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Kontrollsucht der Familie artet aus

1. November 2011 um 9:33

Hallo Leute,

ich stecke in einer Krise und weiß nicht weiter. Die Probleme, die ich schon immer mit meinen Eltern hatte, spitzen sich so weit zu, dass sie mein komplettes Leben zu zerstören drohen.

Aber von Anfang an: Meine Eltern waren schon immer, gelinde gesagt, Kontrollfreaks. Meine Mutter ist psychisch krank (würde das aber nie zugeben, aber ihre Ausraster und paranoiden Schübe sprechen eine andere Sprache) und manipuliert mit einer Mitleidstour (da sie angeblich auch schwer herzkrank ist und jeder Stress für sie schädlich ist) meinen Vater gegen mich, die Böse, den Sündenbock. In der Familie habe ich keinen Rückhalt, wurde schon immer verbal und, wenn meine Eltern betrunken waren, mitunter auch körperlich misshandelt, aber am schlimmsten ist die immerwährende Kontrolle. Bis ich 15 war, durfte ich ohne Begleitung meiner Mutter nicht alleine auf die Straße, durfte kaum Kontakte zu Freunden pflegen. Schon mit 11 wurde mir vorgeworfen, drogensüchtig und schwanger zu sein. ... usw gehört zum Umgangston. Obwohl ich Einserschülerin bin, sind meine Leistungen niemals genug und ich bekomme immer zu hören, ich würde nichts tun, eh das Abitur nicht schaffen, usw. Ich war eine kurze Zeit sogar in einer Schutzstelle.

Schon meine erste Beziehung, eine Fernbeziehung, haben meine Eltern grundlos boykottiert. Meinen Freund schlecht geredet, meine Mutter ist jedes Mal, wenn ich mit ihm "zu lange" telefoniert habe, reingeplatzt und hat mir das Telefonieren verboten. Da mein neuer Freund in München wohnt und ich ihn somit öfter sehen kann/will, ist er meinen Eltern erst recht ein Dorn im Auge. Die ersten 2 Monate von den 7, die ich mit ihm zusammen bin, habe ich die Beziehung vor meinen Eltern verheimlicht. Es gab immer Stress, immer Konflikte. Meine Mutter behauptet, er sei kriminell, psychisch krank, würde mich in die schlimmsten Kreise hinabziehen. Sie meint, ich würde nichts mehr auf die Reihe kriegen, wenn ich Zeit mit ihm verbringe. Meine Eltern haben ihn und seine Familie (er wohnt noch bei seinen Eltern) mit Anrufen terrorisiert, wurden teilweise richtig beleidigend.

Es ist eskaliert als ich noch 17 war und bei ihm eine Nacht übernachtet habe, weil ich die sinnlosen Verbote (bei jemand übernachten ist für meine kontrollsüchtigen Eltern der größte Super-Gau). Meine Eltern haben seine bis in die Nachtstunden mit Anrufen terrorisiert und angeblich haben sie sich an die Polizei gewendet, um meinen Freund anzuzeigen. Damit wäre die erste Frage: Kann das für ihn wirklich rechtliche Konsequenzen haben? Wofür könnten sie ihn anklagen? Jetzt da ich 18 bin können sie theorethisch nichts mehr tun, terrorisieren mich aber trotzdem jedes Mal, wenn ich bei ihm bin und drohen mit rechtlichen Schritten. Was können sie im schlimmsten Fall bewirken. Und vor allem: Was kann ich tun? Wie kann ich da raus? Langsam kann ich nicht mehr, sie nehmen mir alles weg ...

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1. November 2011 um 12:19

Wende dich an eine Beratungsstelle
von Caritas oder Diakonie.. Du mußt von dieser FAmilie Abstand nehmen. Dass sind krank sind ist schlimm, aber deren Problem. Du kannst nur noch die eigenen Haut retten und schauen, dass dein Leben nichts nachhaltig geprägt wird durch diese Eltern. Tag und Nacht kannst du die Telefonseelsorge anrufen. Die Eltern deines Freundes sollten sich nichts anhören und grundsätzlich auflegen, dann hat das bald eine Ende.
Gruß Melike

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