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Meine Mutter macht mich fertig

5. Oktober 2019 um 7:32 Letzte Antwort: 8. Oktober 2019 um 21:12

Hallo,
ich bin 16 alt und brauche dringend Hilfe.Ich weiß einfach nicht mehr weiter und ich hoffe, dass keiner so etwas sagt wie "Ach ist doch nur die Pubertät, das vergeht schon wieder" oder Ähnliches. 
Nun zu meinem Problem: Meine mutter macht mich ständig fertig. Ich muss mir ständig anhören, wie hässlich und fett ich bin, dass ich zu nichts zu gebrauchen bin, dass ich strohdumm bin, dass sie mich nicht braucht, wieso ich doch nicht so bin, wie die Tochter von xy oder wieso ich nicht so bin wie meine schwester, wieso ich so "unweiblich" bin, dass ich voll arrogant bin, weil ich mein Abi mit einem schnitt besser 1,5 ablegen will, dass ich eine reine Pickelfresse bin, dass ich faul bin und im Haushalt rein gar nichts mache, dass wenn sie die gleichen Möglichkeiten wie gehabt   hätte, sie nicht das Miststück geworden wäre, dass ich nur so tu als wäre ich schlau, dass ich zu viel fresse. Mehr fällt mir nicht ein. Ich versuche mich zu wehren, aber entweder sie wird handgreiflich oder droht mir mit Sachen, z.B. dass ich zu den nächsten 4 Geburtstage meiner Freunde nicht gehen darf, dass sie mich in Heim schickt oder dass sie mich vor die Tür stellt. Meine jüngere Schwester sieht dabei zu und macht nichts. Aber von meiner Mutter wird sie eh verwöhnt bis aufs Letzte! Sie ist einfach der Sonnenchein... charismatisch, hübsch und kriegt jeden einzelnen Cent zugeschoben und klar, mir ist bewusst, dass es Menschen gibt, denen es viel schlechter geht, aber man stellt sich schon die Frage, wieso man selbs kaum Geld hat, sich neue Schuhe zu kaufen, weil die alten Schuhe kaputt gegangen sind. Das Problem ist, dass meine Eltern versuchen nach außen, das perfekte Bild abzugeben. Von außen lobt mich meine Mutter vor anderen, weil ich ja eine brave, intelligente und zielstrebige Tochter bin, aber Zuhause ist es die Hölle. Mein Vater bekommt auch alles mit und mit ihm habe ich schon darüber geredet, dass mir das alles langsam zu viel wird, aber er meinte, ich solle einfach lernen, Sachen an mir abzuprallen.
Ich muss mir von meiner Mutter anhören, dass es für sie eine Erlösung ist, wenn ich endlich von Zuhause auszieh. Und solche sätze kommen eben nicht 1 mal im Jahr vor, die man vlt. sagt, weil man sauer ist, nein, die höre ich täglich!
zum Thema huashalt. Klar ich packe gern an und so weiter, aber manchmal fehlt mir die Zeit! Manchmal komme ich um 16 Uhr nach Hause und muss 4 Stunden lernen+Hausaufgaben, weil ich für meine Ziele har arbeiten will und es passiert nicht selten, dass ich dann 1,5 - 2 h dann in der Küche steh, weil sie so aussehen, als wäre ein Tornadoda vorbeigezogen. Wenn ich um Hilfe frage, dann werde ich ignoriert oder fie Sachen werden wieder komplett verdreht.
Meine Meinung in jungen Jahren schwer, da Kinder/Jugendliche eine gesunde Bindung zu ihren Eltern brauchen. Mein psychischer stress macht sich auch körperlich erkennbar. Ich leide seit 3 Jahren an einer chronischen Magenschleimhautentzündung und habe in den letzten 4 Jahren ca. 8 kg abgenommen (wiege bei 1,67m 51kg). Ich will niemnden etwas böses, ich will nur meine Ruhe haben und meinen Traumberuf nachgehen. Ich weiß nicht ob Jugendamt die Lösung ist, da ich denke, dass durch diesen Schritt, die Angelegenheit noch mehr eskaliert und da wir auf dem Land leben ist ein "Aufstand"/ Handlungen, die einfach Aufmerksamkeit erregen nicht vom Vorteil, da sich alles schnell herumspricht. Außerdem habe uch das Gefühl, dass meinen Eltern das Image nach einer glücklichen, wohlhabenen eh wichtiger ist, als das tatsächliche Wohl eines Familienmitgliedes. Es wäre sehr nett, wenn ihr gute Ratschläge habt oder ich einfach jemanden habe, den ich generell mehr anvertrauen kann, weil ich keinen zu Reden habe.
 

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5. Oktober 2019 um 9:32

Ok ich glaube ich würde in solch einer Situation ein Leben im Heim bevorzugen. So mag doch kein Mensch leben und für mich hört sich das entweder nach Alkoproblem oder Psychiatrischer Erkrankung an.

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5. Oktober 2019 um 10:12

Oh Gott - Mädchen....!

So gehts nicht weiter!

Ich würde DOCH zum Jugendamt gehen. Zumindestens erst einmal zu einem Gespräch. - - Es gibt Jugend - bzw. Mädchen-Wohngemeinschaften, die je nach dem lockerer oder engmaschiger von Sozialpäds betreut werden. - Die reden dann auch mit Deiner Mutter/Deinen Eltern.
Weiterhin solltest Du zum Hausarzt gehen und offen Deine Probleme schildern.
AUCH - und vielleicht GERADE - wenn Deine Eltern den gleichen Arzt haben.

Gibts eine/n VertrauenslehrerIn in Deiner Schule - bzw. eine/n, mit dem Du gut kannst?
Oder eine Schulpsychologin?

Was ist mit Verwandten?



DU brauchst Dich nicht nach dem "Image" richten! Es geht um Deine seelische und körperliche Gesundheit - um Dein Leben!

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6. Oktober 2019 um 11:06

Ich bin immer wieder sprachlos, wenn ich solche Geschichten höre. Deine Mutter hat ein ernstes, psychisches Problem. Vermutlich ein tiefsitzendes Trauma aus ihrer eigenen Kindheit (ist jedenfalls bei meiner Mutter der Fall). Schlimm ist, das es kaum Hoffnung gibt, dass sich das ändert. Das Bewusstsein, dass sie an sich arbeiten muss, wird ihr komplett fehlen.

Wichtig ist, dass du erkennst, das ihr Verhalten nichts mit dir zu tun hat.Du musst dir das immer wieder sagen: ich bin nicht schuld, ich bin nicht fett, ich bin nicht das Problem! 
Sie braucht eine Projektionsfläche für ihre eigenen Probleme, und dafür braucht sie Dich. Lass nicht zu, dass sie dich klein macht! Sie ist im Grunde eine ganz armselige, frustrierte, bemitleidenswerte Frau, die sich und ihr Verhalten nicht unter Kontrolle hat.

Nun bist du 16 Jahre, das ist sehr jung, um Zuhause auszuziehen. Würdest du dir das zutrauen? Ich weiss konkret keine Lösung, aber da du schon körperliche Symptome aufweist, kannst du dich mal deinem Hausarzt anvertrauen? Ansonsten fällt mir das Jugendamt oder pro familia ein. Vielleicht gibt es Wohnprogramme für Minderjährige o.ä. Ich kenn mich da leider zu wenig aus.

Eines noch: Schere dich nicht um das Gerede der Leute ( war auch ein ganz zentraler Punkt in meiner Familie, immer schön die heile Welt vorgaukeln). Es ist Dein Leben, du musst dich darin wohlfühlen. Wo sind "die Leute", wenn dich deine Mutter runtermacht? Richtig: sie schauen weg. Sogar dein Vater macht das (meiner damals übrigens auch). 
Ich wünsche dir von Herzen, dass du stark bleibst!
Alles, alles Gute für Dich und deinen Lebensweg!

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8. Oktober 2019 um 18:27

Deine Mutter hat wie andere schon sagten ernsthafte Probleme, es liegt nicht an dir. Selbst wenn du Mist bauen würdest wäre das kein Freibrief dich zu beschimpfen. Lass das bitte nicht an dich ran, denn das alles stimmt nicht. Du bist ein tolles Mädchen, und nicht die Dinge die sie zu dir sagt, als Beispiel ist es ja eindeutig dass du mit deinem Gewicht nicht dick bist, im Gegenteil! Selbst wenn, wäre es dennoch kein Grund so ausfallend zu werden. Im übrigen Hut ab, dass du 16 so viel Ehrgeiz und Pläne hast, sei Stolz auf dich. Stolz sollte auch deine Mutter sein, aber aufgrund ihrer Gemütslage kann sie es nicht. Sprich mit jemanden, auch mit dem Jugendamt. Für solche Fälle sind sie ja auch da. Vielleicht gibts betreutes Wohnen oder so ähnlich, wo man beispielsweise mit anderen Mädels in einer WG lebt. Außerdem sind deine Eltern dir unterhaltspflichtig, auch über 18 hinaus, zumindest auch während der Ausbildung. Wo die Obergrenze liegt weiß ich nicht genau. Jedenfalls erklär dem Jugendamt deine Lage und dass es so seit langem ist und dein Vater auch nicht eingreift. Vielleicht hilfts ja wenn andere Aufmerksam werden und rütteln deine Eltern auf. Wenn nicht, besprich das mit dem Jugendamt, Vertrauenslehrer usw
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und alles erdenklich Gute 

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8. Oktober 2019 um 21:12
In Antwort auf babsi8889

Hallo,
ich bin 16 alt und brauche dringend Hilfe.Ich weiß einfach nicht mehr weiter und ich hoffe, dass keiner so etwas sagt wie "Ach ist doch nur die Pubertät, das vergeht schon wieder" oder Ähnliches. 
Nun zu meinem Problem: Meine mutter macht mich ständig fertig. Ich muss mir ständig anhören, wie hässlich und fett ich bin, dass ich zu nichts zu gebrauchen bin, dass ich strohdumm bin, dass sie mich nicht braucht, wieso ich doch nicht so bin, wie die Tochter von xy oder wieso ich nicht so bin wie meine schwester, wieso ich so "unweiblich" bin, dass ich voll arrogant bin, weil ich mein Abi mit einem schnitt besser 1,5 ablegen will, dass ich eine reine Pickelfresse bin, dass ich faul bin und im Haushalt rein gar nichts mache, dass wenn sie die gleichen Möglichkeiten wie gehabt   hätte, sie nicht das Miststück geworden wäre, dass ich nur so tu als wäre ich schlau, dass ich zu viel fresse. Mehr fällt mir nicht ein. Ich versuche mich zu wehren, aber entweder sie wird handgreiflich oder droht mir mit Sachen, z.B. dass ich zu den nächsten 4 Geburtstage meiner Freunde nicht gehen darf, dass sie mich in Heim schickt oder dass sie mich vor die Tür stellt. Meine jüngere Schwester sieht dabei zu und macht nichts. Aber von meiner Mutter wird sie eh verwöhnt bis aufs Letzte! Sie ist einfach der Sonnenchein... charismatisch, hübsch und kriegt jeden einzelnen Cent zugeschoben und klar, mir ist bewusst, dass es Menschen gibt, denen es viel schlechter geht, aber man stellt sich schon die Frage, wieso man selbs kaum Geld hat, sich neue Schuhe zu kaufen, weil die alten Schuhe kaputt gegangen sind. Das Problem ist, dass meine Eltern versuchen nach außen, das perfekte Bild abzugeben. Von außen lobt mich meine Mutter vor anderen, weil ich ja eine brave, intelligente und zielstrebige Tochter bin, aber Zuhause ist es die Hölle. Mein Vater bekommt auch alles mit und mit ihm habe ich schon darüber geredet, dass mir das alles langsam zu viel wird, aber er meinte, ich solle einfach lernen, Sachen an mir abzuprallen.
Ich muss mir von meiner Mutter anhören, dass es für sie eine Erlösung ist, wenn ich endlich von Zuhause auszieh. Und solche sätze kommen eben nicht 1 mal im Jahr vor, die man vlt. sagt, weil man sauer ist, nein, die höre ich täglich!
zum Thema huashalt. Klar ich packe gern an und so weiter, aber manchmal fehlt mir die Zeit! Manchmal komme ich um 16 Uhr nach Hause und muss 4 Stunden lernen+Hausaufgaben, weil ich für meine Ziele har arbeiten will und es passiert nicht selten, dass ich dann 1,5 - 2 h dann in der Küche steh, weil sie so aussehen, als wäre ein Tornadoda vorbeigezogen. Wenn ich um Hilfe frage, dann werde ich ignoriert oder fie Sachen werden wieder komplett verdreht.
Meine Meinung in jungen Jahren schwer, da Kinder/Jugendliche eine gesunde Bindung zu ihren Eltern brauchen. Mein psychischer stress macht sich auch körperlich erkennbar. Ich leide seit 3 Jahren an einer chronischen Magenschleimhautentzündung und habe in den letzten 4 Jahren ca. 8 kg abgenommen (wiege bei 1,67m 51kg). Ich will niemnden etwas böses, ich will nur meine Ruhe haben und meinen Traumberuf nachgehen. Ich weiß nicht ob Jugendamt die Lösung ist, da ich denke, dass durch diesen Schritt, die Angelegenheit noch mehr eskaliert und da wir auf dem Land leben ist ein "Aufstand"/ Handlungen, die einfach Aufmerksamkeit erregen nicht vom Vorteil, da sich alles schnell herumspricht. Außerdem habe uch das Gefühl, dass meinen Eltern das Image nach einer glücklichen, wohlhabenen eh wichtiger ist, als das tatsächliche Wohl eines Familienmitgliedes. Es wäre sehr nett, wenn ihr gute Ratschläge habt oder ich einfach jemanden habe, den ich generell mehr anvertrauen kann, weil ich keinen zu Reden habe.
 

Ich habe immer wieder Menschen kennengelernt die früh ihr Elternhaus verlassen haben, weil es zu viele Probleme gab. Manchmal waren sie selbst der Grund, also schwierige Kinder für die man viel getan hat, es aber trotzdem nicht besser wurde und manchmal eben auch, so wie bei dir, dass es von Seiten der Eltern her unmöglich ist, weil sie zu große Probleme haben um ihre Kinder richitg zu versorgen/erziehen.

Ich denke für die meisten davon war es trotzdem nie "schön" so zu leben, wo andere ein gutes Elternhaus hatten, da war es bei ihnen das Gegenteil.Aber es war immer noch besser wie zu bleiben und in dieser chaotischen Gefühlswelt weiter kaputt zu gehen.

Es ist zwar traurig, wenn es Sozialarbeiter, Erzieher, der Chef oder Kollegen sein müssen die einen durchs weitere Leben begleiten. Positiv bewerten und einem helfen. Aber lieber hat man fremde Menschen an seiner Seite, die es gut mit einem meinen, wie eine eigene unfähige Familie.

Such dir Hilfe, geh zum Jugendamt oder zuerst wenn du magst und eine hast zur Schulsozialarbeiterin oder einem Lehrer mit dem du gut zurecht kommst.

Du musst nicht die Hürde deiner Mutter weiter tragen, du darfst dein Leben leben, du hast ja gute Ziele und du machst viel für dich, damit du das erreicht.

Alles Gute für dich.

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