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Mein Bruder schliesst mich von seiner Hochzeit aus

16. Juli um 12:19 Letzte Antwort: 17. Juli um 10:58

Hallo ihr Lieben

Vor vielen Jahren habe ich während meiner Schwangerschaft hier geschrieben, damals unter einem anderen Namen, an den ich mich nicht mehr erinnere

Ich schreibe euch, um mich auszusprechen. Mir geht es gerade so schlecht, dass ich gar nicht weiss wohin mit mir.


Meine Kernfamilie ist sehr klein. Mutter, Vater, mein Bruder und ich. Wir haben noch etwas Verwandtschaft im Ausland, aber da gibt es wenig Kontakt. Ich bin die Ältere, aber der Altersuterschied zu meinem Bruder ist sehr klein. Wir haben in der Kindheit alles zusammen gemacht und auch später hatten wir guten, engen Kontakt, selbst als wir beide in unterschiedlichen Ländern studierten.

Vor 12 Jahren habe ich geheiratet, in einem kleinen Kreis. Von meiner Seite waren meine Eltern und mein Bruder da. Mein damaliger Freund/(inzwischen-Ex-)Mann konnte meinen Bruder von Anfang an nicht ausstehen. Dennoch habe ich mich oft mit ihm getroffen und vieles gemeinsam unternommen. Es stand gar nicht zur Diskussion, ob ich Kontakt zu meinem Bruder habe oder nicht, zumal er damals recht einsam und nur am Arbeiten war und ich mich für ihn verantwortlich fühlte.

Meine Ehe scheiterte nach 6 Jahren bzw. schaffte ich endlich den Absprung. Etwa zur gleichen Zeit lernte er seine Freundin/nun Verlobte kennen. Ab da habe ich mich nie wieder allein mit meinem Bruder getroffen. Hat mich nicht gestört. Ich fand sie sehr nett und sympathisch. Zudem ist es in meiner Familie einfach so, dass wir den Partner des anderen ohne Wenn und Aber akzeptieren. Wir wohnen nicht weit voneinander entfernt, haben uns aber, seit sie sie kennengelernt haben, seltener gesehen. Ca. 3-4 Mal in 6 Monaten. Aus meiner Sicht war alles gut. Ich habe auch von ihrer Seite nichts Negatives bemerkt, ausser dass mein Bruder viel Stress hatte und viel arbeiten musste.

Und dann erfuhr ich von meiner Mutter, dass ich sie (die Freundin) wiederholt schwer gekränkt und verletzt haben soll. Womit genau, weiss ich bis heute nicht, denn mein Bruder und seine Freundin haben nie direkt mit mir gesprochen. Sie hat sich aber bei ihm beschwert und er sich bei unserer Mutter, die so perplex war, dass sie es mir erzählt hat - obwohl sie nicht sollte. Sie war aber sicher, dass es ein Missverständnis ist, und hoffte, dass es sich aufklären würde.

Ich muss dazu sagen, dass ich einen Beruf habe, in dem ich sehr viel Umgang mit (schwierigen und kapriziösen) Menschen habe. Die Fettnäpfchen lauern überall und ich bin immer auf der Hut, um bloss nicht in eines davon zu treten. Ist auch immer gut gegangen. Nur sie habe ich bei jedem (!) der wenigen Treffen mehrfach verletzt. Dabei hattemn wir nie einen Konflikt oder eine Diskussion. So wurde z.B. ein ehrliches Kompliment zu einem schönen Kleid als Kritik an ihrer Oberweite verstanden.

Für mich war das ein Schock. Weder konnte ich verstehen, warum mein Bruder mich nicht darauf angesprochen hat, warum er hinter meinem Rücken davon redet und auch wie er auch nur darauf kommt, das alles könnte etwas anderes sein als ein Missverständnis.

Ich habe Fehler gemacht. Jetzt sehe ich, dass ich viel cooler hätte sein müssen. Aber ich war wirklich entsetzt. Dazu kam, dass diese Zeit alles andere als einfach für mich war (gerade getrennt, allein mit Kind, viel Ärger, unsichere finanzielle Situation). Ich habe emotional reagiert. Habe das Gespräch gesucht, wurde abgewiesen. Kein Gespräch.
Daraufhin habe ich sie aus meiner Freundesliste bei Facebook gelöscht. Seitdem hatte ich mit ihr keinen Kontakt mehr. Mit ihm wenig. Ich habe nach 2 Jahren nocheinmal versucht, das Gespräch mit ihm zu suchen. Wurde wieder abgewiesen. Darauf bat ich ihn, vom weiteren Kontakt abzusehen, weil mir so etwas Halbgares nur noch weh tut.

Dennoch meldete er sich zu Weihnachten, Geburtstagen und schickte meiner Tochter Geschenke.

In der letzten Zeit hatten wir mehr Kontakt, wobei es um paar Angelegenheiten ging, die unsere Eltern betreffen. Der Kontakt war sehr nett und freundlich.

Vor einigen Wochen sagte meine Mutter mir, dass die Freundin meines Bruders schwanger ist. Meine Tochter und ich haben uns wahnsinnig gefreut, Cousine und Tante zu werden. Sie beschlossen zu heiraten und ich habe darüber nachgedacht, was ich mache, wenn sie mich einladen. Ich beschloss, dass ich hingehen und die alten Geschichten vergessen werde. Ich werde meinem Bruder doch nicht die Hochzeit kaputt machen.

Es kam aber anders. Sie hatten nicht vor mich und meine Tochter einzuladen. Sie feiern im Familienkreis und das sind ihre Grosseltern, Eltern, ihre Schwester + Freund sowie unsere Eltern. Meine Mutter hat das schwer getroffen. Daraufhin meinte mein Bruder, ich müsse doch nur einen Schritt auf sie zugehen.

Das habe ich dann (erneut) gemacht. Habe geschrieben, dass ich nie was Böses wollte, es nicht einmal mitbekommen habe, dass ich auch sehr verletzt war, wie das gelaufen ist, dass er nie mit mir gesprochen hat und auch nur denken konnte, dass ich was Böses will.
Darauf kam ein Schreiben von ihm im Behördendeutsch der übelsten Sorte (und nein, er ist kein Anwalt). Er kommunizierte mir wie ein Staatsanwalt mit einem Angeklagten und verlangte, dass ich ein Schreiben aufsetzte, indem ich mich für alles Erdenkliche entschuldige, erneut beteuere, dass da keine böse Absicht war und nicht (!) darauf eingehe, was mir mich dazu bewogen hat. Das würde dann eine "schrittweise Normalisierung der Beziehung" ermöglichen. Und ich habe das tatsächlich gemacht. Mich in aller Form für alles entschuldigt, ohne Berücksichtigung warum und dass ich selber verletzt und vor den Kopf gestossen wurde. Es kam eine gnädige Antwort, dass man meine Entschuldigung annehme und hoffe, dass sie mit der Zeit das Vertrauen wieder aufbauen können, um die Beziehung zu normalisieren.

Ich bin immer noch komplett fassungslos über das alles.

Danke fürs Lesen
 

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16. Juli um 12:48

Hab grad gedacht könnte von mir sein. Ich und mein Bruder waren immer sehr dicke miteinander bis seine Freundin kam. Sie will nichts mit mir und meinen 2 Kindern zutun haben, meinen Freund hasst sie sowieso. Seit Jahren gibt es deshalb keine Familien feiern mehr wo wir alle sind. Meine Eltern wollen keinen riesen Streit und somit werd ich oft ausgeladen. Und gestern hatte ich eine Einladung zur Hochzeit der beiden im Briefkasten.
ich wich weiß gar nicht was das jetzt soll und ob ich dahin gehen soll. 
allerdings haben die beiden obwohl seit Jahren keinen Kontakt zu meinem leiblichen Vater und sie kennt ihn nicht mal ! Ihn auch eingeladen und alleine will er nicht hin. Also muss ich mich wahrscheinlich überwinden.
auf der eeinen Seite sollte man ja nicht zu einer Hochzeit gehen wenn man die Beziehung nicht gut findet.  Auf der anderen Seite herrscht dann noch mehr Eiszeit.
ich weiß auch nicht was ich tun soll. Und was du tun sollst ? Keine Ahnung 
Aber ich hätte mich schon mal nicht wie du für tausend Dinge entschuldigt die ich nicht getan hab.

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16. Juli um 12:52

Ich habe es getan, weil ich hoffte, dass mein Bruder auf mich zugeht, sich für seine Fehler entschuldigt etc. Aber er sieht offensichtlich keine.

Ich muss dazu sagen, dass ich Verständnis dafür hätte, wenn sie mich einfach nicht mag und ich nicht zur Feier kann. Ich gönne meinem Bruder sein Glück und hätte mich nie eingemischt. Er könnte sich an mich wenden. Mir sagen, dass es leider so ist, er nichts ändern kann, aber er bleibt mein Bruder und weiss, dass ich nichts dafür kann.

Aber nein. Ich werde ausgegrenzt und trotz hochformaler Entschuldigungen (wie von ihm gefordert) bin ich weiterhin die Sündige, die noch weiter geprüft werden muss, damit sie wieder "Vertrauen aufbauen" können.

Zu unserer Mutter sagte er, "mit gutem Willen" geht alles. Nur war mein Wille immer gut. Sie hat nur absolut jedes einzelne Wort (Smalltalk!) als eine persönliche Beleidigung aufgefasst.

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16. Juli um 14:14

ja kenne ich. Es gibt definitiv Menschen, die ich beleidige, ohne es zu wollen.
Auch Menschen, die mich beleidigen, ohne es zu wollen.
Mit einigen davon bin ich auch verwandt.

Aber ich gehe ihnen einfach in beiden Fällen aus dem Weg, denn nein, sowas können beide Seiten nicht einfach "abstellen".

Vor allem aber würde ich nie derart gegen meine Überzeugungen handeln. Wenn mir so ein Schreiben derartig gegen den Strich gehen würde - gäbe es keins. Und ein "ich mach das jetzt, weil ich mir davon verspreche..." geht sowieso IMMER schief in dem Kontext.
Kann gar nicht anders sein, denn wie Du es schon beschreibst: keine der beiden Seiten ist sich einer Schuld bewußt. Du nicht, sie nicht. Also was genau soll dabei heraus kommen?

Die einzige Option, die ich sehe, wäre ein offenes Gespräch. ABER das muss wohl zwingend von einem Außenstehenden (!), vorzugsweise einem Profi (!) moderiert (!) sein, sonst ist das einzig mögliche Ergebnis: keiner ist schlauer, alle sind beleidigter.
Und ob sich damit, dass dann beide Seiten wenigstens - VIELLEICHT- wissen, wo es beim anderen hakt, dann das Gefühl, den anderen ständig zu verletzen / verletzt zu werden, vermeiden lässt, steht in den Sternen.

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16. Juli um 14:18

Ich bestehe nicht auf einem Kontakt mit seiner Verlobten, sondern sehe sie völlig neutral. Aber es tut mir weh, dass mein Bruder mich (schon damals derart ausgesondert hat). Wir hatten keine nennenswerten Konflikte. Er war bei meiner Hochzeit. Und dass mein Mann ihn nicht mochte spielte für unsere Beziehung keine Rolle.

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16. Juli um 14:34

Ich muss vielleicht dazu noch sagen, dass mein Bruder und seine Verlobte sehr isoliert leben. Sie unternehmen nie etwas mit anderen (ausgenommen ihre Familie). Er hat den Kontakt zu seinen früheren Freunden abgebrochen und sie hat ebenfalls keine Freunde. Im Studium hatte sie ein paar Freundinnen, hat sich aber mit allen überworfen.

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16. Juli um 14:46
In Antwort auf traurige33

Ich bestehe nicht auf einem Kontakt mit seiner Verlobten, sondern sehe sie völlig neutral. Aber es tut mir weh, dass mein Bruder mich (schon damals derart ausgesondert hat). Wir hatten keine nennenswerten Konflikte. Er war bei meiner Hochzeit. Und dass mein Mann ihn nicht mochte spielte für unsere Beziehung keine Rolle.

ja, aber er sitzt entweder zwischen allen Stühlen (was selten auf Dauer überhaupt möglich ist) - oder er muss sich für eine Seite entscheiden.

Ganz ehrlich: in der Konstellation würde ich auch dazu raten, sich auf die Seite des Partners / der Partnerin zu stellen.

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16. Juli um 14:54
In Antwort auf traurige33

Ich muss vielleicht dazu noch sagen, dass mein Bruder und seine Verlobte sehr isoliert leben. Sie unternehmen nie etwas mit anderen (ausgenommen ihre Familie). Er hat den Kontakt zu seinen früheren Freunden abgebrochen und sie hat ebenfalls keine Freunde. Im Studium hatte sie ein paar Freundinnen, hat sich aber mit allen überworfen.

sich von anderen zu isolieren ist die Entscheidung Deines Bruders.
Muss Du nicht gut finden, musst Du nicht genauso machen wollen, ist trotzdem seine Entscheidung.

Und nur weil Dein Mann jemanden auf Euerer Hochzeit akzeptiert, den er nicht mag, müssen das nicht alle anderen auch so machen.
Es ist die Hochzeit von Deinem Bruder UND seiner künftigen Frau. Da bin ich grundsätzlich der Meinung, es sollen nur Gäste da sein, die BEIDE da sehen möchten.

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16. Juli um 14:54
In Antwort auf avarrassterne3

ja, aber er sitzt entweder zwischen allen Stühlen (was selten auf Dauer überhaupt möglich ist) - oder er muss sich für eine Seite entscheiden.

Ganz ehrlich: in der Konstellation würde ich auch dazu raten, sich auf die Seite des Partners / der Partnerin zu stellen.

Das Tragische ist ja, dass es keine "Seiten" gibt. Niemals hätte ich als Schwester (und übrigens auch nicht als Partnerin) auf einem "entweder oder" bestanden.

Mein Mann mochte meinen Bruder nicht und ich habe ihn nicht gezwungen, Zeit mit ihm zu verbingen. Aber ich traf meinen Bruder weiterhin.

Selbst wenn man hier theoretisch von einer drakonischen Verlobten ausginge, die jeden Kontakt verbietet (in Wirklichkeit habe ich keine Ahnung, was sie macht) - dann könnte man immer noch telefonieren und der Schwester sagen, dass es leider nicht anders geht, aber dass es nicht an ihr liegt.

Würdest du im Ernst deine ganze Familie verleugnen und den Kontakt abbrechen, einfach weil dein Partner sie nicht mag? Und dazu noch deiner Familie zu verstehen geben, sie sei daran schuld?

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16. Juli um 15:00
In Antwort auf avarrassterne3

sich von anderen zu isolieren ist die Entscheidung Deines Bruders.
Muss Du nicht gut finden, musst Du nicht genauso machen wollen, ist trotzdem seine Entscheidung.

Und nur weil Dein Mann jemanden auf Euerer Hochzeit akzeptiert, den er nicht mag, müssen das nicht alle anderen auch so machen.
Es ist die Hochzeit von Deinem Bruder UND seiner künftigen Frau. Da bin ich grundsätzlich der Meinung, es sollen nur Gäste da sein, die BEIDE da sehen möchten.

Absolut. Es ist auch nicht so, dass ich so dringend auf diese Hochzeit muss. Im Gegenteil, ich hatte mir nur gedacht, dass bei allem was war, ich ihn dennoch nicht derart verletzen würde, seine Einladung auszuschlagen. Er darf machen was er will, aber es tut mir weh.

Und ich hätte - würde mein Bruder mit mir halbwegs offen reden - es natürlich akzeptieren, dass sie mich nicht sehen will. Sie hat mich nicht ausgesucht und ich sie auch nicht. Daher finde ich, dass man da absolut nichts erzwingen kann und sollte. Wenn ich sie nie wieder in meinem Leben sehe, juckt mich das kein bisschen. Und genauso hätte ich sie treffen können. Würde mich auch nicht jucken.

Was für mich schlimm ist, ist dass mein Bruder, der vermutlich zwischen allen Stühlen sitzt, nicht mit mir kommuniziert (von Schreiben im behördlichen Stil abgesehen).

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16. Juli um 15:00
In Antwort auf traurige33

Hallo ihr Lieben

Vor vielen Jahren habe ich während meiner Schwangerschaft hier geschrieben, damals unter einem anderen Namen, an den ich mich nicht mehr erinnere

Ich schreibe euch, um mich auszusprechen. Mir geht es gerade so schlecht, dass ich gar nicht weiss wohin mit mir.


Meine Kernfamilie ist sehr klein. Mutter, Vater, mein Bruder und ich. Wir haben noch etwas Verwandtschaft im Ausland, aber da gibt es wenig Kontakt. Ich bin die Ältere, aber der Altersuterschied zu meinem Bruder ist sehr klein. Wir haben in der Kindheit alles zusammen gemacht und auch später hatten wir guten, engen Kontakt, selbst als wir beide in unterschiedlichen Ländern studierten.

Vor 12 Jahren habe ich geheiratet, in einem kleinen Kreis. Von meiner Seite waren meine Eltern und mein Bruder da. Mein damaliger Freund/(inzwischen-Ex-)Mann konnte meinen Bruder von Anfang an nicht ausstehen. Dennoch habe ich mich oft mit ihm getroffen und vieles gemeinsam unternommen. Es stand gar nicht zur Diskussion, ob ich Kontakt zu meinem Bruder habe oder nicht, zumal er damals recht einsam und nur am Arbeiten war und ich mich für ihn verantwortlich fühlte.

Meine Ehe scheiterte nach 6 Jahren bzw. schaffte ich endlich den Absprung. Etwa zur gleichen Zeit lernte er seine Freundin/nun Verlobte kennen. Ab da habe ich mich nie wieder allein mit meinem Bruder getroffen. Hat mich nicht gestört. Ich fand sie sehr nett und sympathisch. Zudem ist es in meiner Familie einfach so, dass wir den Partner des anderen ohne Wenn und Aber akzeptieren. Wir wohnen nicht weit voneinander entfernt, haben uns aber, seit sie sie kennengelernt haben, seltener gesehen. Ca. 3-4 Mal in 6 Monaten. Aus meiner Sicht war alles gut. Ich habe auch von ihrer Seite nichts Negatives bemerkt, ausser dass mein Bruder viel Stress hatte und viel arbeiten musste.

Und dann erfuhr ich von meiner Mutter, dass ich sie (die Freundin) wiederholt schwer gekränkt und verletzt haben soll. Womit genau, weiss ich bis heute nicht, denn mein Bruder und seine Freundin haben nie direkt mit mir gesprochen. Sie hat sich aber bei ihm beschwert und er sich bei unserer Mutter, die so perplex war, dass sie es mir erzählt hat - obwohl sie nicht sollte. Sie war aber sicher, dass es ein Missverständnis ist, und hoffte, dass es sich aufklären würde.

Ich muss dazu sagen, dass ich einen Beruf habe, in dem ich sehr viel Umgang mit (schwierigen und kapriziösen) Menschen habe. Die Fettnäpfchen lauern überall und ich bin immer auf der Hut, um bloss nicht in eines davon zu treten. Ist auch immer gut gegangen. Nur sie habe ich bei jedem (!) der wenigen Treffen mehrfach verletzt. Dabei hattemn wir nie einen Konflikt oder eine Diskussion. So wurde z.B. ein ehrliches Kompliment zu einem schönen Kleid als Kritik an ihrer Oberweite verstanden.

Für mich war das ein Schock. Weder konnte ich verstehen, warum mein Bruder mich nicht darauf angesprochen hat, warum er hinter meinem Rücken davon redet und auch wie er auch nur darauf kommt, das alles könnte etwas anderes sein als ein Missverständnis.

Ich habe Fehler gemacht. Jetzt sehe ich, dass ich viel cooler hätte sein müssen. Aber ich war wirklich entsetzt. Dazu kam, dass diese Zeit alles andere als einfach für mich war (gerade getrennt, allein mit Kind, viel Ärger, unsichere finanzielle Situation). Ich habe emotional reagiert. Habe das Gespräch gesucht, wurde abgewiesen. Kein Gespräch.
Daraufhin habe ich sie aus meiner Freundesliste bei Facebook gelöscht. Seitdem hatte ich mit ihr keinen Kontakt mehr. Mit ihm wenig. Ich habe nach 2 Jahren nocheinmal versucht, das Gespräch mit ihm zu suchen. Wurde wieder abgewiesen. Darauf bat ich ihn, vom weiteren Kontakt abzusehen, weil mir so etwas Halbgares nur noch weh tut.

Dennoch meldete er sich zu Weihnachten, Geburtstagen und schickte meiner Tochter Geschenke.

In der letzten Zeit hatten wir mehr Kontakt, wobei es um paar Angelegenheiten ging, die unsere Eltern betreffen. Der Kontakt war sehr nett und freundlich.

Vor einigen Wochen sagte meine Mutter mir, dass die Freundin meines Bruders schwanger ist. Meine Tochter und ich haben uns wahnsinnig gefreut, Cousine und Tante zu werden. Sie beschlossen zu heiraten und ich habe darüber nachgedacht, was ich mache, wenn sie mich einladen. Ich beschloss, dass ich hingehen und die alten Geschichten vergessen werde. Ich werde meinem Bruder doch nicht die Hochzeit kaputt machen.

Es kam aber anders. Sie hatten nicht vor mich und meine Tochter einzuladen. Sie feiern im Familienkreis und das sind ihre Grosseltern, Eltern, ihre Schwester + Freund sowie unsere Eltern. Meine Mutter hat das schwer getroffen. Daraufhin meinte mein Bruder, ich müsse doch nur einen Schritt auf sie zugehen.

Das habe ich dann (erneut) gemacht. Habe geschrieben, dass ich nie was Böses wollte, es nicht einmal mitbekommen habe, dass ich auch sehr verletzt war, wie das gelaufen ist, dass er nie mit mir gesprochen hat und auch nur denken konnte, dass ich was Böses will.
Darauf kam ein Schreiben von ihm im Behördendeutsch der übelsten Sorte (und nein, er ist kein Anwalt). Er kommunizierte mir wie ein Staatsanwalt mit einem Angeklagten und verlangte, dass ich ein Schreiben aufsetzte, indem ich mich für alles Erdenkliche entschuldige, erneut beteuere, dass da keine böse Absicht war und nicht (!) darauf eingehe, was mir mich dazu bewogen hat. Das würde dann eine "schrittweise Normalisierung der Beziehung" ermöglichen. Und ich habe das tatsächlich gemacht. Mich in aller Form für alles entschuldigt, ohne Berücksichtigung warum und dass ich selber verletzt und vor den Kopf gestossen wurde. Es kam eine gnädige Antwort, dass man meine Entschuldigung annehme und hoffe, dass sie mit der Zeit das Vertrauen wieder aufbauen können, um die Beziehung zu normalisieren.

Ich bin immer noch komplett fassungslos über das alles.

Danke fürs Lesen
 

Du bist wie ein bittsteller.  Du bettelst und bettelst.  Warum? Sie haben dich so oft angewiesen. Hast du das nötig? Meiden dich. Sagen dir nicht, was das Problem ist und du denkst ihnen über Jahre hinter her. Bist du dir nicht zu schade dafür? 

Ich würde alle blockieren, Löschen und vergessen. Unwiderruflich. 

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16. Juli um 15:01

Na das klingt doch wie so ne herzerwärmende Schwägerin....
Das tut mir sehr leid für dich. Dein Bruder ist echt ein dummer Junge, dass er sich von seiner Freundin derart manipulieren lässt. Ich kann mir ja nicht vorstellen, dass er so auf Dauer glücklich wird, aber manche Leute sind halt doof.

Ich finde dass du viel mehr erbracht hast an Entgegenkommen, als man von einem Menschen hätte erwarten können. Du hängst wirklich sehr an dienem Bruder, da ist es nicht komisch, dass es dir so weh tut.
Aber ich persönlich würde die Sache abhaken.
Du hast deinen guten Willen gezeigt und ihn wissen lassen, dass du da bist. Das will er nicht. Soll er zusehen, was er draus macht. Vielleicht ändert er seine Meinung ja wieder in ein paar Jahren.

Dass sie keine Freunde hat wundert mich nicht, wenn sie in allen nur das Böse sieht und völlig konfliktlösungsunfähig ist.

Auch wenn es weh tut würde ich das wirklich einfach so lassen und der Sache nicht mehr hinterherlaufen. Das ist immer blöd, aber dein Bruder hat entschieden, sein Leben so von seiner zukünftigen bestimmen zu lassen und zum slebstständigen Denken scheint er nicht fähig oder ist vielleicht froh, dass sies für ihn übernimmt.

Ich wünsche dir alles Gute.

LG

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16. Juli um 15:03
In Antwort auf zitronenschokokuchen

Du bist wie ein bittsteller.  Du bettelst und bettelst.  Warum? Sie haben dich so oft angewiesen. Hast du das nötig? Meiden dich. Sagen dir nicht, was das Problem ist und du denkst ihnen über Jahre hinter her. Bist du dir nicht zu schade dafür? 

Ich würde alle blockieren, Löschen und vergessen. Unwiderruflich. 

Ja, das sagen mir meine Freunde. Ich tue es mir so wahnsinnig schwer damit, weil das irgendwie ein Teil meiner Geschichte und meiner Identität ist. Zudem habe ich einen sehr engen Kontakt zu meinen Eltern, wodurch ist ständig was mitbekomme. Und mein Bruder schickt meiner Tochter ja weiterhin Geschenke...

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16. Juli um 15:05
In Antwort auf traurige33

Ja, das sagen mir meine Freunde. Ich tue es mir so wahnsinnig schwer damit, weil das irgendwie ein Teil meiner Geschichte und meiner Identität ist. Zudem habe ich einen sehr engen Kontakt zu meinen Eltern, wodurch ist ständig was mitbekomme. Und mein Bruder schickt meiner Tochter ja weiterhin Geschenke...

Er ist nicht deine Identität und sie erst recht nicht! Du bist deine Identität. Die Geschenke gehen an deine Tochter, nicht an dich. Das ist eine andere Adresse. Wer dich spooo anweist, dem drehst du endlich den Rücken zu! Schätze dich endlich selber mal! Du bist wer! 

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16. Juli um 15:12

Dein Bruder hat nicht den Mumm, sich mit seiner Schwester darüber auszutauschen was gerade schief läuft oder was den jeweiligen ärgert.
Er fühlt sich auf dem hohen Roß Dir gegenüber, dieses Schreiben hätte man von nem 10 jährigen erwartet aber nicht von einem Erwachsen der den anderen demütigen will und zeigt, dass er zur Selbstveranzwortung nicht fähig ist.
Lass es einfach gut sein, Du hast Dich genug bemüht, es gibt keine Chance auf Klärung und Annäherung. Erspare Dir eine angespannte Hochzeit, führe ein glückliches Leben mit Deiner Tochter

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16. Juli um 15:27
In Antwort auf traurige33

Das Tragische ist ja, dass es keine "Seiten" gibt. Niemals hätte ich als Schwester (und übrigens auch nicht als Partnerin) auf einem "entweder oder" bestanden.

Mein Mann mochte meinen Bruder nicht und ich habe ihn nicht gezwungen, Zeit mit ihm zu verbingen. Aber ich traf meinen Bruder weiterhin.

Selbst wenn man hier theoretisch von einer drakonischen Verlobten ausginge, die jeden Kontakt verbietet (in Wirklichkeit habe ich keine Ahnung, was sie macht) - dann könnte man immer noch telefonieren und der Schwester sagen, dass es leider nicht anders geht, aber dass es nicht an ihr liegt.

Würdest du im Ernst deine ganze Familie verleugnen und den Kontakt abbrechen, einfach weil dein Partner sie nicht mag? Und dazu noch deiner Familie zu verstehen geben, sie sei daran schuld?

Du nicht. Sie augenscheinlich schon. Und ab da GIBT es zwei Seiten. Fakt.

Zudem: aus seiner Sicht berichtet seine Partnerin ihm mehrfach, wie sie von Dir signifikant verletzt wurde. Und spätestens da ist er nicht mehr außen vor. Weder emotional nochpersönlich. Genau wie Du es nicht wärst, wenn das Deinem Mann passiert wäre. Seine Partnerin fühlte sich durch Dich gekränkt, verletzt, beleidigt. Würdest Du das bei Deinem Mann einfach ignorieren und weiter machen wie bisher? Na ich hoffe doch: Nein!
Du würdest vielleicht ANDERS reagieren, aber reagieren würdest Du. Hoffe ich mal.

Ich habe den Kontakt zu meiner Familie schon lange abgebrochen. Weil "nicht mögen" eine etwas harmlose Formulierung für mein Verhältnis zu meiner Familie ist. Mein Mann hat es versucht, noch zusammen zu halten und zu vermitteln, obwohl sie ihn nie akzeptiert haben. Hat er inzwischen auch aufgegeben, es ist zu viel passiert, um zu verzeihen. Sicher - wie immer - auch auf beiden Seiten.

Im Übrigen verleugnet Dein Bruder gar nichts. Schon überhaupt nicht die ganze Familie. Er hatte den Kontakt auf einem oberflächlicheren Level aufrecht erhalten, welches Du nicht wolltest (kein Vorwurf!) und hat den Kontakt zu Euren Eltern wohl nach wie vor.
 

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16. Juli um 15:43
In Antwort auf avarrassterne3

Du nicht. Sie augenscheinlich schon. Und ab da GIBT es zwei Seiten. Fakt.

Zudem: aus seiner Sicht berichtet seine Partnerin ihm mehrfach, wie sie von Dir signifikant verletzt wurde. Und spätestens da ist er nicht mehr außen vor. Weder emotional nochpersönlich. Genau wie Du es nicht wärst, wenn das Deinem Mann passiert wäre. Seine Partnerin fühlte sich durch Dich gekränkt, verletzt, beleidigt. Würdest Du das bei Deinem Mann einfach ignorieren und weiter machen wie bisher? Na ich hoffe doch: Nein!
Du würdest vielleicht ANDERS reagieren, aber reagieren würdest Du. Hoffe ich mal.

Ich habe den Kontakt zu meiner Familie schon lange abgebrochen. Weil "nicht mögen" eine etwas harmlose Formulierung für mein Verhältnis zu meiner Familie ist. Mein Mann hat es versucht, noch zusammen zu halten und zu vermitteln, obwohl sie ihn nie akzeptiert haben. Hat er inzwischen auch aufgegeben, es ist zu viel passiert, um zu verzeihen. Sicher - wie immer - auch auf beiden Seiten.

Im Übrigen verleugnet Dein Bruder gar nichts. Schon überhaupt nicht die ganze Familie. Er hatte den Kontakt auf einem oberflächlicheren Level aufrecht erhalten, welches Du nicht wolltest (kein Vorwurf!) und hat den Kontakt zu Euren Eltern wohl nach wie vor.
 

Nicht ganz. Er war bei allen Situationen, in denen ich sie verletzt haben soll, dabei. Und hat selber erstmal vermutlich nichts Verletzendes bemerkt. Ich habe nie mit ihr allein gesprochen.

Zu unserer Mutter hat er gesagt, dass er lange versucht hat, sie davon zu überzeugen, dass da nichts war, und selbst wenn, dass es nicht böse gemeint sein kann. Er konnte sie nicht überzeugen.

Deswegen bin ich böse.
 

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16. Juli um 15:48
In Antwort auf traurige33

Nicht ganz. Er war bei allen Situationen, in denen ich sie verletzt haben soll, dabei. Und hat selber erstmal vermutlich nichts Verletzendes bemerkt. Ich habe nie mit ihr allein gesprochen.

Zu unserer Mutter hat er gesagt, dass er lange versucht hat, sie davon zu überzeugen, dass da nichts war, und selbst wenn, dass es nicht böse gemeint sein kann. Er konnte sie nicht überzeugen.

Deswegen bin ich böse.
 

ja, bestätigt doch nur, dass er lange "zwischen den Stühlen gesessen" hat.

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16. Juli um 15:54
In Antwort auf avarrassterne3

ja, bestätigt doch nur, dass er lange "zwischen den Stühlen gesessen" hat.

Wie gesagt, was mir am meisten fehlt, ist ein offenes Gespräch zwischen Bruder und Schwester (ohne Verlobte), in dem er mir das erklärt. Aber er lässt mich dastehen als hätte ich die Alleinschuld an absilut allem.

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16. Juli um 15:55
In Antwort auf avarrassterne3

ja, bestätigt doch nur, dass er lange "zwischen den Stühlen gesessen" hat.

und das heißt mal ganz konkret:

Wenn sich der Patner von xy mehrfach verletzt / gekränkt fühlt, dann ist die simple Konzequenz: Entweder man kann das Mißverständnis aus der Welt schaffen ODER: man verletzt Partner/in selbst jedes Mal aufs Neue, wenn man selbst Kontakt mit xy hat.

Das ist der Unterschied zu "mein Partner MAG jemanden nicht, hat aber nichts dagegen, wenn ich Kontakt habe". Denn "Mein Partner hat Kontakt zu jemandem, von dem ich mich mehrfach gekränkt / verletzt fühlte" tut weh. Hingegen "mein Partner hat Kontakt zu wem, den ich nicht mag" - tut den meisten nicht viel.

Also jedes Mal, wenn Dein Bruder Dich einfach mal hätte anrufen sollen, hätte er seiner Partnerin dafür wissentlich weh tun müssen. Das würdest Du von ihm erwarten / erhoffen?!? Autsch.

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16. Juli um 15:57
In Antwort auf traurige33

Wie gesagt, was mir am meisten fehlt, ist ein offenes Gespräch zwischen Bruder und Schwester (ohne Verlobte), in dem er mir das erklärt. Aber er lässt mich dastehen als hätte ich die Alleinschuld an absilut allem.

ja, das hätte er machen können. Vielleicht auch machen sollen.

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16. Juli um 16:01
In Antwort auf avarrassterne3

ja, das hätte er machen können. Vielleicht auch machen sollen.

wobei sich nach 2 Jahren? Ich glaube Du schriebst etwas... auch die eigene Erinnerung mächtig wandelt.

Vorher hattest Du ihm gesagt, er soll Dich in Ruhe lassen, das tat ihm sicher auch weh. Was in den 2 Jahren daraus geworden ist, weiß nur er allein, nicht unwahrscheinlich, dass er selbst inzwischen glaubt, dass Du die Allein-schuldige bist.
Was ich ausschließen kann, denn obwohl auch Deine Sichtweise ganz definitiv subjektiv ist, es kommt fast nie vor, dass es in zwischenmenschlichen Konflikten EINEN Allein-Schuldigen gibt. So ziemlich immer hat zur Schuld jeder einen Teil beigetragen.

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16. Juli um 16:24

Ich habe jetzt nur den Eingangspost gelesen und nicht alle Kommentare aber das ist ja eine total beschissene Situation. Wir kennen jetzt nur deine Version der Geschichte, aber mal angenommen das stimmt alles so, dann wurde/wird dein Bruder massiv von seiner Frau manipuliert. 

Ich könnte mir vorstellen das sie hyper sensibel ist und irgendwas was du gesagt hast ("Schönes Kleid" sie tödlichst beleidigt hat und sie total nachtragend ist. Das er so anfällig für ihre Manipulationen ist, kommt dann noch erschwerend hinzu. 

Krass wie Geschwister die sich 30+ Jahre lieben und durch dick und dünn gehen, plötzlich wegen einer ziemlichen Kleinigkeit, oder einem Partner/Partnerin nicht mehr anständig miteinander reden können. 

Ich habe selber zwei Geschwister mit denen ich ein sehr gutes Verhältnis pflege und es wäre unvorstellbar das es bei uns irgendwann so enden könnte.

Am Ende des Tages sind Partner doch austauschbar, Familie ist es nicht. Und wenn man sich eigentlich immer gut mit seinem Geschwisterchen verstanden hat dann würde ich doch alles daran legen die Wogen zu glätten. Ich meine wenn es jemanden gibt der dich kennt, dein/sein Leben lang und weiß das du ein guter Mensch bist dann ist das doch er (und deine Eltern). Wie kann man sich da gegen seine eigene geliebte Schwester stellen, kann ist mir unbegreiflich. Sollte man nicht seiner Familie (fast) alles verzeihen können? Mal vorrausgesetzt das deine Story so stimmt.

So bitter es ist, aber ich finde du musst dir jetzt auch keine Beine ausreißen um dich für irgendwas zu entschuldigen was du nicht getan hast. Er hat seine Entscheidung getroffen und auch wenn es dir das Herz bricht, es ist nicht deine Schuld das er den schlechten Einfluss seiner Frau nicht bemerkt.

Ja keine Ahnung, alles Gute mit der Sache.

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16. Juli um 16:31
In Antwort auf avarrassterne3

und das heißt mal ganz konkret:

Wenn sich der Patner von xy mehrfach verletzt / gekränkt fühlt, dann ist die simple Konzequenz: Entweder man kann das Mißverständnis aus der Welt schaffen ODER: man verletzt Partner/in selbst jedes Mal aufs Neue, wenn man selbst Kontakt mit xy hat.

Das ist der Unterschied zu "mein Partner MAG jemanden nicht, hat aber nichts dagegen, wenn ich Kontakt habe". Denn "Mein Partner hat Kontakt zu jemandem, von dem ich mich mehrfach gekränkt / verletzt fühlte" tut weh. Hingegen "mein Partner hat Kontakt zu wem, den ich nicht mag" - tut den meisten nicht viel.

Also jedes Mal, wenn Dein Bruder Dich einfach mal hätte anrufen sollen, hätte er seiner Partnerin dafür wissentlich weh tun müssen. Das würdest Du von ihm erwarten / erhoffen?!? Autsch.

Würdest du dich jetzt von der Schwester deines Mannes gekränkt fühlen - würdest du von ihm erwarten, dass er den Kontakt zu ihr abbricht?

Ich könnte es verstehen, wenn die Schwester gesagt hätte, dass sie dich hasst und nicht will, dass ihr zusammen seid. Aber es wäre eher sowas wie: Du hättest aus dem, was sie sagt, irgendwie geschlussfolgert, dass sie deine Oberweite zu klein findet.

Zudem, selbst wenn es irgendwelche wirklich wichtigen Gründe, die einen Kontaktabbruch erzwingen, gäben, würde der Partner wohl ertragen, dass die Geschwister ein letztes Mal miteinander reden, allein. Und der Bruder der Schwester sagt, dass er es traurig findet, es nicht sein Wunsch ist, aber er die Frau liebt und unter keinen Umständen verlieren will.

Aber natürlich ist das eben mein Verständnis von Familie und Partnerschaft. 

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16. Juli um 16:37
In Antwort auf othmar_20426777

Ich habe jetzt nur den Eingangspost gelesen und nicht alle Kommentare aber das ist ja eine total beschissene Situation. Wir kennen jetzt nur deine Version der Geschichte, aber mal angenommen das stimmt alles so, dann wurde/wird dein Bruder massiv von seiner Frau manipuliert. 

Ich könnte mir vorstellen das sie hyper sensibel ist und irgendwas was du gesagt hast ("Schönes Kleid" sie tödlichst beleidigt hat und sie total nachtragend ist. Das er so anfällig für ihre Manipulationen ist, kommt dann noch erschwerend hinzu. 

Krass wie Geschwister die sich 30+ Jahre lieben und durch dick und dünn gehen, plötzlich wegen einer ziemlichen Kleinigkeit, oder einem Partner/Partnerin nicht mehr anständig miteinander reden können. 

Ich habe selber zwei Geschwister mit denen ich ein sehr gutes Verhältnis pflege und es wäre unvorstellbar das es bei uns irgendwann so enden könnte.

Am Ende des Tages sind Partner doch austauschbar, Familie ist es nicht. Und wenn man sich eigentlich immer gut mit seinem Geschwisterchen verstanden hat dann würde ich doch alles daran legen die Wogen zu glätten. Ich meine wenn es jemanden gibt der dich kennt, dein/sein Leben lang und weiß das du ein guter Mensch bist dann ist das doch er (und deine Eltern). Wie kann man sich da gegen seine eigene geliebte Schwester stellen, kann ist mir unbegreiflich. Sollte man nicht seiner Familie (fast) alles verzeihen können? Mal vorrausgesetzt das deine Story so stimmt.

So bitter es ist, aber ich finde du musst dir jetzt auch keine Beine ausreißen um dich für irgendwas zu entschuldigen was du nicht getan hast. Er hat seine Entscheidung getroffen und auch wenn es dir das Herz bricht, es ist nicht deine Schuld das er den schlechten Einfluss seiner Frau nicht bemerkt.

Ja keine Ahnung, alles Gute mit der Sache.

Ja. 32 Jahre lang. Das ist ja was mich so schockiert hat. Ich war immer sicher, dass völlig egal, was passiert, meine Eltern und mein Bruder es nicht schlecht mit mir meinen können. Und ich dachte, dass sie es bei mir genauso sehen.

War offensichtlich falsch.

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16. Juli um 16:53
In Antwort auf traurige33

Würdest du dich jetzt von der Schwester deines Mannes gekränkt fühlen - würdest du von ihm erwarten, dass er den Kontakt zu ihr abbricht?

Ich könnte es verstehen, wenn die Schwester gesagt hätte, dass sie dich hasst und nicht will, dass ihr zusammen seid. Aber es wäre eher sowas wie: Du hättest aus dem, was sie sagt, irgendwie geschlussfolgert, dass sie deine Oberweite zu klein findet.

Zudem, selbst wenn es irgendwelche wirklich wichtigen Gründe, die einen Kontaktabbruch erzwingen, gäben, würde der Partner wohl ertragen, dass die Geschwister ein letztes Mal miteinander reden, allein. Und der Bruder der Schwester sagt, dass er es traurig findet, es nicht sein Wunsch ist, aber er die Frau liebt und unter keinen Umständen verlieren will.

Aber natürlich ist das eben mein Verständnis von Familie und Partnerschaft. 

Würdest du dich jetzt von der Schwester deines Mannes gekränkt fühlen - würdest du von ihm erwarten, dass er den Kontakt zu ihr abbricht?

Keine Sekunde.
Nicht im Ansatz.
Ich würde es mir auch nicht wünschen und nicht darauf hoffen.
Aber: es würde mir dennoch weh tun, wenn er Kontakt hat. Weil es natürlich immer einen Finger in eine Wunde legt.
Und damit würde es dennoch darauf hinauslaufen, weil er, wenn er kein komplettes Ar***  ist - und dann wäre er nicht mein Partner - natürlich mitbekommt, dass es mir jedes Mal einen Stich versetzt, auch wenn ich keinen Ton dazu sage. Er also jedes Mal vor der Wahl steht: Nicht melden oder mir wissentlich und willentlich einen Stuich versetzen. Auch dann, wenn ich überhaupt keine Einwände - weder direkt noch indirekt, weder explizit noch implizit, gegen den Kontakt habe.
Ich bin nun echt egoistisch genug, aber ich könnte es auch nicht. Ich könnte nichts immer wieder tun, von dem ich schon vorher weiß, dass es meinem Partner weh tut. Man muss schon ein größeres *** sein, als ich es bin, um das duchzuziehen.

Also würde er wohl seltener und seltener Kontakt zu seiner Schwester haben und wenn die ihm dann sagt, dass sie das so nicht kann, würde es ihm wohl den Rest geben und er würde ab da alles blocken.

Zudem: JEDE Geschichte hat zwei Seiten. Du bist Dir augenscheinlich auch keiner Schuld bewußt.  Nur die Chancen, dass er (und / oder seine Partnerin) allein die Bösen sind, sind genauso minimal wie die Chancen, dass Du allein es bist.

Aber ja, einmal klären hätte er tun können und sollen. Warum er das nicht getan hat - keine Ahnung. Vielleicht erschien es ihm vor 2 (?) Jahren noch nicht so wichtig, bis Du ihn gebeten hast, es ganz zu lassen - und dann war das nunmal zu spät. Oder er war zu feige. Oder ... weiß ich nicht.

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16. Juli um 17:01
In Antwort auf traurige33

Würdest du dich jetzt von der Schwester deines Mannes gekränkt fühlen - würdest du von ihm erwarten, dass er den Kontakt zu ihr abbricht?

Ich könnte es verstehen, wenn die Schwester gesagt hätte, dass sie dich hasst und nicht will, dass ihr zusammen seid. Aber es wäre eher sowas wie: Du hättest aus dem, was sie sagt, irgendwie geschlussfolgert, dass sie deine Oberweite zu klein findet.

Zudem, selbst wenn es irgendwelche wirklich wichtigen Gründe, die einen Kontaktabbruch erzwingen, gäben, würde der Partner wohl ertragen, dass die Geschwister ein letztes Mal miteinander reden, allein. Und der Bruder der Schwester sagt, dass er es traurig findet, es nicht sein Wunsch ist, aber er die Frau liebt und unter keinen Umständen verlieren will.

Aber natürlich ist das eben mein Verständnis von Familie und Partnerschaft. 

die Tatsache, dass man sich gekränkt fühlt, ist bei jedem Menschen nicht zwingend abhängig davon, ob es so gemeint war.

Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger, klar, aber solche Punkte hat jeder und keiner kann sie vermeiden - und nicht bei allen besteht die Möglichkeit, das zu klären.

Selbst wenn man es klären kann... Wenn Dir ein Hammer auf den Fuß fällt, tut das weh. Und mal im Ernst: wie stark der Schmerz ist, ist in keinster Weise davon abhängig, ob ihn Dir jemand absichtlich oder versehentlich auf den Fuß fallen lassen hat oder gar niemand anderes beteiligt war oder es gar Deine eigene Schuld war.
So einfach ist das. Seelischer Schmerz unterscheidet sich nicht von körperlichem, da ist es ganz genau so.

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16. Juli um 17:10
In Antwort auf avarrassterne3

Würdest du dich jetzt von der Schwester deines Mannes gekränkt fühlen - würdest du von ihm erwarten, dass er den Kontakt zu ihr abbricht?

Keine Sekunde.
Nicht im Ansatz.
Ich würde es mir auch nicht wünschen und nicht darauf hoffen.
Aber: es würde mir dennoch weh tun, wenn er Kontakt hat. Weil es natürlich immer einen Finger in eine Wunde legt.
Und damit würde es dennoch darauf hinauslaufen, weil er, wenn er kein komplettes Ar***  ist - und dann wäre er nicht mein Partner - natürlich mitbekommt, dass es mir jedes Mal einen Stich versetzt, auch wenn ich keinen Ton dazu sage. Er also jedes Mal vor der Wahl steht: Nicht melden oder mir wissentlich und willentlich einen Stuich versetzen. Auch dann, wenn ich überhaupt keine Einwände - weder direkt noch indirekt, weder explizit noch implizit, gegen den Kontakt habe.
Ich bin nun echt egoistisch genug, aber ich könnte es auch nicht. Ich könnte nichts immer wieder tun, von dem ich schon vorher weiß, dass es meinem Partner weh tut. Man muss schon ein größeres *** sein, als ich es bin, um das duchzuziehen.

Also würde er wohl seltener und seltener Kontakt zu seiner Schwester haben und wenn die ihm dann sagt, dass sie das so nicht kann, würde es ihm wohl den Rest geben und er würde ab da alles blocken.

Zudem: JEDE Geschichte hat zwei Seiten. Du bist Dir augenscheinlich auch keiner Schuld bewußt.  Nur die Chancen, dass er (und / oder seine Partnerin) allein die Bösen sind, sind genauso minimal wie die Chancen, dass Du allein es bist.

Aber ja, einmal klären hätte er tun können und sollen. Warum er das nicht getan hat - keine Ahnung. Vielleicht erschien es ihm vor 2 (?) Jahren noch nicht so wichtig, bis Du ihn gebeten hast, es ganz zu lassen - und dann war das nunmal zu spät. Oder er war zu feige. Oder ... weiß ich nicht.

Ob ich mir einer Schuld bewusst bin ... wie ich anfangs geschrieben habe ... könnte ich die Uhr zurückdrehen, würde ich ganz am Anfang anders reagieren. 

Aber gegenüber ihr bin ich mir wirklich keiner Schuld bewusst. 1000% hatte ich nicht im geringsten vor, sie zu kränken und ich habe im Kontakt mit ihr nicht gemerkt, dass ich sie gekränkt habe. Hätte ich es gewusst, hätte er mich auch nur einmal darauf hingewiesen, wäre ich noch vorsichtiger gewesen, als ich eh schon bin.

Und was Partner vs. Familie angeht: Wer mit mir zusammen ist, muss damit klarkommen, dass ich den Kontakt zu meiner Familie (nun nur noch meinen Eltern) nicht abbrechen werde, es sei denn sie tun ihm wirklich Schlimmes, verletzten ihn absichtlich, wollen ihn weg haben etc. Gleiches gilt für meine Freunde.

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16. Juli um 17:12
In Antwort auf avarrassterne3

die Tatsache, dass man sich gekränkt fühlt, ist bei jedem Menschen nicht zwingend abhängig davon, ob es so gemeint war.

Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger, klar, aber solche Punkte hat jeder und keiner kann sie vermeiden - und nicht bei allen besteht die Möglichkeit, das zu klären.

Selbst wenn man es klären kann... Wenn Dir ein Hammer auf den Fuß fällt, tut das weh. Und mal im Ernst: wie stark der Schmerz ist, ist in keinster Weise davon abhängig, ob ihn Dir jemand absichtlich oder versehentlich auf den Fuß fallen lassen hat oder gar niemand anderes beteiligt war oder es gar Deine eigene Schuld war.
So einfach ist das. Seelischer Schmerz unterscheidet sich nicht von körperlichem, da ist es ganz genau so.

Ja. Aber der Schmerz muss eingeordnet werden. Wenn mir jemand aus Versehen einen Hammer auf den Zeh fallen lässt, tut es mir sicher weh. Aber maximal wäre es ein Grund für mich, mich nicht in die Nähe des Tollpatschs zu stellen. Wäre etwas schräg, wenn ich deswegen von meinem Partner verlangen würde, den Kontakt zum Tollpatsch einzustellen.

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16. Juli um 17:18
In Antwort auf traurige33

Ich muss vielleicht dazu noch sagen, dass mein Bruder und seine Verlobte sehr isoliert leben. Sie unternehmen nie etwas mit anderen (ausgenommen ihre Familie). Er hat den Kontakt zu seinen früheren Freunden abgebrochen und sie hat ebenfalls keine Freunde. Im Studium hatte sie ein paar Freundinnen, hat sich aber mit allen überworfen.

Dann scheint sie ja generell ein schwieriger Mensch zu sein, der sich nur auf den Partner fokussiert und es von ihm auch erwartet. War sie vll eifersüchtig auf eure gute Beziehung?  Ich kenne Frauen, die zetern schon los und sind beleidigt wenn der Freund sagt "Meine Mutter backt den besten Kuchen" oder Ähnliches, teilweise sind einige Menschen sogar eifersüchtig wenn der Partner sich mit den eigenen Kindern beschäftigt.

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16. Juli um 17:18
In Antwort auf traurige33

Ich muss vielleicht dazu noch sagen, dass mein Bruder und seine Verlobte sehr isoliert leben. Sie unternehmen nie etwas mit anderen (ausgenommen ihre Familie). Er hat den Kontakt zu seinen früheren Freunden abgebrochen und sie hat ebenfalls keine Freunde. Im Studium hatte sie ein paar Freundinnen, hat sich aber mit allen überworfen.

Dann scheint sie ja generell ein schwieriger Mensch zu sein, der sich nur auf den Partner fokussiert und es von ihm auch erwartet. War sie vll eifersüchtig auf eure gute Beziehung?  Ich kenne Frauen, die zetern schon los und sind beleidigt wenn der Freund sagt "Meine Mutter backt den besten Kuchen" oder Ähnliches, teilweise sind einige Menschen sogar eifersüchtig wenn der Partner sich mit den eigenen Kindern beschäftigt.

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16. Juli um 17:30
In Antwort auf avarrassterne3

die Tatsache, dass man sich gekränkt fühlt, ist bei jedem Menschen nicht zwingend abhängig davon, ob es so gemeint war.

Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger, klar, aber solche Punkte hat jeder und keiner kann sie vermeiden - und nicht bei allen besteht die Möglichkeit, das zu klären.

Selbst wenn man es klären kann... Wenn Dir ein Hammer auf den Fuß fällt, tut das weh. Und mal im Ernst: wie stark der Schmerz ist, ist in keinster Weise davon abhängig, ob ihn Dir jemand absichtlich oder versehentlich auf den Fuß fallen lassen hat oder gar niemand anderes beteiligt war oder es gar Deine eigene Schuld war.
So einfach ist das. Seelischer Schmerz unterscheidet sich nicht von körperlichem, da ist es ganz genau so.

Sorry, aber deine Antworten (wie in hundert anderen Threads) spiegeln rein deine Erfahrungen mit deiner Familie wieder. 

Der TE Böswilligkeit gegenüber der Schwägerin zu unterstellen ist einfach am Ziel vorbei.


Liebe TE
Deine Schwägerin ist leider ein schwieriger Mensch und dein Bruder ein schwacher. Sobald du aus dem Weg bist, werden deine Eltern die nächste Zielscheibe. Dann kann auch schön mit dem Enkel erpresst werden.

Man kann dir nur raten dich vorerst wirklich ganz zurück zu ziehen und glaub mir spätestens, wenn es um deine Nichte geht und um Geschenke, wirst du von den beiden wieder hören, denn sie haben ja jahrelang deine Tochter beschenkt.

Schau in erster Linie,  dass du die enge Verbindung zu deinen Eltern nicht durch sie verlierst und lass deinen Bruder einfach seine Erfahrungen mit ihr machen. Ist der Sack ganz zu kann er sich warm anziehen. 

 

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16. Juli um 18:02
In Antwort auf old_nick

Sorry, aber deine Antworten (wie in hundert anderen Threads) spiegeln rein deine Erfahrungen mit deiner Familie wieder. 

Der TE Böswilligkeit gegenüber der Schwägerin zu unterstellen ist einfach am Ziel vorbei.


Liebe TE
Deine Schwägerin ist leider ein schwieriger Mensch und dein Bruder ein schwacher. Sobald du aus dem Weg bist, werden deine Eltern die nächste Zielscheibe. Dann kann auch schön mit dem Enkel erpresst werden.

Man kann dir nur raten dich vorerst wirklich ganz zurück zu ziehen und glaub mir spätestens, wenn es um deine Nichte geht und um Geschenke, wirst du von den beiden wieder hören, denn sie haben ja jahrelang deine Tochter beschenkt.

Schau in erster Linie,  dass du die enge Verbindung zu deinen Eltern nicht durch sie verlierst und lass deinen Bruder einfach seine Erfahrungen mit ihr machen. Ist der Sack ganz zu kann er sich warm anziehen. 

 

wo bitte habe ich der TE Böswilligkeit in Bezug auf ihre Schwägerin (oder auf IRGENDWEN?) unterstellt? 

Nein, habe ich nicht.

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16. Juli um 18:20
In Antwort auf traurige33

Ob ich mir einer Schuld bewusst bin ... wie ich anfangs geschrieben habe ... könnte ich die Uhr zurückdrehen, würde ich ganz am Anfang anders reagieren. 

Aber gegenüber ihr bin ich mir wirklich keiner Schuld bewusst. 1000% hatte ich nicht im geringsten vor, sie zu kränken und ich habe im Kontakt mit ihr nicht gemerkt, dass ich sie gekränkt habe. Hätte ich es gewusst, hätte er mich auch nur einmal darauf hingewiesen, wäre ich noch vorsichtiger gewesen, als ich eh schon bin.

Und was Partner vs. Familie angeht: Wer mit mir zusammen ist, muss damit klarkommen, dass ich den Kontakt zu meiner Familie (nun nur noch meinen Eltern) nicht abbrechen werde, es sei denn sie tun ihm wirklich Schlimmes, verletzten ihn absichtlich, wollen ihn weg haben etc. Gleiches gilt für meine Freunde.

ihr gegenüber meinte ich das auch gar nicht.

Und es gibt nun einmal Menschen, die nicht miteinander klar kommen. Nach allem, was Du schreibst, klingt es nicht, als hättest Du es vermeiden können, vorsichtig oder nicht.

Ich bin auch schon einer Dame begegnet, die sah in einer Erzählung von mir in die Runde über die Tomatenpflanzen auf meinem Bakon, die in diesem Jahr gut tragen, eine gemeine Anspielung auf das rote Kleid, dass sie an diesem Abend an hatte. (ja, ist mir so schon passiert, ...) Hätte ich das vermeiden können? Selbst wenn ich es gewußt hätte - ahm... indem ich in ihrer Gegenwart gar nichts sage, vielleicht. Was dann aus anderen Gründen falsch und beleidigend gewesen wäre.
Ist es meine Schuld? Sehe ich nicht so. Ihre Schuld? Sehe ich auch nicht so, denn es gibt ja auch bei ihr (wie bei mir) Menschen, die super mit ihr klar kommen und sie mögen. Sonst hätte sie an dem Abend ja auch keiner eingeladen.
War in meinem Falle kein Drama, ich habe es zeitig erfahren, konnte ihr ab da aus dem Weg gehen, was trotz teilweise gemeinsamer Bekannter kein Problem war, alles gut. Glück gehabt.

Bei mir ist es so, dass ich den Kontakt mit meinen Freunden nie abbrechen würde. Komme, was da wolle. Auch nicht für jemanden, den ich noch so sehr liebe. Aber jeder von uns kann in eine Situation kommen, wo man sich für eine von beiden Seiten entscheiden muss - und dann muss jeder für sich diese Entscheidung treffen. Und mit der Entscheidung leben. Es gibt da kein richtig und kein falsch, aber garantiert Leid für mehrere Menschen.

Und zum zigsten Male: ich würde nie, niemals von meinem Partner erwarten, den Kontakt zu irgendwem einzustellen. Ich verstehe nur, dass man dennoch in Situationen kommen kann, wo es darauf hinausläuft. Das ist ein wichtiger Unterschied.
Aber da ich weder Dich noch Deinen Bruder noch seine Partnerin kenne, weiß ich noch nicht mal, ob sie es verlangt hat, ob er es gemacht hat - oder was auch immer passiert ist. 
Ich versuche nur (vergeblich, wohl) Dir die andere Seite bzw. mögliche andere Seiten der Geschichte zu zeigen.

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16. Juli um 18:41
In Antwort auf avarrassterne3

ihr gegenüber meinte ich das auch gar nicht.

Und es gibt nun einmal Menschen, die nicht miteinander klar kommen. Nach allem, was Du schreibst, klingt es nicht, als hättest Du es vermeiden können, vorsichtig oder nicht.

Ich bin auch schon einer Dame begegnet, die sah in einer Erzählung von mir in die Runde über die Tomatenpflanzen auf meinem Bakon, die in diesem Jahr gut tragen, eine gemeine Anspielung auf das rote Kleid, dass sie an diesem Abend an hatte. (ja, ist mir so schon passiert, ...) Hätte ich das vermeiden können? Selbst wenn ich es gewußt hätte - ahm... indem ich in ihrer Gegenwart gar nichts sage, vielleicht. Was dann aus anderen Gründen falsch und beleidigend gewesen wäre.
Ist es meine Schuld? Sehe ich nicht so. Ihre Schuld? Sehe ich auch nicht so, denn es gibt ja auch bei ihr (wie bei mir) Menschen, die super mit ihr klar kommen und sie mögen. Sonst hätte sie an dem Abend ja auch keiner eingeladen.
War in meinem Falle kein Drama, ich habe es zeitig erfahren, konnte ihr ab da aus dem Weg gehen, was trotz teilweise gemeinsamer Bekannter kein Problem war, alles gut. Glück gehabt.

Bei mir ist es so, dass ich den Kontakt mit meinen Freunden nie abbrechen würde. Komme, was da wolle. Auch nicht für jemanden, den ich noch so sehr liebe. Aber jeder von uns kann in eine Situation kommen, wo man sich für eine von beiden Seiten entscheiden muss - und dann muss jeder für sich diese Entscheidung treffen. Und mit der Entscheidung leben. Es gibt da kein richtig und kein falsch, aber garantiert Leid für mehrere Menschen.

Und zum zigsten Male: ich würde nie, niemals von meinem Partner erwarten, den Kontakt zu irgendwem einzustellen. Ich verstehe nur, dass man dennoch in Situationen kommen kann, wo es darauf hinausläuft. Das ist ein wichtiger Unterschied.
Aber da ich weder Dich noch Deinen Bruder noch seine Partnerin kenne, weiß ich noch nicht mal, ob sie es verlangt hat, ob er es gemacht hat - oder was auch immer passiert ist. 
Ich versuche nur (vergeblich, wohl) Dir die andere Seite bzw. mögliche andere Seiten der Geschichte zu zeigen.

Ich verstehe dich und die Tomaten-Geschichte trifft es übrigens sehr gut.

Aber ich sehe wirklich keinen Grund, warum mein Bruder seit so vielen Jahren nicht einmal mit mir offen gesprochen hat. Sicher, man muss Menschen manchal weh tun. Aber es hätte mir viel weniger weh getan, hätte er es mir erklärt, wie er dazu steht.

Mein letzter Anlauf, das zu erfahren, war vor wenigen Tag. Und da bekam ich schon beinahe eine höchstrichterliche Aufforderung ein Schreiben aufzusetzen, indem ich glaubhaft versichere, dass ich an allem schuld bin und es unendlich bereue und keine böse Absicht hatte. Er hat auch angemerkt, dass er mitbekommen hat, dass ich mich über die Schwangerschaft gefreut habe und hat es mir "sehr wohl positiv angerechnet".

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16. Juli um 19:02
In Antwort auf traurige33

Ich verstehe dich und die Tomaten-Geschichte trifft es übrigens sehr gut.

Aber ich sehe wirklich keinen Grund, warum mein Bruder seit so vielen Jahren nicht einmal mit mir offen gesprochen hat. Sicher, man muss Menschen manchal weh tun. Aber es hätte mir viel weniger weh getan, hätte er es mir erklärt, wie er dazu steht.

Mein letzter Anlauf, das zu erfahren, war vor wenigen Tag. Und da bekam ich schon beinahe eine höchstrichterliche Aufforderung ein Schreiben aufzusetzen, indem ich glaubhaft versichere, dass ich an allem schuld bin und es unendlich bereue und keine böse Absicht hatte. Er hat auch angemerkt, dass er mitbekommen hat, dass ich mich über die Schwangerschaft gefreut habe und hat es mir "sehr wohl positiv angerechnet".

Manche Dinge kann man nun einmal nicht verstehen, sondern nur akzeptieren.

Das Du das Schreiben aufgesetzt hast, finde ich (!) aus meiner (!) Sicht (!) auch immer noch einen Fehler. Zum einen, weil Du damit nur bestätigt hast, zum anderen, weil Du damit Deinen Bruder und Deine Schwägerin im Grunde nur glatt angelogen hast - es ist irgendwo ein "höchstrichterlicher Meineid zu Deinen Lasten", um im Bild zu bleiben.
Anyway, ist eh nicht mehr zu ändern und meine (!) Meinung (!) dazu eh irrelevant. Du hast es getan, hat wohl nichts gebracht, war ein Versuch, der ist gescheitert. 

Was mich zurück an den Anfang bringt: Die einzige Option, die ich sehe, wenn Du es nicht einfach akzeptieren willst / kannst, ist ein extern moderiertes Gespräch mit ihm und Deiner Schwägerin. 

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17. Juli um 9:31

Îch sehe hier in erster Linie kei Schuldthema sondern einfach den Wunsch der TE, mit ihrem Bruder ins Gespräch zu kommen, sich wieder annähern zu können und besser verstehen zu können, warum es sich falsch entwickelt hat. Das aber verweigert der Bruder von Anfang an und beginnt dann auch noch demütigende Spielchen zu treiben wie diesen Brief und das "gnädige" Verhalten im Nachgang.
Ich glaube, diese Bestätigung des Briefes war ein Fehler, da Du Dich damit nur auf hier gestörtes soziales Niveau herabgelassen hast.
Letztlich wirst Du hier nix ausrichten können wenn von seiner Seite keine Einsicht und Bereitschaft kommt.
So hart es klingt, lass es ruhen und schaue zu, dass Du für Deine Tochter ein Vorbild bist wie man miteinander umgeht und wie man Konflikte löst oder wie in diesem Fall damit umgeht

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17. Juli um 10:58

Ich weiss nicht, ob es ein Fehler war, auf seine Forderung einzugehen. Ich habe es aus der folgenden Überlegung heraus getan: Wie ich das wirklich sehe, habe ich bereits mehrfach geschrieben.
Ihm ist das aber egal. Er wollte das offizielle Schreiben und eine komplette Schuldübernahme durch mich, ohne Berücksichtigung der Umstände (bzw. seines Beitrags). Er meinte noch ich soll das machen, wenn "es mir ernst ist". Das habe ich gemacht, denn es ist mir ernst. Das Schreiben ist genauso ehrlich wie jede sonstige Kommunikation mit einer Behörde zu der man mehr oder weniger gezwungen ist. Das war ein Schritt von mir in seine Richtung, in der Hoffnung, dass auch er einen Schritt macht und meine Sicht berücksichtigt...

Er beschulidgt auch unsere Mutter, dass sie es mir damals gesagt hat (sie war sicher, dass es ein Missverständnis ist und wollte, dass es sich klärt). Nur dass er selber vielleicht hätte den Mund halten sollen, wenn es schon so geheim war, das kommt ihm nicht in den Sinn.

Er ist wohl sehr enttäuscht, dass meine Eltern sich in der Sache mehr oder weniger auf meine Seite gestellt haben. Seine Hochzeit wird belastet sein.

Gestern hat er mir wieder geschrieben. Banales Zeug, wie es uns seit Corona geht. Schön und gut, habe geantwortet. Nur fehlt da so einiges von seiner Seite...

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