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Komisches Verhältnis zum Vater !

30. März 2015 um 20:05

Hallo ihr lieben.

Eigentlich bin ich nicht so der Typ Frau, der sich in Foren Probleme von der Seele schreibt. Aber mir geht es momentan echt richtig Schei** und ich weis nicht an wen ich mich wenden soll. Meine Freunde können mir da leider nicht weiter helfen.

Wie in der Überschrift bereits erwähnt, habe ich ein sehr komisches bzw. Schlechtes Verhältnis zu meinem Vater . Was aber nicht immer so war. Im Gegenteil, als Kind war es sogar recht gut. Angefangen hat es glaub ich als meine Eltern sich das erste mal getrennt habe, da war ich so ca. 6 Jahre alt . Ich empfand das damals so schlimm, dass die beiden sich meinetwegen wieder zusammengerauft haben. Was ich aus heutiger Sicht absolut kontraproduktiv finde. Denn ab dato fingen die Probleme soweit ich mich erinnern kann auch an.

Ihr müsst wissen mein Vater ist ein sehr cholerischer Mensch und geht schon bei Kleinigkeiten in die Luft. Habe als Kind auch schon 2, 3 mal eine auf den Hintern bekommen.
Ich konnte es ihm bis heute auch nie wirklich recht machen. Meine Wünsche, Träume wurden meistens in den Dreck gezogen und als unerreichbar abgestempelt. Ganz im Gegenteil zu meiner Mutter, die meine Wünsche immer erfüllen wollte und meine Träume auch ernst genommen hat und mich dazu ermutigt hat, dass diese auch erfüllbar sind. Sie waren sogut wie nie einer Meinung, obs jetzt um die Erziehung ging oder um andere Dinge. Das Resultat war dann, dass es wieder Krach zwischen beiden gab. Was eigentlich fast täglich vorkam.
Diese Zeit war ziemlich hart für mich und ich bin regelmäßig zu Verwandten und Freunden geflüchtet.
Ich hatte teilweise sogar richtig Angst vor meinem Vater. Angst, das er mich oder meine Mutter schlägt ( was er nie getan hat, bis auf die erwähnten paar Klopfer auf den Hintern ) und Angst davor, dass er wieder so hochgeht und mich anschreit. Damit komme ich bis heute nicht klar und fange sogar jetzt als erwachsene (23) noch an zu weinen, obwohl man ja meinen könnte, dass ich mich mit der Zeit dran gewöhnt haben müsste.
Das klingt jetzt alles so als ob mich mein Vater abgrundtief hassen würde, aber dem ist nicht so. Er hat mir oft gesagt wie lieb er mich hat, aber er kann es einfach nicht so zeigen und er hat sich oft nicht unter Kontrolle wenn er so ausrasstet, dass es einfach sein Charakter ist (Ja ich weis, total bescheuert und auch keine Entschuldigung! )
Als ich dann ca 11. Jahre alt war, haben sich meine Eltern dann entgültig getrennt , wobei ich auch 100% dahinter stand, da ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe .

soviel zu meiner Vergangenheit.
Ab diesem Zeitpunkt hat sich unser Verhältnis stetig verschlechtert und ich bin ihn auch immer seltener und widerwilliger besuchen gefahren .
Was seine ausrasster betrifft, hat er sich wirklich gebessert. Verglichen mit damals kommt es nur noch selten vor. Auch möchte er mich in vielen Dingen unterstützen und mit mir über meine Probleme reden ( leide seit vielen Jahren unter psychischen Problemen u.a Depressionen) . Er gibt sich auch wirklich Mühe. Kocht aufwendiges Essen für mich oder geht mit mir Essen wohin ich möchte.
Er möchte auch, dass unser Verhältnis wieder so wird, wie es mal war und ist auch immer für mich da.

Das Problem ist nur. Auf der einen Seite möchte ich ihn garnicht sehen, auf der anderen Seite möchte ich auch, dass es so wird wie früher . Aber immer wenn ich mal bei ihm bin, was höchstens 1 pro Woche ist, da ich den Zustand in dem ich bin, während ich bei ihm bin nicht aushalte: Ich fühle ich mich die meiste Zeit total unwohl und krieg kaum ein Wort raus und weis auch nich, über was ich mit ihm reden soll. Es ist wie eine innerliche Blockade die mich wenn ich mit ihm zusammen bin in allem hemmt . Ich kann es garnicht richtig beschreiben. Es macht mich aber trotz allem total fertig. Ich weis nicht, wie ich das ablegen soll Ich muss bald auch wieder in eine Reha Einrichtung, da ich ja noch eine ganze Menge anderer Probleme habe, die mich extrem belasten.
Habe das meinem Vater vor kurzem, nach Jahre langem nachbohren geschildert. Der von der ganzen Sache nichts wusste aber gemerkt hat, dass irgendwas nicht stimmt . Könnt euch bestimmt vorstellen wie er reagiert hat . Er ist total ausgeflippt, hat geheult und war total fertig. Natürlich durften die Anschuldigungen an meine Mutter nicht fehlen, die ja an allem Schuld ist bla bla. Ich kanns nicht mehr hören.. Jetzt möchte er das ich auch unter der Woche zu ihm komme und alles über mich wissen, wann meine psych. Probleme angefangen haben, wodurch die meiner Meinung nach entstanden sind usw.

Es fällt mir aber wie gesagt mega schwer mit ihm darüber zu reden . Es ist fast unmöglich für mich.. Das was ich ihm zuletzt erzählt hatte, weiß er auch nur weil ich an dem Tag total fertig war und er mich auch noch wegen ner Sache blöd angemacht hatte und das dann einfach aus mir rausgesprudelt ist ..

So, ohgott soviel wollte ich jetzt garnicht schreiben. Danke an jeden der sich die Mühe gemacht hat, und alles gelesen hat .
Vielleicht geht oder ging es jemandem von euch ja ähnlich und hat evtl. ein paar Tipps für mich. Würde mich freuen .

Liebe Grüße

Loewenbaby






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