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Mein Kind klammert

6. Juni 2013 um 12:54

Hallo,
Ich bin ganz neu hier und sehr verzweifelt.
Mein Sohn ist 20 Monate und ein sehr aufgewecktes Kerlchen, er ist ein richtiger Sonnenschein.

Nur er klammert, es wird immer schlimmer und ich bin inzwischen echt mit den nerven am Ende. Es fängt morgens an, da darf ich nicht duschen, meinen Haushalt kann ich nichtadichtmachen da er ständig an meinem Bein hängt, mir hinterherläuft, wenn ich den staubsauger anmache ein riesiges gebrüll ist usw.
Wenn ich Besuch habe nutze ich die Zeit um den Müll auszubringen, es wird gebrüllt.
Mich belastet das so sehr, ich habe das Gefühl kaum noch Luft zu bekommen.
Leider bin ich alleinerziehend und voll berufstätig. In der Kita war die eingewöhnen auch sehr schwierig das ich nach sechs Wochen nur noch Teilzeit arbeiten war. Inzwischen geht es und ab nächsten Monat gehe ich wieder voll arbeiten.
Nachts wacht er mehrere male schreiend auf. Lässt sich dann aber nach Mitternacht nicht mehr beruhigen, sodass ich ihn mit in mein bett nehme.
Ich würde ihn gerne mal ein Wochenende zu seinem Vater geben, habe aber Angst was das in ihm auslöst. Er sieht seinen Vater nur alle vier bis sechs Wochen.
Ich versuche ihm wirklich soviel Nähe zu geben wie ich kann, aber selbst das scheint nicht zu reichen.
Meine Kräfte sind fast aufgebraucht...was kann ich nur tun?
Diana

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19. Juni 2013 um 15:25

Verlustangst
Hallo Diana011011,

ich bin auch neu hier und habe mich, um dir antworten zu können, hier angemeldet, denn ich kann nicht verstehen, dass sich hier noch keiner gemeldet hat.

Ich bin auch Mama und mein Kleiner hat auch furchtbar geklammert. Ich konnte ihn nicht ablegen, nicht aus dem Raum gehen, er musste immer und überall dabei sein, sei es putzen, Wäsche aufhängen, abwaschen (ich habe ihn dann in meiner Manduca getragen), weil er sonst geschrieen hat.

Ich kann dich sehr gut verstehen, ich war auch mit meinen Nerven am Ende. Und nun endlich die Beantwortung deiner Frage: du fühlst dich (vielleicht vom Kindsvater, von deiner Familie und Freunden?) allein gelassen und überträgst dieses Gefühl zu 100% auf deinen Sohn. Nicht mit Absicht, versteht sich! Aber die Mäuse sind so unglaublich sensibel... Er fühlt sich von dir im Stich gelassen, weil du ausstrahlst, dass du dich von jmd anderen im Stich gelassen fühlst. Weist du was ich meine? Er hat Angst, von dir allein gelassen zu werden. Aber er kann dir das nicht anders zeigen, als dass er klammert und weint, wenn du gehst...

Als Tipp fürs duschen: es gibt Schaukeln, die man in den Türrahmen hängen kann. Versuch es mal damit. Dann kann dein Kleiner dich sehen, fühlt sich nicht allein gelassen und trotzdem kannst du in Ruhe duschen, weil dein Kleiner ja angeschnallt ist und ihm nichts passieren kann.

Versuch ihm zu erklären, dass er nicht alleine ist, auch wenn du mal nicht im Raum bist. Vielleicht kannst du mit ihm "verstecken" spielen? Dass er dich hört, aber nicht sieht und trotzdem weis, dass du da bist... Mach dich auf spielerische Weise rar. Vielleicht hilft ihm auch eine Kleinkindgruppe? Da kann er mit gleichaltrigen spielen, sieht aber gleichzeitig, dass du "greifbar" bist (anders als in der Krippe).

Und ganz wichtig: Gönn dir Verwöhnpausen und Auszeiten, wenn er schläft.

Viel Glück und gutes Gelingen!

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