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Meine Schwiegermutter und ich...

13. Mai um 16:59 Letzte Antwort: 16. Juli um 15:19

Hallo ihr lieben, ich bin neu hier und habe hier schon so einiges gelesen... Auch Dinge im Bezug meiner Geschichte.

Dann fange ich einfach mal an,
Ich (23) lebe hier in einer kleinen Doppelhaus Hälfte mit meinem Mann (28), mein Sohn (11 mon.) und meiner Schwiegermutter. Wir wohnen schon viele Jahre unter einem Dach, das es nicht immer einfach ist das weiß ich, allerdings wird es immer schlimmer... Vor allem seit mein Sohn auf die Welt kam. Sie ist eigentlich eine ganz tolle Mama/Oma, aber sie übertreibt es auch sehr... Ich bin psychisch im Moment etwas angeschlagen und einfach nur fertig, aufgrund dessen ich die schreie meines Kindes (manchmal) nicht ertragen kann. Ich meine jede Mama kennt das. Ständig vermittelt sie mir ich sei keine gute Mutter oder könne mich nicht um mein Kind Kümmern. Jedes Mal meckert sie... Egal was ich mache, nichts passt ihr... Sie flippt halb aus wenn mein Mann und ich einkaufen waren und für sie nichts im Kühlschrank ist, sie pampt rum wenn man eine Briefmarke verlegt. In ihren Augen scheinen wir alles falsch zu machen. Egal was es ist. Wir hatten schon öfter vor uns was eigenes zu suchen, allerdings sagt sie dann immer... Ja ach das wird schon... Wir werden alles so machen das alles passt. Aber ich wünsche mir so sehr ein Leben alleine mit meinem Sohn und mein Mann. Sie könnte auch jederzeit vorbei kommen, aber nein! Es ist ja anders...

Ich habe etwas Angst das sie meinen Sohn zu viel für sich beansprucht. Wenn ich den kleinen nachts habe und er weint abends im Bett um 23 Uhr, kommt sie rüber, streckt die Arme und sagt,,, ach komm mal zu deine Oma... Da sie selber psychisch angeschlagen ist, sage ich nichts und schweige.

Ich bin einfach nur noch fertig... Ich kann nichts mehr machen ohne das sie was dazu sagt. Ich meine, ich muss auch selber klar kommen und meine eigenen Entscheidungen treffen.

Vielleicht kann mir hier ja jemand helfen und hat da auch schon seine Erfahrungen gemacht. Wie gesagt ich liebe sie, sie ist für mich eine ganz tolle Mama... Aber ich möchte einfach Abstand.

Ich danke euch schon mal 😏

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13. Mai um 22:07

Warun wohnt ihr auf so engem Raum zusammen? Ich gehe davon aus, dass sie nicht ihren eigenen Wohnbereich hat (Küche, Bad etc.)? Du bist jung und wohnt gem. deiner Aussage schon lange mit ihr zusammen. Vermutlich sieht sie dich als eine Art Kind und nicjt als Erwachsene und Mutter.

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15. Mai um 11:42

Gehört die DHH Deiner Schwiegermutter? Es kann wirklich sein, dass wie im Vorpost beschrieben Ihr eine Familie seid und die Schwiegermutter nicht das richtige Maß findet oder auch der nötige Abstand fehlt.
Wo steckt denn Dein Mann? Es wäre im ersten Schritt seine Aufgabe Dich zu entlasten.
Deine Schwiegermutter sollte Dich entlasten, vielleicht bringt sie das einfach auch nicht gut rüber

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15. Juli um 23:20
In Antwort auf nattiibee

Hallo ihr lieben, ich bin neu hier und habe hier schon so einiges gelesen... Auch Dinge im Bezug meiner Geschichte.

Dann fange ich einfach mal an,
Ich (23) lebe hier in einer kleinen Doppelhaus Hälfte mit meinem Mann (28), mein Sohn (11 mon.) und meiner Schwiegermutter. Wir wohnen schon viele Jahre unter einem Dach, das es nicht immer einfach ist das weiß ich, allerdings wird es immer schlimmer... Vor allem seit mein Sohn auf die Welt kam. Sie ist eigentlich eine ganz tolle Mama/Oma, aber sie übertreibt es auch sehr... Ich bin psychisch im Moment etwas angeschlagen und einfach nur fertig, aufgrund dessen ich die schreie meines Kindes (manchmal) nicht ertragen kann. Ich meine jede Mama kennt das. Ständig vermittelt sie mir ich sei keine gute Mutter oder könne mich nicht um mein Kind Kümmern. Jedes Mal meckert sie... Egal was ich mache, nichts passt ihr... Sie flippt halb aus wenn mein Mann und ich einkaufen waren und für sie nichts im Kühlschrank ist, sie pampt rum wenn man eine Briefmarke verlegt. In ihren Augen scheinen wir alles falsch zu machen. Egal was es ist. Wir hatten schon öfter vor uns was eigenes zu suchen, allerdings sagt sie dann immer... Ja ach das wird schon... Wir werden alles so machen das alles passt. Aber ich wünsche mir so sehr ein Leben alleine mit meinem Sohn und mein Mann. Sie könnte auch jederzeit vorbei kommen, aber nein! Es ist ja anders...

Ich habe etwas Angst das sie meinen Sohn zu viel für sich beansprucht. Wenn ich den kleinen nachts habe und er weint abends im Bett um 23 Uhr, kommt sie rüber, streckt die Arme und sagt,,, ach komm mal zu deine Oma... Da sie selber psychisch angeschlagen ist, sage ich nichts und schweige.

Ich bin einfach nur noch fertig... Ich kann nichts mehr machen ohne das sie was dazu sagt. Ich meine, ich muss auch selber klar kommen und meine eigenen Entscheidungen treffen.

Vielleicht kann mir hier ja jemand helfen und hat da auch schon seine Erfahrungen gemacht. Wie gesagt ich liebe sie, sie ist für mich eine ganz tolle Mama... Aber ich möchte einfach Abstand.

Ich danke euch schon mal 😏

Hallo Nattiibee,
ich kann Deine Situation verstehen. Bei uns ist es ähnlich: SchwieMu wohnt mit im Haus und hat zwar ein paar Zimmer für sich, aber Zimmer wie Bad, Gäste- WC, Flur, Garten sind zwangsläufig Gemeinschaftsbereich. Sie ist  überzeugt davon, dass wir ihre ungefragte Hilfe nötig haben und dankbar sein müssten. Mein Mann hat ein gutes Verhältnis zu ihr, ich dagegen gar nicht. Ich helfe ihr, wenn notwendig, ansonsten gehe ich ihr aus dem Weg, was leider nicht vor ihrer Einmischung schützt. Am Anfang dachte ich, sie will uns verschiedene Aufgaben abnehmen, um uns zu entlasten. Inzwischen habe ich, viel zu spät, gemerkt, dass sie gar nicht duldet, dass wir bestimmte Dinge allein managen. Wenn die Dinge dann nicht nach ihren Regeln laufen, läßt sie ihre Wut raus, indem sie uns anschreit. Leider läßt sie dann auch ihre Wut an meinem Kind aus, was mich sehr verletzt und am Ende dazu führt, dass ich klein bei gebe, um mein Kind zu schützen.

Du kannst wenigstens noch das Gute in deiner Schwiegermutter sehen und möchtest sie nicht verteufeln. Das finde ich sehr fair von Dir.

Allerdings sehe ich jetzt nach fast 20 Jahren Zusammenwohnen meine Fehler im Umgang mit meiner SchwieMu. Darum kann ich Dir nur raten:

- gehe sicher, dass Dein Mann bedingungslos hinter Dir steht
- setze Deiner SchwieMu (so liebevoll, wie es dir möglich ist, aber auch sachlich und bestimmt) Grenzen und lass Dir nichts aus der Hand nehmen, was Du selbst tun möchtest 
(Dass du im Moment nervlich fertig bist, ist total verständlich. Das Babyjahr war für mich auch hart. Aber es wird besser und Du wirst wieder an innerer Stärke gewinnen.) 
- kommen unberechtigte Vorwürfe, weise diese sofort zurück und lass nichts auf Dir sitzen

Ich habe dies alles von Anfang an aus Feigheit versäumt und sie hat sich daran gewöhnt. Ohne anzuklopfen ins Zimmer zu kommen oder uns vom Esstisch wegzuholen, weil sie ein Problem hat, dass sofort gelöst werden muss, ist für sie an der Tagesordnung. Auch erteilt sie meinem Kind erzieherische Anweisungen, obwohl ich daneben stehe und in dem Fall meinem Kind Weisungen geben müsste, sofern ich dies für notwendig erachte. Ist für mich alles o.k., kann sie nicht an der Kleidung meines Kindes oder anderem rumnörgeln.
Und es ist mir unangenehm, dass sie uns vor unserem Kind so behandelt. Meine Tochter ist inzwischen 10 Jahre. 

Je mehr ich mir gefallen ließ, desto schlimmer wurde es. Inzwischen leide ich gesundheitlich sehr unter der Situation und schelte mich, wie dumm ich doch war, zu glauben, es würde gut gehen mit SchwieMu im gleichen Haus. Seltsamerweise höre ich in meiner Umgebung nur noch "jung und alt passen nicht zusammen" oder "was - mit den Eltern in einem Haushalt? Bist Du verrückt?" Selbst die in meinem Freundeskreis, die ein Super-Verhältnis zu ihren Eltern haben, können sich ein Zusammenleben nicht vorstellen. 

Ich wünsche Dir, dass Du Mut und Kraft hast, Dein eigenes Ding immer zu verteidigen und Dir Deine Würde als Mensch, Schwiegertochter, Ehefrau und Mama in jeder Situation zu bewahren. Und lass Dich von der Reaktion Deiner Schwiegermutter auf Deine klaren Ansagen niemals unter Druck setzen.

Es wäre vielleicht auch mögilch, dass sie ihr Verhalten gar nicht böse meint und aufgrund  deiner deutlichen Worte merkt, dass sie übertrieben hat und sich ändert.
Wenn nicht, ist es auf Dauer lebensnotwendig, eine gesunde Distanz zu bewahren.  

Eine eigene Wohnung zu suchen, wäre sicher sehr gut. Gelegentliche Besuche sind etwas ganz anderes als Zusammenwohnen und so kann sicher viel leichter ein gutes Verhältnis zueinander erhalten werden.

Alles Gute für Dich und Deinen Mann!!

Liebe Grüße
Sharazany
 

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16. Juli um 15:19

Das Zusammenwohnen kann nur gelingen, wenn beide bereit sind, die Grenzen des anderen zu akzeptieren. Dazu ist es aber auch nötig, dass man die Grenzen deutlich setzt.

Du scheinst auch irgendwie zu hoffen, dass die Leute selber merken, wenn sie zu weit gehen.

Ich denke, dass es auch für die Omas nicht leicht ist, zusammen zu wohnen. Großeltern lieben ihre Enkel und wollen das Beste für sie. Einfach nur mit anzusehen, wie die Kinder mit den Enkeln in ihren Augen alles "falsch" machen, das ist nicht einfach.

Ich denke es braucht Verständnis von beiden Seiten, um es nicht persönlich zu nehmen, wenn Oma doch mal wieder übers Ziel hinausschießt. Eben: Wenn alle wollen, dass es klappt, dann kann es das.
Einfach regelmäßig an die Grenzen erinnern und auch mal sagen: Das hier geht nicht!
Aber eben auch Oma anhören, wie sie sich fühlt. Es ist eine andere Generation mit anderen Wertvorstellungen. Meist sollten die Kinder auch von unterschiedlichen Ansichten profitieren können.

Wenn aber Oma kommt und sagt: Solange ihr die Füße unter meinen Tisch...., dann hat es keinen Zweck und die räumliche Distanz ist für den Frieden voraussichtlich nötig.

Ich wohne übrigens seit fast 15 Jahren im Haus meiner Schwiegereltern.

LG

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