Home / Forum / Meine Familie / Konfirmationen und andere Familienkatastrophen

Konfirmationen und andere Familienkatastrophen

7. Oktober 2010 um 17:09 Letzte Antwort: 8. Oktober 2010 um 14:24

Hallo,
meine Stieftochter hat nächstes Jahr Konfirmation. Jetzt hatte irgendwer die fixe Idee, dass sie zwei Mal feiern kann. Am Tag der Konfirmation will sie nun mit der Familie ihrer Mutter feiern und am nächsten Tag mit der Familie ihres Vaters. Ich finde dieses Doppel-Gefeier total fehl am Platz, zumal wir (mein Mann und ich) schon häufiger mit seiner Tochter, ihrer Mutter und deren Eltern bei Veranstaltungen waren und sogar nebeneinader gesessen haben.
Für mich ist die Konfirmation (ebenso wie die Taufe, die Hochzeit und die Beerdigung) ein "Fest", das nur ein einziges Mal begangen wird, weshalb sich alle Familienseiten zusammenreissen sollten, wenn sie dabei sein wollen. Klar kann man sagen, es geht hier um die Konfirmandin (das ist IHR Tag). Aber streng genommen ist eine Konfirmation die Aufnahme des "Kindes" in die Gesellschaft der (erwachsenen) Christen. Also eine "Gemeinschaftsfeier". Da es nur EINE christliche Gemeinschaft gibt, in die der Konfirmand aufgenommen wird, kann es doch auch nur EINE GEMEINSAME Feier geben. Alles andere ist doch ein krasser Widerspruch zur Konfirmation und zum Christentum selbst - von wegen Nächstenliebe und Vergebung und so. Dazu zählt für mich auch dieses selektive Leute einladen (Mamas Bruder ja, Papas Schwester nein, weil die Oma die nicht mag usw.)


Wie geht ihr mit solchen Familienfeiern um?

Mehr lesen

8. Oktober 2010 um 8:19

Hallo
Bei uns war es bisher nur die Taufe, da der Kleine grade mal 2 ist.

Wir haben nur eine Feier gehabt. Die Familie und Freunde meines Partners waren dort, ebenso wie die Familie und Freunde der Mama. Wir haben uns an den Kosten hälftig beteiligt und morgens beim Aufbau und Dekorieren des Raums geholfen.
Geburtstage werden/wurden bisher allerdings 2 Mal gefeiert.

Wenn alle grundsätzlich miteinander klar kommen, ist das wohl kein Problem, weiß ja nicht, wie es da bei euch aussieht.
Möchte aber noch anmerken, dass es bei der Kommunion in der Regel immer 2 Feiern gibt. Am Tag der Kommunion die mit der Familie, am Tag danach kommen Freunde und Nachbarn. Jedenfalls läuft das bei uns in der Region so ab. Warum soll es dann bei euch nicht auch 2 Feiern geben?

Wenn du allerdings wirklich so denkst, wie oben geschrieben, dann sprich es doch bei deinem Partner und der Ex an.

Viele Grüße

Gefällt mir
8. Oktober 2010 um 8:42

Konfirmation
Ich finde auch dass es eine komische Idee ist. Und Du hast ja schon sehr gut erklärt warum es nur EINE Feier geben kann. So kann man es dem Kind ja auch erklären.
Sie wird in die Gemeinschaft aufgenommen. Und eine Aufnahme kann es nur einmal geben. Die nächste Feier wäre nur ein Schauspiel.
Das erinnert mich so sehr an meine Schwägerin. Wenn die Tochter Geburtstag hat, wird die Tochter nach dem ausblasen noch bestimmt 5mal angemacht und ausgeblasen
Der Vergleich hinkt vielleicht. Aber damit will ich verdeutlichen dass ich eine Person bin die weiß dass bestimmte Feiern eine bestimmte Abfolge haben und man die auch einhalten sollte, weil ansonsten der Sinn oder die Besonderheit der Feier verfehlt wird und es zum Kinderspiel ausartet, dem auch noch Erwachsene beiwohnen.
Ich finde soweit sollten sich auch Kinder zurück nehmen können. Das kann man erreichen indem man die Kinder aufklärt. Das hat auch etwas mit Erziehung zu tun.

Ich finde es schön dass es bei euch bei den Feiern bisher gut geklappt hat und warum sollte man daran etwas ändern. Scheinbar haben sich bisher beide Seiten zusammen gerissen und das ist besunderswert und sollte so beibehalten werden.

Wie läuft denn die Konfirmation ab? Ich war noch nie auf einer solchen Feier. Ist es in der Kirche oder wird auch noch zuhause gefeiert? Und wie soll das zweimal feiern praktisch ablaufen?

Es stellt sich mir die Frage wer denn überhaupt diese fixe Idee hatte

Gefällt mir
8. Oktober 2010 um 8:44
In Antwort auf an0N_1296141299z

Konfirmation
Ich finde auch dass es eine komische Idee ist. Und Du hast ja schon sehr gut erklärt warum es nur EINE Feier geben kann. So kann man es dem Kind ja auch erklären.
Sie wird in die Gemeinschaft aufgenommen. Und eine Aufnahme kann es nur einmal geben. Die nächste Feier wäre nur ein Schauspiel.
Das erinnert mich so sehr an meine Schwägerin. Wenn die Tochter Geburtstag hat, wird die Tochter nach dem ausblasen noch bestimmt 5mal angemacht und ausgeblasen
Der Vergleich hinkt vielleicht. Aber damit will ich verdeutlichen dass ich eine Person bin die weiß dass bestimmte Feiern eine bestimmte Abfolge haben und man die auch einhalten sollte, weil ansonsten der Sinn oder die Besonderheit der Feier verfehlt wird und es zum Kinderspiel ausartet, dem auch noch Erwachsene beiwohnen.
Ich finde soweit sollten sich auch Kinder zurück nehmen können. Das kann man erreichen indem man die Kinder aufklärt. Das hat auch etwas mit Erziehung zu tun.

Ich finde es schön dass es bei euch bei den Feiern bisher gut geklappt hat und warum sollte man daran etwas ändern. Scheinbar haben sich bisher beide Seiten zusammen gerissen und das ist besunderswert und sollte so beibehalten werden.

Wie läuft denn die Konfirmation ab? Ich war noch nie auf einer solchen Feier. Ist es in der Kirche oder wird auch noch zuhause gefeiert? Und wie soll das zweimal feiern praktisch ablaufen?

Es stellt sich mir die Frage wer denn überhaupt diese fixe Idee hatte

Verbesserung
Es sollte "Torte" heißen und nicht "Tochter" Echt doof dass man hier nichts im Text verbessern kann

Gefällt mir
8. Oktober 2010 um 10:56
In Antwort auf hikari_11862858

Hallo
Bei uns war es bisher nur die Taufe, da der Kleine grade mal 2 ist.

Wir haben nur eine Feier gehabt. Die Familie und Freunde meines Partners waren dort, ebenso wie die Familie und Freunde der Mama. Wir haben uns an den Kosten hälftig beteiligt und morgens beim Aufbau und Dekorieren des Raums geholfen.
Geburtstage werden/wurden bisher allerdings 2 Mal gefeiert.

Wenn alle grundsätzlich miteinander klar kommen, ist das wohl kein Problem, weiß ja nicht, wie es da bei euch aussieht.
Möchte aber noch anmerken, dass es bei der Kommunion in der Regel immer 2 Feiern gibt. Am Tag der Kommunion die mit der Familie, am Tag danach kommen Freunde und Nachbarn. Jedenfalls läuft das bei uns in der Region so ab. Warum soll es dann bei euch nicht auch 2 Feiern geben?

Wenn du allerdings wirklich so denkst, wie oben geschrieben, dann sprich es doch bei deinem Partner und der Ex an.

Viele Grüße

Wer feiert wann
Theoretisch kann man natürlich zwei Feiern machen, wobei niemand aus der Familie meiner Stieftochter jemals zwei Feiern gehabt hätte. Eine Trennung nach Familie und Freunden macht ja vielleicht auch noch Sinn. Dann geht man mit der Familie zur Kirche und anschliessend essen oder so und am nächsten Tag macht man ein lockeres Fest mit Freunden.
Da es sich aber um zwei Familienfeiern handeln würde, wollen natürlich alle gern in die Kirche und auch zur richtigen Feier. Der Plan ist erst die Konfirmation in der Kirche zu machen, dann mit der Seite der Mutter im kleinen Kreis zu Hause zu feiern und am nächsten Tag mit der Seite des Vaters im grossen Kreis zu feiern.
Und da fängt dann ein "logistisches" Problem an. Die mütterliche Familienseite wohnt fast vollständig im selben Ort - also alles kein Problem. Die väterliche Familienseite wohnt allerdings sehr weit verstreut. Die am nächsten wohnen haben eine Anreise von etwa 100 km. Ist es nicht etwas arg die Familie des Vaters gleich zwei Mal hintereinander anreisen zu lassen? Meine Schwiegermutter findet das jedenfalls gar nicht lustig so ein Hin und Her zu veranstalten (so jung, dass sie an zwei Tagen hintereinander 3h Auto fahren muss, ist sie dann doch nicht mehr). Und es passt ihr auch nicht, dass sie erst am zweiten Tag dabei sein darf - und das, obwohl sie mit niemandem zerstritten ist. Die Stimmung wird also auch nicht unbedingt optimal indem die Feiern getrennt werden.
Dann gibt es da noch die Patentante, die zur väterlichen Seite gehört, sich aber auch sehr gut mit der Mutter versteht. Soll sie jetzt bei der Mutter oder beim Vater mitfeiern?
Wenn man also wirklich unbedingt zwei Feiern machen muss, dann würde es doch wenigstens Sinn machen die grosse Feier am Tag der Konfirmation zu machen und die kleine am Tag danach, oder? Aber da macht dann die Mutter wieder nicht mit, weil sie unbedingt den Tag der Konfirmation mit ihrer Tochter feiern will.
Aber das wichtigste für mich: Ich glaube nicht, dass sich meine Stieftochter wirklich wohl damit fühlen wird, wenn die Familienseiten streng getrennt voneinander feiern. Der Konflikt wird dadurch ja auch nicht gelöst, sondern lediglich verschoben. Und letztlich fehlen bei der Feier am Tag der Konfirmation ein paar der wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Da kann auch eine zweite Feier nicht drüber hinweg trösten, wenn insbesondere Papa nicht da ist und das nur, weil es die Erwachsenen VIELLEICHT nicht geschafft hätten sich zusammen zu reissen. Ich meine, welche Nachricht senden wir ihr, wenn wir sie ermuntern dem Christentum beizutreten und ihr dann noch am selben Tag beweisen, dass der ganze Kram mit der Nächstenliebe selbst im Familienkreis KEINE Bedeutung hat?

Gefällt mir
8. Oktober 2010 um 14:17
In Antwort auf wahida_12897489

Wer feiert wann
Theoretisch kann man natürlich zwei Feiern machen, wobei niemand aus der Familie meiner Stieftochter jemals zwei Feiern gehabt hätte. Eine Trennung nach Familie und Freunden macht ja vielleicht auch noch Sinn. Dann geht man mit der Familie zur Kirche und anschliessend essen oder so und am nächsten Tag macht man ein lockeres Fest mit Freunden.
Da es sich aber um zwei Familienfeiern handeln würde, wollen natürlich alle gern in die Kirche und auch zur richtigen Feier. Der Plan ist erst die Konfirmation in der Kirche zu machen, dann mit der Seite der Mutter im kleinen Kreis zu Hause zu feiern und am nächsten Tag mit der Seite des Vaters im grossen Kreis zu feiern.
Und da fängt dann ein "logistisches" Problem an. Die mütterliche Familienseite wohnt fast vollständig im selben Ort - also alles kein Problem. Die väterliche Familienseite wohnt allerdings sehr weit verstreut. Die am nächsten wohnen haben eine Anreise von etwa 100 km. Ist es nicht etwas arg die Familie des Vaters gleich zwei Mal hintereinander anreisen zu lassen? Meine Schwiegermutter findet das jedenfalls gar nicht lustig so ein Hin und Her zu veranstalten (so jung, dass sie an zwei Tagen hintereinander 3h Auto fahren muss, ist sie dann doch nicht mehr). Und es passt ihr auch nicht, dass sie erst am zweiten Tag dabei sein darf - und das, obwohl sie mit niemandem zerstritten ist. Die Stimmung wird also auch nicht unbedingt optimal indem die Feiern getrennt werden.
Dann gibt es da noch die Patentante, die zur väterlichen Seite gehört, sich aber auch sehr gut mit der Mutter versteht. Soll sie jetzt bei der Mutter oder beim Vater mitfeiern?
Wenn man also wirklich unbedingt zwei Feiern machen muss, dann würde es doch wenigstens Sinn machen die grosse Feier am Tag der Konfirmation zu machen und die kleine am Tag danach, oder? Aber da macht dann die Mutter wieder nicht mit, weil sie unbedingt den Tag der Konfirmation mit ihrer Tochter feiern will.
Aber das wichtigste für mich: Ich glaube nicht, dass sich meine Stieftochter wirklich wohl damit fühlen wird, wenn die Familienseiten streng getrennt voneinander feiern. Der Konflikt wird dadurch ja auch nicht gelöst, sondern lediglich verschoben. Und letztlich fehlen bei der Feier am Tag der Konfirmation ein paar der wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Da kann auch eine zweite Feier nicht drüber hinweg trösten, wenn insbesondere Papa nicht da ist und das nur, weil es die Erwachsenen VIELLEICHT nicht geschafft hätten sich zusammen zu reissen. Ich meine, welche Nachricht senden wir ihr, wenn wir sie ermuntern dem Christentum beizutreten und ihr dann noch am selben Tag beweisen, dass der ganze Kram mit der Nächstenliebe selbst im Familienkreis KEINE Bedeutung hat?

Mich würde mal interessieren....
....was dein Partner dazu sagt?

Ich würde deine Bedenken und Vorstellungen noch einmal anbringen. Vielleicht setzt ihr euch noch mal alle zusammen, auch mit der Tochter. Man muss ja nicht Arm in Arm da sitzen, aber sicher wäre es für deine Stieftochter schöner, wenn alle zusammen da wären, sie versteht sich ja schließlich mit allen Familienmitgliedern gut. Und es sollte ja auch an diesem Tag um sie gehen. Vielleicht sollte sie entscheiden, wie sie es gerne hätte, ohne dass sie von euch oder ihrer Mutter zu irgendwas "gezwungen" wird. Bei einer Konfirmation ist man doch schon 13 oder älter oder nicht? Da kann man doch durchaus solche Dinge selber gestalten.

Gefällt mir
8. Oktober 2010 um 14:24
In Antwort auf hikari_11862858

Mich würde mal interessieren....
....was dein Partner dazu sagt?

Ich würde deine Bedenken und Vorstellungen noch einmal anbringen. Vielleicht setzt ihr euch noch mal alle zusammen, auch mit der Tochter. Man muss ja nicht Arm in Arm da sitzen, aber sicher wäre es für deine Stieftochter schöner, wenn alle zusammen da wären, sie versteht sich ja schließlich mit allen Familienmitgliedern gut. Und es sollte ja auch an diesem Tag um sie gehen. Vielleicht sollte sie entscheiden, wie sie es gerne hätte, ohne dass sie von euch oder ihrer Mutter zu irgendwas "gezwungen" wird. Bei einer Konfirmation ist man doch schon 13 oder älter oder nicht? Da kann man doch durchaus solche Dinge selber gestalten.


Mich würde auch immer noch interessieren wer denn überhaupt die Idee zu den getrennten Feiern hatte
Und auch Salexa Frage ist interessant, was sagen Tochter und Mann zu der ganzen Sache

LG

Gefällt mir