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Machtspiele

11. Oktober 2013 um 11:59

Hallo,

ich schreibe hier mal als Vater und mich würde Eure Meinung interessieren und ich bedanke mich im Voraus schon einmal für Euer Interesse.

Ich bin Vater eines fünfjährigen Jungen, der für mich das schönste ist, was mir je im Leben passiert ist. Wir haben vor seiner Geburt das gemeinsame Sorgerecht vereinbart.

Nun haben seine Mutter und ich uns am im Juli letzten Jahres nach über sieben Jahren Beziehung getrennt.
Man sollte noch dazu erwähnen, dass sie drei Kinder (davon damals noch Zwillinge im Alter von ca. 15 Monaten) mit in die Beziehung gebracht hat. Deren Vater hat sich so gut wie gar nicht um die drei gekümmert.

Sie ist dann im Dezember letzten Jahres in eine andere Stadt gezogen und hat dieses Jahr im September geheiratet. Meine "Stiefkinder" habe ich seitdem nicht mehr gesehen.

Anfangs kamen Sprüche wie "Du kannst Deinen Sohn jederzeit sehen" und "Ich würde Dir deinen Sohn niemals vorenthalten" usw.

Mittlerweile versucht sie, mich aus dem Leben meines Sohnes regelrecht zu entfernen, da ich anscheinend das Familienleben störe. Ich sehe meine Sohn mittlerweile nur noch alle 14 Tage am WE.

Bei geteiltem Sorgerecht stehen meinem Sohn die Hälfte der schulüblichen Ferien mit seinem Vater zu. Jetzt sagt sie aus reinem Machtgehabe anscheinend, mein Sohn könne solange nicht aus dem KIGA bleiben und die drei Grossen würden angeblich nicht so lange auf ihren kleinen Bruder verzichten könne. Schwachsinn wie ich finde. Mein Sohn hängt genauso an mir, wie ich an ihm.

Hier soll ich nun auch noch auf die Arbeitszeiten ihres Ehemannes Rücksicht nehmen, da er auf Montage ist und angeblich meinen Sohn ja auch mögen würde und er ihn ja selten zu Gesicht bekäme.

Da frage ich mich, welches Recht dieser Mann hat, sich da noch einzumischen???

Wie denkt Ihr darüber wenn eine Mutter Machtspiele auf dem Rücken eines fünfjährigen Kindes austrägt? Welches Recht hat da der neue Mann an ihrer Seite???

Lieben Dank für Eure Antworten und Beiträge.


Benjamin




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17. Oktober 2013 um 17:26

Schwierige Situation
Ich finde die ganze Situation sehr schwierig. Für Dich, für Deinen Sohn, für die anderen Kinder Deiner Frau. Abgesehen von Deinem eigenen Sohn sind die Zwillinge ja auch fast Deine Kinder, da sie Dich praktisch von Anfang an als Vater erlebt haben. Auch ihnen ist eigentlich der Vater weggenommen und durch einen neuen Vater ersetzt worden. Von daher zu sagen: Dein eigener Sohn besucht Dich, die anderen nicht, finde ich schon sehr problematisch für die anderen. Rein menschlich gesehen würde ich sagen: alle Kinder, die wollen, kommen alle zwei Wochen für ein Wochenende zu Dir. Ich finde den Turnus mit allen zwei Wochen eigentlich ok. Es wird sonst alles zu stressig. Dein Sohn soll bald in die Schule, Schulfreunde haben, einen Kontakt zu seinen Geschwistern haben, Hobbies haben, Kontakt zur einen Familie und zur anderen(Dir) halten. Wie soll das alles in einen kleinen Jungen hineingehen. Ich persönlich war auch Scheidungskind und ich hatte einen Stiefvater, der mir als Vater vorgesetzt wurde. Ich mochte ihn auch sehr. Ich mochte aber auch meinen Vater. Wenn ich aber meinen Vater besuchte (nur zwei Tage im Jahr), dann war ich so überfordert mit den beiden Vätern, dass ich erstmal Tage brauchte, das alles zu verdauen. Von daherieses ständige Hin- und Her (natürlich möchtest du viel Kontakt zu Deinem Sohn) wäre für Dich gut, für die anderen eher nicht. Es gibt eine schöne 25 Jahre währende Studie aus den USA zum Thema Scheidung. Sie heisst: Scheidung - die Kinder tragen die Last.

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7. November 2013 um 20:22

Umgang gerichtlich festlegen lassen
Hallo,
sehr schwierige Situation und ich fühle (wenn auch als Frau) absolut mit Dir. Meine Kleinen haben einen Vater, der kümmert sich seit 2 Jahren nicht, ruft sie nicht an und haben ihn seit der Trennung nicht gesehen.
An Deiner Stelle würde ich als erstes (man will ja nicht unnötig böses Blut mischen) ans Jugendamt wenden und mit der Mutter UND dem Jugendamt ein klärendes Gespräch führen. Auf Arbeitszeiten von anderen Kerlen, denke ich, musst Du absolut keine Rücksicht nehmen; kannst ja nix dafür, dass er Montage macht, hat er sich selbst ausgesucht. Und klar Deine Rechte als Vater geltend machen, findet eine Regelung, mit der Du und auch sie leben können. Wenn das nicht fruchtet (oder nicht eingehalten wird) kannst Du meines Wissens nach auch den Umgang vom Gericht festlegen lassen und Deine Ex MUSS Dir den Kleinen herausgeben. Beispielsweise jedes zweite Wochenende. Aber dann solltest Du das regelmäßig tun - im Interesse Deines Kindes. Und auch nur soweit, wie auch Dein Kind mitspielt, das soll ja nicht mehr Verlierer werden, als jede Trennungskind eh schon ist.

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