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Mein Kind weint ständig

26. Februar 2012 um 20:56

Hallo, ich weiß einfach nicht mehr weiter...
Mein Sohn wird jetzt bald 16 Monate im momentan ist er total viel am weinen.
Wenn er was nicht darf und ich sage "nein" dann weint er. Wenn ich ihn windeln will dann weint er.
Wenn etwas nicht klappt dann weint er.
Generell weint er wirklich wegen allem.
Ich weiß mir auch nicht mehr zu helfen.
Der kleine ist mein erstes Kind und ich weiß gar nicht was ich tun soll. Ich versuche ruhig zu bleiben und versuche auf ihn einzureden das er nicht weinen brauch und das alles gut ist. Dann werde ich mal energischer und sage streng das er aufhören soll, aber egal wie ich es mache er weint und wird auch teilweise richtig sauer und böse und macht sich steif und schreit. Also, egal wie ich es mache es ist falsch... Ich bin verzweifelt.
Ist es das alter oder mache ich wirklich was falsch.
Lässt das auch wieder nach?
Was soll ich anders machen?
Wie soll ich mich verhalten?
Bin dankbar für jeden Ratschlag !!!

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27. Februar 2012 um 13:47


Ja, das ist das Alter. Ganz wichtig: Nicht böse werden, wenn er weint! Das macht er nicht ohne Grund, auch wenn der Grund für uns Erwachsene teils schwer nachzuvollziehen ist.

Z.B.: Er darf etwas nicht und weint deshalb. Er ist frustriert, und teilt dir das mit. Versuche, das soweit wie möglich zu verhindern. Mein Kind durfte eigentlich alles, bis auf Mülleimer ausräumen oder an den Herd gehen.
Alles andere war kindgerecht gesichert, so entstehen solche Frustsituationen eigentlich gar nicht. Und wenn sie z.B. im Supermarkt ein Regal ausräumen wollte, hab ich ihr eine andere Aufgabe gestellt. Ihr irgendwas in die Hand gedrückt, was sie in den Einkaufswagen legen durfte.

Weinen beim Wickeln: Mag er halt nicht, teilt er dir mit, muss aber sein. Versuche ihn mit irgendwas total interessantem abzulenken. Hab meiner immer irgendwas in die Hand gedrückt vorher, hat oft funktioniert, aber nicht immer. Hab meiner Kleinen dann immer erklärt, dass ich weiss, dass sie das nicht toll findet, es aber notwendig ist.

"Dann werde ich mal energischer und sage streng das er aufhören soll", bitte nicht! Stell dir mal vor, dein Partner würde so mit dir umgehen. Da ist es kein Wunder, dass dein Sohn sich nicht beruhigt. Versuche einfach, die Situationen, in denen er weint zu umgehen.

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27. Februar 2012 um 21:15

...
Ehrlich gesagt bin ich der Meinung, es ist genau der falsche Weg, im alles zu erlauben. Lege viel mehr für dich selbst fest, was er auf keinen Fall darf und was erlaubt ist. Und dann ziehst du das auch durch. Die Kleinen lernen relativ schnell, wie sie ihre Umwelt beeinflussen können. So kleine Kinder lernen erst noch zwischen sich selbst und anderen zu unterscheiden, er weint, weil er eben gerade nicht machen kann, was er möchte. Da muss man von Anfang an Grenzen setzen. Natürlich geht das noch nicht so, wie bei einem älteren Kind. Du musst ihm auch nicht ausführliche erklärungen liefern. Aber eben konsequent bleiben, auch wenn es schwer ist. Du musst zu unterscheiden lernen, ob er weint, weil ein elementares Bedürfnis nicht befriedigt wird (körperliches Wohlbefinden) oder einfach aus Wut und Frustration.

Er muss lernen, Situationen und Dinge auszuhalten. Natürlich nicht stundenlanges stillsitzen oder Alleinsein. Wenn du weißt, dass er nur wütend ist, dann kannst du ihn auch einfach mal schreien lassen. Manchmal muss man seinem Ärger einfach Luft machen. Außerdem muss er lernen, selbst seine Gefühle zu kontrollieren. Das geht nur, wenn man ihm auch die Möglichkeit lässt.

Übrigens lässt sich bei vielen Kindern folgendes beobachten: Wenn sie richtig weinen (mit Tränen), dann haben sie meist ein ernsteres Problem (Schmerz, Hunger, volle Windeln, Angst), wenn sie dagegen nur rot anlaufen und schreien, ist es meist Wut und Frustration.

Ein Beispiel: Du musst die Wohnung aufräumen und möchtest ihn wenige Minuten ins Laufgitter setzen. Als du das machst, fängt er an zu weinen. Du sagst ihm in Ruhe, dass du da bleibst, er keine Angst haben braucht und auch bald weiterspielen kann. Aber das er jetzt erst einmal warten muss. Und dann erledigst du deine Sachen, auch wenn er brüllt und beachtest ihn erstmal gar nicht. Du musst aber in Sicht- und Hörweite bleiben, damit er sich trotzdem sicher fühlt. Was manchmal auch hilft, einfach ein Lied vor dich hinsingen. Wenn du deine Sachen erledigt hast, gehst du wieder zu ihm und sagst "Ich bin jetzt fertig, komm wieder raus und lass uns weiter spielen/essen/..." Er wird dir in diesem Alter wahrscheinlich noch nicht antworten, aber er wird folgendes wahrnehmen: Ich muss machen, was meine Mama sagt. Manchmal gefällt mir das nicht. Aber auch: Mama vergisst mich nicht und achtet auf meine Bedürfnisse. Sie kümmert sich um mich.


Lässt man die Kinder machen, was sie wollen, dann lernen sie nicht, dass es ein ICH und ANDERE gibt. Sie lernen: Alles dreht sich um mich, meine Mama hat keine Bedürfnisse, sie ist nur dazu da, um meine Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn ich etwas will, bekomme ich es immer und sofort.

Je jünger die Kinder sind, desto weniger Grenzen sind nötig, aber einige Grundpfeiler sollten dennoch schon früh gesetzt werden. Und ein Kleinkind von 16 Monaten ist nunmal kein Säugling mehr. Es kann schon sehr viel verstehen, krabbeln oder laufen, einige oder viele Wörter sagen, sich eine kurze Zeit mit sich selbst beschäftigen.

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28. Februar 2012 um 16:29
In Antwort auf schokilade1

...
Ehrlich gesagt bin ich der Meinung, es ist genau der falsche Weg, im alles zu erlauben. Lege viel mehr für dich selbst fest, was er auf keinen Fall darf und was erlaubt ist. Und dann ziehst du das auch durch. Die Kleinen lernen relativ schnell, wie sie ihre Umwelt beeinflussen können. So kleine Kinder lernen erst noch zwischen sich selbst und anderen zu unterscheiden, er weint, weil er eben gerade nicht machen kann, was er möchte. Da muss man von Anfang an Grenzen setzen. Natürlich geht das noch nicht so, wie bei einem älteren Kind. Du musst ihm auch nicht ausführliche erklärungen liefern. Aber eben konsequent bleiben, auch wenn es schwer ist. Du musst zu unterscheiden lernen, ob er weint, weil ein elementares Bedürfnis nicht befriedigt wird (körperliches Wohlbefinden) oder einfach aus Wut und Frustration.

Er muss lernen, Situationen und Dinge auszuhalten. Natürlich nicht stundenlanges stillsitzen oder Alleinsein. Wenn du weißt, dass er nur wütend ist, dann kannst du ihn auch einfach mal schreien lassen. Manchmal muss man seinem Ärger einfach Luft machen. Außerdem muss er lernen, selbst seine Gefühle zu kontrollieren. Das geht nur, wenn man ihm auch die Möglichkeit lässt.

Übrigens lässt sich bei vielen Kindern folgendes beobachten: Wenn sie richtig weinen (mit Tränen), dann haben sie meist ein ernsteres Problem (Schmerz, Hunger, volle Windeln, Angst), wenn sie dagegen nur rot anlaufen und schreien, ist es meist Wut und Frustration.

Ein Beispiel: Du musst die Wohnung aufräumen und möchtest ihn wenige Minuten ins Laufgitter setzen. Als du das machst, fängt er an zu weinen. Du sagst ihm in Ruhe, dass du da bleibst, er keine Angst haben braucht und auch bald weiterspielen kann. Aber das er jetzt erst einmal warten muss. Und dann erledigst du deine Sachen, auch wenn er brüllt und beachtest ihn erstmal gar nicht. Du musst aber in Sicht- und Hörweite bleiben, damit er sich trotzdem sicher fühlt. Was manchmal auch hilft, einfach ein Lied vor dich hinsingen. Wenn du deine Sachen erledigt hast, gehst du wieder zu ihm und sagst "Ich bin jetzt fertig, komm wieder raus und lass uns weiter spielen/essen/..." Er wird dir in diesem Alter wahrscheinlich noch nicht antworten, aber er wird folgendes wahrnehmen: Ich muss machen, was meine Mama sagt. Manchmal gefällt mir das nicht. Aber auch: Mama vergisst mich nicht und achtet auf meine Bedürfnisse. Sie kümmert sich um mich.


Lässt man die Kinder machen, was sie wollen, dann lernen sie nicht, dass es ein ICH und ANDERE gibt. Sie lernen: Alles dreht sich um mich, meine Mama hat keine Bedürfnisse, sie ist nur dazu da, um meine Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn ich etwas will, bekomme ich es immer und sofort.

Je jünger die Kinder sind, desto weniger Grenzen sind nötig, aber einige Grundpfeiler sollten dennoch schon früh gesetzt werden. Und ein Kleinkind von 16 Monaten ist nunmal kein Säugling mehr. Es kann schon sehr viel verstehen, krabbeln oder laufen, einige oder viele Wörter sagen, sich eine kurze Zeit mit sich selbst beschäftigen.


Wenn man weitesgehend versucht, Wut und Frustration zu vermeiden, heisst das nicht, dass das Kind immer seinen Willen bekommt.
Wenn ich gerade aufräume, muss mein Kind auch mal warten, das ist klar. Genauso wenn ich in der Dusche bin, am Kochen, aufm Klo oder einfach in Ruhe meinen Kaffee trinken will. Da kann man einem Kind sehr wohl erklären, dass die Mama gerade keine Zeit/Lust hat, und wenns geplärre gibt, dann muss es da kurz durch. Grenzen setzen heisst nicht, dem Kind SEINE Grenzen zu zeigen, sondern meine eigenen oder die anderer zu verteidigen. Das heisst konkret, dass man seine Bedürfnisse auch ernst nehmen muss.
Allerdings kann ich meine Wohnung weitesgehend kindersicher machen, so dass sich mein Kind in den eigenen vier Wänden weitesgehend verbotsfrei bewegen kann. Und mir das "Nein" für wirklich wichtige Dinge aufbewahren, statt wegen jeder Kleinigkeit in Konflikt mit dem Kind zu treten.

Wo ist denn bitte der Unterschied, ob ein Kind aus Wut und Frustration oder Schmerz, Hunger, Windel voll weint? Verdient die Freundin, die aus Frustration, weil sie den begehrten Job nicht bekommen hat, weint, keinen Trost? Wieso sollte man ein frustriertes Kind dann nicht trösten dürfen? Sehe den Sinn dahinter einfach nicht.

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11. Mai 2014 um 11:02

Meine Tochter (10) heult ständig
Es reicht meine göre heult ständig heute heulen morgen heulen hilfe!!!!!!!!!!!!!!!

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