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Kontakt abbrechen?

10. Juni 2008 um 21:44

Hallo,

meine Geschichte ist zu lang um alle Einzelheiten aufzuführen. Ich bin mittlerweile 26 Jahre alt und fast 5 1/2 Jahre in einer glücklichen Beziehung. Tatsache ist, dass meine Mutter von Anfang etwas gegen meine Freundin hatte, ich muss dazusagen, dass meine Freundin sehr direkt ist und sagt was sie denkt, das totale Gegenteil von mir. Die Mutter meiner Mutter (meine Oma) ist eine sehr dominante Person und verstand/ versteht es meine Mutter ständig zu maniuplieren. Der Fachbegriff lautet emotionale Erpressung, sprich die bewusste Erzeugung von Schuldgefühlen. Das vorweg. Im ersten Jahr meine Beziehung war es teilweise so schlimm, dass meine Freundin gar nicht mehr zu mir gekommen ist, nachdem meine Eltern uns eines Abends zu einem Gespräch bitteten und uns zu verstehen gaben, dass wir uns ihrer Meinung nach zu oft sehen. Sie behaupteten mein Studium würde darunter leiden, was es aber nachweislich nicht tat. Ich habe mein Studium zwar abgebrochen und etwas neues angefangen, aber auf keinen Fall hatte meine Beziehung damit zu tun. Nach einem halben Jahr war ich dann soweit, dass ich es zuhause nicht mehr aushielt und zu meiner Freundin gezogen bin, weil ich die ständigen Beschimpfungen über meine Freundin (u. a. Flittchen und sie bräuchte wohl nur einen fürs Bett und der Geld verdient [wobei meine Freundin mittlerweile selbst ein Studium abgeschlossen hat]) leid war. Das war im April 2004. Im Juli 2004 dann der Schicksalsschlag: Mein Vater begang Selbstmord. Große Versöhnung, auch meine Freundin kam wieder mit zu meiner Mutter. Unser Verhältnis besserte sich etwas, ich hatte noch nie ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter. Wenn ich über Probleme sprach, dann nur mit meinem Vater. Die Sache ging dann ein paar Monate gut, ich musste meine Mutter eben mehr helfen, wenn irgendwelche Sachen am Haus anfielen etc. Sachen, die mein Vater vorher eben gemacht hat. Trotzdem hat sie meine Freundin bis heute nicht akzeptiert. Es gab bis dato immer wieder Phasen, wo alles scheinbar in Ordnung war, aber meine Mutter und Oma sich hinter dem Rücken meiner Freundin über sie bei mir beschwerten, dass sie nicht die Richtige sei. Ich stehe natürlich zu ihr und verteidige sie. Dann wird mir aber wieder alles vorgehalten, ich wäre zu selten da, würde mich nie melden (ich bin derjenige der immer anruft) und würde nur Geld nehmen (sie unterstützt mich bei meinem Studium, Miete). Damit macht sie mir ständig ein schlechtes Gewissen und ich merke, dass ich darunter leide. Mir geht es einfach nicht gut, ich schlafe schlecht, fahre mit Bauchschmerzen zu meiner Mutter, immer die Angst im Nacken, was Falsches zu sagen und dann wieder nen Riesenkrach zu prvozieren. Ich versuche es ihr ständig Recht zu machen und andauernd machen sie und meine Oma mir ein schlechtes Gewissen. Das geht schon Jahre so. Mehrere klärende Gespräche, in denen ich klipp und klar gesagt habe, es geht so nicht weiter, bringen vielleicht 2, 3 Monate Ruhe, dann geilen sie sich wieder an einer Banalität auf, sind beilidigt, schreien mich an, legen während des Telefonats auf und machen mir wieder ein schlechtes Gewissen. Ich Idiot melde mich nach ner Zeit immer wieder, eben weil ich ein schlechtes Gewissen habe. Die Situation ist sehr zerfahren, meine Freundin kommt seit kurzem gar nicht mehr mit, ich fahre so selten wie möglich hin und das wird mir natürlich wieder vorgeworfen. Ich habe das Gefühl, sie merken nicht was sie mit ihrem Verhalten tun. Letzte Woche hatte meine Freundin Geburtstag, meine Mutter wollte den sog. "Pflichtanruf" tätigen, hat angeblich mehrmals probiert uns zu erreichen, hat es nicht geschafft (andere haben uns komischerweise auch alle erreicht). Jetzt ist sie beleidigt, hat mir auf die Mailbox gebrüllt, ich solle mich doch mal melden. Ich denke wenn sie meine Freundin wirklich erreichen wollte, hätte sie es auch geschafft. Ich hab auf den Anruf nicht reagiert, habe lediglich eine SMS geschickt, was denn wieder los sei. Das war am Samstag, keine Reaktion bisher. Ich sehe es nicht ein, mich schon wieder bei ihr zu melden, weil sie genau das aufgrund meines schlechten Gewissens erwartet. Ich habe mich mit meiner Schwiegermutter, zu der ich ein besseres Verhältnis habe, als ich zu meiner Mutter jemals haben kann, lange unterhalten. Sie meinte, so schwer es mir fällt, ich solle nicht den ersten Schritt machen und meine Mom anrufen. Ich bin mittlerweile soweit, dass ich darüber nachdenke, zumindest für eine gewisse Zeit, den Kontakt ganz abzubrechen, sollte sie sich nicht melden. Ich will endlich mal Ruhe haben, will dass es mir und meiner Freundin endlich mal gut geht und wir nicht immer mit der Angst im Nacken leben müssen, dass wieder unnötiger Streit ins Haus steht. Meinungen? Ratschläge?

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11. Juni 2008 um 10:25

Tja
wenn du den Kontakt abbrichst, dann bitte mit allen Konsequenzen...

Es gibt kein Geld mehr...

Deine Mutter wird einen Grund haben, warum sie deine Freundin nicht mag...

Vielleicht hat sie unrecht, mag sein... aber sie versucht wenigstens den schein zu wahren... was ich als Anstand werte...

Es mag auch sein, dass du vielleicht auch aus lauter Trotz dich hinter deine Freundin gestellt hast...

Deine Mutter hat einen Verlust erlitten, irgendwie scheinst du nicht so daran zu denken. Sie ist nun allein.... Das sie viele Sachen die nun so anfallen, nicht allein schafft ist ja wohl verständlich...

Du hast jahrelang Geld gekostet. Sie hat dich aufgezogen und ich empfinde es schon als etwas undankbar, dass du es nicht einmal schaffst sie regelmässig zu besuchen.. Aber das regelmässig und pünktlich das Geld kommt, erwartest du schon...

Wieso behauptest du, dass sie wenn sie hätte wollen, deine Freundin erreichen müssen??

Ich würde einmal anrufen und das war es dann.... ehrlich gesagt, würde ich auch nicht versuchen, den ganzen Tag hinter her zu telefonieren... wozu auch.. ich habe es versucht und gut ist....

Versuche dich mal in deine Mutter etwas reinzuversetzen...

Nicht nur in deine Freundin...

Es ist deine Mutter... sie hat dich gross gezogen... sie unterstützt dich finanziell.. sie liebt dich....und sie fühlt sich einsam....

Versuche es wenigstens mal.... sie ist die Frau die dich geboren hat...

Wer weiss wie lange du noch deine Freundin hast.... könnte es nicht sein, das deine Mutter in Bezug auf Menschen, etwas mehr Lebenserfahrung hat wie du??

Man kann nicht alle Menschen mögen... gestehe es ihr zu... und auch das sie es wieder und wieder versucht hat...

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11. Juni 2008 um 22:42

Kann dich verstehen!
also, ich muss da meiner vorrednerin widersprechen.

meine oma ist genauso. emotionale manipulation. sie unterstützt mich auch finanziell, aber ich hab ihr schon x mal gesagt, dass sie das nicht soll. sie "kauft" mich. und das kotzt mich an.
tut aber hier nix zur sache

klar hat deine mutter einen verlust erlitten, aber dann muss sie das mit einer therapie verarbeiten. du bist ihr sohn und nicht ihr vater, du hast natürlich die pflicht dich um sie zu kümmern, aber du musst dich nicht für sie aufopfern.
dass sie über deine freundin herzieht find ich unmöglich! das würde ich mir nicht bieten lassen. hast du mit ihr versucht sachlich zu reden, wieso sie denkt sie wär die falsche? und ob sie mal darüber nachdenkt, dass sie vielleicht doch nicht so falsch ist, immerhin seid ihr schon lange zusammen...

ich würde mich aber jetzt auch nicht als erster melden. du musst aufhören zu kuschen! du bist 26 jahre alt, und langsam alt genug um ein eigenes leben zu führen. da muss man nicht mehr ständig nach hause fahren. wenn deine mutter einsam ist, dann soll sie sich eine beschäftigung suchen, damit sie unter leute kommt. aber sie kann nicht dich dazu missbrauchen und zwingen. das geht einfach nicht!
ich würde warten bis sie sich meldet. das gibt ihr nämlcih wieder das gefühl, dass du von ihr abhängig bist.

lg!

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11. Juni 2008 um 22:44
In Antwort auf nawra_12240317

Kann dich verstehen!
also, ich muss da meiner vorrednerin widersprechen.

meine oma ist genauso. emotionale manipulation. sie unterstützt mich auch finanziell, aber ich hab ihr schon x mal gesagt, dass sie das nicht soll. sie "kauft" mich. und das kotzt mich an.
tut aber hier nix zur sache

klar hat deine mutter einen verlust erlitten, aber dann muss sie das mit einer therapie verarbeiten. du bist ihr sohn und nicht ihr vater, du hast natürlich die pflicht dich um sie zu kümmern, aber du musst dich nicht für sie aufopfern.
dass sie über deine freundin herzieht find ich unmöglich! das würde ich mir nicht bieten lassen. hast du mit ihr versucht sachlich zu reden, wieso sie denkt sie wär die falsche? und ob sie mal darüber nachdenkt, dass sie vielleicht doch nicht so falsch ist, immerhin seid ihr schon lange zusammen...

ich würde mich aber jetzt auch nicht als erster melden. du musst aufhören zu kuschen! du bist 26 jahre alt, und langsam alt genug um ein eigenes leben zu führen. da muss man nicht mehr ständig nach hause fahren. wenn deine mutter einsam ist, dann soll sie sich eine beschäftigung suchen, damit sie unter leute kommt. aber sie kann nicht dich dazu missbrauchen und zwingen. das geht einfach nicht!
ich würde warten bis sie sich meldet. das gibt ihr nämlcih wieder das gefühl, dass du von ihr abhängig bist.

lg!

...
ich meinte mit vorrednerin sara. konnte ja nicht ahnen, dass zur gleichen zeit ein beitrag kommt, der sich mit meiner meinung deckt

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11. Juni 2008 um 22:59

Ich bekomm jetzt Schelte, das weiß ich
es kann nicht sein dass Eltern ihre Kinder großziehen und nur noch Bedingungen stellen und ihnen das Leben vermiesen, nur weil sie selbst
unzufrieden sind. Ich hatte ein Leben lang unter meiner Mutter zu leiden. Ich verstehe es heute warum es so war und arbeite noch 10 Jahre nach ihrem Tod an mir, aber vergessen werde ich nie, dass ich manchmal gelitten habe wie ein Hund. Meinen Sohn behandle ich mit aller Achtung und allem Respekt, weil ich nicht möchte, dass sein Leben nach meinen Vorstellungen zu laufen hat auch was die Auswahl seiner Freundinnen betrifft. Kinder sind nicht unser Eigentum. Die Evolution hat vorgesehen, dass das Leben immer weitergeht.
Da lobe ich mir Tiermütter, die ziehen ihre Kinder mit größter Liebe auf und lassen sie dann frei. Manche Menschenmütter tun ihren Kindern wirklich alles an und erwarten dann noch Dankbarkeit.
"Wenn die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln,
sind sie groß, gib ihnen Flügel."
Gruß Melike

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12. Juni 2008 um 10:52
In Antwort auf nawra_12240317

Kann dich verstehen!
also, ich muss da meiner vorrednerin widersprechen.

meine oma ist genauso. emotionale manipulation. sie unterstützt mich auch finanziell, aber ich hab ihr schon x mal gesagt, dass sie das nicht soll. sie "kauft" mich. und das kotzt mich an.
tut aber hier nix zur sache

klar hat deine mutter einen verlust erlitten, aber dann muss sie das mit einer therapie verarbeiten. du bist ihr sohn und nicht ihr vater, du hast natürlich die pflicht dich um sie zu kümmern, aber du musst dich nicht für sie aufopfern.
dass sie über deine freundin herzieht find ich unmöglich! das würde ich mir nicht bieten lassen. hast du mit ihr versucht sachlich zu reden, wieso sie denkt sie wär die falsche? und ob sie mal darüber nachdenkt, dass sie vielleicht doch nicht so falsch ist, immerhin seid ihr schon lange zusammen...

ich würde mich aber jetzt auch nicht als erster melden. du musst aufhören zu kuschen! du bist 26 jahre alt, und langsam alt genug um ein eigenes leben zu führen. da muss man nicht mehr ständig nach hause fahren. wenn deine mutter einsam ist, dann soll sie sich eine beschäftigung suchen, damit sie unter leute kommt. aber sie kann nicht dich dazu missbrauchen und zwingen. das geht einfach nicht!
ich würde warten bis sie sich meldet. das gibt ihr nämlcih wieder das gefühl, dass du von ihr abhängig bist.

lg!

Sachliche und klärende Gespräche
... habe ich schon mehrmals geführt, kann ich gar nicht mehr zählen. Ich bin auch des öfteren dabei sehr laut und bestimmend geworden, was normalerweise gar nicht meine Art ist. Wie gesagt, dann ist es mal für 2, 3 Monate gut, aber der nächste Krach kommt, so sicher wie das Amen in der Kirche. Und: Ja, ich bin Einzelkind. Meine Mutter ist seit einem Jahr wieder in einer Art Beziehung, sie trifft sich regelmäßig mit einem Mann, unternimmt was mit ihm, geht essen, auf Feste etc. Komischerweise hätte sie mir bis heute nichts davon erzählt, wenn ich nicht gefragt hätte, ob sie jemdanden kennengelernt hat. Das find ich irgendwie seltsam, auch hat sie bisher keine Mühen unternommen, dass ich ihn mal kennenlerne, wirft mir aber vor, ich würde mich für sie nicht interessieren. Also von Einsamkeit kann prinzipiell keine Rede sein. Was sie genau an meiner Freundin auszusetzen hat, kann ich dir noch nicht mal genau sagen. Das weiß sie glaube ich selbst nicht, da die ganzen Hetzereien auch mehr oder weniger von meiner Oma stammten und sie bloß nachgeplappert hat. Von meiner Oma habe ich mich schon seit längerer zeit distanziert, was mir meine Mutter natürlich auch sehr sehr übel nimmt. Ich denke es geht einfach pinzipiell um die Tatsache, dass ich erwachsen geworden bin und damit kommen sie nicht klar. Meine Mutter hat sich bisher nicht abgenabelt, wohnte ständig mit ihrer Mutter unter einem Dach, vielleicht ist das für sie Normalität. Vielleicht stellt sie deshalb diese Erwartungen an mich. Es ist ja auch nicht so, dass ich sie nicht unterstützen würde. Wenn irgendwas am Haus zu machen ist, streichen, Rasen mähen oder sonstiges, was sie körperlich evtl. nicht schafft, bin ich da und helfe. Dann werden aber auch die Stunden gezählt, wie lange ich da bin. Ich habe mich bisher immer noch nicht bei ihr (sie auch nicht bei mir) gemeldet. Mein schlechtes Gewissen ist noch da, aber wird weniger. Ich halte auf jeden Fall durch.

Danke euch für die aufmunternden Worte!

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13. Juni 2008 um 18:57
In Antwort auf morris_12660635

Sachliche und klärende Gespräche
... habe ich schon mehrmals geführt, kann ich gar nicht mehr zählen. Ich bin auch des öfteren dabei sehr laut und bestimmend geworden, was normalerweise gar nicht meine Art ist. Wie gesagt, dann ist es mal für 2, 3 Monate gut, aber der nächste Krach kommt, so sicher wie das Amen in der Kirche. Und: Ja, ich bin Einzelkind. Meine Mutter ist seit einem Jahr wieder in einer Art Beziehung, sie trifft sich regelmäßig mit einem Mann, unternimmt was mit ihm, geht essen, auf Feste etc. Komischerweise hätte sie mir bis heute nichts davon erzählt, wenn ich nicht gefragt hätte, ob sie jemdanden kennengelernt hat. Das find ich irgendwie seltsam, auch hat sie bisher keine Mühen unternommen, dass ich ihn mal kennenlerne, wirft mir aber vor, ich würde mich für sie nicht interessieren. Also von Einsamkeit kann prinzipiell keine Rede sein. Was sie genau an meiner Freundin auszusetzen hat, kann ich dir noch nicht mal genau sagen. Das weiß sie glaube ich selbst nicht, da die ganzen Hetzereien auch mehr oder weniger von meiner Oma stammten und sie bloß nachgeplappert hat. Von meiner Oma habe ich mich schon seit längerer zeit distanziert, was mir meine Mutter natürlich auch sehr sehr übel nimmt. Ich denke es geht einfach pinzipiell um die Tatsache, dass ich erwachsen geworden bin und damit kommen sie nicht klar. Meine Mutter hat sich bisher nicht abgenabelt, wohnte ständig mit ihrer Mutter unter einem Dach, vielleicht ist das für sie Normalität. Vielleicht stellt sie deshalb diese Erwartungen an mich. Es ist ja auch nicht so, dass ich sie nicht unterstützen würde. Wenn irgendwas am Haus zu machen ist, streichen, Rasen mähen oder sonstiges, was sie körperlich evtl. nicht schafft, bin ich da und helfe. Dann werden aber auch die Stunden gezählt, wie lange ich da bin. Ich habe mich bisher immer noch nicht bei ihr (sie auch nicht bei mir) gemeldet. Mein schlechtes Gewissen ist noch da, aber wird weniger. Ich halte auf jeden Fall durch.

Danke euch für die aufmunternden Worte!

Stark bleiben
schön durchhalten. mein letzter satz war irgendwie ein bisschen falsch *g* cih wollte sagen, dass sie die bestärkung bekommt, du wärst noch von ihr abhängig, wenn du dich wieder meldest.

also, dass sie wieder jemanden hat und dir nicht mal was davon erzählt hat, find ich ja auch schwach. zeugt für mich nicht unbedingt von einem vertrauensvollen verhältnis zu dir. wenn sie das aber nicht hat, wieso erwartet sie dann so viel von dir?!
wahrscheinlich hängt es wirklich damit zusammen, dass sie sich sleber nie abgenabelt hat und jetzt nicht so ganz damit klar kommt, dass du diesen schritt gehst.

ihr müsst nur aufpassen, dass ihr nicht irgendwann dasteht und gar keinen kontakt mehr habt, weil sich keiner mehr beim anderen gemeldet hat. wie man das allerdings umgehen soll, ist mir nicht ganz klar. aber ich denke, irgendwann ist vielleicht die zeit da, dass auch du dich wieder melden kannst, ohne dass es aussieht, als würdest du angekrochen kommen. wenn es dann soweit ist, würde ich an deiner stelle nicht mit dem thema anfangen, sondern warten, bis sie es aufgreift.

lg!

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14. Juni 2008 um 18:36

Marc...
Du hast entsetzlich Recht. Saraa3 Dingenskirchen schreibt stets Kommentare, bei denen mir schlichtweg die Spucke wegbleibt. Sie weiss es immer besser, egal, ob es sich um Untreue, Treue, gute Schwiemus und schlechte Schwiemus geht.
Sara, Du scheinst nicht von dieser Welt zu sein. Aber vielleicht bist Du ja ganz einfach altbacken und die vielen Kinder haben Dein Hirn vernebelt. Wie schön, dass in Deinem Leben offensichtlich immer alles supiglatt gelaufen ist. Deine Kids wurden von Kita, Omi und im Internat betreut, und auch sonst haste nichts ausgelassen. Wau, perfect Wonderwoman!

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24. Juli 2008 um 8:06

Hallo Phil
nachdem du mir die PN geschickt hattest, möchte ich hier doch auch nochmal etwas mehr dazu sagen. Um es vorweg zu nehmen, ich habe den Kontakt zu meiner Mutter und meinem Stiefvater letztmalig (und endgültig) vor nunmehr fast 5 Jahren abgebrochen und fühle mich nun endlich frei. Sie hatten es zwar letztes Jahr im Dezember mal versucht und bei mir angerufen aber ich habe mich nicht darauf eingelassen.

Schlechtes Gewissen war mein zweiter Vorname und sowohl meine Mutter als auch meine Oma (bei der ich aufgewachsen bin) haben es immer wieder geschafft, mir Schuldgefühle einzureden. Meine Mutter hat immer zu mir gesagt, aus dir wird nichts, du wirst mal in der Gosse landen. Naja, den Gefallen habe ich ihr nicht getan. Auch mit meiner Männerwahl waren sie nie zufrieden. Diese Parallelen sind schon erschreckend. An meinem ersten Ehemann haben sie kein gutes Haar gelassen, als wir geschieden waren, war er auf einmal doch nicht so schlecht und der arme Kerl usw. Meinen zweiten Mann konnte ich nur heiraten, indem wir in ein anderes Bundesland "geflüchtet" sind, wo wir im Übrigen heute noch glücklich sind.

Ich muss dazu sagen, dass ich jetzt weiß, dass meine Mutter psychisch krank ist und wahrscheinlich immer schon war, was keine Entschuldigung für ihr Verhalten sein soll aber eine Erklärung. Mein Stiefvater ist mittlerweile auch ein seelischens Wrack. Um ihn tut es mir leid, aber andererseits ist er ein erwachsener Mann und hätte sich von ihr trennen müssen. Ich habe eine Therapie gemacht, was anfangs sehr schwierig war. In der Vergangenheit zu wühlen ist nicht leicht, noch dazu hatte ich ein Alkoholproblem. Aber nun habe ich es geschafft. Es wird immer nur über den körperlichen Mißbrauch von Kindern gesprochen, aber nie über den seelischen. Dabei ist es mindestens genauso schlimm und kann einen auf ewig zeichnen, aber es nicht meß- oder nachweisbar. Manchmal frage ich mich, wer schützt die Kinder eigentlich vor ihren Eltern?

Mein Rat an dich: zieh es durch! 4 Wochen sind ein Anfang. Aber sie werden alles versuchen, schimpfen, weinen, drohen ich kenn das alles. Läßt du dich weichkochen, wird alles nur noch schlimmer als vorher. Dann wissen sie, sie haben dich in der Hand. Erst wenn du ihnen paroli bietest wirst du es leichter haben. Ich habe es auch erst mit 30 geschafft, mein Leben in den Griff zu bekommen, vielleicht schaffst du es ja früher.

Und geh zum Therapeuten, die beißen nicht. Durch meine Therapie habe ich gemerkt, dass ich gottseidank normal bin und nicht so verrückt wie meine diversen Familienangehörigen. Und ich hatte auch Angst davor.

Ich wünsch dir viel Kraft, denn die wirst du brauchen.

Liebe Grüße
pk

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24. Juli 2008 um 10:57
In Antwort auf lally_11969332

Hallo Phil
nachdem du mir die PN geschickt hattest, möchte ich hier doch auch nochmal etwas mehr dazu sagen. Um es vorweg zu nehmen, ich habe den Kontakt zu meiner Mutter und meinem Stiefvater letztmalig (und endgültig) vor nunmehr fast 5 Jahren abgebrochen und fühle mich nun endlich frei. Sie hatten es zwar letztes Jahr im Dezember mal versucht und bei mir angerufen aber ich habe mich nicht darauf eingelassen.

Schlechtes Gewissen war mein zweiter Vorname und sowohl meine Mutter als auch meine Oma (bei der ich aufgewachsen bin) haben es immer wieder geschafft, mir Schuldgefühle einzureden. Meine Mutter hat immer zu mir gesagt, aus dir wird nichts, du wirst mal in der Gosse landen. Naja, den Gefallen habe ich ihr nicht getan. Auch mit meiner Männerwahl waren sie nie zufrieden. Diese Parallelen sind schon erschreckend. An meinem ersten Ehemann haben sie kein gutes Haar gelassen, als wir geschieden waren, war er auf einmal doch nicht so schlecht und der arme Kerl usw. Meinen zweiten Mann konnte ich nur heiraten, indem wir in ein anderes Bundesland "geflüchtet" sind, wo wir im Übrigen heute noch glücklich sind.

Ich muss dazu sagen, dass ich jetzt weiß, dass meine Mutter psychisch krank ist und wahrscheinlich immer schon war, was keine Entschuldigung für ihr Verhalten sein soll aber eine Erklärung. Mein Stiefvater ist mittlerweile auch ein seelischens Wrack. Um ihn tut es mir leid, aber andererseits ist er ein erwachsener Mann und hätte sich von ihr trennen müssen. Ich habe eine Therapie gemacht, was anfangs sehr schwierig war. In der Vergangenheit zu wühlen ist nicht leicht, noch dazu hatte ich ein Alkoholproblem. Aber nun habe ich es geschafft. Es wird immer nur über den körperlichen Mißbrauch von Kindern gesprochen, aber nie über den seelischen. Dabei ist es mindestens genauso schlimm und kann einen auf ewig zeichnen, aber es nicht meß- oder nachweisbar. Manchmal frage ich mich, wer schützt die Kinder eigentlich vor ihren Eltern?

Mein Rat an dich: zieh es durch! 4 Wochen sind ein Anfang. Aber sie werden alles versuchen, schimpfen, weinen, drohen ich kenn das alles. Läßt du dich weichkochen, wird alles nur noch schlimmer als vorher. Dann wissen sie, sie haben dich in der Hand. Erst wenn du ihnen paroli bietest wirst du es leichter haben. Ich habe es auch erst mit 30 geschafft, mein Leben in den Griff zu bekommen, vielleicht schaffst du es ja früher.

Und geh zum Therapeuten, die beißen nicht. Durch meine Therapie habe ich gemerkt, dass ich gottseidank normal bin und nicht so verrückt wie meine diversen Familienangehörigen. Und ich hatte auch Angst davor.

Ich wünsch dir viel Kraft, denn die wirst du brauchen.

Liebe Grüße
pk

@powerkatze,
wie sich die Geschichten doch ähneln. Du schreibst mir aus dem Herzen. Und ich finde es
sehr gut, dass du den Menschen Mut machst mit einer Therapie. Ich sehe es genauso.Sich Hilfe zu holen ist die größte Stärke.
Lieben Gruß, auch dir alles Gute

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