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Meine tochter (2) eine richtige Heulsuse....

14. Januar 2010 um 22:44

Habe ein Problem und weiß nicht wie ich es behebe.
seit ungefär 4 Mon (4Mon nach der Geburt meines Sohnes). Ist meine Tochter so ne richtige Heulsuse geworden.
Wegen jeder Kleinigkeit fängt sie an zu weinen. Wenn sie nachts wach wird und Durst hat, heult sie erstmal anstatt einfach zu sagen dass sie trinken möchte. Wenn wir raus gehen dann heist es immer oh nein Mama ein Onkel / Hund / Vogel / o.ä. kommt. Beim Einkaufen hängt sie mir am Bein fest. Kein Schritt weicht sie von mir. (Meist auch weinend). Am Spielplatz: Sie will Rutschen ein anderes Kind stellt sich hinten an ... sie fängt an zu weinen rennt zu mir und beschimpft das kind als böse und es soll nicht rutschen. Wenn unser Baby sie leicht mit seinen Händen streift - fängt sie auch gleich an uns sagt "Baby haut" obwohl es wirklich harmlos war. Habs sogar schon mal gesehen wie sie selber ihren Kopf gegen den Kopf des Babys leicht gestoßen hat und dann Weinend zu mir, Baby würde sie Schlagen.. Und immer Bitterlichst am weinen. Ich habe sie immer liebevoll getröstet, ich dachte mir wenn sie das jetzt braucht dann soll sie so viel Trost bekommen wie sie möchte.
Jetzt waren wir vor 2 Tagen Frühstucken mit unserem Rückbildungskurs und da kam sie ja wirklich alle 3 minuten Heulend angelaufen wärend andere Kinder friedlich gespielt haben und ihr wirklich nichts getan haben. Sie waren einfach nur da - das war es wohl was sie störte. Eine Frau sagte mir dann, meine Tochter würde ein Spiel mit mir treiben. Ich denk sie hat recht aber Warum macht sie das?
Ich habe dann versucht sie zu ignorieren also kein "Trost" kein "ja Mama kommt mit, Mama rutscht mit" und da hat meine Tochter so heftig geweint, hat sich so reigesteigert, dass sie dann auf ein Kind (was ca. 2 m vor ihr stand und sie angelächelt hat) zu gerannt ist und es so heftig geschupst hat, dass es nach hinten geflogen ist und sich an einer Tischkante heftig den Kopf gestoßen hat.

Es ist nicht so, dass sie ein Trauerkoß wär - nein im gegenteil ein sehr fröhliches, lustiges Mädchen. Und wenn wir mit Familie was unternehmen weint sie so gut wie garnicht.
Ob dieses Verhalten was mit Ihrem Bruder zu tun hat?
Ich habe auch das Gefühl, je ausgibiger der Trost - desto größer ihr Leid.
Irgendwie hängt es mit meinem Verhalten zusammen aber wie? Wie soll ich mich ändern, damit sie sich ändert? Ignorieren bringt nichts.

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14. Januar 2010 um 23:34

Ich
weiß nicht in weit Du bzw. ihr eure Tochter mit einbindet und wie ihr sie aufs Geschwisterchen drauf vorbereitet habt. War sie z.B. damals mit bei den Ultraschallbildern? Darf sie mit helfen bei der Babypflege ? Sie war nun mal vorher das Nesthäckchen alle Aufmerksamkeit galt nur ihr. Jetzt muß sie sich ja quasi den Thron teilen. Binde sie mit ein, wenn das Baby schläft dann nimm Dir Zeit nur für sie .

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15. Januar 2010 um 0:17
In Antwort auf yahoich

Ich
weiß nicht in weit Du bzw. ihr eure Tochter mit einbindet und wie ihr sie aufs Geschwisterchen drauf vorbereitet habt. War sie z.B. damals mit bei den Ultraschallbildern? Darf sie mit helfen bei der Babypflege ? Sie war nun mal vorher das Nesthäckchen alle Aufmerksamkeit galt nur ihr. Jetzt muß sie sich ja quasi den Thron teilen. Binde sie mit ein, wenn das Baby schläft dann nimm Dir Zeit nur für sie .

Wir haben es versucht...
als das Baby kam war sie grad mal 1 Jar+6 Mon. Konnte seit grad mal 3 mon laufen und 1-Wort-Sätze sprechen. Beim Frauenarzt war sie auch immer dabei, wir haben es ihr auch immer erklärt aber es interesierte sie nie sonderlich. Auch Bücher zusammen angeguckt - 0 Interesse.
Als das Baby da war hatte es den Anschein sie würds garnicht registrieren. Als ob ein neues Möbelstück dazugekommen wär.
Nur wenn es schrie .... (und das oft und lang) machte es sie ganz verrückt. Da schrie sie ( und schreit immer noch) mit.
In die Pflege mit einbinden klappte auch nicht. Es zappelte, es strampelte, es machte unkontrolierte unvorhersehbare Bewegungen. Sie fühlte sich sehr unsicher und unwohl in seiner Nähe. Sie verstand nicht, dass das Baby, wenn es sie beim Strampeln mal mit dem Fuß anstoß, es nicht absichtlich tat. Auch jetzt noch, wenn sie mal lust hat zusmmen dem Baby die Windeln zu wechseln - sobald er sie auch nur berührt, rennt sie weinend davon. Schimpft Ihn aus "böses böses Baby" Schreit Ihn an. Sie bekommt auch sehr viel Aufmerksamkeit. Von mir und von meinem Mann. Meist ist es mein Sohn, der zu Kurz kommt, der irgendwo auf ner Krabbeldecke oder Laufstahl liegt. Mittlerweile sehe ich das aber nicht ein und auch wenn es ihr nicht gefällt ist er meistens beim Spielen mit dabei. Jetzt will sie auch oft ein Baby sein und will auch Flasche und will auch Brei und soga gestillt wollte sie auch werden.....
Meinst du es ist der Grund für Ihre Heulerei? und Abneigung den Anderen Kindern gegenüber?
Aber was kann ich dagegen tun?

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15. Januar 2010 um 21:55

Ok
sprichst du da aus Erfahrung? Wird es besser? Ich möcht nicht dass sie ihren Bruder hasst? Kann ich es irgendwie unterstützen?
Ich mache es jetzt andersrum. Ich bind nicht sie sondern Ihn mit ein. Wenn ich mit Ihr spiele - dann kizeln wir z.B. zusammen ihre Füße (Er eher unbewust) wir jagen die zusammen durch die Wohnung und suchen sie zusammen im Versteckspiel.
Jezt hab ich mir sogar überlegt ob ich ihr Tägliches Schokobon nicht irgendwo an ihm verstecke und sie muss es suchen. (Für Schokolade würde sie sogar in ein Löwenkäfig steigen). Sie hat ihn bis jetzt nämlich nicht einmal bewust angefasst.

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18. Januar 2010 um 10:11

Ganz normal!
Ich glaube, das erstgeborene Kind gibt es nicht, das über seine Entthronung nicht wütend/traurig ist.

Dass sie selber auch wieder Baby sein möchte, um genauso viel Aufmerksamkeit zu bekommen, ist ebenfalls eine typische Reaktion. Wenn du sie ignorierst, unterstützt du nur ihre irrige Meinung, du hättest sie jetzt weniger und das neue Baby mehr lieb.

Wenn du ein bisschen Energie übrig hast, könntest du - vielleicht am Wochenende, wenn dein Mann auch da ist - mal versuchen, sie konsequent als Baby zu behandeln. Frag sie, ob sie auch wieder Baby sein möchte, und dann behandle sie so. Ist verrückt, funktioniert aber. Das heißt, sie darf auch Fläschchen trinken, auf dem Schoß rumliegen, aber auf dem Spielplatz nicht rutschen, nicht mit am Tisch sitzen, nicht selber essen sondern muss nur gefüttert werden/Fläschchen bekommen, wird hingelegt wenn das Baby schlafen muss, darf nicht aus dem Buggy außer auf Mamas Arm usw.

Für sie bedeutet das, ihr nehmt ihren Wunsch ernst. Sie bekommt die Gerechtigkeit, die sie sich wünscht, genauso behandelt zu werden wie ihr kleiner Bruder. Dass es nicht so toll ist, "nur" Baby zu sein, wird ihr dann recht schnell klar. Dann kannst du ihr anbieten ob sie lieber wieder groß sein möchte.

Mit steigendem Alter wird alles besser, aber das tröstet dich in deiner derzeitigen Situation wahrscheinlich nicht. Meine Kinder sind 2 Jahre auseinander, und die erste Zeit war wahnsinnig anstrengend, nicht wegen des 2. Kindes sondern wegen des Verhaltens des ersten...

Viel Glück,
Coco



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