Home / Forum / Meine Familie / Kleine Schwester ist die Prinzessin

Kleine Schwester ist die Prinzessin

16. Juni 2006 um 13:43

Ich wohne jetzt seit 8 Jahren nicht mehr zu Hause,stehe voll im Berufsleben und bin recht glücklich. Meine Schwester ist vier Jahre jünger, studiert noch und fährt jedes Wochenende nach Hause zu meinen Eltern. Meine Eltern verhätscheln sie von vorne bis hinten, sie trägt teurere Klamotten als ich, obwohl ich arbeite und ganz gut verdiene und sie noch studiert. Allein ihr Kosmetiktäschchen hat einen Wert von mehreren hundert Euro. Ich hatte das nicht während meines Studiums, was mir damals auch relativ egal war, ich war glücklich mit dem was ich hatte. Meine Schwester bekommt allerdings zweimal im Jahr einen Urlaub bezahlt, während ich als Studentin immer für meine Ferien in diversen Studentenjobs arbeiten musste (was für mich damals völlig ok war). Es ist nun aber so, dass meine Eltern meine Schwester immer meinem jetzigen Standard angleichen. Ich finde das nicht fair, denn sie übersehen einfach, dass vier Jahre dazwischen liegen und dass ich in meiner Studentenzeit auch ganz normal gelebt habe. Als ich mir neulich eine recht teure Sonnenbrille gekauft habe (ich hatte sehr grosse Freude daran, auch weil ich sie mir von meinem Lohn gegönnt habe), hatte sie zwei Tage später die gleiche auf der Nase. Geschenk von meinen Eltern. Ich hab geschluckt und nix gesagt. Ich hab mich aber irgendwie sehr verarscht gefühlt, irgendwie konnte ich mich in dem Moment nicht mehr richtig über meine Sonnenbrille freuen, das war so abwertend. Oft passieren solche Dinge auch heimlich. Sie bekommt irgendwelche Geschenke und wenn ich das dann zufällig mitbekomme, dann reagieren meine Eltern und sie ganz ertappt und versuchen das zu vertuschen und ich fühle mich sehr ausgeschlossen. Zufällig habe ich neulich herausgefunden, dass auch meine Grosseltern meine Schwester mit 50 Euro jeden Monat unterstützen. Ich habe während meiner Studentenzeit nie einen "Zustupf" bekommen. Es sind aber nicht nur materielle Dinge. Meine Schwester betreibt Leistungssport und wird jedes Wochenende von meiner Familie begleitet. Es ist der Lieblingssport meines Vaters. Ich habe auch jahrelang Leistungssport betrieben, mich hat nie jemand begleitet. Es war nicht der Lieblingssport meines Vaters.
Meine Schwester ist das Idealbild meiner Eltern, sie macht genau das was sie von ihr erwarten. Deswegen kann ich verstehen, dass sie sehr an ihr hängen. Aber es tut mir sehr weh, das zu sehen. Ich fühle mich ausgeschlossen. Wenn ich meine Familie darauf anspreche, dann werde ich immer übelst beleidigt, die Diskussion wird sofort abgebrochen und ich kriege die Stempel "undankbar und neidisch" aufgedrückt. Sie hören mir nicht zu und nehmen es nicht ernst. In manchen Momenten denke ich mir, dass mir das nichts ausmachen sollte, da ich ein schönes Leben habe und auch allein klar komme. In anderen Momenten tut es mir einfach weh, nicht unbedingt wegen den ganzen materiellen Dingen, sondern weil ich mich so ausgegrenzt fühle. Und weil ich nicht ernst genommen werde.

Gestern ist wieder etwas passiert, was mich sehr geschmerzt hat. Meine Grossmutter liegt seit zwei Monaten schwer krank im Krankenhaus und mein Grossvater ist nun ganz auf sich allein gestellt und da ich beide sehr lieb habe, nimmt mich das sehr mit (es sind nicht die Grosseltern die meine Schwester finanziell unterstützen). Ich rufe daher meinen Grossvater jeden Abend an und spreche mit ihm (meine Grossmutter kann momentan nicht sprechen) und besuche sie so oft es geht da sie 600km entfernt wohnen. Mein Grossvater ist sehr traurig weil meine Schwester noch kein einziges Mal angerufen hat seit meine Oma krank wurde. Geschweigedenn sie besucht hat. Ich habe dann gestern abend mit meiner Mutter telefoniert. Ich habe ihr gesagt, dass ich es nicht gut finde, dass meine Schwester sich gar nicht um meine Grosseltern kümmert. Ich habe das sehr ruhig und sachlich gesagt, weil ich weiss dass ich mit meinen Eltern nicht über meine Schwester reden kann. Meine Mutter ist sofort ausgeflippt und hat gesagt, ich solle nicht über meine Schwester lästern. Die hätte so viel zu tun und keine Zeit. Ich habe dagegen gehalten, dass ich eine 60Std Woche habe und mich trotzdem um meine Grosseltern kümmere. Meine Mutter daraufhin: "Ja das machst du auch super, was willst du jetzt hören? jetzt hab ich Dich aber genug gelobt". Ich hab ihr erklärt, dass es mir nicht darum geht, dass ich gelobt werde. Daraufhin hat sie mir unterstellt, dass ich mich nur profilieren will, indem ich mich um meinen Grosseltern kümmere. Das hat mich sehr weh getan. Ich hab ihr dann gesagt, dass ich es sehr schlimm finde, dass ich nicht normal mit ihr reden kann, dass sie nicht mal zuhört, wenn ich ihr sage, was mich bedrückt. Daraufhin hat sie das gespräch beendet.

Ich weiss nicht mehr was ich machen soll. Reden ist unmöglich. Ich hab es so oft versucht und bin immer entweder als eifersüchtig, als Neidhammel, als Schwätzer oder jetzt als berechnend hingestellt worden.
Weiss jemand Rat? Wenn ich einen Brief schreibe, dann machen sie sich lustig und ich werde als Psycho hingestellt...

Mehr lesen

16. Juni 2006 um 14:40

Hallo!
Das was du schreibst klingt wirklich furchtbar. Kann dich sehr gut verstehen. Ich kann Eltern nicht verstehen, die ihre Kinder so unfair behandeln. Vielleicht ist das manchmal das Schicksal der Kinder, die immer schon etwas selbständiger waren und ihren Weg alleine gut gemeistert haben. Da wird dann später nicht mehr sosehr darauf geachtet, was dich natürlich verletzt. Würde es mich auch! Das dir deine Eltern aber so gar nicht zuhören wollen und dich immer als die Böse hinstellen, sobald du etwas sagts, find ich ganz schön schlimm. Gespräche scheinen da ja scheinbar nichts zu bringen, da deine Eltern sofort auf stur stellen und dir gar nicht erst die Möglichkeit dazu lassen. Vielleicht wissen sie ja auch insgeheim, das sie einen Fehler machen und dich vernachlässigen?! Nur haben sie Angst, deine (berechtigten) Vorwürfe zu hören...
Vielleicht solltest du dich einfach mehr von deiner Familie distanzieren, auch wenn es weh tut. Da du ein eigenes, schönes Leben lebst. Wenn du nicht mehr ständig deine Schwester siehst bzw. siehst, was sie wieder geschenkt bekommen hat, dann tut es auch nicht so weh. Sowas zermürbt einen auf Dauer, auch wenn man denkt, es prallt an einem ab.
Versuch einfach dein Leben zu leben, vielleicht wundern sie sich ja irgendwann, warum du nicht mehr so oft nach Hause kommst und sehen es dann ein?
Das du dich so rührend um deine Großeltern kümmerst, finde ich klasse, lass dir da bloß nichts einreden, denn sie freuen sich ja über dich!

Ich wünche dir alles Gute und ganz viel Kraft.

Lg Schoko

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Juni 2006 um 14:48

Du bist neidisch
finde ich.

Hallo,

du wohnst seit ACHT Jahren nicht mehr zu Hause. Du hast doch ein eigenes Leben.

Einerseits geht es dir nicht ums Materielle im Gegenzug listest du hier auf, was deine Schwester wann von wem bekommt. Ich würde mir im Leben keine Pradatasche oder was weiss ich kaufen, kenne aber genug, die darauf sparen oder sich sowas schenken lassen.

Du bist doch gar nicht rund um die Uhr zu Hause. Vielleicht hat deine Schwester einige Sachen als Dankeschön erhalten.

Und wenn Omma und Oppa dir nichts gezahlt haben, kannst du das schlecht deiner Schwester vorhalten.

Als du studiert hast mussten deine Eltern deine Schwester doch auch noch mit erziehen. Jetzt ist sie nur noch alleine zu Hause. Das ist häufig das "Los" der Nesthäckchen.

Das mit deiner Oma tut mir sehr leid und ich finde es nicht OK, daß sich keiner kümmert.

Wie schaffst du die Entfernung bei einem 12 Stunden Tag und einem normalen Wochenende?

Wenn Reden nichts bringt, dann schränke den Kontakt ein. ich könnte mir vorstellen daß ihr beiden nicht gut miteinander klar kommt. Ich habe zu einer meiner Schwestern auch keinen Kontakt. So long. So geht es mir besser.

Ich finde, daß du dem Ganzen viel zu viel Bedeutung beimisst.

Das deine Mutter einfach so ein Gespräch beendet ist schade und zeugt nicht von Respekt.

Du fühlst dich ungerecht behandelt und das ruft Neid hervor. Neid zerfrisst.

Freu dich doch für deine Schwester, daß sie es besser hat und nicht jede freie Minute für's Arbeiten drauf geht.

Hättest du es zu deiner Zeit nicht angenommen?
Sicher ist die Aufteilung ungerecht, aber vielleicht hatten deine Eltern ja damals nicht die finanzellen Möglichkeiten. Zwei Kinder sind nunmal teurer als eins.

Gruß

Ulli


Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Juni 2006 um 15:31
In Antwort auf ulli29

Du bist neidisch
finde ich.

Hallo,

du wohnst seit ACHT Jahren nicht mehr zu Hause. Du hast doch ein eigenes Leben.

Einerseits geht es dir nicht ums Materielle im Gegenzug listest du hier auf, was deine Schwester wann von wem bekommt. Ich würde mir im Leben keine Pradatasche oder was weiss ich kaufen, kenne aber genug, die darauf sparen oder sich sowas schenken lassen.

Du bist doch gar nicht rund um die Uhr zu Hause. Vielleicht hat deine Schwester einige Sachen als Dankeschön erhalten.

Und wenn Omma und Oppa dir nichts gezahlt haben, kannst du das schlecht deiner Schwester vorhalten.

Als du studiert hast mussten deine Eltern deine Schwester doch auch noch mit erziehen. Jetzt ist sie nur noch alleine zu Hause. Das ist häufig das "Los" der Nesthäckchen.

Das mit deiner Oma tut mir sehr leid und ich finde es nicht OK, daß sich keiner kümmert.

Wie schaffst du die Entfernung bei einem 12 Stunden Tag und einem normalen Wochenende?

Wenn Reden nichts bringt, dann schränke den Kontakt ein. ich könnte mir vorstellen daß ihr beiden nicht gut miteinander klar kommt. Ich habe zu einer meiner Schwestern auch keinen Kontakt. So long. So geht es mir besser.

Ich finde, daß du dem Ganzen viel zu viel Bedeutung beimisst.

Das deine Mutter einfach so ein Gespräch beendet ist schade und zeugt nicht von Respekt.

Du fühlst dich ungerecht behandelt und das ruft Neid hervor. Neid zerfrisst.

Freu dich doch für deine Schwester, daß sie es besser hat und nicht jede freie Minute für's Arbeiten drauf geht.

Hättest du es zu deiner Zeit nicht angenommen?
Sicher ist die Aufteilung ungerecht, aber vielleicht hatten deine Eltern ja damals nicht die finanzellen Möglichkeiten. Zwei Kinder sind nunmal teurer als eins.

Gruß

Ulli


Ja
natürlich bin ich neidisch! Das hab ich nie abgestritten... Weil ich natürlich meine Familie lieb habe und weil es mich verletzt wenn ich spüre, dass ich immer zweitrangig bin. Und ich habe ausdrücklich gesagt, dass es nicht nur das materielle ist daran kann man es halt nur reell messen. Mich macht es traurig, wenn ich sehe mit welcher Euphorie sie hinter meiner Schwester stehen, wenn sie ihre Wettkämpfe hat. Wohingegen ich nicht mal zum Wettkampf gefahren worden bin. Wenn sie etwas bedrückt, dann behandeln sie alle wie ein rohes Ei. Sie ist das "Sensibelchen" in der Familie. Wenn mich was bedrückt, dann heisst es ich soll mich nicht so anstellen, ich übertreibe. Was halt im Lauf der Jahre dazu geführt hat, dass ich immer versucht habe, alles selber zu schaffen und besonders stark zu wirken. Wie eine Art Selbstschutz.
Und zu Hause macht sie keinen Finger krumm... Beispiel: Wir sind alle zu Hause und haben gerade Mittag gegessen. Madame steht auf und verschwindet und meine Mutter räumt alleine die Küche auf. Und den Rasen muss wieder mein Vater mähen, seit ich nicht mehr zu Hause wohne. Meine Mutter hat sogar schon einmal zugegeben, dass meine Schwester keinen Handstreich tut (um dann im nächsten Moment gleich wieder zu behaupten, dass sie halt viel zu tun hat). Als Studentin...klar.

Die Entfernung zu meiner Oma schaffe ich, weil sie ein wichtiger Mensch für mich ist. Aber was ist das überhaupt für eine Frage? Die Zeit nimmt man sich halt wenns einem was bedeutet. Es gibt auch Flugzeuge.

Ich finde es schade, dass ich gerade wieder dieselbe Erfahrung mache: "Ich finde, dass du dem Ganzen viel zu viel Bedeutung beimisst".
Mir tuts weh! Und mit meiner Familie kann ich nicht reden und ich schlucks schon viel zu lange runter.
Und ja Neid zerfrisst. Und ich schäme mich überhaupt nicht dass ich neidisch bin. Weil in dem Fall der Neid einfach nur Traurigkeit ist.

Ich glaube nicht dass meine Eltern finanzielle Probleme haben, im Gegenteil. Und das hatten sie auch nicht als ich noch studiert habe. Ob ich es genommen hätte? Nun mich hat nie jemand gefragt ob ich z.b. in den Urlaub fahren möchte und weil mich niemand gefragt hat, hab ich es mir selber irgendwie zusammen gespart und weil ich dann ja in den Urlaub gefahren bin sind sie offenbar nie auf den Gedanken gekommen, dass sie mir auch mal helfen könnten. Das ist halt so ein Kreislauf.

Zwei Kinder mögen teurer sein als eins, aber warum muss man dem einen dann den Hintern vergolden? Aber wie gesagt es geht ja nicht nur ums Geld.

2 LikesGefällt mir 1 - Hiflreiche Antwort !

16. Juni 2006 um 15:57
In Antwort auf dara_12764076

Ja
natürlich bin ich neidisch! Das hab ich nie abgestritten... Weil ich natürlich meine Familie lieb habe und weil es mich verletzt wenn ich spüre, dass ich immer zweitrangig bin. Und ich habe ausdrücklich gesagt, dass es nicht nur das materielle ist daran kann man es halt nur reell messen. Mich macht es traurig, wenn ich sehe mit welcher Euphorie sie hinter meiner Schwester stehen, wenn sie ihre Wettkämpfe hat. Wohingegen ich nicht mal zum Wettkampf gefahren worden bin. Wenn sie etwas bedrückt, dann behandeln sie alle wie ein rohes Ei. Sie ist das "Sensibelchen" in der Familie. Wenn mich was bedrückt, dann heisst es ich soll mich nicht so anstellen, ich übertreibe. Was halt im Lauf der Jahre dazu geführt hat, dass ich immer versucht habe, alles selber zu schaffen und besonders stark zu wirken. Wie eine Art Selbstschutz.
Und zu Hause macht sie keinen Finger krumm... Beispiel: Wir sind alle zu Hause und haben gerade Mittag gegessen. Madame steht auf und verschwindet und meine Mutter räumt alleine die Küche auf. Und den Rasen muss wieder mein Vater mähen, seit ich nicht mehr zu Hause wohne. Meine Mutter hat sogar schon einmal zugegeben, dass meine Schwester keinen Handstreich tut (um dann im nächsten Moment gleich wieder zu behaupten, dass sie halt viel zu tun hat). Als Studentin...klar.

Die Entfernung zu meiner Oma schaffe ich, weil sie ein wichtiger Mensch für mich ist. Aber was ist das überhaupt für eine Frage? Die Zeit nimmt man sich halt wenns einem was bedeutet. Es gibt auch Flugzeuge.

Ich finde es schade, dass ich gerade wieder dieselbe Erfahrung mache: "Ich finde, dass du dem Ganzen viel zu viel Bedeutung beimisst".
Mir tuts weh! Und mit meiner Familie kann ich nicht reden und ich schlucks schon viel zu lange runter.
Und ja Neid zerfrisst. Und ich schäme mich überhaupt nicht dass ich neidisch bin. Weil in dem Fall der Neid einfach nur Traurigkeit ist.

Ich glaube nicht dass meine Eltern finanzielle Probleme haben, im Gegenteil. Und das hatten sie auch nicht als ich noch studiert habe. Ob ich es genommen hätte? Nun mich hat nie jemand gefragt ob ich z.b. in den Urlaub fahren möchte und weil mich niemand gefragt hat, hab ich es mir selber irgendwie zusammen gespart und weil ich dann ja in den Urlaub gefahren bin sind sie offenbar nie auf den Gedanken gekommen, dass sie mir auch mal helfen könnten. Das ist halt so ein Kreislauf.

Zwei Kinder mögen teurer sein als eins, aber warum muss man dem einen dann den Hintern vergolden? Aber wie gesagt es geht ja nicht nur ums Geld.

"Und ich schäme mich überhaupt nicht dass ich neidisch bin"
schön für dich. Aber ob es deiner Gesundheit gut tut wenn du weiter wie Rumpelstielzchen wütend auftrampelst ist eine andere Frage.

Mir gefällt dein Ton nicht.
Wenn du so mit mir sprechen würdest, würde ich auch auflegen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Juni 2006 um 16:06
In Antwort auf salha_12372529

Hallo!
Das was du schreibst klingt wirklich furchtbar. Kann dich sehr gut verstehen. Ich kann Eltern nicht verstehen, die ihre Kinder so unfair behandeln. Vielleicht ist das manchmal das Schicksal der Kinder, die immer schon etwas selbständiger waren und ihren Weg alleine gut gemeistert haben. Da wird dann später nicht mehr sosehr darauf geachtet, was dich natürlich verletzt. Würde es mich auch! Das dir deine Eltern aber so gar nicht zuhören wollen und dich immer als die Böse hinstellen, sobald du etwas sagts, find ich ganz schön schlimm. Gespräche scheinen da ja scheinbar nichts zu bringen, da deine Eltern sofort auf stur stellen und dir gar nicht erst die Möglichkeit dazu lassen. Vielleicht wissen sie ja auch insgeheim, das sie einen Fehler machen und dich vernachlässigen?! Nur haben sie Angst, deine (berechtigten) Vorwürfe zu hören...
Vielleicht solltest du dich einfach mehr von deiner Familie distanzieren, auch wenn es weh tut. Da du ein eigenes, schönes Leben lebst. Wenn du nicht mehr ständig deine Schwester siehst bzw. siehst, was sie wieder geschenkt bekommen hat, dann tut es auch nicht so weh. Sowas zermürbt einen auf Dauer, auch wenn man denkt, es prallt an einem ab.
Versuch einfach dein Leben zu leben, vielleicht wundern sie sich ja irgendwann, warum du nicht mehr so oft nach Hause kommst und sehen es dann ein?
Das du dich so rührend um deine Großeltern kümmerst, finde ich klasse, lass dir da bloß nichts einreden, denn sie freuen sich ja über dich!

Ich wünche dir alles Gute und ganz viel Kraft.

Lg Schoko

Hab ich auch schon gedacht
... Ich hab auch schon oft darüber nachgedacht, dass es vielleicht daher kommt, dass ich schon sehr früh recht selbstständig war. Ich hab mal gelesen, dass sich Geschwisterkinder immer eine Nische suchen, um die Liebe und die Aufmerksamkeit ihrer Eltern zu bekommen. Ist das eine Kind extrem vernünftig, ist das andere vielleicht ein Rebell. Ist das eine sehr gut in der Schule, ist das andere vielleicht sehr sportlich. Ist eins besonders charmant, ist das andere besonders ernsthaft usw.
Meine Schwester ist wie gesagt sehr sensibel (nicht böse gemeint), man musste früher als sie klein war sehr vorsichtig sein, weil sie früher immer so still war. Um mich musste man sich da nicht so kümmern. Oft blieb dann halt auch keine Zeit und ich hab sehr oft den Satz "jetzt nicht!" gehört. Ich bin dann halt eigene Wege gegangen. Hat mir ja auch Spass gemacht. Nur leider wurde das mit dem "sichummeineSchwesterkümmern" dann irgendwann übertrieben. Weil ich ja auch nicht gesagt habe, dass mich das traurig macht. Und als ich dann Jahre später endlich mal den Mund aufgemacht habe, war ich für den Rest der Familie schon so im Klischee der grossen, starken Schwester, dass sie mich regelrecht nicht ernst genommen haben. Das ist es, was mich so verletzt. Ich merke immer mehr wie sehr sich das in mir aufstaut, ich hab Tränen in den Augen während ich das hier schreibe. Ich hab das Gefühl ich bin in einem Raum mit Panzerglaswänden, meine Familie steht draussen und ich schreie, dass ich sie brauche, aber sie hören es nicht und winken und lachen.
Das hört sich jetzt so dramatisch an aber so fühle ich mich schon seit Jahren und es wird immer mehr. Dass ich kaum mehr nach Hause fahre, das merken sie nicht. Jedenfalls höre ich nie ein "wann kommst Du wieder". Meine Mutter sagt immer "so lange wir nichts von dir hören, wissen wir ja dass es dir gut geht" und lacht dazu.

Ich lass mir auch nichts einreden wegen meinen Grosseltern. Abgesehen davon geht es denen ähnlich wie mir mit meiner Familie. Mein Grossvater kümmert sich ja so lieb um meine Oma (besucht sie jeden Tag im Krankenhaus und wenn er da ist liest er ihr vor, spielt ihr Musik vor und streichelt und küsst sie. Die beiden sind 84 und mein Opa sagt, dass er meine Oma ganz doll liebt. Find ich jedesmal so schön wenn ich bei den beiden bin. Auf jeden Fall schmeisst mein Opa den ganzen Haushalt, kocht (hab ihm ein paar einfache Sachen gezeigt), bügelt und putzt. Meine Eltern haben meine Grosseltern neulich besucht (natürlich ohne meine Schwester) und meine Mutter kam zurück und sagte am Telefon auf meine Frage hin ob sie gesehen hätte wie ordentlich Opa das Haus hält, war ihr Kommentar "aber der Kuchen vom Opa war schon alt". Ich hab mich so geschämt für sie.

Danke für Deine lieben Worte. Ich werd einfach versuchen nicht so oft dran zu denken

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Juni 2006 um 16:08
In Antwort auf ulli29

"Und ich schäme mich überhaupt nicht dass ich neidisch bin"
schön für dich. Aber ob es deiner Gesundheit gut tut wenn du weiter wie Rumpelstielzchen wütend auftrampelst ist eine andere Frage.

Mir gefällt dein Ton nicht.
Wenn du so mit mir sprechen würdest, würde ich auch auflegen.

Rumpelstilzchen...
... wär ja noch schön. Ich bin gerade einfach nur traurig.

Mein Ton? Inwiefern?

Gefällt mir 1 - Hiflreiche Antwort !

18. Juni 2006 um 21:51
In Antwort auf ulli29

"Und ich schäme mich überhaupt nicht dass ich neidisch bin"
schön für dich. Aber ob es deiner Gesundheit gut tut wenn du weiter wie Rumpelstielzchen wütend auftrampelst ist eine andere Frage.

Mir gefällt dein Ton nicht.
Wenn du so mit mir sprechen würdest, würde ich auch auflegen.

???
Mensch, was soll das eigentlich? Sind das etwa nützliche Ratschläge und konstruktive Kritik???

Wenn du schon etwas schreiben musst ulli29, dann bitte nicht beleidigend...

tut mir leid, wenn ich dir zu nahe gegangen bin, aber ich find deine art zu schreiben ein wenig fies...

gruss
carys

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. Juni 2006 um 9:49
In Antwort auf dara_12764076

Rumpelstilzchen...
... wär ja noch schön. Ich bin gerade einfach nur traurig.

Mein Ton? Inwiefern?

Hallo,
Mir kam deine Antwort ein wenig patzig vor. Hab es wohl falsch aufgefasst.

Das ist ja das schwierige an "Unterhaltungen" per Internet.

Ich finde, daß du zuviel Zeit verschwendest um dich über deine kleine Schwester aufzuregen.

DU kannst und wirst es wahrscheinlich auch nicht ändern.

Klar ist die ganze Situation blöd. Aber hier kann natürlich auch keiner beurteilen, ob du im Recht bist oder ob du übertreibst. Gibt es denn niemanden im deinem näheren Umfeld, dem du das mal so erzählen kannst?

Und eins muß ich auch noch mal schreiben: Neid zerfrisst dich über Dauer, das bringt doch nix.

Offenbar sind die finanziellen Verhältnisse deiner Eltern sehr gut. Keine Ahnung, weshalb sie dich nie so unterstützt haben. Vielleicht erweckst du den Anschein, daß du es nicht brauchst (immer arbeiten usw).

Meiner Freundin geht es ähnlich wie dir. Allerdings studiert keiner mehr und der kleine (28) Bruder wohnt bei seinen Eltern zusammen mit seiner Freundin mit im Haus. Dieser kleine Schleimer bekommt wirklich alles. Meine Freundin wohnt ca. 250 km weiter weg und sie bekommt nix. War früher schon so. Das macht ihr aber überhaupt nichts aus. Sie ist froh, daß sie nicht so eine Zecke wie ihr Bruder ist.

Im Gegensatz zu dir hat sie aber ihren Opa (auch in diesem Haus) auf ihrer Seite.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich kann dir keinen Rat geben, da ich in deiner Lage noch nie war.

Hoffentlich "besinnst" du dich auf die angenehmeren Seiten des Lebens und läßt deine Schwester weiter "Prinzessin" spielen.

Auch wenn ich jetzt wieder "fies" bin. Ich finde nunmal, daß es dich nichts angeht, wie sehr deinen Eltern deine Schwester verwöhnen. Nicht daß ich es gut heiße. Aber es ist ihr Leben. Du bist traurig darüber und keiner will es verstehen. Das macht dich wütend. Du solltest es dir nicht so zu Herzen nehmen.

Alles Gute für dich

Gruß

Ulli

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. Juni 2006 um 11:21

Hallo xiupiu
ich kann dich voll verstehn ,denn mir gehts genauso.
meine schwester wohnt in der nähe von meinen eltern und ich 250km mit meiner tochter enfernt.doch ich lebe grad in trennung von meinem exmann und bin vor kurzem auch zu meinen eltern gefahren weil es mir körperlich und psychisch nicht gut gieng und da hat sich dann halt mal alles um mich gedreht,wie macht man das mit dem umzug,etc.meine schwester wurde immer komischer und hat dann auch einen streit provoziert in dem sie von meiner mutter verlangte zu sagen,sie solle doch zugeben das ihr das zu viel wurde.meine mutter hat gesagt sie stimmt nicht und wäre nicht so doch meine schwester hat nicht locker gelassen,das ich sauer und enttäuscht zu ihr sagte sie solle es doch mal gut sein lassen,wir hatten dann auch streit und meine mutter hat sich auch wie immer dann auf die seite von meiner schwester gestlelt,ich würde sie immer schlecht machen
sie wird auch immer in schutz gneommen und mir wird jeder fehler aus der vergangenheit vorgehalten(unfall mit deren auto)und meiner schwester nichts.
ich werde jetzt leider erstmal von meinen eltern abhängik sein weil ich dann alleinerziehend bin und ja eine betreung für die kleine brauch ,wenn ich arbeite geh.ich werd mich auch zurück halten was meine eltern angeht ,doch meine schwester lass ich links liegen,denn egal was ich zu ihr sage sie rennt zu meinen eltern und ich bin dann wieder schuld.
versuche dich emotional zu lösen das sie dir nicht mehr weht tun können und ignoriere das verhalten von deiner schwester und sprich in gegenwart von deiner mutter ja nicht deine schwester an(mach ich auch nciht mehr)denn dann kommt es wíeder zum streit.sei stolz auf das was du geschafft hast und denk daran mann sieht sich immer zweimal im leben!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. Juni 2006 um 16:37
In Antwort auf ulli29

Hallo,
Mir kam deine Antwort ein wenig patzig vor. Hab es wohl falsch aufgefasst.

Das ist ja das schwierige an "Unterhaltungen" per Internet.

Ich finde, daß du zuviel Zeit verschwendest um dich über deine kleine Schwester aufzuregen.

DU kannst und wirst es wahrscheinlich auch nicht ändern.

Klar ist die ganze Situation blöd. Aber hier kann natürlich auch keiner beurteilen, ob du im Recht bist oder ob du übertreibst. Gibt es denn niemanden im deinem näheren Umfeld, dem du das mal so erzählen kannst?

Und eins muß ich auch noch mal schreiben: Neid zerfrisst dich über Dauer, das bringt doch nix.

Offenbar sind die finanziellen Verhältnisse deiner Eltern sehr gut. Keine Ahnung, weshalb sie dich nie so unterstützt haben. Vielleicht erweckst du den Anschein, daß du es nicht brauchst (immer arbeiten usw).

Meiner Freundin geht es ähnlich wie dir. Allerdings studiert keiner mehr und der kleine (28) Bruder wohnt bei seinen Eltern zusammen mit seiner Freundin mit im Haus. Dieser kleine Schleimer bekommt wirklich alles. Meine Freundin wohnt ca. 250 km weiter weg und sie bekommt nix. War früher schon so. Das macht ihr aber überhaupt nichts aus. Sie ist froh, daß sie nicht so eine Zecke wie ihr Bruder ist.

Im Gegensatz zu dir hat sie aber ihren Opa (auch in diesem Haus) auf ihrer Seite.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich kann dir keinen Rat geben, da ich in deiner Lage noch nie war.

Hoffentlich "besinnst" du dich auf die angenehmeren Seiten des Lebens und läßt deine Schwester weiter "Prinzessin" spielen.

Auch wenn ich jetzt wieder "fies" bin. Ich finde nunmal, daß es dich nichts angeht, wie sehr deinen Eltern deine Schwester verwöhnen. Nicht daß ich es gut heiße. Aber es ist ihr Leben. Du bist traurig darüber und keiner will es verstehen. Das macht dich wütend. Du solltest es dir nicht so zu Herzen nehmen.

Alles Gute für dich

Gruß

Ulli

Meine Schwester selbst ist nicht das Problem
Liebe Ulli
Ich denke auch dass Du meine Antwort falsch aufgefasst hast, ist nicht weiter schlimm.

Was ich aber gerne noch richtig stellen möchte ich habe kein Problem mit meiner kleinen Schwester. Das musst Du in meinen Beitrag reininterpretiert haben. Ich habe nur gesagt, dass ich mich jedesmal mit meiner Mutter streite und dass meine Eltern mir nicht zuhören. Denn ich denke es ist IHR Fehler und nicht der Fehler meiner Schwester. Deswegen spreche ich ja auch meinen Eltern gegenüber an dass es mir weh tut und nicht gegenüber meiner Schwester.

Ein Fehler meiner Schwester ist, dass sie sich nicht um meine Grosseltern kümmert. Das tut mir ja aber nicht weh.
Was mir weh tut, ist das meine Eltern die Ungerechtigkeit nicht sehen. Es geht mir dabei wirklich nicht nur um die materiellen Dinge daran kann man es aber am deutlichsten sehen. Es geht mir einfach nur darum, dass ich mich ausgegrenzt fühle und das ist kein sehr schönes Gefühl.

Weisst Du wie bitter sich das anfühlt, wenn mein Vater vor allen von seiner jüngsten Tochter, der Leistungssportlerin schwärmt und bei mir nur einen Wettkampf besucht hat?

Ich weiss dass der "Neid" auf Dauer nichts bringt. Wobei ich ein bisschen Mühe mit dem Wort "Neid" habe. Es ist ja nicht so dass ich meiner Schwester etwas nicht gönne oder wegnehmen will, ich will nur auch genauso lieb gehabt werden. Auf jeden Fall hast Du recht, wenn Du sagst, dass es nichts bringt, genau aus dem Grund hab ich ja
mehrfach versucht das zu Hause anzusprechen, aber wie es scheint findet es kein Gehör.
Mit anderen rede ich nicht so gerne darüber, ich möchte meine Familie nicht schlecht machen. Deswegen erzähle ich ja hier. Mein Freund hört mir zu, er bekommt das Ganze ja auch mit und findet es auch nicht gut, vor allem dass es eben keine Möglichkeit gibt zu reden. Aber was ich machen soll das kann er mir auch nicht sagen.

Ich bin wie Deine Freundin ja auch froh, dass ich alles selber geregelt kriege und meine Eltern nicht brauche. Und ich glaube auch dass ich deswegen nicht soviel Aufmerksamkeit beanspruche, weil meine Eltern mir noch nie den Arsch retten mussten oder Sorge haben mussten, dass ich es nicht alleine schaffe. Ist einerseits schön, aber das ist ja auch nur wieder das finanzielle. Ich würde halt gerne mal wieder das Gefühl haben, dass sie mich genauso lieb haben wie meine Schwester.

Mein Opa (und meine Oma) kriegt von der ganzen Sache nichts mit, ich will nicht petzen, ich weiss dass er auf meiner Seite wäre, aber was hab ich von einer Familie die sich auf verschiedene Seiten stellen muss.

Ich finde schon dass mich das etwas angeht wenn meine Eltern meine Schwester derart verwöhnen. Es ist schliesslich meine Familie und ich bin der Auffassung dass eine Familie
Zusammen halten sollte und für einander da sein sollte und dass jeder mit jedem reden kann und auch mal einen Fehler eingestehen kann.

Du sagst, dass Du warst noch nie in einer Lage wie meiner. Hast Du denn Geschwister?

Lieber Gruss
Xiupiu

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. Juni 2006 um 16:49
In Antwort auf jamie_12964431

Hallo xiupiu
ich kann dich voll verstehn ,denn mir gehts genauso.
meine schwester wohnt in der nähe von meinen eltern und ich 250km mit meiner tochter enfernt.doch ich lebe grad in trennung von meinem exmann und bin vor kurzem auch zu meinen eltern gefahren weil es mir körperlich und psychisch nicht gut gieng und da hat sich dann halt mal alles um mich gedreht,wie macht man das mit dem umzug,etc.meine schwester wurde immer komischer und hat dann auch einen streit provoziert in dem sie von meiner mutter verlangte zu sagen,sie solle doch zugeben das ihr das zu viel wurde.meine mutter hat gesagt sie stimmt nicht und wäre nicht so doch meine schwester hat nicht locker gelassen,das ich sauer und enttäuscht zu ihr sagte sie solle es doch mal gut sein lassen,wir hatten dann auch streit und meine mutter hat sich auch wie immer dann auf die seite von meiner schwester gestlelt,ich würde sie immer schlecht machen
sie wird auch immer in schutz gneommen und mir wird jeder fehler aus der vergangenheit vorgehalten(unfall mit deren auto)und meiner schwester nichts.
ich werde jetzt leider erstmal von meinen eltern abhängik sein weil ich dann alleinerziehend bin und ja eine betreung für die kleine brauch ,wenn ich arbeite geh.ich werd mich auch zurück halten was meine eltern angeht ,doch meine schwester lass ich links liegen,denn egal was ich zu ihr sage sie rennt zu meinen eltern und ich bin dann wieder schuld.
versuche dich emotional zu lösen das sie dir nicht mehr weht tun können und ignoriere das verhalten von deiner schwester und sprich in gegenwart von deiner mutter ja nicht deine schwester an(mach ich auch nciht mehr)denn dann kommt es wíeder zum streit.sei stolz auf das was du geschafft hast und denk daran mann sieht sich immer zweimal im leben!

Heftig
... das ist eine ganz schön üble Geschichte. Ich kann wirklich nicht nachvollziehen wie sowas passieren kann. Gut, wenn das eine Kind extrem aus dem Rahmen fällt und nur Ärger macht... aber selbst dann fällts mir schwer das nachzuvollziehen.

Wie schaffst Du das, Dir das am A...vorbeigehen zu lassen?
Kommt das nicht ab und zu hoch? Ich reiss mich ja meistens zusammen, aber sobald dann solche Beschimpfungen kommen da gehts dann halt nicht mehr. Mir geht sowas sehr nahe. Vielleicht gerade weils die Familie ist.
Deswegen weiss ich auch nicht ob ich es schaffe gegenüber meiner Familie "gleichgültig" zu sein. Ich will mich eigentlich auch nicht emotional von ihnen lösen, ich hatte schliesslich eine schöne Kindheit bis auch ausgezogen bin und von daher meine Eltern auch sehr lieb.
Wahrscheinlich werd ich es aber müssen...

Wünsch Dir alles Gute für das was auf Dich zukommt!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. Juni 2006 um 18:36
In Antwort auf dara_12764076

Meine Schwester selbst ist nicht das Problem
Liebe Ulli
Ich denke auch dass Du meine Antwort falsch aufgefasst hast, ist nicht weiter schlimm.

Was ich aber gerne noch richtig stellen möchte ich habe kein Problem mit meiner kleinen Schwester. Das musst Du in meinen Beitrag reininterpretiert haben. Ich habe nur gesagt, dass ich mich jedesmal mit meiner Mutter streite und dass meine Eltern mir nicht zuhören. Denn ich denke es ist IHR Fehler und nicht der Fehler meiner Schwester. Deswegen spreche ich ja auch meinen Eltern gegenüber an dass es mir weh tut und nicht gegenüber meiner Schwester.

Ein Fehler meiner Schwester ist, dass sie sich nicht um meine Grosseltern kümmert. Das tut mir ja aber nicht weh.
Was mir weh tut, ist das meine Eltern die Ungerechtigkeit nicht sehen. Es geht mir dabei wirklich nicht nur um die materiellen Dinge daran kann man es aber am deutlichsten sehen. Es geht mir einfach nur darum, dass ich mich ausgegrenzt fühle und das ist kein sehr schönes Gefühl.

Weisst Du wie bitter sich das anfühlt, wenn mein Vater vor allen von seiner jüngsten Tochter, der Leistungssportlerin schwärmt und bei mir nur einen Wettkampf besucht hat?

Ich weiss dass der "Neid" auf Dauer nichts bringt. Wobei ich ein bisschen Mühe mit dem Wort "Neid" habe. Es ist ja nicht so dass ich meiner Schwester etwas nicht gönne oder wegnehmen will, ich will nur auch genauso lieb gehabt werden. Auf jeden Fall hast Du recht, wenn Du sagst, dass es nichts bringt, genau aus dem Grund hab ich ja
mehrfach versucht das zu Hause anzusprechen, aber wie es scheint findet es kein Gehör.
Mit anderen rede ich nicht so gerne darüber, ich möchte meine Familie nicht schlecht machen. Deswegen erzähle ich ja hier. Mein Freund hört mir zu, er bekommt das Ganze ja auch mit und findet es auch nicht gut, vor allem dass es eben keine Möglichkeit gibt zu reden. Aber was ich machen soll das kann er mir auch nicht sagen.

Ich bin wie Deine Freundin ja auch froh, dass ich alles selber geregelt kriege und meine Eltern nicht brauche. Und ich glaube auch dass ich deswegen nicht soviel Aufmerksamkeit beanspruche, weil meine Eltern mir noch nie den Arsch retten mussten oder Sorge haben mussten, dass ich es nicht alleine schaffe. Ist einerseits schön, aber das ist ja auch nur wieder das finanzielle. Ich würde halt gerne mal wieder das Gefühl haben, dass sie mich genauso lieb haben wie meine Schwester.

Mein Opa (und meine Oma) kriegt von der ganzen Sache nichts mit, ich will nicht petzen, ich weiss dass er auf meiner Seite wäre, aber was hab ich von einer Familie die sich auf verschiedene Seiten stellen muss.

Ich finde schon dass mich das etwas angeht wenn meine Eltern meine Schwester derart verwöhnen. Es ist schliesslich meine Familie und ich bin der Auffassung dass eine Familie
Zusammen halten sollte und für einander da sein sollte und dass jeder mit jedem reden kann und auch mal einen Fehler eingestehen kann.

Du sagst, dass Du warst noch nie in einer Lage wie meiner. Hast Du denn Geschwister?

Lieber Gruss
Xiupiu

Hallo Xiupiu
ich habe 3 Geschwister.

Ich glaube nicht, daß seine Eltern dich weniger lieben als deine Schwester (sag ich jetzt einfach mal so).

Hatte dein Vater zu Zeiten deiner sportlichen Aktivität evtl. nicht so viel Zeit?

Hier wurde ja auch schon geschrieben, daß der / die Stärkere oft so nebenher läuft. Ala "sie braucht uns ja nicht".

Ich kenne auch Menschen, die den Eindruck erwecken, daß sie alles alleine meistern und im Leben keine Hilfe brauchen. Die Wirklichkeit ist meist anders.

Damit möchte ich nicht sagen, daß du selbst schuld bist. Nur sowas nimmt oft im Laufe der Jahre eine Eigendynamik an, die im nachhinein keiner mehr nachvollziehen kann. Es läuft bei dir ja auch schon seit Jahren so. Nicht erst seit gestern.

Glaub mir, ich würde dir gerne etwas raten, was deine Traurigkeit etwas mindert, ich kann es aber leider nicht.

Bei uns wurde jeder gleich behandelt. Außer ich von meinen Geschwistern (da kommt wieder der Nesthäkchenvorteil )

Ich kann es dir nur von meiner Seite aus schreiben:
eine meiner Schwestern ist der absoluten Überzeugung, daß mir der Zucker in den Hinter geblasen wurde. Ist aber nicht so. Ich habe mir z. B. auch alles selbst finanziert (Führerschein, Auto, Hobby usw.) Dementsprechend gab es natürlich hier und da eine Belohnung seitens der Eltern. Meine Geschwister haben da nie gemacht.

Ist aber im Gegensatz zu deiner Situation das komplette Gegenteil.

Ich denke, daß deine Eltern ihr Verhalten nicht als fehlerhaft ansehen, aus diesem Grund kommt vermutlich auch kein Einsehen dieser "Fehler".

In Bezug auf etwas angehen: da werden wir uns nie in der Mitte treffen - ich finde, es geht dich nichts an. Aber das soll ja auch egal sein. Deine Meinung - meine Meinung.

Es ist sehr schwierig etwas zu raten. Meiner Meinung nach solltest du es lockerer angehen und - wenn vorhanden - mal mehr auf die positiven Reaktionen deiner Eltern dir gegebenüber achten.

Wie sieht deine Schwester die ganze Sache denn? Offensichtlich hast du mit ihr ja keine Probleme.

Dir auch liebe Grüße

Ulli

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. Juni 2006 um 20:37
In Antwort auf ulli29

Hallo Xiupiu
ich habe 3 Geschwister.

Ich glaube nicht, daß seine Eltern dich weniger lieben als deine Schwester (sag ich jetzt einfach mal so).

Hatte dein Vater zu Zeiten deiner sportlichen Aktivität evtl. nicht so viel Zeit?

Hier wurde ja auch schon geschrieben, daß der / die Stärkere oft so nebenher läuft. Ala "sie braucht uns ja nicht".

Ich kenne auch Menschen, die den Eindruck erwecken, daß sie alles alleine meistern und im Leben keine Hilfe brauchen. Die Wirklichkeit ist meist anders.

Damit möchte ich nicht sagen, daß du selbst schuld bist. Nur sowas nimmt oft im Laufe der Jahre eine Eigendynamik an, die im nachhinein keiner mehr nachvollziehen kann. Es läuft bei dir ja auch schon seit Jahren so. Nicht erst seit gestern.

Glaub mir, ich würde dir gerne etwas raten, was deine Traurigkeit etwas mindert, ich kann es aber leider nicht.

Bei uns wurde jeder gleich behandelt. Außer ich von meinen Geschwistern (da kommt wieder der Nesthäkchenvorteil )

Ich kann es dir nur von meiner Seite aus schreiben:
eine meiner Schwestern ist der absoluten Überzeugung, daß mir der Zucker in den Hinter geblasen wurde. Ist aber nicht so. Ich habe mir z. B. auch alles selbst finanziert (Führerschein, Auto, Hobby usw.) Dementsprechend gab es natürlich hier und da eine Belohnung seitens der Eltern. Meine Geschwister haben da nie gemacht.

Ist aber im Gegensatz zu deiner Situation das komplette Gegenteil.

Ich denke, daß deine Eltern ihr Verhalten nicht als fehlerhaft ansehen, aus diesem Grund kommt vermutlich auch kein Einsehen dieser "Fehler".

In Bezug auf etwas angehen: da werden wir uns nie in der Mitte treffen - ich finde, es geht dich nichts an. Aber das soll ja auch egal sein. Deine Meinung - meine Meinung.

Es ist sehr schwierig etwas zu raten. Meiner Meinung nach solltest du es lockerer angehen und - wenn vorhanden - mal mehr auf die positiven Reaktionen deiner Eltern dir gegebenüber achten.

Wie sieht deine Schwester die ganze Sache denn? Offensichtlich hast du mit ihr ja keine Probleme.

Dir auch liebe Grüße

Ulli

Vorteil Nesthäkchen/Vorteil älteres Geschwisterkind
Liebe Ulli,
Ich möchte auch nicht behaupten, dass meine Eltern mich weniger lieben. Aber sie zeigen es mir nicht so sehr. Das Ganze hat sich eben auch verstärkt, seit ich zu Hause ausgezogen bin. Ich habe auch manchmal das Gefühl dass sie meine Schwester deswegen so verwöhnen, damit sie noch länger ein "Kind" zu Hause haben (Schwester ist 23).
Vielleicht deshalb das ungeheure Engagement seitens meines Vaters was ihren Sport betrifft. Sie ist sein ein und alles und er ist so stolz auf sie. Das freut mich ja und ich bin glaube ich insgeheim ihr grösster Fan und auch sehr stolz auf sie. Aber es zwickt mich und tut wirklich sehr weh, wenn ich mal wieder zu Hause zu Besuch sind und stundenlang nur über sie gesprochen wird und kurz bevor ich wieder fahre, erst die Frage kommt wie es mir denn geht.
Mein Vater hatte früher nicht weniger Zeit. Ich war halt immer recht "unkompliziert" und hab mich selbst drum gekümmert wie ich zu meinen Wettkämpfen hinkomme und wie ich trainiere. Wie Du ja sagst, ich bin halt so nebenher gelaufen.

Vielleicht hätte ich früher sagen müssen, dass es mir weh tut. Jetzt so scheint es sehen sie das Problem nicht mehr, da ich in ihren Augen ja auf eigenen Beinen stehe. Aber ich finde das eine oberflächliche Sichtweise. Nur weil ich meine Finanzen im Griff habe, Verträge unterschreibe und in der Weltgeschichte rumreise heisst das nicht dass ich kein "Heimatgefühl" mehr brauche.

Ich dachte mir fast, dass du die Jüngere bist Das ist nicht wertend gemeint Ich denke jede Geschwisterrolle hat Vor-und Nachteile. Ich glaube, die Jüngere haben oft ein sonnigeres Gemüt und die Gabe, die Dinge lockerer zu sehen. Dafür brauchen sie öfter länger Unterstützung oder haben weniger Kampfgeist. Den haben dafür die Älteren, man musste sich ja schliesslich schon im Kindergartenalter mit irgendwas gegenüber dem süssen Baby vor den Erwachsenen behaupten. Dafür das merke ich oft fehlt mir das Leichtlebige.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass meine Schwester mich früher immer bewundert hat, ich war die grosse Schwester, die sie immer beschützt hat und schon "alles"
konnte und durfte. Sie sass oft auf dem Badewannenrand und hat zugeguckt wie ich mich für die ersten Parties aufgerüscht habe und wollte immer auch "n bisschen Schminke haben". Ich hab ihr das Fahrradfahren beigebracht und mit ihr Englisch geübt weil meine Mom immer mit ihr die Geduld verloren hat. Wenn ich das rückblickend betrachte hatte sie also immer jemand vor sich der mehr hatte, konnte, durfte. Und sie noch nicht... ist bestimmt nicht immer schön.

Andererseits kann ich mich dran erinnern, dass immer ich den
Ärger bekam, wenn wir gemeinsam etwas ausgefressen hatten. Dass ich "jetzt mal ruhig" sein sollte, wenn Schwesterchen weinte und alle die Kleine immer so süss fanden und ich keines Blickes mehr gewürdigt wurde. Ich musste auf einige Dinge verzichten und ich wurde auf einmal weniger in den Arm genommen als früher... war auch nicht immer schön.

Ich denke so gleichen sich beide Geschwisterrollen im Endeffekt mit Vor-und Nachteilen von selber aus. Schlimm finde ich es aber nur, wenn die Eltern das manipulieren und das ist bei uns der Fall. Dann kann nämlich keiner ein gesundes Verhältnis entwickeln.

Mit meiner Schwester habe ich darüber noch nie geredet, ich möchte sie da auch raushalten, da ich sie nicht als den Grund für das ganze Problem ansehe.

Liebe Grüsse
Xiupiu

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Juni 2006 um 9:30

Hallo
ich habe deswegen auch schon viele tränen vergoßen und und bin auch oft deswegen krank geweßen ,doch ich braiuch die kraft für meine tochter und es bessert sich ja auch nichts egal was macht oder sagt.ich kann entweder daran krank werden oder es ignorieren.ich muß sagen meine schwester bedeutet mir auch nicht mehr soviel wie das mal war.ich bin der meinung wenn meine eltern älter sind und es geht ans pflegen oder kümmern ist meine schwester die erste die davon nicht wissen will.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. Juni 2006 um 12:47

Du musst lernen, damit klar zu kommen
Hallo Xiupiu,

ich kann Dich gut verstehen, bei mir ist es so ähnlich. Ich will jetzt nicht ewig ausholen, sonst vermies ich mir nur den Tag Nur kurz: Es ist im Grunde wie bei dir, mein kleiner Bruder wird mir und meinem anderen Bruder deutlich vorgezogen, was materielle und persönliche Dinge betrifft. Auch ich wohne seit mehreren Jahren nicht mehr bei meinen Eltern. Neidisch bin ich auch, ganz ehrlich. Aber seit ich den Kontakt immer mehr verringert habe, geht es mir deutlich besser.

Ich denke, man kann seine Liebe nicht gerecht verteilen, auch als Mutter/Vater nicht. Menschen sind nicht perfekt. Sei stolz auf das, was Du leistest. Ich bin auch stolz auf mich. Ist wohl nicht so die feine Art, aber ehrlich gesagt gibt es mir eine gewisse Befriedigung, dass ich beruflich/sozial/etc. sehr viel erfolgreicher bin, als mein Bruder, dem stets alles abgenommen und jeder Fehler verziehen wurde. Irgendwie brauche ich das für mich persönlich als Kompensation.

Ich lehne mich evtl. etwas zu weit aus dem Fenster, aber ich denke bei Deiner um-Großeltern-kümmern-Geschichte geht es in die ähnliche Richtung. Du machst es nicht wegen Deiner Schwester, aber Du siehst Dein Engagement als Gelegenheit, dich Deiner Schwester gegenüber aufzuwerten. Sonst würdest Du nicht so einen Terz darum machen, dass Deine Schwester auf Besuche keinen Wert legt. Ich verurteile es nicht, bin ja auch nicht besser. Will es Dir nur vor Augen führen.

Quintessenz: Du solltest den Kontakt zu Eltern/Schwester evtl. reduzieren. Ich denke, Dein eigenes Leben sollte an Gewicht gewinnen und die Familienangelegenheiten eher an Gewicht verlieren. Ich wünsche Dir viel Erfolg.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram

Das könnte dir auch gefallen