Home / Forum / Meine Familie / Lügen - wie geht Ihr damit um?

Lügen - wie geht Ihr damit um?

21. November 2012 um 16:54

Hey, Ihr Lieben,

brauche mal wieder Eure Meinungen:

Der Kleine, 8 Jahre, ist Mamas Liebling. Er darf alles und alles, was er nicht kann, ist nicht so schlimm. Bei uns muss er vieles selbst machen, da kann er das dann auch. Da er aber bei Mama nichts muss, lässt er sich natürlich bei ihr vorne und hinten bedienen. Wie schon mehrfach erwähnt, ist sie mit ihren beiden Kindern total überfordert, weil sie einige Zeit einfach alles hat durchgehen lassen. Nun ist es mehr als schwierig, noch Regeln einzuführen.

Nun ist der Kleine mittlerweile auf den Trichter gekommen, dass er Mama über sein Leben bei uns Lügen erzählt. So zB heult er rum, dass er sich bei uns zu Tode langweilt, dass er bei uns nichts darf, dass er bei uns nur geschimpft bekommt, dass es bei uns ganz schrecklich ist, dass wir seine Schwester bevorzugen... etc.

Ich muss sagen, dass mir das Thema seit Tagen im Kopf rumgeht und ich nicht so genau weiß, wie ich damit umgehen soll.
Natürlich kann ich den Kleinen verstehen: Bei seiner Mama hat er jeden Tag Freunde zu Besuch, er lebt in einem wirklichen Spielparadies, wo es keine Regeln und Zwänge gibt.
Und auf der anderen Seite sind wir, die wir Regeln aufgestellt haben, was sich natürlich mit dem schönen Leben bei Mama beißt.
Ich glaube, das ist der Grund für seine Lügen-Geschichten.

Nun bin ich aber... also ich glaube, ich bin sauer. Ich kann das Gefühl nicht mal richtig definieren... Gestern abend hab ich zu meinem Mann gesagt, dass der Kleine dann eben wegbleiben soll, wenns ihm bei uns nicht passt.
Wir haben den Kleinen auch schon drauf angesprochen, was er so erzählt, aber entweder streitet er dann alles ab oder er sagt gar nichts mehr.

Ehrlich gesagt nehmen mir diese Episoden zunehmend die Lust, mit dem Kleinen noch irgendwas zu machen oder irgendwas für ihn zu organisieren.
Ich habe einfach so gar keine Lust mehr, irgendwas für ihn zu machen (zB seine Lieblings-Plätzchen zu backen, die er dann mit Genuss vertilgt), wenn ich weiß, dass er Mama zu Hause solche Dinge über uns erzählt.

Mama übrigens ist etwas vorsichtiger geworden; sie teilt meinem Mann mit, was der Kleine so erzählt, wertet oder urteilt aber nicht. Das ist natürlich nett, aber in mir drin will ich diese Dinge natürlich klarstellen.

Was würdet Ihr tun? Ansprechen? Gar nicht auf seine Lügen-Geschichten reagieren? Mich einfach zurückziehen und nichts mehr machen?

Vielen Dank für Eure Ratschläge, ich weiß echt nicht mehr weiter!

Liebe Grüße, der Kaktus

Mehr lesen

21. November 2012 um 17:47

Ohje, na dann viel Spaß
Also Spieleparadies ohne Regeln bei Mama
Nun Ja, im Grunde finde ich es erst einmal wirklich positiv, dass die Mutter wohl auf viel für das Kind tut und so richtig auf Kind eingestellt ist.
Ihr ist auch hoch anzurechnen, dass sie die Geschichten ihres Sohnes neutral wieder gibt und euch nicht zur Rede stellt.

Ich kann Deine Gefühle schon verstehen. Sicher ärgert es einen, wenn man sich bemüht und hintenrum Geschichten zu hören bekommt.
Aber das würde ich nicht allzu ernst nehmen. Ich denke dass es zwei verschiedene Leben sind, ein unterschiedlicher Alltag.
Ich würde ihn fragen wie es ihm bei euch gefällt und das was er Dir dann antwortet wäre für mich gültig. Wenn die Kekse schmecken und er sie genüsslich isst, wäre das für mich schon ausreichend.
Alles was er Mama erzählt hat nichts mit euch zu tun. Das spielt im Verhältnis zur Mutter nur eine Rolle. Er hat seine eigenen Sorgen mit seiner Mama und Angelegenheiten die er mit ihr austragen muss. Zusätzlich ist er auch noch als Trennungskind durch das hin und her belastet.
Da würde ich nicht viel drauf geben was er zuhause erzählt.
Er will damit wohl eher Aufmerksamkeit von seiner Mutter, es ist wohl einfach so ihre Kommunikation und die Art des Miteinanders.
Wahrscheinlich beschwert er sich ebenso auch über die Mitschüler und Lehrer und fühlt sich aber in der Schule wohl.
Übrigens macht das mein 4jähriger auch, alle sind ja gemein zu ihn, dennoch geht er gerne in die Kita und die schlimmen Jungs sind weiter seine Freunde. Die wissen auch nichts von ihrem Glück bzw. davon was er zuhause so erzählt

Als Erwachsene sollten wir den Weitblick und die Großherzigkeit haben über solch kindliche Verhaltensweisen hinweg zu sehen.
Daher würde ich selbst es erst gar nicht ansprechen, sondern eher darüber schmunzeln.
Mich würde es nur ärgern wenn die Ex mich zur Rede stellen würde. Da sie es nicht tut ist es ok.
Sie weiß sicher selbst wie er so drauf ist. Wenn sie es nicht wüsste, würde sie euch schon zur Rede gestellt haben.

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. November 2012 um 17:55

Aber...
... wie lernt er dann, dass er nicht lügen darf und dass sein Verhalten schon verletzend ist?

Ich meine, ich hab keinen eigenen Kinder, daher weiß ich nicht, wie ich bei meinen eigenen darauf reagieren würde. Aber jetzt bin ich... ja, irgendwie sehr nachdenklich. Ich weiß, dass ich keinen Dank erwarten darf und ich mache auch alles freiwillig und freue mich dann, wenn sie die Plätzchen futtern wie verrückt. Aber da er ganz genau weiß, dass das, was er erzählt, falsch ist, bin ich schon... weiß nicht wie, sauer, verletzt, nachdenklich, in einer richtigen Abwehrhaltung...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. November 2012 um 18:14
In Antwort auf marja_11846089

Aber...
... wie lernt er dann, dass er nicht lügen darf und dass sein Verhalten schon verletzend ist?

Ich meine, ich hab keinen eigenen Kinder, daher weiß ich nicht, wie ich bei meinen eigenen darauf reagieren würde. Aber jetzt bin ich... ja, irgendwie sehr nachdenklich. Ich weiß, dass ich keinen Dank erwarten darf und ich mache auch alles freiwillig und freue mich dann, wenn sie die Plätzchen futtern wie verrückt. Aber da er ganz genau weiß, dass das, was er erzählt, falsch ist, bin ich schon... weiß nicht wie, sauer, verletzt, nachdenklich, in einer richtigen Abwehrhaltung...

Ja ich kann Deine Gefühle verstehen
Ich denke sie sind einfach nur natürlich und die angemessene Reaktion darauf. Da darf man auch beleidigt sein.
Das ist das was in Dir vorgeht bzw. wie Dein inneres reagiert. Die andere Frage ist, wie man nach außen reagieren sollte. Da rate ich dazu es einfach zu ignorieren.
Im Grunde ist es ja die Aufgabe der Mutter ihn darauf hinzuweisen, dass er nicht lügen soll. Das wird jedoch sicher nicht kommen. Es wäre jedoch komisch wenn ihr ihm sagen würdet dass er nicht lügen soll, bei etwas was er seiner Mutter sagt.
Vielleicht ist es aber auch nicht wirklich gelogen. Kinder langweilen sich einfach schnell und ich kann mir vorstellen, dass er sich an den Besuchswochenenden auch langweilt. Diese Wochenenden sind halt auch ein künstlich geschaffenes Konstrukt unserer modernen Gesellschaft. Die Kinder sind nicht in dem für sie extra eingerichteten Umfeld und werden dort heraus gerissen und sollen damit auch glücklich und zufrieden sein.

Die Mutter macht viel für ihn, ich denke dass so ein verwöhnter Junge auch dauernd Action braucht. Hat er das nicht wird er sich schnell langweilen. Das ist im Grunde auch ein Fehler der Mutter, dass sie es wohl etwas zu gut gemeint hat. Wer soll denn adäquates anbieten können, dass dem entspricht. Das geht ja gar nicht und erst recht nicht an einem Besuchswochenende. Daher hat es ja auch schon seine Wahrheit, von daher sollte man ihn da nicht zur Rede stellen und es so einordnen, dass er eben verwöhnt ist und sich daher schnell langweilt und auch nicht lügt, da er sich in der Tat wirklich überall schnell langweilt. Zuhause ist ihm sicher auch oft langweilig, da Kinder die reizüberflutet sind sich einfach schnell langweilen. Da kann er ja nicht so viel dafür. Vielleicht ist er nur ehrlich.
Das würde ich dann so hinnehmen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. November 2012 um 18:34
In Antwort auf marja_11846089

Aber...
... wie lernt er dann, dass er nicht lügen darf und dass sein Verhalten schon verletzend ist?

Ich meine, ich hab keinen eigenen Kinder, daher weiß ich nicht, wie ich bei meinen eigenen darauf reagieren würde. Aber jetzt bin ich... ja, irgendwie sehr nachdenklich. Ich weiß, dass ich keinen Dank erwarten darf und ich mache auch alles freiwillig und freue mich dann, wenn sie die Plätzchen futtern wie verrückt. Aber da er ganz genau weiß, dass das, was er erzählt, falsch ist, bin ich schon... weiß nicht wie, sauer, verletzt, nachdenklich, in einer richtigen Abwehrhaltung...

Keine Panik!
Ich würde ihm sagen, dass mich das enttäuscht und traurig macht.
So mache ich es bei meinen eigenen Kindern ja auch.

Manchmal sind das ja auch "Notlügen", damit Mama kein schlechtes Gewissen bekommt, nicht glaubt bei euch gefalle es ihm besser. Kinder versuchen sehr oft ihre Eltern zu schützen. Ich denke weniger, dass es Bosheit ist, vielleicht auch schon mal ein gegeneinander Ausspielen, um noch mehr rauszuholen.
Da darf man dann natürlich nicht drauf anspringen.

Oft macht man ja den Fehler, dass man den Kindern ein gaaanz tolles Wochenende bieten will und unheimlich an Kraft und Energie reinsteckt.
Wenn dann die Anerkennung fehlt, ist man natürlich sauer.
Ging mir auch oft so.
Das ist aber auch bei eigenen Kindern so, die sagen auch selten Danke!
Oft ist weniger auch mehr. Langeweile ist für Kinder auch ungemein wichtig. Oft sind die Tage mit Schule und Vereinen usw. so vollgestopft, dass die Kinder gar nicht mehr damit umgehen können, wenn mal keine Animation erfolgt.
Also auch mal langweilen lassen. Wenn überhaupt den Papa mehr machen lassen.
Die Kinder sind da, um Zeit mit ihrem Papa verbringen zu können. Zeit nicht Happenings.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. November 2012 um 8:01
In Antwort auf kerrie_12511016

Keine Panik!
Ich würde ihm sagen, dass mich das enttäuscht und traurig macht.
So mache ich es bei meinen eigenen Kindern ja auch.

Manchmal sind das ja auch "Notlügen", damit Mama kein schlechtes Gewissen bekommt, nicht glaubt bei euch gefalle es ihm besser. Kinder versuchen sehr oft ihre Eltern zu schützen. Ich denke weniger, dass es Bosheit ist, vielleicht auch schon mal ein gegeneinander Ausspielen, um noch mehr rauszuholen.
Da darf man dann natürlich nicht drauf anspringen.

Oft macht man ja den Fehler, dass man den Kindern ein gaaanz tolles Wochenende bieten will und unheimlich an Kraft und Energie reinsteckt.
Wenn dann die Anerkennung fehlt, ist man natürlich sauer.
Ging mir auch oft so.
Das ist aber auch bei eigenen Kindern so, die sagen auch selten Danke!
Oft ist weniger auch mehr. Langeweile ist für Kinder auch ungemein wichtig. Oft sind die Tage mit Schule und Vereinen usw. so vollgestopft, dass die Kinder gar nicht mehr damit umgehen können, wenn mal keine Animation erfolgt.
Also auch mal langweilen lassen. Wenn überhaupt den Papa mehr machen lassen.
Die Kinder sind da, um Zeit mit ihrem Papa verbringen zu können. Zeit nicht Happenings.

Kasantra...
... Danke für Deine Antwort.

Leider ist es so, dass die Woche des Kleinen nur aus spielen besteht. Er hat ungelogen jeden Tag 7-10 Kinder im Haus, mit denen er spielen kann (wii, computer und nintendo). Im Fußballverein ist er zwar noch angemeldet, aber da geht er nicht mehr hin (was u.a. ein Grund für seine Dicklichkeit ist - fehlende Bewegung). Das war der einzige Verein, dem er beigetreten ist.

Aus der Phase, den Kindern ein supertolles We bieten zu wollen, bin ich schon raus Und wie gesagt: Mir geht es auch nicht um ein Danke, das habe ich auch schon lange begriffen, dass Kinder das nicht sagen (was sie auch nicht müssen; mein Danke ist "Mmmhhh, schmeckt das lecker!"). Aber diese Lügen... Nee, damit komme ich nicht klar.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. November 2012 um 8:11
In Antwort auf staubkorn

Ja ich kann Deine Gefühle verstehen
Ich denke sie sind einfach nur natürlich und die angemessene Reaktion darauf. Da darf man auch beleidigt sein.
Das ist das was in Dir vorgeht bzw. wie Dein inneres reagiert. Die andere Frage ist, wie man nach außen reagieren sollte. Da rate ich dazu es einfach zu ignorieren.
Im Grunde ist es ja die Aufgabe der Mutter ihn darauf hinzuweisen, dass er nicht lügen soll. Das wird jedoch sicher nicht kommen. Es wäre jedoch komisch wenn ihr ihm sagen würdet dass er nicht lügen soll, bei etwas was er seiner Mutter sagt.
Vielleicht ist es aber auch nicht wirklich gelogen. Kinder langweilen sich einfach schnell und ich kann mir vorstellen, dass er sich an den Besuchswochenenden auch langweilt. Diese Wochenenden sind halt auch ein künstlich geschaffenes Konstrukt unserer modernen Gesellschaft. Die Kinder sind nicht in dem für sie extra eingerichteten Umfeld und werden dort heraus gerissen und sollen damit auch glücklich und zufrieden sein.

Die Mutter macht viel für ihn, ich denke dass so ein verwöhnter Junge auch dauernd Action braucht. Hat er das nicht wird er sich schnell langweilen. Das ist im Grunde auch ein Fehler der Mutter, dass sie es wohl etwas zu gut gemeint hat. Wer soll denn adäquates anbieten können, dass dem entspricht. Das geht ja gar nicht und erst recht nicht an einem Besuchswochenende. Daher hat es ja auch schon seine Wahrheit, von daher sollte man ihn da nicht zur Rede stellen und es so einordnen, dass er eben verwöhnt ist und sich daher schnell langweilt und auch nicht lügt, da er sich in der Tat wirklich überall schnell langweilt. Zuhause ist ihm sicher auch oft langweilig, da Kinder die reizüberflutet sind sich einfach schnell langweilen. Da kann er ja nicht so viel dafür. Vielleicht ist er nur ehrlich.
Das würde ich dann so hinnehmen.

Weißt Du...
... vielleicht mache ich mir zu viele Gedanken, aber die Entwicklung ist halt das, was mir Angst macht.

Und bitte, versteht mich alle nicht falsch: Ich bin nicht beleidigt!!! Ich weiß immer noch, dass ich es mit einem 8-jährigen zu tun ahbe, aber ich komme mit der Art nicht klar. Mein Mann hat es gestern abend richtig ausgedrückt, ich fühle mich "ohnmächtig". Über uns wird gesprochen und ich kann es nicht klar stellen. Wo ich doch immer alles regele
Schlimm ist auch, dass aus dem Verhalten des Kindes keine Konsequenzen folgen. Dafür kann er nichts, aber es widerstrebt mir einfach, selbst an 5 Tagen im Monat, so ein Verhalten, das nicht im mindesten meinem und meiner Erziehung entspricht, zu akzeptieren und darüber hinwegzusehen.

Aber Du hast Recht, ich habe gestern abend auch nochmal viel drüber nachgedacht und ich werde nichts sagen. Das macht keinen Sinn, dnen er versteht ja wirklich nicht, warum er bei uns für etwas gemaßregelt wird, was bei Mama total i.O. ist.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. November 2012 um 13:40
In Antwort auf marja_11846089

Weißt Du...
... vielleicht mache ich mir zu viele Gedanken, aber die Entwicklung ist halt das, was mir Angst macht.

Und bitte, versteht mich alle nicht falsch: Ich bin nicht beleidigt!!! Ich weiß immer noch, dass ich es mit einem 8-jährigen zu tun ahbe, aber ich komme mit der Art nicht klar. Mein Mann hat es gestern abend richtig ausgedrückt, ich fühle mich "ohnmächtig". Über uns wird gesprochen und ich kann es nicht klar stellen. Wo ich doch immer alles regele
Schlimm ist auch, dass aus dem Verhalten des Kindes keine Konsequenzen folgen. Dafür kann er nichts, aber es widerstrebt mir einfach, selbst an 5 Tagen im Monat, so ein Verhalten, das nicht im mindesten meinem und meiner Erziehung entspricht, zu akzeptieren und darüber hinwegzusehen.

Aber Du hast Recht, ich habe gestern abend auch nochmal viel drüber nachgedacht und ich werde nichts sagen. Das macht keinen Sinn, dnen er versteht ja wirklich nicht, warum er bei uns für etwas gemaßregelt wird, was bei Mama total i.O. ist.

Ja, das hört sich ganz gut an
Was mir bei obigem Beitrag aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass Du es gewohnt bist die Dinge gleich zu regeln und zu erledigen.

Es ist jedoch so, dass es mit Kindern so nicht immer möglich ist und vieles einfach unerledigt bleibt und man sich mit Kompromissen zufrieden gibt oder auch als Mutter klein beigeben muss auch wenn es einem nicht passt.
Oft ist es so, dass die Zeit vieles regelt, nämlich dann wenn sie größer und verständiger sind. Ich warte in vielen Bereichen auch ab und vieles hat sich schon von alleine auch ergeben und geregelt.

Kinder haben bedeutet ein stückweit Kontrolle abgeben. Manchen ist das vorher nicht bewusst, mir war das schon früh klar, ich habe als Studentin in Familie ausgeholfen und Kinder betreut.

Ich kenne einige Frauen, die versuchen es bei ihren Kindern perfekt zu machen, alles richtig zu machen, alles durchzuziehen. Sie ernten irgendwann Trotz, dann heißt es das Kind sei in einer Trotzphase und wird dann in eine pädagogische Schublade gesteckt, ohne mal zu reflektieren ob man vielleicht auch selbst zu dem Verhalten beigetragen hat.

Lange Rede kurzer Sinn. Man kann bei Kindern nicht alles regeln und abhaken, und muss einfach mal die Dinge auch laufen lassen und abwarten.



LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. November 2012 um 14:09
In Antwort auf staubkorn

Ja, das hört sich ganz gut an
Was mir bei obigem Beitrag aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass Du es gewohnt bist die Dinge gleich zu regeln und zu erledigen.

Es ist jedoch so, dass es mit Kindern so nicht immer möglich ist und vieles einfach unerledigt bleibt und man sich mit Kompromissen zufrieden gibt oder auch als Mutter klein beigeben muss auch wenn es einem nicht passt.
Oft ist es so, dass die Zeit vieles regelt, nämlich dann wenn sie größer und verständiger sind. Ich warte in vielen Bereichen auch ab und vieles hat sich schon von alleine auch ergeben und geregelt.

Kinder haben bedeutet ein stückweit Kontrolle abgeben. Manchen ist das vorher nicht bewusst, mir war das schon früh klar, ich habe als Studentin in Familie ausgeholfen und Kinder betreut.

Ich kenne einige Frauen, die versuchen es bei ihren Kindern perfekt zu machen, alles richtig zu machen, alles durchzuziehen. Sie ernten irgendwann Trotz, dann heißt es das Kind sei in einer Trotzphase und wird dann in eine pädagogische Schublade gesteckt, ohne mal zu reflektieren ob man vielleicht auch selbst zu dem Verhalten beigetragen hat.

Lange Rede kurzer Sinn. Man kann bei Kindern nicht alles regeln und abhaken, und muss einfach mal die Dinge auch laufen lassen und abwarten.



LG

Genau das hab ich meinen Mann gestern gefragt:
"Meinst Du, das verwächst sich wieder?"
Ich wusste nicht, wie ich es anders ausdrücken sollte...

Natürlich kann man nicht alles kontrollieren und regeln. Für mich ist diese Situation mit Sicherheit auch deshalb schwierig, weil:
1. kein Verhalten irgendwelche Konsequenzen nach sich zieht bei Mama;
2. immer nur geredet, aber nie eine Grenze aufgezeigt wird;
3. ich ganz anders erzogen wurde;
4. es mich eigentlich gar nichts angeht.

Zu Punkt 4 muss ich sagen, dass ich mir da nicht mal sicher bin. Denn wenn die Kids bei uns sind und bei uns gibt es eben Regeln (wie in der Gesellschaft ja auch), dann muss er die akzeptieren. Andererseits denke ich oft, wie ich es als Mama finden würde, wenn dauernd andere Leute in meiner Erziehung "rumquatschen".

Und zum Thema "Sich bewusst sein":
Auch ich habe schon in der Schulzeit und auch im Studium Kinder betreut und jahrelang nebenher als Querflöten-Lehrerin gearbeitet. Aber da ist auch ein Unterschied, finde ich. Für diese Kinder hatte ich eine andere Art der Verantwortung, diese Kinder habe ich ander mit-geprägt.

Aber wie gesagt: Ich warte jetzt mal ab. Im Moment läuft es für den Kleinen nicht gerade gut, er hat diese Woche seiner Schwester die Tür eingeschlagen und gestern hat er auf dem Spielplatz Prügel kassiert - ich habe grade das Gefühl, da kommt die Rechnung für das ewige "Ach Gott, der arme Kleine!"

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. November 2012 um 14:37
In Antwort auf marja_11846089

Genau das hab ich meinen Mann gestern gefragt:
"Meinst Du, das verwächst sich wieder?"
Ich wusste nicht, wie ich es anders ausdrücken sollte...

Natürlich kann man nicht alles kontrollieren und regeln. Für mich ist diese Situation mit Sicherheit auch deshalb schwierig, weil:
1. kein Verhalten irgendwelche Konsequenzen nach sich zieht bei Mama;
2. immer nur geredet, aber nie eine Grenze aufgezeigt wird;
3. ich ganz anders erzogen wurde;
4. es mich eigentlich gar nichts angeht.

Zu Punkt 4 muss ich sagen, dass ich mir da nicht mal sicher bin. Denn wenn die Kids bei uns sind und bei uns gibt es eben Regeln (wie in der Gesellschaft ja auch), dann muss er die akzeptieren. Andererseits denke ich oft, wie ich es als Mama finden würde, wenn dauernd andere Leute in meiner Erziehung "rumquatschen".

Und zum Thema "Sich bewusst sein":
Auch ich habe schon in der Schulzeit und auch im Studium Kinder betreut und jahrelang nebenher als Querflöten-Lehrerin gearbeitet. Aber da ist auch ein Unterschied, finde ich. Für diese Kinder hatte ich eine andere Art der Verantwortung, diese Kinder habe ich ander mit-geprägt.

Aber wie gesagt: Ich warte jetzt mal ab. Im Moment läuft es für den Kleinen nicht gerade gut, er hat diese Woche seiner Schwester die Tür eingeschlagen und gestern hat er auf dem Spielplatz Prügel kassiert - ich habe grade das Gefühl, da kommt die Rechnung für das ewige "Ach Gott, der arme Kleine!"

Ohje
Das hört sich echt nach einem Problemfall an.
Also da kommt zusammen dass es ein schwieriges Kind ist und dann auch noch die Mutter bzw. ihr Umgang damit und Eure Patchwork-Situation, die es einfach mit sich bringt dass man ohnehin wirklich eine Minimal-Kontrolle ausüben kann und viel tatenlos zusehen muss ...

Weißte, bei mir war es auch so, dass ich als kinderlose Partnerin eines Mannes mit Kind tatenlos zusehen musste, wie sich die Kinder daneben benehmen und dann aber noch alles als normal hingestellt worden ist.
Ich wusste auch nicht ob Kinder einfach so sind, man wirklich nichts dran ändern kann und es akzeptieren muss. Ich wusste nur dass ich es bei meinen Kindern anders machen werde.
Und ich habe es dann später auch anders gemacht und meine Kinder sind nicht so geworden. Hier und da habe ich auch viel durchgehen lassen und zwei Augen zugedrückt.
Aber es hatte nicht solch ein Ausmaß und Nein, das alles ist nicht normal, aber es sind auch nicht meine Kinder und ein Kind wird in solchen Fällen hauptsächlich von der Mutter erzogen und gesprägt und am besten mischt man sich da nicht ein und macht es später bei den eigenen Kinder so wie man es für richtig hält und alles andere nimmt man hin.

Ich will damit sagen, dass es nicht normal ist wie das kind ist und dass Du es auch besser machen kannst. Jedoch eben über dieses konkrete Kind keine Macht hast und es daher besser ist sich abzufinden, wenn es um solche dinge geht, die man nicht beeinflussen kann.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. November 2012 um 14:41
In Antwort auf staubkorn

Ja, das hört sich ganz gut an
Was mir bei obigem Beitrag aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass Du es gewohnt bist die Dinge gleich zu regeln und zu erledigen.

Es ist jedoch so, dass es mit Kindern so nicht immer möglich ist und vieles einfach unerledigt bleibt und man sich mit Kompromissen zufrieden gibt oder auch als Mutter klein beigeben muss auch wenn es einem nicht passt.
Oft ist es so, dass die Zeit vieles regelt, nämlich dann wenn sie größer und verständiger sind. Ich warte in vielen Bereichen auch ab und vieles hat sich schon von alleine auch ergeben und geregelt.

Kinder haben bedeutet ein stückweit Kontrolle abgeben. Manchen ist das vorher nicht bewusst, mir war das schon früh klar, ich habe als Studentin in Familie ausgeholfen und Kinder betreut.

Ich kenne einige Frauen, die versuchen es bei ihren Kindern perfekt zu machen, alles richtig zu machen, alles durchzuziehen. Sie ernten irgendwann Trotz, dann heißt es das Kind sei in einer Trotzphase und wird dann in eine pädagogische Schublade gesteckt, ohne mal zu reflektieren ob man vielleicht auch selbst zu dem Verhalten beigetragen hat.

Lange Rede kurzer Sinn. Man kann bei Kindern nicht alles regeln und abhaken, und muss einfach mal die Dinge auch laufen lassen und abwarten.



LG

Sehe ich auch so.
Seit ich eigene Kinder habe, habe ich auch mehr Verständnis für die Stiefkinder.
Kinder lernen nicht von heute auf morgen ordentlich am Tisch sitzen und manierlich essen, genauso wenig wie nicht lügen.
Alles braucht seine Zeit, vieeeeel Geduld und man muss auch mal 5 gerade sein lassen.
Es sind eben Kinder, keine Lernautomaten und keine Hunde (denen man ja oft mehr durchgehen lässt).
Außerdem bist du ja nun mal auch gar nicht dafür verantwortlich, die Kinder richtig erziehen zu müssen.
Ihre Mutter wird dir wohl kaum groß reinreden, wenn sie es für gut befindet, dass der Junge täglich nur Multimedia macht.
Da scheint ihr pädagogisches Bemühen sich ja sehr in Grenzen zu halten.
LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. November 2012 um 14:41
In Antwort auf staubkorn

Ja, das hört sich ganz gut an
Was mir bei obigem Beitrag aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass Du es gewohnt bist die Dinge gleich zu regeln und zu erledigen.

Es ist jedoch so, dass es mit Kindern so nicht immer möglich ist und vieles einfach unerledigt bleibt und man sich mit Kompromissen zufrieden gibt oder auch als Mutter klein beigeben muss auch wenn es einem nicht passt.
Oft ist es so, dass die Zeit vieles regelt, nämlich dann wenn sie größer und verständiger sind. Ich warte in vielen Bereichen auch ab und vieles hat sich schon von alleine auch ergeben und geregelt.

Kinder haben bedeutet ein stückweit Kontrolle abgeben. Manchen ist das vorher nicht bewusst, mir war das schon früh klar, ich habe als Studentin in Familie ausgeholfen und Kinder betreut.

Ich kenne einige Frauen, die versuchen es bei ihren Kindern perfekt zu machen, alles richtig zu machen, alles durchzuziehen. Sie ernten irgendwann Trotz, dann heißt es das Kind sei in einer Trotzphase und wird dann in eine pädagogische Schublade gesteckt, ohne mal zu reflektieren ob man vielleicht auch selbst zu dem Verhalten beigetragen hat.

Lange Rede kurzer Sinn. Man kann bei Kindern nicht alles regeln und abhaken, und muss einfach mal die Dinge auch laufen lassen und abwarten.



LG

Sehe ich auch so.
Seit ich eigene Kinder habe, habe ich auch mehr Verständnis für die Stiefkinder.
Kinder lernen nicht von heute auf morgen ordentlich am Tisch sitzen und manierlich essen, genauso wenig wie nicht lügen.
Alles braucht seine Zeit, vieeeeel Geduld und man muss auch mal 5 gerade sein lassen.
Es sind eben Kinder, keine Lernautomaten und keine Hunde (denen man ja oft mehr durchgehen lässt).
Außerdem bist du ja nun mal auch gar nicht dafür verantwortlich, die Kinder richtig erziehen zu müssen.
Ihre Mutter wird dir wohl kaum groß reinreden, wenn sie es für gut befindet, dass der Junge täglich nur Multimedia macht.
Da scheint ihr pädagogisches Bemühen sich ja sehr in Grenzen zu halten.
LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. November 2012 um 15:44
In Antwort auf kerrie_12511016

Sehe ich auch so.
Seit ich eigene Kinder habe, habe ich auch mehr Verständnis für die Stiefkinder.
Kinder lernen nicht von heute auf morgen ordentlich am Tisch sitzen und manierlich essen, genauso wenig wie nicht lügen.
Alles braucht seine Zeit, vieeeeel Geduld und man muss auch mal 5 gerade sein lassen.
Es sind eben Kinder, keine Lernautomaten und keine Hunde (denen man ja oft mehr durchgehen lässt).
Außerdem bist du ja nun mal auch gar nicht dafür verantwortlich, die Kinder richtig erziehen zu müssen.
Ihre Mutter wird dir wohl kaum groß reinreden, wenn sie es für gut befindet, dass der Junge täglich nur Multimedia macht.
Da scheint ihr pädagogisches Bemühen sich ja sehr in Grenzen zu halten.
LG

Versteh ich nicht
Kasantra, kannste mir den Teil aus Deiner Mail erklären - ich blicke nicht durch

"Außerdem bist du ja nun mal auch gar nicht dafür verantwortlich, die Kinder richtig erziehen zu müssen.
Ihre Mutter wird dir wohl kaum groß reinreden, wenn sie es für gut befindet, dass der Junge täglich nur Multimedia macht.
Da scheint ihr pädagogisches Bemühen sich ja sehr in Grenzen zu halten."

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. November 2012 um 16:13
In Antwort auf marja_11846089

Versteh ich nicht
Kasantra, kannste mir den Teil aus Deiner Mail erklären - ich blicke nicht durch

"Außerdem bist du ja nun mal auch gar nicht dafür verantwortlich, die Kinder richtig erziehen zu müssen.
Ihre Mutter wird dir wohl kaum groß reinreden, wenn sie es für gut befindet, dass der Junge täglich nur Multimedia macht.
Da scheint ihr pädagogisches Bemühen sich ja sehr in Grenzen zu halten."

Ich versuche es!
Die Verantwortung für das Kind und wie es sich entwickelt, tragen die Eltern, nicht du.
Ich glaube auch gar nicht, dass man als Stiefmutter so einen Einfluss haben kann, zumindest nicht bei einem Besuchskind.
Du wirst ihn nicht grundlegend ändern können.
Das hat aber auch den Vorteil, du musst dir keine Vorwürfe oder Stress machen.

Die Mutter ist überfordet, sieht so aus. Aber auch das wirst du nicht wirklich auffangen können.
Sie kann dich aber auch nicht beschuldigen, du würdest nicht genug oder dich nicht richtig, um das Kind zu kümmern. Sie schafft es ja selber nicht.

Es ist aber sicher auch nicht so einfach alleinerziehend mit 2 Kinder zu sein. Da ist manche Frau schnell am Ende der Kräfte. Kinder kosten sehr viel Kraft.
Das soll jetzt keine Entschuldigung sein, aber seit ich selber 2 kleine Kinder habe und den Haushalt und noch arbeiten gehe, bin ich auch nicht immer die Supermutti.

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. November 2012 um 16:19

Wenn ich auch nochmal was einbringen darf.......
.....

Konzentriere dich auf das Gefühl, dass DU mit DIR zufrieden bist.......und dein Mann ist es ja offensichtlich auch, sonst hättet ihr ja nicht geheiratet Und lass das einfach - so gut als möglich - an dir/euch abprallen.....

-----ABER bist schon mal auf die Idee gekommen, dass so, wie das Bild das von euch nach Außen gezeichnet wird "verzerrt" ist, evt. auch das Bild, dass ihr von der KM habt nicht ganz der Realität entspricht???

Ich meine, ich kenn ja auch eine Menge Mütter aus Kindergarten, Schule - ja wir haben ja auch eine KM............und KEINE hat genau meine Erziehungstil und ich finde an anderen die Fehler immer total offensichtlich......ABER wirklich alle sind um Ihre Kinder bemüht und in manchen Dingen eben konsequent und in anderen eben nicht......

Ich will ja jetzt nicht die KM schön reden, ABER für mich als Frau ist es schon schwer nachvollziehbar, dass eine Mutter nicht das beste für ihre Kinder will und dass fernsehen nicht das Beste ist, das weiß ja nun mittler Weile jeder......

Vielleicht würde es dem Kleinen echt helfen, wenn er auch sehen würde, dass ihr an einem Strang zieht und er euch nicht gegen einander ausspielen kann? Ich hatte aus deinen Erzählungen das Gefühl, dass auch die Mutter bereit ist einen Schritt auf euch zuzugehen....... Ich will nicht zum gemeinsamen Kaffetrinken überreden - aber wenn man z.B. EHRLICH sagt: Ich bin ein wenig verletzt, wenn er sowas erzähl, weil ich mir wirklich große Mühe gebe - dann sagt das doch eigentlich ALLES

Ein kleiner Tipp am Rande: Wenn du am Montag ein Grundschulkind frägst, was es am WE gemacht hat - dann wird es besten Falls den Sonntag Nachmittag, Abend reflektieren.........das kann man positiv oder negativ nutzen Sprich tolle Familienaktivitäten am Sonntag - wenn du nicht willst, dass es erzählt, wir haben das ganze WE nur ferngesehen, nur weil er am Sonntag Abend eine Sendung kucken durfte

Viel Glück

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. November 2012 um 16:22
In Antwort auf marja_11846089

Genau das hab ich meinen Mann gestern gefragt:
"Meinst Du, das verwächst sich wieder?"
Ich wusste nicht, wie ich es anders ausdrücken sollte...

Natürlich kann man nicht alles kontrollieren und regeln. Für mich ist diese Situation mit Sicherheit auch deshalb schwierig, weil:
1. kein Verhalten irgendwelche Konsequenzen nach sich zieht bei Mama;
2. immer nur geredet, aber nie eine Grenze aufgezeigt wird;
3. ich ganz anders erzogen wurde;
4. es mich eigentlich gar nichts angeht.

Zu Punkt 4 muss ich sagen, dass ich mir da nicht mal sicher bin. Denn wenn die Kids bei uns sind und bei uns gibt es eben Regeln (wie in der Gesellschaft ja auch), dann muss er die akzeptieren. Andererseits denke ich oft, wie ich es als Mama finden würde, wenn dauernd andere Leute in meiner Erziehung "rumquatschen".

Und zum Thema "Sich bewusst sein":
Auch ich habe schon in der Schulzeit und auch im Studium Kinder betreut und jahrelang nebenher als Querflöten-Lehrerin gearbeitet. Aber da ist auch ein Unterschied, finde ich. Für diese Kinder hatte ich eine andere Art der Verantwortung, diese Kinder habe ich ander mit-geprägt.

Aber wie gesagt: Ich warte jetzt mal ab. Im Moment läuft es für den Kleinen nicht gerade gut, er hat diese Woche seiner Schwester die Tür eingeschlagen und gestern hat er auf dem Spielplatz Prügel kassiert - ich habe grade das Gefühl, da kommt die Rechnung für das ewige "Ach Gott, der arme Kleine!"

Nicht alles verwächst sich.
Kinder sollten es unbedingt lernen, Regeln einzuhalten.
Wenn bei euch andere Regeln gelten als bei ihrer Mutter, muss das kein Problem sein.
Kinder lernen sehr schnell, was sie hier dürfen und dort nicht.
Schau dich nur mal in der Schule um. Bei dem einen Lehrer sind die Kinder manchmal ganz anders als bei dem anderen.
Eure Regeln solltet ihr auf jeden Fall durchsetzen und konsequent sein.
Was der Junge seiner Mutter erzählt, muss dir egal sein.
Eigentlich müsste es aber dein Partner sein, der die Regeln aufstellt und die Einhaltung beachtet. Es ist sein Kind, da quatschen von daher doch nicht fremde Leute in der Erziehung des Kindes rum.

Dass Kinder versuchen, die Eltern gegeneinander auszuspielen, ist normal. Wenn die KM darauf reinfällt, ist das ihr Problem nicht eures.

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. November 2012 um 16:39

Ihr Lieben...
... vielen Dank für all Eure Ratschläge und Anregungen! Für mich ist das wie immer unheimlich gewinnbringend, ich bin froh, wenn ich mal eine andere Sichtweise gezeigt bekomme.

Inzwischen sind wir ein bißchen vom Thema abgekommen, denn ich wollte gar nicht den Erziehungsstil der KM angreifen oder kritisieren. Das ist auch eines meiner Probleme. Ich habe immer für jeden zu viel Verständnis und deshalb hatte die KM schon immer mein Verständnis, dass sie gestresst und alles ist; nur mit dem Ergebnis müssen wir alle leben.

Ich glaube auch schon, dass wir die Kids ein wenig beeinflussen, dass sie aus dem Leben mit uns schon ein wenig mitnehmen. Deshalb kann ich mich irgendwie nicht entspannt zurücklehnen und sagen, ist mir egal, wenn der Kleine lügt.

Und bei der KM ist just gestern abend eine Klappe zugegangen, als sie meinem Mann von der Prügelei berichtete und er fragte: "Was hat unserer denn gemacht?" Er hat sich vielleicht ein bißchen blöd ausgedrückt, er wollte bloß wissen, was der Kleine dazu getan hat, dass er geschlagen wurde. Aber diese eine Frage war schon zu viel Also gemeinsam an einem Strang ziehen ist grade wieder in weite Ferne gerückt...

Und weißte, Lillo, das ist ja das Schlimme: Bei uns darf der Kleine ja nicht den ganzen Tag fernsehen, wii spielen, nintendo etc. - deshalb findet er es ja bei uns so langweilig. Auch wenn wir etwas unternehmen, er erzählt der Mama, bei uns sei es schrecklich (ruft sie auch an und sagt so was) und wenn wir ihn fragen, sagt er, bei uns sei es toll Aber vielleicht bewerte ich das einfach nur über und sollte darauf gar nicht hören.

Ach je, vielleicht ist momentan einfach keine gute Zeit. Ich muss mich einfach mal zurücknehmen, denn auch ich habe eine stressigen Job, ein großes Haus, eine große Familie, die ein bißchen weg wohnt, um die ich mich aber trotzdem kümmern will - und da brauch ich sowas einfach nicht.
Ihr habt ja Recht: Das alles ist nicht meine Verantwortung, auch wenn mein Mann und ich verheiratet sind, so ist das immer noch seine...

Auf jeden Fall vielen Dank, dass Ihr Euch alle die Zeit genommen habt

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Noch mehr Inspiration?
pinterest

Natural Deo

Teilen

Das könnte dir auch gefallen