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Mein mann ist geizig

2. Dezember 2014 um 12:40

Hallo zusammen ;
Ich habe ein Rieses großes Problem mit meinem Mann.
Wir sind seit 11 Jahren verheiratet und seit 13 Jahren zusammen. Haben zwei Kinder von 11 und 12 Jahren.
Mein Mann meckert in letzter Zeit nur noch wegen Geld, sparen usw. und wird immer unangenehmer und jähzorniger.
Für unsere Kinder tut er alles. Sie bekommen fast alles und haben teure Hobbys, da mein Mann nicht schlecht verdient.
Ich gehe stundenweise mit arbeiten.
Wenn ich mir aber etwas kaufe, egal was, heißt es sparen. Zum Geburtstag, Jahrestag Weihnachten ect. bekomme ich nichts, da er meint wir müssten sparen.
Das Geld was ich verdiene soll den Kindern zugute kommen. Davon werden die Hobbys bezahlt, Renovierungen und kleine Neuanschaffungen. Auch Kleidung für die Kids muss ich davon bezahlen.
Zuletzt habe ich mir eine kleine Tischlampe für 20,- Euro gekauft, da macht er schon einen aufstand.
Dann ist mein Trockner kaputt gegangen und er weigert sich einen neuen zu kaufen, da man die Wäsche ja auch aufhängen kann und das energiesparender wäre.
Essen gehen oder sich mit Freunden mal treffen,wie jetzt auf dem Weihnachtsmarkt mag er auch nicht, da es ihm zu teuer ist.
Wir hocken jedes Wochenende zuhause und er bestimmt was gemacht wird. Ich bin total unglücklich und weiß einfach nicht mehr weiter.
Sonntag war er mit unserem Auto tanken. Er meinte dann, ich hätte zuviel Benzin verbraucht und solle mir angewöhnen, auch bei dieser Jahreszeit mit dem Fahrrad zu fahren, sonst würde er mir den Schlüssel weg nehmen.
Er hat aber seine Hobbys die er nach geht und ich stehe auf einmal extrem unter seinem Pantoffel. Rechthaberisch und bestimmend war er schon immer, aber wie gesagt nicht so extrem wie jetzt.
Ist vielleicht jemand in der gleichen Situation oder kann mir ein paar Tipps geben. Ich kann so nicht mehr.

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16. Februar 2015 um 16:16

Wie wir es planen
Hallo Nudel,

ich kann dich verstehen, auch als Mann.

Ich selber bin zwar auch eher sparsamer Mensch (meine Freundin sagt, sie kennt niemanden der so geizig wäre).

So wie du deine Situation schilderst ist dein Mann aber noch sparsamer, zumindest von der Einstellung her.

Zunächst ist es sehr positiv, dass ihr euren Kinder soweit alles ermöglicht, davon kann Kind nur träumen und die Eltern stolz sein. (Eure Kindern müsst ihr das nicht einbläuen wie gut sie es haben, es reicht wenn sie lernen/wissen, dass nichts umsonst ist und mit einer gewissen Leistung verbunden ist)

Dennoch brauch jeder Mensch eine gewisse Wertschätzung und so auch ab und zu eine kleine materielle Anerkennung (Tischlampe, Buch, ...).

Ich finde es absurd bei den aktuellen minus Temperaturen mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren bzw. unterwegs zu sein.
(Frauen haben außerdem nicht so eine dicke Lederhaut, wie wir Männer
Von meinem Punkt aus kann ich nicht beurteilen, wie ernst er das meint. Jedoch glaube ich, dass sich seine Sparsamkeit erhöht, dir fällt es seit einiger Zeit auf.

Von deinem Geld solltest du dir auch mal was gönnen dürfen. Schließlich lebt ihr ja auch noch, nicht nur für eure Kinder - vor euren Kindern habt ihr ja auch für euch gelebt.

Ihr solltet generell noch mal über euer Einkommen und die Verteilung sprechen.

Es darf ja nicht ungerecht werden, sofern er den Großteil verdient und davon alles bezahlt und sich selbst etwas gönnt - du hast sein Hobby angesprochen und du zusätzliches Geld verdienst, sollte auch was für dich übrig bleiben.
Ich kann natürlich verstehen, dass man(n) über das verdiente bestimmen möchte. Schließlich erbringt er die Leistung - woher sein Sinneswandel kommt, kann ich nicht beurteilen.
Zunächst habe ich an Geldsorgen gedacht, dann daran, dass er den Job verloren hat, vielleicht hat sich auch die Arbeitssituation / die -Bedingungen stark verschlechtert, sodass er befürchtet, den Job zu verlieren oder weniger zu verdienen.

Bei uns ist es aktuell noch so, dass wir beide Arbeiten und ein Gemeinschaftskonto haben, auf dieses Zahlen wir beide gleichermaßen ein, davon werden alle Haushaltskosten bezahlt.
Dann hat jeder noch sein eigenes Geld, mit dem wir tun und lassen was wir wollen.

Zukünftig wenn wir eine Familie gründen, sieht der Plan so aus, dass ich alle Haushaltskosten zahle, sie nur noch in Teilzeit arbeitet und dieses Geld für sich verwendet.
Zusätzlich plane ich ihr noch etwas von meinem Verdienst abzugeben, damit sie noch etwas mehr Spielraum hat (bspw. den steuerlichen Vorteil, wenn wir heiraten)

Meine Freundin befürchtet allerdings kein Mitspracherecht mehr zu haben und sieht hier eine gewisse Abhängigkeit.

Sparsamkeit ist grundsätzlich nicht schlecht.
Eventuell sprichst du mal mit einem guten Freund von Ihm oder setzt einen guten Freund auf Ihn an, jedoch würde ich zunächst noch mal mit ihm selber sprechen, woher der Sinneswandel kommt.

Bei so einem sensiblen Thema (bei dem schnell das männliche Ego angekratzt wird) bitte behutsam vorgehen, aber als Frau gibt es da ja diverse Möglichkeiten (da sind wir Männer alle gleich).

Tipp:
- direkt Ansprechen behutsam
- indirekt Ansprechen oder Freunde / Kollegen fragen
- Kompromiss schließen (1x pro Monat Essen gehen)

Gruß CiL

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