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Mein Sohn ist verliebt, aber soooo unglücklich...

2. September 2005 um 15:17 Letzte Antwort: 4. September 2005 um 15:10

Mein Sohn hat nach einigen "Schulproblemen" nun endlich den erweiterten Sekundarabschluss geschafft und ab Oktober einen Ausbildungsplatz direkt in unserem Wohnort.

Er könnte glücklich sein...

Nun hat er übers Internet eine Freundin in Nordrhein Westfalen (wir wohnen in Niedersachsen...) kennengelernt, sein bester Freund macht - weil er auch eine Freundin dort hat, in NRW Zivildienst und mein Sohn ist todunglücklich, "hier bleiben zu müssen...". Neulich ist er in Tränen ausgebrochen und hat uns klargemacht, dass er sooo gerne bei IHR sein würde!

Wir haben alles versucht, ihm klar zu machen, WIE FROH er sein kann, dass er eine Lehrstelle hat! Und dass er von einem fünfzehnjährigen Mädchen nicht seine Zukunft abhängig machen kann...

Dass er seine dreijährige Ausbildung beenden muss und dann immer noch gucken kann, dass er dort runterzieht...

Mir tut es trotzdem schon fast körperlich weh, wie traurig und einsam er ist (sich fühlt...).

Was können wir bloß tun, um ihm klarzumachen, WIE WICHTIG es ist, ERST einen Beruf zu erlernen??

Hat jemand von euch ähnliches erlebt?

Hat jemand Tips für mich?

LG, Pfiffikus

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2. September 2005 um 18:24

Ich wohne in NRW, mein Freund in Niedersachen
Und ich weiß wie hart das ist! Es macht einem fast kaputt! Kann nur sagen, dass ich für mich persönlich entschlossen habe, dass ich meine Energie in die Fernbeziehung stecke!
Ich bin zur Zeit in der Oberstufe und dass noch ganze 3 Jahre und danach will ich studieren! Mal sehen, wie das dann mit uns aussieht! Die Schule mache ich zu ende, ich hab glücklicherweise so viel vernunft zu sehen, dass ich nicht um sonst die anderen jahre so konsequent war, um jetzt kopflos zu ihm zu fahren....!

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4. September 2005 um 15:10

Nicht viel...
Hallo Pfiffikus!
Ich kann gut nachvollziehen, wie schwer es für dich sein muß deinen Sohnemann so leiden zu sehen und die Angst zu haben, er könne seine Lehrstelle wegen dieser Liebelei hinschmeißen.
Es ist jetzt wahrscheinlich die erste große Liebe, er dazu wohl noch mitten in der Pubertät, da fahren die Gefühle bzw Hormone schon mal gehörig Achterbahn.
In dieser Phase, WILL man leiden, möchte sich fürchterlich alleine fühlen, allen Welstschmerz auf den Schultern tragen (auch wenn man sich selbst dessen natürlich nicht bewußt ist) und vermißt die Freundin natürlich fürchterlich.
Sicherlich kann ich auch deine Position nachvollziehen und eigentlich weiß er bestimmt auch wieviel Glück er mit seiner Lehrstelle gehabt hat. Aber subjektiv ist ihm das im Moment bestimmt egal, alles was im Moment zählt ist seine Freundin.
Ich denke, es wird nicht viel möglich sein ihm klarzumachen wie wichtig es ist erst den Beruf zu erlernen. Denn entweder weiß er dies von sich aus, oder nicht. Gegen den Hormoncocktail, der da in ihm tobt kommt man mit elterlicher Vernunft meist nicht weit
Vielleicht kannst du ihm ja Möglichkeiten aufzeigen, wie er trotz Lehrstelle seine Freundin besuchen kann (oder sie ihn), ihn ernst nehmen, denn auch mit 15 Jahren kann man (zumindest subjektiv) schon sehr "lieben", viel mit ihm sprechen. Also weniger auf die Wichtigkeit des Berufes pochen, als mehr die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sich beides vereinbaren lässt. Mit Moralpredigten könnte man als besorgtes Elternteil bei den Jugendlichen wohl eher das Gegenteil erreichen, dein Sohn könnte seine Liebesempfindungen abgewertet sehen, wenn du nur darüber sprichst wie wichtig die Lehrstelle ist und sich noch unverstandener und einsamer fühlen.
Und spätestens wenn diese Liebelei gescheitert ist, wird er schon von sich aus heilfroh sein, die Lehrstelle nicht geschmissen zu haben. -)

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