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Liebt mein Kind mich nicht?

22. Juni 2007 um 17:24

Mein Sohn ist jetzt 13 Monate alt. Er war von Anfang ein Schreikind. Im vergangenen November wurde festgestellt, dass er das Kiss-Syndrom hatte. Nachdem wir beim Osteopathen waren und er behandelt wurde, wurde das mit dem Schreien ein wenig besser.
Er war allerdings seit seiner Geburt sehr schwierig. Wenn er weint, lässt er sich eigentlich gar nicht trösten. Er lässt dann niemanden an sich heran (vor allem mich nicht) und stösst mich immer weg und wehrt sich mit Händen und Füßen gegen meine Zuneigung.
Das Seltsame ist, dass er, wenn er mal bei anderen ist (z. B. Oma und Opa, andere Verwandte) das liebste Kind ist. Er lacht und hat Spaß und ist bester Laune. Kommen wir nach Hause, geht direkt das Geschreie los. Er lässt sich durch nichts beruhigen und nichts passt ihm. Er schreit teilweise Stunden lang. Kommt mein Mann nach Hause, ist er sofort ruhig. Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Inzwischen arbeite ich wieder ganztags (der Kleine ist dann bei einer Tagesmutter) und bin abends sowieso fix und fertig. Wenn er dann so ein Theater macht, weiß ich oft nicht, wie ich das durchstehen soll. Mein Mann kommt immer erst sehr spät nach Hause, kann mich da also kaum entlasten.
Damit, dass ich wieder arbeite, hat das Ganze aber nichts zu tun, weil wie gesagt, er war von Anfang an so schwierig und ich arbeite auch erst seit ein paar Wochen wieder.

Ich komme jedenfalls gar nicht damit zurecht, dass er mich nicht an sich heranlässt. Schmusen will er nur mit seinem Kuscheltier, auf keinen Fall mit der Mama.

Er behandelt mich, als wäre ich ein Monster. Aber warum nur???????

Ich bemühe mich so sehr um ihn, aber was ich tue, er weist mich immer nur zurück.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

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24. Juni 2007 um 11:41

Ein Nicht-Kuschler?
Bei uns ist es nur in gewisser Weise ähnlich.

Mein Sohn ist ein extremes Mama-Kind, also sehr auf mich fixiert. Er ist allerdings auch ein extremer Nähe-Hasser. Kuscheln, schmusen, all das hat's bei uns fast nie gegeben, da er es einfach nicht wollte. Das war schon als Baby bemerkbar (mein zweiter Sohn ist da übrigens völlig anders).

Dass sich Kinder bei der Mutter völlig anders verhalten als bei anderen Leuten, finde ich nicht ungewöhnlich, ist bei uns ähnlich. Manchmal habe ich den Eindruck, wir müssen als eine Art Prellbock für alles herhalten .

Mag er vielleicht insgesamt keine Nähe oder ist das nur bei dir so?

lg
STefanie

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25. Juni 2007 um 11:35

Huhu
also ich würde ja sagen das ist ne phase aber da du es schon immer hast hmmm also mein sohn ist etwas älter aber wenn er so rumschreit gehe ich aus dem zimmer und lasse ihn in ruhe !!! Mit dem arbeiten da hat jeder seine ansichten aber ich denke wenn er sowieso so schwierig ist dann lasse ich ihn doch nicht den ganzen tag bei einer tagesmutter mit grad einem Jahr und den Papa sieht er auch nicht wenn er noch später kommt?! Kann es sein das ihr ihn zu sehr betüdelt das er denkt ich schreie und dann machen mama und papa das schon... es soll keine kritik sein also verstehe sie bitte nicht falsch !!! LG Luma2810

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29. Juni 2007 um 14:29

Wie wäre es denn mit
Schreiambulanz? Die haben da spezielle Psychologen die die Beziehung zwischen Mutter und Kind analysieren und dir auch sagen können wie du dich verhalten sollst. Google mal doch und guck wo es bei euch in der Nähe so was gibt, der KiA kann dich dahin überweisen. Alles gute für euch. LG Sanda

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11. Juli 2007 um 9:32

Vielleicht...
ist Ihr Sohn ein Mensch, der nicht zu viel körperliche Nähe mag. Sie als Mutter sind ihm naturgemäss schon ohne körperlichen Kontakt sehr nah. Vielleicht reicht ihm diese Nähe. Vielleicht sind all die andern Menschen, bei denen er - wie sie schreiben bester Laune ist, genügend distanziert von ihm.

Ich würde das nicht persönlich nehmen. Er hält Sie bestimmt nicht für ein Monster. Es könnte tatsächlich sein, dass ihm wohler ist mit einer körperlichen Distanz. Ich würde ihm auf andere Art nahe sein und ihm die Möglichkeit geben, wenn er kuscheln will, von sich aus zu mir zu kommen.

Viel Glück wünscht Ihnen
Nina Berger

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28. August 2007 um 8:38

Ich kenne das ...
Hallo Mammalita,
Ich fühle mich echt identifiziert mit deinem Beitrag. Mein Sohn ist jetzt fast 11 Monate alt und war bis vor kurzem (seit Geburt !!) auch ein extremes Schreibaby, es wurde allerdings nie eine Ursache gefunden, das war alles so deprimierend. Mittlerweile ist er einigermassen zufrieden im Allgemeinen, aber er will nach wie vor keine Nähe zu mir. Auch ich habe und hatte das Gefühl, mein Sohn verstösst mich. Wenn ich ihn auf den Arm nehme , habe ich das Gefühl er drückt mich weg und verrenkt sich in alle Richtungen was ich so interpretiere dass er nicht bei mir auf dem Arm sein will, d.h. sich dort nicht wohl fúhlt. Und auch ich habe manchmal das Gefühl dass das mit seiner Oma oder mit seinem Papa anders ist. Ich habe NOCH NIE mit meinem Sohn schmusen können, wobei ich sagen muss dass er das generell mit niemandem gern hat. Aber irgendwie denkt man dann : liebt mein Sohn mich nicht ? Was mache ich falsch ? Diese Gedanken kann ich nicht vermeiden, auch wenn mein Kopf mir sagt, dass das nicht sein kann, denn ich war seit Geburt für meinen Sohn immer da, habe ihm immer (versucht) viel Zuneigung zu geben, auch wenn er das wie gesagt scheinbar nie wollte . Und er entwickelt sich auch sehr gut, ist sehr aufgeweckt, und lacht auch viel , wenn man irgendwie Quatsch macht. Nur die Nähe mag er nicht ! Auch habe ich manchmal das Gefühl er guckt mich selten länger an. Warum ?? Wie du siehst, bist du nicht allein mit deinen Gefühlen. Ich glaube wir müssen unsere Kinder einfach akzeptieren wie sie sind, und versuchen ihnen die Nähe nicht aufzudrängen, denn ich kann mir vorstellen dass das die Sache noch verschlimmert. Ich würde mich über weitere Tipps/Stellungnahmen sehr freuen .
Viele Grüsse

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24. September 2007 um 11:50

Unser Sohn war auch ein Schrei- Baby
Tja, was soll ich sagen. Mir ging es genauso. Mein Baby hat Tag und Nacht geschrien. Ich wußte noch ein noch aus. Ich dachte tatsächlich am Anfang es müßte so sein. Bis ich andere Mütter kennen gelernt habe und feststellte das alles anders und ohne Stress ablaufen kann. Ich glaubte mein Leben ist beendet weil ich vor Müdigkeit kaum aus den Augen schauen konnte... ( Ich glaubte auch er wird immer so bleiben. Durchgeschlafen hat er erst mir 2,5 Jahren. Es ist ganz ganz langsam besser geworden. Mit dem Schreien und der Unzufriedenheit. Er hat sich übrigens auch immer von mir weggedrückt!!! Heute mit fast 4 Jahren kuschelt er auch ganz gern und ist kein -Wegdrücker- mehr. Ich habe allerdings auch nicht aufgegeben. Habe ihn soviel Nähe gegeben wie er wollte oder vielmehr nicht wollte. Allerdings haben wir immer Abends eine Geschichte gelesen. Schon sehr früh. Das war dann das engste vom Tag. Weil wir immer zusammen in seinem Bettchen gelegen haben. Ich bin auch von Arzt zu Arzt. Niemand konnte helfen. Da müssen Sie durch hieß es immer wieder. Das ich nicht irgendwann mal abgeklappt bin war alles. Müdigkeit, Rückenschmerzen, das ganze Programm. Also, laß den Kopf nicht hängen ;o), es wird besser. Obwohl er immer noch schwieriger ist als andere Kinder. Aber es sind "nur" noch Phasen die wenn sie am Gipfel angekomme sind, und ich denke, puh ich kann nicht mehr, wieder abklingen. Dann ist er das "liebste" Kind und ich kann mich dann wieder erholen für den nächsten Gipfelsturm!
Also, halte durch und alles Liebe
twitticat

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