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Kinderlos: Warum muss man sich als Frau ständig dafür rechtfertigen?

17. Juni um 12:43

He, ihr Lieben,
ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich würde gerne mal eure Meinung dazu hören. Wenn man heutzutage als Frau keine Kinder bekommt, scheint man wirklich ein Marsmensch für andere zu sein. Sie können diese Tatsache so gar nicht nachvollziehen. Wie oft wird man gefragt: Was ist passiert? Warum hast du keine Kinder? Was ist da schief gelaufen?
Als das letztlich ein alter Freund gefragt hat, den ich Jahre nicht gesehen habe, habe ich erst gelächelt, aber später ist mir aufgefallen, wie übergriffig das eigentlich von ihm war. Wie intolerant und voreingenommen.
Wenn man keine Kinder hat, muss man sich rechtfertigen. Die Erfahrung hab ich zumindest gemacht. Frage an euch, ihr lieben Frauen da draußen: Geht euch das genauso? Werdet ihr auch immer dumm angeguckt, weil ich keine Kinder habt?
Letztlich weiß ja niemand, was dahinter steckt, dass es so ist. Vielleicht fehlte der Partner, vielleicht hat es einfach nicht geklappt. Manchmal steckt ja auch was extrem trauriges dahinter. Da macht sich der Fragesteller auch nicht immer klar in dem Moment.
Freue mich von euren Erfahrungen zu hören. 
Habt einen tollen Tag!
Lina

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17. Juni um 13:02
In Antwort auf lina6673

He, ihr Lieben,
ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich würde gerne mal eure Meinung dazu hören. Wenn man heutzutage als Frau keine Kinder bekommt, scheint man wirklich ein Marsmensch für andere zu sein. Sie können diese Tatsache so gar nicht nachvollziehen. Wie oft wird man gefragt: Was ist passiert? Warum hast du keine Kinder? Was ist da schief gelaufen?
Als das letztlich ein alter Freund gefragt hat, den ich Jahre nicht gesehen habe, habe ich erst gelächelt, aber später ist mir aufgefallen, wie übergriffig das eigentlich von ihm war. Wie intolerant und voreingenommen.
Wenn man keine Kinder hat, muss man sich rechtfertigen. Die Erfahrung hab ich zumindest gemacht. Frage an euch, ihr lieben Frauen da draußen: Geht euch das genauso? Werdet ihr auch immer dumm angeguckt, weil ich keine Kinder habt?
Letztlich weiß ja niemand, was dahinter steckt, dass es so ist. Vielleicht fehlte der Partner, vielleicht hat es einfach nicht geklappt. Manchmal steckt ja auch was extrem trauriges dahinter. Da macht sich der Fragesteller auch nicht immer klar in dem Moment.
Freue mich von euren Erfahrungen zu hören. 
Habt einen tollen Tag!
Lina

Dass ich niemals Kinder haben wollte und dementsprechend auch keine bekommen habe (bin mittlerweile aus dem gebärfähigen Alter heraus), war für andere Menschen oft Thema, doch ich habe mich nicht in der Position gesehen, mich dafür rechtfertigen zu müssen.
Ich habe keine Kinder, Punkt. 
Dass ich deswegen dumm angeschaut wurde, habe ich allerdings nie so empfunden. Wobei ich mir auch keine großen Gedanken darüber gemacht habe, was andere davon halten. Das ging und geht mir am Poppes vorbei.

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17. Juni um 16:40
In Antwort auf meeresbrise21

Dass ich niemals Kinder haben wollte und dementsprechend auch keine bekommen habe (bin mittlerweile aus dem gebärfähigen Alter heraus), war für andere Menschen oft Thema, doch ich habe mich nicht in der Position gesehen, mich dafür rechtfertigen zu müssen.
Ich habe keine Kinder, Punkt. 
Dass ich deswegen dumm angeschaut wurde, habe ich allerdings nie so empfunden. Wobei ich mir auch keine großen Gedanken darüber gemacht habe, was andere davon halten. Das ging und geht mir am Poppes vorbei.

Ich ärgere mich auch immer wieder, dass ich dann anfange, Gründe zu nennen. Meist fällt einem erst hinterher ein, was man hätte sagen sollen. 
Zum Glück habe ich nicht nur Freundinnen mit Kindern, sondern auch etliche, die auch keine Kinder haben. (die allerdings noch welche bekommen könnten...) Und das hilft schon sehr, wenn man mit Menschen umgeben ist, die eben auch noch so ein Ohne-Kinder-Leben führen. 

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17. Juni um 18:00

Tja, Kinder haben scheint halt noch der Standart zu sein. Und wie bei jedem Thema gibt es eben Leute, die da eine sehr starke Meinung zu haben.

Ich kenne das auch, hauptsächlich von Bekannten und da kann man nicht groß was tun dagegen, ist halt noch total verbreitet dieser Gedanke und das damit verbundene Verhalten. Außer ignorieren fällt mir da aber auch nichts schlaues ein

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17. Juni um 18:37

Ich finde die Frage an sich nicht verwerflich. Klar, man kann damit ins Fettnäpfchen springen, wenn Kinder gewollt sind, aber es nicht klappt und man muss auch nicht jedem fremden seine innersten Beweggründe darlegen, aber unter Freunden/bekannten/verwandten: warum soll man daraus ein tabu-thema machen? Als wir ganz frisch verheiratet waren, kamen ständig Fragen, ob ich schon schwanger bin. In der Menge manchmal etwas anstrengend aber meist fand ich es ganz lustig oder neutral. Wenn man ein paar ist, wird man gefragt wann/ ob man heiratet. Während der Schule wird man gefragt, welchen beruf man später machen will usw. Es sind doch eigentlich nur Fragen nach deinem Lebensentwurf und eigentlich mag ich meinen Freunden so nahe stehen, dass ich das fragen darf, ohne dass die dann beleidigt sind. Und man kennt das Leben des anderen doch. Leute wo ich sehe, dass sie gern Kinder hätten, aber die Umstände es nicht ermöglichen werde ich bestimmt nicht fragen. Man will ja niemandem bewusst weh tun. 

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17. Juni um 19:15
In Antwort auf lina6673

He, ihr Lieben,
ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich würde gerne mal eure Meinung dazu hören. Wenn man heutzutage als Frau keine Kinder bekommt, scheint man wirklich ein Marsmensch für andere zu sein. Sie können diese Tatsache so gar nicht nachvollziehen. Wie oft wird man gefragt: Was ist passiert? Warum hast du keine Kinder? Was ist da schief gelaufen?
Als das letztlich ein alter Freund gefragt hat, den ich Jahre nicht gesehen habe, habe ich erst gelächelt, aber später ist mir aufgefallen, wie übergriffig das eigentlich von ihm war. Wie intolerant und voreingenommen.
Wenn man keine Kinder hat, muss man sich rechtfertigen. Die Erfahrung hab ich zumindest gemacht. Frage an euch, ihr lieben Frauen da draußen: Geht euch das genauso? Werdet ihr auch immer dumm angeguckt, weil ich keine Kinder habt?
Letztlich weiß ja niemand, was dahinter steckt, dass es so ist. Vielleicht fehlte der Partner, vielleicht hat es einfach nicht geklappt. Manchmal steckt ja auch was extrem trauriges dahinter. Da macht sich der Fragesteller auch nicht immer klar in dem Moment.
Freue mich von euren Erfahrungen zu hören. 
Habt einen tollen Tag!
Lina

Ja ich kenne das. Bei mir ist es zwar schon so, dass ich prinzipiell Kinder möchte ich mich aber auch dauernd „rechtfertigen“ muss warum ich noch nicht schwanger bin und eventuell noch ein paar Jahre warten will (bin 30). Ich werde auch oft komisch angeschaut, da ich noch Karriere machen will anstatt Kinder zu bekommen.
Gerade in der Arbeit wird viel über die Kinderlosen geredet...Karrieregeil und weiß was ich. 
Ich finde es sollte jeder so sein Leben leben wie er es für richtig hält. Ich würde nie Kollegen nach evtl Kinderwunsch fragen ... man weiß nie ab was die Kinderlosigkeit liegt. Ich habe aber auch vollstes Verständnis, wenn jemand einfach keine Kinder möchte.
 

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17. Juni um 22:17

Ganz einfach auf die Frage warum du keine Kinder hast die Gegenfrage stellen "Warum ist das wichtig?"

funktioniert immer ^^

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17. Juni um 22:41

Also mich interessiert das natürlich bei alten Freunden. Genauso wie die Frage, ob man verheiratet ist, Single oder was man beruflich macht. Um sich ein Gesamtbild zu schaffen. Oder ein Gesprächsthema zu haben bzw. dieses gleich abzuhaken als Thema.

Aber das da jemand negative Gedanken hat kann ich mir nicht vorstellen. Das ist wahrscheinlich alles nur pure Neugierde. Mach Dir keinen Kopf! Hinter den Fragen stecken wahrscheinlich keine schlechtenGedanken.

Ich hab zwei Kinder und glaub mir, wenn ich schon alte Schulkameradinnen getroffen habe, wo diese Frage natürlich auftaucht, hab ich schon mal gedacht, hat die es gut ohne Kinder, geht shoppen, ins Kino Erwachsenenfilm, schläft so lange sie will.....mit Kindern ist nicht immer alles nur so happy und toll. Oje, Rabenmutter für solche Gedanken Die Gedanken hab ich nur mal Blitzartig und kurz, bevor ich gleich verteufelt werde.

Jeder hat sein Lebensmodell. Denke, das wird von den meisten auch einfach so angenommen.

Ich bin überzeugt, daß sich die meisten keine Gedanken machen, was das in Dir auslöst.

Sehe es als lockere, neugierige Frage und sag: hat sich halt nicht ergeben.

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17. Juni um 22:47
In Antwort auf meeresbrise21

Dass ich niemals Kinder haben wollte und dementsprechend auch keine bekommen habe (bin mittlerweile aus dem gebärfähigen Alter heraus), war für andere Menschen oft Thema, doch ich habe mich nicht in der Position gesehen, mich dafür rechtfertigen zu müssen.
Ich habe keine Kinder, Punkt. 
Dass ich deswegen dumm angeschaut wurde, habe ich allerdings nie so empfunden. Wobei ich mir auch keine großen Gedanken darüber gemacht habe, was andere davon halten. Das ging und geht mir am Poppes vorbei.

Das wird der Punkt sein, WIE Du auf diese Frage reagierst. Wenn es für Dich egal ist und gleich so rüberkommt mit trotzdem Lächeln im Gesicht, ist es deinem Gegenüber auch kein Gespräch wert. "Hast Du eigentlich Kinder?": "Nein" Punkt. Dann Themenwechsel.

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18. Juni um 8:13
In Antwort auf user130511

Das wird der Punkt sein, WIE Du auf diese Frage reagierst. Wenn es für Dich egal ist und gleich so rüberkommt mit trotzdem Lächeln im Gesicht, ist es deinem Gegenüber auch kein Gespräch wert. "Hast Du eigentlich Kinder?": "Nein" Punkt. Dann Themenwechsel.

Ich denke auch, dass das viel ausmacht, wie man selbst dazu steht und ob die Kinderlosigkeit gewollt oder ungewollt ist.
Ich konnte damit immer locker umgehen, eben, weil Muttersein nie ein Thema für mich war und das hat man mir wahrscheinlich auch angemerkt, dass das kein  Thema in meinem eigenen Leben ist.

Jemand der unter seiner Kinderlosigkeit leidet, wird wahrscheinlich emotionaler auf eine Frage danach reagieren und sie sich auch mehr zu Herzen nehmen.

 

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18. Juni um 8:37
In Antwort auf lina6673

Ich ärgere mich auch immer wieder, dass ich dann anfange, Gründe zu nennen. Meist fällt einem erst hinterher ein, was man hätte sagen sollen. 
Zum Glück habe ich nicht nur Freundinnen mit Kindern, sondern auch etliche, die auch keine Kinder haben. (die allerdings noch welche bekommen könnten...) Und das hilft schon sehr, wenn man mit Menschen umgeben ist, die eben auch noch so ein Ohne-Kinder-Leben führen. 

Ich habe nur Freundinnen mit Kindern bzw. jetzt teilweise auch schon Enkelkindern. 

Vielleicht wäre das schwierig geworden, wenn ich selbst Kinder hätte haben wollen und keine hätte bekommen können, das kann ich nicht einschätzen, weil ich diesen Wunsch nie gehabt habe.
Und da ich generell nichts gegen Kinder habe, war das für unsere Freundschaften auch kein Problem, dass der Nachwuchs meiner Freundinnen einige Jahre lang Einfluss auf unsere Kontakte hatte. 
Von der anderen Seite meiner Freundschaften gab es auch nie Unverständnis dafür, dass ich keine Kinder haben wollte. Ich habe da nur Toleranz erlebt (ansonsten wären wir wohl nicht befreundet, wenn wir einander nicht so leben lassen können, wie wir es für uns selbst wünschen), genauso wie ich ihre Entscheidung für Kinder toleriert habe.



 

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18. Juni um 12:32

Klar, wenn man sich sicher ist, dass man 100 pro nie Kinder haben will / wollte, dann ist das alles auch kein Thema, das man groß bequatschen muss. Nur kann man echt 100 Prozent Nein sagen? Bei mir ist es eben nicht so. Vielleicht 90 Prozent oder 80. Aber doch nicht 100.
Und klar denkt man als Kinderlose auch daran, dass man im Alter einsam ist und wie schön Familie ist (gerade wenn die Eltern älter werden), da wird einem schon bewusst, dass man irgendwann komplett alleine sein wird. Und wenn man Freunde mit ihren Kindern sieht, dann denkt man eben nicht in jedem Moment: Gut, dass ich kein Kind habe, sondern ist auch oft beeindruckt und was wehmütig, dass man selbst nie so eine Bindung erleben wird. 

Und an santiago4671: Es geht hier nicht um eine Inszenierung als "Opfer". Das war jetzt ein netter Diss von dir. Als Mann kann man das auch nicht wirklich nachvollziehen, fürchte ich. Denn Männer können immer noch Kinder zeugen, selbst als uralte Kerle. Bei Frauen gibt es die gnadenlose biologische Uhr. Irgendwann ist Schluss. Und wenn man vorher keinen Kopf für Kinder hatte oder Karriere machen wollte, dann ist da plötzlich die 40 + und man muss sehen, dass es mit Kinderkriegen nichts mehr wird. Und klar, war das dann auch eine Entscheidung gegen ein Kind, aber keine 100-Prozent-ich-bin-komplett-gegen-KInder-Entscheidung. Die war es für mich nicht. Und genau deshalb kann ich auch nicht auf die Frage: Warum hast du kein Kind? einfach nur lächeln. Es gibt ja mehr als nur schwarz und weiß. Zumal die Frage zeigt, dass die Leute echt verstaubte Ansichten haben. Kinder kriegen, heiraten (nur weil man ein Paar ist) oder "Warum wohnt ihr nicht zusammen?" - mehr geht nicht, oder was? Auch so eine Frage, die zeigt: Die Leute sind noch nicht wirklich offen und frei im Denken. Jeder kann doch so leben wie er will . und heiraten und Familie gründen ist wirklich nicht mehr unbedingt der Standard. Die Leute sollten anfangen weiter zu denken. Das ist es, was mich nervt. Nicht meine Befindlichkeit und dass ich mich dann als Opfer fühle. Ich denke nur: Nimm mal die Schauklappen ab, Junge. Es gibt mehr als die alten Rollen. Das meinte ich. 

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18. Juni um 12:59
In Antwort auf lina6673

Klar, wenn man sich sicher ist, dass man 100 pro nie Kinder haben will / wollte, dann ist das alles auch kein Thema, das man groß bequatschen muss. Nur kann man echt 100 Prozent Nein sagen? Bei mir ist es eben nicht so. Vielleicht 90 Prozent oder 80. Aber doch nicht 100.
Und klar denkt man als Kinderlose auch daran, dass man im Alter einsam ist und wie schön Familie ist (gerade wenn die Eltern älter werden), da wird einem schon bewusst, dass man irgendwann komplett alleine sein wird. Und wenn man Freunde mit ihren Kindern sieht, dann denkt man eben nicht in jedem Moment: Gut, dass ich kein Kind habe, sondern ist auch oft beeindruckt und was wehmütig, dass man selbst nie so eine Bindung erleben wird. 

Und an santiago4671: Es geht hier nicht um eine Inszenierung als "Opfer". Das war jetzt ein netter Diss von dir. Als Mann kann man das auch nicht wirklich nachvollziehen, fürchte ich. Denn Männer können immer noch Kinder zeugen, selbst als uralte Kerle. Bei Frauen gibt es die gnadenlose biologische Uhr. Irgendwann ist Schluss. Und wenn man vorher keinen Kopf für Kinder hatte oder Karriere machen wollte, dann ist da plötzlich die 40 + und man muss sehen, dass es mit Kinderkriegen nichts mehr wird. Und klar, war das dann auch eine Entscheidung gegen ein Kind, aber keine 100-Prozent-ich-bin-komplett-gegen-KInder-Entscheidung. Die war es für mich nicht. Und genau deshalb kann ich auch nicht auf die Frage: Warum hast du kein Kind? einfach nur lächeln. Es gibt ja mehr als nur schwarz und weiß. Zumal die Frage zeigt, dass die Leute echt verstaubte Ansichten haben. Kinder kriegen, heiraten (nur weil man ein Paar ist) oder "Warum wohnt ihr nicht zusammen?" - mehr geht nicht, oder was? Auch so eine Frage, die zeigt: Die Leute sind noch nicht wirklich offen und frei im Denken. Jeder kann doch so leben wie er will . und heiraten und Familie gründen ist wirklich nicht mehr unbedingt der Standard. Die Leute sollten anfangen weiter zu denken. Das ist es, was mich nervt. Nicht meine Befindlichkeit und dass ich mich dann als Opfer fühle. Ich denke nur: Nimm mal die Schauklappen ab, Junge. Es gibt mehr als die alten Rollen. Das meinte ich. 

"Nur kann man echt 100 Prozent Nein sagen? "

Ich konnte das und hab dafür gesorgt, dass es 100%ig nicht geschehen wird.

"Und klar denkt man als Kinderlose auch daran, dass man im Alter einsam ist und wie schön Familie ist (gerade wenn die Eltern älter werden), da wird einem schon bewusst, dass man irgendwann komplett alleine sein wird. "

Auch das kenne ich nicht, da schreibst du für dich, aber nicht für alle Kinderlosen. 

Mal abgesehen davon, dass Kinder keine Garantie sind, dass man im Alter nicht alleine ist. Ich habe schon  einige Familien kennengelernt bzw. einzelne Mitglieder davon, wo die Kinder keinen Kontakt mehr zu den Eltern haben. 
Außerdem können auch andere Menschen einem näher stehen, als die eigene Verwandtschaft. Um nicht einsam sei zu müssen, bedarf es keiner eigenen Kinder. 



"Und wenn man Freunde mit ihren Kindern sieht, dann denkt man eben nicht in jedem Moment: Gut, dass ich kein Kind habe, sondern ist auch oft beeindruckt und was wehmütig, dass man selbst nie so eine Bindung erleben wird. "

Und wieder nicht "man", sondern du , mir ergeht es anders. 

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18. Juni um 13:02
In Antwort auf meeresbrise21

Ich denke auch, dass das viel ausmacht, wie man selbst dazu steht und ob die Kinderlosigkeit gewollt oder ungewollt ist.
Ich konnte damit immer locker umgehen, eben, weil Muttersein nie ein Thema für mich war und das hat man mir wahrscheinlich auch angemerkt, dass das kein  Thema in meinem eigenen Leben ist.

Jemand der unter seiner Kinderlosigkeit leidet, wird wahrscheinlich emotionaler auf eine Frage danach reagieren und sie sich auch mehr zu Herzen nehmen.

 

Nicht unbedingt. Ich wollte nie Kinder, aber trotzdem haben die Fragen mich genervt und ich hatte das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen. Vor allem, wenn jemand mit großen Augen ungläubig gefragt hat nach dem Motto: "Wie, du willst keine?" So als ob das irgendwie abnormal wäre.

Eine ganz normal gestellte Frage "Hast du eigentlich Kinder?" nervt mich aber nicht.

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18. Juni um 13:46
In Antwort auf lina6673

He, ihr Lieben,
ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich würde gerne mal eure Meinung dazu hören. Wenn man heutzutage als Frau keine Kinder bekommt, scheint man wirklich ein Marsmensch für andere zu sein. Sie können diese Tatsache so gar nicht nachvollziehen. Wie oft wird man gefragt: Was ist passiert? Warum hast du keine Kinder? Was ist da schief gelaufen?
Als das letztlich ein alter Freund gefragt hat, den ich Jahre nicht gesehen habe, habe ich erst gelächelt, aber später ist mir aufgefallen, wie übergriffig das eigentlich von ihm war. Wie intolerant und voreingenommen.
Wenn man keine Kinder hat, muss man sich rechtfertigen. Die Erfahrung hab ich zumindest gemacht. Frage an euch, ihr lieben Frauen da draußen: Geht euch das genauso? Werdet ihr auch immer dumm angeguckt, weil ich keine Kinder habt?
Letztlich weiß ja niemand, was dahinter steckt, dass es so ist. Vielleicht fehlte der Partner, vielleicht hat es einfach nicht geklappt. Manchmal steckt ja auch was extrem trauriges dahinter. Da macht sich der Fragesteller auch nicht immer klar in dem Moment.
Freue mich von euren Erfahrungen zu hören. 
Habt einen tollen Tag!
Lina

Kenne ich absolut nicht. Ich musste mich noch nie dafür rechtfertigen, dass ich keine Kinder habe. Im Gegenteil. Von den meisten Leuten (auch Eltern) bekomme ich meist ein "Hast du es gut" zu hören.

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18. Juni um 13:52
In Antwort auf debbi_879538

Nicht unbedingt. Ich wollte nie Kinder, aber trotzdem haben die Fragen mich genervt und ich hatte das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen. Vor allem, wenn jemand mit großen Augen ungläubig gefragt hat nach dem Motto: "Wie, du willst keine?" So als ob das irgendwie abnormal wäre.

Eine ganz normal gestellte Frage "Hast du eigentlich Kinder?" nervt mich aber nicht.

 "Vor allem, wenn jemand mit großen Augen ungläubig gefragt hat nach dem Motto: "Wie, du willst keine?" So als ob das irgendwie abnormal wäre."

Das habe ich, so weit ich mich erinnern kann, nicht in dieser Art erlebt.

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18. Juni um 14:01
In Antwort auf verdammtlangher

Kenne ich absolut nicht. Ich musste mich noch nie dafür rechtfertigen, dass ich keine Kinder habe. Im Gegenteil. Von den meisten Leuten (auch Eltern) bekomme ich meist ein "Hast du es gut" zu hören.

Von den meisten Leuten kenne ich das nicht unbedingt, aber ich hab das auch schon ab und zu zu hören bekommen bzw. dass Eltern (insbesondere Mütter) mir gesagt haben, dass sie, wenn sie nochmals entscheiden könnten, auch kinderlos geblieben wäre. Ich hab da auch schon mit Neid mir gegenüber zu kämpfen gehabt, den ich nicht nachvollziehen kann.
 

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18. Juni um 16:13

"Vielleicht fehlt dir einfach die Offenheit zu akzeptieren, das andere Menschen gewisse Dinge anders sehen als du."

Aber genau darum geht es mir doch. Ich will ja genau diese Offenheit und Akzeptanz untereinander. Dass die Leute akzeptieren, dass Frauen keine Kinder bekommen. Mich fragt ja auch keiner, warum ich keinen Hamster habe. Selbst die eigene Frauenärztin spricht einen darauf an, dass es "doch jetzt mal an der Zeit wäre für Nachwuchs" (Zitat). Und die Eltern des Freundes. Und die Nachbarin. Der beste Spruch war: "Einfach machen. Nicht lange nachdenken." Aber genau das sollte man doch unbedingt tun, BEVOR man Kinder in die Welt setzt. Also mal kurz nachdenken... 

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18. Juni um 18:49
In Antwort auf lina6673

He, ihr Lieben,
ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich würde gerne mal eure Meinung dazu hören. Wenn man heutzutage als Frau keine Kinder bekommt, scheint man wirklich ein Marsmensch für andere zu sein. Sie können diese Tatsache so gar nicht nachvollziehen. Wie oft wird man gefragt: Was ist passiert? Warum hast du keine Kinder? Was ist da schief gelaufen?
Als das letztlich ein alter Freund gefragt hat, den ich Jahre nicht gesehen habe, habe ich erst gelächelt, aber später ist mir aufgefallen, wie übergriffig das eigentlich von ihm war. Wie intolerant und voreingenommen.
Wenn man keine Kinder hat, muss man sich rechtfertigen. Die Erfahrung hab ich zumindest gemacht. Frage an euch, ihr lieben Frauen da draußen: Geht euch das genauso? Werdet ihr auch immer dumm angeguckt, weil ich keine Kinder habt?
Letztlich weiß ja niemand, was dahinter steckt, dass es so ist. Vielleicht fehlte der Partner, vielleicht hat es einfach nicht geklappt. Manchmal steckt ja auch was extrem trauriges dahinter. Da macht sich der Fragesteller auch nicht immer klar in dem Moment.
Freue mich von euren Erfahrungen zu hören. 
Habt einen tollen Tag!
Lina

Komisch dass dich das so stört

diejenigen die diese Frage stellen denken wahrscheinlich gar nicht groß drüber nach

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18. Juni um 19:59
In Antwort auf lina6673

Klar, wenn man sich sicher ist, dass man 100 pro nie Kinder haben will / wollte, dann ist das alles auch kein Thema, das man groß bequatschen muss. Nur kann man echt 100 Prozent Nein sagen? Bei mir ist es eben nicht so. Vielleicht 90 Prozent oder 80. Aber doch nicht 100.
Und klar denkt man als Kinderlose auch daran, dass man im Alter einsam ist und wie schön Familie ist (gerade wenn die Eltern älter werden), da wird einem schon bewusst, dass man irgendwann komplett alleine sein wird. Und wenn man Freunde mit ihren Kindern sieht, dann denkt man eben nicht in jedem Moment: Gut, dass ich kein Kind habe, sondern ist auch oft beeindruckt und was wehmütig, dass man selbst nie so eine Bindung erleben wird. 

Und an santiago4671: Es geht hier nicht um eine Inszenierung als "Opfer". Das war jetzt ein netter Diss von dir. Als Mann kann man das auch nicht wirklich nachvollziehen, fürchte ich. Denn Männer können immer noch Kinder zeugen, selbst als uralte Kerle. Bei Frauen gibt es die gnadenlose biologische Uhr. Irgendwann ist Schluss. Und wenn man vorher keinen Kopf für Kinder hatte oder Karriere machen wollte, dann ist da plötzlich die 40 + und man muss sehen, dass es mit Kinderkriegen nichts mehr wird. Und klar, war das dann auch eine Entscheidung gegen ein Kind, aber keine 100-Prozent-ich-bin-komplett-gegen-KInder-Entscheidung. Die war es für mich nicht. Und genau deshalb kann ich auch nicht auf die Frage: Warum hast du kein Kind? einfach nur lächeln. Es gibt ja mehr als nur schwarz und weiß. Zumal die Frage zeigt, dass die Leute echt verstaubte Ansichten haben. Kinder kriegen, heiraten (nur weil man ein Paar ist) oder "Warum wohnt ihr nicht zusammen?" - mehr geht nicht, oder was? Auch so eine Frage, die zeigt: Die Leute sind noch nicht wirklich offen und frei im Denken. Jeder kann doch so leben wie er will . und heiraten und Familie gründen ist wirklich nicht mehr unbedingt der Standard. Die Leute sollten anfangen weiter zu denken. Das ist es, was mich nervt. Nicht meine Befindlichkeit und dass ich mich dann als Opfer fühle. Ich denke nur: Nimm mal die Schauklappen ab, Junge. Es gibt mehr als die alten Rollen. Das meinte ich. 

Warum darf man dich denn nicht fragen, warum du dein Leben so lebst wie du es lebst? Ich bin der Meinung, wenn man mit seinen Entscheidungen zufrieden ist und hinter ihnen steht, sollte es auch kein Problem sein, diese darzulegen und über manche davon vielleicht sogar gerne zu sprechen, weil sie einen glücklich machen.

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18. Juni um 22:08

Ich stelle die Frage nach dem Kinderwunsch bei Freunden ab einem gewissen Alter sehr vorsichtig. Nicht, weil ich irgendwelche Rechtfertigungen für irgendwelche Lebensentwürfe hören will, sondern weil ich wissen möchte, wie sensibel ich dem- oder derjenigen gegenüber mit dem Thema Kinder umgehen sollte. Jemandem mit unerfülltem Kinderwunsch würde ich beispielsweise nicht rosig-tolle Geschichten von meinen Kindern auf die Nase binden, sondern dann eben da Thema Kinder eher meiden. Und bei Leuten die keine Kinder möchten finde ich es einfach interessant zu hören, was sie so mit dem Leben planen. Rechtfertigen muss sich da keiner, für mich sind das alles gleichberechtigte Lebensentwürfe.

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18. Juni um 23:00
In Antwort auf lina6673

He, ihr Lieben,
ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich würde gerne mal eure Meinung dazu hören. Wenn man heutzutage als Frau keine Kinder bekommt, scheint man wirklich ein Marsmensch für andere zu sein. Sie können diese Tatsache so gar nicht nachvollziehen. Wie oft wird man gefragt: Was ist passiert? Warum hast du keine Kinder? Was ist da schief gelaufen?
Als das letztlich ein alter Freund gefragt hat, den ich Jahre nicht gesehen habe, habe ich erst gelächelt, aber später ist mir aufgefallen, wie übergriffig das eigentlich von ihm war. Wie intolerant und voreingenommen.
Wenn man keine Kinder hat, muss man sich rechtfertigen. Die Erfahrung hab ich zumindest gemacht. Frage an euch, ihr lieben Frauen da draußen: Geht euch das genauso? Werdet ihr auch immer dumm angeguckt, weil ich keine Kinder habt?
Letztlich weiß ja niemand, was dahinter steckt, dass es so ist. Vielleicht fehlte der Partner, vielleicht hat es einfach nicht geklappt. Manchmal steckt ja auch was extrem trauriges dahinter. Da macht sich der Fragesteller auch nicht immer klar in dem Moment.
Freue mich von euren Erfahrungen zu hören. 
Habt einen tollen Tag!
Lina

Das geht die doch einen Scheiss an wieso du keine Kinder bekommen möchtest. 

muss man das denn neuerdings? Es gibt doch sowieso zu viele Menschen, ich bewundere jeden der bewusst kinderlos bleibt.

Auch nett aber diese Fragen aus deinem Umfeld, falls ihr schon seit Jahren verzweifelt Kinder wünschen würdet und es einfach nicht klappt. Dann wäre das wirklich bitter und traurig. Die wissen gar nicht ob sie Salz in irgendwelche Wunden streuen und vermutlich ist es denen egal.

Also ich verstehe JEDEN der keine Kidner mag. Ich mag die wenigsten Kinder. Ich finde es eklig wenn fremde Kinder herumsabbern, schreiben etc.

Beim eigenen ist das natürlich eine ganz andere Sache, da ist das wahrscheinlich geradezu süss und herzerwärmend. Aber bei anderen? Nein Danke. 

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19. Juni um 9:45

Klar, kann es mir egal sein, was andere denken. Da habt ihr alle recht. Und rechtfertigen muss sich niemand. Weder eine Frau ohne Kinder, noch die Frau mit 18 Kindern. Aber es ging um dieses: "Was ist bei dir schief gelaufen? Was ist da passiert, dass du keine Kinder hast?", das dieser Bekannte zu mir gesagt hat. Und da hätte ich ihm schon gerne die passende Antwort gegeben. Von wegen: Schon mal über den Tellerrand geschaut oder so... Nur ich war einfach etwas baff in dem Moment...

und juppiduh: Mir geht es ähnlich. Ich kenne etliche Paare, bei denen es nicht geklappt hat. Auch mit künstlicher Befruchtung und so nicht. Und seitdem passe ich sehr auf, was ich zu anderen sage. 

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19. Juni um 11:50
In Antwort auf lina6673

Klar, kann es mir egal sein, was andere denken. Da habt ihr alle recht. Und rechtfertigen muss sich niemand. Weder eine Frau ohne Kinder, noch die Frau mit 18 Kindern. Aber es ging um dieses: "Was ist bei dir schief gelaufen? Was ist da passiert, dass du keine Kinder hast?", das dieser Bekannte zu mir gesagt hat. Und da hätte ich ihm schon gerne die passende Antwort gegeben. Von wegen: Schon mal über den Tellerrand geschaut oder so... Nur ich war einfach etwas baff in dem Moment...

und juppiduh: Mir geht es ähnlich. Ich kenne etliche Paare, bei denen es nicht geklappt hat. Auch mit künstlicher Befruchtung und so nicht. Und seitdem passe ich sehr auf, was ich zu anderen sage. 

"Aber es ging um dieses: "Was ist bei dir schief gelaufen? Was ist da passiert, dass du keine Kinder hast?", das dieser Bekannte zu mir gesagt hat"

Solch eine Bemerkung habe ich nie zu hören bekommen, die ist aber auch wirklich dreist und frech.
Ich denke, ich hätte da zurück gefragt, was bei dem Typen schief gelaufen ist, dass er so hohl geworden ist.

 

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19. Juni um 12:01
In Antwort auf meeresbrise21

 "Vor allem, wenn jemand mit großen Augen ungläubig gefragt hat nach dem Motto: "Wie, du willst keine?" So als ob das irgendwie abnormal wäre."

Das habe ich, so weit ich mich erinnern kann, nicht in dieser Art erlebt.

Ich leider andauernd, da ich hauptsächlich von den Menschen gefragt wurde, die unbedingt Kinder wollten. Die, die keine wollten, fragten gar nicht erst.

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19. Juni um 12:04
In Antwort auf meeresbrise21

Von den meisten Leuten kenne ich das nicht unbedingt, aber ich hab das auch schon ab und zu zu hören bekommen bzw. dass Eltern (insbesondere Mütter) mir gesagt haben, dass sie, wenn sie nochmals entscheiden könnten, auch kinderlos geblieben wäre. Ich hab da auch schon mit Neid mir gegenüber zu kämpfen gehabt, den ich nicht nachvollziehen kann.
 

Das kenne ich auch. Ich habe mir dann immer gedacht "Hast du dir ja selbst so ausgesucht, selbst schuld." Gesagt habe ich das aber nicht so, das hätte die Situation nicht verbessert.

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19. Juni um 12:15
In Antwort auf debbi_879538

Ich leider andauernd, da ich hauptsächlich von den Menschen gefragt wurde, die unbedingt Kinder wollten. Die, die keine wollten, fragten gar nicht erst.

Ich bin darüber wirklich erstaunt, weil ich das so gar nicht kenne und ich bin, so viel ich weiß, auch noch älter als du.
Ich dachte, diese Zeiten sind schon zu "meiner Zeit" vorbei gewesen und es wurde auch nie wirklich hinterfragt, warum ich keine Kinder haben möchte.
Ob ich welche haben möchte, die Frage danach, die kenne ich durchaus, aber wenn ich gesagt habe "Nein", dann kam keine weiter Nachhakerei, und dass jemand getan hätte, dass das unnormal ist, das kenne ich wirklich nicht, daran könnte ich mich erinnern. 
Ich kenne so viele Menschen ohne Kinder, da bin ich wirklich platt, dass es scheinbar immer noch ein Thema bei einigen (ich kenne es nicht)ist, wenn jemand kein Kind bekommt.

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19. Juni um 12:57
In Antwort auf meeresbrise21

Ich bin darüber wirklich erstaunt, weil ich das so gar nicht kenne und ich bin, so viel ich weiß, auch noch älter als du.
Ich dachte, diese Zeiten sind schon zu "meiner Zeit" vorbei gewesen und es wurde auch nie wirklich hinterfragt, warum ich keine Kinder haben möchte.
Ob ich welche haben möchte, die Frage danach, die kenne ich durchaus, aber wenn ich gesagt habe "Nein", dann kam keine weiter Nachhakerei, und dass jemand getan hätte, dass das unnormal ist, das kenne ich wirklich nicht, daran könnte ich mich erinnern. 
Ich kenne so viele Menschen ohne Kinder, da bin ich wirklich platt, dass es scheinbar immer noch ein Thema bei einigen (ich kenne es nicht)ist, wenn jemand kein Kind bekommt.

Hängt wahrscheinlich von der Umgebung ab, in der man lebt.

Bei mir ländlich, katholisch und viele Mädchen konnten sich gar nichts anderes vorstellen, als zu heiraten und Kinder zu bekommen. Sie träumten schon als Kinder davon. Ein typischer Werdegang eines Mädchens war Hauptschule, Poly und Lehre als Friseurin, in Büro oder als Verkäuferin, dann ein paar Jahre arbeiten, dann heiraten und Kinder bekommen und erst einmal ein paar Jahre daheim bleiben. Dann Teilzeitarbeit bis die Kinder aus dem Haus sind und dann Pension. Ein Einfamilienhaus mit Garten und ein Mann mit solidem Job. Muss keine Führungskraft sein, Akademiker auch nicht, gut ist ein Handwerker, der am Haus viel selbst machen kann und einen sicheren Job hat.

Und dann war da ich, die das alles nie wollte. Mit meinem Lebensentwurf konnten die Mädchen und Frauen halt nix anfangen. 

Manche wollten mich sogar zum Kinderkriegen überreden. Ich würde ja so eine tolle Mutter abgeben mit meinem Wissen. 

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19. Juni um 13:16
In Antwort auf debbi_879538

Hängt wahrscheinlich von der Umgebung ab, in der man lebt.

Bei mir ländlich, katholisch und viele Mädchen konnten sich gar nichts anderes vorstellen, als zu heiraten und Kinder zu bekommen. Sie träumten schon als Kinder davon. Ein typischer Werdegang eines Mädchens war Hauptschule, Poly und Lehre als Friseurin, in Büro oder als Verkäuferin, dann ein paar Jahre arbeiten, dann heiraten und Kinder bekommen und erst einmal ein paar Jahre daheim bleiben. Dann Teilzeitarbeit bis die Kinder aus dem Haus sind und dann Pension. Ein Einfamilienhaus mit Garten und ein Mann mit solidem Job. Muss keine Führungskraft sein, Akademiker auch nicht, gut ist ein Handwerker, der am Haus viel selbst machen kann und einen sicheren Job hat.

Und dann war da ich, die das alles nie wollte. Mit meinem Lebensentwurf konnten die Mädchen und Frauen halt nix anfangen. 

Manche wollten mich sogar zum Kinderkriegen überreden. Ich würde ja so eine tolle Mutter abgeben mit meinem Wissen. 

Das mag wohl sein, vom katholisch geprägten Landleben, bin ich sehr weit entfernt aufgewachsen bzw. lebe ich ja auch heute.

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19. Juni um 13:16
In Antwort auf lina6673

He, ihr Lieben,
ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich würde gerne mal eure Meinung dazu hören. Wenn man heutzutage als Frau keine Kinder bekommt, scheint man wirklich ein Marsmensch für andere zu sein. Sie können diese Tatsache so gar nicht nachvollziehen. Wie oft wird man gefragt: Was ist passiert? Warum hast du keine Kinder? Was ist da schief gelaufen?
Als das letztlich ein alter Freund gefragt hat, den ich Jahre nicht gesehen habe, habe ich erst gelächelt, aber später ist mir aufgefallen, wie übergriffig das eigentlich von ihm war. Wie intolerant und voreingenommen.
Wenn man keine Kinder hat, muss man sich rechtfertigen. Die Erfahrung hab ich zumindest gemacht. Frage an euch, ihr lieben Frauen da draußen: Geht euch das genauso? Werdet ihr auch immer dumm angeguckt, weil ich keine Kinder habt?
Letztlich weiß ja niemand, was dahinter steckt, dass es so ist. Vielleicht fehlte der Partner, vielleicht hat es einfach nicht geklappt. Manchmal steckt ja auch was extrem trauriges dahinter. Da macht sich der Fragesteller auch nicht immer klar in dem Moment.
Freue mich von euren Erfahrungen zu hören. 
Habt einen tollen Tag!
Lina

Da gebe ich dir vollkommen recht. So etwas sollte eigentlich eine Entscheidung der Frau sein ob sie Kinder bekommen will oder nicht und sich nicht dafür rechtfertigen müssen. 

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20. Juni um 14:51

Sehe ich auch so. Weshalb sollte ein Mensch ein Problem damit haben, wenn ein anderer Mensch keine Kinder hat? Das tangiert doch dessen Leben überhaupt nicht. Hab ich auch so noch nirgends wahrgenommen oder erlebt.

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20. Juni um 14:52
In Antwort auf verdammtlangher

Kenne ich absolut nicht. Ich musste mich noch nie dafür rechtfertigen, dass ich keine Kinder habe. Im Gegenteil. Von den meisten Leuten (auch Eltern) bekomme ich meist ein "Hast du es gut" zu hören.

Von mir bekämst Du das momentan auch zu hören

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20. Juni um 15:01
In Antwort auf lina6673

He, ihr Lieben,
ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich würde gerne mal eure Meinung dazu hören. Wenn man heutzutage als Frau keine Kinder bekommt, scheint man wirklich ein Marsmensch für andere zu sein. Sie können diese Tatsache so gar nicht nachvollziehen. Wie oft wird man gefragt: Was ist passiert? Warum hast du keine Kinder? Was ist da schief gelaufen?
Als das letztlich ein alter Freund gefragt hat, den ich Jahre nicht gesehen habe, habe ich erst gelächelt, aber später ist mir aufgefallen, wie übergriffig das eigentlich von ihm war. Wie intolerant und voreingenommen.
Wenn man keine Kinder hat, muss man sich rechtfertigen. Die Erfahrung hab ich zumindest gemacht. Frage an euch, ihr lieben Frauen da draußen: Geht euch das genauso? Werdet ihr auch immer dumm angeguckt, weil ich keine Kinder habt?
Letztlich weiß ja niemand, was dahinter steckt, dass es so ist. Vielleicht fehlte der Partner, vielleicht hat es einfach nicht geklappt. Manchmal steckt ja auch was extrem trauriges dahinter. Da macht sich der Fragesteller auch nicht immer klar in dem Moment.
Freue mich von euren Erfahrungen zu hören. 
Habt einen tollen Tag!
Lina

Da hast Du vielleicht leider mit 1/2 komischen Leuten zu tun gehabt. Gibt halt Gefühlstrampel. Andere, zig Tausende denken sich da nichts komisches dabei.

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20. Juni um 15:48
In Antwort auf meeresbrise21

Das mag wohl sein, vom katholisch geprägten Landleben, bin ich sehr weit entfernt aufgewachsen bzw. lebe ich ja auch heute.

Bei uns hast du das überall, ganz Österreich ist hauptsächlich katholisch. Andere Konfessionen sind in der Minderheit.

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21. Juni um 6:29
In Antwort auf debbi_879538

Bei uns hast du das überall, ganz Österreich ist hauptsächlich katholisch. Andere Konfessionen sind in der Minderheit.

Meine Heimat liegt in einer norddeutschen Großstadt, da sieht es (in meinen Augen) glücklicherweise anders aus.

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21. Juni um 7:54

Auch wenn ich Kinder habe, finde ich solche Fragen vollkommen daneben. 

Heute könnte fast eher die Frage "erlaubt" sein "Warum habt Ihr - Hast Du Kinder" - Wo das Klima den Bach runter geht.

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23. Juni um 17:20
In Antwort auf devota1977

Auch wenn ich Kinder habe, finde ich solche Fragen vollkommen daneben. 

Heute könnte fast eher die Frage "erlaubt" sein "Warum habt Ihr - Hast Du Kinder" - Wo das Klima den Bach runter geht.

Naja, die durchschnittlich 1,2 Kinder in Österreich oder Deutschland sind sicher nicht das Problem, das die Überbevölkerung verursacht. Da muss man schon bei anderen Ländern schauen. 

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23. Juni um 22:14
In Antwort auf luna-violet

Naja, die durchschnittlich 1,2 Kinder in Österreich oder Deutschland sind sicher nicht das Problem, das die Überbevölkerung verursacht. Da muss man schon bei anderen Ländern schauen. 

Der ökologische Fußabdruck eines Kindes bzw. Erwachsenen hierzulande ist aber auch um ein vielfaches größer als der eines Kindes in Somalia, beispielsweise.

Bei uns sind es tatsächlich rein ökologische Überleungen, die gegen ein weiteres Kind sprechen. Wobei ich es auch schwierig finde, rein aus diesen Gründen persönlich auf ein weiteres Kind zu verzichten, während die Hartz4-Familie bei uns in der Nachbarschaft gerade ihr 7. Kind erwartet 

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24. Juni um 11:09

Ich finde es eher abstrus, das Wachsen der Weltbevölkerung komplett auszublenden, wenn man sieht auf welche Katastrophen wir zusteuern (Klimaerwärmung, Artensterben). Momentan liegt die Geburtenrate global bei 2,4 Kindern/Frau, es werden also relativ schnell mehr Menschen (exponentielles Wachstum). In absehbarer wird es für die Menschheit nicht einfacher, fruchtbare Böden und Trinkwasser werden nämlich eher weniger als mehr. Da finde ich es schon sinnvoll zu überlegen ob man a) den eigenen Kindern und Kindeskindern das Leben unter diesen Aussichten zumuten möchte und b) ob die Erde wirklich noch mehr Menschen braucht. Schwierig ist es natürlich, solche globalen Überlegungen dann ins individuelle Handeln zu übertragen. Denn auch hier gilt: warum sollte man selber im Sinne des Gemeinwohls verzichten, während es um einen herum sonst kaum einer tut?

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24. Juni um 11:43

Nicht in allen Ländern der Welt gibt es Aufklärung, Selbstbestimmung der Frau und freien Zugang zu Verhütungsmitteln. Verständlich, dass da nicht über Verzicht diskutiert werden kann.  

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24. Juni um 18:51
In Antwort auf juppiduh

Der ökologische Fußabdruck eines Kindes bzw. Erwachsenen hierzulande ist aber auch um ein vielfaches größer als der eines Kindes in Somalia, beispielsweise.

Bei uns sind es tatsächlich rein ökologische Überleungen, die gegen ein weiteres Kind sprechen. Wobei ich es auch schwierig finde, rein aus diesen Gründen persönlich auf ein weiteres Kind zu verzichten, während die Hartz4-Familie bei uns in der Nachbarschaft gerade ihr 7. Kind erwartet 

tja da bekommen Sie mehr Geld

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24. Juni um 18:53
In Antwort auf juppiduh

Ich finde es eher abstrus, das Wachsen der Weltbevölkerung komplett auszublenden, wenn man sieht auf welche Katastrophen wir zusteuern (Klimaerwärmung, Artensterben). Momentan liegt die Geburtenrate global bei 2,4 Kindern/Frau, es werden also relativ schnell mehr Menschen (exponentielles Wachstum). In absehbarer wird es für die Menschheit nicht einfacher, fruchtbare Böden und Trinkwasser werden nämlich eher weniger als mehr. Da finde ich es schon sinnvoll zu überlegen ob man a) den eigenen Kindern und Kindeskindern das Leben unter diesen Aussichten zumuten möchte und b) ob die Erde wirklich noch mehr Menschen braucht. Schwierig ist es natürlich, solche globalen Überlegungen dann ins individuelle Handeln zu übertragen. Denn auch hier gilt: warum sollte man selber im Sinne des Gemeinwohls verzichten, während es um einen herum sonst kaum einer tut?

das Ungleichgewicht ist nicht gut. moslemische Familien zb haben meist zig Kinder im Gegensatz zu Europäern

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24. Juni um 21:48

Weil wir hier in den westlichen Ländern normalerweise eine gesetzliche Rentenversicherung haben und nicht darauf angewiesen sind, dass uns später mal unsere Kinder versorgen. Und, wie gesagt: unser Lebensstil ist nunmal ungleich schädlicher als der vieler anderer Völker.

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