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Kontakt mit Mutter endgültig abbrechen

23. Mai 2017 um 18:25

Hi Leute, ich weiß, dass die Überschrift hart klingt, aber vielleicht war mal jemand von euch in dieser Situation oder steht zur Zeit vor einem ähnlichen Problem - oder auch ganz das Gegenteil und kann mir vielleicht eine neue Sicht auf Dinge geben. Ich hatte mit meiner Mutter noch nie einen engen Kontakt, das kam hauptsächlich dadurch, dass sie in der Vergangenheit viel gelogen und manipuliert hat. Als sie einen neuen Mann hatte hat sie mir und meiner Schwester gesagt, dass unser Vater uns nicht mehr liebt und keinen Kontakt zu uns will (wir waren 9). Letzendlich hat sie uns durch 3 dreckige Scheidungen gezerrt und uns jedes Mal als Druckmittel genutzt und in jeden noch so heftigen Streit mit ihren Ex Männern hinein gezogen. Na ja- nach der letzten Scheidung (ich war 14) ging es erst recht bergab. Sie wollte ihr Leben neu leben, wollte sich nichts sagen lassen und keine Verantwortung mehr übernehmen. Sie war oft tagelang weg, feiern, Männer treffen und hat mich und meine Schwester allein zu Hause gelassen, ohne Essen oder Geld oder Informationen wo sie ist und wann sie zurück kommt. Die längste Zeit die sie weg war waren 3 Wochen, wir mussten bei unseren Nachbarn um Essen betteln weil wir nichts hatten. Als ich 16 war bin ich ausgezogen, habe gehofft dass sich dadurch das Verhältnis zu ihr verbessert aber das tat es nicht. Dann hatte ich meine erste feste Beziehung und sie war zu dem Zeitpunkt komplett gegen Männer, hat mir (vor meinem damaligen Freund) vorgeworfen mich äbhängig zu machen durch Männer, dass alle Männer gleich sind und zu nichts zu gebrauchen. Mit 18 bin ich ausgewandert, hin und wieder war das Verhältnis dann angenehmer- nie gut aber akzeptabel. Jetzt bin ich 27, wohne wieder in DEutschland, habe einen tollen Job und erwarte im Juli mein erstes Kind - ihr erstes Enkelkind. Sie war anfangs sehr enttäuscht dass ich ein Kind bekomme (Zitat: Kinder machen dein Leben kaputt und du machst dich nur abhängig von deinem Freund) Am Wochenende habe ich sie und meine Familie besucht, ein letztes Mal vor der Geburt und auch weil meine Oma Geburstag hatte. Meine Mutter war sauer auf mich, weil ich ihr gesagt habe, dass ich ihre Reaktion auf meine SChwangerschaft unmöglich fand - sie hat nicht eingesehen was daran falsch gewesen sein sollte. Auf der Familienfeier hat sie mich komplett ignoriert, kein Wort gesagt obwohl ich immer wieder auf sie zugegangen bin, sie ist einfach weg gegangen, hat mit anderen in hörweite darüber geredet wie fett ich geworden sei und mich abfällig angeschaut. Das tat sehr weh, richtig weh. Ich bin jetzt am überlegen den Kontakt zu ihr komplett abzubrechen, denn ich möchte ihr nicht die Möglichkeit geben meiner Tochter so weh zu tun wie sie es bei mir gemacht hat. Was meint ihr? Soll mein Kind ohne die Oma aufwachsen oder soll ich es immer und immer wieder probieren mit ihr?

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24. Mai 2017 um 7:50

Ich hab eine Oma gehabt, die sich kaum für mich interessiert hat. Ich glaube, es hat mir sehr viel mehr weh getan, sie zu kennen und zu wissen, dass sie mich nicht mag, als wenn ich sie nie kennengelernt hätte.

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24. Mai 2017 um 19:17

Nur weil man genetisch mit einem Menschen verwandt ist, heisst das nicht, dass man mit diesem je zurecht kommen wird! Wäre es eine Bekannte würdest du sie aus deinem LEBEN raus halten. Manchmal muss man das leider auch mit den eigenen Eltern tun. Denn manchmal bringen diese Menschen im eigenen Leben mehr leid als Freude. Und so sollte es definitiv nicht sein, wenn man glücklich werden möchte.

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27. Mai 2017 um 12:31

Hallo Du

Als erstes möchte ich dir mein tief empfundenes Mitgefühl für deine Situation aussprechen. unglaubwürdig, weil man sich nicht kennt?
Mitnichten. Ich habe ähnliches erlebt.
ich kann dir nur anraten, hör auf dein Bauchgefühl und zieh einen Schlussstrich. Die Gesellschaft und ihre Normen werden Dich unter Druck setzen, wie es ja bereits passiert,denke ich mal, ansonsten hättest Du nicht solche Zweifel.
Ob nun verwandt oder nicht, dieser mensch tut dir nicht gut und das weisst Du.
Du merkst selber, dass Ihr Einfluss stark negativ ist und entgegen aller Hoffnungen und sich selber belügen, Sie wird Ihr Verhalten nicht ändern.
Warum?
Weil Sie keinen Anlass dazu sieht. Weil Ihr Verhalten bisher immer zum Erfolg geführt hat. dass dies auf Kosten anderer, auch auf deine Kosten passiert taucht in der Wahrnehmung überhaupt nicht auf.
Das Verhalten ihrerseits ist nämlich klassisch das eines Energieparasiten.( Nein, das ist jetzt kein Esoterikgeschwurbel sondern bezieht sich verallgemeinert auf die Lebenskraft/ Lebenswillen/ mentale Stärke eines anderen Menschen). Kurz gesagt, solche Subjekte leben davon, andere zu manipulieren.
Das passiert häufig durch das Einnehmen einer Opferrolle oder mittels Druckausübung in einem Abhängigkeitsverhältnis. Und das oftmals sehr gekonnt so dass es lange nicht bemerkt wird oder durch andere relativiert ."Das ist doch so eine arme, da muss man Verständnis haben, sie hatte es so schwer, sie tut doch alles für dich und verzichtet deinetwegen auf... etc..."
Kommt dir das bekannt vor?
Ich kann Dir nur den Rat geben, schütze dich selber, brich den kKontakt ab und lass Dich auch durch betteln nicht beirren. Denn die bettelei wird kommen, da sich das "Opfer" (DU) zu entziehen beginnt.
Woher ich das weiss? Ich kenne das Muster. Jedes mal wenn Du dich entzogen hast, kamen nämlich bettelei, Vorürfe und alle Register des emotionalen Druckaufbaus, um dich "in die Spur" oder besser gesagt dich zu dem von Ihr erwünschten Verhalten zu manipulieren.Richtig?
Angefangen damit, dass sämtliche deiner Leistungen, Interessen und Errungenschaften nie gut genug waren?!
Such deinem Kind eine Tante oder eine Oma, die euch beide wertschätzt.
In der häutigen Zeit spielt Blutsverwandschaft echt nur noch in unseren Köpfen eine Rolle.



 

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2. Juni 2017 um 20:06
In Antwort auf frankfurtermaedel1

Hi Leute, ich weiß, dass die Überschrift hart klingt, aber vielleicht war mal jemand von euch in dieser Situation oder steht zur Zeit vor einem ähnlichen Problem - oder auch ganz das Gegenteil und kann mir vielleicht eine neue Sicht auf Dinge geben. Ich hatte mit meiner Mutter noch nie einen engen Kontakt, das kam hauptsächlich dadurch, dass sie in der Vergangenheit viel gelogen und manipuliert hat. Als sie einen neuen Mann hatte hat sie mir und meiner Schwester gesagt, dass unser Vater uns nicht mehr liebt und keinen Kontakt zu uns will (wir waren 9). Letzendlich hat sie uns durch 3 dreckige Scheidungen gezerrt und uns jedes Mal als Druckmittel genutzt und in jeden noch so heftigen Streit mit ihren Ex Männern hinein gezogen. Na ja- nach der letzten Scheidung (ich war 14) ging es erst recht bergab. Sie wollte ihr Leben neu leben, wollte sich nichts sagen lassen und keine Verantwortung mehr übernehmen. Sie war oft tagelang weg, feiern, Männer treffen und hat mich und meine Schwester allein zu Hause gelassen, ohne Essen oder Geld oder Informationen wo sie ist und wann sie zurück kommt. Die längste Zeit die sie weg war waren 3 Wochen, wir mussten bei unseren Nachbarn um Essen betteln weil wir nichts hatten. Als ich 16 war bin ich ausgezogen, habe gehofft dass sich dadurch das Verhältnis zu ihr verbessert aber das tat es nicht. Dann hatte ich meine erste feste Beziehung und sie war zu dem Zeitpunkt komplett gegen Männer, hat mir (vor meinem damaligen Freund) vorgeworfen mich äbhängig zu machen durch Männer, dass alle Männer gleich sind und zu nichts zu gebrauchen. Mit 18 bin ich ausgewandert, hin und wieder war das Verhältnis dann angenehmer- nie gut aber akzeptabel. Jetzt bin ich 27, wohne wieder in DEutschland, habe einen tollen Job und erwarte im Juli mein erstes Kind - ihr erstes Enkelkind. Sie war anfangs sehr enttäuscht dass ich ein Kind bekomme (Zitat: Kinder machen dein Leben kaputt und du machst dich nur abhängig von deinem Freund) Am Wochenende habe ich sie und meine Familie besucht, ein letztes Mal vor der Geburt und auch weil meine Oma Geburstag hatte. Meine Mutter war sauer auf mich, weil ich ihr gesagt habe, dass ich ihre Reaktion auf meine SChwangerschaft unmöglich fand - sie hat nicht eingesehen was daran falsch gewesen sein sollte. Auf der Familienfeier hat sie mich komplett ignoriert, kein Wort gesagt obwohl ich immer wieder auf sie zugegangen bin, sie ist einfach weg gegangen, hat mit anderen in hörweite darüber geredet wie fett ich geworden sei und mich abfällig angeschaut. Das tat sehr weh, richtig weh. Ich bin jetzt am überlegen den Kontakt zu ihr komplett abzubrechen, denn ich möchte ihr nicht die Möglichkeit geben meiner Tochter so weh zu tun wie sie es bei mir gemacht hat. Was meint ihr? Soll mein Kind ohne die Oma aufwachsen oder soll ich es immer und immer wieder probieren mit ihr?

Ich kann dem bisher Gesagtem nur zustimmen. Vielen mit solch "giftigen" Eltern geht es viel besser, wenn sie den Kontakt abgebrochen haben. Deinem Kind gegenüber brauchst Du kein schlechtes Gewissen haben. Denn was enthältst Du ihm vor? Einen Menschen, der sein Selbstbild und seine Integrität definitiv beschädigen wird.
Ich selbst habe es für mich anders gelöst: Den Kontakt zu meinen Eltern halte ich gering und lasse sie nicht in mein Leben hinein, mein Kind ist nur bei den wechselseitigen  Besuchen dabei - ich lasse es nicht (mehr) allein dort. Natürlich bin ich manchmal enttäuscht und auch mal verletzt von meinen Eltern. Es funktioniert glaube ich nur, wenn man sich nichts (positives) mehr von ihnen erhofft. Und es kommt sicher auch darauf an, von welchem Kaliber die Eltern sind. Deine Mutter scheint mir ganz schön übel zu sein. Eine Therapie kann in beiden Fällen - Kontaktabbruch oder auf Distanz gehen - eine gute Unterstützung bieten. Ich kann auch das Buch "vergiftete Kindheit" sehr empfehlen.
Ich wünsche Dir viel Kraft und eine glückliche, möglichst unbeschwerte Schwangerschaft.

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3. Juni 2017 um 18:18

Es ist ja immer eine andere Situation bei jedem aber ich kann die nur sagen seit ich keinen Kontakt mehr habe zu meiner Mutter geht es mir besser. Klar fehlt sie in manchen Situationen aber das positive überwiegt  mich losgesagt zu haben.

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