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Mein Sohn 3 Jahre 6 Monate spricht fast nichts; kein Tipps, sondern Hoffnung ...

28. Juli 2010 um 18:05

Hallo,
ich wende mich besonders an Mütter, die dieses Problem eines Late Talkers bzw. die Sprachentwicklungsverzögerung schon hinter sich haben.
Mein Sohn spricht jetzt, mit 3 Jahren und 6 Monaten außer Mama, Papa, wauwau, Da (für einen Namen), und Ba (Staubsauger) fast nichts, aber er kommuniziert lebhaft mit Gesten und Mimik und versteht fast alles. Es ist sozial gut integriert, auch im Kindergarten einigermaßen, obwohl er nicht spricht, ist fein- wie grob motorisch gut unterwegs, und alles andere haben wir in den letzten ein einhalb Jahren abgeklärt: das Gehör ist o.k. etc., wir besuchen seit über einem Jahr regelmäßig eine Logopädin. Dort macht er, so wie auch mit mir, seine Übungen mit, aber er hat große Probleme Laute und ganze Wörter zu sprechen und überträgt nicht davon in den Alltag.
Wer hat ähnliche Erfahrungen überstanden? Alle sind letztlich ratlos; man kann ihn ja nicht zwingen, offensichtlich will er noch nicht sprechen und hält das auch nicht für notwendig. Wir haben keinen TV, wir lesen viel vor, schauen uns Bücher an, er hat zwei größere Schwestern (6 und 9 Jahre alt), die sich viel mit ihm beschäftigen, wir musizieren und singen
Bitte habt Verständnis, dass ich weitere Tipps, etwa mehr singen, mehr Logopädie kaum noch ertragen kann ich befasse mich seit einem Jahr mit seinem Nicht-Sprechen-Wollen und es gibt kaum Verbesserung.
Danke für jeden Ausblick, der mich hoffen lässt!

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28. Juli 2010 um 18:22

...
Hallo

wenn ich was dazu sagen darf... mein sohn ist zwar "etwas" weiter, aber mein Chef z.B. erzählte mir, dass er bis er 4 Jahre alt, war GAR NICHT geredet hatte. seine eltern sind verzweifelt, damals gab es auch noch kein Internet oder so, wo man sich hätte informieren können. Und heute....

ist er Psychologe und leitet eine Tagesstätte....

also einfach abwarten.

lg

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23. August 2010 um 17:33

Sohn
ich habe gleiches problem mit meinem sohn in 4 wochen wird 3 und leider keinen der mir helfen könnte schon einiges haben wir versucht aber ohne resultat ich denke es hilft nur geduld was ich ach langsam nicht meh habe
liebe grüsse beate

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24. August 2010 um 0:32

Hallo adriana12122,
Ja mein Sohn heute 8Jahre alt hat auch erst sehr spät das Sprechen angefangen.
Er hatte auch Logopädie bis kurz vor der Einschulung.Er war am Anfang vom Wortschatz her etwa 1,5 Jahren zurück in der Sprache.Er hatte im Kiga einen integrativen Platz wo er dann mit der Zeit immer weniger mit der Sprache hinterher hinkte.Er hatte die Förderung im Kiga+Logopätie.

Heute ist sein Wortschatz altersgerecht und wenn man nicht weiß das er erst sehr spät zu sprechen angefangen merkt ein Fremder nix davon.

Er hat noch 3 ältere Schwestern (18,17 und 10 Jahre alt).die hatten keine Sprachentwicklungsverzögerung.
Aber was wir falsch gemacht haben ist folgendes:
Wenn er irgendwas wollte mußte er nur ää machen und schon ist einer von uns gesprungen und hat es ihn gegeben.

Er mußte sich erst gar nicht die Mühe machen zu Sprechen was er wollte,da eh immer einer von uns gleich gesprungen ist.

Weiß ja nicht wie es bei euch ist,aber vielleicht ist es bei euch ähnlich.

Nicht gleich springen wenn er was möchte,sondern erst mal abwarten was er zu sagen hat.

Und bloß nicht mit anderen Wettkampfmamas vergleichen das macht dich nur verrückt.Das habe ich leider auch gemacht.Denn heute spricht meiner genau so viel wie Gleichaltrige.

Manche brauchen einfach etwas länger ist das gleiche wie mit dem Laufen.

Heute werde ich oft von meinem Sohn zugetextet und denke und du hattest mal Sprachprobleme!

Du hast doch schon alles in Anspruch genommen um deinem Sohn zu helfen.Ich glaube viel mehr kann man im Moment auch nicht mehr machen,außer abzuwarten.

Drücke euch die Daumen.

LG Simona

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3. September 2010 um 22:20

Da gibt es ein ganz interessantes Buch...
"Jungen" von Ralph Biddulph. Dort wird alles ganz schön erklärt. Über die Thestosteronschwankungen der Jungen.... wie dieses Hormon die Vernetzung der beiden Gehirnhälften bremst. Und wie wichtig diese Vernetzung für die Sprachentwicklung ist. Dagegen fördert Östrogen die Vernetzung der beiden Gehirnhälften, weshalb die Mädels oft schneller mit dem Sprechen anfangen. Dass die Jungs eigendlich 1 Jahr später eingeschult werden müssten. Das es Deutschunterricht (Sprachunterricht) für Jungs und Mädchen getrennt geben müsste - da die Jungs gegen die Sprachgewandten Mädchen oft im Nachteil sind und deshalb sich im Unterricht in Hintergrund begeben, resignieren.
Dass man sich mit Jungs viel intensiver beschäftigen müsste - so wie Du es halt schon machst.
Vielleicht hat er halt einen besonders hohen Thestosteronspiegel.
Mein Sohn ist jetzt 1,5 und kann auch nur Mama/Papa, da, bä, Määää (ziege) und das schon seit nem halben Jahr. Seit dem ist stillstand in der Sprachentwicklung.
Da meine Neffen auch erst mit 3 anfingen solangsam an zu sprechen und ich keine Lust habe solange zu warten, bringe ich ihm jetzt Zeichensprache bei. Damit er sich wenigstens irgendwie mitteilen kann. (im Moment wenn er z.B. durstig ist - geht er in die Küche und bröllt - wenn wir nicht gleich verstehen was er will - dann schmeißt er sich hin un bröllt erst recht und tobt) Viele sagen mir, dass wenn er die Zeichensprache beherrscht - dass er dann erst recht nicht spricht. Allerdings habe ich mich gut informiert, Bücher gelesen. Studien besagen dass die Kinder im Durchschnitt sogar schneller anfangen zu sprechen.
Mann muss allerdings Parallel zu Zeichen auch das Wort dazu sagen.
Ich fänds toll wenn das bei meinem Kleinen ankommt..... Dass wir uns endlich verständigen können. Uns würden so einige Missverständnisse und Koller erspaart bleiben.
Das Zeichen für Trinken hat er jetzt jedenfalls raus

Ich habe auch irgendwo gelesen dass Kinder die früh sprechen auch intelligenter sind - wobei ich sagen würde - "In dem Moment sind die Intelligenter" weil sie sich mitteilen können, Disskutieren Können, Ihre Gedanken äußern können und von Uns erwachsenen Korrigiert werden können - wodurch sie ja auch lernen. Aber In 6,7,8, Jahren sind die von der entwicklung her genauso weit wie auch die Spätsprächende.
Deshalb denke ich auch wenn mein kleiner sich mittels Zeichensprachen mitteilen kann - steht er den frühsprechenden im nichts nach.

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