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Mein Tochter beklaut mich

17. November 2007 um 15:41 Letzte Antwort: 19. November 2007 um 0:13

Liebe Forumsmitglieder...bin eine alleinstehende Mama mit 3 erwachsenen und 1 minderjährigem Kind. Habe mir bei meinen vier Kindern immer ganz viel Mühe gegeben, gerade wenn es um Schule und Ausbildung ging....habe vieles auf die Beine gestellt und sie auch alle sicher durch Schule und Ausbildung begleitet. 3 Kinder wohnen noch zu Hause

Mein zweites Kind (fast 21) ist Friseurin mit fester Anstellung. Im Umgang mit Geld habe ich ihr immer versucht Strukturen zu geben (habe geholfen, ein Auto auf die Beine zu stellen etc.). Schon als 16-Jährige hat sie immer mal wieder Geld aus meinem Portemonnaie genommen. Auch ihre Schwestern hat sie schon um Geld erleichtert. Es sind immer nur einige Euro....aber es ist jedes Mal wie ein Tritt.

Große Auseinandersetzungen hatten wir deshalb schon.

Vor 4 Wochen hat sie ungefragt vom Sparbuch ihrer jüngsten Schwester 200 Euro abgehoben, um ihrem Freund einen günstigen Flachbildschirm zu kaufen....hat mir später das Geld mit einem Notizzettel aber wieder hingelegt.

Heute habe ich aus einem Gefühl heraus die Euro in meiner Börse gezählt....und schon wieder fehlt Geld.

Ich bin schon garnicht mehr aufgeregt.....es ist zu oft passiert...wo ich es gemerkt habe....wer weiß wie oft sonst noch.

Ich denke, es ist an der Zeit, dass dieses Mädel meine Haushaltung verlässt....zuviel hat sie damit kaputt gemacht.
Sonst hört das nie auf..........

Dazu muss ich sagen, dass sie mit Trinkgeld im Monat sicher auf knapp 1.000 Euro kommt...und selbst nach Autoabtrag und Versicherung noch einige hundert Euro für sich hat.

Ich selbst habe nur eine knappe volle Stelle, halte mit meinem Gehalt diese große Haushaltung, Haushälfte, Ausbildung der Viere etc. am Laufen.

Was geht im Kopf meiner Tochter vor? Sie weiß, dass ich nachtragend bin und weiß auch wie sehr mich das verletzt....
Trotzdem passiert es immer wieder.

Ich habe den Verdacht....dass sie meine Gutmütigkeit als Dummheit betrachtet und mich gnadenlos ausnutzt.

Für einige ehrliche Antworten wäre ich sehr dankbar.


angie 19621

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17. November 2007 um 16:16

Das ist schon der hammer
ich weiß auch garnicht genau, was ich dir so raten soll. aber ich denke, dass deine tochter mit 21 und einem festen job alt genug ist mal verantwortung für ihr leben zu übernehmen. vll würde ihr das die bedeutung von geld einmal mehr auf die sprünge helfen. an deiner stelle würde ich ihr ein ultimatum stellen, bis wann sie ausziehen soll. mit 1000 euro netto verdient sie genug, um sich eine whg und die entsprechenden lebenshaltungskosten zu bezahlen. vll wird sie dann ja erwachsen, denn sie scheint von der moral her noch nicht wirklich erwachsen zu sein.

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17. November 2007 um 19:57

Ich kann deine Betroffenheit
sehr gut verstehen. Vielleicht fühlst du auch so eine gewisse Ohnmacht. Also deine Tochter ist 21 Jahre alt, selbst berufstätig, du bist für sie nicht mehr zuständig, und da sie sich an die Regeln die in einem Haushalt herrschen nicht hält, würde ich sie der Wohnung verweisen und zwar ab dem neuen Jahr. Ich würde mit ihr nicht mehr streiten, würde ihr aber klar machen,dass man um Geld zu fragen hat und es sich nicht einfach nimmt. Welche Probleme dahinter stecken, das muß sie in ihrem Alter selbst bearbeiten. Das Geld, das sie von euch nimmt, oder genommen hat, müsste sie
meiner Auffassung nach zurückbezahlen, sie muss die Konsequenzen ihres Tuns zu spüren bekommen. Auch würde ich ihr nach dem Auszug keinen Wohnungsschlüssel überlassen. Deine
Gutmütigkeit muss in diesem Fall wirklich
ein Ende haben.
Gruß Melike

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18. November 2007 um 9:12
In Antwort auf melike13

Ich kann deine Betroffenheit
sehr gut verstehen. Vielleicht fühlst du auch so eine gewisse Ohnmacht. Also deine Tochter ist 21 Jahre alt, selbst berufstätig, du bist für sie nicht mehr zuständig, und da sie sich an die Regeln die in einem Haushalt herrschen nicht hält, würde ich sie der Wohnung verweisen und zwar ab dem neuen Jahr. Ich würde mit ihr nicht mehr streiten, würde ihr aber klar machen,dass man um Geld zu fragen hat und es sich nicht einfach nimmt. Welche Probleme dahinter stecken, das muß sie in ihrem Alter selbst bearbeiten. Das Geld, das sie von euch nimmt, oder genommen hat, müsste sie
meiner Auffassung nach zurückbezahlen, sie muss die Konsequenzen ihres Tuns zu spüren bekommen. Auch würde ich ihr nach dem Auszug keinen Wohnungsschlüssel überlassen. Deine
Gutmütigkeit muss in diesem Fall wirklich
ein Ende haben.
Gruß Melike

Meine Tochter beklaut mich.....
Ja auch hier ist alles vollkommen richtig.

Vor allem das mit dem nicht mehr Streiten....es kostet zuviel Kraft und führt zu nichts.

Auch das mit dem Schlüssel. Ich hätte auch hier zu Hause einen Tresor aufstellen können.....ist doch ein Trauerspiel nicht.
Ich kenne solche Fälle......was da auf gefühlsmäßiger Ebene zerschlagen wird, können die gar nicht ermessen.

Auf jeden Fall werde ich das mit dem Auszug vorwärts treiben.

Vielen Dank für die Antwort

Angie

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18. November 2007 um 9:16
In Antwort auf reetta_12161094

Das ist schon der hammer
ich weiß auch garnicht genau, was ich dir so raten soll. aber ich denke, dass deine tochter mit 21 und einem festen job alt genug ist mal verantwortung für ihr leben zu übernehmen. vll würde ihr das die bedeutung von geld einmal mehr auf die sprünge helfen. an deiner stelle würde ich ihr ein ultimatum stellen, bis wann sie ausziehen soll. mit 1000 euro netto verdient sie genug, um sich eine whg und die entsprechenden lebenshaltungskosten zu bezahlen. vll wird sie dann ja erwachsen, denn sie scheint von der moral her noch nicht wirklich erwachsen zu sein.

Meine Tochter beklaut mich.....
Vielen Dank für die Antwort....es ist alles vollkommen richtig.

Mein Verstand sagt mir das auch alles....meine Gefühle sind noch nicht soweit....wahrscheinlich müssen noch ein oder 2 Vorfälle sein, bis ich soweit bin um es gefühlsmäßig umzusetzen.....

So ist das mit dem eigenen Nachwuchs.....Gott sei Dank hat man ja auch andere Beispele....

Liebe Grüße

Angie

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19. November 2007 um 0:13

Hallo Angie,
du hilfst deiner Tochter nicht, indem du zuwartest. Es ist wie bei einem Suchtkranken,
erst die Grenzen und die absolute Konsequenz
hilft. Und du möchtest ihr doch helfen? Die
schnelle Trennung von ihr (räumlich) ist das
liebevollste, was du tun kannst. Schick sie
hinaus ins Leben.
Gruß Melike

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