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Mein Freund ist gefühlskalt gegenüber meinen Kindern

25. Juni 2009 um 22:36 Letzte Antwort: 20. September 2009 um 10:39

Hallo alle zusammen!!

Hab ein tierisches schwieriges Problem und brauche dringend Rat.
Kurz und knapp: Bin seit drei Jahren in einer festen Beziehung. Mein Freund hat vor mir noch nie Kontakt mit Kindern (10 und 7) gehabt und hatte anfangs extrem Schiss vor meinen Mäusen. Nach viel Geduld und Nerven ging es Schritt für Schritt, das er sich an meine Kids getraut hat wie z.B. die Mäuse zu Bett bringen oder gemeinsames Vorbettlesen oder dergleichen.

Ok soweit so gut..

Irgendwann kommt ja die Frage aller Fragen-ob sich mein Freund eine gemeinsame Zukunft mit uns "drein" vorstellen kann. ja..hab ca. zwei Wochen gewartet und es kam keine eindeutige Antwort als "Ich weiß nicht".. Ich fing an skeptisch zu werden und nachzubohren.. Er gab mir eine Antwort, die mir überhaupt nicht gefallen hat bzw. die hat mich sogar eher geschockt: meine Kindern wären ein Kompromiss in unserer Beziehung!!! Und er sagte, daß er keine Gefühle für meine Kinder habe, er möchte es gerne, aber kann nicht!!

So jetzt stehe ich da - eine Mutter von zwei lieben Kindern und weiß nicht weiter. Soll ich das tolerieren, daß er sich sehr kühl den Kindern benimmt (er ist immerhin drei Jahre mit uns zusammen, kann man doch mehr erwarten)? Oder ich muß, was mich, die Kids, Ihn und unsere Familie wehtuen würde - mich trennen von ihm?

Anmerkung: Mein Freund hat in den drei Jahren, nie auf meine Kids für kurze Zeit auf die aufgepasst, hat nie die Geburtstagsveranstaltungen der Mäuse teilgenommen, er kam sehr sehr oft spät abends erst zu uns (obwohl er Zeit gehabt hätte), und er hat nie mit den Mäusen mal gespielt...

Total doof das Ganze, vorallem ich liebe ihn sehr. Ich bin sehr angespannt im Moment und das merken die Mäuse und er natürlich auch. Warum kann er die Kids nicht akzeptieren, nur weil es nicht sein eigen Fleisch und Blut ist?

Wenn es da draußen Leute gibt, die die selben Probleme haben. Erzählt mir die, ich brauch dringend Rat..

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26. Juni 2009 um 12:21

Ehrlich gesagt
halte ich sein Verhalten für Normal.

Andersrum ist eher die Ausnahme.

Es sind deine Kinder. Es ist deine Aufgabe sie ins Bett zu bringen, oder ihnen etwas vorzulesen, bzw. zu erziehen etc.

Er akzeptiert sie, aber lieben muss er sie noch lange nicht.

Ich finde akzeptieren schon sehr gut. Er brüllt sie nicht an, oder es gibt sonstige Streitereien.

Lies doch mal hier im Forum.

Akzeptanz ist völlig in Ordnung. Er ist nicht der Vater und ich finde sehr gut, dass er klar macht, dass er auch nicht der Vater Ersatz spielen will.

Beispiel. Angenommen ich würde den Nachbarn nehmen der 3 Kinder hat. Ich verliebe mich doch in ihn und nicht in seiner Kinder. Eine Beziehung auf Paarebene fängt mit Sicherheit nicht bei den Kindern an. Dann kommen die Kinder hin zu. Aber das heisst doch noch lange nicht, dass ich sie lieben muss. Wer verlangt das von mir?? Es sind ja nicht meine. Aber ihn liebe ich.

verstehst du was ich meine??

Akzeptanz ist sehr gut.

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4. Juli 2009 um 10:22

Ich finde die Situation ehrlich gesagt, ziemlich bedenklich...
Also ich bin ebenfalls seit drei Jahren mit meinem Verlobten zusammen und bringe eine 3 1/2 jährige Tochter mit in die Beziehung und ich muss sagen, dass es bei uns völlig anders läuft. Ich war damals, als die beiden dann das erste Mal "aufeinander" trafen, diejenige, die meinem Verlobten das Kind auf keinen Fall anvertrauen wollte. Ich habe grundsätzlich den Kinderwagen geschoben, ich habe sie gefüttert, gewickelt, gekuschelt und er war damit eigentlich nicht so zufrieden. Er hat mir irgendwann, als die Beziehung dann ein Weilchen andauerte, gesagt, dass er nicht so "nebenher" leben möchte und hat mir damit gezeigt, dass er der Papa sein möchte.
Zum Erzeuger haben wir keinen Kontakt und seit er mir klar gemacht hat, dass er die Verantwortung haben will, bin ich auch gelassener was das angeht. Er benimmt sich genauso als wäre es seine Tochter, er ist der Papa. Sein Vater ist für sie ihr "Opa" und so stelle ich mir auch eine funktionierende "Patch-Work"-Familie vor.
Wenn er jetzt nach drei Jahren noch so wäre wie dein Freund, würde ich mir wirklich Gedanken machen, ob die Beziehung eine Zukunft hat. Du hast Kinder, die kannst du auch nicht verleugnen oder zurückstellen. Er muss das akzeptieren und damit umgehen, nicht du.

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5. Juli 2009 um 22:35

Hey,
also ich finde, dein Freund ist echt total mutig und man muss es ihm hoch anrechnen, dass er dir das so ehrlich gesagt hat mit seinen Gefühlen den Kindern gegenüber. Nicht jeder kann das, und schon gar nicht jeder Mann. Andererseits ist es wirklich traurig und enttäuschend, so etwas zu erfahren und für "kinderliebe" Menschen und Eltern unverständlich.
Ich glaube kaum, dass eine Zukunft mit ihm Sinn macht, weil du ständig hin und her gerissen bist. Es tut bestimmt total weh, sich zu entscheiden, aber ich glaube, dass die ständige Zerrissenheit noch viel schlimmer ist.
Viel Glück und alles Gute!

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20. September 2009 um 10:39

Aus der sicht des kindes:
Also. ich habe eine " stiefmutter" .
sie ist erst 27 und kann uns deshalb nicht als ihre eigenen kinder betrachten.
Ich bemühe mich immer nett zu ihr zu sein. aber sie nutzt jeden fehler , um mich anzuzicken oder sich bei papa zu beschwehren. Auch sie ist manchmal sehr kühl, oder ignoriert mich sogar. aber ich ertrage es, weil ich weiß, dass sie papa glücklich macht.
Selbst als sie mich ein Zuckerkind beschimpfte habe ich nichts gesagt. ich habe es stumm ertragen. Ich weiß , dass sich die beiden lieben.
mann kann sich nun mal nicht aussuchen in wen man sich verliebt. und wenn die person dann noch kinder hat, muss man sich damit abfinden. ob man will oder nicht. kein stiefelternteil will die kinder sofort. sind sie noch babys vieleicht, aber größere kinder werden nie als eigene kinder betrachtet. Sie können höchstens freunde werden , aber erwarte nicht zu viel von deinem freund. auch er ist nur ein mensch

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