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Meine Schwiegermutter nimmt uns aus

29. Oktober 2011 um 18:51

Hallo zusammen,
vor zwei Jahren zog meine Schwiegermutter (76 Jahre, ledig) nach einer Regelsinsolvenz mit Restschuldbefreiung in die Nähe von uns. Leider reicht ihr jetzt ihre Rente nicht zum Leben und nicht zum Sterben. Zusätzlich erhält sie Grundsicherung, die aber gleich an die Krankenkasse abgeführt wird. Nach Abzug aller Unkosten bleiben ihr dann ca 80 Euro im Monat. Für den restlichen Unterhalt kommt mein Mann auf und ein kleines Auto finanzieren wir ihr auch noch. Jeden Monatsanfang müßen wir dann feststellen das meine Schwiegermutter sobald die Rente eingegangen ist einkaufen geht ohne irgendetwas zu überlegen. Nun reicht es wieder nicht für die ganz normalen Abbuchungen. Wenn mein Mann sie dann ganz lieb und nett zur Rede stellt, steht sie wie ein flügellahmes Entlein da und hat angeblich ein schlechtes Gewissen. Jetzt ist ja erst der 29.10., der Monat noch nicht vorbei, sie hat jetzt eigentlich zuzüglich zur Autorate von 169 Euro schon 70 Euro überzogen, will diesen Monat ja auch noch zum Friseur und leben muss sie ja auch noch. So ähnlich geht es jeden Monat. Ich weiß bald nicht mehr was ich tun soll. Mein Mann ist 59 Jahre und meint das er seine Mutter nicht bevormunden will. Ich denke jedoch solange er bezahlt das er auch sagen kann was er wann und wie bezahlen will. Ich (46 Jahre) bin mit ihm in 2. Ehe seit drei verheiratet, habe drei Kinder (19, 16, 14 aus 1. Ehe) erhalte Kindesunterhalt und verdiene mir durch häusliche Alten/Krankenpflege etwas dazu und habe ständig das Gefühl das wir für die doofe Schwiegermutter zurück stehen müßen. Es ist eigentlich fast jeden Monat das die uns 250 euro zusätzlich kostet. Wir leisten uns nichts und sagen darf ich auch nichts. Habe dann jedesmal einen riesen Streit mit meinem Mann. Was soll ich tun ohne meine Ehe um die ich jeden Tag neu kämpfe aufs Spiel zu setzen? Ich habe bald keine Kraft mehr.

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31. Oktober 2011 um 12:30

Um Kommunikation mit deinem Mann
wirst du nicht herumkommen. In das Verhältnis zwischen den beiden hast du dich nicht einzumischen.

Stelle doch mal eine schriftliche Auflistung auf, wieviel reinkommt und wieviel wofür rausgeht.
Dann kannst du deinem Mann schwarz auf weiß zeigen, z.B. dass ihr eure notwendigen Ausgaben nur durch Deine Arbeitsstelle finanzieren könnt oder dass NICHTS übrigbleibt wenn deine SM mehr als, sagen wir mal, 100 Euro im Monat von euch bekommt. Wenn er dann immer noch stur bleibt, wirst du dich damit abfinden oder die Situation ändern müssen - z.B. durch eine andere Arbeitsstelle oder Trennung.

80 Euro im Monat sind übrigens wirklich wenig, das sind nicht mal drei Euro pro Tag. Warum in aller Welt bekommt sie denn ein Auto von euch finanziert wenn sie so wenig Geld zum Ausgeben hat? In der Gegend rumfahren (was Benzin kostet) ohne Geld macht doch keinen Spaß.

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1. November 2011 um 8:38

Ich denke auch,
da müssen Zahlen auf den Tisch und es müssen Gespräche her. Notfalls mit professioneller Unterstützung. Das ist auch bei Diakonie oder Caritas möglich. Denn mir scheint das auf die Dauer sehr schwierig zu sein.Schaut welche Möglichkeiten es gibt. lasst euch unter Umständen auch nochmal bei einer Schuldnerberatung beraten. Und ob die Schwimu wirklich ein Auto braucht, diese Frage stelle ich mir auch. Ich bin sehr dafür , dass man sich hilft und unterstützt, aber da muß es eine Lösung geben, mit der ihr alle leben könnt.
Gruß melike

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