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Meine 18 jährige Tochter hat einen Höhenflug,

8. Oktober 2011 um 0:41

Meine Tochter macht nächstes Jahr ihr Abi und hat so mit einen Höhenflug.
Ich selbst habe den Realschulabschluss ohne Qualifikation.

Ich bin alleinerziehend mit 4 Kindern,wobei 3 Kinder auf das Gymnasium gehen,mein Jüngster 9 Jahre alt geht in die 3 Klasse und hat LRS.

Ständig macht meine Tochter ihren Bruder an,streng dich an sonst kommst du noch auf die Hauptschule dann möchte ich nix mehr mit dir zu tun haben usw.

Auch macht sie sich über Hauptschüler lustig.

Sie verbessert auch ständig innerhalb der Familie wenn jemand was falsch sagt.Z.B. es heißt nicht einziger sondern einzige usw.

Wenn wir Streit haben dann wirft sie mir ständig vor dem Kopf das ich keinen richtigen Abschluss habe und nur als Küchenhilfe arbeite.

Am liebsten würde ich sie raus werfen,sie hat auch einen total herab lassenen Ton an sich.
Es kommt dazu das sie das Wort Ordnung nicht kennt(bin ein ordenlicher Mensch).
Ihr Zimmer sieht aus wie ein Schweinestall.

Seit den letzen Streit reden wir seit 3 Tagen nix mehr miteinander,sie wünschte mir den Tot das ich bald sterben solle.

Was soll ich machen sie macht ihren Geschwister und mir das Leben zur Hölle.
Wir leiden alle drunter.

Habe ihr auch angedroht das ich sie bald raus schmeiße und sie sehen soll wie sie zurecht kommt!
Zur Antwort kommt unter 25 Jahre kannst du mich nicht raus schmeißen.

Im Haushalt macht sie keinen Finger krumm im Gegenteil sie verbreitet nur nur Chous und Dreck.

Ich kann nicht mehr so kann es nicht weiter gehen.

Hat jemand einen Rat für mich?

Danke schon mal!

LG Simona

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8. Oktober 2011 um 12:30


Da kann ich ja nur lachen... (auch wenns für dich nicht zum Lachen ist). Deine Tochter soll mal von ihrem Ross runterkommen. Aus meiner Berufserfahung (arbeite an der Uni) weiß ich sehr gut, dass heutzutage viele Abiturienten (in NRW, da komm ich auch her) je nach Schule nicht mehr wissen/ können als in deiner Generation jemand mit mittlerer Reife. Eher weniger. Ich bekomme manchmal Hausarbeiten von Studenten, die vor Ausdrucksfehlern nur so strotzen. Und diese Studis haben nichtmal Migrationshintergrund.

Sie soll sich erstmal im Berufsleben beweisen. Abitur zu machen ist wirklich kein Grund sich was einzubilden, das ist heutztage leider überhaupt nichts besonderes mehr. Sie soll dir dankbar sein, dass du so einen harten Job machst und damit euer Leben angenehmer gestaltest. Jeder Beruf ist wertvoll. ICh für meinen Teil kann besser auf einen Astroforscher verzichten als auf die Müllabfuhr. was du machen kannst, weiß ich auch nicht, außer: Streich ihr das Taschengeld, unterstütz sie nur mit dem nötigsten.

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10. Oktober 2011 um 15:18

Rauswerfen
Und ob du sie rauswerfen kannst. Nichts desto trotz gehören zu einer Kommunikation immer 2. Meistens sind es Details im "Miteinander reden". Die nicht stimmen. Wenn Kinder nicht helfen oder ihre Familienmitglieder attackieren, dann hat das oft verborgene Gründe.

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10. Oktober 2011 um 18:00


deine Tochter leidet z.Zt. an gnadenloser Selbstüberschätzung - wie sie meiner Erfahrung nach nicht selten ist bei 18jährigen Gymnasiasten und Gymnasiastinnen.

Ich hab auch das Gymmi besucht und habe live miterlebt, wie "minderwertig" dort viele Realschüler und Hauptschüler fanden. Mir ein Rätsel, denn ich war und bin nach wie vor davon überzeugt, daß viele Abiturienten auch nicht mehr wissen oder können. Oft eher sogar das Gegenteil. Viele können tolle Reden schwingen, haben aber von Tuten und Blasen keine Ahnung. Hauptsache schön auswendig gelernt und nachgeplappert. So jedenfalls meine Erfahrung.

argh...sorry, ich muß ein Kind aus der Wanne holen.....versuche später weiter zu schreiben

LG Zimt

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17. Oktober 2011 um 21:22
In Antwort auf kristi_11897686


deine Tochter leidet z.Zt. an gnadenloser Selbstüberschätzung - wie sie meiner Erfahrung nach nicht selten ist bei 18jährigen Gymnasiasten und Gymnasiastinnen.

Ich hab auch das Gymmi besucht und habe live miterlebt, wie "minderwertig" dort viele Realschüler und Hauptschüler fanden. Mir ein Rätsel, denn ich war und bin nach wie vor davon überzeugt, daß viele Abiturienten auch nicht mehr wissen oder können. Oft eher sogar das Gegenteil. Viele können tolle Reden schwingen, haben aber von Tuten und Blasen keine Ahnung. Hauptsache schön auswendig gelernt und nachgeplappert. So jedenfalls meine Erfahrung.

argh...sorry, ich muß ein Kind aus der Wanne holen.....versuche später weiter zu schreiben

LG Zimt

Naja
In einem Punkt würde ich dir unbedingt noch darin zustimmen, wenn es darum geht, dass man nicht zwangsläufig mehr weiß, nur weil man es anders ausdrücken kann..ich selbst hatte Freunde aus 'allen Schulschichten' und konnte mich mit jedem über ähnliche Sichtweisen in den unterschiedlichsten 'Sprachen' unterhalten.

Aber ich habeauch selbet beide Schulformen besucht und auch wenn dass natürlich absolut nichts mit mehr oder minderwertig zu tan hat, war es von der Lernqualität dann doch was ganz anderes!!..zumindest in unserer Region...da war eben nichts mit auswendig lernen, das mehr wissen und können sollte ja auch nicht durch die Schule kommen, sondern wurde vorausgesetzt, um die Fächer zu verstehen und sich daraus selbst Kompetenzen zu erarbeiten.
Manch einer hat vielleicht wirklich sein gesamtes Wissen und auch seine oder andere Meinungen auswenidig gelernt, aber es muss ja für den Start nicht immer falsch sein...fragt sich nur, wie weit man dann damit kommt.

Tolle Reden schwingen und 'weniger' dahinter haben, gibt es für mich fast bei jeden Menschen früher oder später mal wenigstens eine Phase lang, auch wenn es überhaupt kein schöner Charakterzug ist..es ist aber eben auch eine menschliche Form zu reflektieren( die man natürlich so lieber nicht anstreben sollte)


Wobei ich auch finde, dass es kein Verbrechen ist, wenn man ab und zu auch stolz auf seine Leistung ist...ist nur ungerecht, wenn dabei andere runtergemacht werden..immer, egal wie rum
Denn die Realschüler und auch die Förderschüler (in diesen Kreisen bewegte ich mich auch) konnten mehr als mindestes genauso über die Gymmis ablästern...So hatte ich von allen Seiten allmögliche Behauptungen/Vorurteile/Verurteilungen und Prahlereien schön miterlebt




Liebe Grüße

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17. Oktober 2011 um 21:41

Hmmm..
Für mich ist es ein schwer vorstellbares Problem, weil meiner noch ein Kleinkind ist.

Aber für mich klingt es auch, als hätte sich da was hochgeschaukelt..es ist sehr schwierig, denn einem so alten 'KInd' kann man ja kaum mehr einfach erklären, warum man bestimmten Umgangstin nicht will und auch mit geduldig es 'besser' vorleben wird hier sobald auch nicht zu machen sein...zudem brauchst du schnell mehr Ruhe im Haus, damit sich die jüngeren Geschwister noch wohl fühlen können.


Aus meiner jetzigen Sicht, könnte ich mir vorstellen, dass du wirklich klare Sanktionierungen brauchst..Ihr eigenes Zimmer muss vielleicht auch nicht so ordentlich sein wie deins..sie braucht auch ihre eigenen Erfahrungen und Möglichkeit, sich selbst zu strukturieren. Aber wenn du in Küche und Wohnbereich eine bestimmte Ordnung erwartest musst du es 'einfach' durchdrücken.
Wie hast du es denn früher gemacht? Kann man da nicht irgendwie anknüpfen?

In einem langen, vielleicht anstrengenden Mutter-Tochter Abend würde ich ihr vielleicht tatsächlich erklären, dass sie sich, soweit es mit SchülerbaföG usw bei euch finantierbar ist, wirklich eine eigene Wohnung suchen sollte, falls das Miteinanderleben weiterhin nicht klappt und dann GEMEINSAM eine Plan erstellen, WAS überhaupt klappen soll. Es sollte auch immer abgesprochen sein, welche einzelnen Konsequenzen du siehst. Ich denke mal, ihr scheint da auch völlig der Überblick zu fehlen..schließlich seid ihr mit so vielen Kindern ja auch eine sehr intensive Familie.

Ich halte es auch angebracht, deine Tochter möglichst in der Tiefe nicht aus den Augen zu verlieren. Oft sind wir gar nicht in der Lage, schön zu handeln, wenn wir uns schelcht fühlen und Teenagern fehlt ja im Gegensatz zu später noch stark die Fähigkeit, sich in die andere Rolle hineinzuversetzen, weil normalerweise ja jetzt auch der Entwicklungschritt, sich zu behaupten, probeweise auhc gegenüber den Eltern, im Zeitplan steht.
Ich würde ihr möglichst in ihrem Disskussionsbedarf entgegenkommen..ihr nicht verbieten, zu diskuttieren und dir Mühe geben mit einzusteigen, aber eben NICHT unter bestimmten Vorraussetzungen, wie gezielte Beleidigungen ect...
Vielleicht kann man sogar darüber diskutieren, was sie an anderen Abschlüssen denn so schlimm findet. Was sie an ihrem so toll findet, warum sie bestimmte Erwartungen hat und warum es für sie schlimm ist, dass du dieser nicht entsprichst.
Daran kannst du anknüpfen ohne sie abzuschieben.

Viel kann ich dir sicher nicht helfen, aber ich stelle mir deine Situation sehr schwierig vor.
Wünsche euch einfach alles Gute!

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21. Oktober 2011 um 11:09


Geht sie jobben neben der Schule oder so?
Ich würd ihr einfach mal den Geldhahn zudrehen, die hat ja noch gar keine Ahnung wies im Leben läuft.
Wenn ich in dem Alter so mit meiner Mutter geredet hätte, wären am nächsten Tag meine Koffer vor der Tür gestanden

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