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Lesen und Schreiben

26. August 2010 um 20:15 Letzte Antwort: 27. August 2010 um 12:54

Hallo,

einige werden bestimmt den Kopf schütteln, aber wir haben ein wirkliches Problem mit unserem Sohn (gerade 3 Jahre geworden). Jeden Tag gibt es Diskussionen über das Thema. Unsere Sohn äußert ganz klar den unsch "endlich lesen und schreiben zu wollen". es gibt jeden Abend Tränen bei der Gute-Nacht-Geschichte. Er geht jetzt drei Wochen in den Kindergarten und es gefällt ihm gut, allerdings nur wenn er genug Input bekommt. Die beiden Erzieherinnen haben mir auch schon gesagt, dass Sie ihn oft in seinem Wissendurst bremsen müssen. Ebenso weiß ich garnicht wie ich ihm selber lesen und schreiben beibringen soll........
Oder wie kann ich ihm das denn begreiflich machen, dass er dafür einfach noch zu klein ist!!!!!
Viele Grüße

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26. August 2010 um 20:48


Also wenn ich das schon höre "...oft in seinem Wissensdurst bremsen müssen...." Denen würde ich sowas von aufs Hirn hauen. Warum denn? Wieso bremsen? Stell dir mal vor, du willst etwas tun ("typisch" Frau, du willst DIESE Schuhe und irgendwer sagt "nein, für die mußt du erst noch 3 Jahre älter werden.......") und irgendwer hindert dich aus völlig unsinnigen Gründen daran. Folge: Du tust gar nichts mehr und schon gleich nicht, wenn es dann von dir erwartet wird.

Und wie du es ihm beibringen kannst? Nimm Papier und Stift und schreib erstmal seinen Namen auf. Sag ihm, wie die Buchstaben heißen, wie das ganze Wort heißt und zeig ihm, wie man die einzelnen Buchstaben schreibt. Ist doch gar nicht so schwer

Ich würde außerdem später mal (wenn er so ca. 5 Jahre alt ist) mal einen Psychologen (MUß!!! sich mit Hochbegabung auskennen) aufsuchen und nachfragen, zwecks Schulempfehlung. Also ob dein Spatz schon ein jahr früher gehen sollte oder direkt mit der 2. Klasse starten sollte.

P.S. Ich konnte übrigens auch mit 4 Jahren lesen und schreiben, mir hat es meine Schwester beigebracht.

LG Zimt

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27. August 2010 um 11:27

Hallo
danke für die Antwort. Ich nehme meinen Sohn sehr ernst und ich erfüllen seinen Wissensdurst und auch seine Wünsche, sonst hätte ich kaum mit den Erzieherinnen gesprochen. Er spielt immer nur mit größeren Kindern, interessiert sich für wenige "Kinderdinge", altergerechte Spiele spielen wir einmal und nie wieder!!!! Ich möchte meinem Sohn den Wunsch erfüllen und werde es versuchen. Leider ist das nicht so einfach wenn man selbst von den Erzieherinnen gesagt bekommt, dass unser Sohn anders wäre und ein so "cleveres" Kind immer im Abseits steht, weil er immer Sachen kann die andere nicht können. DAS will ich nicht, er soll kein Aussenseiter werden. Ich mußte seid der Schwangerschaft für Ihn kämpfen, hört das denn nie auf?????
Ich werde seinem Wunsch nachgehen und wir werden mal sehen was dabei rum kommt!!!
Danke!!!

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27. August 2010 um 12:54
In Antwort auf kiyoko_12072896

Hallo
danke für die Antwort. Ich nehme meinen Sohn sehr ernst und ich erfüllen seinen Wissensdurst und auch seine Wünsche, sonst hätte ich kaum mit den Erzieherinnen gesprochen. Er spielt immer nur mit größeren Kindern, interessiert sich für wenige "Kinderdinge", altergerechte Spiele spielen wir einmal und nie wieder!!!! Ich möchte meinem Sohn den Wunsch erfüllen und werde es versuchen. Leider ist das nicht so einfach wenn man selbst von den Erzieherinnen gesagt bekommt, dass unser Sohn anders wäre und ein so "cleveres" Kind immer im Abseits steht, weil er immer Sachen kann die andere nicht können. DAS will ich nicht, er soll kein Aussenseiter werden. Ich mußte seid der Schwangerschaft für Ihn kämpfen, hört das denn nie auf?????
Ich werde seinem Wunsch nachgehen und wir werden mal sehen was dabei rum kommt!!!
Danke!!!

Nein
das kann ich dir aus leidiger Erfahrung sagen, es hört im Fall einer Hochbegabung nie auf. Es hört vielleicht zeitweilig auf, wenn er Gleichgesinnte findet. Ich z.B. hatte solche "gleichen" Freundinnen während der Schulzeit. Diese Kinder finden sich - auch wenn es nur wenige sind.

Trotzdem kann es gut sein, daß dein Sohn sich "fremd" vorkommen wird. Mein Freund (auch so ein Hochbegabter wie ich....) bezeichnet sich selbst heute noch als "Alien" und auch ich dachte so ab 13 Jahren, daß ich irgendwie im falschen Film unterwegs bin.

Als Kind finden das viele Erwachsene noch toll und es gibt Fördermaßnahmen, die wirklich toll sind. Als Erwachsener hörst du Dinge wie "Wenn du so SCHLAU bist, dann kannst du doch alle deine Probleme selbst lösen" oder sowas wie "Nun vergiß doch mal deine Begabung und mach das so und so......" (Klar, ich "vergesse" in bestimmten Situationen ja auch, daß ich eine Frau bin.....Schwachsinn, wie soll das gehen?)

Wenn es dumm läuft, bekommt er den "Besserwisser"-Stempel aufgedrückt etc.

Von daher: Kontakt zu Älteren habe ich immer gepflegt, das hat mir auch darüber hinweg geholfen, daß ich mit Gleichaltrigen fast nichts anfangen konnte. Später (als junger Erwachsener) kann dazu kommen, daß Kontakt mit Kleinkindern gesucht wird. Die sind nämlich ganz erstaunlich, was Gedankengänge angeht und noch nicht auf bestimmte Meinungen programmiert.

Versuche mal, andere Kinder zu finden, die so sind wie deines. Dann hat er nämlich Freunde, die ihn verstehen.

LG Zimt

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