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Krank oder Verzogen?

25. September 2014 um 15:20

Hallo

ich versuche mal die situation so gut wie es geht zu beschreiben in der hoffnung es gibt jemanden der rat weiss.

meine tochter ist 4 1/2 jahre alt. klar, als einzelkind, und auch als so ziemlich einziges kind in der gesamten familie (momentan), ist sie mit sicherheit verwöhnter als kinder mit geschwistern aber mittlerweile gerät alles ausser kontrolle. sie kreischt rum und schlägt uns, sie sagt uns fast täglich das sie keine eltern mehr will und das wir abhauen sollen, sie randaliert und will das wir unseren hund weggeben (sonst ihr "bester freund"). mir ist durchaus bewusst das kinder viel aus wut sagen und eigentlich nicht so meinen. ich gebe auch nicht allzu viel darauf weil ich weiss das es vorbei geht aber was mir sorgen macht ist das all das gleichzeitig angefangen hat mit ihrem "stuhl-problem". sie verweigert den stuhlgang. das zumindest habe ich immer gedacht aber mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher das es nur das ist. ich war unzählige male beim kinderarzt von dem wir alles mögliche verschrieben bekommen haben zb. movicol, abführzäpfchen (mir fällt der name gerade nicht ein), so mini einläufe, milchzucker hat er zusätzlich empfohlen. nichts hat was gebracht. also bin ich wieder zum arzt und da kam nur "manche mädchen in ihrem alter verkneifen sich den stuhl wenn sie seelisch nicht ganz ausgeglichen sind".
was ich mit dem ganzen eigentlich sagen bzw fragen will ist ob vielleicht jemand ähnliche erfahrungen gemacht hat? gibt es vielleicht irgendwelche darmkrankheiten bei denen kinder nur das geühl haben "groß" zu müssen? meine tochter sagt "ich muss aa machen, guck mich nicht an" verzieht sich in irgendeine ecke, kommt wieder und rastet dann meistens aus. sie sieht immer aus als hätte sie schmerzen aber wenn man sie fragt sagt sie nur "lass mich in ruhe ich muss nur aa machen". und den arzt brauche ich sowieso nicht fragen.


lg

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27. September 2014 um 0:11

Also
ich würde ihr überhaupt nichts mehr geben.. abführzäpfchen sowieso nicht, sind schmerzhaft! im regelfall gibt es kein stuhlproblem, denn was raus muss muss raus, ist beim übergeben genauso. mir sagte einmal eine ärztin das genau in diesem alter *die kleine pupertät* beginnt und sich danach wieder legt. manche kinder wollen auch nicht aa gehn, weils eben stinkt und dreckig ist, gibts auch. Weisst du, ich habe wirklich festgestellt, das die Kinder dieser Dinkel und Gerstenmamas also bio bio gesund & Co ihren kinder nicht immer etwas gutes tun. viele kinder vertragen diese kost nicht. Einfach Gemüse und Obst - aber nicht jeden tag 2 kilo davon - normales essen eben wie die erwachsenen auch, knoblauch, auch zwiebeln aber nicht im übermaß, auch mal schokoladepalatschinken usw..

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1. Oktober 2014 um 10:35

Grenzen setzen!
Sorry, für mich hört sich das verzogen an.
Stell ihre Ernährung um, mach viel Sport mit ihr und setze Grenzen!
Lies mal: "Kinder brauchen Grenzen" von Rogge.
Mir ist es damals wie Schuppen von den Augen gefallen und jetzt kannst du noch gut erziehen und das Ruder rumreissen - in ein paar Jahren wird das schwieriger.
LG Ute

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1. Oktober 2014 um 11:28

Nun
Hi Du,

Die Frage ist, hatte sie die Stuhlgangprobleme schon immer? Oder fing das erst vor kurzem an? Ist sie wie alle anderen kinder sauber geworden oder gab es Probleme?

Manchmal passieren Dinge, die können die Problematik auslösen z.B. Magen-Darmgrippe mit aggressivem Durchfall, Verstopfung mit schmerzhafter Darmentlerrung. Diese körperlichen Erlebnisse können zur Folge haben, dass das Kind Angst vor dem nächsten Stuhlgang hat und diesen verdrückt.
Andere Erlebnisse wie Probleme im Kindergarten, Tod eines Elternteils o.ä.. können eine ähnliche Problematik auslösen.

Die Sachen, die dein Arzt verschrieben hat, sind schon richtig. Wichtig ist, dass das Movicol sehr regelmässig gegeben wird in angegebener Weise. Sonst wirkt es nicht. Es bindet Wasser im Darm, so dass der Stuhlgang nicht eindicken kann und bewirkt eine schmerzfreie Stuhlgangentleerung. Es kann Monate dauern, bis das Kind keine Angst mehr davor hat.

Wichtig ist auch regelmässiges Toilettentraining, damit das Kind die Angst vor der Toilette verliert. Mit einem Belohnungssystem und Spielen oder Bücher ansehen auf der Toilette verliert es langsam wieder die Angst davor auf die Toilette zu gehen. Belohnt werden sollte aber der Toilettengang und nicht das Ergebnis (Stuhlgang in die Toilette).

lg

Stern

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6. Oktober 2014 um 10:31

Hatte dieses Problem auch
als ich 3 Jahre alt war
Bei mir hatte es jedoch nicht mit der Psyche zu tun, sondern weil es mir sehr wahrscheinlich einmal weh tat und ich hatte danach schrecklich Angst, dass es wieder schmerzt. Ich hielt es mehrmals so lange aus, bis ich hohes Fieber hatte und wir sofort ins Krankenhaus mussten. Ich konnte sogar Zäpfchen vom Arzt zurückhalten . Naja, irgendwann hat sich das alles vom einten auf den anderen Tag gelegt und ich ging normal wieder aufs Klo.

Mein Tipp, versuche ihr zu erklären, dass es nicht wehtut. Kannst ihr auch ein wenig Butter geben damit es dann auch wirklich nicht schmerzt und sie keine Angst davor hat wie ich es hatte

Viel Erfolg

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6. Oktober 2014 um 11:23

Mein persönliches urteil: beides
hallo

ich kann dir mal von meiner erfahrung berichten, die ich als kleines kind hatte.

im alter von 9 Jahren hatte ich auch Probleme mit dem Stuhlgang. Bei mir war es psychisch bedingt. viel stress, den ich rundherum mitbekommen habe, waren anscheinend zu viel.
letztendlich hat mir einpumpen von luft geholfen.

bei deiner tochter klingt es stark nach psychischen belastungen.

ich hoffe, es bessert sich. ansonsten in erwägung ziehen, professionelle hilfe aufzusuchen. denn ich bin wahrlich kein mediziner aber ein versuch ist es wert.

hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.

grüße
sebastian

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