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Kümmert sich mein Mann zu wenig?

28. Juli 2016 um 14:20

Hallo,

ich habe schon lange nicht mehr geschrieben, aber nun bedrückt mich etwas und ich würde gern wissen ob ich übertreibe oder nicht.

Im April bekamen wir unseren Schatz es gab zunächst Probleme und er ging auf Intensiv. Mein Mann war natürlich vollkommen fertig, genau wie ich. Er war nicht lange auf Intensiv und konnte zwei Tage später mit mir nach Hause.

Die erste Zeit wollte er nur auf dem Bauch schlafen und wurde - häufig - wach, entsprechend hatten wir ausgemacht dass immer einer 3 oder 4 Std mit dem Kleinen auf dem Sofa schläft/wacht. Da ich ohnehin noch meine tollen Hormone hatte war ich garantiert vier oder fünf Tage fast ohne Schlaf, oder extrem wenig Schlaf... drei Std pro Nacht. Dank der Hormone ließ ich meinen Mann aber schlafen und weckte ihn nur selten... Meine Hebamme bat mich aber auf mich selbst Rücksicht zu nehmen und so schlief ich ein wenig mehr und mein Mann musste ran. Nach zwei oder drei Wochen konnte man mit dem Schatz auf dem Bauch im Bett schlafen, ABER das tat irgendwie nur ich. Mein Mann kam nie auf die Idee zu sagen "gib mir den Kleinen mal".

Eine Woche nach der Geburt ging mein Mann wieder arbeiten (ging nicht länger ) und so dachte ich mir muss ich ihm seine Nächte voller Ruhe gönnen und zog dann nach ca einem Monat immer in die Stube wenn der Kleine Hunger hatte. Wobei er eigentlich sehr gut schlief... drei oder vier Stunden. Aber natürlich begangen die bei ihm um 19 oder 20 Uhr ich musste dann noch die Flaschen sauber machen, vorportionieren und ein wenig - nur ein wenig - in aufräumen. Also kam ich teilweise erst um 21 oder 22 Uhr ins Bett. Das übernahm mein Mann nur ein paar Tage am Anfang und dann war ich dafür zuständig... nun macht er es nur wenn er irgendwas will - so hab ich zumindest das Gefühl.

Anfangs ging mein Mann auch noch mit uns beiden zur selben Zeit ins Bett..Seit zwei Monaten geht er aber gerad am Wochenende erst gegen 2 oder 3 Uhr ins Bett weil er noch zockt. Wenn unser Schatz dann um 3 wach wird (er schläft mittlerweile auch 6 Std. durch... auch ab und zu mal 8 Std. und hin und wieder noch 2 oder 3...) werde ich ohnehin wach - da ich einen leichten Schlaf habe - und somit muss der Kleine gar nicht erst schreien. Das will ich ja auch gar nicht. Unter der Woche gehen wir mittlerweile gemeinsam um 22 Uhr ins Bett (wobei mein Mann seit Anfang der Woche immer noch eine Std länger wach bleibt)... wenn er Spätschicht hat kommt er gegen 23 Uhr und geht dann noch einmal zocken für 1 oder 2 Uhr. Am nächsten Morgen schläft er bis 10 und würde noch länger schlafen wenn ich dann nicht irgendwann mal rein kommen würde. Der Witz ist: das hat er vorher (vor der Geburt) nie gemacht... er war immer so lange wach und um 7 oder 8 Uhr wieder wach... wieso also nun?).

Also das Ende vom Lied: ich stehe in der Nacht auf und bin dann wenn der Kleine richtig wach ist auch alleine zuständig. Ich habe meinem Mann auch schon gesagt dass er doch bitte - nur am Wochenende - morgens einspringt, so dass ich noch zwei Stunden schlafen kann. Aber nichts!

Mit dem Füttern ist das auch so eine Sache: anfangs stillte ich teil, das konnte ja nur ich aber die Flaschenmahlzeiten gab mein Mann nachdem es immer mehr wurde (mehr ml gleich mehr Minuten...) auch ab... mittlerweile kann ich froh sein wenn am Wochenende einmal den Kleinen füttert... max. zwei mal. Unter der Woche würde ich es fast akzeptieren, wenn er nicht immer nur nach Hause kommen würde, essen würde und dann beinahe bis der Kleine schläft zocken würde.

Er liebt seinen Sohn dass weiß ich aber er kann noch nichts mit ihm anfangen, so sagt er selbst. Sprich füttern muss ich, aufstehen muss ich... ins Bettchen bringen tue ich auch... und bespaßen und beruhigen ebenso... ab und zu, wenn der Kleine wirklich gut drauf ist - ist er auch mal in der Stube, wobei es mir dann eher so vorkommt als wäre niemand online...). Das ist echt enttäuschend. Ich liebe meinen Sohn und würde liebend gern jede Minute mit ihm verbringen, aber zu VATER-Mutter-Kind gehört auch der Vater.

Wir können den Kleinen auch fast jedes Wochenenden für ein paar Std zu meinen Schwiegereltern geben, da hab ich vollstes Vertrauen. Normalerweise würde ich dann ausruhen... schlafen... aber was möchte mein Mann natürlich? SEX... schon relativ schnell nach der Geburt war das der Fall... anfangs tat es einfach nur sehr schnell weh und es kam nie richtig zum Verkehr... da war mein Mann natürlich genervt und ich auch enttäuscht. Aber irgendwann hat es mich einfach genervt dass er es immer wieder probieren wollte, wenn der Kleine mal weg war. Ich hatte immerhin viele Wochen nicht genug Schlaf bekommen und nun sollte ich noch soviel Verlangen nach Sex haben? Mittlerweile tut es nicht mehr weh, aber angenehm ist es noch lange nicht, dennoch will er es ständig und wundert sich parallel, wieso es mir keinen Spaß macht. Obwohl ich ihm das sage... aber das geht bei einem Ohr rein und beim anderen Ohr raus. Er möchte dass sich nichts ändert und WIR so bleiben wie vorher... aber wie soll das möglich sein mit einem Kind und dem Gefühl alles alleine machen zu müssen? Heute morgen hatte "wir" auch wieder Sex, obwohl ich ihm einfach nur die Tasche packen wollte, weil er schwer aus dem Bett kommt... das sah er natürlich als Einladung an. Nun schreibt er er wisse nicht was mit uns los ist...

Bin ich da zu empfindlich und sehe das falsch oder habe ich teilweise Recht?

Wäre über Ratschläge und Meinungen sehr dankbar. Mein Kleiner ist nun wieder wach und ich muss los

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5. August 2016 um 7:48

Ich dachte schon ich bin drüber...
aber wenn das noch jemand außer mir so sieht sehe ich es ja nicht so falsch.

Der Obergau ist ja nun dass ich seit einer Woche wieder Probleme mit meiner Gesundheit habe (chronisch) und er anfangs sogar von der Arbeit kam, damit ich in Ruhe zum Neurologen konnte. Aber da ich daraus nicht mehr mache als es ist und ich mein Leben weiterleben will merkt auch er wieder schnell dass er sich wieder so a***** benehmen "kann" wie zuvor.

Wieso muss man sich die Männer eigentlich mit erziehen? Seine Mutter hat garantiert nicht versagt, daran bin ich Schuld... aber eigentlich sollte MANN sich doch im Klaren sein was es heißt ein Kind zu bekommen oder etwa nicht?

Danke für deine Rückmeldung.

Lieben Gruß

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5. August 2016 um 13:08

Hmmm
Ich finde, es ist kein Wunder, dass du keine Lust auf diesen Typen hast. Kümmert sich nicht , unterstützt dich nicht, und wenn ihr frei habt und du dich mal erholen könntest, will er mit dir in die Kiste?
Hört sich so an, als wäre er noch gar nicht in eurem Leben als Eltern angekommen.
Ich würde ihn an deiner Stelle mehr eingbinden. Er könnte z.b. das Wickeln und Baden übernehmen. Und ich würde mir an deiner Stelle Freiräume schaffen. Die Zeit langsam steigern und ihn mit dem Baby alleine lassen. Vielleicht hast du ein Hobby ? Gehst gern laufen, walken , schwimmen oder spazieren? Magst dich mit einer Freundin treffen o.ä. ? Wenn du etwas für dich tust , wird dir das gut tun und deinem Partner und der Papa-Kind-Beziehung auch . Er ist der Papa und es ist euer gemeinsames Kind!
Lass nicht alles mit dir machen. Du bist an deiner Grenze angekommen. Es reicht dir. Das darf er ruhig wissen. Ich glaube aber, dass man mit den meisten Männern ganz klar darüber kommunizieren muss, was man wie möchte.

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8. August 2016 um 20:18

Männer brauchen immer länger sich in eine papa Rolle zu finden.
Das ist ganz normal. Viele Männer empfinden ein Baby zu Anfang offt als störend. Viele Männer sind auch eifersüchtig auf Baby. Die Vater Kind Bindung baut sich langsam auf. Väter müssen erst lernen das Kind zu lieben ( natürlich gibt es Ausnahmen, also Väter die hören " meine Frau ist schwanger " und denen dan quasie selber ein Bausch wächst ) Du solltest noch mal mit ihm darüber reden. Also was er sich zum Beispiel gedacht hat wie das alles Laufen wird mit Kind. Das du seine Unterstützung brauchst und euer Sohn seinen papa.

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