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Mein Sohn wird gemobbt (1.Klasse)

11. Oktober 2013 um 9:41

Hallo liebe Eltern!
Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll.
Mein Kind ist dieses Jahr in die Schule gekommen. Theoretisch hätte er schon letztes Jahr in die Schule gehen müssen. Aufgrund von chronischen Erkrankungen haben wir mit Mühe und Not ihn 1 Jahr zurückstellen können.
Er war sehr häufig nicht im Kiga, da er immer wieder erkrankt ist und ich gezwungen war, mein Kind auf Raten der Ärzte zu Hause zu lassen. Er bekam immer sehr viele Medikamente, welche leider auch mit häufigen Nebenwirkungen verbunden waren. Dadurch hat er im Kiga natürlich keinen Anschluss gefunden.
Mir wurde im wieder von versch. Müttern vorgehalten, das ich selber Schuld wäre das er keinen Anschluss bekommt, da ich ihn angeblich wegen jeder kleinen Erkältung zu Hause halte. Ich habe mich immer wieder gerechtfertig, das es nicht so sei. Die Erzieherinnen im Kiga haben mir auch nicht geholfen. Ich stande mit meinem Kind immer wieder alleine da. Anstelle von guten Tips bekame ich nur Vorhaltungen.
Ich habe meinen Sohn zu Hause gelassen, weil es notwendig war. Ich will auch gar nicht großartig auf die Krankengeschichte eingehen,
Ich habe immer wieder Kinder zu uns eingeladen, Was auch relativ gut geklappt hat. Aber sobald zu zwei Kindern ein weiteres dazu kommt ist mein Kind der Außenseiter.
Nachdem mein Sohn eine spezielle Medikamententherapie verordnet bekam, hat sich der gesamte Zustand um einiges verbessert. In den letzten Monaten hatte er mal eine kleine Erkältung oder einen Magen-Darm Infekt. Das war`s. Bisher musste ich ihn kein einziges Mal aus der Schule halten. Seit Ende letzten Jahres ist er in einem Fussballverein. Das konnte er vorher nicht machen, da er halt immmer krank war und die Ärzte mir abgeraten haben ihn dort anzumelden.
Auf dem Weg zur Schule wird er gehänselt, getreten, geschlagen und geschupst. Ich habe es des öfteren beobachtet. Er versucht sich Freunde zu kaufen (mit z.B. Süßes oder Spielzeug) Als ich einige Eltern darauf aufmerksam gemacht habe, wurde ich nur angelächelt und mir wurde gesagt:" Du machst dich immer verrückt. Das machen die Kinder nicht. Leg es doch nicht alles auf die Goldwaage. Du klammerst zu sehr an deinem Kind. Er muss sich wehren. Rangeleien sind ganz normal" Leider sind es keine kleinen Rangeleien mehr! Und ich klammere auch nicht. Die Situation wird von einigen falsch erkannt. Mein Kind hat Angst in die Schule zu gehen. Er wird verbal wie pysisch fertig gemacht. Vor ein paar Tagen wurde er von drei Jungs festgehalten, auf den Boden geworfen und getreten.
Im Kiga habe ich mich schon gar nicht getraut mich einzumischen, weil sie mir alle sagten, du musst dich zurückhalten! Ich habe die ganzen schlauen Tips befolgt und es wurde nur noch schlimmer.
Wenn ich jetzt nicht eingreife, wann dann? Jeder mischt sich in meiner Erziehung ein. Und es sind immer die Eltern, welche ihre eigenen Kinder nicht im Griff haben, mir aber sagen wollen was ich zu machen habe.
Selbst die Lehrerin hat sich an mich gewendet, um mir zu sagen, das Marc nicht angenommen wird von den anderen. Und das seine Hilfsbereitschaft ausgenutzt wird. Wir wollen uns nächste Woche einmal zusammen setzen. um nach einer Lösung zu suchen.
Nächste Woche hat er einen Schnuppertag in einem Selbstverteidigungskurs für Kinder.
Ich verstehe nicht, warum mich einige Mütter nonstop auslachen und so zu tun, als würde ich mir alles einbilden. Man nimmt mich nicht ernst. Die müssen doch mal die Augen aufmachen! Und ich blöde Kuh bin immer wieder die jenige, welche anderen alles mögliche an Gefallen tut und 'Hilfe anbietet! Und was machen die! Die lachen und lästern über mich. Ist es denn so schlimm, meinen Sohn aus diese Situation rauszuholen? Ich bin dafür, das Kinder lernen müssen sich alleine zu wehren! Aber, wenn ich sehe, das es mein Kind versucht sich zu wehren und dann bemerke das zwei oder drei weitere Kinder kommen und ihn treten, beleidigen und etc. wäre es nicht normal, wenn ich zuschauen würde! Er kann doch so kein Selbstbewusstsein aufbauen. Immer wenn er ein wenig von Selbstbewusstsein aufgebaut hat, kommen einige andere Kids und hauen ihn noch eine Stufe weiter runter, als er vorher war.
Ich bin ratlos!!! Ich bin schon so weit, dass ich am liebsten Ort und Schule wechseln würde. Ich stehe alleine da (mit meinen Mann natürlich). Ich bin schon erleichtert das die Lehrerin es genauso sieht wie ich.
Es ist einfach schade, das es bei einigen Eltern nicht ankommt, was los ist! Die können froh sein, das deren Kinder nicht dieses Problem haben. In deren Augen gibt es kein Mobbing unter Kindern.
Ich verstehe nur nicht, warum er diese Probleme nicht in seinem Verein hat. Da wurde er super aufgenommen und hat dort sehr gute Freunde gefunden, welche leider nicht auf seiner Schule gehen.
Ich bin ratlos!!!!! Ich kann nicht mehr! Wie kann ich meinen Sohn helfen?
Ich bin über jeden Ratschlag mehr als dankbar! Vielleicht kann mir jemand von euch helfen! Ich möchte doch nur das mein Kind glücklich ist!

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11. Oktober 2013 um 19:40

Ich finde nicht das du übertreibst
wenn es dann auch noch der lehrerin auffällt, ganz bestimmt nicht.
besteht die möglichkeit das er auf die schule wechselt, wo seine freunde aus dem fussballverein sind?
das problem ist das die kinder aus seiner klasse wahrscheinlich schon mit ihm in der kita waren. da haben sie ihn schon gemobbt und wenn jetzt dann noch paar aggro kinder in der schule hinzukamen , wissen die sofort wer ein opfer ist.
steh deinem sohn bei und zur not mach den jungs ansagen a la wenn ihr ihn noch mal anfasst kriegen eure eltern anzeigen , anders verstehen die es nicht.
und nein es ist nicht so das die meisten mütter, das die kinder regeln lassen. die meisten würden sich einmischen... hatten erst letztens eine ähnliche diskussion im babyforum.

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13. Oktober 2013 um 12:44

Kenn ich
Mein Großer ist dieses Jahr auch eingeschult, und ich durfte ihn die ersten 3 Wochen fast täglich weinend abholen. Er ist recht sensibel und wir haben ihn extra nicht als Kann Kind eingeschult. Wir haben mit Schwierigkeiten gerechtet, aber waren von der Heftigkeit und Brutalität echt geschockt. Wir haben viel mit ihm gesprochen, er hat auch einen Schnupperselbstverteidigungsku rs( wo er richtig Selbstbewußtsein getankt hat) besucht und ich habe mehrere Male bei der Lehrerin vorgeprochen. Es hat sich dann sehr rasant gebessert und sie erzählte auch das es oft zu Schuljahresbeginn schwieig ist. Die Kinder werden jetzt schärfer beobachtet und bei Gewalt auch umgehend bestraft. Auch sagt mein Sohn jetzt sofort Bescheid. Auf dem Elternabend hab ich dann auch nochmal meinen Frust zum Besten gegeben, aber leider waren die Eltern der schwierigeren Kinder nicht da. Bei uns an der Grundschule gibt es auch ein Gewaltpräventionsprogram( Faustlos), welches jetzt so langsam wieder greift.
Momentan geht es ihm gut, die heftigen Sachen passieren nicht mehr, er kann sich auch besser verbal wehren. Ich hoffe das bleibt so.
Bleib im engen Kontakt mit der Lehrerin, ich hab ihr zu spitzen Zeiten täglich gemailt. Versuch dein Kind zu stärken, sprecht viel darüber. Ich hab mich nicht eingemischt, bin aber schon auch mal zu einzellnen Jungs hin und hab mit superbösen Blick gesagt: so du bist also V., ich bin M die Mama von L., hab schon viel von dir gehört ..

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13. Oktober 2013 um 17:06

Hast du die namen der kinder?
Spreche bitte mit der Lehrerin.
LG

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14. Oktober 2013 um 0:29

Kinder sind die schlimmsten Mobber überhaupt
ich kenne keinen erwachsenen der so zielgerichtet, gemein und skrupellos Mobben kann wie ein Kind. Klingt hart- aber Kinder spüren regelrecht wo sie ansetzen müssen.

Ich persönlich würde dir raten- folge deinem Sohn, film kurz die Szenen (mim Handy) und greif dann ein. Allerdings NIE meckern oder so, das wird deinem Sohn nur als "das Muttersöhnchen lässt sich von mami retten" ausgelegt werden. Einfach nur da sein, das hilft oft schon.

Das entstandene Video knallst du dann mal gepflegt den dazugehörigen Eltern um die Ohren und VERLANGST dass da was getan wird- oder DU tust was. Und bei so einem Beweis steht auch bei Erstklässlern durchaus ein Schulverweis im Raum.

Allerdings würde ich dir trotzdem einen Schulwechsel ans Herz legen. Wer ein mal in die "Opferschiene" ruscht ist in Gefahr bei jeder sich bietenden Gelegenheit wieder in diese Rolle zu schlüpfen. Soll heißen, es wird eine Neverending story (außer die Mobber finden ein neues Opfer- aber da besteht die Gefahr dass dein Sohn mitmacht einfach nur um nicht wieder selber gemobbt zu werden).

Leider nehmen sowohl Eltern als auch Lehrer "Mobbing" nicht ernst genug. Ich spreche da aus eigener, schmerzvoller Erfahrung. Da wird von seiten der lehrer mal mim Finger gewackelt und "dududu" gesagt. Und die eltern finden das sowieso totaaaaal normal, betrifft ja nicht ihren Sprössling. Und selbst wenn der Lehrer etwas tut, solang die Eltern nicht mitziehen steht auch der auf verlorenem Posten (was soll er tun außer die Eltern zu kontaktieren die das nicht mal periphär tangiert?) Wirkliche Konsequenzen KANN so ein verhalten nicht haben da Lehrern die Hände gebunden sind.

Deshalb auch den Eltern gegebenenfalls mal feste auf die Füße treten, die werdens überleben. Und mit einer gewissen schadenfreude denken: oft enden Mobber bei einem Schulwechsel selber als Opfer (wie in meinem Fall- gott das fühlte sich damals guuuuuut an) da ihre Art in einer bereits bestehenden Gemeinschaft absolut nicht gut ankommt.


Alles in Allem: du hast durchaus recht. Beschaff dir Beweise, regel es mit den Eltern und überlege dir bitte einen Schulwechsel für deinen Sohn. Warte nicht zu lang, Mobbing kann wirklich schlimme dauerhafte Probleme mit sich bringen.

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14. Oktober 2013 um 11:13

Oh
das kenne ich selber nur allzu gut. War damals auch ein Opfer. Meine Mutter wurde auch belächelt es hat fast gar nichts geholfen. Von der Lehrerin gab es Strafaufgaben und ich durfte das dann wieder ausbaden. Wurde auch täglichen geschlagen,getreten,geschubst, mit müll beworfen und auch angespuckt. Wir sind damals 2 Jahre nach der Wende Richtung Sauerland gezogen ( Warstein) naja da wurde ich als Deutsche sogar als Ausländerschlampe betitelt und das nur weil ich aus Magdeburg kam. Auch die Lehrerin kritisierte meine Aussprache/Grammatik Ich sagte mal in der Klasse : Ich bin da lang gegangen. Das war in ihren Ohren verkehrt denn heißt ja richtig nur : Ich gehe daher. Ich weiß bis heute nicht was an meinem Satz verkehrt war/ist. Aber da hinten heißt es auch : Wo kommst Du weg und nicht wo kommst Du her? Das klingt in meinen Ohren völlig Banane. Ich musste diese Situation sehr lange aushalten weil ein Schulwechsel nicht möglich war. Irgendwann fing ich dann mir "gerechte " Situationen zu erschaffen.Wenn ich dann mal auf einzelne solcher Mitschüler oder anderen von meinen Peinigern getroffen hab, dann haben die von mir was drauf bekommen.Klingt zwar blöd aber mir blieb nichts anderes über. Wir bzw. ich bekam ja nicht wirklich Hilfe . Und stark waren die nur in der Gruppe. Wenn die allein waren dann haben die mich auch noch ganz freundlich gegrüßt. In der Gruppe haben die mich fertig gemacht und wenn sie allein haben die mich gegrüßt. Ich dachte mir das kann ja wohl nicht wahr sein. Dann dachte ich mir in diesen Momenten : hey super eine faire Situation , das nutz ich doch gleich mal aus. Die, die ich mir gepackt hab haben mir nie wieder was angetan. Ist zwar keine tolle Lösungen aber manchmal geht es nicht anders ich meine für mich war es damals so schrecklich das ich im Alter von 9 Jahren sogar über Selbstmord nach gedacht hab. Pack dein Kind in eine Kampfsportverein sowas stärkt das Selbstwertgefühl und im Notfall kann es sich verteidigen. Und in so einen Verein kann dein Kind auch Freundschaften knüpfen auch das stärkt den Rücken.

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14. Oktober 2013 um 15:30

Da du
anscheinend schon mit eigenen Augen gesehen hast, was deinem kind auf dem Weg zur Schule passiert - warum hast du es noch nicht photographiert? Und zwar so, daß man die Gesichter der anderen Kinder erkennen kann? Diese Bilder würde ich dann den entsprechenden Eltern zeigen und ich würde mich erkundigen, ob ich eventuell Strafanzeige erstatten kann. Ob man das dann tut, steht auf einem anderen Blatt. Aber das Wissen, um die Möglichkeit und um es den betreffenden Eltern einfach mal unter die Nase zu reiben.....

Als nächstes würde ich mal fragen, wo die Kinder aus dem Verein zur Schule gehen und mein Kind wohl dort anmelden. Dann hat er schonmal ein paar freundliche Gesichter um sich herum.

Selbstverteidigung würde ich ihn auch lernen lassen

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