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Meine Mutter interessiert sich nicht für mich

24. August um 5:50

Hallo, 
ich versuche meinen Beitrag mal so kurz wie möglich zu halten.
Ich bin 26, wohne seit 1 Jahr mit meinem Freund zusammen (800 km weg von meiner Familie), davor 6 Jahre in meiner eigenen Wohnung(30 km weg), da meine Mutter mich(als ich 19 war) in einem Wutausbruch weil sie keine Drogen bekommen hat rausgeworfen hat.


Seit ich denken kann haben meine Mutter, meine Schwester (27) und ich immer von wenig Geld gelebt (meistens Hartz 4 oder Gelegenheitsputzjobs von meiner Mutter).


Meine Mutter war schon vor unserer Geburt süchtig nach Gras. Sie raucht jeden Tag Bon und wenn sie mal kein Geld für Drogen hat ist sie depressiv und bekommt Wutausbrüche wegen nichts. Dadurch ist unser weniges Geld größtenteils immer für Drogen draufgegangen und schon am 04. des Monats hatten wir kein Geld mehr um Lebensmittel zu kaufen. 


An diesen Tagen hat mein Vater (getrenntlebend/der nicht das Sorgerecht hat) uns  öfter mal sozusagen gerettet, obwohl er selbst wenig Geld hat, und hat Geld und Tüten voll mit Lebensmitteln vorbeigebracht. Das Geld hat meine Mutter natürlich sofort für Drogen ausgegeben. 
Aber noch öfter kam es leider vor, dass unser Kühlschrank leer war und wir mal wieder nichts zu essen hatten und gehungert haben.
Meine Mutter hat es uns immer so erklärt, dass Hartz 4 eben wenig Geld ist und man davon nicht leben kann und wir deswegen nichts zu essen haben. Als Kind habe ich das nicht hinterfragt da ich meiner Mutter natürlich geglaubt habe. Je älter ich wurde umso mehr wurde mir natürlich die Wahrheit bewusst.


Als meine Schwester erwachsen wurde, ich denke so mit 20 hat das angefangen, hat sie auch angefangen Gras zu rauchen. Sie hatte dann auch einen Freund der noch härtere Drogen genommen hat. Mittlerweile wohnt sie mit einem anderen Mann zusammen der natürlich auch härtere Drogen nimmt. Meine Mutter, meine Schwester und ihr Freund stehen sich, wahrscheinlich deswegen sehr nah. 


Früher als es nur uns 3 gab als wir noch Kinder/Jugendliche waren, standen wir uns relativ nah. Jetzt seit wir alle erwachsen sind habe ich kaum noch Kontakt zu meiner Mutter oder meiner Schwester. Das liegt nicht daran, dass ich weggezogen bin. Als ich 30 km weit weg gewohnt habe waren die beiden genauso.


Ein Beispiel:


Meine Schwester hat Geburtstag. Ich fahre mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit Geschenk  und Torte auf dem Schoß 30 km zu ihr. Sie und ihr Freund freuen sich auf die Torte und essen fast alles auf, da die beiden wohl Hunger hatten da es mal wieder Mitte des Monats war und das Geld knapp. Meine Mutter kam sie ein paar Tage später besuchen.


Einen Monat später hatte ich Geburtstag ich habe meine Mutter und meine Schwester zu meinem Geburtstag eingeladen, zu Kaffee und Kuchen. Da ich an meinem Geburtstag meistens die beiden besuchen muss, weil sie zu bequem sind mich zu besuchen, wollte ich an diesem einen Geburtstag, dass Sie mich einmal bei mir zu Hause besuchen. Wochen vorher habe ich Ihnen Bescheid gesagt, damit sie sich 3€ für die Busfahrkarte beiseite legen. Je näher der Geburtstag kam fragte ich nochmal nach ob die beiden wirklich kommen. 
Sie sagten immer Sie werden kommen.
Einen Tag vor meinem Geburtstag fragte ich dann nochmal. Dann hieß es „oh wir kommen heute doch nicht, und Geld für die Fahrt haben wir sowieso nicht. Du hast auch selber Schuld wenn du am 25. (Ende des Monats) Geburtstag hast, du weißt doch das wir da kein Geld mehr haben“


Solche Sachen sind haufenweise vorgefallen. 
Die beiden sind sehr unzuverlässig und interessieren sich nur für sich selbst und füreinander. Ich werde meist außen vor gelassen. Weil ich keine Drogen nehme? Keine Ahnung.


Einmal wollte meine Mutter mich mal freiwillig in meiner Wohnung besuchen und über Nacht bleiben was sie vorher noch nie gemacht hat. Sie kam mit tausend Taschen an, blieb 2 Stunden, meinte dann Sie müsste noch was von zu Hause besorgen (Drogen natürlich) und würde an dem gleichen Abend noch wiederkommen. Sie ist weggefahren, hat alle Sachen bei mir gelassen und ist einfach nicht mehr wiedergekommen. Nach 3 Tagen hat sie sich gemeldet und Bescheid gesagt, dass Sie vergessen hätte Bescheid zu sagen das es doch später wird. Danach war sie nie wieder bei mir und ihre Sachen musste ich ihr stückchenweise pro Besuch wiederbringen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da ich keine Auto habe. Sie trägt keine Verantwortung, ihr ist alles und fast jeder egal, man muss ihr immer hinterherlaufen. Von alleine meldet sie sich erst recht nie. 


Vor ca. 2 Wochen hatte ich eine Diskussion mit meiner Schwester, da sie nicht mit meinem Glauben an Jesus klar kommt, genauso wenig wie meine Mutter. Die beiden wollen davon nichts hören und jeder Versuch mal etwas darüber zu erzählen endet immer mit genervten Aussagen und Augenrollen. Mein Freund und ich sind sehr glücklich mit unserem Glauben und führen ein schönes, ausgeglichenes Leben. Den Versuch darüber mit den beiden zu reden haben wir längst aufgegeben. Wir waren nie aufdringlich, haben versucht uns langsam ranzutasten, aber sie wollten nichts damit zu tun haben. Das haben wir auch akzeptiert.
Vor 2 Wochen hat meine Schwester dann plötzlich eine Diskussion darüber angefangen, per whatsapp, und ich habe freundlich auf ihre Fragen und Anliegen geantwortet. 
Da ihr die Antworten aber nicht gepasst haben, hat sie sich meine letzten Nachrichten dann gar nicht mehr angehört und ignoriert mich seitdem.


Das hat mich sehr traurig gemacht, deshalb hab ich versucht mit meiner Mutter zu reden. Das hat leider auch nichts gebracht, da Sie es als nichtig betrachtet hat. 


Das war der Zeitpunkt an dem mir mal so richtig klar geworden ist was ich überhaupt für eine Familie habe. Und das was ich erzählt habe war nur ein ganz kleiner Teil. Da sind noch viel mehr Sachen vorgefallen. Aber das alles zu erzählen würde den Rahmen sprengen.
Ich habe viel mit meinem Freund darüber geredet und der hat mir empfohlen meine Mutter mal einfach auf alles anzusprechen was mich so stört. Nach langem überlegen habe ich meiner Mutter dann einen langen Text geschrieben. 
Darin habe ich Sie darauf angesprochen wie enttäuscht ich bin weil sie sich nie meldet, nie für mich da ist, kein Interesse an meinem Leben hat, mich nie anruft. Und das ich mir wünsche, dass sie sich öfter meldet und mich einfach mal fragt wie es mir geht. 
Das alles habe ich so nett es geht verpackt und hatte Hoffnung, dass Sie ihre Fehler endlich mal einsieht und etwas ändert. 


Als Antwort kam, dass sie traurig über das ist was ich gesagt habe, Sie das aber alles gar nicht so schlimm sieht und das sie das ja nicht so meint. Kein Wort darüber das sie sich ändern will oder sonstiges. Nur ausreden, dass sie kein Geld zum anrufen hat, obwohl man umsonst über Internet anrufen kann. Ich könnte sie sogar zurück rufen wenn sie mit mir reden möchte. Ich habe ihr endlose Lösungsvorschläge aufgezählt wie wir den Kontakt besser aufrecht erhalten können. Sie kam nur wieder mit ausreden. Ich wollte, dass Sie meiner Schwester auch ausrichtet was ich gesagt habe. Denn für Sie gilt das gleiche. Wenig Kontakt, kein Interesse an mir. Sie sagte mir Sie wird ihr alles ausrichten.


Seit diesem Tag (vor 6 Tagen) hat sich keiner der beiden je wieder gemeldet. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll, die beiden brechen mir täglich das Herz, ich weine sehr oft deswegen. Ich bin den beiden immer entgegengekommen und habe alles mögliche versucht aber es kommt einfach überhaupt nichts zurück. Mittlerweile bin ich am überlegen den Kontakt zu den beiden komplett abzubrechen.


 

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9. September um 2:47

Hallo erstmal,

Familie kann man sich leider nicht aussuchen, deshalb kommt es gerade da immer wieder zu Streitigkeiten.

Ich verstehe deine Enttäuschung, leider kannst du deine Familie aber nicht ändern. Das sie sich nicht melden, liegt vl auch nicht daran, dass sie sich nicht für dich interessieren. Ich selbst verstehe mich super mit meinen Eltern und trotzdem haben wir oft wochenlang keinen Kontakt. Wir sind eben alle mit unserem jeweiligen Leben beschäftigt. Da wir uns da alle ähnlich sind, fällt es uns nur nicht negativ auf.

Du hingegen scheinst ein höheres Kontaktbedürfnis zu haben, als deine Familie, daher ist es dir zu wenig auch wenn es für sie so ok ist.

Ich finde es gut, dass du offen mit deiner Mutter gesprochen hast. 6 Tage sind für mich noch nicht so lang, vielleicht melden sie sich ja doch noch. Vielleicht tut es dir ganz gut, wenn du dir bewusst mal eine Pause von deiner Familie gönnst und dir vornimmst mal 4 Wochen keinen Kontakt aufzunehmen. Kümmer dich stattdessen um die anderen Bereiche in deinem Leben, vielleicht kommst du dann besser damit klar.
 

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