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Mein launischer, anstrengender Vater

12. November 2019 um 18:17 Letzte Antwort: 13. November 2019 um 10:02

Hallo ihr Lieben,
Ich warne euch vor das wird ein langer Mimimi-Post aber das muss echt mal raus...

Ich bin für ein paar Monate am Ende meines Studiums zurück zu meinen Eltern gezogen und habe von dort aus meine Abschlussarbeit geschrieben.

Mein Vater ist sehr altmodisch und konservativ und für ihn ist es nur natürlich, dass ich als Tochter für ihn koche, wenn er Mittagspause hat. Normalerweise ist das kein Problem für mich (mal abgesehen von dem fraglichen Frauenbild), denn ich koche sehr gerne und bin ja sowieso zu Hause. ABER: Ich hasse es mittlerweile so sehr für ihn zu kochen! Er ist immer so anstrengend wie ein Kleinkind.
Eine Zeit lang hat das gut funktioniert. Er hat mittags angerufen und gefragt was es denn leckeres gibt ob ich etwas koche. Dann hab ich das auch gemacht. Irgendwann hieß es dann nur "Ich komme immer um XX Uhr! Merk dir das!" Und das Essen musste immer pünktlich auf dem Tisch stehen. Das war dann schon weniger spaßig für mich, aber als er dann auch noch launisch und anstrengend wurde und mich immer wieder wegen Kleinigkeiten nieder gemacht hat, haben wir kaum noch miteinander geredet und ich vermied es für ihn zu kochen.

Beispiel:
Ich hab einmal für meine Eltern und mich etwas neues und richtig leckeres gekocht (gebackene Senf-Kartoffeln und -Karotten mit Schweinefilet und Lauchsoße).
Als ich einen Teller vor meinen Vater gestellt habe hat er es schon so missbilligend betrachtet und geschnaubt. Es stellte sich heraus, dass er keine Soße mag. Meine Mutter fragte mich ob ich auch einen Teller ohne Soße hab aber ich hab schon auf alle 3 Soße gegossen.
Wir setzten uns an den Tisch und meine Mutter sagte meinem Vater "Komm ich nehme jetzt die Soße einfach runter auf meinen Teller".
Vater: "Nimm alles ich will das nicht!"
Sie: "Aber wieso das ist doch gutes Fleisch das magst du"
Er: "ICH HAB GESAGT ICH WILL DAS NICHT" Dann stand er auf ging zum Kühlschrank und nahm sich da Wurst raus und aß dann das.

Und das war eine von so vielen Situationen die mich zutiefst verletzt haben und ein Grund warum ich es so sehr hasse für ihn zu kochen.
Mein Problem ist aber dass er eben erwartet, dass ich für ihn koche und wenn ich das nicht tue kann er mir nichtmal SAGEN, dass er deswegen sauer ist sondern macht mich auf eine andere Weise runter.

Beispiel 1:
Mein Vater hat mich gerufen und gefragt ob ich etwas essen will. Ich war überrascht, dass er fagt und selbst essen kochen will und haben dann gesagt "Achso ja. Was gibt es denn?"
Er: "Darf ich nichtmal fragen??" Und äffte mir nach:: "Was gibts denn was gibts denn..." und sagte noch "warum bist du so frech!"
Hab dann nicht mehr geantwortet und den Rest ignoriert. Er hat sich wohl ein Reste warm gemacht und ist dann zur Arbeit.

Ich hab meiner Mutter davon erzählt und sie sagte es würde schon reichen, wenn ich ihm nur etwas warm mache und hinter ihm aufräume. Dann wäre er schon zufrieden.
Das könnte ich natrlich machen aber mein Ego lässt es nicht zu. Ich hab soviele negative Gefühle ihm ggü. Ich will nicht sagen, dass ich ihn hasse aber ich kann einfach nicht mehr für ihn kochen!

Was meint ihr dazu?
Seit diesem Monat habe ich wieder eine eigene Wohnung und habe Abstand. Aber ich bin so verletzt und wütend und das obwohl die Beispiele schon Wochen her sind.... Das Problem ist auch, dass es noch viel mehr solcher Beispiele gibt. Ständig vom eigenen Vater so niedergemacht zu werden tut einfach nur so weh....

Danke dafür, dass du das bis hierhin gelesen hast.
 

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12. November 2019 um 20:52
In Antwort auf maeusken96

Hallo ihr Lieben,
Ich warne euch vor das wird ein langer Mimimi-Post aber das muss echt mal raus...

Ich bin für ein paar Monate am Ende meines Studiums zurück zu meinen Eltern gezogen und habe von dort aus meine Abschlussarbeit geschrieben.

Mein Vater ist sehr altmodisch und konservativ und für ihn ist es nur natürlich, dass ich als Tochter für ihn koche, wenn er Mittagspause hat. Normalerweise ist das kein Problem für mich (mal abgesehen von dem fraglichen Frauenbild), denn ich koche sehr gerne und bin ja sowieso zu Hause. ABER: Ich hasse es mittlerweile so sehr für ihn zu kochen! Er ist immer so anstrengend wie ein Kleinkind.
Eine Zeit lang hat das gut funktioniert. Er hat mittags angerufen und gefragt was es denn leckeres gibt ob ich etwas koche. Dann hab ich das auch gemacht. Irgendwann hieß es dann nur "Ich komme immer um XX Uhr! Merk dir das!" Und das Essen musste immer pünktlich auf dem Tisch stehen. Das war dann schon weniger spaßig für mich, aber als er dann auch noch launisch und anstrengend wurde und mich immer wieder wegen Kleinigkeiten nieder gemacht hat, haben wir kaum noch miteinander geredet und ich vermied es für ihn zu kochen.

Beispiel:
Ich hab einmal für meine Eltern und mich etwas neues und richtig leckeres gekocht (gebackene Senf-Kartoffeln und -Karotten mit Schweinefilet und Lauchsoße).
Als ich einen Teller vor meinen Vater gestellt habe hat er es schon so missbilligend betrachtet und geschnaubt. Es stellte sich heraus, dass er keine Soße mag. Meine Mutter fragte mich ob ich auch einen Teller ohne Soße hab aber ich hab schon auf alle 3 Soße gegossen.
Wir setzten uns an den Tisch und meine Mutter sagte meinem Vater "Komm ich nehme jetzt die Soße einfach runter auf meinen Teller".
Vater: "Nimm alles ich will das nicht!"
Sie: "Aber wieso das ist doch gutes Fleisch das magst du"
Er: "ICH HAB GESAGT ICH WILL DAS NICHT" Dann stand er auf ging zum Kühlschrank und nahm sich da Wurst raus und aß dann das.

Und das war eine von so vielen Situationen die mich zutiefst verletzt haben und ein Grund warum ich es so sehr hasse für ihn zu kochen.
Mein Problem ist aber dass er eben erwartet, dass ich für ihn koche und wenn ich das nicht tue kann er mir nichtmal SAGEN, dass er deswegen sauer ist sondern macht mich auf eine andere Weise runter.

Beispiel 1:
Mein Vater hat mich gerufen und gefragt ob ich etwas essen will. Ich war überrascht, dass er fagt und selbst essen kochen will und haben dann gesagt "Achso ja. Was gibt es denn?"
Er: "Darf ich nichtmal fragen??" Und äffte mir nach:: "Was gibts denn was gibts denn..." und sagte noch "warum bist du so frech!"
Hab dann nicht mehr geantwortet und den Rest ignoriert. Er hat sich wohl ein Reste warm gemacht und ist dann zur Arbeit.

Ich hab meiner Mutter davon erzählt und sie sagte es würde schon reichen, wenn ich ihm nur etwas warm mache und hinter ihm aufräume. Dann wäre er schon zufrieden.
Das könnte ich natrlich machen aber mein Ego lässt es nicht zu. Ich hab soviele negative Gefühle ihm ggü. Ich will nicht sagen, dass ich ihn hasse aber ich kann einfach nicht mehr für ihn kochen!

Was meint ihr dazu?
Seit diesem Monat habe ich wieder eine eigene Wohnung und habe Abstand. Aber ich bin so verletzt und wütend und das obwohl die Beispiele schon Wochen her sind.... Das Problem ist auch, dass es noch viel mehr solcher Beispiele gibt. Ständig vom eigenen Vater so niedergemacht zu werden tut einfach nur so weh....

Danke dafür, dass du das bis hierhin gelesen hast.
 

Warum kochst du überhaupt für ihn? Ich würde ganz klar sagen, dass dir die Umgangsformen nicht gefallen. Klar solltest du dich nützlich machen. Du liegst ihnen auf der Tasche und sollst dich unbedingt einbringen. Er kommt wohl für alles auf. Heißt aber nicht, dass man respektlos miteinander umgehen darf. Ich vermute, diese Abneigung die du spürst, spürt dein Vater auch dir gegenüber. Bald kannst du ausziehen
 

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13. November 2019 um 10:02
In Antwort auf maeusken96

Hallo ihr Lieben,
Ich warne euch vor das wird ein langer Mimimi-Post aber das muss echt mal raus...

Ich bin für ein paar Monate am Ende meines Studiums zurück zu meinen Eltern gezogen und habe von dort aus meine Abschlussarbeit geschrieben.

Mein Vater ist sehr altmodisch und konservativ und für ihn ist es nur natürlich, dass ich als Tochter für ihn koche, wenn er Mittagspause hat. Normalerweise ist das kein Problem für mich (mal abgesehen von dem fraglichen Frauenbild), denn ich koche sehr gerne und bin ja sowieso zu Hause. ABER: Ich hasse es mittlerweile so sehr für ihn zu kochen! Er ist immer so anstrengend wie ein Kleinkind.
Eine Zeit lang hat das gut funktioniert. Er hat mittags angerufen und gefragt was es denn leckeres gibt ob ich etwas koche. Dann hab ich das auch gemacht. Irgendwann hieß es dann nur "Ich komme immer um XX Uhr! Merk dir das!" Und das Essen musste immer pünktlich auf dem Tisch stehen. Das war dann schon weniger spaßig für mich, aber als er dann auch noch launisch und anstrengend wurde und mich immer wieder wegen Kleinigkeiten nieder gemacht hat, haben wir kaum noch miteinander geredet und ich vermied es für ihn zu kochen.

Beispiel:
Ich hab einmal für meine Eltern und mich etwas neues und richtig leckeres gekocht (gebackene Senf-Kartoffeln und -Karotten mit Schweinefilet und Lauchsoße).
Als ich einen Teller vor meinen Vater gestellt habe hat er es schon so missbilligend betrachtet und geschnaubt. Es stellte sich heraus, dass er keine Soße mag. Meine Mutter fragte mich ob ich auch einen Teller ohne Soße hab aber ich hab schon auf alle 3 Soße gegossen.
Wir setzten uns an den Tisch und meine Mutter sagte meinem Vater "Komm ich nehme jetzt die Soße einfach runter auf meinen Teller".
Vater: "Nimm alles ich will das nicht!"
Sie: "Aber wieso das ist doch gutes Fleisch das magst du"
Er: "ICH HAB GESAGT ICH WILL DAS NICHT" Dann stand er auf ging zum Kühlschrank und nahm sich da Wurst raus und aß dann das.

Und das war eine von so vielen Situationen die mich zutiefst verletzt haben und ein Grund warum ich es so sehr hasse für ihn zu kochen.
Mein Problem ist aber dass er eben erwartet, dass ich für ihn koche und wenn ich das nicht tue kann er mir nichtmal SAGEN, dass er deswegen sauer ist sondern macht mich auf eine andere Weise runter.

Beispiel 1:
Mein Vater hat mich gerufen und gefragt ob ich etwas essen will. Ich war überrascht, dass er fagt und selbst essen kochen will und haben dann gesagt "Achso ja. Was gibt es denn?"
Er: "Darf ich nichtmal fragen??" Und äffte mir nach:: "Was gibts denn was gibts denn..." und sagte noch "warum bist du so frech!"
Hab dann nicht mehr geantwortet und den Rest ignoriert. Er hat sich wohl ein Reste warm gemacht und ist dann zur Arbeit.

Ich hab meiner Mutter davon erzählt und sie sagte es würde schon reichen, wenn ich ihm nur etwas warm mache und hinter ihm aufräume. Dann wäre er schon zufrieden.
Das könnte ich natrlich machen aber mein Ego lässt es nicht zu. Ich hab soviele negative Gefühle ihm ggü. Ich will nicht sagen, dass ich ihn hasse aber ich kann einfach nicht mehr für ihn kochen!

Was meint ihr dazu?
Seit diesem Monat habe ich wieder eine eigene Wohnung und habe Abstand. Aber ich bin so verletzt und wütend und das obwohl die Beispiele schon Wochen her sind.... Das Problem ist auch, dass es noch viel mehr solcher Beispiele gibt. Ständig vom eigenen Vater so niedergemacht zu werden tut einfach nur so weh....

Danke dafür, dass du das bis hierhin gelesen hast.
 

wenn es dich so belastet (was ich für übertrieben halte) wieso sprichst du nicht mit ihm?
 

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