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Mein Sohn (3J.) beißt und ist auffällig im KiGa

9. Dezember 2010 um 11:08 Letzte Antwort: 9. Dezember 2010 um 15:18

Hallo,
ich bin mit meinem Latein am Ende.
Mein Sohn ist seit 4 Monaten im KiGa und es gibt permanent Nachgesprächen, weil wieder etwas vorgefallen ist.
Kurze Vorgechichte (ich schreibe hier Stichpunkte, sonst wird viel zu lang):
Trennung von Vater mit 8Monaten, Umzug zu meiner Familie zurück, wieder Arbeit angefangen mit einem guten Jahr- bis heute 25Stunden-Job.
Seit einem Jahr wieder neuer Partner, der fast immer bei uns ist. Mein Kind er lieben sich sehr! Kindesvater kümmert sich kaum, kommt alle 3 Monate mal vorbei. Vater selbst war ADHS und ist selbst keine stabile Persönlichkeit.
Zu mir: ich komme aus einem sehr guten Elternhaus, habe 2 jüngere, erwachsene Geschwister. Sehr große, herzliche und erfolgreiche Familia, legen viel Wert auf Zusammengehörigkeit, Liebe, Miteinander, großer Freundeskreis, alle sehr offen, intelligent und erfolgreich im Leben (nicht finanziell gemeint!)
Kurz über mein Kind:
sehr intelligent (macht Spiele ab 4 Jahre ohne vorher erklärt zu bekommen)
sehr offen, hat nie gefremdelt,
sehr liebenswürdig, leidet mit einem, freut sich mit anderen,
kann sehr ruhig und konzentriert sein, ausgeglichen und verständnisvoll. Tröstet andere im KiGa, wenn sie morgens weinen, weil sie nicht da bleiben wollen, kümmert sich um andere, sehr weit in der Sprache und im Wissen.
Motorisch normal, kein Draufgänger, sehr lebendig und oft auch stur.
an schlechten Tagen ist er:
aggresiv, laut, zerstört Spielsachen, haut uns beißt Kinder sehr stark! Hört trotz Strafe (aus der Gruppe nehmen, aus Stuhlkreis nehmen, darf nicht mit zur Turnstunde) im KiGa nicht auf, provoziert Erwachsene, schlägt wahrlos um sich, weiß nicht wohin mit seiner Wut. Spielt nicht sinnvoll mit anderen Kindern, sondern stichelt andere an, Blödsinn zu machen (Ausdrücke sagen, raufen, Spielsachen zu werfen) oder lässt sich von größeren anstecken, Blödsinn zu tun.

Seit ca. 1 Monat ist es sehr extrem, sodass ich tägliche Nachbesprechungen im KiGa habe, was alles passiert ist.
Neulich hat er ein Mädchen so gebissen, dass sie mit ihrer Mutter zum Arzt gegangen ist.
Es passiert meißtens dann, wenn er gerade nichts zu tun hat oder gerade nicht gefördert wird, indem die Kinder eine Aufgabe erteilt bekommen, die Sie alleine oder gemeinsam erldigen sollen. Sobald sich die Kinder zum Händewaschen anstellen sollen, flippt er aus, weil er nicht still stehen kann und macht irgendeinen Mist und fängt das beißen an.
Es passiert meißt im Affeckt heraus und es tut ihm auch danach schrecklich leid und entschuldigt sich meißtens gleich. Oft habe ich das Gefühl, er kann sich in dem Moment nicht anders ausdrücken, und reagiert dann so mit hauen und beißen. Wenn ihm ein Spielzeug abgenommen wird, rastet er völlig aus und wird wild und haut. Oft ist er schnell aus der Ruhe zu bringen und schmeißt sich dann am Boden.
Er ist dann wie ausgewechselt, mal Engel, mal Teufel!
Die Erzieherinnen sind sehr nett und drauf bedacht, dass er nicht immer der Blöde Junge bei anderen Kindern ist und sprechen sich mit mir täglich ab.
Letzte Woche war er super brav und es gab keinen einzigen Vorfall, wurde gelobt und hat es sämtlichen Eltern stolz erzählt. Er bekommt nach so eine tollen Woche entweder ein Eis oder wir gehen Pizza essen, was vorher mit ihm besprochen wurde. Er ärgert sich selbst, wenn er sich nicht dran gehalten hat und weiß auch, dass es dann keine Belohnung gibt.
Ich habe noch keine Variante herausgefunden, die bei ihm wirklich zieht, weil er keine Dinge besitzt, die für Ihn wichtig sind, außer sein Kuscheltier.
In der Woche, als es so sehr schlimm, mit dem Mädchen, hat er auch ins Bett gepieselt, hatte einen "Leckmund" und war sehr nervös. Ich habe mit meiner gesamten Famiele gesprochen, was es sein könnte, alle ratlos. Auch im KiGa war kein großer Vorfall. Von heut auf morgen war er wieder sehr liebevoll zu allen Kindern. Er hat Freunde, die Ihn wirklich mögen und die beißt er kaum. Ich habe sämtliche Konsequenzen ausprobiert, von bestrafen, schimpfen, ignorieren, loben(wenn er brav war). Er ist zu Hause oft bockig und unausgeglichen, aber dann auch wieder ganz brav und möchte beim Kochen, Staubsaugen, etc. mithelfen, war er immer darf. Solange er gefordert wird, ist er das brävste Kind.
Ich war diese Woche bei einem Psychologen, um mir einen Rat zu holen, was ich machen soll. Ich war einfach fassungslos über seine Ratschläge. Ich solle mein Kind absolut autoritär erziehen, es beim kleinsten Widerstand oder Widerspruch bestrafen. Ihn nach einem "Beiß-Tag" für den Rest des Tages in sein Zimmer sperren, darf nur für Toilette und Essen raus. Ich soll mit meinem Kind nicht diskutieren, soll kein Bitte sagen und ihm nicht beim Aufräumen helfen, wenn er sein Zimmer aufräumen soll...
Dass ich der Chef im Haus bin und das meinem Sohn zu verstehen geben soll, weiß ich selbst. Ich bin dennoch für eine Erziehung, in der kein Schlagen oder Willenbrechung oder Unterdrücken an der Tagesordnung liegt.
Ich bin eine liebevolle Mutter, die zwar oft von der Arbeit gestresst ist, sich aber auch am We teit nimmt, mit Ihrem Kind schöne Dinge zu erleben.
Ich akzeptiere viel und glaub nciht, dass mein Kind verhltensgestört ist. Aber was ich nicht akzeptieren kann, ist Beißen. Habt Ihr einen Rat für mich und mein Teufelchen?

Danke schon jetzt...


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9. Dezember 2010 um 14:05

Selenverwandt
Hallo schlumpfine5000,

als ich deine kleine Geschichte gelesen hab, hab ich gedacht, du schreibst von meiner Tochter!! Unsere Familienverhältnisse sind zwar etwas anders (glücklich Verheiratet, harmonisch...) aber was deinen Sohn angeht...
Meine Tochter wird im Januar 3 und seit diesen Jahres Mai ist sie im Kindergarten. Dann hat das mit dem Beißen begonnen. Ich habe vier Arten von Beiß-Attacken festgestellt:
1. Ausprobieren, was passiert (hat sie jetzt abgelegt)
2. Eifersucht (ist immernoch aktuell)
3. Wut
4. "Überdrehtheit" (Hauptproblem meiner Ansicht nach).
Auch meine Tochter ist sehr weit entwickelt (laut den Erzieherinnen) und einfühlsam. Kann aber auf der anderen Seite richtig heftig sein (ich denke aber, dass das ganz normal ist, wir sind ja auch nicht immer gleich drauf).
Was das Beißen betrifft, hab ich mir auch schon gedacht einen Phsychologen einzuschalten. Da es jetzt schon über ein 3/4 Jahr geht. Es gibt Wochen, da ist alles toll. Und dann wieder Wochen da geschieht es fast täglich. Ich hab es auch erst mit Schimpfen versucht, aber da hat meine Tochter komplett auf Durchzug geschaltet. Nun mach ich es so, dass ich ganz klar sage, dass das nicht lieb war und es nicht gebissen wird, da es den anderen Kindern weh tut.
Ich habe so eine Internet-Adresse gefunden, da kann man die Aussage eines Phsychologen bezahlen, wenn diese gut war. Hab mir überlegt, ob ich die mal knotakieren soll. Da es so nicht weitergeht, da ich von "Extrem-Bestrafung" auch nichts halte. Ich habe aber auch festegestellt, dass meine Verfassung sich sofort auf meine Tochter überträgt. Das heißt, wenn ich nervös oder gestresst bin, ist es meine Tochter gleich doppelt.
Beiß-Attacken gab es aber auch, wenn ich total entspannt und gut drauf war.
Ich werde denke ich mal die Seite der Psychologen versuchen und dir Bescheid geben, was da rausgekommen ist, denn die Anweisung deines Psychologen kann ja fast nicht war sein!!!

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9. Dezember 2010 um 15:03
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Selenverwandt
Hallo schlumpfine5000,

als ich deine kleine Geschichte gelesen hab, hab ich gedacht, du schreibst von meiner Tochter!! Unsere Familienverhältnisse sind zwar etwas anders (glücklich Verheiratet, harmonisch...) aber was deinen Sohn angeht...
Meine Tochter wird im Januar 3 und seit diesen Jahres Mai ist sie im Kindergarten. Dann hat das mit dem Beißen begonnen. Ich habe vier Arten von Beiß-Attacken festgestellt:
1. Ausprobieren, was passiert (hat sie jetzt abgelegt)
2. Eifersucht (ist immernoch aktuell)
3. Wut
4. "Überdrehtheit" (Hauptproblem meiner Ansicht nach).
Auch meine Tochter ist sehr weit entwickelt (laut den Erzieherinnen) und einfühlsam. Kann aber auf der anderen Seite richtig heftig sein (ich denke aber, dass das ganz normal ist, wir sind ja auch nicht immer gleich drauf).
Was das Beißen betrifft, hab ich mir auch schon gedacht einen Phsychologen einzuschalten. Da es jetzt schon über ein 3/4 Jahr geht. Es gibt Wochen, da ist alles toll. Und dann wieder Wochen da geschieht es fast täglich. Ich hab es auch erst mit Schimpfen versucht, aber da hat meine Tochter komplett auf Durchzug geschaltet. Nun mach ich es so, dass ich ganz klar sage, dass das nicht lieb war und es nicht gebissen wird, da es den anderen Kindern weh tut.
Ich habe so eine Internet-Adresse gefunden, da kann man die Aussage eines Phsychologen bezahlen, wenn diese gut war. Hab mir überlegt, ob ich die mal knotakieren soll. Da es so nicht weitergeht, da ich von "Extrem-Bestrafung" auch nichts halte. Ich habe aber auch festegestellt, dass meine Verfassung sich sofort auf meine Tochter überträgt. Das heißt, wenn ich nervös oder gestresst bin, ist es meine Tochter gleich doppelt.
Beiß-Attacken gab es aber auch, wenn ich total entspannt und gut drauf war.
Ich werde denke ich mal die Seite der Psychologen versuchen und dir Bescheid geben, was da rausgekommen ist, denn die Anweisung deines Psychologen kann ja fast nicht war sein!!!

...und gleich bin ich etwas erleichtert...
...dass es nicht nur mir so geht.
Witzig, wir haben sogar den selben Vornamen, ich werde auch "ohne h" geschrieben.
Seelenverwandt, das kommt fast hin
Ja, das stimmt, oft ist er so überdreht, dass er so versucht, seine ganze Energy los zu werden.
Es wäre ganz toll, wenn du mich in kenntnis setzt, sobald du "DIE Lösung" hast.
Du kannst mir auch gerne diese Kontaktadresse schicken, ich bin um jeden Rat dankbar.
Viel Erfolg und hoffe, ich höre bald von dir/euch.
Beste Grüße und danke schonmal.

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9. Dezember 2010 um 15:15
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Selenverwandt
Hallo schlumpfine5000,

als ich deine kleine Geschichte gelesen hab, hab ich gedacht, du schreibst von meiner Tochter!! Unsere Familienverhältnisse sind zwar etwas anders (glücklich Verheiratet, harmonisch...) aber was deinen Sohn angeht...
Meine Tochter wird im Januar 3 und seit diesen Jahres Mai ist sie im Kindergarten. Dann hat das mit dem Beißen begonnen. Ich habe vier Arten von Beiß-Attacken festgestellt:
1. Ausprobieren, was passiert (hat sie jetzt abgelegt)
2. Eifersucht (ist immernoch aktuell)
3. Wut
4. "Überdrehtheit" (Hauptproblem meiner Ansicht nach).
Auch meine Tochter ist sehr weit entwickelt (laut den Erzieherinnen) und einfühlsam. Kann aber auf der anderen Seite richtig heftig sein (ich denke aber, dass das ganz normal ist, wir sind ja auch nicht immer gleich drauf).
Was das Beißen betrifft, hab ich mir auch schon gedacht einen Phsychologen einzuschalten. Da es jetzt schon über ein 3/4 Jahr geht. Es gibt Wochen, da ist alles toll. Und dann wieder Wochen da geschieht es fast täglich. Ich hab es auch erst mit Schimpfen versucht, aber da hat meine Tochter komplett auf Durchzug geschaltet. Nun mach ich es so, dass ich ganz klar sage, dass das nicht lieb war und es nicht gebissen wird, da es den anderen Kindern weh tut.
Ich habe so eine Internet-Adresse gefunden, da kann man die Aussage eines Phsychologen bezahlen, wenn diese gut war. Hab mir überlegt, ob ich die mal knotakieren soll. Da es so nicht weitergeht, da ich von "Extrem-Bestrafung" auch nichts halte. Ich habe aber auch festegestellt, dass meine Verfassung sich sofort auf meine Tochter überträgt. Das heißt, wenn ich nervös oder gestresst bin, ist es meine Tochter gleich doppelt.
Beiß-Attacken gab es aber auch, wenn ich total entspannt und gut drauf war.
Ich werde denke ich mal die Seite der Psychologen versuchen und dir Bescheid geben, was da rausgekommen ist, denn die Anweisung deines Psychologen kann ja fast nicht war sein!!!

Nachtrag
Hab verucht, die Psychologen-Seite zu befragen, aber es scheiterte an der Bezahlung
Naja, jetzt werde ich mal mit meinem Kinderarzt sprechen, was man da tun kann.

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9. Dezember 2010 um 15:18
In Antwort auf

...und gleich bin ich etwas erleichtert...
...dass es nicht nur mir so geht.
Witzig, wir haben sogar den selben Vornamen, ich werde auch "ohne h" geschrieben.
Seelenverwandt, das kommt fast hin
Ja, das stimmt, oft ist er so überdreht, dass er so versucht, seine ganze Energy los zu werden.
Es wäre ganz toll, wenn du mich in kenntnis setzt, sobald du "DIE Lösung" hast.
Du kannst mir auch gerne diese Kontaktadresse schicken, ich bin um jeden Rat dankbar.
Viel Erfolg und hoffe, ich höre bald von dir/euch.
Beste Grüße und danke schonmal.

Nachtrag
Hab verucht, die Psychologen-Seite zu befragen, aber es scheiterte an der Bezahlung
Naja, jetzt werde ich mal mit meinem Kinderarzt sprechen, was man da tun kann.
Aber hier ist mal der Link, falls es du auch versuchen möchtest:
http://www.justanswer.de/medizin-psychiatrie/?r=ppc|ga|8|Health|Psychiatry&JPKW=kinderpsychologie&JPDC=S&JPST=&JPAD=5420097384&JPAF=txt&JPCD=20091124&JPRC=1&gclid=CM3Dn5uu36UCFUOBzAodOye80Q

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