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Mein Sohn hat Probleme bei der Tagesmutter

21. Mai 2008 um 14:00

Hallo zusammen,
vielleicht könnt ihr mir ein paar Tipps geben?

Ich arbeite seit 1. April wieder halbtags (4 Tage die Woche je 5 Stunden). In dieser Zeit geht mein Sohn (15 Monate) zur Tagesmutter. Die Eingewöhung war total einfach, da mein Sohn ein sehr offenes Baby war. Ja "war", denn seit 3 Wochen möchte er wenn ich ihn zur Tagesmutter bringe nicht mehr dort bleiben. Er klammert sich wie verrückt an mich und schreit. Wenn ich weg bin beruhigt er sich zwar laut Tagesmutter einigermaßen, ist aber sehr sehr quengelig. Sie hat schon die Befürchtung, daß "er sie nicht leiden kann". Ich vertraue der Tagesmutter eigetnlich schon. Sie ist auch sehr offen mir gegenüber und versucht nicht die Situation schönzureden.

Ein weiteres Problem ist, daß es dort noch ein Kind gibt (der Sohn einer Freundin von mir), der meinen Sohn ständig schlägt. Die beiden können sich definitiv nicht ausstehen. Allerdings ist mein Sohn auch nicht von schlechten Eltern und hat sich mittlerweile angewöhnt zurückzuhauen oder sich anderweitig Gehör zu verschaffen
Ehrlich gesagt hat sich mein Kind seit er bei der Tagesmutter ist sehr verändert.

Hat jemand Erfahrung damit daß sein Kind evtl. auch zuerst gerne zur Tagesmutter ist und dann plötzlich nicht mehr? Was kann ich tun? Habt ihr auch so eine Veränderung an eurem Kind festgestellt als ihr es zu einer Tagesbetreuung gegeben habt?

Was soll ich tun? Bin mittlerweile schon richtig verzweifelt, da ich ja nur das Beste für meinen Sohn will, aber nun eben auch wieder arbeite....
Danke für einen Tipp
Tanja

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21. Mai 2008 um 19:08

Hallo
ich kann dich gut verstehen , ich habe eine fast 6 jährige tochter und sie geht seit 9mon zu ihrer tagesmutter auch nie ohne probleme, doch die letzten 2 wochen waren auch immer ein kampf. wenn ich sie frage warum sie nicht dahin möchte sagt sie der sohn von ihr ärgert sie immer. ich denke was das anbelangt das muss sie durch denn später in der schule sind wir auch nicht immer da und können helfen. ich denke einfach die erste euphorie hat nachgelassen und die zeit kommt ihr solange vor, wo sie da hingeht. ich kann mich noch daran erinnern das sie das erste jahr auch gerne in den kindi gieng und dann auch plötzlich 2 wochen lang jeden morgen geheult hat, wir haben es duchrchgezogen und dann wurde es besser. ich versuche einfach die zeit wo ich daheim bin noch intensiver mit ihr zu verbringen. dein kind macht wahrscheinlich grad eine entwicklungsphase durch in der zeit verändert sich auch bei den kindern die einstellung zu sich selber und das trotzalter ist auch nicht mehr weit , ich denke er erkennt grad sein eigenes "ich". nur geduld ich hoffe bei euch wird es bald besser.lg

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22. Mai 2008 um 12:17

Hallo Hippo641
Ich kann Dich sehr gut verstehen. Ich habe mir auch so meine Gedanken gemacht, als ich wieder zu Arbeiten angefangen habe. Ich hatte anfangs ein richtig schlechtes Gewissen.

Bei mir schauen die Eltern und Schwiegereltern auf unsere Kinder. Bei meinem 1. Kind hat das Anfangs auch immer gut geklappt aber es kam mit etwa 18 Monaten zu so einer Phase wo er viel geweint hat wenn ich mich verabschiedet habe. Ich habe sowohl zu meinen Eltern, als auch zu meinen Schwiegereltern absolutes Vertrauen, deshalb habe ich mir keine Sorgen gemacht und mir zwar Zeit genommen für die Verabschiedung und immer wieder gesagt:"Mama kommt bald wieder und holt Dich ab" Umarmung, Küsschen, winke winke, dann bin ich gegangen. Es hat gewirkt und nach einer Weile war es nicht mehr schlimm. Klar er wollte am liebsten bei mir bleiben, aber er hat dann nicht mehr geweint.

Später kam er dann mit etwa 2 1/2 in eine Spielgruppe und dort fing das Ganze wieder von vorne an. Die Spielgruppenleiterin hat mir aber gesagt, sogar wenn er noch geweint hat wenn ich mich dann definitiv verabschiedet habe, sobald aber die Türe zu war hat er sich beruhigt und ging mit den Kindern spielen. Die Mütter, die dann aber noch für etliche Minuten geblieben sind und versucht haben ihr Kind zu beruhigen, bei denen ist es nur schlimmer geworden. Das Kind macht so etwas ja nicht böswillig, aber wenn es merkt, wenn es weint bleibst Du länger, dann ist es ja klar, dass es weint. Ist irgendwie logisch.

Wenn Du jetzt versuchst, ein Ritual zu machen, Du sagst immer das gleiche wie zum Beispiel:

So, Mama muss jetzt gehen, aber ich komme bald wieder und Du sei lieb und spiel schön... oder irgend sowas. Umarmen, Küsschen, noch ein bisschen drücken und dann soll die Tagesmutter ihn halten und Du gehst. Vielleicht noch 2x winke winke und dann weg. (die Verabschiedung tut der Mutter meistens mehr weh als dem Kind immer dran denken!)

Versuch das mal 1 Woche lang und schau ob es besser wird. Aber Du solltest sobald Du sagst, dass Du Dich jetzt verabschiedest, nicht länger als 2 Minuten bleiben. Wie lange Du vorher da bist spielt ja eigentlich keine Rolle, aber sobald Du sagst ich gehe jetzt schau dass es kurz ist.

Und wenn das wirklich nach 1-2 Wochen keine Besserung bringt, dann musst Du Dich evtl. Halt nochmals mit der Tagesmutter zusammensetzen und schauen, woran es denn sonst liegen könnte. Ich glaube nicht, dass es wegen dem anderen Kind ist, oder weil er die Tagesmutter nicht leiden kann, denn das hättest Du schneller gemerkt und anfangs ist es ja auch gegangen. Aber ich bin überzeugt, so kriegst Du es hin.

Liebe Grüsse
Dezembermami

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