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Mein kind dreht durch (lang)

27. Oktober 2009 um 22:54

mein 2 1/2-jähriger macht gerade eine üble phase durch. er ist ein total aufgeweckter, niedlicher, lustiger kleiner kerl. gleichzeitig hat er manchmal anwandlungen, die kaum zu ertragen sind.

er regt sich über sachen auf, die niemand ändern kann und zwar stundenlang!
z.b. soll die hose so über den schuhen sein soll, dass man die schnürsenkel nicht mehr sieht. was irgendwie nicht geht und er brüllt nur noch rum "das da runterziehen". oder er will irgendwas nicht anziehen und dreht durch.

habe wochenlang versucht, ihm schuhe zu kaufen, er hat bei jedem versuch, ihm ein paar anzuziehen, losgebrüllt "das da nicht anziehen" und wieder steifmachen usw.

oder er brüllt "nase-naase-machen" (damit meint er nase- an nase reiben, das fordert er den ganzen tag über (jammernd oder im befehlston) ein, v.a. wenn er irgendwas nicht darf oder er was machen soll was er nicht will (aufstehen, anziehen, aufs klo gehen etc. gehe ich drauf ein und schmuse mit ihm, ist er auch nicht zufrieden, schiebt mich weg und brüllt weiter.

er steigert sich total da in diese zustände rein, wird knallrot und steif wie ein brett. offenbar ist er total verzweifelt, weint, lässt sich aber nicht trösten.
er schreit so laut, dass einem die ohren klingeln. die armen nachbarn.

kennt das jemand so extrem? und hat es wieder aufgehört? ist das wirklich nur eine phase oder ist mein kind irgendwie nicht normal?


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28. Oktober 2009 um 7:20

Trösten
ist genau richtig aber wenn alle Stricke reißen dann mußt Du ignorieren wenn er nämlich anfängt mit gebrüll was zu erreichen dann merkt er sich das und macht es dann immer wieder.

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31. Oktober 2009 um 13:32

Trotz?????
danke euch beiden.

die eigentliche trotz- (oder autonomiephase) hatten wir schon sehr früh (ging mit 16 monaten los). da war er genau so wenig zu beruhigen wie jetzt, aber irgendwie hatten diese anfälle eine andere qualität. eher kurz und heftig... und es gab auch meist auslöser (z.b. ein deutliches "nein")

nun ist aber irgendwas anders. die auslöser kommen quasi aus im selbst heraus. er steigert sich total da rein und ist so verzweifelt und abwesend dabei. ich kann ihm immer wieder sagen, dass die schnürsenkel zu sehen sind, wenn er sich hinsetzt, weil dann die hose hochrutscht. das regt ihn nur noch mehr auf. sage ich gar nichts, ist es noch schlimmer.

klar, man soll nicht schimpfen und auch nicht nachgeben. an beides versuche ich mich zu halten. es gibt aber situationen, da ist sein verhalten einfach nicht mehr tragbar. z.b. wir haben nur 10 minuten zeit, um was dringendes einzukaufen. oder es ist mittagsruhe im haus, er sitzt im flur und brüllt.
oder wir sind unterwegs in einem wohngebiet, er brüllt so laut, dass jemand droht, das ordnungsamt zu holen.
in allen drei situationen habe ich ihm laut und deutlich gesagt, dass jetzt schluss ist, weil wir weg müssen bzw. er zu laut ist. lauter als ich das eigentlich wollte, aber es hat seltsamerweise geholfen. natürlich war mein verhalten nicht ok, aber es ging darum, ihm meine eigene grenze aufzuzeigen, denn die (und auch die der nachbarn etc.) war deutlich überschritten.

daher meine frage, ob das noch "normal" ist (über die autonomiephase wusste ich schon bescheid) wenn ein kind aus solchen zuständen tatsächlich nur durch lautes "schluss jetzt" rauszuholen ist. vielleicht gibt es ja kinder, bei denen das bewusstsein bei sowas irgendwie ausgeschaltet ist, die in eine art "absence" verfallen.

naja, vermutlich quatsch, meine gedanken, jedenfalls mache ich mir sorgen um meinen sohn.

grüße
aphro und carlchen

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31. Oktober 2009 um 20:34

Verstehe deine antwort nicht...
einen vernünftigen, langen dialog mit einem brüllenden 2jährigen... ähem..

nun ja: tatsächlich ist er sprachlich total fit und spricht fehlerfreie, teils verschachtelte sätze. und wir haben täglich sehhhr lange dialoge...
wenn er fertig ist mit dem spektaktel, sprechen wir auch darüber, da kommt dann raus, dass er selbst nicht richtig weiß, was eigentlich los war.

also:
... was meinst du mit "wie du es früher einmal getan hast..?"
und warum sollte er resigniert haben? weil die hose nun mal hochrutscht, wenn er sich hinsetzt? es geht nicht darum, dass er irgendwas erreichen will mit seinem verhalten, was er nicht bekommt und deswegen aufgibt.

außerdem empfinde ich ja sein verhalten eben NICHT als TROTZ..

also hast du mich oder ich dich falsch verstanden?

grüße

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4. Februar 2014 um 13:33

Hast du schon eine Lösung gefunden oder eine Anwort bekommen
LIebe aphrodite900,
heute habe ich im Internet gegoogelt weil ich aus eigenen Beweggründen Hilfe für einen ähnlichen Fall suche.
Leider ist dein Hilferuf schon über 4 Jahre alt. Ich hoffe, dass du deinem Sohn inzwischen helfen konntest.
Mich interessiert es, wie es bei dir weiter ging.
Vielleich magst du mir schreiben, ich würde mich jedenfalls sehr über eine Antwort von dir freuen.
Vielleicht kannst du mir helfen.

Liebe Grüße
missellibay

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8. Februar 2014 um 17:36

Erziehung begreifen
Mit zwei Jahren ist er im Trotzalter und möchte Grenzen austesten,das geht von alleine Weg.
Man muss sich nicht über Kleinigkeiten beschweren,
und umbedingt Info über sein kleines Kind publik machen.
Das mein ich gar nicht an dich allein,sondern das ganze
Forum.
Ich würde nie über mein Kind schreiben,um es so zur Schau zu stellen.
Ausserdem was sollten dann Menschen damals sagen,
die noch nicht mal eins der neuen hervorragenden
Erziehungsbücher von heute laßen.
Auch die haben ihre Kinder ohne Buch ordentlich erzogen.
Bist du irritiert,aber egal,das wichtigste ist sanft und geduldig zu sein.
Es ist sehr schwer,aber seit dein Kind da ist,musst du nunmal für ihn leben,nicht nur für dich allein!!
Aber das geteilte Leid entwickelt sich später zu Glück.

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8. Februar 2014 um 20:04

I am new here,
Natürlich ist es gesünder mit deinen Kindeern zu leben.
Mir gefällt das ganze Konzept des Forums nicht,wollte
also nicht rumhacken auf dir!
Schönen Abend noch und viel Geduld!!

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