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Mein Freund, seine Tochter und ich

16. April 2014 um 13:39

Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch hier mal meine Geschichte erzählen und euch um Rat bitten, Erfahrungen von euch hören oder mir vielleicht einfach nur mal Luft machen.

Mein Freund und ich sind seit einem Jahr zusammen.Ich bin 24, er 29. Von Anfang an wusste ich, dass er eine Tochter hat (sie ist 6 Jahre alt).
Die Mutter des Kindes hat meinen Freund vor über 2 Jahren verlassen und die Kleine bei ihm zurück gelassen. Sie wollte sie nur ab und zu mal sehen und "ihr Leben nochmal leben", wie sie ihm zur Trennung sagte. Erst seit ein paar Monaten stellt sie wieder Ansprüche und spielt die Vorzeigemutter. Als ich die Kleine kennen lernte waren er und ich ca 2 Monate zusammen. Damals war sie, wie die meisten Kinder in der Situation, schüchtern und lieb.
Jedes Zusammentreffen funktionierte eigentlich ganz gut, wir wurden langsam warm miteinander und ich war wirklich sehr froh, dass sie mich so schnell akzeptiert hatte.
Vor 4 Monaten zog ich zu meinem Freund. Da wir beide in Schichten arbeiten gehen, ist es nicht immer zu hundert Prozent möglich, dass einer von uns beiden daheim ist und sich um die Kleine kümmert. Bevor ich hier her zog, wurde sie also von ihrer Mutter zu meinem Freund und seinen Eltern hin- und hergereicht. Ich habe dann eigentlich den entscheidenden Anstoß gegeben, eine feste Regelung zu finden, damit sie nicht rumgereicht wird. Da ihre Mutter auch wieder Interesse zeigte, wurde sich darauf geeinigt, dass die Kleine eine Woche bei uns und eine Woche bei ihr ist. Zumal ich es auch als ganz gut empfunden habe, dass auch die Mutter-Tochter-Bindung wieder ein wenig tiefer wird. Diese Einigung gab es kurz vor meinem Umzug.
So, so weit so gut. Allerdings wurde es mit dieser Regelung nicht leichter, wie mein Freund und ich dachten, sondern nur schlimmer. H (die Kleine) macht nur noch, was sie will. Gerade wenn sie von ihrer Mutter kommt, hat man das Gefühl, es wurde uns ein anderes Kind gebracht. Jegliche Erziehung vergisst sie dann völlig. Sie dreht völlig durch, macht, was sie will, hört weder auf mich noch auf ihren Vater und reagiert bei Ärger nur noch trotzig. Wenn sie von einem von uns mal ermahnt wird und wir ein wenig Erziehung walten lassen (Wie zbsp, dass ich den Fernseher beim Essen ausschalte, da sie sonst nur auf den TV schaut), fängt sie trotzig an zu weinen und sagt, sie möchte zu ihrer Mutter, denn dort darf sie das alles.
An einem Tag kommt sie zu mir gerannt und umarmt mich, am anderen Tag ignoriert sie mich völlig und spielt mich gegen ihren Vater aus. Ich hingegen bringe ihr zwar auch Dinge nahe, die sie einfach lernen muss, aber genauso bemühe ich mich, dass sie mich gern hat und mich akzeptiert. Ich lese ihr abends vor, ich hole sie von der Kita ab und spiele dann mit ihr, ich kümmere mich gut um sie, wenn mein Freund auf Arbeit ist... Aber es scheint nichts auf lange Sicht zu funktionieren. Wenn mein Freund und ich auf dem Sofa sitzen und ein wenig kuscheln, kommt H sofort, zerrt an ihrem Vater und tritt sogar nach mir. Sie setzt sich dann auf ihn drauf, dass sie sofort alle Aufmerksamkeit von ihm bekommt. Er allerdings ist irgendwie in der Rolle des Vaters, der sein Kind nicht anmeckern kann, weil sie ja ein "armes Trennungskind" ist. Und die Mutter tut ihr Übrigstes. Sie mochte mich von Anfang an nicht, erzählt, sie habe strenge Regeln, aber jeden Sonntag, wenn die Kleine zu uns kommt, benimmt sie sich, als hätte sie die letzte Woche null Regeln gehabt. Ich denke, sie hetzt H gegen mich auf. Als ich herzog, erzählte mir die Kleine, ihre Mutter hätte ihr erzählt, ich nehme ihr den Vater weg. Was ist das bitte für eine unerwachsene Frau!? Leider kann man da nicht viel mehr tun, als sie bitten, sowas zu unterlassen. Aber spricht man es an, sagt sie nur, H lügt und sie habe so etwas nie gesagt...
Auf jeden Fall führen mein Freund und ich eine sehr harmonische Beziehung. Wir lieben uns und planen nun, selbst noch ein
Baby zu bekommen. Streiten tun wir uns leider immer nur wegen H. Ich bemühe mich wirklich sehr, eine gute Beziehung zu ihr aufzubauen, aber anscheinend läuft alles vor den Baum.
Es tut mir auch unendlich leid für meinen Freund. Natürlich liebt er seine Tochter über alles. Aber (darüber habe ich mich auch mit seinen Eltern unterhalten) seine Beziehung zur Mutter, welche die einzige richtig lange war, war nie schön. Sie hat ihn nur runtergebuttert und er blieb erst aus Gewohnheit und dann wegen der Kleinen bei ihr. Seine Mutter sagt, er hat noch nie so eine schöne Beziehung erfahren, wie wir sie haben. Er sagt mri auch sehr oft, er kennt es gar nicht, dass man sich so liebt und dass man so verliebt sein kann. Ich merke auch, dass er mir für alles dankbar ist und es nicht als selbstverständlich ansieht, dass man so zueinander steht wie wir beide. Obwohl das für mich ganz normal ist, wenn man sich liebt.
Ja, ich wusste vorher, dass er ein Kind hat und dass es nicht leicht wird. Aber dass es so wird, wusste ich vorher allerdings auch nicht. Natürlich kommen mir auch Gedanken, dass ich eifersüchtig bin, da unser Baby nie sein erstes sein wird. Wenn unser Kind mal geboren wird, ist das nicht seine erste Geburt. Wenn unser Kind mal laufen lernt, ist das nicht sein erstes Mal, dass er das mit erlebt. Sicher habe ich solche Gedanken, aber er zeigt mir jeden Tag, wie sehr er sich auf die Zukunft mit mir freut, dass ich mir immer sage "es ist UNSER erstes gemeinsames Kind" und das kann uns keiner nehmen. Aber trotz allem kämpfe ich.
Allerdings habe ich, gerade, wo wir jetzt unsere Zukunft planen, manchmal Angst, ob ich das auf ewig aushalten kann und willl. Ich schäme mich für die Gedanken, aber manchmal wünschte ich mir, die Kleine würde ganz zu ihrer Mutter ziehen und wir hätten sie nur mal an den Wochenenden und wenn es so mal passt. Ich sehe sie manchmal als diejenige, die unserer schönen Beziehung Tiefpunkte gibt. Und manchmal, ich traue mich nie, das zu sagen und das würde sich mein Freund auch nie trauen, sieht er das glaube genauso. Und es ist mir so unangenehm, das hier zu schreiben geschweige denn auszusprechen. Schon für die Gedanken schäme ich mich. Denn H ist ein Kind... Aber ich weiß auch nicht weiter.

So, nun ist es ein ganz langer Text geworden... Ich hoffe, ihr könnt meine Gedanken irgendwie nachvollziehen und habt nicht den Eindruck der bösen Stiefmama. Vielleicht kennt ja jemand von euch die Situation und kann mit Tipps geben.

Danke schonmal im Voraus!

Liebe Grüße, K.

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17. April 2014 um 12:30

Ich kann dich verstehen!
hallo fussel! willkommen im club! ich bin jetzt 27 und hab die tochter von meinem freund kennen gelernt da war sie 6 und ich war 25. (jetzt ist sie 8) wir haben die kleine allerdings alle 2 wochen nur am wochenende. es gab schon höhen und tiefen allerdings hast du scheinbar auch ein besonderes exemplar von kindsmutter erwischt. aber irgendwie sind sie scheinbar alle einzigartig in ihrer art.

also zuerst mal: es ist wichtig das du und dein freund euch absprecht! lasst nicht zu das die kleine euch ausspielt. und sollte sie das versuchen dann sollte es echt ärger geben. kein diskutieren, kein auspielen und der versuch allein sollte bestraft werden. wenn ihr euch da nicht druchsetzt tanzt sie euch nur auf der nase rum. ihr müsst wirklich an einem strang ziehen. ihr seid die erwachsenen! ihr entscheidet! wenn sie bei euch ist, heißt das, eure regeln! wenn sie bei ihrer mutter ist kann euch das egal sein was sie dort macht aber sobald sie bei euch ist muss sich sie an eure hausordnung halten und das können kinder! "ja aber bei mama darf ich das und das", "ja schön, bei uns darfst du das nicht!" fertig!
das die mutter mist erzählt kommt immer wieder vor. richtig stellen wenn es sein muss, ignorieren wenns unwichtiges bla bla ist... drüber stehen! oder eben dem kind sagen wie es richtig ist. die mutter kannst du nicht mehr ändern aber das kind schon.
und wenn das nichts bringt dann muss dein freund was sagen! er darf sich da nicht drücken! er muss zu 100% hinter dir stehen wenn das funktionieren soll! allererste regel!!!

und seine tochter sollte nicht ein rotes tuch für dich werden und das wird sie aber wenn ihr das nicht regelt. das heißt, dein freund kann sie natürlich lieb haben und alles aber er tut ihr und euch keinen gefallen wenn er mit sich spielchen spielen lässt und 6-jähre mädchen können spiele spielen! und vor allem arme scheidungskinder! (ist nicht böse gemeint und auch die kinder meinen es nicht so aber sie testen halt und sehen was funktioniert um ans ziel zu kommen und wenn das heißt, man tritt nach der freundin oder drückt auf die trännendrüse und papa reagiert immer mit verständnis dann wird sich da auch nichts ändern.)
übrigens, wenn meine Bonus-Tochter je nach mir getreten hätte, hätte es da ein ordentliches donnerwetter gegeben!!! was nicht heißt das sie am anfang nicht auch ordentlich geeifert hat aber sowas hätte es nicht gegeben. aber das mit dem eifern braucht auch feingefühl natürlich. ich habe den beiden, also vater und tochter sehr, sehr viel aufmerksamkeit geschenkt, ganz absichtlich damit die kleine nicht das gefühl hat sie muss erst mal ihren standpunkt klar machen! "sie war zuerst da!" mittlerweile hat sie mich vollkommen akzeptiert und es gibt nur noch uns 3 und nicht mehr nur papa und tochter, oder papa und freundin.

und natürlich wird es nicht mehr sein erstes kind sein aber es wird EUER erstes kind sein. das andere ist unwichtig! vergiss das! die gedanken kenne ich aber helfen auch nicht weiter. ES WIRD EUER ERSTES GEMEINSAMES KIND SEIN! das ist alles was zählt.

wenn du möchtest dann kannst du mir auch privat schreiben! alles liebe und gute! ich drück dir die daumen!

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24. April 2014 um 22:32

Es ist nicht sein erstes Kind
aber sein erstes Kind mit dir! Und es ist in der Gegenwart, findet jetzt statt und nicht in der Erinnerung, wie seine Tochter, das ist vorbei.
Ausserdem wäre es ja anmassend zu glauben, dass nur das erste Kind wichtig wäre, was wäre dann mit den Geschwistern in einer Familie? Würden Eltern dann nur die Erstgeborenen lieben können?
Jede Geburt ist ein Schrecken und Wunder zugleich. Unabhängig von den involvierten Personen. Es ist ein Erlebnis, das DU hast! Ausserdem ist ja immer auch eine Hebamme dabei. Was sagt denn der Mann der Hebamme, wenn sie ein gemeinsames Kind erwarten? Es ist das tausendste?
Ich verstehe deine Eifersucht und ich will dich keinesfalls auslachen oder so! Mir ging es auch mal so und Gefühle die kann man einfach mal nicht wegmachen, gell.
Du brauchst dir aber wirklich keine unnötigen negativen gefühle zu machen. Spar dir deine Kräfte!
Und: es kann schon sein, dass H diese Lügen ausdenkt und ihre Mutter nie etwas gegen dich hatte. Kinder können sehr manipulativ sein!
Dein Freund müsste in so einer Situation das Kind zurechtweisen! Und auch DU darfst dich wehren, wenn es z.b. dich schlägt oder frech ist, etc. Dann darfst du sagen: "wenn du so frech zu mir bist, dann habe ich auch keine Lust mehr, nächstes Mal nach der Kita mit dir zu spielen". oder: "wir sind doch Freunde und spielen oft ganz schön miteinander? Aber weisst du: Freunde treten einander nicht und sind auch nicht frech zu einander." Und ich finde, du darfst von dem Kind auch verlangen, dich zu begrüssen, wenn es kommt und Tschüss zu sagen, wenn es geht. du kannst das ja spielerisch und humorvoll anbringen! Sei kreativ.
Es geht darum, dass das Kind dich ernst nehmen muss. Wenn du dem Kind nichts abverlangst und dich nie wehrst, nimmt das Kind dich nicht ernst! (Und im Innern fühlt es sich selber von dir ebenfalls nicht ernst genommen) "Ach, das ist ja die, die sagt eh nie was. Die kann man ausnützen" Kinder machen sowas, so süss sie auch sonst sind! Und das sind sie ja wirklich!

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27. April 2014 um 13:01


Danke für die lieben Antworten, ihr beiden!

Es tut schon mal gut zu wissen, dass ich nicht allein mit dem Problem bin

Mein Freund und ich haben auch noch oft über das Thema geredet und er verspricht, auch etwas strenger zu sein und ihr zu zeigen, dass wir alle drei zusammen gehören und nicht immer nur er und sie oder er und ich.
Ich hoffe einfach, es wir besser.
Natürlich sind Kinder süß und auch unser Exemplar, aber sie sind halt auch schwierig und wenn man, wie ich, aufeinmal ein 6 jähriges Kind hat, ist es noch schwerer, als wenn man selbst eins groß zieht. Habe schon mehrmals gesagt, es wäre leichter, wenn sie älter oder viel jünger wäre. Aber wir kriegen das bestimmt gut hin mit der Zeit.
Und wie ihr schon sagt, wichtig ist, dass er und ich zusammen halten

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29. April 2014 um 23:11
In Antwort auf fussel1839


Danke für die lieben Antworten, ihr beiden!

Es tut schon mal gut zu wissen, dass ich nicht allein mit dem Problem bin

Mein Freund und ich haben auch noch oft über das Thema geredet und er verspricht, auch etwas strenger zu sein und ihr zu zeigen, dass wir alle drei zusammen gehören und nicht immer nur er und sie oder er und ich.
Ich hoffe einfach, es wir besser.
Natürlich sind Kinder süß und auch unser Exemplar, aber sie sind halt auch schwierig und wenn man, wie ich, aufeinmal ein 6 jähriges Kind hat, ist es noch schwerer, als wenn man selbst eins groß zieht. Habe schon mehrmals gesagt, es wäre leichter, wenn sie älter oder viel jünger wäre. Aber wir kriegen das bestimmt gut hin mit der Zeit.
Und wie ihr schon sagt, wichtig ist, dass er und ich zusammen halten

Ihr zeigen, dass ihr alle drei zusammengehört
finde ich einen sehr guten Ansatz!

Natürlich sind Kinder süss, aber das heisst ja nicht, dass du ausgerechnet das Kind deines Partners lieben musst! Du darfst es einfach nur tolerieren oder akzeptieren. Lieben, bloss weil es das Kind desjenigen ist, den DU liebst, das musst du wirklich nicht! Eltern behaupten zwar gut und gerne sie seien wahnsinnig verbunden mit ihren Kindern und schwärmen von ihren Kindern, als wären sie das Beste, aber wenn man genauer hinschaut, so kompensieren die Meisten damit einfach ihr schlechtes Gewissen- und das haben wir Eltern einfach alle, denn jeder hat insgeheim schon schlechte Gedanken gegenüber dem Kind gehabt (es auf den Mond schiessen wollen, gelinde ausgedrückt). Oder arbeitet zuviel oder hat sich scheiden lassen. Gibt tausend Gründe seinem Kind gegenüber ein schlechtes Gewissen zu haben. Bringt einen nicht weiter! besser man bleibt in der Gegenwart und macht für den Moment das Beste was man kann. Übrigens musst du nicht für deinen Mann denken, was das Beste ist für das Kind. Entspann dich und überlass ihm diese Gedanken. (sag ich, weil das viele Partnerinnen aus Unsicherheit und übertriebener Hilfsbereitschaft falsch machen und sich deswegen nur unnötig stressen)

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3. Mai 2014 um 20:29
In Antwort auf forzizienstrauch

Ihr zeigen, dass ihr alle drei zusammengehört
finde ich einen sehr guten Ansatz!

Natürlich sind Kinder süss, aber das heisst ja nicht, dass du ausgerechnet das Kind deines Partners lieben musst! Du darfst es einfach nur tolerieren oder akzeptieren. Lieben, bloss weil es das Kind desjenigen ist, den DU liebst, das musst du wirklich nicht! Eltern behaupten zwar gut und gerne sie seien wahnsinnig verbunden mit ihren Kindern und schwärmen von ihren Kindern, als wären sie das Beste, aber wenn man genauer hinschaut, so kompensieren die Meisten damit einfach ihr schlechtes Gewissen- und das haben wir Eltern einfach alle, denn jeder hat insgeheim schon schlechte Gedanken gegenüber dem Kind gehabt (es auf den Mond schiessen wollen, gelinde ausgedrückt). Oder arbeitet zuviel oder hat sich scheiden lassen. Gibt tausend Gründe seinem Kind gegenüber ein schlechtes Gewissen zu haben. Bringt einen nicht weiter! besser man bleibt in der Gegenwart und macht für den Moment das Beste was man kann. Übrigens musst du nicht für deinen Mann denken, was das Beste ist für das Kind. Entspann dich und überlass ihm diese Gedanken. (sag ich, weil das viele Partnerinnen aus Unsicherheit und übertriebener Hilfsbereitschaft falsch machen und sich deswegen nur unnötig stressen)


Danke, forzizeinstrauch!
Dein Beitrag hat mir auch nochmal gut getan.
Man fühlt sich schlecht, weil man auch nach Monaten nicht denkt, wie eine Mutter denken und wie man auch über sein eigenes Kind denken würde.
Vermutlich brauch das alles viel Zeit. Kriegt man ein eigenes KInd, hat man ja praktisch 40 Wochen Zeit und die Gefühle sofott im BLut... Aber so ist aufeinmal jemand da, der nicht dem eigenen Erziehungsmuster entspricht und auf den man, auch wenn es bescheuert klingt, vllt sogar etwas eifersüchtig ist.
Aber vielleicht hast du recht und ich sollte manches einfach entspannter angehen und mich nicht selbst anklagen, weil ich sie noch nicht lieben kann

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5. Mai 2014 um 14:47
In Antwort auf fussel1839


Danke, forzizeinstrauch!
Dein Beitrag hat mir auch nochmal gut getan.
Man fühlt sich schlecht, weil man auch nach Monaten nicht denkt, wie eine Mutter denken und wie man auch über sein eigenes Kind denken würde.
Vermutlich brauch das alles viel Zeit. Kriegt man ein eigenes KInd, hat man ja praktisch 40 Wochen Zeit und die Gefühle sofott im BLut... Aber so ist aufeinmal jemand da, der nicht dem eigenen Erziehungsmuster entspricht und auf den man, auch wenn es bescheuert klingt, vllt sogar etwas eifersüchtig ist.
Aber vielleicht hast du recht und ich sollte manches einfach entspannter angehen und mich nicht selbst anklagen, weil ich sie noch nicht lieben kann

Nein, anklagen musst du dich nicht
Aber ich kenne das mit der Eifersucht.. ich war auch lange Zeit eifersüchtig und bin es jetzt in manchen Situationen noch. Vielleicht hilft es dir, wenn du dir bewusst machst, dass derjenige, der am Meisten unter der Eifersucht leidet, ja Du selber bist. Ich brauchte eine Therapie um damit umgehen zu lernen... Meine Therapeutin sagte mir, dass für mich als Kind wohl die Eltern meine Eifersucht gar nicht haben wollten und mir somit als Kind das Gefühl gaben, ich sei nicht ganz ok wenn ich solche Gefühle hatte. Das haben sie nicht bewusst gemacht, natürlich. Und dann hatte ich die gleiche Situation ja nochmals als mein Freund und mein ganzes Umfeld nicht verstanden haben, dass ich "auf ein Kind(!)" eifersüchtig sein könnte! Sie waren alle empört. Schliesslich habe ich es einfach nicht mehr erzählt und so getan als wäre alles gut. Was hätte ich sonst tun können, denn mit jeder Ablehnung wuchs ja wieder das Kindheitstrauma. Ätzend, wie die Leute andere verletzen können, nur weil sie selber keine Ahnung haben und sich anmassen, sie wüssten alles besser, gell! Das Positive ist, dass ich nun einen anderen Freundeskreis habe, als vorher, obwohl ich mit jenen immer gut ausgekommen bin, aber es hatte mich zu fest enttäuscht und dass ich nicht mehr alles von mir preisgebe!
Alles Gute und viel Glück dir!

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