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Mein Kleinkind ist ein Teufelchen

1. April 2015 um 16:11

Hallo!

Ich befürchte, dass dies ein Thema von tausend ist, welches nahezu den selben Inhalt hat, aber ich will eine Umarmung oder ein "das geht vorbei" hören, und zwar jetzt.

Gerade habe ich eigentlich viel zu tun im Haushalt. Ich muss abwaschen, Wäsche waschen und aufhängen, das Bad mal auf Vordermann bringen, weil mein Freund das Chaos bevorzugt und staubsaugen: das dritte Mal heute. Gestern war es noch häufiger. Das klingt vielleicht erst mal normal, aber ich sitze jetzt vor meinem Laptop und frage mich echt wie ich jetzt handeln soll.

Zur Situation: mein kleiner Teufel ist jetzt 20 Monate alt und hat ein paar bescheuerte Eigenarten entwickelt. Er spuckt zur Zeit ständig sein Trinken wieder aus, macht die ganze Wohnung nass und sich selbst ja sowieso. Ich ziehe ihn etwa zehn Mal am Tag um. Das macht er übrigens auch, wenn ich dabei bin. Ich lasse ihn jetzt schon gar nicht mehr mit Trinkflasche in der Wohnung rumlaufen. Aber gar nicht Trinken lassen ist natürlich Oberquatsch. Da muss ich durch und das ignoriere ich weitestgehend und sage "nicht ausspucken" blah. Was man halt so tut.

Doch seit ein paar Tagen ist der Blumentopf samt Blumenerde und das Katzenklo dran. Er räumt es ständig aus. Ich gehe auf Klo, komme aus dem Bad raus, ist die ganze Erde verteilt. Oder das klumpige, feuchte Katzenstreu. Er weiß, dass er das auf keinen Fall darf. Wenn ich ihn erwische, springt er sofort auf und klopft sich die Hände ab. Dieser Blick... manchmal frage ich mich ob er es mit Absicht macht, aber alle alle Menschen in einem Forum sagen immer: die wissen nicht was sie tun und bestrafen ist unsinnig. Ja, aber was tun? Nachdem ich das dritte Mal staubsaugen musste, habe ich ihn ins Zimmer gesetzt und die Tür zugemacht. Er hat nicht mal geweint. Ich weiß auch, dass man so kleine Kinder nicht einfach ins Zimmer wegsperren soll, aber für diesen kleinen Augenblick war ich einfach so wütend und erschöpft, dass ich es einfach getan habe. Er hat nur kurz geschmort und ich gesaugt, bin in sein Zimmer, haben kurz gekuschelt uns einen Kuss gegeben und ihm gesagt, dass ich ihn sehr lieb habe. Ich dachte alles wäre toll. Fünf Minuten später bin ich kurz in die Küche, Tür auf, freies Sichtfeld aufs Wohnzimmer, aber nicht auf die blöde Ecke mit dem Katzenklo. Und da höre ich schon wie die Steinchen auf das Parkett fielen...

Jetzt bin ich einfach nur noch enttäuscht, genervt und immer noch wütend. Entweder will er mich vorsätzlich ärgern (was die Kleinen angeblich niemals im Sinn haben) oder er will mir was sagen (ich will lieber eine Katze sein)... auf jeden Fall bin ich gerade mit meinem Latein am Ende. Gestern als ich gekocht habe, hat er die guten Ausgehschuhe meines Freundes mit Katzenstreu gefüllt... ich war froh, dass er nicht da war, denn er geht definitiv strenger mit ihm um und brüllt ihn auch schon mal an das er erschreckt und weint.

Was soll ich jetzt machen? Einfach die ganze Zeit "nein" sagen. "Nein, das macht man nicht"... ich mache nix anderes. Ich setze ihn dann weg, auch mal ins Zimmer (mache dabei aber nicht die Tür zu) und räume auf. Aber langsam nervt es. Soll ich abwarten, bis es irgendwann mal wieder vorbei geht? Nur ne blöde Phase? er ist auch schon seit gut 2 Monaten in einer vorläufigen Trotzphase, also mit allem Pipapo: auf den Boden schmeißen, sich nach hinten fallen lassen, heulen bis zum Gehtnichtmehr, etwas haben wollen obwohl er es nicht will, weglaufen wenn wir draußen sind...

Wenn mich jetzt jemand fragen würde welche Zeit bisher am Anstrengendsten war, dann würde ich spontan DIESE sagen. Lieber schlafe ich nur 4 Stunden am Stück und hab ein Baby welches nur weint weil es Hunger hat oder Nähe braucht, als ein niemals hören wollendes Kind, welches mich scheinbar überhaupt nicht ernst nimmt.

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2. April 2015 um 18:57

Hey
Also ich hab irgendwann mit 1 1/2 ca angefangen meine tochter ins bett zu schicken wenn sie ausgerastet ist, darauf hin hat sie sich meist innerhalb einer minute beruhigt damit sie wieder raus durfte. Längstens hats vielleicht mal 5 minuten gedauert. Ich hab ihr immer gesagt dass sie ins bett muss bis sie sich benimmt, das verstehen sie auch wenn sie noch nicht gut reden können.
Dass man kinder nicht schreien lassen soll ist ja bei babys unter einem jahr gemeint. Außerdem schicke ich meine tochter lieber ins zimmer und mache kurz die tür zu um runter zu kommen, als dass ich gefahr laufe vielleicht mal selbst die kontrolle zu verlieren. Wir wurden als kinder immer von unserer mutter geschlagen, folglich ist es schon schwer nicht genauso in einer stresssituation zu handeln. Ich hab mir immer geschworen das nie zu tun, deswegen ziehe ich lieber die notbremse und schicke sie ins bett, in der regel hört sie dann auch wenn man ihr sagt dass sie sonst ins zimmer oder ins bett muss. Sie ist jetzt 2 1/2

Lg

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2. April 2015 um 21:39

Ins Bett sperren...
... will ich ihn nicht. Er geht freiwillig und gerne schlafen und das Bett soll allein ein Platz zum Ausruhen für ihn sein und kein Ort um eine "Strafe" abzusitzen. Da hätte ich auch zu sehr Angst, dass er dann gar nicht mehr ins Bett möchte, weil er dann denken könnte, Schlafengehen sei eine Bestrafung. Ich habe keine Ahnung inwiefern ein zwanzig Monate altes Kind das schon unterscheiden kann. Ich setze ihn halt in sein Zimmer und mache die Tür ran. Ihn stört das meist nicht und spielt dann eben, bleibt dann auch für einige Zeit selbst drin ehe er raus kommt und dann ist schon alles wieder vergessen - bei beiden Seiten. Aber an manchen Tagen macht er eben nur und ausschließlich Dinge, die ich nicht mag und ich bin mir sehr sicher, dass er weiß, dass ich es nicht mag. Und dann kommen eben auch noch die Tage dazu, in denen ich mit dem falschen Fuß aufgestanden bin und ich den ganzen Tag über gereizt bin. Und dann macht er natürlich mit. Mit Stress kann ich leider Gottes gar nicht umgehen und ich bin sehr temperamentvoll und wüte auch schon mal wie ein Wirbelwind durch die Wohnung um mich abzureagieren.

Heute war er übrigens relativ gut drauf. Seine Backenzähne drücken wie wild. Er bekommt grad zwei untere und da ist er logischer Weise auch doof drauf. Ein Mal war heute das KaKlo dran, aber mehr auch nicht. Und Wetter ist auch unausstehlich. Da leiden wir beide drunter, weil wir beide eigentlich sehr viel draußen sind und uns in der kleinen Bude gegenseitig nur noch auf die Nerven gehen. Naja morgen soll es ja schön werden und das wird gleich ausgenutzt

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3. April 2015 um 7:42

Du reagierst kaum
Er testet seine Grenzen aus, in dem Alter ist das normal. Du musst dann schon reagieren. Wie? Du kennst dein Kind am besten. Hilft erklären schon etwas? Ecke setzen. Ins Zimmer setzen? Du findest es nicht richtig, aber was ist daran so falsch? Erklär ihm, dass er gewisse Saxhen in Ruhe lassen soll oder er darf nur im Zimmer spielen. Du bist die Erwachsene, er ist das Kind. Du entscheidest, nicht er.

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3. April 2015 um 8:38
In Antwort auf gruenfuechsin

Ins Bett sperren...
... will ich ihn nicht. Er geht freiwillig und gerne schlafen und das Bett soll allein ein Platz zum Ausruhen für ihn sein und kein Ort um eine "Strafe" abzusitzen. Da hätte ich auch zu sehr Angst, dass er dann gar nicht mehr ins Bett möchte, weil er dann denken könnte, Schlafengehen sei eine Bestrafung. Ich habe keine Ahnung inwiefern ein zwanzig Monate altes Kind das schon unterscheiden kann. Ich setze ihn halt in sein Zimmer und mache die Tür ran. Ihn stört das meist nicht und spielt dann eben, bleibt dann auch für einige Zeit selbst drin ehe er raus kommt und dann ist schon alles wieder vergessen - bei beiden Seiten. Aber an manchen Tagen macht er eben nur und ausschließlich Dinge, die ich nicht mag und ich bin mir sehr sicher, dass er weiß, dass ich es nicht mag. Und dann kommen eben auch noch die Tage dazu, in denen ich mit dem falschen Fuß aufgestanden bin und ich den ganzen Tag über gereizt bin. Und dann macht er natürlich mit. Mit Stress kann ich leider Gottes gar nicht umgehen und ich bin sehr temperamentvoll und wüte auch schon mal wie ein Wirbelwind durch die Wohnung um mich abzureagieren.

Heute war er übrigens relativ gut drauf. Seine Backenzähne drücken wie wild. Er bekommt grad zwei untere und da ist er logischer Weise auch doof drauf. Ein Mal war heute das KaKlo dran, aber mehr auch nicht. Und Wetter ist auch unausstehlich. Da leiden wir beide drunter, weil wir beide eigentlich sehr viel draußen sind und uns in der kleinen Bude gegenseitig nur noch auf die Nerven gehen. Naja morgen soll es ja schön werden und das wird gleich ausgenutzt

Davor
Hatte ne freundin von mir auch angst als sie mich fragte was ich mache wenn meine tochter ausrastet, aber weder bei ihren sohn, noch bei meiner nichte oder meiner tochter gibt es abends große probleme beim schlafen gehen. Denke aber ins zimmer schicken funktioniert da genauso, ist ja im grunde genommen das gleiche prinzip. Meine tochter war noch keine 18 monate und ein richtiges eigenes zimmer hatte sie da noch nicht weil noch baustelle bei uns war aber den unterschied vetstanden hat sie schon denn beim schlafen gehen erzähle ich ihr ja nicht dass sue ins bett muss weil sie böse war aber wenn sie als strafe ins bett muss erklärte ich ihr immer warum und wie lange. Abgesehen davon haben wir ja beim schlafen gehen ein ritual.
Lg

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2. April 2015 um 0:07

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