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Leben mit Schwiegermutter (eine etwas kompliziertere Spezies)

15. Dezember 2009 um 14:22

Hallo an alle!
Mein Problem liegt noch in der Zukunft. Nächstes Jahr wollen mein Verlobter und ich heiraten. Er hat im Moment eine Wohnung, in der wir nach der Hochzeit erstmal zusammen leben wollten (500 km entfernt von meinem jetzigen Wohnsitz). Nun hat sich rausgestellt, dass sein Job in dieser Stadt nicht weitergeht, er aber ein sehr gutes Jobangebot (als Architekt) in seiner Geburtsstadt (in der auch seine Mutter immer noch alleine in einem Haus lebt) bekommen. Er meint, er kann sich absolut nicht vorstellen in dieser Stadt als Mieter zu wohnen und diese Situation kann ich auch verstehen (ist eine Lange Geschichte). Das Problem ist jetzt aber, dass die einzige Bedingung, unter der er den Job annehmen kann, die ist, im Haus seiner Mutter mitzuwohnen.
Diese Entwicklung hat mich erstmal eiskalt erwischt. Dann hatten wir aber darüber gesprochen, wie wir uns im Haus aufteilen und zwar so, dass wir uns oben einrichten könnten und nur die Küche im unteren Stockwerk gemeinsam genutzt werden würde. Die Mutter würde ihr Schlafzimmer wahrscheinl. unten haben. Ich konnte mich langsam an den Gedanken gewöhnen. Der Haushalt würde mir auch Spaß machen.
Das vergangene WE hat er sich mit seiner Mutter getroffen. Sie haben darüber geredet, was für sie auch eine Neuigkeit war. Danach hatten er und ich nur ein kurzes Telefongespräch, in dem er mir erneut erzählt hat, unter welchen Bedingungen wir dort leben würden. Nun hat er wahrscheinlich ganz andere Vorstellungen davon, vllt. auch seine Mutter. Es soll jetzt nämlich so aussehen, dass seine Mutter auf dem selben Stockwerk ihr Schlafzimmer behält. Wir würden dann das Schlafzimmer haben, dass sein ehemaliges Kinderzimmer war. Das ist allerding so eine 2x2m-Kammer. Ich hatte nach dieser Eröffnung erstmal keine Luft bekommen und wollte das Telefon spontan gegen die Wand knallen oder einfach auflegen. Dann habe ich das Gespräch schnell beendet, weil ich in dem Moment nicht weiterreden konnte und wollte. Ich hätte sowieso nicht gewusst, was ich ad hoc darauf erwidern soll, weil ich ein Mensch bin, der sich die Sachen erstmal durch den Kopf gehen lassen muss.
Ich kann es mir absolut nicht vorstellen, Tür an Tür mit ihr zu schlafen, ein gemeinsames Bad zu nutzen, jeden Morgen ihr über den Weg zu laufen, etc pp...
Es ist allgemein bekannt, dass das gemeinsame Leben mit den Schwiegereltern zu nichts gutem führt. Meine Situation wird aber noch dadurch pikanter, weil sie ein wirklich sonderbarer Mensch ist. Das weiß und sagt mein Verlobter auber auch selbst. Also, zum ersten ist sie ein Messie (das sagt schon alles). Zweitens ist sie ein Mensch, der mit Erzählungen über ihre Erlebnisse und nervigen Fragereien und Anweisungen jeden in den Wahnsinn treibt. (Nicht mal ihre Mutter hätte sich gewünscht, mit ihr zusammen zu leben). Um das zu beschreiben und mich darüber aufzuregen, müsste ich wahrscheinlich 5xsoviel schreiben.
Wie auch immer. Mein jetziges Problem ist, dass mir soviele Gedanken und schon vorgeformte Aufsätze durch den Kopf schwirren, dass er bald explodiert. Ich weiß worum es mir geht. Aber wenn ich soweit bin, zum Hörer zu greifen, um mit ihm darüber zu reden, vermischt sich alles.
Ich würde es gerne etwas strukturierter und sachlicher verbalisieren können. Geeignete Argumente finden, etc...
Vielleicht hat jemand sowas schon erlebt und weiß, sich in so einer Situation richtig zu verhalten und sie richtig anzugehen....
Uups... tut mir leid, dass es so lang geworden ist...

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15. Dezember 2009 um 16:10

Uff...
hallo hallo!

Also wow.. das hmm... hast du dir das so vorgestellt? Ich meine mit einer Person, die als sehr sonderbar gilt, ZUSAMMEN zu leben mit deinem frisch angeheirateten Mann?
Die meisten menschen bevorzugen die "zweisamkeit" alleine...

Selbst wenn sie ein sehr netter und erträglicher Mensch ist, würde es mir überhaupt nicht recht sein, mit der die räumlichkeiten eines hauses zu teilen, geschweige denn auf der selben Etage zu schlafen. Da hat man doch überhaupt keine Privatsphäre mehr!

Gibt es denn keine andere möglichkeit?
Ein anderer Arbeitsplatz für deinen Zukünftigen
oder dass ihr nur "vorübergehend" in dem Haus wohnt bis ihr eine eigene Wohnung gefunden habt?

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15. Dezember 2009 um 19:02
In Antwort auf scaryta1

Uff...
hallo hallo!

Also wow.. das hmm... hast du dir das so vorgestellt? Ich meine mit einer Person, die als sehr sonderbar gilt, ZUSAMMEN zu leben mit deinem frisch angeheirateten Mann?
Die meisten menschen bevorzugen die "zweisamkeit" alleine...

Selbst wenn sie ein sehr netter und erträglicher Mensch ist, würde es mir überhaupt nicht recht sein, mit der die räumlichkeiten eines hauses zu teilen, geschweige denn auf der selben Etage zu schlafen. Da hat man doch überhaupt keine Privatsphäre mehr!

Gibt es denn keine andere möglichkeit?
Ein anderer Arbeitsplatz für deinen Zukünftigen
oder dass ihr nur "vorübergehend" in dem Haus wohnt bis ihr eine eigene Wohnung gefunden habt?

@scaryta
Danke für Deine Antwort. Natürlich habe ich es mir nicht so vorgestellt. Aber mir ist auch klar, dass nich immer alles so läuft, wie man sich das ausmalt. Und das meiste kann man auch nicht zu 100% beeinflussen. Aber ich denke schon, dass man in meiner Situation noch was machen kann. Nur weiß ich noch nicht genau, wie ich das gut präsentiere...

Also, mir ist schon klar, dass meine Schwiegermutter in spe kein Geschenk ist. Aber wäre ich bereits Mutter, würde ich doch alles dafür tun, um meinen Kindern ein beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. Vor allem, wenn sie sich schon freiwillig dazu entschließen, mit ihr unter einem Dach zu wohnen.
Ich kann nicht glauben, dass es für sie nicht einleuchtend ist. Aber so genau weiß ich ja noch nicht, wie sie sich zu dem Ganzen geäussert hat... Nur, dass er mir diesen verheerenden Plan eben erst nach ihrem Besuch aufgetischt hat.

Die Möglichkeit eines anderen Jobs hatten wir auch schon in Betracht gezogen. Nur ist das Angebot dieses Büros genau das, worauf er sein ganzes Leben hinarbeiten wollte. Und jetzt ergibt sich das von alleine... Und da freue ich mich ja auch für ihn.
Und das Haus will er auf keinen Fall aufgeben, weil er meint, es hätte familäre Vergangenheit und Zukunft... Und man könnte nebenbei auch eine ganze Menge Geld einsparen, weil wir dann ja nicht keine Miete bezahlen müssten...
Oh mann, das ist echt ne blutrünstige Angelegenheit...

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15. Dezember 2009 um 21:14
In Antwort auf mignon358

@scaryta
Danke für Deine Antwort. Natürlich habe ich es mir nicht so vorgestellt. Aber mir ist auch klar, dass nich immer alles so läuft, wie man sich das ausmalt. Und das meiste kann man auch nicht zu 100% beeinflussen. Aber ich denke schon, dass man in meiner Situation noch was machen kann. Nur weiß ich noch nicht genau, wie ich das gut präsentiere...

Also, mir ist schon klar, dass meine Schwiegermutter in spe kein Geschenk ist. Aber wäre ich bereits Mutter, würde ich doch alles dafür tun, um meinen Kindern ein beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. Vor allem, wenn sie sich schon freiwillig dazu entschließen, mit ihr unter einem Dach zu wohnen.
Ich kann nicht glauben, dass es für sie nicht einleuchtend ist. Aber so genau weiß ich ja noch nicht, wie sie sich zu dem Ganzen geäussert hat... Nur, dass er mir diesen verheerenden Plan eben erst nach ihrem Besuch aufgetischt hat.

Die Möglichkeit eines anderen Jobs hatten wir auch schon in Betracht gezogen. Nur ist das Angebot dieses Büros genau das, worauf er sein ganzes Leben hinarbeiten wollte. Und jetzt ergibt sich das von alleine... Und da freue ich mich ja auch für ihn.
Und das Haus will er auf keinen Fall aufgeben, weil er meint, es hätte familäre Vergangenheit und Zukunft... Und man könnte nebenbei auch eine ganze Menge Geld einsparen, weil wir dann ja nicht keine Miete bezahlen müssten...
Oh mann, das ist echt ne blutrünstige Angelegenheit...

...
Huhuuu
Also erstmal herzlichen Glückwunsch das ihr ein Haus habt, wo auch in euerm Familien Besitz bleiben sollte (oder dein Mann es will) ABER ich würde es nicht machen!
1. Du wirst nie wieder Privatleben haben können.
2. ihr nutzt zusammen die Küche, was machst du wenn sie Besuch hat und muss für die kochen, du aber dir auch was machen willst = Streit vorprogrammiert.
3. Zimmer an Zimmer NO GO!!!!!
4. Habt ihr ein eigener Eingang? ich würde die Wohnung so gestalten (eventuell umbauen, falls es geht) das ihr eure Privatsphäre habt... Glaub mir, sie würde dich kontrollieren wollen, sie wird schauen wer dich besucht, sie wird meckern wenn ihr laut Musik hört und sie wird dauernd fragen ob alles Ok ist.. Weil eben ihr SOHN auch da wohnt, und meistens weiß man ja das Mütter ihre Söhne verwöhnen! Was machst du wenn ihr Kinder habt? Sie wird versuchen die Erziehung der Kids zu übernehmen...
Da würde ich mir lieber eine neue Wohnung suchen und wenn deine Schwiegermutter irgendwann nicht mehr da ist (ohne den Teufel an die Wand zu malen), würde ich das Haus vermieten, verkaufen oder dann reinziehen. Es wird euch nix Gutes bringen, ausser das ihr die Miete spart, aber willst du lieber dich tagtäglich damit auseinandersetzen?
Klar, vllt gibts auch Positive Punkte, aber ich kenn die Situation, und es wird ausarten.. Ausser du bist ruhig und schluckst alles runter... Du solltest mit deinem Mann drüber reden und ne Lösung finden die jedem passt
LG

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16. Dezember 2009 um 14:33

Booaahh
das ist ja richtig heftig.meiner meinung nach kann das NICHT gutgehen.

jung und alt gehören nicht zusammen,da sind die streitereien schon vorprogrammiert.glaub mir,ich weiss wovon ich rede!!!!

im schlimmsten fall wirst du daran zerrbrechen.oder ihn verlassen....


schon alleine,das sie ein messie ist ,wird für euch unzumutbar werden.das ist eine krankheit,da müsste sie in therapie!!!!


sag ihm ,das du dir deine zukunft mit ihm anders vorgestellt hast.das du gerne in diese stadt mit ihm ziehst,aber voraussetzung anderes haus/wohnung.


er muss das haus ja trotzdem nicht hergeben oder aufgeben...


wenn du dich entschliessen würdest,mit ihm ,zu ihr zu ziehen,dann hast du jetzt schon "mein herzliches beileid".


schalte deinen verstand ein und mach ihm klar ,worum es dir geht.seit ihr erstmal bei ihr,wird es kein zurück mehr geben,da es ja bequem ist und "er" seine mutter jetzt nicht mehr allein lassen kann.................


ich wünsche dir gute gespräche... lostjackate

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16. Dezember 2009 um 19:15
In Antwort auf beccalein86

...
Huhuuu
Also erstmal herzlichen Glückwunsch das ihr ein Haus habt, wo auch in euerm Familien Besitz bleiben sollte (oder dein Mann es will) ABER ich würde es nicht machen!
1. Du wirst nie wieder Privatleben haben können.
2. ihr nutzt zusammen die Küche, was machst du wenn sie Besuch hat und muss für die kochen, du aber dir auch was machen willst = Streit vorprogrammiert.
3. Zimmer an Zimmer NO GO!!!!!
4. Habt ihr ein eigener Eingang? ich würde die Wohnung so gestalten (eventuell umbauen, falls es geht) das ihr eure Privatsphäre habt... Glaub mir, sie würde dich kontrollieren wollen, sie wird schauen wer dich besucht, sie wird meckern wenn ihr laut Musik hört und sie wird dauernd fragen ob alles Ok ist.. Weil eben ihr SOHN auch da wohnt, und meistens weiß man ja das Mütter ihre Söhne verwöhnen! Was machst du wenn ihr Kinder habt? Sie wird versuchen die Erziehung der Kids zu übernehmen...
Da würde ich mir lieber eine neue Wohnung suchen und wenn deine Schwiegermutter irgendwann nicht mehr da ist (ohne den Teufel an die Wand zu malen), würde ich das Haus vermieten, verkaufen oder dann reinziehen. Es wird euch nix Gutes bringen, ausser das ihr die Miete spart, aber willst du lieber dich tagtäglich damit auseinandersetzen?
Klar, vllt gibts auch Positive Punkte, aber ich kenn die Situation, und es wird ausarten.. Ausser du bist ruhig und schluckst alles runter... Du solltest mit deinem Mann drüber reden und ne Lösung finden die jedem passt
LG

To beccalein
Vielen Dank für die Glückwünsche!
Mit dem Privatleben hast Du natürlich recht. Das ist auch mein wichtigstes Argument. ))
Zum Glück ist es bei der Nutzung der Küche so, dass sie nicht die Fähigkeit dazu hat, eine Küche fachgerecht zu nutzen. Das sieht sie nicht als ihr Revier und ist höchstwahrscheinlich sogar froh, wenn sie sie jemandem voll und ganz überlassen kann und nur zum Essen vorbeikommt,
Zimmer an Zimmer = No Go - ist auch meine Überzeugung.
Das mit dem Eingang kann man ja erst machen, wenn man überhaupt einen Bereich/Stockwerk für sich hat. Ich hoffe, es gelingt mir, das durchzusetzen. Sonst muss ich wohl an andere Konsequenzen denken...

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16. Dezember 2009 um 19:21
In Antwort auf lostjackate

Booaahh
das ist ja richtig heftig.meiner meinung nach kann das NICHT gutgehen.

jung und alt gehören nicht zusammen,da sind die streitereien schon vorprogrammiert.glaub mir,ich weiss wovon ich rede!!!!

im schlimmsten fall wirst du daran zerrbrechen.oder ihn verlassen....


schon alleine,das sie ein messie ist ,wird für euch unzumutbar werden.das ist eine krankheit,da müsste sie in therapie!!!!


sag ihm ,das du dir deine zukunft mit ihm anders vorgestellt hast.das du gerne in diese stadt mit ihm ziehst,aber voraussetzung anderes haus/wohnung.


er muss das haus ja trotzdem nicht hergeben oder aufgeben...


wenn du dich entschliessen würdest,mit ihm ,zu ihr zu ziehen,dann hast du jetzt schon "mein herzliches beileid".


schalte deinen verstand ein und mach ihm klar ,worum es dir geht.seit ihr erstmal bei ihr,wird es kein zurück mehr geben,da es ja bequem ist und "er" seine mutter jetzt nicht mehr allein lassen kann.................


ich wünsche dir gute gespräche... lostjackate

To lostjackate
Danke für Deine Antwort!

Ja es ist auch meine Befürchtung, dass die Bequemlichkeit, die mit der Zeit entsteht, ein Anlass für ihn sein wird, überhaupt nichts zu verändern. Sowas habe ich bei ihm (in Kleinigkeiten) schon beobachten können.

Was Jung und Alt angeht. In unserer Situation wäre es wohl eher so, dass wir dort die Erwachsenenrolle übernehmen würden... Aber für ein 74-Jähriges Kind bin ich nocht nicht bereit.

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16. Dezember 2009 um 20:09
In Antwort auf mignon358

To beccalein
Vielen Dank für die Glückwünsche!
Mit dem Privatleben hast Du natürlich recht. Das ist auch mein wichtigstes Argument. ))
Zum Glück ist es bei der Nutzung der Küche so, dass sie nicht die Fähigkeit dazu hat, eine Küche fachgerecht zu nutzen. Das sieht sie nicht als ihr Revier und ist höchstwahrscheinlich sogar froh, wenn sie sie jemandem voll und ganz überlassen kann und nur zum Essen vorbeikommt,
Zimmer an Zimmer = No Go - ist auch meine Überzeugung.
Das mit dem Eingang kann man ja erst machen, wenn man überhaupt einen Bereich/Stockwerk für sich hat. Ich hoffe, es gelingt mir, das durchzusetzen. Sonst muss ich wohl an andere Konsequenzen denken...

...
Ich würde es auf jeden Fall mal deinem Mann vorschlagen, wenn er es sich eingesteht wird er hoffentlich auch selbst merken das würde nicht klappen... Für ihn vllt, aber wir wissen ja wie Mütter mit ihren Söhnen umgehen und wie sie mit den dazugehörigen Frauen umgehen Wenn er gar kein Verständnis zeigt weiß ich leider auch nicht wie du reagieren solltest... Aber auf jeden Fall rate ich dir, lieber für dich zu bleiben (also eigene Wohnung)

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