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Mann Nachtschicht-wie kriegt Ihr den Alltag hin?

21. Juni 2009 um 21:51

Hallo an Alle

mal ne doofe Frage...Mein Mann hat eine neue Arbeit, wo er nur Nachtschicht hat, d.h. er geht um 21h/22h und ist um 6h/7h wieder da. (an Wochenenden+Feiertagen auch!) Diesen Monat hatte er bisher nur einen einzigen freien Abend. Wenn er heim kommt, dann isst er, schaut er noch TV ("zum müde werden...") und schläft dann oft bis 18-19h! Und das wars...er steht dann wieder auf, isst und geht. Familienleben=NULL!


Klar, er muss sich erstmal an diese Arbeitszeiten gewöhnen, aber ich habe nicht das Gefühl, dass es so recht klappen will...

Ich bin mit allem alleine! Ich bringe die Große in den Kindergarten, gehe einkaufen, hole sie mittags wieder ab, koche etwas und gehe dann noch mit den beiden Mäusen raus (und erledige auch alle anderen Dinge, wie Arztgänge mit den Kids etc.) wenn wir zurückkommen, dann steht er gerade auf und ist genervt, weil die Kids ihn ganz stürmisch begrüßen und mit ihm spielen wollen (was ja das normalste auf der Welt ist, weil sie ihn ja kaum noch sehen!) Nicht mal das Baden oder das ins Bett bringen kann er mir abnehmen. (Ich bin mit Sicherheit keine Mimose, aber ich merke, dass die Belastung für mich momentan zu hoch ist)

Wir waren nämlich vorher ein paar Monate getrennt, weil er im Ausland war und da war ich auch schon alleine mit den Kids. Ich bin einfach total fertig und bräuchte auch mal ne Pause! Aber die ist nicht in Sicht. Ich will ja nicht jammern, aber ich habe halt auch körperliche Beschwerden (ständig immer wieder angeschwollene+schmerzhafte Lymphknoten, kleine Infekte, Rückenprobleme, bin dauermüde und meine Nerven sind ständig angespannt)

Die Kids stehen zwischen 7 und 7.30h auf , manchmal schlafen sie nachmittags noch und gehen auch erst ins Bett, wenn der Vater ausm Haus ist (brauchen beide leider sehr wenig Schlaf, die Große hat Anzeichen von ADHS (lt. Arzt), ist also schon irgendwo ein anstrengendes Kind) Oma, Tante+Freundin arbeiten alle Vollzeit, nehmen die Kids höchstens alle 2 Wochen mal für 2-3Std.

Wie macht Ihr das denn?
Ich komm damit irgendwie nicht klar. Wir haben keine Zeit mehr für uns als Ehepartner (er hört mir nicht zu, weil er müde ist, ich kann nichts mit ihm besprechen, geschweige denn von Zeit für Zärtlichkeit), keine Zeit zusammen mit den Kids, so kann das auf die Dauer nicht weiterlaufen. Ich bin jemand, der sehr viel Nähe und Liebe braucht, die Kids genauso. Versteht mich nicht falsch! Ich bin sehr froh, dass er arbeitet, aber ich bin überfordert.

Daher möchte ich wissen, wie das andere Familien handhaben. Vielleicht gibts ne gute Idee, irgendwas, das Ihr anders macht. Viellicht hilft mir das in der Organisation.

Ach keine Ahnung.... Sorry das es so lang geworden ist...das Schreiben hat jedenfalls gut getan.

Danke+LG

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22. Juni 2009 um 2:12

Nachtmenschen und kinder
haben wir auch unter einem dach.
mein mann geht ähnlich wie deiner erst spät abends aus dem haus und kommt dafür früh morgens wieder. er ist zwar selbstständig und könnte sich seine arbeitszeit auch anders einteilen, aber er hat sich wohl zum nachtmensch erzogen (mein kleiner vampir ) und hält es, wie es ihm am besten passt.
meiner steht vl manchmal ein bisschen früher auf als deiner, aber da ist mit ihm auch nicht allzu viel anzufangen.

nachmittags, wenn unsre jungs (16 u 10) allmählich langeweile verspüren und gern ein bisschen toben oder kicken wollten, muss ich sie immer ermahnen, an ihren schlafenden vater zu denken.

meine situation und meine aufgabenbereiche sind also scheinbar identisch mit deinen, nur sind die kinder bei uns schon größer, was wohl einiges erleichtern mag.
deine werden auch noch wachsen und somit selbstständiger. ihren papa bekommen sie jetzt vl eine ganze zeit lang nur zuhause zu gesicht (bis er sich richtig an die schicht gewöhnt hat) oder im urlaub. so ist das jedenfalls leider bei uns.

zeit füreinander zu finden ist balsam für die beziehung!
kann dein mann nicht so lange aufbleiben, bis deine tochter im kindergarten ist? (wie alt ist das 2.kind eigentlich?) oder ihr schnuckelt ein bisschen, wenn er schon schläft (oder du).

und eine gute freundin ist balsam für die seele!
eure aktivitäten, die dein mann nun nicht mehr mitmachen kann, kannst du sicher auch mit einer guten freundin unternehmen. so halten es wir. und ein offeneres ohr wirst du bei ihr sicherlich auch finden.

halte noch ein wenig durch! vielleicht gewöhnt ihr euch ja alle an die situation und werdet routinierter. natürlich ist dein mann jetzt dauermüde (und du arme ja auch), wenn er sich doch immer noch umzustellen versucht. irgendwann ist das der normale rhythmus, mit dem ihr euch alle arrangiert habt.

naja, gute tipps habe ich ja nicht wirklich... kann dich nur vertrösten...

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22. Juni 2009 um 7:27

Hallo
Mein Mann hat auch schon mal in Schichten gearbeitet war nicht immer einfach . Er ist abends so gegen 19:00 aus dem Haus und morgens so gegen 5:30 / 6:00 wieder da gewesen . Ich bin da meißt aufgestanden und unser kleiner auch . Dann hat er sich immer bis 7 Uhr mit mir an den Tisch gesetzt und noch nen Kaffee getrunken. Dann hat er sich im Schnitt bis 13:00 Uhr hingelegt um noch ein wenig Zeit mit uns zu verbringen wie z.B. beim Mittagessen. Selten hat er schon mal bis 14:00 uhr geschlafen je nach dem wie kaputt er war . Dann wurde das Mittagessen erst später eingenommen hauptsache zusammen. 18:30 konnten wir sogar noch als Familie zusammen Abendbrot essen und den kleinen zusammen ins Bett bringen. Mußte halt alles sehr geplant sein. Dann mußte der kleine auch recht leise sein weil Papa ja schlafen muß der kleine war da noch nicht einmal ganz 2 Jahre aber es hat geklappt. Bin dann immer raus damit er toben konnte und Papa Ruhe hatte. Ich finde dein Mann bräuchte auch nur 14:00 schlafen das sind 7-8 Stunden Schlaf mehr schläft man nachts auch nicht. Deiner Beschreibung nach schläft dein Mann über 10 Stunden . Wenn ich 6:00 Uhr aufsteh und ich würd 10 Stunden schlafen dann müßte ich ja schon 20:00 Uhr ins Bett gehen das macht doch niemand. Ja und was das Kinderfrei betrifft ich hab auch niemanden noch nicht einmal alle 2 Wochen für 2-3 Stunden. Vielleicht mußt Du dein Alltag etwas umstrukturieren. Morgens die kleine in den Kiga auf dem Rückweg schon den Einkauf erledigen oder besser gleich für die ganze Woche einkaufen dann belastest Du Dich damit schon mal nicht weiter. Statt täglich überall den super Putz zu machen gibst Du jeden Tag zB. Montags gründlich Wohnzimmer den Rest dann optisch sauber halten aber ohne Grundputz weil der ist ja nicht jeden Tag erforderlich. Abends wenn möglich das Essen vor kochen sobald die Kinder schlafen dann hast Du das Tagsüber schon mal aus dem Weg. Zwischendurch kannst Du so auch noch mit deinem Kind was zu Hause ist sogar noch spielen und wenn dein Kind mal etwas anstrengend wird und Du gerade erschöpft bist schnapp Dir ein Kinderbuch setzt Dich mit dein Kind hin und les ihm was vor . Das entspannt das Kind und Du kannst mal sitzen und ein bisschen Kraft im Alltag tanken. Ich mach das so wenn unser kurzer aufdreht dann gibts ne Geschichte ich kann dabei entspannen und der kleine wird auch wieder etwas ruhiger. Schau doch mal ob es nicht möglich wäre dein Alltag noch etwas leichter zu gestalten mach Dir nen Plan so fällt dann auch mal etwas Zeit für Dich ab . Viel Glück

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22. Juni 2009 um 9:22

Hallo skibby
Mein Mann arbeitet auch Nachtschichten d.h. von 22-6 Uhr und er schläft dann meist so bis 15Uhr. er kommt dann so viertel nach sechs nach Hause trinkt noch nen Kaffee und schaut fern bis sieben und schickt dann den grossen in die Schule.da bin ich echt immer dankbar
ich weiss wie das ist den ganzen tag um die Schlafzimmertür herumzuschleichen und ja keinen Lärm machen. vllt kann dein Mann ja euere grosse in den Kiga bringen und dann ins Bett gehen? Klar er muss sich erst an die Umstellung gewöhnen aber wenn mein Mann bis abends um sechs pennen würde..dem würd ich was erzählen!!
Ihr seid ja auch noch da und er muss doch selbst merken dass aus dem Familienleben so nichts wird.
Achja ich habs auch noch ganz gern wenn mein Mann bevor er heimkommt noch zum Bäcker geht und uns frische Brötchen mitbringt!
Ist jetzt nicht sooone Riesensache aber ich bin dann mit dem Tag schon irgendwie "ausgesöhnter".
Gib seinem Biorhytmus noch ein bisschen Zeit (weiss jetzt nicht wie lang er scho Nachtschicht arbeitet) und dann rede mal ein ernstes Wörtchen mit ihm.Dein Alltag ist schliesslich genauso anstrengend!!!
Viel Glück dabei
LG Melanie

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