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Meine Mutter hat finanzielle Probleme und "leiht" sich immer wieder Geld

11. Januar um 11:33

Hallo zusammen,

ich weiß nicht mehr weiter und würde gerne mal eure Meinungen hören:

Meine Mutter hat finanzielle Probleme seit sie von meinem Vater getrennt ist und alles allein finanzieren und regeln muss. Als meine Schwester und ich noch bei ihr gewohnt haben, haben wir "Haushaltsgeld" abgegeben. Aber selbst damit hat es nicht immer gereicht. Es scheint mir auch, dass meine Mutter sich nicht mit solchen Sachen auseinandersetzt (setzen kann). Ein Beispiel war eine 4-stellige, fast 5-stellige, Stromrechnung (angehäuft über einen längeren Zeitraum), die sie nicht bezahlen konnte und von der wir erst erfahren haben, als man uns den Strom abstellen wollte. Meine Mutter hat sich damals um nichts gekümmert. Ich bin zum Stromversorger gefahren und habe nach einer Ratenzahlung gefragt. Ich habe mich so schäbig gefühlt weinend vor der Sachbearbeiterin zu sitzen und Angst zu haben, dass man den Strom abstellt. Also habe ich damals einen Kredit aufgenommen um die Rechnung zu bezahlen, weil meine Mutter meinte sie bekäme keinen. Ich habe dann monatlich etwas vom Haushaltsgeld einbehalten - ihre Rate quasi. Nachdem ich allerdings ausgezogen war, hat sie nichts mehr bezahlt. Der Kredit lief weiter und meine Schwester und ich haben ihn dann in Raten abbezahlt.

Seitdem hat sich die Situation nicht wirklich gebessert. Mal fragt sie hier nach 10€, mal da nach 50€ und so weiter....Anfangs hat sie mir das Geld meist auch ohne Nachfrage zurück gezahlt. Aber auch das hörte irgendwann auf. 

In den letzten 6 Wochen habe ich ihr sicherlich um die 400€ „geliehen“. Zum Teil habe ich ihr Geld gegeben, zum Teil habe ich für sie eingekauft, weil sie nichts zu essen hatte. Hinzu kommt eine Tierarztrechnung (300&euro, da mir klar war, dass sie es nicht zahlen kann und es sich um einen Notfall handelte, habe ich gesagt, dass ich die Rechnung übernehme.
 
Jetzt denkt jeder sicherlich, dass ich verrückt und selber schuld an der Situation bin. Stimmt auch irgendwie. Andererseits ist sie meine Mutter und ich liebe sie und kann den Gedanken nicht ertragen, dass sie leidet oder nichts zu essen hat. Habe auch schon versucht mit ihr zu reden. Habe ihr vorgeschlagen sich gemeinsam mal die Einnahmen und Ausgaben anzugucken. Aber da blockt sie immer ab. Ich denke sie versucht ihre Situation damit zu bewältigen indem sie die Augen verschließt. Das ist natürlich keine Lösung, aber ich kann sie ja auch nicht zwingen.
 
Doch ich muss sagen mir reicht es langsam. Ich habe kein Problem damit ihr Geld zu leihen oder mal für sie einzukaufen. Aber wenn von ihr so gar keine Reaktion kommt, dass sie es mir zurückzahlt und sei es nur mit 10€ pro Monat, dann überlege ich den Geldhahn abzudrehen. Und es hilft ihr ja auch nicht immer wieder finanzielle Überbrückungen zu bekommen (und im Übrigen nicht nur von mir). Sie muss eine grundlegende Lösung finden. Aber dann kommt wieder das „schlechte Gewissen“ bei mir hoch…
 

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11. Januar um 21:48
In Antwort auf blue123

Hallo zusammen,

ich weiß nicht mehr weiter und würde gerne mal eure Meinungen hören:

Meine Mutter hat finanzielle Probleme seit sie von meinem Vater getrennt ist und alles allein finanzieren und regeln muss. Als meine Schwester und ich noch bei ihr gewohnt haben, haben wir "Haushaltsgeld" abgegeben. Aber selbst damit hat es nicht immer gereicht. Es scheint mir auch, dass meine Mutter sich nicht mit solchen Sachen auseinandersetzt (setzen kann). Ein Beispiel war eine 4-stellige, fast 5-stellige, Stromrechnung (angehäuft über einen längeren Zeitraum), die sie nicht bezahlen konnte und von der wir erst erfahren haben, als man uns den Strom abstellen wollte. Meine Mutter hat sich damals um nichts gekümmert. Ich bin zum Stromversorger gefahren und habe nach einer Ratenzahlung gefragt. Ich habe mich so schäbig gefühlt weinend vor der Sachbearbeiterin zu sitzen und Angst zu haben, dass man den Strom abstellt. Also habe ich damals einen Kredit aufgenommen um die Rechnung zu bezahlen, weil meine Mutter meinte sie bekäme keinen. Ich habe dann monatlich etwas vom Haushaltsgeld einbehalten - ihre Rate quasi. Nachdem ich allerdings ausgezogen war, hat sie nichts mehr bezahlt. Der Kredit lief weiter und meine Schwester und ich haben ihn dann in Raten abbezahlt.

Seitdem hat sich die Situation nicht wirklich gebessert. Mal fragt sie hier nach 10€, mal da nach 50€ und so weiter....Anfangs hat sie mir das Geld meist auch ohne Nachfrage zurück gezahlt. Aber auch das hörte irgendwann auf. 

In den letzten 6 Wochen habe ich ihr sicherlich um die 400€ „geliehen“. Zum Teil habe ich ihr Geld gegeben, zum Teil habe ich für sie eingekauft, weil sie nichts zu essen hatte. Hinzu kommt eine Tierarztrechnung (300&euro, da mir klar war, dass sie es nicht zahlen kann und es sich um einen Notfall handelte, habe ich gesagt, dass ich die Rechnung übernehme.
 
Jetzt denkt jeder sicherlich, dass ich verrückt und selber schuld an der Situation bin. Stimmt auch irgendwie. Andererseits ist sie meine Mutter und ich liebe sie und kann den Gedanken nicht ertragen, dass sie leidet oder nichts zu essen hat. Habe auch schon versucht mit ihr zu reden. Habe ihr vorgeschlagen sich gemeinsam mal die Einnahmen und Ausgaben anzugucken. Aber da blockt sie immer ab. Ich denke sie versucht ihre Situation damit zu bewältigen indem sie die Augen verschließt. Das ist natürlich keine Lösung, aber ich kann sie ja auch nicht zwingen.
 
Doch ich muss sagen mir reicht es langsam. Ich habe kein Problem damit ihr Geld zu leihen oder mal für sie einzukaufen. Aber wenn von ihr so gar keine Reaktion kommt, dass sie es mir zurückzahlt und sei es nur mit 10€ pro Monat, dann überlege ich den Geldhahn abzudrehen. Und es hilft ihr ja auch nicht immer wieder finanzielle Überbrückungen zu bekommen (und im Übrigen nicht nur von mir). Sie muss eine grundlegende Lösung finden. Aber dann kommt wieder das „schlechte Gewissen“ bei mir hoch…
 

Ich möchte nicht weiter ausholen, aber ich weiss, dass man innerhalb der Familie nicht einfach "nein" sagen kann. Allerdings darf sich das nicht zu einer Tragödie entwickeln und es muss ein Ende in Sicht sein. Auch sie gewöhnt sich daran, dass sie immer wieder grosszügige Beträge erhält - warum also was ändern?

Die Lösung kann nur sein: Du machst ihre Buchhaltung ein paar Monate, sonst gibt es kein Geld mehr.

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