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Mein siebzehnjähriger Sohn rutscht immer weiter ab

24. März 2010 um 11:00 Letzte Antwort: 26. März 2010 um 10:40

Hallo
Ich wusste lange nicht, ob ich mir in einem Forum Rat holen soll, aber ich brauche Hilfe und weiß echt nicht, an wen ich mich dabei wenden kann.
Mein Sohn Samuel ist 17 und hat bereits zwei Jahre (2006 bis 2008) in einem Heim für Schwererziehbare Jugendlich verbracht, weil er ein starkes Autoritäts- und Respektproblem hatte und schon zweimal wegen Körperverletzung angezeigt wurde. Ich weiß echt nicht, wie so etwas aus ihm werden konnte und es hört sich an, als wären wir die schlimmste, asozialste Familie, aber ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe. Insgesamt ist vieles nicht gut gelaufen für uns alle, er hat mit 2 Jahren seinen Zwillingsbruder und ich meinen Sohn verloren und 1995 sind wir von Irland nach Deutschland gezogen aufgrund eines Jobangebots für meinen Mann, Sam ist auch nicht dumm, im Gegenteil, er ist echt clever und klug, aber er hat sich einfach immer mehr von uns und seinen Geschwistern entfernt und hat auch viel getrunken und Schule geschwänzt. Seit er wieder bei uns wohnt, streitet er nur noch mit seinem Vater und kommt ständig betrunken nachhause und egal, ob wir drohen oder betteln oder ihm verbieten, weg zu gehen, wir können ihn ja auch nicht körperlich zwingen oder einschließen. Letzten Sommer wurde er von einem Sport-orientiertem Gymnasium geworfen (auf das er aufgrund eines Stipendiums für Basketball gegangen ist) geschmissen, weil er zu oft geschwänzt hat oder sogar betrunken zur Schule kam. Bald wird Sam 18 und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll, dass er nicht irgendwann mit Hartz IV als Fabrikarbeiter irgendwo landet. Wir haben nicht besonders viele finanzielle Mittel, um uns teure Hilfe zu holen, unsere Familie wohnt in Irland und Sam lässt uns einfach nicht an sich ran.
Kann mir bitte irgendjemand einen Tipp geben oder weiß Rat?
Danke an alle schon im Vorraus!

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24. März 2010 um 22:52

Umziehen?
Weit weg von seinen Kumpanen, seiner Umgebung (ich denk er geht nicht allein saufen / oder Leute verprügeln)
In irgend so`n Dorf wo Hase zum Fuchs noch "gute Nacht" sagen. So wurd die Kriminelle Laufbahn von einem Freund beendet.

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25. März 2010 um 8:04

Danke
Vielen, vielen Dank für die Hilfe. Wir haben uns bereits an das Jugendamt gewendet, bzw. das Jugendamt hat vor drei, fast vier Jahren entschieden, dass Sam in das Heim für Schwererziehbare Jugendliche gehen soll, was ihn aber meiner Meinung nach nur noch mehr von uns entfremdet hat
Ich kann nicht einmal beurteilen, ob er tatsächlich ein Alkoholproblem hat, ich hoffe nur, dass er klug genug ist und selber weiß, wann es reicht.
Umziehen ist auch keine Alternative, da mein Mann und ich beide hier arbeiten und wir auch unsere anderen Kinder berücksichtigen müssen, die hier Freunde haben und auf die Schule bzw zum Kindergarten gehen. Sie waren, als mein Sohn gestorben ist, noch gar nicht auf der Welt.
Ich hab heute einen Termin bei einem Familientherapeuten für Sam, meinen Mann und mich ausgemacht, aber als ich Samuel davon erzählt habe, hat er gleich offensiv reagiert und hat gemeint, wir sollen uns nicht in sein Leben einmischen und ist schließlich rausgestürmt. Selber kriegt er sein Leben scheinbar nicht auf den Griff, wir müssen ihm doch helfen, oder? Ich weiß aber nicht wie, ich bin echt verzweifelt, weil ich einfach wünsche, dass nie so eine Mauer zwischen uns entstanden wäre...

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26. März 2010 um 10:40

Nicht unser beschluss
Danke für deine Antwort!
Aber es sind nicht wir, die ihn in das Heim gesteckt haben, es war ein Beschluss des Jugendamtes, da Anzeigen wegen Körperverletzung und Psychische Anpassungsschwierigkeiten vorlagen. Unter anderem war er kaum in der Schule und hat sich tagelang nicht bei uns gemeldet.
Liebe Grüße

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