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Mehr-generationen-haus

26. Januar 2007 um 17:33 Letzte Antwort: 31. Januar 2007 um 10:50

hallo!
meine eltern - beide so um die 60 und kerngesund - haben uns 3 kinder (32,30,26) vor ein paar tagen gefragt, ob wir uns vorstellen könnten, ein mehr-generationen-haus aufzubauen. es gibt noch keine konkreten pläne von umbauten, finanzierung, erbanteil usw, ist einfach nur eine idee. dazu müsst ihr vielleicht etwas besser über haus, platz,... bescheidwissen:
meine eltern haben ein grosses grundstück und ein grosses haus. mein vater hält im nebenerwerb schafe, züchtet jagdhunde und ist auch sonst eher ein "draussen-arbeitstier" als beamter. ich (30) bin verheiratet und habe einen 1,5j alten sohn. mein mann und ich halten auch schafe, ca. 10km von meinen eltern entfern. schon jetzt ist es so, dass ich die tierhaltung gemeinsam mit meinem vater mache und auch total oft da bin, um ihm zu helfen. die idee meiner eltern ist nun so: sie wollen ein altengerechtes häuschen an das grosse haus anbauen, dort einziehen und eines von uns 3 kindern würde in das grosse haus ziehen (natürlich mit anhang), um zu helfen und unseren eltern zu ermöglichen, auf ihrem geliebten - und sehr arbeitsintensiven, grossen grund zu bleiben und auch die "hobbies" mit unserer hilfe weiterhin machen zu können. da mein bruder eher in der stadt sein möchte und meine ältere schwester die arbeit meines vaters nicht so richtig mitmachen möchte, bliebe also ich mit meiner familie übrig. einerseits finde ich die idee toll, denn meine eltern haben sich in den vergangenen 30 jahren ein tolles "anwesen" geschaffen. und ich hänge natürlich daran, schliesslich ist es mein elternhaus.
ich weiss nur nicht, ob die ständige nähe und auch die spätere belastung wenn meine eltern älter sind, ob das alles so gut gehen kann. ich will gerne erhalten, übernehmen und weiterführen, was mein vater angefangen hat, denn das alles hat natürlich auch einen materiellen wert. ich habe nur bedenken, unser gutes geschwisterliches verhältnis zu gefärden und auch das gute verhältnis zu meinen eltern. ist ja doch was anderes, sich jeden 2ten tag für 3 stunden zu sehen, oder eben zusammen auf einem grundstück zu wohnen.

vielleicht hat jemand von euch erfahrungen gemacht oder ein paar anregungen, was alles bedacht werden sollte. ich freu mich auf antworten und danke fürs lesen! luderli

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26. Januar 2007 um 19:16

Mein mann
hat natürlich die gleichen sorgenvollen und auch freudvollen gedanken. wir haben halt gerade erst angefangen, über so eine möglichkeit nachzudenken, haben also auch noch gar nicht so viel ins detail gedacht. ich bin ja auch zwiegespalten. mein mann würde sicherlich mitmachen, wenn ein passender rahmen (wie auch immer-noch kein plan) erdacht würde. genauso würde er sich dagegen entscheiden, wenn wir das gefühl haben, dass es nicht klappen wird. ich wollte das alles auch nicht für MICH, sondern für UNS, meinen mann, unseren sohn und mich. aber ganz sicher nicht um jeden preis. und ich stimme dir ganz und gar zu, das ganze birgt natürlich all die "gefahren" die du ansprichst. danke!

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29. Januar 2007 um 10:46

Hallo
aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen NIE WIEDER. Wir leben in einem Haus mit jeweils einer Eigentumswohnung mit getrennten Eingängen. Seit 16 Jahren mischen meine Eltern sich in alles ein. Sie wollen wissen, wann und wohin man geht, sie meinen heute müßte aber mal der Rasen gemäht werden, der Bürgersteig gefegt werden, usw., usw. Ich habs schon 1000mal bereut und habe immer meine Geschwister beneidet, das sie ein Leben ohne Kontrolle führen können. Übrigens, wir haben vorher 5 Jahre alleine weiter weg gewohnt, da haben wir uns sehr gut mit meinen Eltern vertragen, da sind wir ja auch nur zu Besuch gekommen. Lg

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30. Januar 2007 um 10:05

Ich finde das toll
ach mensch, warum ist das heututage eigentlich alles immer so kompliziert.

meine familie (mann, 2 kinder - 3+4 jahre) und ich haben bis vor kurzem auf einem grundstück gelebt mit
a.) meinen schwiegereltern
b.) meinem einen schwager und seiner familie (2 jungs, 5 + 9 j.)
c.) meinem anderen schwager

ich selbst bin ein einzelkind und hätte mir DAS vorher niemals nicht vorstellen können und wollte das eigentlich auch nicht). aber die umstände haben uns damals vor 3 jahren dazu gezwungen. summa summarum war es die wirklich lehrreichste und wahrscheinlich ungewöhnlichste zeit in meinem leben. vorallem die kinder haben in einem masse von der damaligen wohnsituation profitiert, aber auch meinem mann und mir hat sie unwahrscheinlich viel gegeben (vorallem hat sich die beziehung zwischen meinem mann und seinen eltern in ungewöhnlichem masse stabilisiert).
natürlich ist aber auch die grundbeziehung der jeweiligen menschen von nicht unentscheidender bedeutung. - aber in deiner situation klingt das irgendwie auch sehr rund und irgendwie

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31. Januar 2007 um 10:50
In Antwort auf radha_12752833

Ich finde das toll
ach mensch, warum ist das heututage eigentlich alles immer so kompliziert.

meine familie (mann, 2 kinder - 3+4 jahre) und ich haben bis vor kurzem auf einem grundstück gelebt mit
a.) meinen schwiegereltern
b.) meinem einen schwager und seiner familie (2 jungs, 5 + 9 j.)
c.) meinem anderen schwager

ich selbst bin ein einzelkind und hätte mir DAS vorher niemals nicht vorstellen können und wollte das eigentlich auch nicht). aber die umstände haben uns damals vor 3 jahren dazu gezwungen. summa summarum war es die wirklich lehrreichste und wahrscheinlich ungewöhnlichste zeit in meinem leben. vorallem die kinder haben in einem masse von der damaligen wohnsituation profitiert, aber auch meinem mann und mir hat sie unwahrscheinlich viel gegeben (vorallem hat sich die beziehung zwischen meinem mann und seinen eltern in ungewöhnlichem masse stabilisiert).
natürlich ist aber auch die grundbeziehung der jeweiligen menschen von nicht unentscheidender bedeutung. - aber in deiner situation klingt das irgendwie auch sehr rund und irgendwie

Danke
für deine stellungnahme! ich denke auch, dass für meinen sohn und die kinder, die vielleicht noch kommen, ein aufwachsen in einem grösseren familiengefüge ganz gut und auch förderlich für sozialverhalten,... sein kann.
aber ich weiss auch, dass meine eltern nicht leicht etwas abgeben können, ich meine nicht materiell, eher was verantwortung betrifft, oder die entscheidungen, die in zukunft anstehen. seit 30 jahren entscheiden meine eltern unabhängig von uns kindern, wie sie ihren garten, ihr haus, ihr ganzes rundherum gestalten. ich kann mir vorstellen, dass es ihnen nicht leicht fallen wird, das aus den händen zu geben. für mich als mutter ist es aber entschieden wichtig, zu beispiel den garten kindgerecht zu gestalten - was er im moment natürlich nicht ist. ist vielleicht ein etwas lapidares beispiel, mir ist gerad nichts anderes eingefallen. du weisst was ich meine? diese kleinen oder grösseren juckepunkte... ich habe noch keine wirkliche vorstellung, wie das sein kann. aber ich muss auch noch mal viel intensiver mit meinen geschwistern und unseren eltern sprechen und "visionieren". danke, liebe grüsse!

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