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Kontrollwahn der Eltern

26. August 2012 um 19:30

Ich habe leider immer mal wieder Probleme mit meinem Vater... Meine Mutter lebt leider nicht mehr.
Er hatte kurz nach dem Tod meiner Mutter bereits wieder die nächste Freundin. In der Folge hat er sich und auch mir überhaupt keinen Raum mehr gelassen für die Verarbeitung des Todes, er sah nur noch sich und seine Freundin. Jedenfalls sind in dieser Zeit einige Dinge passiert, die mich das Vertrauen in ihn verlieren liessen.

Seit ca. 2 Jahren wohne ich nicht mehr zu Hause, sondern in einer Wohngemeinschaft mit anderen Studenten. Ich gehe aber durchaus regelmässig nach Hause, ca. einmal pro Woche. In letzter Zeit hat mein Vater mal wieder eine Kontrollwahn-Phase, d.h. er macht sich ständig Sorgen um mich. Er hat das Gefühl, ich hänge nur rum, da ich halt noch nicht wahnsinnig viele Freunde habe am neuen Wohnort. Zudem behauptet er ständig, ich esse zu wenig (ich hatte ca. 2 Jahre lang massivste Verdauungsprobleme, deren Ursache nie herausgefunden wurde. Dank einer Ernährungsumstellung geht es mir heute viel besser. Ich bringe nur 2,3 Kilos weniger auf die Waage als vorher und halte mein Gewicht konstant.). Gestern fragte mich mein Vater nach meinem Gewicht und meiner Grösse. Kurz darauf kam er zurück und meinte, er hätte jetzt gerade meinen BMI ausgerechnet und ich sei fast etwas untergewichtig.

Ich verstehe ja, dass es ihn beschäftigt, was ich mache, aber ich bin nun immerhin 22 und keine 7 mehr! Kennt ihr dieses Problem und wenn ja, was macht ihr dagegen? Ich habe ihm schon x mal gesagt, er müsse sich nicht ständig Sorgen machen um mich, aber es bringt nichts... ich fühle mich überwacht und kontrolliert. Zudem bin ich die einzige in unserer Familie, die seit längerem Single ist. Auch das findet er irgendwie "seltsam" und implizit lässt er immer wieder durchblicken, es wäre schon langsam an der Zeit, dass ich mir mal wieder einen Partner suchen werde... es ist so mühsam!

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30. August 2012 um 18:13

Vielleicht machst du den Eindruck...
als könntest du dich auf dich selbst aufpassen. Wer untergewichtig ist bedarf nunmal psychologischer Hilfe!
Das ist die eine Sache und die andere..

Warum gehst du denn 1x pro Woche nach Hause? Also ich würde sagen, such dir einen Job und bestreite dein Leben selbst! Mit 22 hat man keinerlei Gründe noch das heimelige Nest bei den Eltern aufzusuchen! Ist reichlich bequem, aber das geht nicht! Und solange du noch Schutz bei deinem Vater sucht, jat er auch das Recht dir zu sagen, wo es lang geht und was du aus deinem Leben machen sollt und da darf er dich auch kontrollieren. Wie man so schön sagt: "solange du noch die Füsse unter meinen Tisch streckst, wird gemacht, was ich sage". Wer kein Job und kein Geld hat, muss machen was die Eltern sagen bzw. der Partner oder der der das Geld nach Hause bringt.

Noch eine andere Sache, ja, dein Vater hat es schon richtig gecheckt... er ist auch selbst nicht mehr der Jüngste und da hat man nicht mehr ewig Zeit sich einen neuen Partner suchen. Und kein Mensch möchte alleine sterben. Wenn du erstmal selbst in das Alter kommst, dann merkt man, wie schnell die Zeit an einem vorbei rast und man hat nicht ewig Zeit, auf Partnersuche zu gehen! Klingt doof, ist aber so. Irgendwann macht man Kompromisse und Abstriche in Punkto Traumfraum/Traummann und man wartet nicht Jahre bis der Nächste kommt! Tut mir leid für deine tote Mutter, aber das Leben geht weiter und man muss das Beste draus machen, am besten ohne lang nachzudenken!

Außerdem verschieben sich irgendwann die Vorstellungen bei der Partnersuche. Man braucht irgendwann keinen Partner der schön aussieht, sondern der loyal zu einem steht. Das zählt ab einem gewissen Alter viel mehr. Dein Vater ist also abgesicht!


Solangsam wartet der Ernst des Lebens da draußen aber auf dich.
Überlege dir gut, wie lange du noch studieren willst und kümmere dich danach um einen guten Job bzw. Ausbildung. Denn so als Student in dem Alter lebt man ein reichliches Lotterleben, außerdem bist du als Student bedürftig und auf das Geld deines Vaters angewiesen. Alles keine guten Umstände.

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