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Meine Mutter will mein Kind nicht mehr hergeben

12. Juni 2006 um 22:14

Hallo an Alle,

ich habe ein ziemlich schwieriges Problem und bin mit meinem Latein am Ende und es ist solch ein Wirrwarr, das ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll.
Also:
Meine Tochter ist 14 Jahre alt und meine Mutter hat sich von Anfang an sehr intensiv um meine Tochter gekümmert (mehr aufgezwungen als gewollt) Dann kam die Trennung vom Vater. Da ich sehr jung war und wenig Erfahrung vom Leben, von Kindererziehung etc. hatte war ich meistens froh ihre Hilfe zu haben. Irgendwann hat sie aber die Schranke vom normalen Oma/Enkelin Verhältnis überschritten und von da an wurde es schlimm. Am Anfang dachte ich noch, das meine Mutter einfach manchmal etwas übers Ziel schießt mit ihrer Aufmerksamkeit gegenüber meiner Erziehung, meinem Lebensstil usw. Es dauerte aber nicht lange bis ich mich ernsthaft fragen musste, ob meine Mutter ihre Enkelin nicht mit ihrem eigenen Kind verwechselt. Sie fing an meiner Tochter ihre eigene Erziehung aufzudrücken und sie mir ganz langsam aber stetig zu entfremden. Ich habe das nicht gleich gemerkt oh nein, da ich ja nie im Leben daraufgekommen wäre, das meine eigene Mutter mir so etwas antun könnte. In all den letzten Jahren gab es so viel Streit, böse Worte und ich habe so viele seelische Demütigungen von ihr erfahren müssen und ich war zu dumm oder zu naiv ihr böse Absichten zu unterstellen. Meine Mutter hat so eine subtile Art an sich mich immer aber auch wirklich immer als Buhmann dastehen zu lassen. Als ich merkte, das meine Tochter eher Oma als mir glaubte fing ich an zu kämpfen und habe fast immer verloren. Ich habe meine Mutter beschimpft, ihr die Enkel entzogen um mich zu schützen, einige Zeit gar kein Kontakt mehr gehabt usw. Es hat alles nichts genützt. Sie hat es, ich weiß heut noch nicht wie, es immer geschafft, das ich wieder einen Anfang mit ihr gemacht habe.
Ich habe all das geschrieben, damit man nachvollziehen kann, was heute mein Problem ist.
Ich bin vor gut einem halben Jahr sehr krank geworden. Mein Partner und ich haben uns darauf geeinigt, das meine Tochter bis ich wieder gesund bin zu Oma zieht. Ich muß dazusagen, das mein kleiner Sohn ADHS hat und mein Partner mit ihm allein vollauf beschäftigt war. Meine Mutter hat mir den Vorschlag mit meiner Tochter gemacht. Ich Blöde ging darauf ein. Ich habe meiner Tochter gesagt, das sie wieder nach Hause kommt, wenn ich wieder gesund bin. Jetzt ist es so, das ich seit Pfingsten versuche mein Kind nach Hause zu holen. Sie weigert sich mit den verücktesten Gründen (Es würde ihr bei mir nicht gut gehen. Sie würde sich mit meinem Partner nicht verstehen. Bei Oma wäre sowieso alles besser.)Meine Tochter hat mich beschimpft, beleidigt und sehr verletzt und ich verstehe die Welt nicht mehr. Ich will mein Kind wiederhaben. Die Reaktion von Oma ist: gar keine. Sie ünterstützt mich nicht hinsichtlich, das sie sagt die Enkelin soll wieder nach Hause gehen. Oh nein gar nichts macht sie. Das hat sie vorher alles schon erledigt. Ich möchte nicht wissen, was sie meiner Tochter alles untergejubelt hat. Jeder der solch eine Mutter hat die solch eine subtile Art und Weise hat wird mich hier verstehen. Da ich meine Tochter ja schlecht an den Haaren hinausschleifen kann, bin ich absolut ratlos.
Wer kennt solch eine Situation? Wer kann mir raten?

für alle Ratschläge jetzt schon
vielen Dank
Anke

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30. Juni 2006 um 22:54

Kompliziert
Liebe Anke,
rein rechtlich wird Deine Mutter wohl keine Ansprüche haben.Rein moralisch vielleicht schon.In Deinem Beitrag lese ich einen gewissen Unterton heraus,der sagt:Solange alles bestens ist,es keine Schwierigkeiten gibt und ich Zeit habe,dann bin ich die Mutter.Wenn es mir aber gerade nicht auskommt,dann kann die Oma herhalten.
Ich könnte mir gut vorstellen,dass Du sowohl bei Deiner Mutter als auch bei Deiner Tochter den Eindruck erweckt hast,dass Du Deine Tochter lieber mal abschiebst,anstatt Dich mit allen Schwierigkeiten,die das Leben mit sich bringt und da gehört auch Krankheit zu,auseinanderzusetzen.Ich glaube ,Du hast es Dir in Deiner Vergangenheit ein wenig zu leicht gemacht.Deine Mutter und Deine Tochter mußten sich zwangsläufig miteinander arrangieren und das hat ja wohl auch ganz gut geklappt.Darüber hinaus solltest Du Dir überlegen,ob Deine Tochter mit Ihrem Reden nicht vielleicht genau das einmal erreichen möchte,nämlich das Du Dich mal für sie einsetzt und ihr zeigst,wie wichtig sie für dich ist,in dem du darauf bestehst,dass sie nach Hause kommt.
Deiner Mutter solltest Du vielleicht einfach einmal danken,dass sie so oft für Deine Tochter und letztlich ja auch für Dich da war.Ihr eigenes Leben mußte sie sicher oft umorganisieren.Sei froh,dass Du jemanden hast,der Dir unter die Arme greift.
Du solltest ein sachliches und ehrliches Gespräch mit Deiner Mutter führen und ab sofort die Erziehung Deiner Tochter auch selbst in die Hand nehmen wollen.
Deiner Tochter solltest Du die Sicherheit geben,dass sie jederzeit Ihre Oma sehen kann und dass Du genauso Interesse an einem guten Verhältnis zur Oma hast wie sie.
Ich wünsche Dir alles Gute LG Salvia

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11. Juli 2006 um 21:48

Ja
Ich würde auch sagen, pack das Kind einfach ein. Du hast das Sorgerecht. Sie kann dir dein kind nicht wegnehmen, solange sie nicht sagen kann, warum es bei dir nicht gut aufghoben sein sollte.
Ich denke, das dann mit deiner Tochter zu klären, wird viel Arbeit sein.
Alles gute

Gr33tz

www.sisterzone.de

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