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Mein Mann und sein Sohn, ich und mein Sohn, die Ex und ihre Tochter

22. April 2009 um 13:56

Hallo Ihr Lieben,

Ich hab mich jetzt hier durch dieses Forum gelesen und habe mich in so vielen Beiträgen wiedergefunden. Ich bin froh dass es dieses Forum gibt und man daher weiß dass es vielen anderen genauso geht und die Gefühle die man hat nicht ungewöhnlich sind.

Besonders aufgefallen ist mir die Aussage, dass man als sog. Zweitfrau eine sehr undankbare Position hat. Erstens weil unser Verzicht, Verständnis, unsere Toleranz, Akzeptanz und Bemühungen als Selbstverständlichkeit angesehen werden, quasi umsonst zu haben sind und zweitens wir ein Tabu brechen wenn wir es mal wagen Kritik an der Situation anzubringen oder unsere Gefühle zu äußern, denn immerhin wussten wir ja vorher worauf wir uns einließen.

Die Rollen sind in diesem Spiel sehr klar verteilt. Die böse Stiefmutter und das unschuldige Kind.
Das Kind ist unzweifelhaft leidtragend, da es unter der Scheidung und dem Verlust des Vaters bzw. der Familie leidet. Die Stiefmami hingegen ist meist in der Beweislast zu beweisen, dass sie nicht die böse Stiefmutter ist und schämt sich für negative Gefühle. Wehe wenn ein negatives Gefühl geäußert wird. Dafür erntet sie für gewöhnlich nur heftige wütende Kritik, Verständnislosigkeit und wird gesteinigt. Daher ist es schön dass hier viele die Gelegenheit haben offen ihre Gefühle, die in einer solchen Konstellation zwangsläufig entstehen können, zu äußern und dafür ausnahmsweise auch noch Verständnis erhalten.

Ein Beitrag hat mich auch sehr gerührt. Eine Stiefmami erhielt bei der Trauungsrede vom Standesbeamten ein Kompliment, indem der Ehemann darauf hingewiesen wurde wie glücklich und dankbar er doch darüber sein kann, eine solche Frau gefunden zu haben die seine Kinder akzeptiert. Sie war zu Tränen gerührt und alle anderen auch. Sie war wohl sehr überrascht darüber, da bisher immer ihre Rolle und das was sie zu geben bereit war, wie so oft als selbstverständlich angesehen worden waren.

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Irgendwie sind es doch immer wieder die gleichen Geschichten. Meine Geschichte ist folgende.

Ich kam vor 2 Jahren mit meinem Mann zusammen. Er befand und befindet sich leider noch mitten in einem Scheidungskrieg. Sie waren 4 Jahre zusammen, sie hat bereits eine Tochter aus erster Ehe und plante trotz großer Beziehungsprobleme ein Kind obwohl sie vorgab zu verhüten. Er blieb dem Kind zuliebe, bis es nicht mehr ging. Nach der Trennung holte er seinen 3jährigen Sohn Samstags ab. Seit einiger Zeit kann er das Kind nicht mehr sehen, weil die Ex Probleme macht (Klagen und Anzeigen).

Es ging bei uns damals alles sehr schnell, so dass wir schon nach kurzer Beziehung Eltern eines gemeinsamen Sohnes sind. Das erste Jahr hatten wir aufgrund der Situation große Probleme und alles stand auf der Kippe.
Seit unser Sohn auf der Welt ist, macht die Ex noch mehr Schwierigkeiten. Sie hat sich wohl auch Hals über Kopf in eine Beziehung mit einem zwielichtigen Typen gestürzt. Und ich vermute dass der auch hinter den aktuellen Problem steckt, weswegen mein Mann das Kind nicht mehr sehen kann.

In der Zeit als er seinen Sohn noch jede Woche bei uns hatte, hatte ich quer durch die Bank alle Gefühle die hier immer wieder beschrieben werden. Ich hatte vor den Wochenenden schon Beklemmungen und hatte das Gefühl ständig gute Miene zum bösen Spiel machen zu müssen.
Mich ärgerte es auch dass für meinen Mann es selbstverständlich war dass er am Wochenende nichts erledigen konnte, weil er ja den Jungen hatte. Alles musste stehen und liegen bleiben, während die Frau die uns so schadete fröhlich und unbelastet sein Geld ausgeben konnte, das uns fehlte, während wir auf ihren Sohn aufpassten.
Wenn am Wochenende ein Konzert oder Termin anstand, war es selbstverständlich dass es für uns nicht in Frage kam, da wir ja den Jungen hatten. Ein gemeinsames Kind hätte er auch mal bei den Großeltern abgegeben. Aber dieses Kind musste ja die ganze Woche auf ihn verzichten, so dass er jede verfügbare Minute mit ihm nutzte und alles andere weichen musste. Es war so zwanghaft.

Ich muss dazu sagen dass ich bevor mein Sohn auf der Welt war nie eifersüchtig auf das Kind war, sondern eher auf die Ex und mich das Kind einfach an die Ex erinnerte und ich es wohl daher als störend empfand bzw. Bauchschmerzen bekam wenn es aufs Wochenende zuging. Ich konnte schon gar nicht auf die Uhr sehen, wenn es so weit war und ich wusste dass er jetzt genau um diese Minuten herum an dem Treffpunkt auf sie trifft. Auch wenn er sie mittlerweile nicht mehr ausstehen konnte, versetzte das Wissen darum mir einen Stich.
Irgendwo dachte ich daran, ob er nicht immer mal wieder auch an die schönen Erinnerungen mit ihr erinnert wird wenn er sie sieht oder er Begehrlichkeiten ihr gegenüber bekommt, weil er auch weibliche Vorzüge an ihr oder ihrem Körper vor Augen geführt bekommt die er schon in und auswenig kennt.

Nichts destotrotz. Ich habe damals viel für das Kind getan, viel kindgerechtes unternommen, extra für ihn gekocht, gespielt, Spielzeug gekauft, alles was man sich noch so vorstellen kann. Ich habe meinen Mann in allem unterstützt. Ein Teil in mir liebte das Kind, weil es einfach ein Kind war und vor allem ein Teil des Mannes war, den ich liebte und ein anderer Teil lehnte es ab und war wütend und verärgert.

Am Wochenende drehte sich alles ums Kind. Es erstickte alles andere. Es war laut und fordernd und brauchte unheimlich viel Aufmerksamkeit, da er das was er bei der Mutter nicht bekam beim Vater nachholte. So süß der Kleine auch war. Mein Mann war danach immer völlig fertig. Ich denke dass die Situation ihn einfach auch emotional belastete, aufgrund des Scheidungskrieges der dann ständig im Alltag präsent und gegenwärtig durch das Kind wurde.
Die meisten Männer sind jedoch grundsätzlich auch mit der Betreuung eines Kleinkindes überfordert und lassen dann alles durchgehen oder wollen ihr schlechtes Gewissen dadurch kompensieren, dass das Kind alles darf und bekommt.
Dieser Schuss geht jedoch nach hinten los, da diese Form der Erziehung schon an Vernachlässigung grenzt und sich im Charakter des Kindes nieder schlägt und somit dem Kind weiterer Schaden zufügt wird.

Sehr störend und belastend waren für mich die vorhandenen Strukturen mit denen ich konfrontiert wurde. Jede Woche fand nach dem Abholen ein großes Frühstück für das Kind bei den Großeltern statt, bei dem auch erwartet wurde dass ich auch erscheinen sollte. Irgendwann protestierte ich, da ich nicht hochschwanger jeden Woche frühmorgens zu den Schwiegereltern fahren konnte, wo das Kind gefeiert wurde bzw. ich nicht mehr wollte dass ich als Spielverderber destehe, wenn ich mal nicht anwesend war. Mit mir hatte das keiner geplant und ich wurde auch nicht gefragt. Die Spielregeln bzw. die Zeit wurden ja durch andere Bedingungen bestimmt.
Ich nahm irgendwann alles in die Hand und bereitete hier selbst ein großes Frühstück zu, so dass die Besuchstage nicht mehr nur bei den Großeltern abgehalten wurden.
Die Ironie der Geschichte war, dass wir als er sprechen konnte von ihm erklärt bekamen, dass er bereits bei der Mutter frühstückte bevor er abgeholt wurde. Das erklärte dann auch warum er morgens so ein schlechter Esser war

Der Kleine mochte mich sehr. Was auch daran lag, dass mein Mann dem Kind unsere Beziehung positiv vermittelt hatte. Vieles machte mein Mann richtig, aber auch vieles falsch, wodurch Gefühle von Wut und Hass in mir hoch kamen, die ich auf das Kind projizierte, obwohl es nichts dafür konnte.
Beispielsweise hatte mein Mann mal den Satz gebracht dass man sein Kind immer mehr lieben würde als den Partner. Das sei bei allen so! Naja, die Ex war ja nun nicht gerade seine große Liebe gewesen. Das verletzte mich dennoch, da er aussprach dass ich nie diejenige sein würde die er am meisten lieben wird, sondern das Kind das er mit einer anderen hat - obwohl ich ihn am meisten liebte.
Ich zweifelte auch sehr an diesem Satz und heute wo ich ein eigenes Kind habe kann ich sagen, dass es für mich auch nicht zutrifft, da ich beide, Mann und Sohn so unendlich liebe, dass ich gar nicht messen könnte wen ich mehr liebe, also liebe ich sie gleich viel. Ich denke für ihn ist es mittlerweile auch so.
Damals kam der Satz auch deshalb so negativ an, weil ich darunter litt noch kein Kind zu haben und durch die Aussage klar wurde, dass ich ja als Kinderlose nicht mitreden kann und angeblich keine Ahnung habe. Also fand ein Effekt statt bei dem ich ausgegrenzt wurde, bei einem Thema bei dem ich ohnehin sensibel reagierte.

Nervig war für mich auch der Umstand, dass er durch seine Vaterschaft bei dem Thema Kind als der Erfahrene und der Experte dastand, obwohl ich mich schon viel länger mit dem Thema befasste und weil mir Kinder und Familie so wichtig waren, ich so lange auf den richtigen gewartet hatte, während er einfach so Vater geworden war ohne je richtig dahinter gestanden zu haben oder sich Gedanken gemacht zu haben.

Ich hatte natürlich auch all die Gefühle die man als Frau die noch Kinder will in solch einer Situation hat. Ich war traurig darüber dass er alles schon mal erlebt hatte und ich ihn nicht zum Vater machen konnte, da er schon einer war. Ich hatte das Gefühl dass alles für ihn nichts besonderes sein wird. In mir kamen Szenen hoch, in denen ich mir die ehemalige traute Familie vorstellte.
Als ich schwanger war bekam ich Aggressionen, wenn ich mal mit ihm in einen Babyladen ging um etwas für das Baby auszusuchen und er sich bei der Gelegenheit nur nach Spielsachen für seinen Großen umschaute. Also erledigte ich so was nur noch allein, bezahlte alles selbst und fühlte mich alleingelassen.

In mir kam vor allem Wut hoch, wenn ich etwas schönes teures für das Baby in meinem Bauch gekauft hatte und das Kind am Besuchswochenende dann damit spielen wollte, noch bevor mein Baby je die Gelegenheit dazu hatte, weil es einfach noch nicht da war und der Große einfach immer hier war bzw. einfach schon geboren war. Als Frau die zum ersten mal Mutter wurde hatte ich einfach eine große Vorfreude und wollte meinem neugeborenen Kind schöne, saubere neue Sachen geben.
Ich konnte dem Großen leider nichts verbieten. Denn er hatte ja eine Sonderrolle inne, wo man dem "armem Kind" seinen Willen lassen musste, weil es ja nur 1mal die Woche da war. Außerdem hätte ich mich ja auch dem Verdacht der bösen Stiefmutter ausgesetzt wenn ich interveniert hätte. Also fing ich an alles was ich für das Baby kaufte zu verstecken. Ich wollte nicht das beretis alles benutzt, alt, schmutzig und kaputt ist, weil der Große alles kaputt macht was er in die Finger bekam und kaputt sein Lieblingswort war. Das Babybett konnte ich nicht verstecken, so dass er es als Trampolin benutzte und das Lattenrost schon kaputt war bevor mein Baby drin liegen konnte und das Nestchen hatte abgerissene Schleifchen. Beim Stillkissen wurden die Microfaserkügelchen durch die Wohnung verteilt und Schokoflecken darauf hinterlassen und noch vieles mehr.

Als unser Kind da war muss ich sagen dass viele Gefühle plötzlich verflogen waren. Mein Mann war so begeistert von der Geburt und unserem Sohn, dass ich nicht mehr das Gefühl bekam dass es für ihn nichts besonderes sei.
Plötzlich wurde mir klar dass es hier doch weniger um seine Freude als um meine ging. Mir wurde auch klar dass ich dadurch dass es für mich das erste mal war, ich und meine Gefühle ausnahmsweise mal im Mittelpunkt standen und nicht so sehr seine. Das alles so dramatisch ablief und er sich so um mich sorgen musste verstärkte auch noch den Effekt und stärkte den Zusammenhalt.

Problematisch war nach der Geburt der Umstand, dass er unserem Baby wenig Aufmerksamkeit schenken konnte, da sein Großer ihn samstags weiterhin völlig vereinnahmte und er sich weiterhin sonntags mehr von dem Samstag erholte und von seiner Arbeitswoche. Ich hatte einfach das Gefühl dass er ausgelaugt und emotional belastet war. Automatisch führte es dazu dass ich mich auch samstags alleine um mein Baby kümmerte, während er sich um den Großen kümmerte. So als hätten wir getrennte Kinder.
Das wurde dadurch verstärkt dass er beinflusst durch einen Anwaltsschreiben der Ex der Meinung war, dass der Große eifersüchtig auf den Kleinen sei und er sich deshalb nur um den Großen kümmern würde. Dabei konnte ich keinen Anflug von Eifersucht erkennen im Gegenteil, er liebte den Kleinen sogar. Aber ich hatte einfach einen Kloß im Hals wenn es so ablief.
Ich denke eher dass mein Mann ein schlechtes Gewissen dem Großen gegenüber hatte, weil er mit einer anderen Frau ein anderes Kind gezeugt hatte und deshalb ihm das Gefühl der Einzigartigkeit geben wollte.
Das Problem war für mich dass ich die Befürchtung hatte dass er bei unserem Sohn weniger die Gelegenheit hat eine richtige Bindung zu ihm aufzubauen, weil alles von dem Großen Sohn überschattet ist und er sich nicht richtig auf das Kind einlassen kann.
Ich konnte bei unserem Sohn damals nie die Gefühlsausbrüche erkennen die er von Anfang an seinem älteren Sohn gegenüber hatte. Und eine Bindung baut man vor allem in den ersten Lebensmonaten auf. Ich hatte Angst dass wir eine Ehe führen in der jeder sein eigenes Kind hat.
Er machte wieder vieles falsch. Er fotografierte wie immer wöchentlich seinen Großen durch wie ein Paparazzi, während ich die einzige war den Kleinen fotografierte. Ich bekam schon Aggressionen wenn er vor dem Samstag total gewissenhaft schon den Akku der Camera lud. Für unseren gemeinsamen Sohn hätte er das nie getan. Das tat immer nur ich.
Es gab Unmengen von Fotos von dem Großen und von meinem Sohn nur die die ich machte. Daher war ich kaum auf den Bildern zu sehen mit meinem Sohn, weil uns ja keiner fotografierte. Nie ich mit meinem Sohn. Immer nur mein Sohn allein im Bild oder Sohn mit Vater. Von seinem Sohn hatte ich hingegen selbst auch noch viele Fotos gemacht und daher gab es auch viele von ihm mit seinem Vater und auch welche wo ich drauf war. Das tat auch weh.
Die Großeltern wollten Fotos von den Enkelkindern, also schickte er ihnen nur welche von seinem Großen, weil er es einfach immer so gewohnt war. Erst als die Großeltern ihn darauf hinwiesen, fiel es ihm auf.
Überall war sein Passwort der Name des Großen und nie vom Kleinen und so weiter und so fort. Da fing ich erst an auf das Kind eifersüchtig zu werden. Vorher war ich immer nur auf die Ex eifersüchtig und dass sie so was großartiges wie ein Kind mit ihm teilt, dass ihm vorgeblich wichtiger war als ich.

Bei den Großeltern habe ich das Gefühl dass sie sich emotional bei meinem Sohn zurückhalten und nicht zu sehr binden wollen, da sie ja mit dem Großen so eine schmerzhafte Erfahrung gemacht haben und ihn auch noch verloren haben.
Daher spüre ich dass sie unsere Beziehung argwöhnisch beäugen und eher so eingestellt sind, dass auch das in die Brüche gehen könnte und man sich daher nicht allzu sehr emotional involvieren sollte. Bei der Geburt waren sie auch in Urlaub, obwohl der Termin lange vorher feststand. Das tut vor allem deshalb weh, weil sie so sehr immer hinter dem Großen her waren und er so im Mittelpunkt stand und sie sich so um ihn bemühten. Sie haben ihn öfter gesehen (fast jede Woche), als manch andere Großeltern deren Sohn eine intakte Familie hat.
Jetzt wo der Große nicht mehr da ist, habe ich das Gefühl dass mein Mann sich in der Pflicht sieht als Ersatz meinen Sohn präsentieren zu müssen. Ich spüre den Druck, dass ich ebenso oft meinen Sohn präsentieren muss, wie damals der Große Kontakt zu den Großeltern hatte, einfach deshalb weil es so war. Also wieder eine eingefahrene Struktur mit der ich zu kämpfen habe. Ich habe auch das Gefühl als ob mein Mann um die Gunst der Großeltern kämpft und versucht ihnen meinen Sohn nahe zu bringen. Wobei ich wieder Wut bekomme, weil ich meine dass mein Sohn von sich selbst aus schon so süß ist, dass er nicht noch um die Gunst der Großeltern zu buhlen hätte und letztendlich drauf verzichten kann, wenn es nicht von selbst kommt. Das ist halt auch so eine Altlast die durch solch eine Konstellation entsteht.
So oder so ist es schwierig. Als der Große noch da war, stand er so sehr im Mittelpunkt, dass es schier unmöglich war dass die Großeltern zu irgend einem anderen Enkelkind (es gibt noch zwei weitere) eine großartige Bindung aufbauen konnten. Es erstickte alles um einen herum. Jetzt wo der Große weg ist, geht es wieder nicht, weil sie sich aus Enttäuschung zurück halten. Leidtragend sind am Ende alle Kinder.
Est kürzlich bekam ich mit wieviel die Großeltern den Großen in den letzten Jahren beschenkt haben. Bei fast jedem Besuchstag wurden ihm Spielzeug und Kleider geschenkt. Mir haben sie in der ganzen Zeit nur 2 billige Strampler und ein paar Sommersandalen im Winter geschenkt, obwohl mein Kleiner ja nicht mal laufen kann. Erschwerend kommt hinzu, dass mein Mann bisher auch kaum etwas für den Kleinen gekauft hat und den Großen an jedem Besuchstag mit Kleidern und Spielzeug großzügig beschenkte und sich über alles intensive Gedanken machte.
Das mit den Großeltern ist schade, da ich selbst eine sehr innige und wichtige Bindung zu meinen Großeltern hatte und weiß wie wichtig sowas sein kann. Aber ich sehe auch wie es langsam aber sicher auftaut und in die richtige Richtung geht. Es ist jedoch ein langer Prozess.
Ich verstehe die Großeltern schon, da sie schließlich eine negative Erfahrung gemacht haben die noch nicht lange her ist. Aber die Situation ist momentan dennoch traurig und nicht zufriedenstellend.

Was noch negativ war war die Tatsache, dass er jedes Wochenende die Frau sah, mit der er absolut nichts mehr zu tun haben wollte, und so alles negative aus der Vergangenheit und der Gegenwart (Klagen, Anzeigen etc.) in ihm hoch kam. Das wühlte ihn so auf, dass er vor und nach dem Wochenende gereizt und aufgewühlt war (zumal das Kind ständig von seiner Mutter und ihrem Alltag redete), es oft zum Streit kam und ich wie selbstverständlich Rücksicht auf ihn nahm, einsteckte und abfederte. Deshalb war ich immer für einen Kontakt alle zwei Wochen (dafür aber übers ganze WE statt nur jeden Samstag tagsüber), so dass sich alle mal erholen konnten und auch mal ein WE für sich hatten und wir an einem langen WE viel mehr mit dem Großen unternehmen konnten, statt schnell aufeinander folgender Wiedersehen und Abschiede die nur aufwühlten und die Kurze Zeit ohnehin nicht ordentlich genutzt werden konnte.

Ich hatte bereits während der Zeit mit dem Großen ein schlechtes Gewissen wegen meiner Gefühle. Das wurde jedoch größer als mein Mann den Großen nicht mehr sehen konnte. Er hat sich auch gewissermaßen von dem Kind losgesagt, weil er fürchtet dass die Frau auch die Besuchszeit zum Anlass nehmen könnte ihn anzuzeigen, da sie ja als nächstes mit Kindesmisshandlung etc. kommen könnte. Mehrere andere ungerechtfertigte Anzeigen liegen ja schon vor. In denen wurden ungeheuerliche und abenteuerliche Lügen geschildert, die uns nur noch mit Ekel gegen die Frau erfüllt haben.
Heute denke ich jedoch dass ich kein schlechtes Gewissen zu haben brauche, da ich doch für all das nichts kann und ich auch nicht für die aktuelle Situation verantwortlich bin und auch nichts daran ändern kann.

Es tut mir jetzt einfach nur leid dass er das Kind nicht mehr sehen kann. Er sagt dass ihm unser Sohn in der Situation Trost geben kann, aber der Schmerz bleibt ja trotzdem in ihm. Da Männer jedoch gute Verdränger sein können, kommt uns das jetzt endlich mal auch zugute.
Ich habe ihm schon so sehr bei der Scheidung geholfen und auch bei der Umgangsregelung. Aber jetzt sind mir auch die Hände gebunden.
Allerdings habe ich Hemmungen davor meinen Kleinen mit den Spielsachen des Großen spielen zu lassen, obwohl ich die selbst gekauft hatte, da ich meinen Mann nicht an den Schmerz erinnern will bzw. nicht noch manifestieren will, dass der Große ja für immer weg ist und nun alles frei zur Verfügung für die Allgemeinheit steht.

Ich bin aber auch der Ansicht dass dieser häufige regelmäßige Kontakt auch für die Ex von ihm nicht gut war. Denn dadurch wurde unsere Familie ja auch ständig für sie präsent bzw. ihr vorgeführt und sie steigerte sich wohl derart da rein, dass sie mit ihren Aktionen irgendwann so weit ging, dass sie überreagierte und somit auch sich selbst und dem Kind schadete. Auch der Neue Partner hat sich wohl da mit reingesteigert. Interessant hierbei war für mich wie ungehalten sich ein anderer in so einer Situation verhielt. Ein zweiwöchiger Kontakt wäre für alle vorteilhafter gewesen, so dass man sich auch mal eine Woche hätte emotional von allem erholen können.

Wenn ich an Erlebnisse mit dem Großen zurück denke, dann trägt das auch zu meiner Trauer und somit meinem schlechten Gewissen bei. Aufgrund der Lage hatte sich mal wieder eine riesen Wut in mir aufgestaut. Denn wir mussten eine Feier vorzeitig verlassen, weil wir den Großen abgeben mussten. Ich saß kurz im Auto mit ihm, als mein Mann in unsere Wohnung ging um noch was zu holen. Da sah mich der Kleine an und sagte dass er nicht weg will, sondern mit uns hoch gehen will und bei uns bleiben will. Er sagte wortwörtlich dass er bei seinem Vater und MIR und seinem BRUDER bleiben will. Er sagte dass er uns alle liebt. Er fing an zu weinen. Ich musste ihm erklären warum das nicht geht und tröstete ihn. In dem Moment überkam mich sehr viel Liebe.

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Ich habe mich mit dem Thema im allgemeinen befasst und mir ist folgendes dazu aufgefallen.

Seit ich selbst Mutter geworden bin, weiß ich wie körperlich eng das eigene Kind mit der Mutter verbunden ist. Ich empfinde es so als ob er ein Teil meines Körpers und meiner selbst ist. Er ist in mir groß geworden, hat sein Fleisch und Blut in mir und durch mich erlangt. Das Kind ist wie ein Stück meines eigenen Körpers und damit meiner selbst.
Daher ist in mir das Gefühl aufgekommen, dass ein Kind, gerade wenn es noch so klein ist und somit vor kurzem gar noch im Körper der Mutter war, doch viel mehr mit der Mutter verbunden ist als mit dem Mann.
Es heißt immer das Kind sei das Fleisch und Blut des Mannes. Ich empfinde es eher so, dass es in erster Linie das Fleisch und Blut der Frau ist und lange danach erst das Fleisch und Blut des Mannes.
Bevor ich selbst Mutter war ging ich davon aus dass die emotionale Bindung eine größere Rolle spielen würde. Aber immer mehr wird mir klar, dass das körperliche ebenso wichtig ist, wie das emotionale und das wiederum mehr an der Mutter hängt.
Aus diesem Blickwinkel und meiner aktuellen Lage heraus betrachtet, kann ich nun noch mehr meine damaligen Gefühle der Eifersucht auf die Ex verstehen bzw. den Umstand dass mich das Kind immer an die Ex erinnerte und mich daher störte. Hinzu kommt ja noch, dass das Kind auch noch in ihrem Haushalt lebt, die Kleider anhat die sie ihm gekauft, gewaschen und morgens angezogen hat, es von der Nahrung satt wird die sie eingekauft und gekocht hat etc.
Das Kind verkörpert in meinen Augen einfach viel mehr die Mutter als den Vater, in einer solchen Konstellation.

Ich finde dass es für mich als Frau einfacher ist, da es sich bei dem Kind um einen Sohn handelt. Wenn das Kind eine Tochter ist, finde ich es schwieriger, da es dann auch noch mal die Ex als Geschlecht verkörpert und viele Ähnlichkeiten sich auch noch im Geschlecht abzeichnen. Außerdem finde ich dass man mit einer Tochter auch mehr um den Vater konkurriert und um seine Zärtlichkeit etc. als mit einem Sohn. Das kuscheln und küssen bekommt dann wohl auch einen anderen Charakter, als bei einem Sohn, wo es auch kumpelhaft ablaufen kann. Mädchen sind meist zärtlichkeitsbedürftiger und konkurrieren auf derselben Ebene wie die Frau bzw. um dieselben Ressourcen des Mannes.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in der Gesellschaft viele Menschen kein Verständnis für die Gefühle einer Zweitfrau haben. Ganz besonders ist diese Verständnislosigkeit bei Frauen verbreitet, die selbst Kinder haben und keine Erfahrung mit einer solchen Situation haben, da sie einen Partner ohne Anhang haben. Ich denke dass sie in die Rolle des Kindes ihre eigenen Kinder hinein projizieren und aus der Sicht einer Frau sprechen, die im Falle einer Trennung vielleicht selbst einmal in die Lage kommen könnte auf das Wohlwollen einer Zweitfrau angewiesen zu sein. Solche Erstfrauen empören sich dann meist am lautesten über die so ungehörigen Gefühle einer Zweitfrau.
Alleinerziehende haben meist auch kein Verständnis, da sie ja bereits selbst meist in der Rolle der Erstfrau sind und die Zweitfrau auf der Gegenseite steht.
Ob jemand Verständnis für die Gefühle einer Zweitfrau hat, hängt daher leider meist sehr davon ab, was für eine Lebens-Situation derjenige selbst hat.
Meist können einen nur diejenigen am besten verstehen, die selbst schon dieselbe Erfahrung gemacht haben oder sehr weit denkende und differenzierte Menschen, die rar gesät sind. Das ist traurig aber wahr.

Es ist so dass in diesem Spiel alle Beteiligten Verständnis und Anerkennung erwarten können.
Der Vater kann Verständnis bzw. Anerkennung erwarten, da er mit seinem Verhalten sein schlechtes Gewissen kompensieren will, da er sich um das Kind bemüht und es nicht abschreibt, bei dem Kind etwas wieder gut machen will, die Zeit ohne Kind aufholen will, dem Kind ein guter Vater sein will, dem Kind die Scheidung erleichtern will, in der kurzen Zeit etwas bieten will etc.
Das Kind kann Verständnis erwarten, da es die Scheidung der Eltern miterlebt und darunter leidet, da es auf seinen Vater verzichten muss, da es seinen Vater so selten sieht, da das Kind es mit der alleinerziehenden Mutter im Alltag nicht leicht hat, da es seinen Vater mit der neuen Frau teilen muss, da es sich nichts aussuchen konnte etc.
Die Erstfrau bzw. Ex kann Verständnis bzw. Anerkennung erwarten, da sie eventuell verlassen wurde, da sie es als alleinerziehende so schwer hat, da sie ihr Kind hergeben muss, da sie den Kontakt zum Vater unterstützt bzw. aufrecht hält, da sie auf den Vater ihres Kindes verzichten muss etc.
All diese Beteiligten können Verständnis bzw. Anerkennung erwarten und erhalten es von der Gesellschaft auch.
Wie ist es aber mit den Stiefmamis? Sie bekommen selten Verständnis bzw. Anerkennung entgegen gebracht. Nun kann man sich aber dennoch mal die Frage stellen wofür eine Stiefmami Verständnis oder Anerkennung erwarten könnte.
Nämlich dafür dass sie einen Mann mit Kind akzeptiert hat, dafür dass sie selbst Verständnis für die ganze Situation und die Beteiligten hat, dafür dass sie sich oft zurücknehmen muss, dafür dass sie viele Gefühle unterdrücken muss, dafür dass sie immer wieder direkt und indirekt mit der Ex konfrontiert wird, dafür dass sie über das Kind den Einfluss der Ex auf ihr Leben akzeptiert, dafür dass sie finanzielle Einbußen hinnimmt, dafür dass sie sich oftmals nach den Bedingungen der Ex richten muss, dafür dass sie in der Zeit in der das Kind da ist ihren Partner teilen muss, dafür dass sie sich oftmals auch für das Kind aktiv einsetzt und es mitversorgt und etwas mit dem Kind unternimmt oder spielt, dafür dass sie sich mit vielem abfindet oder auf vieles verzichtet was für andere normal ist, dafür dass sich die Frau dazu bereit erklärt mit den Problemen die andere geschaffen haben zu leben, dafür dass sie von vornherein eingewilligt hat so viel zu geben, hinzunehmen, zu verzichten etc. ohne dass der Partner umgekehrt ihr gegenüber ebensoviel zu erbringen hat.
Aber all das wird in der Gesellschaft als selbstverständlich angesehen und von Dank oder Anerkennung sind Zweitfrauen weit weg. Im Gegenteil sie werden bei der geringsten Kritik an den Pranger gestellt und sind mit Verständnislosigkeit konfrontiert.

Oftmals ist es so dass Partnerschaften in denen Kinder aus Exbeziehungen vorhanden sind, der besonderen Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ausgesetzt sind. Wenn solche Paare mit dem Kind der Ex draußen auftreten, dann werden sie oft beäugt und viele schauen genau darauf wie die Familie miteinander umgeht.
Ich habe die Erfahrung gemacht dass da dann so eine beobachtende Stille entsteht und somit wieder einmal das Kind im Mittelpunkt steht, alles andere wird erstickt durch die Situation, während in einer intakten Familie das leibliche Kind der Mutter nicht weiter auffallen würde.
Es wird geschaut wie die Stiefmami mit dem Kind umgeht, wie das Kind auf die Stiefmami reagiert, wie eventuell das Kind mit einem neuen Geschwisterchen umgeht, es wird geschaut wie viel Aufmerksamkeit der Mann wem entgegenbringt und ob er selektiert bzw. bevorzugt etc.
Mir ist das oft unangenehm, weil ich spüre dass die meisten schauen, da es einfach ein potentielles Skandalthema ist, über das man vorzüglich klatschen kann. Das was zu beobachten ist, ist einfach bildzeitungmäßig interessant und wenn sich vermeintlich falsch verhält, dann eignet es sich auch für eine prima Schlagzeile.

Ich denke dass der Grund warum es überhaupt zum Problem in solchen Konstellationen kommt, ist der falsche Umgang des Mannes mit der Situation.
Zum einen kann es sein dass er die neue Partnerin nicht richtig in die ganze Sache mit einbindet und sie dem Kind falsch vermittelt.
Zum anderen kann es am Umgang selbst liegen. Nämlich dass der Mann der Frau nicht das Gefühl gibt auch wichtig bzw. ebenso wichtig zu sein. Oftmals wird an den Besuchstagen die Frau zugunsten des Kindes völlig ignoriert, damit das Kind das Gefühl der Einzigartigkeit und Wichtigkeit bekommt. Das ruft Eifersuchtsgefühle in der Frau hervor.
So viele Männer neigen in dieser Konstellation einfach dazu die Kinder völlig in den Vordergrund zu stellen, übertrieben aufmerksam und liebevoll zu sein, die Kinder zu verwöhnen und alles durchgehen zu lassen, alles andere leider auch oft die Frau stehen und liegen zu lassen um den Kindern das Gefühl der Wichtigkeit zu geben. Das kann oft zum Problem im Gefühlsleben der Frau führen, da man das erst einmal verkraften muss, für die Kinder einer anderen Frau und für andere derart in den Hintergrund gedrängt zu werden.
Und wer von uns ist schon so stark und ohne Tadel, als dass nicht auch vorhandene Schwächen und Wunden aus der Vergangenheit oder eigenen Kindheit hier zum Vorschein und zum tragen kämen. Die Frauen die ohne Probleme eine solche Situation verkraften können sind die glücklichen.
Wenn die neue Partnerin in ihrer eigenen Kindheit etwa nur einen Vater erlebt hat, der ihr nicht viel Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt hat, dann kann das auch zu negativen Gefühlen in ihr bzw. zur Eifersucht führen, wenn ihr Partner sich derart intensiv, aufmerksam und liebevoll um seine Kinder kümmert.

Warum herrscht denn immer die selbstverständliche Auffassung vor, dass die Kinder dem Mann immer wichtiger sein werden als die neue Partnerin. Das wird gar wie ein Naturgesetz angesehen.
Ich kann das so nicht stehen lassen, da es die Partnerin in eine undankbare Lage bringt.
Für einen Mann der mit ein gemeinsames Kind mit seiner Partnerin hat ist doch auch nicht zwangsläufig immer das Kind wichtiger als die Partnerin. In einer Familie geht man doch auch davon aus, dass für den Mann Frau und Kind gleich wichtig sind, gesetzt dem Fall er liebt die Frau auch.
Ich persönlich liebe Partner und Kind so unendlich, so dass ich gar nicht messen könnte wen ich mehr liebe, also liebe ich beide gleich.
Wieso soll dann auf einmal in der Konstellation in der das Kind von einer anderen Frau ist, auf einmal das Kind wichtiger als die neue Partnerin. Das lässt doch wohl darauf schließen dass nur die Mutter der Kinder eines Mannes gleichrangige Wichtigkeit erlangen kann und nicht eine Frau die kein Kind mit ihm hat.
Diese Ansicht gibt auch der Ex eine gewisse Sonderrolle die scheinbar wohl mal diese Wichtigkeit hatte die man selbst nie erlangen wird, diese jedoch nur verloren hat. Also fühlt man sich als Frau die kein Kind mit diesem Mann hat ausgeschlossen, wenn man dieser Auffassung glauben schenkt.
Daher ist es wichtig dass der Mann, gesetzt dem Fall dass er die neue Partnerin wirklich liebt, auch das Gefühl gibt dass sie ebenso wichtig und einzigartig ist.
Denn an der Einzigartigkeit hapert es ja auch. Es wird auch wie ein Naturgesetz davon ausgegangen dass eine Partnerin ja austauschbar ist und das Kind ja nicht. Erschwerend kommt hinzu dass die Mutter des Kindes ja auch nicht austauschbar ist. Sie ist und bleibt auch ein Leben lang die Mutter.
Wenn ein Mann jedoch seine Partnerin wirklich liebt, dann ist auch diese nicht austauschbar. Ebensowenig wie es das Kind ist. Und dieses Gefühl sollte der Frau auch gegeben werden - anderfalls kommt führt es zum Unmut der neuen Partnerin.

Ganz fatal ist es wenn der Mann der Frau gegenüber ohnehin schlecht Gefühle zeigen kann, jedoch gefühlsmäßig plötzlich aufblüht sobald die Kinder in der Nähe sind. Plötzlich kann er Zuneigung zeigen, ich liebe Dich sagen, kuscheln, Küsse verteilen etc. Diese Ungleichbehandlung kann unweigerlich negative Gefühle in der betreffenden Frau hervorrufen und das Gefühl nicht geliebt zu werden.
Problematisch ist es auch, wenn der Frau das Gefühl gegeben wird dass er nur glücklich sein kann wenn seine Kinder um ihn herum sind und der Mann unter der Woche in eine Art Trauer verfällt und erst wieder mit den Kindern am Wochenende aufblüht. Das kann in der betreffenden Frau das Gefühl hervorrufen dass sie ihm alleine nicht genügt um ihn glücklich zu machen. Außerdem bürdet er ihr auf diese Weise auch noch eine Last und Trauer auf, mit der sie eigentlich nichts zu tun hat und auch nichts dafür kann.

Fakt ist oftmals dass sich Männer die von ihren Kindern getrennt leben, oftmals intensiver um die Kinder kümmern, als sie es tun würden, wenn sie mit den Kindern zusammen leben würden.

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Frage:

Was ist eine Patchworkfamilie?
Ist es erst eine wenn beide Partner Kinder in den Haushalt miteinbringen oder ist man bereits eine, wenn der Mann mit einer Frau ein Kind hat, das an Wochenenden zu Besuch kommt?

Was ist eine Stiefmutter?
Ist man erst eine Stiefmutter wenn man mit dem Kind in einem Haushalt lebt, weil die Mutter quasi nicht mehr zur Verfügung steht oder schon wenn das Kind nur übers Wochenende zu Besuch kommt und sonst bei der eigenen Mutter lebt?

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So, wenn mir noch was einfällt oder sich etwas tut, dann füge ich es unten hinzu.

Lieben Gruß an Euch

Kleinermaulwurf

Mehr lesen

23. April 2009 um 9:28

Da hat sich ja jemand ganz schön Gedanken gemacht
Was mir an der ganzen Sache auffällt, wo du bleibst...

Wo sich dein Mann nur um Euch kümmert.

Wieso die Grosseltern so eine grosse Rolle spielen.

Ehrlich gesagt, finde ich es gut, dass der Kontakt zu dem ersten Sohn so eingeschränkt ist.

Endlich könnt ihr auch mal als Familie leben. Irgendwie scheint dein Mann vergessen zu haben, dass er nicht zwei Familien haben kann. Das musst du ihm deutlich machen.

Sein Sohn kann ab und zu kommen, gar keine Frage, aber es gibt die Familie Ex und erster Sohn nicht mehr.

Es muss keinen Kontakt zur Ex stattfinden, wozu auch.

Wenn dein Mann immer auf Kosten von Eurer Familie Erholungspausen braucht, die das erste Kind veranlasst. So kann es nicht weiter gehen, sonst hat dein Mann eure Familie bald nicht mehr.

Er muss nicht immer das kind abholen, dass könnten auch die Grosseltern tun. Genauso könnte auch das Kind mal ein WE bei den Grosseltern verbringen.

Das Kind ist so auf den Sockel gehoben worden, da gehört es nicht hin.

Verständnis schön und gut, aber wo bleibst du und dein Kind??

Dein Mann muss sich entscheiden, er kann sein erstes Kind lieben, ohne Frage, aber es muss nicht sein, dass es ein Störfaktor bei euch ist, der die ganze Familie zerstören kann.

Für mich gebe es nur eins.

Einmal im Monat von Sa-So und anrufe unter der Woche, das reicht.

Keinen Kontakt zur Ex, der völlig unötig ist.

Priorität eurer eigene Familie und wenn er das nicht möchte, dann gibt es keine Familie mehr. Seine Entscheidung.

Dein Mann zeigt offen, dass ihm sein erstes Kind wichtiger ist, als seine Familie und das darf nicht sein.

Mache ihm das klar, dass es euch auch gibt und ihr nur ein Leben habt.

Du tust mir so leid, so ein Leben als Aussenseiter in der eigenen Familie wollte ich nicht sein.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. April 2009 um 15:36
In Antwort auf naomh_12744558

Da hat sich ja jemand ganz schön Gedanken gemacht
Was mir an der ganzen Sache auffällt, wo du bleibst...

Wo sich dein Mann nur um Euch kümmert.

Wieso die Grosseltern so eine grosse Rolle spielen.

Ehrlich gesagt, finde ich es gut, dass der Kontakt zu dem ersten Sohn so eingeschränkt ist.

Endlich könnt ihr auch mal als Familie leben. Irgendwie scheint dein Mann vergessen zu haben, dass er nicht zwei Familien haben kann. Das musst du ihm deutlich machen.

Sein Sohn kann ab und zu kommen, gar keine Frage, aber es gibt die Familie Ex und erster Sohn nicht mehr.

Es muss keinen Kontakt zur Ex stattfinden, wozu auch.

Wenn dein Mann immer auf Kosten von Eurer Familie Erholungspausen braucht, die das erste Kind veranlasst. So kann es nicht weiter gehen, sonst hat dein Mann eure Familie bald nicht mehr.

Er muss nicht immer das kind abholen, dass könnten auch die Grosseltern tun. Genauso könnte auch das Kind mal ein WE bei den Grosseltern verbringen.

Das Kind ist so auf den Sockel gehoben worden, da gehört es nicht hin.

Verständnis schön und gut, aber wo bleibst du und dein Kind??

Dein Mann muss sich entscheiden, er kann sein erstes Kind lieben, ohne Frage, aber es muss nicht sein, dass es ein Störfaktor bei euch ist, der die ganze Familie zerstören kann.

Für mich gebe es nur eins.

Einmal im Monat von Sa-So und anrufe unter der Woche, das reicht.

Keinen Kontakt zur Ex, der völlig unötig ist.

Priorität eurer eigene Familie und wenn er das nicht möchte, dann gibt es keine Familie mehr. Seine Entscheidung.

Dein Mann zeigt offen, dass ihm sein erstes Kind wichtiger ist, als seine Familie und das darf nicht sein.

Mache ihm das klar, dass es euch auch gibt und ihr nur ein Leben habt.

Du tust mir so leid, so ein Leben als Aussenseiter in der eigenen Familie wollte ich nicht sein.

Danke für die Worte
Hallo Saraa,

vielen Dank für Deinen verständnisvollen und aufbauenden Beitrag und dafür dass Du Dich durch den Text gearbeitet hast

Ja, das hab ich mich auch oft gefragt, wo ich bleibe.
Du hast mit allem recht und auch damit dass die Großeltern sich auch mehr engagieren könnten und es abholen könnten etc.
Das tun sie jedoch nicht. Und ich denke das hat den Grund dass sie ihren Sohn dafür büßen lassen, dass er ihnen dieses Problem bereitet hat.

Er hat bisher nie den Kleinen auch nur 5 Minauten bei den Großeltern gelassen und redet aber ständig davon dass ich mal meinen Kleinen dort abgeben soll, wohl damit die eine Bindung zu ihm aufbauen. Ich verstehe das alles auch nicht.

Mittlerweile ist es so dass sich dadurch dass er keinen Kontakt mehr zu seinem Sohn haben kann, vieles von alleine gelöst hat, so dass ich ihm vieles nicht mehr klar machen musste.

Es stimmt dass das Kind auf einen Sockel gehoben wurde und drauf und dran war unsere Familie zu zerstören, auch wenn er nur indirekt beteiligt war und es letztendlich durch meinen Mann selbst geschah.

Ich war auch dafür dass der Kontakt lieber Qualtität statt Quantität haben sollte. So wie es ablief kam es mir wie ein unendlicher Marathon vor.
Es wäre doch besser gewesen alle zwei oder gar alle vier Wochen wie Du schreibst, mal ein sehr schönes Wochenende mit dem Kind zu verbringen wo man nur etwas für ihn macht.
Es geht doch letztendlich nur darum dem Kind zu vermitteln, dass man da ist, dass man es liebt. Dafür muss doch nicht alles andere stehen und liegen gelassen werden.

Danke für Deine Worte die ich mir gleich noch einmal durchlesen werde weils so schön war

LG

Kleinermaulwurf

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24. April 2009 um 11:28
In Antwort auf kleinermaulwurff

Danke für die Worte
Hallo Saraa,

vielen Dank für Deinen verständnisvollen und aufbauenden Beitrag und dafür dass Du Dich durch den Text gearbeitet hast

Ja, das hab ich mich auch oft gefragt, wo ich bleibe.
Du hast mit allem recht und auch damit dass die Großeltern sich auch mehr engagieren könnten und es abholen könnten etc.
Das tun sie jedoch nicht. Und ich denke das hat den Grund dass sie ihren Sohn dafür büßen lassen, dass er ihnen dieses Problem bereitet hat.

Er hat bisher nie den Kleinen auch nur 5 Minauten bei den Großeltern gelassen und redet aber ständig davon dass ich mal meinen Kleinen dort abgeben soll, wohl damit die eine Bindung zu ihm aufbauen. Ich verstehe das alles auch nicht.

Mittlerweile ist es so dass sich dadurch dass er keinen Kontakt mehr zu seinem Sohn haben kann, vieles von alleine gelöst hat, so dass ich ihm vieles nicht mehr klar machen musste.

Es stimmt dass das Kind auf einen Sockel gehoben wurde und drauf und dran war unsere Familie zu zerstören, auch wenn er nur indirekt beteiligt war und es letztendlich durch meinen Mann selbst geschah.

Ich war auch dafür dass der Kontakt lieber Qualtität statt Quantität haben sollte. So wie es ablief kam es mir wie ein unendlicher Marathon vor.
Es wäre doch besser gewesen alle zwei oder gar alle vier Wochen wie Du schreibst, mal ein sehr schönes Wochenende mit dem Kind zu verbringen wo man nur etwas für ihn macht.
Es geht doch letztendlich nur darum dem Kind zu vermitteln, dass man da ist, dass man es liebt. Dafür muss doch nicht alles andere stehen und liegen gelassen werden.

Danke für Deine Worte die ich mir gleich noch einmal durchlesen werde weils so schön war

LG

Kleinermaulwurf

Außenseiterdasein und 2 unvereinbare Familien
Gestern Abend sind mir dann noch mal Deine Worte durch den Kopf gegangen und haben in mir weiter gearbeitet.
Ja, in der Zeit in der das Kind hier war führte ich ein Außenseiterdasein in meiner eigenen Familie und es sind immer noch solche Strukturen hinsichtlich der Großeltern vorhanden.
Sie spielen deshalb so eine große Rolle, weil er das Kind auch für sie abholte, weil sie den Anspruch hatten es ständig sehen zu wollen. Für ihn sind seine Eltern sehr wichtig, Familie im allgemeinen.

Leider konnte jedoch niemand anderer das Kind abholen, weil die Ex darauf bestand dass er es persönlich tut. Also wie der Bußgang nach Canossa.

Ein paar Monate nach der Geburt meines Sohnes hat er ja auch versucht das ganze zurück zu fahren, indem er das Kind nur noch alle zwei Wochen abholen wollte und dafür auch mal länger. Die Ex ging immer davon aus dass er sein Leben für dieses Kind opfern würde und fiel daher aus allen Wolken. Plötzlich stellte sie fest dass er auch nicht mehr erpressbar ist und sie nicht mehr die mächtige Person am längeren Hebel ist. Sie bestand weiterhin auf einen wöchentlichen Umgang, so dass man ja am Ende bei Jugendamt gelandet ist und jetzt Schluss-Ende-Aus ist durch die Eskalation.
So traurig ich wegen meinem Mann darüber bin, wüsste ich nicht wie ich damit leben sollte, wenn diese Zeit mit dem Kind wieder anfangen würde. Aufgrund der juristischen Situation wir das nicht eintreffen. Aber ich würde darauf bestehen dass es so abläuft wie wir es wollen und nicht sie. Nämlich alle zwei Wochen und das Kind wird von anderen abgeholt. Aber das ist Zukunftsmusik.

Es blieb auch haften, dass Du erwähnt hast dass er uns wie zwei verschiedene Familien behandelt hat. Da ist etwas sehr wahres dran und eröffnet mir auch einen neuen Blickwinkel auf die Problematik. Zwei Familien kann EIN Mann ja nicht genügen und die eine Familie existiert nun einmal nicht mehr - und da braucht er auch nicht mehr so zu tun als ob.
Es ist wichtig dass die Männer akzeptieren dass sie die Ex-Familie und damit zwangsläufig nun einmal auch das Kind verlassen haben und die Familie nicht mehr existiert. Das ist eine Tatsache die viele wohl aus schlechtem Gewissen heraus verdrängen und daher sich so ins Zeug legen um nicht der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Sei es auch auf Kosten der neuen Partnerin die sich damit abfinden soll, weil es ja dem armem Kind zuliebe geschieht. Der Mann stilisiert sich damit auch zum opferbereiten und alles gebenden Wesen und alle um ihn herum haben das gleiche zu tun und - da es für das arme Kind ist - Verständnis zu haben.
Schlussendlich hätte jedoch auch die Alternative existiert, trotz aller Beziehungsprobleme die Zähne zusammen zu beißen und dem Kind zuliebe zu bleiben, wenn das Kind denn so unersetzbar und wichtig für den Mann ist. Inwieweit das sinnvoll wäre bleibt dahingestellt, aber es wäre möglich gewesen. So opferbereit war der Mann jedoch nicht. Er WOLLTE weg und er WOLLTE eine neue Beziehung.
Wenn Mann und Frau in einer Beziehung ein Kind haben, dann sind sie eine Familie. Wenn der Mann die FAMILIE verlässt, dann verlässt er zwangsläufig auch als FAMILIENVATER das KIND. Er kann dann für das Kind nur noch VATER sein.
Wenn ein Mann jedoch weiterhin versucht trotz der neuen Situation Familienvater sein zu wollen bzw. den Verlust ersetzen zu wollen, dann ist das ein Kampf gegen Windmühlen der auf Kosten seiner eigenen Lebensqualität, seines unmittelbaren Umfelds und seiner neuen Familie geht.
Keine Energie der Welt kann dem Kind den Familienvater ersetzen welcher der Mann gewesen wäre, wenn er geblieben wäre. Am Ende steht das Kind auf einem Sockel wie Du so schön schreibst und wirft auf alles einen langen Schatten. Diese negative Rolle hat auch ein Kind nicht verdient, das davon ja nicht einmal etwas ahnt.
Ich als Mutter eines solchen Kindes würde so eine Konstellation ablehnen und nicht wollen dass mein Kind anderen zur Last wird und dadurch die Gefahr besteht, dass mein Kind Objekt von negativen Gefühlen anderer wird. Daher würde ich dafür sorgen dass ein gesundes Maß gehalten wird. Der Ex war so was egal. Im Gegenteil, sie setzte das Kind noch dafür ein.
Das einzige was man als Mann nach einer Trennung gewährleisten kann und sollte ist, dass man dem Kind das Gefühl gibt dass man da ist wenn es einen braucht und dass man es liebt. Und das kann man auch ohne das sich nur noch alles um das Kind dreht. Das kann der Mann bereits dadurch gewährleisten, indem er ein gesundes Mittelmaß findet und sich eingesteht, dass er diesem Kind kein vollwertiger Familienvater mehr sein kann, sondern nur noch ein Vater der zu integrierbaren Besuchszeiten dem Kind seine Liebe und Aufmerksamkeit schenkt und ihm Freude bereitet.
Hierzu ist jedoch notwendig dass der Mann sich eingesteht dass er einen Fehler gemacht hat. Wenn man sich einen Fehler erst einmal eingestanden hat, dann kann man ihn sich irgendwann auch mal verzeihen. Wenn man dazu nicht bereit ist, dann wird dieser Fehler auch in der Zukunft noch weiter arbeiten und vieles zerstören. Denn dann sind die Vorzeichen und Bedingungen, durch die fehlende Auseinandersetzung damit, unkontrolliert auf den Fehler ausgerichtet, der daher weiter alles bestimmt. Einen eingestandenen Fehler hat man wiederum unter Kontrolle.

Ja, ich habe mir sehr viele Gedanken über dieses Thema gemacht, weil ich bereits in einer Beziehung schon einmal damit konfrontiert war. Der Mann hatte 2 Kinder von 2 Frauen an verschiedenen Orten. Die Beziehung ging kaputt als die Ex sich plötzlich von ihrem langjährigen Freund trennte und mein Ex es dann noch mal mit ihr versuchen wollte. Das erfuhr ich jedoch erst im nachhinein. Vorgeschoben waren andere Gründe. Es endete in einer Katastrophe und damit dass das Kind ihn nicht mehr sehen will. Er rannte mir dann noch nach aber zu spät.
Damals ging es hochproblematisch zu mit den Kindern und ich schwor mir nie wieder einen Mann mit Kind zu akzeptieren und bin dann doch wieder bei einem gelandet.
Mit Mitte 30 ist es schwer einen akzeptablen Mann ohne Altlasten zu finden.

Was mich auch immer wieder ärgerte war die Tatsache dass die Ex allen das Gefühl gab als ob sie der einzige Mensch auf Erden wäre, der meinem Mann ein Kind vermitteln kann. So als ob alles was mit Vatersein und Vatergefühlen zusammenhängt, zwangsläufig über sie läuft und sie daher DIE Macht-Instanz darstellt, die das vermitteln und gewärleisten kann, nur weil sie mal ein Kind mit ihm gezeugt hat. Mein Mann verhielt sich davon beinflusst ja auch unbewusst danach.
Ich wies daher meinen Mann einmal darauf hin, dass sie dazu nie in der Lage wäre und sich daher nicht so mächtig und großkotzig aufspielen soll, da in erster Linie nur Gott in der Lage ist ein solches Leben zu erschaffen und sie auch nur Gottes kleines Geschöpf ist, das sich anmaßt sich derart zu erheben.
Weil sie sich so erhob fiel sie auch derart aus allen Wolken, als sie dann plötzlich erfuhr dass wohl auch noch eine andere Frau in der Lage dazu ist diesem Mann ein Kind zu schenken und reagierte derart über. Irgendwo hatte ich auch das Gefühl dass das auch meinen Mann ein stückweit von ihr unabhängiger machte.

LG

Kleinermaulwurf

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24. April 2009 um 23:27
In Antwort auf kleinermaulwurff

Außenseiterdasein und 2 unvereinbare Familien
Gestern Abend sind mir dann noch mal Deine Worte durch den Kopf gegangen und haben in mir weiter gearbeitet.
Ja, in der Zeit in der das Kind hier war führte ich ein Außenseiterdasein in meiner eigenen Familie und es sind immer noch solche Strukturen hinsichtlich der Großeltern vorhanden.
Sie spielen deshalb so eine große Rolle, weil er das Kind auch für sie abholte, weil sie den Anspruch hatten es ständig sehen zu wollen. Für ihn sind seine Eltern sehr wichtig, Familie im allgemeinen.

Leider konnte jedoch niemand anderer das Kind abholen, weil die Ex darauf bestand dass er es persönlich tut. Also wie der Bußgang nach Canossa.

Ein paar Monate nach der Geburt meines Sohnes hat er ja auch versucht das ganze zurück zu fahren, indem er das Kind nur noch alle zwei Wochen abholen wollte und dafür auch mal länger. Die Ex ging immer davon aus dass er sein Leben für dieses Kind opfern würde und fiel daher aus allen Wolken. Plötzlich stellte sie fest dass er auch nicht mehr erpressbar ist und sie nicht mehr die mächtige Person am längeren Hebel ist. Sie bestand weiterhin auf einen wöchentlichen Umgang, so dass man ja am Ende bei Jugendamt gelandet ist und jetzt Schluss-Ende-Aus ist durch die Eskalation.
So traurig ich wegen meinem Mann darüber bin, wüsste ich nicht wie ich damit leben sollte, wenn diese Zeit mit dem Kind wieder anfangen würde. Aufgrund der juristischen Situation wir das nicht eintreffen. Aber ich würde darauf bestehen dass es so abläuft wie wir es wollen und nicht sie. Nämlich alle zwei Wochen und das Kind wird von anderen abgeholt. Aber das ist Zukunftsmusik.

Es blieb auch haften, dass Du erwähnt hast dass er uns wie zwei verschiedene Familien behandelt hat. Da ist etwas sehr wahres dran und eröffnet mir auch einen neuen Blickwinkel auf die Problematik. Zwei Familien kann EIN Mann ja nicht genügen und die eine Familie existiert nun einmal nicht mehr - und da braucht er auch nicht mehr so zu tun als ob.
Es ist wichtig dass die Männer akzeptieren dass sie die Ex-Familie und damit zwangsläufig nun einmal auch das Kind verlassen haben und die Familie nicht mehr existiert. Das ist eine Tatsache die viele wohl aus schlechtem Gewissen heraus verdrängen und daher sich so ins Zeug legen um nicht der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Sei es auch auf Kosten der neuen Partnerin die sich damit abfinden soll, weil es ja dem armem Kind zuliebe geschieht. Der Mann stilisiert sich damit auch zum opferbereiten und alles gebenden Wesen und alle um ihn herum haben das gleiche zu tun und - da es für das arme Kind ist - Verständnis zu haben.
Schlussendlich hätte jedoch auch die Alternative existiert, trotz aller Beziehungsprobleme die Zähne zusammen zu beißen und dem Kind zuliebe zu bleiben, wenn das Kind denn so unersetzbar und wichtig für den Mann ist. Inwieweit das sinnvoll wäre bleibt dahingestellt, aber es wäre möglich gewesen. So opferbereit war der Mann jedoch nicht. Er WOLLTE weg und er WOLLTE eine neue Beziehung.
Wenn Mann und Frau in einer Beziehung ein Kind haben, dann sind sie eine Familie. Wenn der Mann die FAMILIE verlässt, dann verlässt er zwangsläufig auch als FAMILIENVATER das KIND. Er kann dann für das Kind nur noch VATER sein.
Wenn ein Mann jedoch weiterhin versucht trotz der neuen Situation Familienvater sein zu wollen bzw. den Verlust ersetzen zu wollen, dann ist das ein Kampf gegen Windmühlen der auf Kosten seiner eigenen Lebensqualität, seines unmittelbaren Umfelds und seiner neuen Familie geht.
Keine Energie der Welt kann dem Kind den Familienvater ersetzen welcher der Mann gewesen wäre, wenn er geblieben wäre. Am Ende steht das Kind auf einem Sockel wie Du so schön schreibst und wirft auf alles einen langen Schatten. Diese negative Rolle hat auch ein Kind nicht verdient, das davon ja nicht einmal etwas ahnt.
Ich als Mutter eines solchen Kindes würde so eine Konstellation ablehnen und nicht wollen dass mein Kind anderen zur Last wird und dadurch die Gefahr besteht, dass mein Kind Objekt von negativen Gefühlen anderer wird. Daher würde ich dafür sorgen dass ein gesundes Maß gehalten wird. Der Ex war so was egal. Im Gegenteil, sie setzte das Kind noch dafür ein.
Das einzige was man als Mann nach einer Trennung gewährleisten kann und sollte ist, dass man dem Kind das Gefühl gibt dass man da ist wenn es einen braucht und dass man es liebt. Und das kann man auch ohne das sich nur noch alles um das Kind dreht. Das kann der Mann bereits dadurch gewährleisten, indem er ein gesundes Mittelmaß findet und sich eingesteht, dass er diesem Kind kein vollwertiger Familienvater mehr sein kann, sondern nur noch ein Vater der zu integrierbaren Besuchszeiten dem Kind seine Liebe und Aufmerksamkeit schenkt und ihm Freude bereitet.
Hierzu ist jedoch notwendig dass der Mann sich eingesteht dass er einen Fehler gemacht hat. Wenn man sich einen Fehler erst einmal eingestanden hat, dann kann man ihn sich irgendwann auch mal verzeihen. Wenn man dazu nicht bereit ist, dann wird dieser Fehler auch in der Zukunft noch weiter arbeiten und vieles zerstören. Denn dann sind die Vorzeichen und Bedingungen, durch die fehlende Auseinandersetzung damit, unkontrolliert auf den Fehler ausgerichtet, der daher weiter alles bestimmt. Einen eingestandenen Fehler hat man wiederum unter Kontrolle.

Ja, ich habe mir sehr viele Gedanken über dieses Thema gemacht, weil ich bereits in einer Beziehung schon einmal damit konfrontiert war. Der Mann hatte 2 Kinder von 2 Frauen an verschiedenen Orten. Die Beziehung ging kaputt als die Ex sich plötzlich von ihrem langjährigen Freund trennte und mein Ex es dann noch mal mit ihr versuchen wollte. Das erfuhr ich jedoch erst im nachhinein. Vorgeschoben waren andere Gründe. Es endete in einer Katastrophe und damit dass das Kind ihn nicht mehr sehen will. Er rannte mir dann noch nach aber zu spät.
Damals ging es hochproblematisch zu mit den Kindern und ich schwor mir nie wieder einen Mann mit Kind zu akzeptieren und bin dann doch wieder bei einem gelandet.
Mit Mitte 30 ist es schwer einen akzeptablen Mann ohne Altlasten zu finden.

Was mich auch immer wieder ärgerte war die Tatsache dass die Ex allen das Gefühl gab als ob sie der einzige Mensch auf Erden wäre, der meinem Mann ein Kind vermitteln kann. So als ob alles was mit Vatersein und Vatergefühlen zusammenhängt, zwangsläufig über sie läuft und sie daher DIE Macht-Instanz darstellt, die das vermitteln und gewärleisten kann, nur weil sie mal ein Kind mit ihm gezeugt hat. Mein Mann verhielt sich davon beinflusst ja auch unbewusst danach.
Ich wies daher meinen Mann einmal darauf hin, dass sie dazu nie in der Lage wäre und sich daher nicht so mächtig und großkotzig aufspielen soll, da in erster Linie nur Gott in der Lage ist ein solches Leben zu erschaffen und sie auch nur Gottes kleines Geschöpf ist, das sich anmaßt sich derart zu erheben.
Weil sie sich so erhob fiel sie auch derart aus allen Wolken, als sie dann plötzlich erfuhr dass wohl auch noch eine andere Frau in der Lage dazu ist diesem Mann ein Kind zu schenken und reagierte derart über. Irgendwo hatte ich auch das Gefühl dass das auch meinen Mann ein stückweit von ihr unabhängiger machte.

LG

Kleinermaulwurf

Kennst du das Gefühl
wenn du eine Freundin monatelang nicht gesehen oder gehört hast, dass man an ein Thema einfach wieder anknüpfen kann, ohne das man ein Verlust der Vertrautheit hätte.


Was macht einen guten Vater aus??

Was heisst Vater? Pausenclown oder eine produktive Begleitung ins Erwachsenenleben??

Was ist wichtig an der Person Vater??

Die Menge der Gespräche die aus nichts-sagendem bla bla besteht oder die Qualität der Einzelnen die besser im Gedächnis haften und produktiv sind??

Auf was freut man sich mehr?? Wenn man genau weiss, "oh, jetzt wird es wieder stressig" oder "schön das du uns besuchen kommst, wir würden gern mit dir schwimmen gehen" ???

Ich glaube es ist deine Aufgabe, deinem Mann es beizubringen. Seine Ex spielt mit seinem Gewissen und sie weiss wie man es macht, hatte ja jahrelange übung.

Er ist Familienvater von eurer Familie und Vater von einem weiteren Kind. Mehr nicht.

Die Zeit der Ex-Familie ist vorbei und die Ex hat nichts darin verloren.

Und die Zeit der Erpressungen ist auch vorbei, du hast schliesslich einen Mann gerheiratet der dich lieben und beschützen wollte. Du solltest ihn mal wieder daran erinnern. Oder ist er ien Weichei, dass er nie sein wollte??

Ach so. Es gibt Taxi oder Bus und Bahn und Bekannte die ein Auto haben gibt es sicherlich auch.

Es tut Oma und Opa sicherlich gut, wenn sie mal ein bischen raus kommen und ihren heiss-geliebten Enkel abholen können.

Ehrlich was die zwei da abziehen geht ganz klar gegen euren ich sage mit Absicht EUREN Sohn, müsste deinen Mann auch treffen, oder hast du es bisher immer nur auf dich bezogen??

Musst du nicht.... Denn es ist EUER Sohn und somit gehen Oma und Opa auch gegen deinen Mann...

Familienmensch hin und her..... Es gibt bei uns eine Innere Familie (Mama papa Kind) und dann kommt die Äussere Familie Oma Opa Geschwister... die weitet sich dann aus, je mehr Schwiegersöhne bzw. Schwiegertöchter dazu kommen. Der Kern sind immer in unserer Familie mein Mann und ich. Kinder kommen und gehen in den nächsten Kreis der Familie.

Und ein Familienmensch hat zuerst in seinem Familienkreis, zu agieren und dann kommt die Äussere Familie...

Nur mal so zum Nachdenken.

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25. April 2009 um 10:00
In Antwort auf naomh_12744558

Kennst du das Gefühl
wenn du eine Freundin monatelang nicht gesehen oder gehört hast, dass man an ein Thema einfach wieder anknüpfen kann, ohne das man ein Verlust der Vertrautheit hätte.


Was macht einen guten Vater aus??

Was heisst Vater? Pausenclown oder eine produktive Begleitung ins Erwachsenenleben??

Was ist wichtig an der Person Vater??

Die Menge der Gespräche die aus nichts-sagendem bla bla besteht oder die Qualität der Einzelnen die besser im Gedächnis haften und produktiv sind??

Auf was freut man sich mehr?? Wenn man genau weiss, "oh, jetzt wird es wieder stressig" oder "schön das du uns besuchen kommst, wir würden gern mit dir schwimmen gehen" ???

Ich glaube es ist deine Aufgabe, deinem Mann es beizubringen. Seine Ex spielt mit seinem Gewissen und sie weiss wie man es macht, hatte ja jahrelange übung.

Er ist Familienvater von eurer Familie und Vater von einem weiteren Kind. Mehr nicht.

Die Zeit der Ex-Familie ist vorbei und die Ex hat nichts darin verloren.

Und die Zeit der Erpressungen ist auch vorbei, du hast schliesslich einen Mann gerheiratet der dich lieben und beschützen wollte. Du solltest ihn mal wieder daran erinnern. Oder ist er ien Weichei, dass er nie sein wollte??

Ach so. Es gibt Taxi oder Bus und Bahn und Bekannte die ein Auto haben gibt es sicherlich auch.

Es tut Oma und Opa sicherlich gut, wenn sie mal ein bischen raus kommen und ihren heiss-geliebten Enkel abholen können.

Ehrlich was die zwei da abziehen geht ganz klar gegen euren ich sage mit Absicht EUREN Sohn, müsste deinen Mann auch treffen, oder hast du es bisher immer nur auf dich bezogen??

Musst du nicht.... Denn es ist EUER Sohn und somit gehen Oma und Opa auch gegen deinen Mann...

Familienmensch hin und her..... Es gibt bei uns eine Innere Familie (Mama papa Kind) und dann kommt die Äussere Familie Oma Opa Geschwister... die weitet sich dann aus, je mehr Schwiegersöhne bzw. Schwiegertöchter dazu kommen. Der Kern sind immer in unserer Familie mein Mann und ich. Kinder kommen und gehen in den nächsten Kreis der Familie.

Und ein Familienmensch hat zuerst in seinem Familienkreis, zu agieren und dann kommt die Äussere Familie...

Nur mal so zum Nachdenken.

Ja, dieses Gefühl kenne ich
Sehr gute Fragen.

Und genau das meinte ich damit als ich schrieb das man das dem Kind ja auch antut, wenn es schon so weit ist dass man denkt "oh jetzt wird es stressig". Hier hat jeder nur noch eine undankbare Rolle. Also kontraproduktiv für beide Seiten.
Überhaupt sollten sich die Beteiligten (auch mein Mann) mal diese ganzen Fragen stellen, wenn es zur Trennung mit Kindern kommt. Es wird immer nur von Besuchszeiten gesprochen. Aber was ist denn damit wie man die ausfüllt. Zähl denn nur die Quantität oder auch die Qualität? Die Beziehung einer Freundin von mir zerbrach vor Jahren. Der Mann hatte seinen Sohn zweimal unter der Woche und dann noch am Wochenende bei sich. Ich meine wenn der Sohn ganz bei dem Mann gewohnt hätte, wäre es wohl einfacher gewesen damit umzugehen. Aber dieses hin und her, mit ständigen Wiedersehen und Abschied und nicht richtig auf das Leben mit Kind eingerichtet zu sein, eigentlich Familie zu sein und doch wieder Single zu sein, ist halt nix habel und nix ganzes.
So widersprüchlich es sich anhört, aber mir wäre es auch lieber gewesen wenn der Junge ganz zu uns gekommen wäre, statt nur ständig jeden Samstag. Denn dann hätten wir uns auch ganz und gar darauf eingerichtet, es wäre eine Normalität eingekehrt und wir hätten mehr Einfluss auf das Kind gehabt, so dass man nicht jede Woche auch die Folgen der Vernachlässigung der Ex in der Bude hocken hat, die auch zu viel Unmut führten. Das Kind hat auch so schon alles bestimmt, also hätte es auch gleich ganz hier wohnen können.

Ja, die Ex spielt mit seinem Gewissen und hat Übung darin. Da hast Du so recht. So kam ja schon die Beziehung zustande. Er hatte Mitleid mit ihr als alleinerziehende Frau in einer fremden Stadt. Und darauf appellierte sie, weil sie wusste wo er anspringt. Das setzte sich dann mit dem Kind fort.

Das verstand ich auch nie. Dass ein Mann der sonst so stolz und unbestechlich ist, sich derart niederkniete. Wenn man ihn aber auf solche Dinge hinwies dann winkte er ab, weil er es ja für ein Kind tat. Aber ich denke mit dem Hinweis Familienvater- und Vater-Unterschied kann man vieles gut verständlich machen.

Laut der Mutter darf keiner außer meinem Mann den Sohn abholen. Als er mal seinen Bruder schicken wollte, warf sie ihm Verletzung der elterlichen Pflicht vor.
Dabei hätte es den Großeltern vor allem mal gut getan auch was dafür zu tun.

Ich habe das Verhalten der Großeltern bisher leider nur auf mich bezogen und wenn ich jetzt meinen spielenden Sohn anschaue tut es mir so leid, dass auch er gemeint ist und Du recht damit hast. Es geht gegen UNSEREN Sohn.
Aber da das alles ja nur unterschwellig abläuft kann ich es ihnen leider nur schwer nachweisen. Vordergründig tun sie ja so als ob sie uns mögen würden.
Wenn ich z.B. darauf hinweisen würde das sie den Großen mit Geschenken überhäuft haben und meiner nur was kleines zur Geburt bekam, dann würde ich als materialistisch dastehen und er würde es damit erklären dass die den anderen ja so selten sehen (von wegen) und es was anderes gewesen sei.
Das ist ein ziemlich krankes Spiel und für mich nur handhabbar wenn ich es ignoriere und mein eigenes Ding durchziehe. Ich bin Familienmensch und würde auch sonstwas normalerweise für die Eltern meines Mannes tun. Aber für die rühre ich keinen Finger.
Seine Mutter ist wohl immer noch beleidigt weil wir so schnell ein Kind gemacht haben, obwohl er ja schon die Altlast mit dem Großen zu tragen hatte. Sie meint es sei unvernünftig gewesen. Mag sein. Aber jetzt ist es nun mal da und es ist anders als der Große ein Wunschkind von meinem Mann und auch eine freiwillige Beziehung mit mir in der er vollauf glücklich ist. Er war ja eh Papa als ich mit ihm zusammenkam. Aber alles was damit zusammenhing war so unglücklich. Und jetzt kann er wenigstens das Papasein so richtig voll ausleben, ohne immer Wehmut dabei zu empfinden.

Wegen der inneren und äußeren Familie habe ich ja Hoffnung dass sich alles auch irgendwo von alleine durch unser Glück arrangiert. Gestern war auch so ein Vorfall wo seine Mutter wieder was losgelassen hat, was klar gegen meinen Mann ging und er sich mit ihr lautstark angelegt und gestritten hat. Ich denke dass ihm unsere innere Familie die Kraft und unabhängigkeit gibt sich auch gegen die äußere Familie zur Wehr zu setzen. Ich spüre das einen langsamen aber sicheren Prozess.
Die letzten Jahre hatten sie sich ja stilisiert als diejenigen die ihm bei seiner Scheidung und den Besuchstagen helfen. Er wohnte halt bei ihnen und konnte den Sohn dort sehen. Aber eine wirkliche Hilfe waren sie nicht. Erst als ich kam, ging mal was mit der Scheidung voran, sonst hätte sie ihn mit einfachen Mitteln juristisch über den Tisch gezogen.

LG

Kleinermaulwurf

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25. April 2009 um 10:52
In Antwort auf kleinermaulwurff

Ja, dieses Gefühl kenne ich
Sehr gute Fragen.

Und genau das meinte ich damit als ich schrieb das man das dem Kind ja auch antut, wenn es schon so weit ist dass man denkt "oh jetzt wird es stressig". Hier hat jeder nur noch eine undankbare Rolle. Also kontraproduktiv für beide Seiten.
Überhaupt sollten sich die Beteiligten (auch mein Mann) mal diese ganzen Fragen stellen, wenn es zur Trennung mit Kindern kommt. Es wird immer nur von Besuchszeiten gesprochen. Aber was ist denn damit wie man die ausfüllt. Zähl denn nur die Quantität oder auch die Qualität? Die Beziehung einer Freundin von mir zerbrach vor Jahren. Der Mann hatte seinen Sohn zweimal unter der Woche und dann noch am Wochenende bei sich. Ich meine wenn der Sohn ganz bei dem Mann gewohnt hätte, wäre es wohl einfacher gewesen damit umzugehen. Aber dieses hin und her, mit ständigen Wiedersehen und Abschied und nicht richtig auf das Leben mit Kind eingerichtet zu sein, eigentlich Familie zu sein und doch wieder Single zu sein, ist halt nix habel und nix ganzes.
So widersprüchlich es sich anhört, aber mir wäre es auch lieber gewesen wenn der Junge ganz zu uns gekommen wäre, statt nur ständig jeden Samstag. Denn dann hätten wir uns auch ganz und gar darauf eingerichtet, es wäre eine Normalität eingekehrt und wir hätten mehr Einfluss auf das Kind gehabt, so dass man nicht jede Woche auch die Folgen der Vernachlässigung der Ex in der Bude hocken hat, die auch zu viel Unmut führten. Das Kind hat auch so schon alles bestimmt, also hätte es auch gleich ganz hier wohnen können.

Ja, die Ex spielt mit seinem Gewissen und hat Übung darin. Da hast Du so recht. So kam ja schon die Beziehung zustande. Er hatte Mitleid mit ihr als alleinerziehende Frau in einer fremden Stadt. Und darauf appellierte sie, weil sie wusste wo er anspringt. Das setzte sich dann mit dem Kind fort.

Das verstand ich auch nie. Dass ein Mann der sonst so stolz und unbestechlich ist, sich derart niederkniete. Wenn man ihn aber auf solche Dinge hinwies dann winkte er ab, weil er es ja für ein Kind tat. Aber ich denke mit dem Hinweis Familienvater- und Vater-Unterschied kann man vieles gut verständlich machen.

Laut der Mutter darf keiner außer meinem Mann den Sohn abholen. Als er mal seinen Bruder schicken wollte, warf sie ihm Verletzung der elterlichen Pflicht vor.
Dabei hätte es den Großeltern vor allem mal gut getan auch was dafür zu tun.

Ich habe das Verhalten der Großeltern bisher leider nur auf mich bezogen und wenn ich jetzt meinen spielenden Sohn anschaue tut es mir so leid, dass auch er gemeint ist und Du recht damit hast. Es geht gegen UNSEREN Sohn.
Aber da das alles ja nur unterschwellig abläuft kann ich es ihnen leider nur schwer nachweisen. Vordergründig tun sie ja so als ob sie uns mögen würden.
Wenn ich z.B. darauf hinweisen würde das sie den Großen mit Geschenken überhäuft haben und meiner nur was kleines zur Geburt bekam, dann würde ich als materialistisch dastehen und er würde es damit erklären dass die den anderen ja so selten sehen (von wegen) und es was anderes gewesen sei.
Das ist ein ziemlich krankes Spiel und für mich nur handhabbar wenn ich es ignoriere und mein eigenes Ding durchziehe. Ich bin Familienmensch und würde auch sonstwas normalerweise für die Eltern meines Mannes tun. Aber für die rühre ich keinen Finger.
Seine Mutter ist wohl immer noch beleidigt weil wir so schnell ein Kind gemacht haben, obwohl er ja schon die Altlast mit dem Großen zu tragen hatte. Sie meint es sei unvernünftig gewesen. Mag sein. Aber jetzt ist es nun mal da und es ist anders als der Große ein Wunschkind von meinem Mann und auch eine freiwillige Beziehung mit mir in der er vollauf glücklich ist. Er war ja eh Papa als ich mit ihm zusammenkam. Aber alles was damit zusammenhing war so unglücklich. Und jetzt kann er wenigstens das Papasein so richtig voll ausleben, ohne immer Wehmut dabei zu empfinden.

Wegen der inneren und äußeren Familie habe ich ja Hoffnung dass sich alles auch irgendwo von alleine durch unser Glück arrangiert. Gestern war auch so ein Vorfall wo seine Mutter wieder was losgelassen hat, was klar gegen meinen Mann ging und er sich mit ihr lautstark angelegt und gestritten hat. Ich denke dass ihm unsere innere Familie die Kraft und unabhängigkeit gibt sich auch gegen die äußere Familie zur Wehr zu setzen. Ich spüre das einen langsamen aber sicheren Prozess.
Die letzten Jahre hatten sie sich ja stilisiert als diejenigen die ihm bei seiner Scheidung und den Besuchstagen helfen. Er wohnte halt bei ihnen und konnte den Sohn dort sehen. Aber eine wirkliche Hilfe waren sie nicht. Erst als ich kam, ging mal was mit der Scheidung voran, sonst hätte sie ihn mit einfachen Mitteln juristisch über den Tisch gezogen.

LG

Kleinermaulwurf

Ach ja
Die oben erwähnte Freundin war dann so weit dass sie eine Therapie machte. Die Therapeutin hatte ihr dann wohl mal gesagt dass es in der heutigen Zeit unheimlich viele Väter gäbe - auch in ihrer Praxis - die aufgrund der Verpflichtung gegenüber der Exfamilie die neue Partnerschaft bzw. Familie aus dem Auge verlieren und keinen gesunden Umgang finden können. Das sei eine gängige Erscheinung unserer Zeit.

Der Grund warum ich meinen Mann bisher nicht so sehr auf vieles angesprochen habe ist, dass er von sich aus mich sehr in alles eingebunden hat und vieles auch richtig gemacht hat und am Ende sogar von sich aus den Umgang auf alle zwei Wochen vermindern wollte und die Abholung begleitet stattfinden sollte. Was ja nicht zustande kam.
Außerdem habe ich von Anfang an gemerkt dass er zu vielem auch eine gesunde Einstellung hat, was sich von der Einstellung meines Exfreundes grundlegend unterschied. Der hatte zu allem echt eine ziemlich kranke Einstellung. Der fuhr jede Woche 300km in den Süden um am Wochenende das Kind zu besuchen. Einmal im Monat fuhr er dann 250 in den Norden um das andere Kind auch abzuholen und 550 km mit ihr in den Süden zum andern Kind zu fahren, damit die Schwestern eine Verbindung zueinander aufbauen sollen. Ein Kind war eine Jugendsünde, das andere vorgeblich angedreht.
Also das war nur noch ein Irrenhaus und verglichen dazu war das was mein Mann dann mitbrachte eine Oase der Ruhe - nur ein Kind am Wohnort - Wow. Was mir auch zusagte war der Umstand, dass er das Kind nicht überall auf seinem Display oder PC-Hintergrund zur Schau stellte und nicht so voller stolz von ihm redete wie der Ex. Bei dem Ex waren die Kinder immer Hauptthema und er war machtig stolz vor allem auf seine Kleine. Die hatte zwar hyperaktive Züge und schrie ununterbrochen, warf sich alle paar Meter auf den Boden und brachte sonst noch allerhand. Aber für ihn war es das wohlerzogenste und tollste Kind der Welt, auf das er nichts kommen ließ und ich war nur genervt
Ich bin 1,5 Jahre alle zwei Wochen mit zu diesen Treffen
Was diese Männer gemeinsam haben ist die Tatsache, dass seitdem die Kinder da waren plötzlich ihre Karriere stagnierte und sie sich an dem vorhandenen Arbeitsplatz festgebissen hatten, obwohl es unter normalen Umständen aufwärts gegangen wäre. Aber bei solch einem Einsatz stagniert halt auch jede Entwicklung. Auch die berufliche. Man kann nur noch auf das setzen was man bis dahin zustande gebracht hat.
Daher war es ja für mich umso schlimmer wieder in eine ähnliche Geschichte reinzuschliddern
Wo die Liebe hinfällt.

Das mit den Großeltern ist unter dem Aspekt zu sehen dass ich zusätzlich zu der Kindproblematik auch noch eine Schwiegerelternproblematik mitbringe
Bevor ich schwanger war waren sie total begeistert von mir und dachten ich wäre ein Gegenbild zur unerwünschten Ex. Als ich dann jedoch so schnell schwanger wurde (wir wollten es beide) und wir noch nicht verheiratet waren, hat sich das Bild grundlegend verändert. Heiraten können wir erst in ein paar Jahren, da die Ex sich gegen die Scheidung wehrt. Und plötzlich sah ich mich in der Rolle der Ex. Als sei ich diejenige die ihm ein Kind angedreht hat, unvernünftig ist und inoffiziell ist. Die Ex ist immerhin verheiratet und somit offiziell. Mein Mann sagt immer dass ich ihn gerettet hätte und er ohne mich das alles nicht durchstehen würde. Denen ist gar nicht klar was wir füreinander und was das Kind uns bedeutet. Die sehen halt nur eine Fortsetzung der unheilvollen Geschichte die mit der Ex begann.
Nur weil mit der Ex soviel falsch lief, kann es doch nicht angehen dass ich jetzt die superperfekte supervernünftige abgeben soll. Ich bin doch nicht dafür da um alles wieder gut zu machen was da eingebrockt wurde. Also ich selbst verzeihe mir diese Unvernunft, da ich bisher immer vernünftig war und das hier ja auch im Rahmen ist, da wir es beide so wollten. Und seine Eltern können gerne denken was sie wollen. Mein Mann rückt ja auch immer mehr mit mir zusammen bzw. von ihnen weg. Also sollten sie sich mal überlegen ob sie sich ihre Einstellung in Zukunft noch leisten können. Mein Verständnis das ich anfangs hatte ist auch verflogen, weil sie nicht wirklich an das Glück ihres Sohnes denken und wohl eher daran wie sie nach außen rüber kommen.

Das sie sich gegen UNSER Kind stellen und somit auch gegen meinen Mann, hast Du auch deshalb gut erkannt, weil das schon immer sein Problem war: Dass sie nicht hinter ihm standen!

LG

Kleinermaulwurf

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26. April 2009 um 10:00
In Antwort auf kleinermaulwurff

Ach ja
Die oben erwähnte Freundin war dann so weit dass sie eine Therapie machte. Die Therapeutin hatte ihr dann wohl mal gesagt dass es in der heutigen Zeit unheimlich viele Väter gäbe - auch in ihrer Praxis - die aufgrund der Verpflichtung gegenüber der Exfamilie die neue Partnerschaft bzw. Familie aus dem Auge verlieren und keinen gesunden Umgang finden können. Das sei eine gängige Erscheinung unserer Zeit.

Der Grund warum ich meinen Mann bisher nicht so sehr auf vieles angesprochen habe ist, dass er von sich aus mich sehr in alles eingebunden hat und vieles auch richtig gemacht hat und am Ende sogar von sich aus den Umgang auf alle zwei Wochen vermindern wollte und die Abholung begleitet stattfinden sollte. Was ja nicht zustande kam.
Außerdem habe ich von Anfang an gemerkt dass er zu vielem auch eine gesunde Einstellung hat, was sich von der Einstellung meines Exfreundes grundlegend unterschied. Der hatte zu allem echt eine ziemlich kranke Einstellung. Der fuhr jede Woche 300km in den Süden um am Wochenende das Kind zu besuchen. Einmal im Monat fuhr er dann 250 in den Norden um das andere Kind auch abzuholen und 550 km mit ihr in den Süden zum andern Kind zu fahren, damit die Schwestern eine Verbindung zueinander aufbauen sollen. Ein Kind war eine Jugendsünde, das andere vorgeblich angedreht.
Also das war nur noch ein Irrenhaus und verglichen dazu war das was mein Mann dann mitbrachte eine Oase der Ruhe - nur ein Kind am Wohnort - Wow. Was mir auch zusagte war der Umstand, dass er das Kind nicht überall auf seinem Display oder PC-Hintergrund zur Schau stellte und nicht so voller stolz von ihm redete wie der Ex. Bei dem Ex waren die Kinder immer Hauptthema und er war machtig stolz vor allem auf seine Kleine. Die hatte zwar hyperaktive Züge und schrie ununterbrochen, warf sich alle paar Meter auf den Boden und brachte sonst noch allerhand. Aber für ihn war es das wohlerzogenste und tollste Kind der Welt, auf das er nichts kommen ließ und ich war nur genervt
Ich bin 1,5 Jahre alle zwei Wochen mit zu diesen Treffen
Was diese Männer gemeinsam haben ist die Tatsache, dass seitdem die Kinder da waren plötzlich ihre Karriere stagnierte und sie sich an dem vorhandenen Arbeitsplatz festgebissen hatten, obwohl es unter normalen Umständen aufwärts gegangen wäre. Aber bei solch einem Einsatz stagniert halt auch jede Entwicklung. Auch die berufliche. Man kann nur noch auf das setzen was man bis dahin zustande gebracht hat.
Daher war es ja für mich umso schlimmer wieder in eine ähnliche Geschichte reinzuschliddern
Wo die Liebe hinfällt.

Das mit den Großeltern ist unter dem Aspekt zu sehen dass ich zusätzlich zu der Kindproblematik auch noch eine Schwiegerelternproblematik mitbringe
Bevor ich schwanger war waren sie total begeistert von mir und dachten ich wäre ein Gegenbild zur unerwünschten Ex. Als ich dann jedoch so schnell schwanger wurde (wir wollten es beide) und wir noch nicht verheiratet waren, hat sich das Bild grundlegend verändert. Heiraten können wir erst in ein paar Jahren, da die Ex sich gegen die Scheidung wehrt. Und plötzlich sah ich mich in der Rolle der Ex. Als sei ich diejenige die ihm ein Kind angedreht hat, unvernünftig ist und inoffiziell ist. Die Ex ist immerhin verheiratet und somit offiziell. Mein Mann sagt immer dass ich ihn gerettet hätte und er ohne mich das alles nicht durchstehen würde. Denen ist gar nicht klar was wir füreinander und was das Kind uns bedeutet. Die sehen halt nur eine Fortsetzung der unheilvollen Geschichte die mit der Ex begann.
Nur weil mit der Ex soviel falsch lief, kann es doch nicht angehen dass ich jetzt die superperfekte supervernünftige abgeben soll. Ich bin doch nicht dafür da um alles wieder gut zu machen was da eingebrockt wurde. Also ich selbst verzeihe mir diese Unvernunft, da ich bisher immer vernünftig war und das hier ja auch im Rahmen ist, da wir es beide so wollten. Und seine Eltern können gerne denken was sie wollen. Mein Mann rückt ja auch immer mehr mit mir zusammen bzw. von ihnen weg. Also sollten sie sich mal überlegen ob sie sich ihre Einstellung in Zukunft noch leisten können. Mein Verständnis das ich anfangs hatte ist auch verflogen, weil sie nicht wirklich an das Glück ihres Sohnes denken und wohl eher daran wie sie nach außen rüber kommen.

Das sie sich gegen UNSER Kind stellen und somit auch gegen meinen Mann, hast Du auch deshalb gut erkannt, weil das schon immer sein Problem war: Dass sie nicht hinter ihm standen!

LG

Kleinermaulwurf

Guten Morgen Sanaa
Ich setze mich momentan aufgrund der schwierigen juristischen Situation emotional sehr mit der Kindessache auseinander. Daher las ich meinen ellenlangen Text oben noch einmal durch.

Ich habe jedoch plötzlich alles auch unter einem anderen Kontext gelesen. Nämlich unter Einfluss Deiner Worte, dass er sich für eine Familie entscheiden muss, dass die Ex ihn mit seinem schlechten Gewissen im Griff hatte etc.

Mir wurde auch deutlicher dass man das Verhältnis in einen richtigen Rahmen setzen muss.
Mein Mann ging immer davon aus dass das Kind ihn ja so selten sieht, weil er ihn nur an einem Tag in der Woche sah. Klar, für ein Kind dessen Vater mit der Mutter zusammen ist, wäre ein Tag in der Woche wenig. Aber mein Mann hat sich von der Familie getrennt. Und für ein Scheidungskind ist es schon recht ordentlich wenn er seinen Vater jede Woche einen ganzen Tag zur alleinigen Verfügung hat. In intakten Familien kommt sowas vielleicht einmal im Monat vor, wenn überhaupt - also der Luxus, dass der Mann oder überhaupt jemand sich einen ganzen Tag nur auf das Kind konzentriert und nur kindgerechtes mit ihm macht. Eine Mutter macht sowas schon mal eher, aber bei einem Vater ist es schon sehr viel.
Außerdem sieht in einer intakten Familie ein Kleinkind seinen Vater unter der Woche auch kaum, wenn er von der arbeit kommt und das Kind schon um 19 Uhr zu Bett geht.
Ich habe noch nie erlebt dass er sich mal auch nur einen halben Tag auf unseren Sohn konzentriert hätte. Da genießt er den Luxus nur die schönen Stunden mitzunehmen und den Rest erledige ich.
Ich denke seit wir ein gemeinsames Kind haben ist ihm das Missverhältnis dann auch deutlicher geworden.

LG

Kleinermaulwurf

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26. April 2009 um 20:57
In Antwort auf kleinermaulwurff

Guten Morgen Sanaa
Ich setze mich momentan aufgrund der schwierigen juristischen Situation emotional sehr mit der Kindessache auseinander. Daher las ich meinen ellenlangen Text oben noch einmal durch.

Ich habe jedoch plötzlich alles auch unter einem anderen Kontext gelesen. Nämlich unter Einfluss Deiner Worte, dass er sich für eine Familie entscheiden muss, dass die Ex ihn mit seinem schlechten Gewissen im Griff hatte etc.

Mir wurde auch deutlicher dass man das Verhältnis in einen richtigen Rahmen setzen muss.
Mein Mann ging immer davon aus dass das Kind ihn ja so selten sieht, weil er ihn nur an einem Tag in der Woche sah. Klar, für ein Kind dessen Vater mit der Mutter zusammen ist, wäre ein Tag in der Woche wenig. Aber mein Mann hat sich von der Familie getrennt. Und für ein Scheidungskind ist es schon recht ordentlich wenn er seinen Vater jede Woche einen ganzen Tag zur alleinigen Verfügung hat. In intakten Familien kommt sowas vielleicht einmal im Monat vor, wenn überhaupt - also der Luxus, dass der Mann oder überhaupt jemand sich einen ganzen Tag nur auf das Kind konzentriert und nur kindgerechtes mit ihm macht. Eine Mutter macht sowas schon mal eher, aber bei einem Vater ist es schon sehr viel.
Außerdem sieht in einer intakten Familie ein Kleinkind seinen Vater unter der Woche auch kaum, wenn er von der arbeit kommt und das Kind schon um 19 Uhr zu Bett geht.
Ich habe noch nie erlebt dass er sich mal auch nur einen halben Tag auf unseren Sohn konzentriert hätte. Da genießt er den Luxus nur die schönen Stunden mitzunehmen und den Rest erledige ich.
Ich denke seit wir ein gemeinsames Kind haben ist ihm das Missverhältnis dann auch deutlicher geworden.

LG

Kleinermaulwurf

Hi
Interessant, was du schreibst und wie sehr sich manches immer wieder ähnelt.

Was ich nicht verstehe:
Warum macht dir das Ganze so zu schaffen, wo dein Mann seinen Sohn ja gar nicht mehr sieht?
Warum siehst du sein Kind trotzdem als Konkurrenz für euer Kind?
Hast du sein Verhalten auch mal aus dieser Perspektive gesehen: Er macht(e) so ein Trara um den Sohn, weil er Angst hatte, ihn sonst nicht mehr sehen zu können und weil er ein schlechtes Gewissen hat, EUER Sohn ist aber eben ein ganz normal in eurer Familie aufwachsendes Kind. Warum sollte er z.B. Fotos machen , wenn er den Kleinen ja jeden Tag sieht? Männer denken manchmal echt anders.
Warum spielen seine Eltern eine so große Rolle für dich? Gibt es deine Eltern in eurem Leben noch? Wenn ja, hat euer Kind ja genauso Großeltern, wo er im Mittelpunkt steht.

Ich merke, was für ein Glück ich habe, dass mein Mann sich aus dieser unglücklichen Lage lösen konnte, aus schlechtem Gewissen dem Kind (und anfangs auch der Frau, die er verlassen hat) gegenüber unbedingt den Eindruck einer weiter bestehenden "ersten" Familie aufrecht erhalten zu wollen. Das äußerte sich in vielen kleinen Dingen: Jeden Morgen in die alte Wohnung, um mit dem Kind zu frühstücken, die Ex war da auch oft anwesend. Dort auch noch zu duschen, weil es praktischer war. Geburtstage nur als Mama, Papa, Kind zu verbringen. Die Freundin (meine "Vorgängerin") zurückzustellen, dem Kind und der Ex wegen. Sich finanziell ausnuzen zu lassen. Weihnachten einen Riesenstress, weil er auch bei Ex und Kind vorbeischaute. Und so weiter und so fort.

Die Folgen waren für alle negativ: 1.) Das Kind war hin- und hergerissen und jahrelang voller Hoffnung, dass es mit Mama und Papa noch was werden könnte. Verständlich, die alte Familie wurde ja vorgespielt. Die "neue" Freundin war daher ein eindeutiger Störfaktor, auch hier war das Kind hin- und hergerissen zwischen Zuneigung und Ablehnung. Das Kind legte eine unangenehme Art der Zickigkeit an den Tag. 2.) Der Mann war völlig fertig von der enormen Belastung, alles war ein ständiger Spagat. Er stellte das Kind auf ein Podest, alles wurde untergeordnet, ergo auch er selbst und seine Bedürfnisse. Er wurde zum Spielball der Wünsche seiner Ex, sprang, wenn sie was brauchte, holte und brachte ausnahmslos das Kind, fuhr mitten in der Nacht hin etc. 3.) (Das kann ich mir nur zusammenreimen) Die Freundin (also meine "Vorgängerin") fühlte sich zurückgesetzt, versuchte das zu kompensieren, indem sie diese Rolle annahm und gleichzeitig versuchte, die Super-Stiefmami zu spielen. War aber verletzt, wenn das Kind seine Mutter vorzog. Die Beziehung scheiterte schließlich.

Und in all das platzte plötzlich ich. Jung, naiv, verliebt ohne Erfahrung mit Kindern, eigenständig, freiheitsliebend und sehr fordernd.

Tja. Es war harte Arbeit, aber wir haben es hingekriegt, eine für alle lebbare Situation zu schaffen.

Mein Mann machte mir von Anfang an klar, dass er das Kind nicht über mich stellt. Auch nicht emotional. Er liebt uns beide, aber natürlich auf ganz unterschiedliche Weise. Mich hat er sich ausgesucht, das Kind ist ihm biologisch "zugeteilt" worden. Zwei nicht vergleichbare Dinge. Das ist ihm wie mir klar, damit kann ich gut leben. Ich stelle es mir nur wunderbar vor, das biologische mit dem ausgesuchten zu verbinden, wenn wir beide ein Kind aus Liebe bekommen.

Ein zwei-Wochen-Rhythmus. Geburtstage mit Großeltern und neuen Partnern (jedes Jahr nicht toll für mich, aber zu ertragen). Weihnachten das Kind mal bei der Mutter, mal bei uns. Silvester ebenso. Ferien zwischen Mutter und uns aufgeteilt. Ganz wichtig war dabei, dass die Mutter weitgehend mitspielte. Auch wenn er immer wiede lange Gespräche mit ihr führen musste.

Die Großeltern verhalten sich auch ein wenig sonderbar, aber eher aus Unsicherheit, wie ich langsam annahm bzw. merkte. Sie hatten ein unerschütterlichers Familienbild und das zerstörte ausgerechnet ihr Sohn. Jetzt lassen sie ihn auch immer mal wieder büßen, auch mit kleinen Andeutungen etc. Die Kindsmutter, während der Beziehung nicht gemocht von den Eltern meines Mannes, wurde hingegen zu einer Art Heiligen. Mein Mann lässt sich aber auch von seinen Eltern nicht mehr so einspannen, geht auf Abstand, wenn es nötig ist und sagt ihnen klar die Meinung.

Gemeinsame Aufenthalte in der alten "Familienwohnung" gibt es nicht mehr.

Und weißt du was? Plötzlich, als das alles geregelt war, wurde aus dem anstrengenden, zickigen, manchmal fast bösartigen Kind ein ausgeglichenes, liebes, auch mir zugewandtes. Ich war total baff. Ich kann es mir nur so erklären, dass es jetzt auch endlich einen festen, geregelten, sicheren Rahmen hat.

Trotz allem haben wir immer mal wieder Probleme mit der Situation, ich habe auch immer noch manchmal irrationale Eifersuchts- oder ähnliche Gefühle. Doch erst jetzt fühle ich mich bereit, ein Kind mit ihm zu bekommen.

Das wichtigste dabei waren ehrliche Gespräche mit meinem Mann. Er weiß über alle meine Gefühle diesbezüglich Bescheid, auch über die negativen und wir müssen uns bei dem Thema immer wieder neu finden.

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27. April 2009 um 11:24
In Antwort auf saramira81

Hi
Interessant, was du schreibst und wie sehr sich manches immer wieder ähnelt.

Was ich nicht verstehe:
Warum macht dir das Ganze so zu schaffen, wo dein Mann seinen Sohn ja gar nicht mehr sieht?
Warum siehst du sein Kind trotzdem als Konkurrenz für euer Kind?
Hast du sein Verhalten auch mal aus dieser Perspektive gesehen: Er macht(e) so ein Trara um den Sohn, weil er Angst hatte, ihn sonst nicht mehr sehen zu können und weil er ein schlechtes Gewissen hat, EUER Sohn ist aber eben ein ganz normal in eurer Familie aufwachsendes Kind. Warum sollte er z.B. Fotos machen , wenn er den Kleinen ja jeden Tag sieht? Männer denken manchmal echt anders.
Warum spielen seine Eltern eine so große Rolle für dich? Gibt es deine Eltern in eurem Leben noch? Wenn ja, hat euer Kind ja genauso Großeltern, wo er im Mittelpunkt steht.

Ich merke, was für ein Glück ich habe, dass mein Mann sich aus dieser unglücklichen Lage lösen konnte, aus schlechtem Gewissen dem Kind (und anfangs auch der Frau, die er verlassen hat) gegenüber unbedingt den Eindruck einer weiter bestehenden "ersten" Familie aufrecht erhalten zu wollen. Das äußerte sich in vielen kleinen Dingen: Jeden Morgen in die alte Wohnung, um mit dem Kind zu frühstücken, die Ex war da auch oft anwesend. Dort auch noch zu duschen, weil es praktischer war. Geburtstage nur als Mama, Papa, Kind zu verbringen. Die Freundin (meine "Vorgängerin") zurückzustellen, dem Kind und der Ex wegen. Sich finanziell ausnuzen zu lassen. Weihnachten einen Riesenstress, weil er auch bei Ex und Kind vorbeischaute. Und so weiter und so fort.

Die Folgen waren für alle negativ: 1.) Das Kind war hin- und hergerissen und jahrelang voller Hoffnung, dass es mit Mama und Papa noch was werden könnte. Verständlich, die alte Familie wurde ja vorgespielt. Die "neue" Freundin war daher ein eindeutiger Störfaktor, auch hier war das Kind hin- und hergerissen zwischen Zuneigung und Ablehnung. Das Kind legte eine unangenehme Art der Zickigkeit an den Tag. 2.) Der Mann war völlig fertig von der enormen Belastung, alles war ein ständiger Spagat. Er stellte das Kind auf ein Podest, alles wurde untergeordnet, ergo auch er selbst und seine Bedürfnisse. Er wurde zum Spielball der Wünsche seiner Ex, sprang, wenn sie was brauchte, holte und brachte ausnahmslos das Kind, fuhr mitten in der Nacht hin etc. 3.) (Das kann ich mir nur zusammenreimen) Die Freundin (also meine "Vorgängerin") fühlte sich zurückgesetzt, versuchte das zu kompensieren, indem sie diese Rolle annahm und gleichzeitig versuchte, die Super-Stiefmami zu spielen. War aber verletzt, wenn das Kind seine Mutter vorzog. Die Beziehung scheiterte schließlich.

Und in all das platzte plötzlich ich. Jung, naiv, verliebt ohne Erfahrung mit Kindern, eigenständig, freiheitsliebend und sehr fordernd.

Tja. Es war harte Arbeit, aber wir haben es hingekriegt, eine für alle lebbare Situation zu schaffen.

Mein Mann machte mir von Anfang an klar, dass er das Kind nicht über mich stellt. Auch nicht emotional. Er liebt uns beide, aber natürlich auf ganz unterschiedliche Weise. Mich hat er sich ausgesucht, das Kind ist ihm biologisch "zugeteilt" worden. Zwei nicht vergleichbare Dinge. Das ist ihm wie mir klar, damit kann ich gut leben. Ich stelle es mir nur wunderbar vor, das biologische mit dem ausgesuchten zu verbinden, wenn wir beide ein Kind aus Liebe bekommen.

Ein zwei-Wochen-Rhythmus. Geburtstage mit Großeltern und neuen Partnern (jedes Jahr nicht toll für mich, aber zu ertragen). Weihnachten das Kind mal bei der Mutter, mal bei uns. Silvester ebenso. Ferien zwischen Mutter und uns aufgeteilt. Ganz wichtig war dabei, dass die Mutter weitgehend mitspielte. Auch wenn er immer wiede lange Gespräche mit ihr führen musste.

Die Großeltern verhalten sich auch ein wenig sonderbar, aber eher aus Unsicherheit, wie ich langsam annahm bzw. merkte. Sie hatten ein unerschütterlichers Familienbild und das zerstörte ausgerechnet ihr Sohn. Jetzt lassen sie ihn auch immer mal wieder büßen, auch mit kleinen Andeutungen etc. Die Kindsmutter, während der Beziehung nicht gemocht von den Eltern meines Mannes, wurde hingegen zu einer Art Heiligen. Mein Mann lässt sich aber auch von seinen Eltern nicht mehr so einspannen, geht auf Abstand, wenn es nötig ist und sagt ihnen klar die Meinung.

Gemeinsame Aufenthalte in der alten "Familienwohnung" gibt es nicht mehr.

Und weißt du was? Plötzlich, als das alles geregelt war, wurde aus dem anstrengenden, zickigen, manchmal fast bösartigen Kind ein ausgeglichenes, liebes, auch mir zugewandtes. Ich war total baff. Ich kann es mir nur so erklären, dass es jetzt auch endlich einen festen, geregelten, sicheren Rahmen hat.

Trotz allem haben wir immer mal wieder Probleme mit der Situation, ich habe auch immer noch manchmal irrationale Eifersuchts- oder ähnliche Gefühle. Doch erst jetzt fühle ich mich bereit, ein Kind mit ihm zu bekommen.

Das wichtigste dabei waren ehrliche Gespräche mit meinem Mann. Er weiß über alle meine Gefühle diesbezüglich Bescheid, auch über die negativen und wir müssen uns bei dem Thema immer wieder neu finden.

Hallo Saramira
Vielleicht ist mein Beitrag ein wenig falsch rüber gekommen. Mein Beitrag ist aus einer vorher nachher Perspektive aus zu betrachten. Daher macht mir das ganze nicht mehr so zu schaffen.
Ich habe meine eigene Geschichte eigentlich nur aufgeschrieben um zu schildern wie es bei mir war und ist. Vielmehr wollte ich niederschreiben was für Gefühle und Situationen entstehen in einer solchen Lage.
Anlass war, dass ich momentan wieder mehr mit dem Thema beschäftigt als noch vor ein paar Wochen, da ich aus beruflichen Gründen das juristische in die Hand genommen habe und dort mit vielen Details aus der Vergangenheit konfrontiert werde und eine neue Sicht der Dinge für die Zukunft entsteht. Und vielleicht ist es auch eine Art Aufarbeitung des ganzen Themas.
Aber damals hat es mir sehr zu schaffen gemacht und ich bin glücklich darüber dass es jetzt in die richtige Richtung geht.

Den Großen sah ich nicht als Konkurrenz für mein Kind, sondern eher als Hindernis dafür dass mein Mann eine Bindung zu unserem Kleinen aufbauen kann, da der Große auf dem Podest stand. Vielmehr wurde er von meinem Mann zum Konkurrenten stilisiert, da er meinte dass der Große eifersüchtig sei (was nicht stimmte) und er sich daher mehr um ihn kümmern müsse.

Mir war immer klar dass sein Hauptmotiv für sein Verhalten sein schlechtes Gewissen und seine Verlustangst war.
Beim Thema Foto tat es mir dennoch weh. Denn ich kenne viele Männer die die Kamera in die Hand nehmen und mal hier und da auch ein Foto von dem Kind und vielleicht sogar von Mutter und Kind schießen. Das kam bei uns damals kaum vor. Mittlerweile ist jedoch auch das anders.

Meine Eltern leben leider im Ausland. Meine Mutter liebt den Kleinen abgöttisch und könnte das auch zeigen, wenn sie hier wäre. Ist sie aber leider nicht. Stattdessen hocken wir jede Woche bei seinen Eltern. Mein Vater ist kein familiärer Typ und hat es bisher nicht mal für notwendig erachtet den Kleinen hier zu besuchen. Er schiebt ständig was vor. Meine Mutter fehlt hier sehr.
Dass die Eltern so eine große Rolle spielen liegt daran, dass sie bisher für meinen Mann so eine große Rolle spielten. Er tut sehr viel für sie und wir sehen sie ständig. Aber so langsam distanziert er sich auch und ein Heilungsprozess findet statt. Wie gesagt: Ich habe zusätzlich ein Schwiegereltern-Problem.
Das ganze ist so zu sehen, dass der Fehler meines Mannes sich auf seine Ex einzulassen, auch schon aus dem misslungenen Abnabelungsversuch aus dem Elternhaus heraus geschah.
Manche laufen vor den Eltern weg und direkt in die Arme des Feindes der sich als Freund getarnt hat. Am Ende landete er dann wieder bei den Eltern. Sowas passierte weil er zu faul war den Eltern selbst Grenzen zu setzen und sich mit ihnen konstruktiv auseinander zu setzen. Da landet man dann bei den falschen Leuten. Und hier geht auch noch ein Kind draus hervor.
Seit einiger Zeit ist jedoch ein Prozess eingetreten, wo er sich so gut und unabhängig fühlt, dass er seinen Eltern Grenzen setzt und vieles aufarbeitet und ihm auch klar wird.
Oftmals ist so ein Kind ja auch das Ergebnis aus einer problematischen Lebenssituation des Mannes. Daher wir eine neue Partnerin ja auch noch mit vielen zusätzlichen Problemen des Mannes konfrontiert, die dann erst in der neuen Beziehung positiv aufgearbeitet werden können - im glücklichen Fall.

Also das was Dein Partner da getrieben hat ist ja auch genau sowas. Wie ein Theaterspiel. Gut dass er davon weg ist einen auf Familie zu tun.
Das ist wie Du auch schon schreibst auch kontraproduktiv fürs Kind. Klare Verhältnisse sind wichtiger für Kinder. Die sind ja nicht so doof wie viele Erwachsene denken. Sie verstehen schon viel mehr und nehmen vieles daher als verlogen wahr. Kein Wunder dass das Kind sich zum positiven entwickelt hat und auch schön für Dich.
Wenn der Mann ein Kind, das bei der Mutter anders aufwächst, aufs Podest stellt, hat das auch den Nachteil für das Kind, dass es im Ungleichgewicht aufwächst. Das macht ein Kind auch kirre, weil es nicht weiß woran es ist. Kinder brauchen feste und klare Strukturen, immer wieder ...

Da hast Du ja Glück dass Du schon eine Vorgängerin hast.
So weiß er schon wie er es richtig machen muss, weil er es vorher schon falsch gemacht hat. Er scheint aus Fehlern gelernt zu haben.
Ich finde es schön dass er Dir gleich zu Beginn das Gefühl der Gleichrangigkeit gab und Dir AUCH eine Position der Einzigartigkeit zugestand, indem er sagt dass er Dich AUSGESUCHT hat

Endlich mal schöne Worte. Denn sonst bekommt man als neue Partnerin ja von Außen so oft zu hören dass die Kinder IMMER bei allem vorgehen. Als neue Partnerin will man ja nicht vorgehen, aber man will auch nicht in die hinterste Ecke abgeschoben werden. Schön dass Ihr das so hinbekommen habt. War sicher auch noch für Dich ein hartes Stück Arbeit. Schön dass die Kindesmutter mitspielt. Dann läuft das ganze nämlich auch nochmal ganz anders. Und es hört sich alles sehr vernünftig und vorbildlich an mit den Regelungen.

Dass Du bei ihm ehrlich sein kannst ist Gold wert. Denn das ist der Schlüssel dafür um alles zu aller Zufriedenheit regeln zu können.

Lieben Gruß

Kleinermaulwurf

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27. April 2009 um 15:19
In Antwort auf kleinermaulwurff

Hallo Saramira
Vielleicht ist mein Beitrag ein wenig falsch rüber gekommen. Mein Beitrag ist aus einer vorher nachher Perspektive aus zu betrachten. Daher macht mir das ganze nicht mehr so zu schaffen.
Ich habe meine eigene Geschichte eigentlich nur aufgeschrieben um zu schildern wie es bei mir war und ist. Vielmehr wollte ich niederschreiben was für Gefühle und Situationen entstehen in einer solchen Lage.
Anlass war, dass ich momentan wieder mehr mit dem Thema beschäftigt als noch vor ein paar Wochen, da ich aus beruflichen Gründen das juristische in die Hand genommen habe und dort mit vielen Details aus der Vergangenheit konfrontiert werde und eine neue Sicht der Dinge für die Zukunft entsteht. Und vielleicht ist es auch eine Art Aufarbeitung des ganzen Themas.
Aber damals hat es mir sehr zu schaffen gemacht und ich bin glücklich darüber dass es jetzt in die richtige Richtung geht.

Den Großen sah ich nicht als Konkurrenz für mein Kind, sondern eher als Hindernis dafür dass mein Mann eine Bindung zu unserem Kleinen aufbauen kann, da der Große auf dem Podest stand. Vielmehr wurde er von meinem Mann zum Konkurrenten stilisiert, da er meinte dass der Große eifersüchtig sei (was nicht stimmte) und er sich daher mehr um ihn kümmern müsse.

Mir war immer klar dass sein Hauptmotiv für sein Verhalten sein schlechtes Gewissen und seine Verlustangst war.
Beim Thema Foto tat es mir dennoch weh. Denn ich kenne viele Männer die die Kamera in die Hand nehmen und mal hier und da auch ein Foto von dem Kind und vielleicht sogar von Mutter und Kind schießen. Das kam bei uns damals kaum vor. Mittlerweile ist jedoch auch das anders.

Meine Eltern leben leider im Ausland. Meine Mutter liebt den Kleinen abgöttisch und könnte das auch zeigen, wenn sie hier wäre. Ist sie aber leider nicht. Stattdessen hocken wir jede Woche bei seinen Eltern. Mein Vater ist kein familiärer Typ und hat es bisher nicht mal für notwendig erachtet den Kleinen hier zu besuchen. Er schiebt ständig was vor. Meine Mutter fehlt hier sehr.
Dass die Eltern so eine große Rolle spielen liegt daran, dass sie bisher für meinen Mann so eine große Rolle spielten. Er tut sehr viel für sie und wir sehen sie ständig. Aber so langsam distanziert er sich auch und ein Heilungsprozess findet statt. Wie gesagt: Ich habe zusätzlich ein Schwiegereltern-Problem.
Das ganze ist so zu sehen, dass der Fehler meines Mannes sich auf seine Ex einzulassen, auch schon aus dem misslungenen Abnabelungsversuch aus dem Elternhaus heraus geschah.
Manche laufen vor den Eltern weg und direkt in die Arme des Feindes der sich als Freund getarnt hat. Am Ende landete er dann wieder bei den Eltern. Sowas passierte weil er zu faul war den Eltern selbst Grenzen zu setzen und sich mit ihnen konstruktiv auseinander zu setzen. Da landet man dann bei den falschen Leuten. Und hier geht auch noch ein Kind draus hervor.
Seit einiger Zeit ist jedoch ein Prozess eingetreten, wo er sich so gut und unabhängig fühlt, dass er seinen Eltern Grenzen setzt und vieles aufarbeitet und ihm auch klar wird.
Oftmals ist so ein Kind ja auch das Ergebnis aus einer problematischen Lebenssituation des Mannes. Daher wir eine neue Partnerin ja auch noch mit vielen zusätzlichen Problemen des Mannes konfrontiert, die dann erst in der neuen Beziehung positiv aufgearbeitet werden können - im glücklichen Fall.

Also das was Dein Partner da getrieben hat ist ja auch genau sowas. Wie ein Theaterspiel. Gut dass er davon weg ist einen auf Familie zu tun.
Das ist wie Du auch schon schreibst auch kontraproduktiv fürs Kind. Klare Verhältnisse sind wichtiger für Kinder. Die sind ja nicht so doof wie viele Erwachsene denken. Sie verstehen schon viel mehr und nehmen vieles daher als verlogen wahr. Kein Wunder dass das Kind sich zum positiven entwickelt hat und auch schön für Dich.
Wenn der Mann ein Kind, das bei der Mutter anders aufwächst, aufs Podest stellt, hat das auch den Nachteil für das Kind, dass es im Ungleichgewicht aufwächst. Das macht ein Kind auch kirre, weil es nicht weiß woran es ist. Kinder brauchen feste und klare Strukturen, immer wieder ...

Da hast Du ja Glück dass Du schon eine Vorgängerin hast.
So weiß er schon wie er es richtig machen muss, weil er es vorher schon falsch gemacht hat. Er scheint aus Fehlern gelernt zu haben.
Ich finde es schön dass er Dir gleich zu Beginn das Gefühl der Gleichrangigkeit gab und Dir AUCH eine Position der Einzigartigkeit zugestand, indem er sagt dass er Dich AUSGESUCHT hat

Endlich mal schöne Worte. Denn sonst bekommt man als neue Partnerin ja von Außen so oft zu hören dass die Kinder IMMER bei allem vorgehen. Als neue Partnerin will man ja nicht vorgehen, aber man will auch nicht in die hinterste Ecke abgeschoben werden. Schön dass Ihr das so hinbekommen habt. War sicher auch noch für Dich ein hartes Stück Arbeit. Schön dass die Kindesmutter mitspielt. Dann läuft das ganze nämlich auch nochmal ganz anders. Und es hört sich alles sehr vernünftig und vorbildlich an mit den Regelungen.

Dass Du bei ihm ehrlich sein kannst ist Gold wert. Denn das ist der Schlüssel dafür um alles zu aller Zufriedenheit regeln zu können.

Lieben Gruß

Kleinermaulwurf

Hi
Ich denke, du bist auf einem guten Weg. Und dein Mann scheint ja auch verständnisvoll und bereit zu sein, etwas zu verändern. Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste, wie sich der Mann (und halt Vater eines Trennungskindes) in der Situation verhält.

Ich musste mir vieler Dinge auch erst bewusst werden, lange konnte ich nicht genau sagen, was mich eigentlich stört. Es waren viele kleine Dinge UND eine schiefe Grundoptik. Mir hat es immer viel geholfen, das aufzuschreiben und mich im Internet auszutauschen. Denn wie du schreibst, man ist nur zu oft sofort die "böse Stiefmutter", wenn man mal nicht alles rosa und kuschelweich sieht. Und richtig, vor allem junge Mütter reagieren oft so (aber nicht nur diese).

Ich sehe diese negativen Gefühle, die man in der Situation halt auch hat, als normal und natürlich an. Damit umzugehen, ist eine große Leistung. Seit ich meinem Mann das klar gemacht habe, sieht er das auch. Das hilft mir sehr!

Es wäre gut, wenn sich das mit dem Umgang auch wieder lösen würde, dann dein Mann ja sonst sicher leidet (und das Kind sowieso). Dennoch würde auch ich mir nicht alles von der Kindsmutter kaputt machen lassen. Ihr habt schießlich auch ein Recht auf ein eigenes Leben.

Lieben Gruß

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27. April 2009 um 19:22
In Antwort auf saramira81

Hi
Ich denke, du bist auf einem guten Weg. Und dein Mann scheint ja auch verständnisvoll und bereit zu sein, etwas zu verändern. Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste, wie sich der Mann (und halt Vater eines Trennungskindes) in der Situation verhält.

Ich musste mir vieler Dinge auch erst bewusst werden, lange konnte ich nicht genau sagen, was mich eigentlich stört. Es waren viele kleine Dinge UND eine schiefe Grundoptik. Mir hat es immer viel geholfen, das aufzuschreiben und mich im Internet auszutauschen. Denn wie du schreibst, man ist nur zu oft sofort die "böse Stiefmutter", wenn man mal nicht alles rosa und kuschelweich sieht. Und richtig, vor allem junge Mütter reagieren oft so (aber nicht nur diese).

Ich sehe diese negativen Gefühle, die man in der Situation halt auch hat, als normal und natürlich an. Damit umzugehen, ist eine große Leistung. Seit ich meinem Mann das klar gemacht habe, sieht er das auch. Das hilft mir sehr!

Es wäre gut, wenn sich das mit dem Umgang auch wieder lösen würde, dann dein Mann ja sonst sicher leidet (und das Kind sowieso). Dennoch würde auch ich mir nicht alles von der Kindsmutter kaputt machen lassen. Ihr habt schießlich auch ein Recht auf ein eigenes Leben.

Lieben Gruß

Einstellung des Mannes
Ja, ich denke auch dass die Einstellung des Mannes das A und O ist.
Es ist wohl wichtig dem Mann klar zu machen was für eine große Leistung hinter allem steckt, da die meisten in der Lage echt nur noch das Kind und sich sehen. Hast Du gut gemacht.

Und ich hoffe auch für die Zukunft dass sich alles weiter positiv entwickelt.

Lieben Gruß

Kleinermaulwurf

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29. April 2009 um 8:47
In Antwort auf kleinermaulwurff

Einstellung des Mannes
Ja, ich denke auch dass die Einstellung des Mannes das A und O ist.
Es ist wohl wichtig dem Mann klar zu machen was für eine große Leistung hinter allem steckt, da die meisten in der Lage echt nur noch das Kind und sich sehen. Hast Du gut gemacht.

Und ich hoffe auch für die Zukunft dass sich alles weiter positiv entwickelt.

Lieben Gruß

Kleinermaulwurf

Ich bin mir sicher das du es schaffst.
Solange dir dein Mann das Gefühl gibt, dass er dich und eurern Sohn liebt und er euch nicht verlieren will. Das wird dir die Kraft geben, alles zu schaffen.

Wünsche dir viel Glück..

Saraa

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29. April 2009 um 9:38
In Antwort auf naomh_12744558

Ich bin mir sicher das du es schaffst.
Solange dir dein Mann das Gefühl gibt, dass er dich und eurern Sohn liebt und er euch nicht verlieren will. Das wird dir die Kraft geben, alles zu schaffen.

Wünsche dir viel Glück..

Saraa

Vielen lieben Dank
Das stimmt

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21. Mai 2009 um 15:23

Jetzt hab ich Dir
den Thread mal hochgeholt, zum besseren finden

LG

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10. Juli 2009 um 19:14

Ich habe Angst
Mein Mann hat ja jetzt seit fast einem halben Jahr seinen Sohn nicht mehr gesehen. Er ist inzwischen vier Jahre alt. In der Zwischenzeit bin ich mit unserem zweiten Baby schwanger.

Jetzt gibt es nächste in kürze zwei Termine. Einmal der Termin wegen der Anzeige seiner Ex gegen meinen Mann, wegen Beleidigung und Körperverletzung in der Ehe (was eigentlich verjährt wäre, aber dennoch terminiert wurde) und dann soll es vom Jugendamt ein Gespräch in Anwesenheit der ExFrau geben um eine begleitete Übergabe zu besprechen.

Ich habe da riesen Bauchschmerzen. Wenn man mich einfach nur fragt was ich will, dann sag ich dass ich will dass er das Kind nicht mehr nur eine Sekunde alleine sehen soll, damit diese Frau nicht auch noch die Gelegenheit bekommt ihn wegen Kindesmisshandelung oder -missbrauch anzeigen zu können.
Ich hab meinen Mann auf meine Ängste und auf diese Möglichkeit hingewiesen. Er ist auch hilflos und will jedoch seinen Sohn dennoch unbeaufsichtigt sehen.
Ich bot die Alternative an zu beantragen, dass er den Jungen in den Räumen des Jugendamtes sehen könne und ihm immer wieder sagen könne dass er ihn liebt und dass er ihm wichtig ist. Darauf kommt es einem Kind doch vor allem an. Aber sobald er das Kind in alleiniger Obhut hat, sind wir den machenschaften dieser Frau weiter ausgeliefert.
Ich habe riesen Angst um meinen Mann, meine Familie und um alles.
Ich will auch nicht mehr dass er so intensiven Kontakt zu dem Jungen hat, bei dem jedes zweite Wort: Meine Mama, ist. Denn mein Mann hat riesen Aggressionen nach alledem gegen diese Frau (2 Anzeigen und 3 Klagen in zwei Ländern, obwohl sie genausoviel verdient wie er) und wird total kirre wenn er durch das Kind mit der Frau konfrontiert wird.
Ich weiß dass er dann seinen Unmut und alles an uns ablädt.
Ich mache das nicht noch einmal mit.
Ich habe ihm so beigestanden bei den ganzen Prozessen und alles in die Hand genommen, weil ich mich juristisch gut auskenne. Aber jetzt bin ich fertig mit allem. Ich gehe diesen Weg nicht mehr mit ihm mit.
Es ist absehbar, dass sie als nächstes mit einer Anzeige wegen dem Kind kommen wird bzw. allein schon ihr diese Möglichkeit in die Hand zu geben ist dumm.
Ich weißt dass es sein großer Wunsch ist seinen sohn zu sehen. Aber ich bin der Ansicht dass es in dieser Konstellation dafür keine Möglichkeit mehr gibt und man nur noch Alternativen wie Termin bei beaufsichtigtem Besuch in Räumen des Jugendamtes etc. wahrnehmen sollte.
Bin wirklich verzweifelt.

Ich kann mir vorstellen, dass der eine oder andere das vielleicht nicht versteht und evntl. denkt dass ich mich anstelle und es doch sein Sohn ist etc.
Aber derjenige weiß nicht was wir hier seit langem mit der Frau mitmachen und wieviel Geld (bisher tausende), Zeit und Nerv uns das alles gekostet hat. Unter anderem müssen wir für teuer Geld zwei Zeugen ins Ausland schicken, wo wir mit denen versuchen eine 40.000 Euro Klage abzuwenden, wo nix mehr im Griff ist und schon viel Geld dafür verloren gegangen ist.
Aber ich könnte es nicht ertragen wenn er jetzt auch noch wegen Kindesmissbrauch oder - misshandlung angeklagt werden würde. Und dafür wäre er verantwortlich, weil er Tür und Tor für diese Frau eröffnet hat.

Er meint er müsse das Kind auch abholen, wegen seinen Eltern. Diese Eltern kümmern sich noch nicht mal um unser gemeinsames Kind richtig. Ständig müssen wir es ihnen nachtragen. Von allein sagen die nie dass sie es sehen wollen oder die Mutter geht nicht mal drauf ein wenn ich vorschlage dass wir gemeinsam spazieren gehen können.

Kann jemand seine Einschätzung abgeben? Was meint Ihr und was gäbe es für Alternativen?

lg

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11. Juli 2009 um 16:00
In Antwort auf kleinermaulwurff

Ich habe Angst
Mein Mann hat ja jetzt seit fast einem halben Jahr seinen Sohn nicht mehr gesehen. Er ist inzwischen vier Jahre alt. In der Zwischenzeit bin ich mit unserem zweiten Baby schwanger.

Jetzt gibt es nächste in kürze zwei Termine. Einmal der Termin wegen der Anzeige seiner Ex gegen meinen Mann, wegen Beleidigung und Körperverletzung in der Ehe (was eigentlich verjährt wäre, aber dennoch terminiert wurde) und dann soll es vom Jugendamt ein Gespräch in Anwesenheit der ExFrau geben um eine begleitete Übergabe zu besprechen.

Ich habe da riesen Bauchschmerzen. Wenn man mich einfach nur fragt was ich will, dann sag ich dass ich will dass er das Kind nicht mehr nur eine Sekunde alleine sehen soll, damit diese Frau nicht auch noch die Gelegenheit bekommt ihn wegen Kindesmisshandelung oder -missbrauch anzeigen zu können.
Ich hab meinen Mann auf meine Ängste und auf diese Möglichkeit hingewiesen. Er ist auch hilflos und will jedoch seinen Sohn dennoch unbeaufsichtigt sehen.
Ich bot die Alternative an zu beantragen, dass er den Jungen in den Räumen des Jugendamtes sehen könne und ihm immer wieder sagen könne dass er ihn liebt und dass er ihm wichtig ist. Darauf kommt es einem Kind doch vor allem an. Aber sobald er das Kind in alleiniger Obhut hat, sind wir den machenschaften dieser Frau weiter ausgeliefert.
Ich habe riesen Angst um meinen Mann, meine Familie und um alles.
Ich will auch nicht mehr dass er so intensiven Kontakt zu dem Jungen hat, bei dem jedes zweite Wort: Meine Mama, ist. Denn mein Mann hat riesen Aggressionen nach alledem gegen diese Frau (2 Anzeigen und 3 Klagen in zwei Ländern, obwohl sie genausoviel verdient wie er) und wird total kirre wenn er durch das Kind mit der Frau konfrontiert wird.
Ich weiß dass er dann seinen Unmut und alles an uns ablädt.
Ich mache das nicht noch einmal mit.
Ich habe ihm so beigestanden bei den ganzen Prozessen und alles in die Hand genommen, weil ich mich juristisch gut auskenne. Aber jetzt bin ich fertig mit allem. Ich gehe diesen Weg nicht mehr mit ihm mit.
Es ist absehbar, dass sie als nächstes mit einer Anzeige wegen dem Kind kommen wird bzw. allein schon ihr diese Möglichkeit in die Hand zu geben ist dumm.
Ich weißt dass es sein großer Wunsch ist seinen sohn zu sehen. Aber ich bin der Ansicht dass es in dieser Konstellation dafür keine Möglichkeit mehr gibt und man nur noch Alternativen wie Termin bei beaufsichtigtem Besuch in Räumen des Jugendamtes etc. wahrnehmen sollte.
Bin wirklich verzweifelt.

Ich kann mir vorstellen, dass der eine oder andere das vielleicht nicht versteht und evntl. denkt dass ich mich anstelle und es doch sein Sohn ist etc.
Aber derjenige weiß nicht was wir hier seit langem mit der Frau mitmachen und wieviel Geld (bisher tausende), Zeit und Nerv uns das alles gekostet hat. Unter anderem müssen wir für teuer Geld zwei Zeugen ins Ausland schicken, wo wir mit denen versuchen eine 40.000 Euro Klage abzuwenden, wo nix mehr im Griff ist und schon viel Geld dafür verloren gegangen ist.
Aber ich könnte es nicht ertragen wenn er jetzt auch noch wegen Kindesmissbrauch oder - misshandlung angeklagt werden würde. Und dafür wäre er verantwortlich, weil er Tür und Tor für diese Frau eröffnet hat.

Er meint er müsse das Kind auch abholen, wegen seinen Eltern. Diese Eltern kümmern sich noch nicht mal um unser gemeinsames Kind richtig. Ständig müssen wir es ihnen nachtragen. Von allein sagen die nie dass sie es sehen wollen oder die Mutter geht nicht mal drauf ein wenn ich vorschlage dass wir gemeinsam spazieren gehen können.

Kann jemand seine Einschätzung abgeben? Was meint Ihr und was gäbe es für Alternativen?

lg

Hi
Leider kann ich keine Einschätzung abgeben. Es klingt furchtbar.

Ich will dir aber zu deiner Schwangerschaft gratulieren
Und ich wünsch dir, dass ihr eine Lösung findet.

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11. Juli 2009 um 20:17
In Antwort auf saramira81

Hi
Leider kann ich keine Einschätzung abgeben. Es klingt furchtbar.

Ich will dir aber zu deiner Schwangerschaft gratulieren
Und ich wünsch dir, dass ihr eine Lösung findet.

Lieben Dank Saramira
Dass Du findest dass es furchtbar klingt ist schon mal eine Einschätzung für mich und gut zu wissen, wie es nach außen wirkt.
Manchmal denkt man ja selbst man übertreibt, weil man nicht mehr objektiv ist oder zu sehr involviert.
Ich würde auch wollen dass mein Mann seinen Sohn sehen könnte. Aber mir fällt außer dieser einen Variante keine Möglichkeit ein, wie man es umsetzen kann, und gleichzeitig wir nicht wieder zum Opfer dieser Frau werden.

Ich denke dass es gut wäre erst einmal mit der Anwältin die Möglichkeiten zu besprechen, die uns zur Verfügung stehen.

lg

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11. Juli 2009 um 20:44
In Antwort auf kleinermaulwurff

Lieben Dank Saramira
Dass Du findest dass es furchtbar klingt ist schon mal eine Einschätzung für mich und gut zu wissen, wie es nach außen wirkt.
Manchmal denkt man ja selbst man übertreibt, weil man nicht mehr objektiv ist oder zu sehr involviert.
Ich würde auch wollen dass mein Mann seinen Sohn sehen könnte. Aber mir fällt außer dieser einen Variante keine Möglichkeit ein, wie man es umsetzen kann, und gleichzeitig wir nicht wieder zum Opfer dieser Frau werden.

Ich denke dass es gut wäre erst einmal mit der Anwältin die Möglichkeiten zu besprechen, die uns zur Verfügung stehen.

lg

Ehrlich gesagt...
... finde ich es schon mehr als furchtbar, wenn man bedenkt, dass du schwanger bist. Es ehrt dich, dass du es unterstützen willst, dass er seinen Sohn sieht. Der Junge tut mir leid. Aber du musst jetzt auch erstmal an dich (und euren gemeinsamen Sohn und das Ungeborene) denken.

Wenn die Frau tatsächlich eurer Einschätzung nach zu so was fähig wäre, ist die Anwältin sicher die beste Adresse. Vielleicht lässt sich dein Mann ja von ihr überzeugen, dass dein Vorschlag (oder etwas anderes, eventuell Treffen bei der Oma oder so?) derzeit am sinnvollsten wäre. Das muss ja nicht immer so bleiben.

Ich nehme an, das mit der ehelichen Gewalt war eine Lüge von ihr. Falls die Frau wirklich mit Missbrauch o.Ä. kommen sollte, kann das ein Psychologe ja sicher entkräften. Es ist aber ja gar nicht gesagt, dass sie so weit geht.

Ihr müsst auch mal zur Ruhe kommen.

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11. Juli 2009 um 22:20
In Antwort auf saramira81

Ehrlich gesagt...
... finde ich es schon mehr als furchtbar, wenn man bedenkt, dass du schwanger bist. Es ehrt dich, dass du es unterstützen willst, dass er seinen Sohn sieht. Der Junge tut mir leid. Aber du musst jetzt auch erstmal an dich (und euren gemeinsamen Sohn und das Ungeborene) denken.

Wenn die Frau tatsächlich eurer Einschätzung nach zu so was fähig wäre, ist die Anwältin sicher die beste Adresse. Vielleicht lässt sich dein Mann ja von ihr überzeugen, dass dein Vorschlag (oder etwas anderes, eventuell Treffen bei der Oma oder so?) derzeit am sinnvollsten wäre. Das muss ja nicht immer so bleiben.

Ich nehme an, das mit der ehelichen Gewalt war eine Lüge von ihr. Falls die Frau wirklich mit Missbrauch o.Ä. kommen sollte, kann das ein Psychologe ja sicher entkräften. Es ist aber ja gar nicht gesagt, dass sie so weit geht.

Ihr müsst auch mal zur Ruhe kommen.

Danke für Deine lieben Worte
Du hast so Recht. Ich sollte jetzt erst an das ungeborene denken und wir brauchen mal Ruhe. Der Weg zur Anwältin ist jetzt der sinnvollste

LG

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11. Juli 2009 um 22:25
In Antwort auf kleinermaulwurff

Danke für Deine lieben Worte
Du hast so Recht. Ich sollte jetzt erst an das ungeborene denken und wir brauchen mal Ruhe. Der Weg zur Anwältin ist jetzt der sinnvollste

LG

Ach ja
Natürlich sind die Anschuldigungen von den Vorfällen aus der Ehe (Anzeige) aus der Luft gegriffen und so habe ich in der ganzen Zeit meinen Mann auch nie erlebt.
Und den Sohn darf er aufgrund der Anzeige nicht mehr sehen. Wo der Zusammenhang sein soll, hat bisher keiner erklärt, da er ja immerhin fast zwei Jahre jede Woche den Sohn hatte und die angeblichen Vorfälle aus der Zeit davor stammen sollen. Das verstehe einer.

lg

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19. März 2010 um 1:20

Ich hab geweint...
Ich hab so geweint, als ich Deinen ersten Beitrag gelesen hab, Kleinermaulwurf.
Du sprichst meine Gefühle und Ängste total an...
hoffentlich wird alles gut...

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19. März 2010 um 10:55
In Antwort auf eowyn_12540604

Ich hab geweint...
Ich hab so geweint, als ich Deinen ersten Beitrag gelesen hab, Kleinermaulwurf.
Du sprichst meine Gefühle und Ängste total an...
hoffentlich wird alles gut...


Ich wünsche auch dass alles gut wird liebe urmel, und bin zuversichtlich

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19. März 2010 um 11:50
In Antwort auf kleinermaulwurff


Ich wünsche auch dass alles gut wird liebe urmel, und bin zuversichtlich

Gedanken...
Hallo,
habe seit gestern sehr viel nachgedacht..eure Texte gelesen, eure Gefühle versucht zu verstehen, meinem Freund auszüge aus diesen Texten zu lesen gegeben um ihm zu zeigen, was mich bewegt und obwohl wir sehr oft darüber reden ihm das ganze eben auch mal in andere Worten zum verstehen gegeben... Vieles hat mir geholfen, aber auch trotzdem angst gemacht....
wie ihr alle sagt spielt sich irgendwann alles ein... alles wird schon irgendwie die menschen, das umfeld, die freunde gewöhnen sich an die situation....und genau das ist das was mich stört... ich will nicht dass sich irgendjemand an die situation gewöhnen muss... ich will nicht dass alles schon irgendwie wird.. warum muss es denn etwas "spezielles" bleiben? Das kind der ex behält seine sonderrolle..sei es die sonderstellung der nicht anwensenden mutter, sei es die sonderstellung des erstgeborenen kindes sei es das kind was nie anwesend sein kann... das macht mich irgenwie unglücklich. meine cousine erwartet in wenigen tagen ihr zweites kind und wir haben sie gestern nochmal besucht... es ist meine familie deshalb würden sie nie unsensibel reagieren und ihn fragen und obwohl ich glücklich bin das ich nicht in so eine sitiation gebracht werde bin ich trotzdem traurig darüber, dass alle eben so vorsichtig reagieren,,,,ich habe -trotz meines jungen alters und auch noch keinem dringenden babywunsch- wirklich sehr genaue vorstellungen von meiner familie und obwohl ich mir so sicher bin, dass mein partner der beste papa der welt für mein kind wäre bin ich echt am verzweifeln ob ich immer mit dieser "sonderstellung" leben möchte, und sei es nur das ständige reden über die bescheuerte ex...denn die beziehung zu meinen schwiegereltern in spe und seiner ex ist mehr als schlecht.... sie hatte/wollte/will ihnen den kontakt zu ihrer enkelin verbieten... durch mich und mein drängen hat sich mein freund jedoch jetzt durchgesetzt und die kleine liebt ihre so sehr vermissten großeltern... die eben nicht an ihrer entwicklung teilhaben konnten...
Kennt ihr das gefühl euren freund einfach gerne mal schütteln zu wollen um ihn zu fragen warum warst du damals soooooo dumm??? wer zum teufel warst du damals und wo war dein gehirn??? obwohl ich meinen partner liebe, von ganzem herzen und mehr als das weiß ich nicht ob ich mit dieser "sonderstellung" klakommen werde? was ist wenn ich schwanger werde und nicht solche positiven gefühle haben werde wie ihr? Werde ich ihn dann verlieren? eine kind ohne mann möchte ich nicht!
total zwischen den stühlen....
eure honor

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17. März 2011 um 14:05

Wow
hallo, wow da hast du aber auch schon einiges erlebt!!!!

UNd immer wieder die gleiche Problematik....
Wie geht der Mann / Vater mit all dem um...
welches Gefühl vermittelt er dem Kind, der Ex und der Partnerin???!!!
Und Wieviel lastet sich die "Zweitfrau" auf....weils sie gerne tut, weil es vielleicht erwartet wird...weil man die Gunst des mannes haben möchte....

Also ich habe mich hier lange durchs Forum durchgelesen und mußte feststellen:

Liebe (Stief) Mamis wir sind doch schon so eine Spezies....machen uns über alles einen Kopf wollen es jedem recht machen...haben Anfangs so eine große Portion Optmismus, übernehmen bereitwillig Verantwortung , stecken freiwillig zurück ...die LIst könnte beliebig verlängert werden...
Und dann hoffen wir auf Feedback, auf Annerkennung auf Hilfe und Unterstützung....
Stossen auf Vorurteile!!!
Aschenputtel ist in allen Köpfen!!! (Hab mir überlegt ein Gegenbuch zu schreiben: "Als Aschenputtel trotze")
Werden begutachtet und mit Erwartungen überschüttet, die glaube ich keiner "normalen " Mami je auferlegt werden...und auch diese Liste ist belieb fortsetzbar...
(Spreche aus meiner persönlichen Erfahrung bin Mami und Stiefmutter)
Müssen feststellen, daß wir wohl die einziegen sind die sich so intensiv den Kopf zerbrechen ob es auch ja alles gut geht....

Für die Kids ist es eh selbstverständlich, sie nehmen was man ihnen bietet und leben die Form aus wie man es ihnen serviert und zu läßt...ihnen kann man am wenigsten einen Vorwurf machen liegt in der Natur lächel...
Die Exfrauen/Verwandeten, zerbrechen sich bestimmt nicht ihren Kopf über uns Zweitfrauen....ob es uns zu viel sein könnte, wie wir uns fühlen usw...sie haben ja ihre eigenen Sorgen und Sicht der Dinge,,,,
Und unsere lieben Männer/Väter ???
Denen gehts doch meist ganz prima damit, sie ernten Unterstützung, Verständniss Hilfe ....haben doch meistens eh ein schlechtes Gewissen ihrer Kinder wegen dem Scheitern der Ehe....und dann kommt doch so eine Poverfrau, die für alle ein Herz hat wie gerufen!!!! Warum sollten die was ändern???
Wie könnten die unsere Emotionen verstehen?

Schön das es hier ein Forum gibt wo wir uns austauschen können...
Alles Liebe


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18. März 2011 um 13:19

Deine probleme/sorgen/nöte ...
lassen meine probleme als mutter dreier kinder und stiefmutter zweier sporadischer besuchskinder ganz klein werden.
lieber maulwurff,

ich habe alle bisherigen beiträge hier gelesen und schwanke zwischen tiefer rührung, glückseligkeit, trauer, entsetzen, schuldgefühlen und erleichterung ...
mich rührt die vielzahl einfühlsamer gedanken von euch betroffenen stiefmamas.
ich schwebe auf wolke sieben, weil ich soviele parallelen in der gefühlswelt wiederfinde, die mich mein los leichter aushalten lassen.
trauer empfinde ich über deine situation, in der du glücklich auf dein wachsendes baby achten solltest und nun neben schwangerschaft solche probleme wälzen musst.
entsetzt bin ich über die niedertracht, zu der die konkrete mutter deiner lebensgeschichte fähig ist.
und dies alles lässt schuldgefühle in mir aufleben, weil ich genau zu der "sorte" "zweitfrau" gehöre, die auf die liebesbezeugungen ihres partner zu seinen großen kindern unendlich eifersüchtig ist.
und die erleichterung, dass ich wenigstens eine erklärung für mein verhalten finden kann, die es mir ermöglicht, mir doch jeden morgen wieder ins gesicht zu sagen: ich liebe dich, auch wenn du so fehlerbehaftet bist.

....

in meiner situation sieht es so aus: die zwölfjährige tochter meines LG will uns nicht mehr besuchen und auch der 14jährige sohn zieht sich zurück. ihre mutter hat sich von ihrem neuen Mann (mit dem sie ein drittes hat) getrennt, klagt nur noch über finanzielle nöte, bespricht ihre probleme mit ihnen. die tochter entwickelt sich zur "besten freundin", der sohn zum "mann im haus".
mein LG ist traurig und wütend, wird aber bald resignieren und kontaktversuche einschränken. und ich erwische mich dabei, dass ich erleichtert bin .... aber eben nur halb, da jetzt erst recht ständig über die kinder und die ex gesprochen wird. und das macht mich fertig.


wie auch immer:

ich danke euch allen für eure beiträge

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18. März 2011 um 16:47
In Antwort auf aya_12914930

Deine probleme/sorgen/nöte ...
lassen meine probleme als mutter dreier kinder und stiefmutter zweier sporadischer besuchskinder ganz klein werden.
lieber maulwurff,

ich habe alle bisherigen beiträge hier gelesen und schwanke zwischen tiefer rührung, glückseligkeit, trauer, entsetzen, schuldgefühlen und erleichterung ...
mich rührt die vielzahl einfühlsamer gedanken von euch betroffenen stiefmamas.
ich schwebe auf wolke sieben, weil ich soviele parallelen in der gefühlswelt wiederfinde, die mich mein los leichter aushalten lassen.
trauer empfinde ich über deine situation, in der du glücklich auf dein wachsendes baby achten solltest und nun neben schwangerschaft solche probleme wälzen musst.
entsetzt bin ich über die niedertracht, zu der die konkrete mutter deiner lebensgeschichte fähig ist.
und dies alles lässt schuldgefühle in mir aufleben, weil ich genau zu der "sorte" "zweitfrau" gehöre, die auf die liebesbezeugungen ihres partner zu seinen großen kindern unendlich eifersüchtig ist.
und die erleichterung, dass ich wenigstens eine erklärung für mein verhalten finden kann, die es mir ermöglicht, mir doch jeden morgen wieder ins gesicht zu sagen: ich liebe dich, auch wenn du so fehlerbehaftet bist.

....

in meiner situation sieht es so aus: die zwölfjährige tochter meines LG will uns nicht mehr besuchen und auch der 14jährige sohn zieht sich zurück. ihre mutter hat sich von ihrem neuen Mann (mit dem sie ein drittes hat) getrennt, klagt nur noch über finanzielle nöte, bespricht ihre probleme mit ihnen. die tochter entwickelt sich zur "besten freundin", der sohn zum "mann im haus".
mein LG ist traurig und wütend, wird aber bald resignieren und kontaktversuche einschränken. und ich erwische mich dabei, dass ich erleichtert bin .... aber eben nur halb, da jetzt erst recht ständig über die kinder und die ex gesprochen wird. und das macht mich fertig.


wie auch immer:

ich danke euch allen für eure beiträge

Liebe marqueena
Ich kann Deine Gefühle gut verstehen
Das ist ja eine fatale Entwicklung, Tochter wird zur Freundin und Sohn zum Mann im Haus Wie kann man so viel falsch machen ...

Danke fürs Mitfühlen Mittlerweile hab ich meinen Sohn auf die Welt gebracht, er ist 12 Monate alt. Ich hab gestern noch mal über meine Gefühle von damals drüber gelesen und mir wurde bewusst wie sehr mich die damaligen Vorfälle, aufgrund meiner Schwangerschaft, in Angst versetzt haben.

Das traurige ist, dass es oft ein ewiges Thema ist das man nicht einfach abstreifen kann, ohne den Mann selbst abzustreifen.

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