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Lebhafte Fantasie oder ein Fall für den Psychologen?

26. September 2005 um 10:16

Hi, die Tochter einer entfernten Bekannten, Josephine, ist dieses Jahr in die Schule gekommen. Uns ist seit langem aufgefallen, dass Josi sich Geschichten ausdenkt und die so ernst erzählt, dass wir darauf reinfallen und die Geschichten weder witzig noch altersgemäß sind. Zur Einschulung mussten zum Beispiel alle Kinder noch einzeln mit dem Lehrer Sprechen und Josi erzählte ihm wohl ganz ernst, dass ihre Mutter nicht ihre leibliche Mutter sei (es ist ihre Mutter) und dass sie noch einen Bruder hätte (sie ist EInzelkind),der Lukas heisst (so heisst ihr Hund) und zig solche Geschichten. Die Mutter musste sogar danach in die Schule und erklären, dass sie die leibliche Mutter ist und das Kind Humbug erzählt hat. Ich frage mich, so kleine Kinder, die hängen doch so sehr noch an der Mutter, wie kann es sein, dass sie behauptet, die Mutter sei nicht die Leibliche? Meulich hat sie ihrer Oma ganz ernst erzählt, dass der Lukas, ihr Hund, einen Unfall hatte und gestorben sei. Dabei tat sie so traurig, dass die Oma wirklich meinte, er wäre tot. War er aber nicht. Vor Kurzem fragte sie eine Bekannte, die zu Besuch war, ob sie auch mit ihrem Freund Kinder machen will, und bumsen will, sie sagte das Wort so und dann erzählte sie ihr als Geheimnis, dass sie mit ihrer Freundin ein Kondom gefunden hat im Schlafzimmer ihrer Eltern und so.

Wie deutet ihr das Verhalten? Das ist doch mehr als eine lebhafte Phantasie, oder? Ich weiss nicht wie es in der Familie ist, scheint alles ganz normal zu sein, aber das müssen doch Defizite sein?

Und noch was: Die Kleine schläft seit ihrer Geburt bei den Eltern im Ehebett, die Eltern wollten es schon immer so und haben es wohl genossen. Sie ist immer so eingeschlafen, dass ein Elternteil sich dazugelegt hat und gewartet hat, bis sie eingeschlafen ist. Seitdem sie zur Schule geht, wollen die Eltern sie an ihr eigenes Zimmer gewöhnen, nur geht das halt absolut nicht, wenn jemand fast 7 Jahre im Ehebett geschlafen hat. Sie weigert sich, weint etc. Die Eltern machen es jetzt so, dass sie jetzt unten im Wohnzimmer, wo geraucht und ferngesehen wird, einschläft und dann tragen sie sie in ihr Bett. Das ist doch auch nicht ganz normal, oder wie seht ihr das? Vielleicht ist das der Grund ihres Verhaltens, vielleicht fühlt sie sich ungeliebt oder so? Wäre nett, wenn ihr was dazu schreiben würdet.

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26. September 2005 um 11:47

Nicht ganz normal?
hallo alina,

schön, dass du dir sorgen machst, brauchst du aber nicht.
kinder verarbeiten in ihren geschichten.
in dem von dir geschilderten geschichten kommen folgende themen vor."wie wäre es wenn ich noch ein geschwisterchen hätte". "wie ist das wenn meine eltern nicht mehr zusammen sind"
"wie ist das wenn der hund tot ist".

was das schlafen im elternbett angeht, da gehen die meinungen stark auseinander.
meine frau hat es ebenso gehandhabt mit den kindern wie deine bekannten ich mit meinen nicht, könnte nicht sagen wie es besser ist aber es ist ok. nur jetzt muss die ablösung langsam kommen.

gruß

manndel

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