dass sie einschläft während ich neben ihr liege und sie streichel. Sie hat ewig nur bei uns im Bett geschlafen. Es war ein großer Akt sie aus unserem Bett in ihr eigenes zu bekommen. Auch hier habe ich lange Zeit neben ihr gesessen bis sie eingeschlafen ist. Eine Zeitlang ging es dann ja auch ganz gut. Aber das war nur kurz. Ich weiß nicht ob ich das wirklich wieder anfangen will. Denn ich glaube, dann sitze ich die nä. 3 Jahre an ihrem Bett und warte bis sie einschläft. Vielleicht bin ich auch echt nur zu egoistisch?
Das Abendritual, das wir zur Zeit haben (lesen, Lied singen und kuscheln) ist das was sie uns vorgeschlagen hat. Wir haben sie tatsächlich irgendwann gefragt wie sie ins Bett gebracht werden möchte. Im Prinzip ist es so wie wir es immer versucht haben (und bei ihrem Bruder auch schon immer so machen). Nur erst seit sie es quasi so verlangt, funktioniert es zum Mindest meist so, das sie während des Lesens usw. ruhig ist. Der Terror beginnt meist erst danach. Wenn wir alles durch haben. -Auch z.B. das sie uns erzählt was sie träumen möchte. Ich dachte auch, wenn ich sie noch ein bisschen erzählen lasse, wird sie ruhiger. Das klappt dann in dem Moment auch. Sie genießt die Aufmerksamkeit und ist relativ ruhig. Sie findet dann aber kein Ende. Sobald ich den Raum verlasse, geht das Theater los. Sie ist jetzt gerade seit 10 Min. in ihrem Bett. Ich höre sie zwar noch erzählen, aber sie ist nicht mehr raus gekommen. Seit halb acht ist sie aber unzählige Male rausgekommen, hat mir die Lippe mit ihrem Kopf (ausversehen) blutig gehauen, war 5x auf Toilette, hat sich 2x komplett an und aus gezogen, hat sämtliche Kuscheltiere und Puppen in ihr Bett und wieder rausgeräumt, hat mir zig Schlaflieder vorgesungen, ihre Lieblingsgeschichte auswenig erzählt, das Zimmer aufgeräumt, zig Sachen gefragt, durch die Wohnung gerannt, vorgeschlagen, dass wir Verstecken spielen usw...

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19. Februar 2012 um 22:49

Nee
die Frage ist ja berechtigt! Ich glaube sie fürchtet die Konsequenzen wirklich nicht. Ich verstehe es ja auch nicht - das ist es ja was mich wirklich verzweifeln lässt. Ich würde uns jetzt nicht als wahnsinnig autoritäre Eltern bezeichnen. Ich lasse auch gerne mal etwas durchgehen, mal aus Bequemlichkeit, mal auch einfach weil ich es nicht so eng sehen will. aber wir haben hier ganz klare und feste Regeln. Und diese Regeln kennen unsere Kinder und halten sich auch daran. Ich verwarne grundsätzlich 2-3x und kündige eine Konsequenz an. Gibt es weiterhin Ärger, werden die Konsequenzen so gut wie immer umgesetzt. Meist ist das garnicht nötig. Konsequenzen sind bei uns meist so etwas wie Fernsehverbot oder halt das Streichen anderer Privilegien. Tagsüber haben wir auch mit unserer Tochter keine wirklichen Probleme. Kalr, sie ist zu Zeit echt in einer Trotzphase, sie testet ihre Grenzen aus. Aber sie erkennt, das wir Grenzen stecken. Es kommt schon häufig vor, das sie wütend auf dem Boden liegt, das Übliche halt. Aber wenn ich nicht will, dass sie etwas bestimmtes tut, dann bleibe ich dabei, egal wie sehr sie schreit und meckert. Und sie beruhigt sich dann auch meist schnell wieder und sieht es ein. Abends dagegen, kommt man nicht mehr an sie ran. Das Problem ist, dass ich nicht mehr weiß wie ich noch reagieren soll! Wenn sie aus dem Bett kommt, nehmen wir sie und bringen sie wieder rein. Es geht soweit, dass wir ihr ihre Kuscheltiere wegnehmen, Spielsachen, Ausflüge für den nä. tag streichen. Alles was man sich so vorstellen kann wird angedroht und umgestzt. Aber es kommt nichts bei ihr an. Ich komme mir jedes mal vor wie die schlechteste Mutter der Welt. Aber sie weint dann, fleht sie möchte ihre Puppe wieder haben, sie schläft etzt auch ganz lieb usw. Aber 2 Sekunden später springt sie wieder aus dem Bett und macht weiter wie zuvor. Sie findet einfach kein Ende, kann das auch selbst garnicht kontrollieren oder klar denken (soweit man das von einer 3jährigen erwarten kann).
Ich sehe es halt als meine Aufgabe an ihr einen Weg zu zeigen, wie sie aus diesem Verhalten rauskommt. Aber ich finde keine Möglichkeit. Ich kann sie nicht in ihrem Zimmer einsperren, ich kann sie nicht mit Gewalt in ihrem Bett halten. Was kann ich anderes machen als Konsequenzen folgen lassen. Die sie dann aber hinnimmt. Sie ist dann tot unglücklich, aber sie kommt aus diesem Verhalten nicht raus. Tagsüber ist das nicht so.
Ich habe auch das Gefühl je mehr ich schimpfe, je mehr sie sich "bedroht" fühlt , desto schlimmer wird es. Mit jeder "Bestrafung" bzw. Konsequenz dreht sie mehr auf und macht mehr Mist. Versuche ich es auf die liebe und ruhige Art, mit noch mal Kuscheln, noch mal singen bei ihr sitzen usw., wird sie zwar meist ruhig und entspannt sich - aber nur für diese Zeit, sobald ich aus dem Zimmer gehe legt sie den Schalter um und wird zum "Monster"!

Ich war auch nie wirklich für ein Familienbett. Aber auch nicht dagegen. Bei unserem Sohn hat sich die Frage nie gestellt. Er hat auch lange gebraucht bis er durchgeschlafen hat, aber er hat schon meist in seinem Bett geschlafen. Bei unserer Tochter hat einfach nichts funktioniert. Es war für uns halt der einfachste Weg. Wir waren müde und ausgelaugt und wenn wir sie zu uns ins Bett geholt haben war sie friedlich und glücklich. So kam ich zu wesentlich mehr Schlaf und es war auch schön sie so nah bei uns zu haben. Uns war natürlich klar, dass das Probleme mit sich bringt. Wobei ich nicht glaube, dass ihr heutiges Verhalten beim Einschlafen damit etwas zu tun hat. Es war halt schwer sie an ihr eigenes Bett zu gewöhnen. Aber irgendwann hat es geklappt. Und solange sie nicht alleine aus dem Bett heraus konnte, ist sie auch relativ gut eingeschlafen.

Wir haben einfach mitlerweile so viel ausprobiert, dass ich eigentlich garnicht mehr weiß, wie ich mich richtig verhalte und was etwas bringt.

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20. Februar 2012 um 9:27


Also ich meine ganz sicher nicht, dass meine Tochter sich so verhält weil sie uns ärgern möchte! Kein Kind ist von sich aus böse. Das Verhalten von Kindern ist immer eine Reaktion auf etwas. Was ich denke, ist, dass sie aus Gründen, die ich eben nicht durchblicke, abends immer wieder in ein Muster verfällt aus dem sie selbst nicht heraus kommt. Sie ist halt erst drei und kann dieses Verhalten nicht durchbrechen. Ich suche nach Möglichkeiten ihr dabei zu helfen und somit auch uns, damit wir abends endlich wieder zur Ruhe kommen. Deinen Vorschlag mit der Cd setzen wir schon lange so um. Erste Konsequenz ist immer Kassette aus, dann Licht aus usw.
Ja, ich glaube auch dass sie unsere Aufmerksamkeit fordert. Das tut sie aber ständig und ich gebe ihr dann auch die Aufmerksamkeit die sie braucht. Wir haben ein langes uns intensives Gute-Nacht-Ritual, weil ich weiß, dass sie abends meine Nähe noch mal intensiver braucht. Aber je mehr ich ihr gebe, desto mehr fordert sie. Und sobald wir zum Ende kommen, klingt sie aus. Ich denke nicht, dass es die richtige Lösung sein kann, das wir uns alle zu ihr legen und warten bis sie eingeschlafen ist. Vielleicht mag das bei deiner Tochter gut helfen, aber ich kenne mein Kind und ich weiß, das sie dieses Ritual dann bis zum Äußersten ausreizen würde. Und ich bin nicht gewillt die nä. 3 Jahre oder länger jeden Abend neben meiner Tochter zu warten bis sie einschläft.
-Ist das zu egoistisch? Ich stehe fast jeden Tag um halb vier auf. Das heißt ich bin abends um 20.00Uhr über 16 Stunden auf den Beinen. Ich bin dann einfach fertig. Natürlich bin ich trotzdem noch zu 100% für meine Kinder da, ich will nicht rumjammern, wie anstrengend das Leben mit Kindern doch ist. Natürlich ist es das, und das ist auch okay, meine Kinder sind mein Ein und Alles! Aber das Verhalten meiner Tochter abends geht definitiv über die normalen Probleme mit 3jährigen hinaus.

Ich weiß auch nicht- vielleicht probiere ich es doch mal aus.
Vielleicht kläre ich vorher ab, das ich mich zu ihr lege bis sie merkt das sie müde wird und dann schaue ich mal wie lange es dauert und wann ich raus gehen kann.

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20. Februar 2012 um 9:55


Ich denke, dass du da recht hast. Ich weiß ja mitlerweile selbst nicht mehr, wie ich mich richtig verhalte! Ich kann nicht mehr genau sagen, welche Reaktionen meinerseits welches Verhalten bei ihr auslösen. Wir haben uns da alle in eine Spirale herein manövriert, die wir glaube ich komplett durchbrechen müssen. Dein Argument, dass sie all ihre Möglichkeiten ausschöpft leuchtet mir wirklich ein! Ich denke schon, dass ich noch konsequenter sein könnte. Es fällt mir halt schon schwer, wenn ich sehe, dass sie bitterlich weint, wenn sie ihre Puppe nicht mehr haben darf. Ich würde es halt am liebsten garnicht so weit kommen lassen, dass ich diese Konsequenz umsetzen muss.
Ich glaube nicht das meine Tochter das Schlafen als Strafe sieht, zum mindest nicht direkt. Wir haben sie noch nie zur Strafe in ihr Bett geschickt, gerade um das zu vermeiden. Aber ich glaube, dass sie sich ausgeschlossen fühlt wenn sie ins Bett soll. Sie weiß, natürlich das Mama und Papa noch aufbleiben. Die meisten Kinder akzeptieren das ja, auch wenn sie gerne noch mit dabei wären, aber ich glaube für sie ist es echt ganz schlimm.
Ich werde mir jetzt noch mal in aller Ruhe klar machen, wie ich auf ihr Verhalten reagiere. Und werde versuchen eine ganz klare und konsequente Linie beizubehalten.
Danke dir schon mal!

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22. Februar 2012 um 19:10

Huhu
also unsere kleine ist 3 und auch teilweise sehr hyperaktiv abends! Ich bin mir aber sicher dass so Kleine gerade wenn sie den ganzen Tag im Kindergarten verbringen abends sehr müde sind. Dieses " völlig am Rad drehen" kommt ja durch übermüdung und dann lassen sie sich oft genauso schlecht ins Bett bringen wie hell wach. Klar gibt es Kinder die weniger schlaf brauchen aber so 8 Std. müssens wohl mindestens sein, auch wenn das Kind es anderst sieht
WIr machen es unter der Woche so, das wir ein festes Ritual haben mit waschen, vorlesen ect. wenn sie im Bett liegt darf sie zwar auch nochmal vorkommen wegen Durst oder Küsschen usw. aber wenn sie dann nicht liegen bleibt gehts bei uns auch mit Drohungen/ Versprechungen z.B. das wir ihr nichts Vorlesen, die Tür zu ihrem Zimemr zumachen, oder dass wir am nächsten Tag nicht Tanzen/ Turnen gehen weil sie zu müde ist wenn sie nicht schläft....das klappt meistens ganz gut.
Ist natürlich bei jedem Kind anderst und so wie sich das anhört habt ihr ja auch ein festes Ritual aber ich glaube das Problem ist das eure Kleine das ganze als Spiel sieht und wahrscheinlich sehr lustig findet euch noch ein weniger durch die WOhnung zu jagen

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4. Mai 2012 um 22:37

Ist zwar schon ein bisschen her...
...aber vielleicht hilft der Tipp ja noch

Ich finde ganz und gar nicht, dass Deine Beschreibung sich anhört als wäre Dein Kind nicht ausgelastet, im Gegenteil, eigentlich beschreibst Du ein typisches Veralten für eine ganz andere Situation. Es gibt da ein bestimmtest Hormon (frag mich aber bitte nicht welches ) das den Kindern (bzw. auch den Erwachsenen) dabei hilft sich selbst zu kontrollieren. Wenn die Kinder so langsam müde werden sinkt die Produktion dieses Hormons und sie werden albern, fangen an herumzutoben, quasseln pausenlos... all das was man abends beim Schlafengehen so gar nicht gebrauchen kann.
Ein solcher Mangel wird übrigens auch teilweise bei ADS-Kindern festgestellt: Bei ihnen ist die Produktion dann generell zu niedrig und nicht erst wenn sich Müdigkeit einstellt. Also nicht, dass ich denke Dein Kind hat ADS, nur um Dir die Wirkung zu verdeutlichen!

Mein Lösungsvorschlag:
Kinder in diesem Alter sollten noch mindestens 12 Stunden Schlaf pro Nacht kriegen. Bei nem ausgiebigen Mittagsschlaf kanns dementsprechend auch weniger sein, aber das sollte dann auch ein richtiger Mittagsschlaf sein und nicht nur ein kleines Nickerchen.
Du hattest ja schon den hoffnungsvollen Gedanken, dass sie irgendwann vielleicht früher einschläft, weil sie so früh aufstehen muss. Ich würde da jetzt mal von der Hoffnung zur Aktivität übergehen und sie viel, viel früher in Bett bringen. Wenn sie um 6 Uhr Aufstehen muss würde das bedeuten ihr verlegt das Abendessen nach vorne und Du versuchst auf jeden Fall den Moment abzupassen bevor sie aufdreht. Wenn das um 18 Uhr ist oder noch früher krieg keinen Schreck und denk einfach an die 12 Stunden. Oder freu Dich darauf, dass Du von dem Abend auch noch ein bisschen was hast, immerhin stehst Du ja auch um 4 Uhr auf...
Falls dieses frühe Abendessen nicht für alle funktioniert würde ich vorschlagen ihr um 17 Uhr ein eigenes Abendessen zu machen und sie danach direkt Zähneputzen und mit ner Geschichte ins Bett zu bringen. Wenn sie sich noch normal verhält fällt es ihr viel leichter zur Ruhe zu kommen, als wenn sie schon völlig überreizt ist. Später ist dann der Rest der Familie dran, sicherlich auch für Deinen Großen ein schöneres Gefühl als wenn sich alles um die brüllende Kleine dreht

Also... ich würde sagen probieren lohnt sich mal...
Liebe Grüße!

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