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Mein sohn zu schüchtern und ängstlich

12. August 2006 um 22:06 Letzte Antwort: 23. August 2006 um 10:42

hallo habe mal eine frage. mein 27 monate alter sohn ist eigentlich ein prachtjunge. lieb überhaupt nicht aggresiv, klug weit in seiner entwicklung konnte schon das ganze alphabet lesen mit 2 jahren. und jetzt das problem. er schämt sich immer wenn er jemanden nicht gut kennt. er setzt sich im bus nicht neben andere gäste.und er ist zu ängstlich die anderen kinder nehmen ihm alles weg und er schaut mich hilfesuchend an und ruft mich.und das problem ist das ich genauso weit war konnte mit 3 jahren lesen usw... aber ich war als kind genauso schüchtern wie er und mir fehlte im leben das selbstvertrauen und durchsetzungsvermögen. ich konnte alles habe aber nichts geschafft weil ich mich ständig geschämt habe oder blockiert war wenn andere dabei waren. hat jemand einen rat für mich wie ich ihmm helfen kann das er nicht so wird wie ich das er selbstbewusster wird usw. ich weiss es ist noch zu früh alles aber ich merke das er mir total änlich im karakter ist danke

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21. August 2006 um 21:10

Kinder sind kein Spiegel
hallo,ich habe einen Sohn und er ist jetzt 11 Jahre alt, wir sind (als er Kleinkind war) viel auch mit anderen Müttern und deren Kinder zusammen gewesen und ich habe immer wieder erstaund, festgestelt das viele Mütter denken, dass ihre Kinder sind wie sie selbst! Aber wie sind die Kinder dazu geworden?? Die Ängste, Angewohnheiten e.c.t. haben meiner Meinung nach die Mütter Ihren Kinder anerzogen!! Du solltest dein Kind all das mit auf den Weg geben was du damals auch gerne gehabt hättest, gib Ihm Selbstvertrauen mit auf den Weg, laß ihn auch mal hinfallen und mach die augen mal kurz zu wenn du denkst es ist gefährlich. Gehe mit ihn auf Spielplätzen und laß ihn seine konflikte auch mal alleine lösen.Vieleicht gibt es bei euch die Möglichkeit für Früherziehung (Musik, Sport e.c.t.) Ich sehe mein Kind nicht als ein Spiegel meiner selbst sondern als ein Kind das ganz anders ist als ich und das ist auch gut so.

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23. August 2006 um 10:42

Kommt mir bekannt vor...
Hallo Marjas,

mein Sohn (mittlerweile 3) ist auch schon sehr weit für sein Alter und hatte auch seine Probleme mit dem Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen. Also, sich Erwachsenen gegenüber durchsetzen, das konnte und kann er sehr gut (das wird ja auch verbal ausgetragen und da befindet er sich auf sicherem Terrain), aber mit Kindern hatte und hat er noch (z.B. jetzt im Kindergarten) so seine Probleme, denn die reden nicht lange, sondern machen einfach. Ich bin dann viel mit ihm auf den Spielplatz gegangen und habe ihn dort einfach machen lassen. Er sollte selbst austesten, was er sich schon zutraut und wo er doch noch meine Hilfe braucht. Ich habe ihm dann einfach gesagt, dass er mich rufen soll, wenn er Hilfe braucht. Anfangs hat er oft gerufen, wenn er z.B. rutschen oder klettern wollte, aber mittlerweile macht er es überhaupt nicht mehr, sondern rennt einfach los. Klar, am Anfang war mein Kind übersät mit blauen Flecken, aber sein Selbstbewusstsein wuchs immer mehr, weil er einfach merkte, dass er ganz allein Sachen schaffen kann (es hört sich leicht an, aber für mich war es oft sehr schwer sitzen zu bleiben und ihm nicht zu helfen, weil er halt auch nicht gerufen hat, denn ich habe vor meinem geistigen Auge mein Kind mit zertrümmertem Schädel etc. da liegen sehen). Das hat ihm auch im Umgang mit anderen Kindern auf dem Spielplatz geholfen. Je mehr er sich selbst zutraute, um so mehr konnte er sich auch den anderen Kindern gegenüber zur Wehr setzen. Auch da habe ich ihn machen lassen und bin erst dazwischen gegangen, wenn es in eine ernste Prügelei aus zu arten drohte oder er mich gerufen hat.
Das Reden mit anderen, sprich Fremden, habe ich mit ihm "geübt" indem ich ihn habe einkaufen lassen. Wenn es z.B. beim Bäcker mal nicht so voll war, dann durfte er das Brot kaufen und bezahlen. War für ihn total aufregend und hinterher war er immer superstolz, weil er ja ganz allein schon Brot kaufen kann. Ich habe dann immer draußen vor der Tür gewartet und zwar so, dass die Verkäuferin mich sehen konnte.

Mein Rat also: lass ihn einfach Sachen ALLEIN machen. Offensichtlich kann er sehr gut reden und dann soll er das auch im Alltag anwenden.

Gruß,
Nanu

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