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Kinder sind jetzt im Heim- richtige Entscheidung???

4. Dezember 2004 um 11:36

Folgendes ist die Vorgeschichte: Meine 4 Neffen und 1 Nichte (Alter 3-11 Jahre) lebten bis gestern bei meiner Schwester.

Ich habe mich mit dem Jugendamt in Verbindung gesetzt, weil die Zustände für die Kinder immer schlimmer und schlimmer wurden. Meine Schwester ist Messie (Chaotin) und manisch krank (das Gegenteil von depressiv). Das bedeutet, sie hat keinerlei Verantwortungsbewußtsein, und fühlt sich immer richtig gut- merkt nicht das sie krank ist, trägt nie Schuld - immer nur die Kinder.

Ich hatte zuvor über Jahre versucht mit aufzuräumen, es war innerhalb kurzer Zeit wieder unordentlich. Die Kinder hatten keine saubere Wäsche, wurden nie geduscht. Stanken dementsprechend. Die Kleidung war völlig verdreckt. Wäscheberge lagen in riesigen Türmen zusammen mit dreckigen Windeln, und Müll im Kinderzimmer. Besuch von Freunden konnten die Kinder deshalb nicht empfangen.

Meine Schwester ist oft grundlos ausgeflippt, hat die Kinder mit einem Holzbügel regelrecht verdroschen. Einmal war ich dabei. Die Kinder waren bei mir gewesen, sie hatte den Kindern nicht Bescheid gegeben wann sie zu Hause sein sollten. Als ich sie brachte, meinte meine Schwester, daß sie zu spät kommen würden. Der Älteste - damals 10 Jahre alt - mußte selbst den Holzbügel holen (absolut demütigend!!) und alle mußten sich bücken, Hose herunter, ihren blanken Po zeigen. Dann wurden sie verdroschen. Die Kinder haben nicht einmal geweint. Ich war so schockiert- ich konnte mich nicht von der Stelle rühren. Ich weiß, daß das falsch war. Ich hätte dazwischen gehen sollen- mache mir noch immer Vorwürfe. Konnte nächtelang nicht schlafen- immer spielte sich die Szenerie vor meinen Augen ab.

Einmal kam das Jugendamt vorbei, und meine Mutter und ich wollten bei meiner Schwester aufräumen. Es sah wie immer katastrophal aus. Wir waren alleine zu Haus- sie ist beruftstätig. Mit einem Mal hörten wir von oben ein Wimmern. Und dann ein "Mama". Wir schauten nach, und sie hatte den damals 2 Jahre alten Jungen im dunklen Zimmer eingesperrt. Den Schlüssel des Zimmers hatte sie mit zur Arbeit genommen. Wir sind fast in die Luft gegangen. Wie kann man sein Kind so behandeln?? Den Schlüssel holte ich dann bei ihr ab- und sie grinste nur- als ob sie in einer anderen Welt leben würde. Am liebsten hätte ich sie vor den Kunden und Kollegen zusammen geschrien, aber ich konnte mich noch gerade so zurück halten.

Seit 2 Monaten kam der älteste Junge mich zwei Mal in der Woche nach der Schule besuchen. Er wirkte am Anfang sehr verstört, es besserte sich langsam. Die Zustände waren immer noch schlimm. Er weinte so bitterlich, er würde es kaum aushalten. Er müßte auf die Kleinen aufpassen- seine Mutter würde einfach Abends verschwinden, keiner wüßte wohin. (Ich weiß, daß sie sich immer mit verschiedenen Männern traf). Die Kleinen würden dann weinen, und alle könnten nicht schlafen. Da er die Kleinen nicht beruhigen konnte, rief er seine Mutter auf dem Handy an, und sie legte einfach auf ohne ihm ein Wort zu sagen!!!

Er würde geschlagen für Sachen, die er nicht gemacht hat. Er wird mit der Hand auf den Rücken verprügelt, er wird mit dem Holzbügel verprügelt. Seine Geschwister werden auch verprügelt. Es herrschen keine Regeln, keine festen Schlafenszeiten, kein regelmäßiges Essen. Zur Schule kommen sie zu spät, da sie die Kleinen anziehen müssen, wenn sie los wollen. Machen sie es nicht, bekommen sie Prügel. Machen sie es, bekommen sie Ärger von den Lehrern.

Sie müssen den Keller der voll mit Müll bis unter die Decke gestapelt ist, innerhalb von 20 Minuten aufräumen. Schaffen sie es nicht, gibt es Prügel. Meine Schwester brüllt den ganzen Tag herum. Das hört man bis nach draußen. Viele Klassenkameraden haben meinen Neffen darauf angesprochen, ihm ist das peinlich.

Kommen Freundinnen der Mutter mit ihren Kindern, unternimmt meine Schwester was mit denen und ihren Kindern, aber meine Neffen und Nichte müssen zu Hause bleiben.

Meine Schwester läuft immer in Designerkleidung und absolut aufgetackelt herum, die Kinder sehen herunter gekommen aus.

Ich bekam am Donnerstag um halb 10 Abends eine SMS von meinem Neffen: "Darf ich morgen zu Dir o. Oma bitte ich habe Angst"- das war dann er Auslöser. Ich rief gleich Freitag morgen noch einmal das Jugendamt an, verstärkte den Druck. Jetzt sind die Kinder im Heim.

Von meiner Familie werde ich jetzt unter Druck gesetzt- die Kinder hätten es im Heim nicht besser- evt. würden sie dort mißbraucht werden etc. Das Heim ist leider ca. 20 km von uns zu Hause weg, d.h. die Kinder müssen wohl die Schule wechseln. Wir können sie auf Grund der Entfernung auch nicht ständig sehen. Die Kinder wurden zudem getrennt- die 2 ältesten Neffen (11 und 9 Jahre) sind in einem anderen Heim als die drei Kleinen (7, 5, 3 Jahre). Diese beiden Sachen mißfallen mir. Habe ich die falsche Entscheidung getroffen?

Beim ersten Telefonat mit meinem ältesten Neffen hörte er sich nicht unglücklich an, eher erleichert. Aber vielleicht wird er bald seine Mama vermissen? Und seine Freunde, und wird es im Heim nicht mehr gut finden?

Meine Familie meint, ich wäre naiv zu glauben denen ginge es im Heim besser. Vielleicht hat auch jemand Heimerfahrung von Euch??? Bitte schreibt!!

Dürfen die Kinder am Wochenende denn zu mir oder den Großeltern? Wie läuft das, wenn meine Eltern (Großeltern der Kinder) bereit wären die Kinder als Pflege-Eltern zu nehmen? Müßte meine Schwester (die Mutter) da zustimmen?

Gruß, Netti

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4. Dezember 2004 um 13:44

Danke, Temptress!
Mir laufen die Tränen über die Wangen wenn ich Deinen Beitrag lese. Ich bin so unsicher, ob es die richtige Entscheidung war.

Ich bin selbst erst 24 Jahre alt, meine Geschwister alle älter. Selbst wurden wir sehr streng erzogen, zum Teil auch geschlagen, aber niemals so schlimm wie meine Schwester das tat. Wenn wir Mist gebaut haben, haben wir einen Klaps bekommen, und wir wußten dann auch warum. Als Kind war ich immer sehr, sehr traurig darüber- ich weiß es noch ganz genau. Es dauerte auch lange bis ich es verarbeitet habe.

Ich kann Kinder zumindest nicht schlagen, das weiß ich gewiß. Ein Kind ist doch so schutzlos- als Erwachsener muß man doch ein Vorbild sein. Ich hoffe so sehr, daß es die richtige Entscheidung getroffen habe und das meine Neffen und Nichten jetzt nicht so traurig und einsam sind wie ich. Ich fühle mich wirklich wie erstarrt.

Kann sie jetzt leider nicht besuchen- das muß ich am Montag mit dem Jugendamt absprechen. Das Handy von meinem Neffen ist aus. Könnte ich ihre Gesichter sehen, wüßte ich, ob die Entscheidung die richtige war.

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4. Dezember 2004 um 16:27

Ja, meine Schwester ist alleinerziehend,
und auch kein Papa oder kein Partner, der auf ihre Erziehung einwirken kann. Ich bin ja nicht ständig da, deshalb weiß ich nicht, was alles noch vorgefallen ist- welche weiteren Mißhandlungen es gab. Was mein ältester Neffe sagte, war meiner Vermutung nach, "nur" die Spitze des Eisberges.

Ich bin erwachsen, und werde Widerstände meiner Familie aushalten, aber die lieben Kinder hätten da keine Chance gehabt. Als ich meinen Neffen erzählte, ich hätte das Jugendamt benachrichtigt, sagte er sofort: "Darf ich auch aussagen?" und nach kurzem Zögern: "Nein, wenn Mama das erfährt, wird sie mich schlagen." Ich erklärte ihm, daß er auch anonym eine Aussage machen könne, wenn er das möchte. Und ob er wisse, was "anonym" heißt. Er wußte es.

Er sagte zu mir auch, er würde lieber "woanders wohnen, bei Oma, aber am liebsten bei Dir. Du verstehst meine Probleme am besten".
Das gab mir schon sehr zu denken, zumal das überlegt klang, und nicht aus einer Wut heraus.
Welches Kind möchte denn normalerweise nicht bei seiner Mutter wohnen?!

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4. Dezember 2004 um 16:53

Wunderbar,
Du hast Ihr wunderbar geantwortet,das man selber keine Worte mehr sagen kann und braucht. Das Du selber so gelitten hast,tut mir genau so leid, wie die Geschichte, die oben mit verzweiflung geschrieben wurde. Hut ab vor Euch allen, die Ihr hier geantwortet habt.

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4. Dezember 2004 um 16:53

Ich
kann mich temptress und ebba nur anschließen, Du hast das einzig Richtige für die Kinder getan um sie vor weiterer Gewalt zu schützen! Weißt Du, Du bist für die Kinder wie ein rettender Engel gewesen. Sei stolz auf Dich, denn mit Deinen 24 Jahren bist Du offenbar deutlich reifer und verantwortungsbewußter als der Rest Deiner Familie. Die (vorübergehende) Unterbringung im Heim ist auf jeden Fall besser als die Existenz (Leben kann ich das nicht nennen) bei Deiner Schwester. Jedes(!) Kind hat ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung, aber um dieses Recht durchzusetzen sind wir Erwachsenen in der Verantwortung. Und Du warst die Einzige, die verantwortlich gehandelt hat (von den weiteren Maßnahmen des Jugendamtes mal abgesehen).
Deine speziellen Fragen (letzter Abs.) kann ich leider nicht beantworten, aber es gibt in jeder größeren Stadt spezialisierte, kompetente Beratungsstellen (z.B. Erziehungs- und Familienberatungsstelle), weitere Adressen bzw. Rat bekommst Du beim Jugendamt, bei der Gleichstellungsstelle und auch beim Kinderschutzbund.
Auf jeden Fall ist es für die Kinder wichtig, dass sie wissen, dass Du Ihnen als Vertrauensperson zur Verfügung stehst und dass sie mit Dir über alles reden können, was sie bedrückt. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Kinder beraterische und therapeutische Angebote nutzen können, um das Erlebte zu verarbeiten.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!

glG,
Elfenh

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4. Dezember 2004 um 17:52
In Antwort auf atieno_11939915

Ich
kann mich temptress und ebba nur anschließen, Du hast das einzig Richtige für die Kinder getan um sie vor weiterer Gewalt zu schützen! Weißt Du, Du bist für die Kinder wie ein rettender Engel gewesen. Sei stolz auf Dich, denn mit Deinen 24 Jahren bist Du offenbar deutlich reifer und verantwortungsbewußter als der Rest Deiner Familie. Die (vorübergehende) Unterbringung im Heim ist auf jeden Fall besser als die Existenz (Leben kann ich das nicht nennen) bei Deiner Schwester. Jedes(!) Kind hat ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung, aber um dieses Recht durchzusetzen sind wir Erwachsenen in der Verantwortung. Und Du warst die Einzige, die verantwortlich gehandelt hat (von den weiteren Maßnahmen des Jugendamtes mal abgesehen).
Deine speziellen Fragen (letzter Abs.) kann ich leider nicht beantworten, aber es gibt in jeder größeren Stadt spezialisierte, kompetente Beratungsstellen (z.B. Erziehungs- und Familienberatungsstelle), weitere Adressen bzw. Rat bekommst Du beim Jugendamt, bei der Gleichstellungsstelle und auch beim Kinderschutzbund.
Auf jeden Fall ist es für die Kinder wichtig, dass sie wissen, dass Du Ihnen als Vertrauensperson zur Verfügung stehst und dass sie mit Dir über alles reden können, was sie bedrückt. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Kinder beraterische und therapeutische Angebote nutzen können, um das Erlebte zu verarbeiten.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!

glG,
Elfenh

Ich danke Euch allen!
Ihr macht mir Mut. Sobald ich die Kinder besuchen darf, werde ich darüber sprechen, daß sie bei Problemen immer zu mir kommen können- egal was es ist. Ich werde auch versuchen ihnen das Thema "sexueller Mißbrauch" näher zu bringen, um auszuschließen, daß das eintritt, was meine Familie sagt.

Ich kenne zwar nicht die genauen Statistiken, aber ich vermute, daß sexueller Mißbrauch eher eine Ausnahme im Heim ist, und von der Presse "hochgespielt" wird, so daß man denkt, es wäre die Regel. "Hochgespielt" heißt in dem Fall nicht, daß es mir mißfällt, daß die Presse darüber berichtet. Ganz im Gegenteil: Solche Fälle müssen öffentlich gemacht werden!!

Ich fühlte mich verpflichtet zu handeln, habe jetzt aber Angst, daß die Kinder im Heim auch leiden könnten. Entrissen vom vertrauten Umfeld, Schulwechsel, Kontakt nur nach Absprache mit dem Jugendamt... Oder brauchen die Kinder jetzt gerade den Abstand, um sich einzugewöhnen?

Andererseits habe ich als Erwachsener auch ein halbes Jahr gebraucht, um mich nach dem Umzug in eine neue Wohnung "wieder heimisch zu fühlen". Die Kinder werden auch Zeit benötigen, bis sie ihre "neue Familie" kennengelernt haben- Hauptsache es nutzt kein Erwachsener aus (in Form von Mißbrauch!!!)

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4. Dezember 2004 um 18:06

Wie alt seid ihr?
Darf ich fragen wie alt ihr seid, und ob ihr selbst Kinder habt?

Würde mich trösten, wenn ihr wenigstens so alt wie meine Schwester (38 J.) seid oder sagen könnt, daß gewaltfreie Erziehung nicht utopisch ist. Sie behauptet, ich sei naiv, und wüßte auch nicht wie man Kinder erzieht.

Meine Familie hat sich auf jeden Fall über mich lächerlich gemacht (ob ich hier die "Super-Nanny spiele" - was ich keineswegs tue), und auch gesagt, daß wenn ich meiner Schwester die Kinder wegnehme, doch selbst die Kinder nehmen soll, anstatt sie ins Heim zu stecken.

Das wäre mir aber nicht möglich. Fünf Kinder wären mir zuviel- zumal mein Freund da auch ein Wörtchen mitzureden hätte. Ich hätte als selbständige, die gerade ihre Firma erst aufbaut, leider zu wenig Zeit. Und ich habe auch noch keinen Wunsch nach Kindern. Diese Verantwortung ist mir derzeit eine Nummer zu groß, auch wenn andere in meinem Alter (24) vielleicht schon Kinder haben.

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4. Dezember 2004 um 18:34
In Antwort auf zowie_12530744

Wie alt seid ihr?
Darf ich fragen wie alt ihr seid, und ob ihr selbst Kinder habt?

Würde mich trösten, wenn ihr wenigstens so alt wie meine Schwester (38 J.) seid oder sagen könnt, daß gewaltfreie Erziehung nicht utopisch ist. Sie behauptet, ich sei naiv, und wüßte auch nicht wie man Kinder erzieht.

Meine Familie hat sich auf jeden Fall über mich lächerlich gemacht (ob ich hier die "Super-Nanny spiele" - was ich keineswegs tue), und auch gesagt, daß wenn ich meiner Schwester die Kinder wegnehme, doch selbst die Kinder nehmen soll, anstatt sie ins Heim zu stecken.

Das wäre mir aber nicht möglich. Fünf Kinder wären mir zuviel- zumal mein Freund da auch ein Wörtchen mitzureden hätte. Ich hätte als selbständige, die gerade ihre Firma erst aufbaut, leider zu wenig Zeit. Und ich habe auch noch keinen Wunsch nach Kindern. Diese Verantwortung ist mir derzeit eine Nummer zu groß, auch wenn andere in meinem Alter (24) vielleicht schon Kinder haben.

Hallo Netti,
Supergroßes Kompliment für Deine Aktion!
Ich bin gerade 29 geworden, habe selber 4 Kinder im Alter zwischen 3 und 7 Jahren, die ich unter der Woche (Di - Fr) auch alleine betreue. Ich muss gestehen, meine Kinder haben mich auch schon so provoziert, dass es mal einen Batscher mit der Hand auf den Po gegeben hat, aber das ist nichts Vorsätzliches gewesen, und ich fühle mich selber auch nicht gut dabei und würde es gerne rückgängig machen.
Die Aktionen Deiner Schwester sind Folter und Kindesmisshandlung gewesen, und eigentlich hätte schon viel früher jemand die Aktion durchziehen müssen, die Du jetzt gestartet hast.
Bei Deinem Bericht war ich ehrlich entsetzt. Das muss doch auch bei Kinderarzt, im Kiga oder in der Schule aufgefallen sein, aber leider schauen viele Leute zu gerne weg....
Ich weiss nicht, ob es möglich ist, absolut gewaltfrei zu erziehen, aber ich versuche es nach besten Kräften.
Das ist gut, dass Du weisst, dass es nahezu unmöglich für Dich wäre, Deine Nichten und Neffen selber zu nehmen. Wenn Du ein Kind bekommst, kannst Du Dich monattelang darauf vorbereiten, und wächst nachher mit den Problemen, die dad entsprechende Alöter mit sich bringt. Du wärst vermutlich absolut überfordert genauso wie ich auch, wenn ich meine 4 Kinder zum jetzigen Zeitpunkt und ohne weitere Kindererfahrung "vorgesetzt" bekäme. Sie werden jetzt vermutlich erstmal von Professionellen seelisch aufgerichtet und bekommen gezeigt, was "Kindsein" bedeutet, also spielen, lachen, ausgeruht und rechtzeitig in die Schule komnmen..... Sie brauchen Dich aber ganz dringend als Bezugsperson, damit sie ihren Halt nicht ganz verlieren.

Ich wünsche Dir viel Kraft für Dich und die Kinder!

Alles Liebe

Igelbaby

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4. Dezember 2004 um 20:16
In Antwort auf nona_12253863

Hallo Netti,
Supergroßes Kompliment für Deine Aktion!
Ich bin gerade 29 geworden, habe selber 4 Kinder im Alter zwischen 3 und 7 Jahren, die ich unter der Woche (Di - Fr) auch alleine betreue. Ich muss gestehen, meine Kinder haben mich auch schon so provoziert, dass es mal einen Batscher mit der Hand auf den Po gegeben hat, aber das ist nichts Vorsätzliches gewesen, und ich fühle mich selber auch nicht gut dabei und würde es gerne rückgängig machen.
Die Aktionen Deiner Schwester sind Folter und Kindesmisshandlung gewesen, und eigentlich hätte schon viel früher jemand die Aktion durchziehen müssen, die Du jetzt gestartet hast.
Bei Deinem Bericht war ich ehrlich entsetzt. Das muss doch auch bei Kinderarzt, im Kiga oder in der Schule aufgefallen sein, aber leider schauen viele Leute zu gerne weg....
Ich weiss nicht, ob es möglich ist, absolut gewaltfrei zu erziehen, aber ich versuche es nach besten Kräften.
Das ist gut, dass Du weisst, dass es nahezu unmöglich für Dich wäre, Deine Nichten und Neffen selber zu nehmen. Wenn Du ein Kind bekommst, kannst Du Dich monattelang darauf vorbereiten, und wächst nachher mit den Problemen, die dad entsprechende Alöter mit sich bringt. Du wärst vermutlich absolut überfordert genauso wie ich auch, wenn ich meine 4 Kinder zum jetzigen Zeitpunkt und ohne weitere Kindererfahrung "vorgesetzt" bekäme. Sie werden jetzt vermutlich erstmal von Professionellen seelisch aufgerichtet und bekommen gezeigt, was "Kindsein" bedeutet, also spielen, lachen, ausgeruht und rechtzeitig in die Schule komnmen..... Sie brauchen Dich aber ganz dringend als Bezugsperson, damit sie ihren Halt nicht ganz verlieren.

Ich wünsche Dir viel Kraft für Dich und die Kinder!

Alles Liebe

Igelbaby

Viel Kraft kann ich jetzt gebrauchen,
und ich danke Euch allen, daß Ihr mit Mut macht- egal wo Ihr da draußen seid! Danke.

Ich werde mein Bestes geben!!

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6. Dezember 2004 um 11:43
In Antwort auf zowie_12530744

Ja, meine Schwester ist alleinerziehend,
und auch kein Papa oder kein Partner, der auf ihre Erziehung einwirken kann. Ich bin ja nicht ständig da, deshalb weiß ich nicht, was alles noch vorgefallen ist- welche weiteren Mißhandlungen es gab. Was mein ältester Neffe sagte, war meiner Vermutung nach, "nur" die Spitze des Eisberges.

Ich bin erwachsen, und werde Widerstände meiner Familie aushalten, aber die lieben Kinder hätten da keine Chance gehabt. Als ich meinen Neffen erzählte, ich hätte das Jugendamt benachrichtigt, sagte er sofort: "Darf ich auch aussagen?" und nach kurzem Zögern: "Nein, wenn Mama das erfährt, wird sie mich schlagen." Ich erklärte ihm, daß er auch anonym eine Aussage machen könne, wenn er das möchte. Und ob er wisse, was "anonym" heißt. Er wußte es.

Er sagte zu mir auch, er würde lieber "woanders wohnen, bei Oma, aber am liebsten bei Dir. Du verstehst meine Probleme am besten".
Das gab mir schon sehr zu denken, zumal das überlegt klang, und nicht aus einer Wut heraus.
Welches Kind möchte denn normalerweise nicht bei seiner Mutter wohnen?!

Mehr Zivilcourage!!!
Hallo Netti,

bin 41 Jahre alt und Mutter (3,5 Jahre Sohn).

Gäbe es mehr Menschen mit Zivilcourage, so wie Sie, dann würde manches den Kindern erspart bleiben. Unser Sohn kennt seine Grenzen, die wir ihm aufzeigen. Natürlich will er sie immer ausdehnen - und das ist auch normal. Aber er hat seine Grenzen, altersgerecht und zu seinem Wohle. Dies hat nichts mit austoritärer Erziehung zu tun - eher mit konsequenter Erziehung. So wird es bei uns im Kindergarten gehandelt, so machen es einige meiner Freundinnen - und wir kommen ALLE ohne Schläge aus.

Natürlich gibt es mal Strafen, wenn die Rabauken über die Sträne hauen, aber das sind so Sachen wie "ein Tag keine Schokolade", oder "heute darf dein Freund nicht kommen", oder "nein, heute nicht auf den Spielplatz".

Sie verdienen meinen Respekt und ich bin glücklich, dass Sie die Kinder vor Schlimmerem bewahrt haben!

Machen Sie bitte nur einen Fehler nicht: werden Sie nie die Ersatzmama für die Kinder, bleiben Sie die Tante und die beste große Freundin, die Sie immer haben werden. SOnst könnten Sie vielleicht mal in eine Ecke rutschen, aus der Sie nicht mehr rauskommen.

Liebe Grüße
Lynn

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6. Dezember 2004 um 12:03
In Antwort auf moana_12095401

Mehr Zivilcourage!!!
Hallo Netti,

bin 41 Jahre alt und Mutter (3,5 Jahre Sohn).

Gäbe es mehr Menschen mit Zivilcourage, so wie Sie, dann würde manches den Kindern erspart bleiben. Unser Sohn kennt seine Grenzen, die wir ihm aufzeigen. Natürlich will er sie immer ausdehnen - und das ist auch normal. Aber er hat seine Grenzen, altersgerecht und zu seinem Wohle. Dies hat nichts mit austoritärer Erziehung zu tun - eher mit konsequenter Erziehung. So wird es bei uns im Kindergarten gehandelt, so machen es einige meiner Freundinnen - und wir kommen ALLE ohne Schläge aus.

Natürlich gibt es mal Strafen, wenn die Rabauken über die Sträne hauen, aber das sind so Sachen wie "ein Tag keine Schokolade", oder "heute darf dein Freund nicht kommen", oder "nein, heute nicht auf den Spielplatz".

Sie verdienen meinen Respekt und ich bin glücklich, dass Sie die Kinder vor Schlimmerem bewahrt haben!

Machen Sie bitte nur einen Fehler nicht: werden Sie nie die Ersatzmama für die Kinder, bleiben Sie die Tante und die beste große Freundin, die Sie immer haben werden. SOnst könnten Sie vielleicht mal in eine Ecke rutschen, aus der Sie nicht mehr rauskommen.

Liebe Grüße
Lynn

Den Rat nehme ich mir zu Herzen.
Ich werde Freundin und Tante bleiben, ein wichtiger Ansprechpartner, aber einer Mutterrolle fühle ich mich auch nicht gewachsen. Meine "innere Uhr" tickt noch nicht, daß ich unbedingt Kinder möchte, und ich bin mir nicht sicher, ob ich je Kinder haben werde, auch wenn ich gut mit Kindern umgehen kann und sie verstehe. Ich weiß, daß meine Neffen und Nichte mich als Ansprechpartner brauchen, und ich werde sie besuchen, und mit Ihnen telefonieren- wie es meine Zeit zuläßt. Eine Mutterrolle kann auch meiner Ansicht nach kein Fremder einnehmen, nur die Mutter selbst. Das was eine (normale) Mutter für ihre Kinder empfindet, kann ich mir als Nicht-Mutter auch noch nicht 100%-ig vorstellen. Ich glaube, ich wüßte es erst, wenn ich selbst Kinder geboren hätte.

Überigens habe ich jetzt doch noch "Verbündete" gefunden: Meine Eltern, die über das Wochenende verreist waren, und diese ganze Aktion verpaßt hatten, haben sich herzlich bei mir bedankt für meinen Mut. Sie sind auch der Ansicht, es war die richtige Entscheidung. Selbst hätten sie diesen Schritt aber nicht getan, glaube ich. Bin zumindest froh, daß sie mich unterstützen, da ist mir eine riesige Last von den Schultern gefallen. Ich bin sehr erleichtert, auch wenn meine restlichen 4 Geschwister + Familien, der Ex-Ehemann meiner Schwester, und die Eltern des Ex-Mannes meine Entscheidung aufs Schärfste kritisieren.

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6. Dezember 2004 um 13:30
In Antwort auf zowie_12530744

Den Rat nehme ich mir zu Herzen.
Ich werde Freundin und Tante bleiben, ein wichtiger Ansprechpartner, aber einer Mutterrolle fühle ich mich auch nicht gewachsen. Meine "innere Uhr" tickt noch nicht, daß ich unbedingt Kinder möchte, und ich bin mir nicht sicher, ob ich je Kinder haben werde, auch wenn ich gut mit Kindern umgehen kann und sie verstehe. Ich weiß, daß meine Neffen und Nichte mich als Ansprechpartner brauchen, und ich werde sie besuchen, und mit Ihnen telefonieren- wie es meine Zeit zuläßt. Eine Mutterrolle kann auch meiner Ansicht nach kein Fremder einnehmen, nur die Mutter selbst. Das was eine (normale) Mutter für ihre Kinder empfindet, kann ich mir als Nicht-Mutter auch noch nicht 100%-ig vorstellen. Ich glaube, ich wüßte es erst, wenn ich selbst Kinder geboren hätte.

Überigens habe ich jetzt doch noch "Verbündete" gefunden: Meine Eltern, die über das Wochenende verreist waren, und diese ganze Aktion verpaßt hatten, haben sich herzlich bei mir bedankt für meinen Mut. Sie sind auch der Ansicht, es war die richtige Entscheidung. Selbst hätten sie diesen Schritt aber nicht getan, glaube ich. Bin zumindest froh, daß sie mich unterstützen, da ist mir eine riesige Last von den Schultern gefallen. Ich bin sehr erleichtert, auch wenn meine restlichen 4 Geschwister + Familien, der Ex-Ehemann meiner Schwester, und die Eltern des Ex-Mannes meine Entscheidung aufs Schärfste kritisieren.

Schreckliche geschichte,
kann mir gar nicht vorstellen, wie ein erwachsener so mit kindern umgehen kann.

freut mich auch sehr, dass zumindest deine eltern dich unterstützen, kann mich nur anschliessen: hut ab!
scheinbar gehören schläge immer noch in die erziehung, angefangen mit dem kleinen klaps, tut ja nicht weh - nur wie demütigend und verletzend kann selbst der kleine klaps sein...

der rest deiner familie und ganz besondere die väter dieser kinder sollten sich in grund und boden schämen: wo waren sie denn?
auch väter haben pflichten, wenn es um ihre kinder geht.
übrigens sind soweit ich weiß schläge in der "kindererziehung" streng verboten.

wünsche euch alles gute auf euren weiterem weg: du hast den kindern die chance gegeben, dass sie ohne angst aufwachsen können. sie haben schon so viel mitgemacht, diese umstellung werden sie mit sicherheit packen, denn jetzt geht es wieder aufwärts

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6. Dezember 2004 um 14:36

Hallo Netti!
Erstmal kann ich mich nur allen anderen anschließen: das was du getan hast erfordert viel Mut und Stärke und es ist schön zu wissen, dass es noch (leider viel zu wenige) Menschen gibt, denen das Leid anderer wirklich am Herzen liegt und die nicht tatenlos zusehen, sondern eingreifen um die Situation zu ändern/verbessern.

Was mich aber noch interessiert:
Wie hat deine Schwester darauf reagiert? Hat sie endlich kapiert, was sie falsch macht? (Oft checken Menschen ja erst wenn es schon zu spät ist, was sie eigentlich für einen Bockmist gebaut haben.)

Warum ist nicht mal der Vater der Kleinen auf deiner Seite? Hatte er keinen Kontakt zu seinen Kindern oder ist er "auch so" wie deine Schwester?

War deine Schwester schon immer krank oder erst seit der Trennung von deinem Schwager?

LG lumaca

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6. Dezember 2004 um 18:54
In Antwort auf danbi_12330681

Schreckliche geschichte,
kann mir gar nicht vorstellen, wie ein erwachsener so mit kindern umgehen kann.

freut mich auch sehr, dass zumindest deine eltern dich unterstützen, kann mich nur anschliessen: hut ab!
scheinbar gehören schläge immer noch in die erziehung, angefangen mit dem kleinen klaps, tut ja nicht weh - nur wie demütigend und verletzend kann selbst der kleine klaps sein...

der rest deiner familie und ganz besondere die väter dieser kinder sollten sich in grund und boden schämen: wo waren sie denn?
auch väter haben pflichten, wenn es um ihre kinder geht.
übrigens sind soweit ich weiß schläge in der "kindererziehung" streng verboten.

wünsche euch alles gute auf euren weiterem weg: du hast den kindern die chance gegeben, dass sie ohne angst aufwachsen können. sie haben schon so viel mitgemacht, diese umstellung werden sie mit sicherheit packen, denn jetzt geht es wieder aufwärts

SCHOCK TEIL ZWEI!!!
Oh nein, gerade habe ich den nächsten Schlag versetzt bekommen:

Endlich habe ich von Jugendamt die Nachricht bekommen wo die Kinder sind, und habe sie angerufen. Da sagt mein Neffe:

"Mama hat uns verboten mit Dir Kontakt zu haben."

DAS DARF DOCH NICHT WAHR SEIN!! Jetzt geht quasi der Psychoterror für die Kinder weiter. Waren auch ziemlich kurz angebunden am Telefon- haben bestimmt Angst vor Bestrafung, falls ihre Mutter das herausfindet, daß sie doch mit mir telefoniert haben.

Was mache ich denn nun?

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6. Dezember 2004 um 19:01
In Antwort auf danbi_12330681

Schreckliche geschichte,
kann mir gar nicht vorstellen, wie ein erwachsener so mit kindern umgehen kann.

freut mich auch sehr, dass zumindest deine eltern dich unterstützen, kann mich nur anschliessen: hut ab!
scheinbar gehören schläge immer noch in die erziehung, angefangen mit dem kleinen klaps, tut ja nicht weh - nur wie demütigend und verletzend kann selbst der kleine klaps sein...

der rest deiner familie und ganz besondere die väter dieser kinder sollten sich in grund und boden schämen: wo waren sie denn?
auch väter haben pflichten, wenn es um ihre kinder geht.
übrigens sind soweit ich weiß schläge in der "kindererziehung" streng verboten.

wünsche euch alles gute auf euren weiterem weg: du hast den kindern die chance gegeben, dass sie ohne angst aufwachsen können. sie haben schon so viel mitgemacht, diese umstellung werden sie mit sicherheit packen, denn jetzt geht es wieder aufwärts

Die Väter sind eher "Samenspender",
haben die Kinder nie kennengelernt. Passend zum restlichen Chaos hat meine Schwester absolutes Chaos in ihren Beziehungen. Die beiden Väter haben sie mehr als "Affäre" gesehen. Der erste war verheiratet- seine Frau war völlig schockiert als sie erfuhr, daß er drei (!!!) Kinder mit einer anderen Frau hat. Der zweite Mann drückt sich vorm Unterhalt-Zahlen; ist quasi unauffindbar.

Der "soziale Vater", wie er sich nennt, der zeugungsunfähig ist, und während der ganzen Zeit trotzdem bei meiner Schwester geblieben ist, und auch mit ihr verheiratet war, himmelt sie immer noch an, und steht voll hinter ihr!! Unverständlich!!! Meiner Ansicht nach tickt der auch nicht ganz sauber. Er findet es nicht schlimm, daß die Kinder so verprügelt worden sind. Sagte noch: "Was willst Du denn machen, wenn ein Kind nicht gehorcht?"

Mir fehlen zu dem Ex-Ehemann komplett die Worte. Aber das ist ein anderes Kapitel...

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7. Dezember 2004 um 0:54

Hallo netti,
du hast absolut richtig gehandelt...hut ab!

da ich nicht viel zeit habe, werde ich mich kurz fassen...
ich bin sozialarbeiterin und habe eine zeitlang in einer wohngruppe gearbeitet... ein pendant zu einem heim... heime in dem sinne gibt es eigentlich nicht mehr...

erstmal brauchst du keine angst haben, dass die kinder zurück zur mutter kommen... nicht nach den schilderungen, die du hier getätigt hast... das jugendamt handelt im sinne des kindeswohls (klar gibt es da schwarze schafe aber laß uns mal vom poitiven blickwinkel ausgehen)...
ich denke, die kinder werden nicht dort bleiben wo sie jetzt sind...sind aber auf jeden fall in guten händen... leider wird es nicht ausbleiben, dass sie getrennt werden (das läßt sich bei so vielen kindern oftmals nicht mit der größe der einrichtungen vereinbaren, ist aber auch von bundesland zu bundesland verschieden)... das heißt aber nicht, dass der kontakt untereinander abbricht...die zuständigen sozialarbeiter werden sicherlich dafür sorgen, dass kontakte bestehen... auch die tatsache, dass du "nur" die tante bist, sollte dir nicht allzu große angst machen... wenn die kinder den kontakt wünschen, werden sie ihn auch bekommen...anrufen darfst du jederzeit (natürlich solltest du sie anfangs nicht überfordern)... schreib ihnen briefe dann haben sie etwas von dir... ich habe die erfahrung gemacht, dass solche dinge kinder sehr aufbauen... im laufe der zeit werden die kinder dich sicherlich auch besuchen dürfen..oma und opa sowieso...
nicht zu vergessen ist allerdings auch die tatsache, dass konkrete elternarbeit stattfindet... d.h. das zuständige heim, die zuständige wohngruppe wird den versuch starten mutter und kinder sich annähern zu lassen... allerdings denke ich, im vordergrund steht jetzt herauszubekommen in welcher psychischer verfassung die kinder jetzt sind und welche hilfe für sie die beste ist...
nicht verschweigen möchte ich, dass kinder, seien sie noch so sehr mißhandelt worden, immer heimweh haben und immer mama vermissen... ich hoffe allerdings sie geraten an kompetentes personal, dass sich die zeit nimmt und den kindern die zeit gibt ein menschenwürdiges leben zu führen...

wenn deinen eltern bereit sind die kinder in pflege zu nehmen, sollten sie das so bald wie möglich dem zuständigen jugendamt mitteilen... die mutter müsste unter umständen zustimmen..in deinem fall allerdings glaube ich sogar, dass das wegfällt... allerdings würde ich dir raten sie anzuzeigen...

solltest du noch weitere fragen haben, scheue dich nicht beim jugendamt nachzufragen...

im übrigen über mißbrauch im heim, würde ich mir an deiner stelle die wenigsten sorgen machen... die meisten wohngruppen funktionieren wie kleine familien... übrigens hat dort jedes kind einen zuständigen betreuer...

ich wünsche dir und den kindern alles gute

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7. Dezember 2004 um 7:18

Nein,
ich werde mich von der "Madame" nicht einschüchtern lassen, aber die Problematik, die ich sehe, ist folgende:

Kinder sind glücklich im Heim. Mutter setzt die Kinder extrem unter Druck, daß sie keinen Kontakt mit mir (wer weiß, vielleicht auch keinen Kontakt mit Oma und Opa = sind ja auch für das Heim, gegen meine Schwester!!) haben dürfen. Die Kinder sind wieder ängstlich. Haben Angst, wenn sie evt. in 6 Wochen, wie das Jugendamt mitteilte, nach Hause zu kommen. Angst vor weiterer, noch schlimmerer Mißhandlung!!!! So nehmen sie lieber in Kauf mit mir nicht zu sprechen oder sprechen mit mir, aber unter riesiger Angst und Druck!

Ich möchte aber nicht verantwortlich sein, daß die Kinder Angst haben. Werde deshalb heute sofort das Jugendamt und meine Eltern informieren. Die Kinder dürfen auf keinen Fall zu ihr zurück- erst dann werden sie wieder ruhig schlafen können. Eigentlich dürfte der Kontakt nicht mehr stattfinden bzw. unter Aufsicht. Wenn meine Schwester die Kinder derart einschüchtert- das ist unfaßbar!!!

@Temptress:

Ja, das Geld wird eine wichtige Rolle spielen! Sie hat ihr Girokonto um satte 10.000 EUR!!!! überschuldet- nur für Kleidung für sich. Das liegt an ihrer manischen Erkrankung. Ein Symptom ist es, daß die Patienten beflügelt durch ihre gute Laune ständig im Kaufrausch sind. Es werden viele unbrauchbare Sachen gekauft: Riesige Gemälde, die dann unausgepackt in der Ecke rumstehen usw.

Der erste Vater der Kinder zahlt so viel Unterhalt (Bankdirektor!), daß meine Schwester niemals Sozialhilfe bekommen würde. Dazu Kindergeld für 5 Kinder + 1500 EUR netto ihr Gehalt!! Also wenn man da nicht mit hinkommt?! Und wie gesagt: Kaum Wasserverbrauch- Kinder werden nie geduscht. Kaum Spielzeug, noch nicht mal zu Weihnachten hat sie Spielzeug für die Kinder gekauft!! (Nur Socken und Bettwäsche, altmodische 2nd Hand Kleidung- mehr Altkleider, mit der ich mich schämen würde meine Kinder los laufen zu lassen).

=> Und jetzt hat sie die Kündigung erhalten und die Kinder sind weg- also sie wird ganz schön "schwimmen". Ist aber gerichtlich am Klagen aufgrund ihres sozialen Status auf Wiedereinstellung.

Also: Wenn der Rest meiner Familie ihr hilft aufzuräumen, wozu sie definitiv nicht in der Lage ist, und einen auf äußerlich Reuende macht, bekommt sie ihre Kinder evt. in 6 Wochen wieder. Ich vermute, sie hat das auch ihren Kindern gesagt, und die haben jetzt wieder Angst!

Meine Meinung: Sie müßte in eine geschlossene Psychatrie- sonst wird die nächste Hölle für die Kinder noch schlimmer!

Leider darf in Deutschland keiner zwangs-eingeweist werden. Oder wißt ihr etwas?

Staatsanwaltschaft einschalten? Wer kennt sich aus?

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7. Dezember 2004 um 9:17
In Antwort auf olcay_12717538

Hallo Netti!
Erstmal kann ich mich nur allen anderen anschließen: das was du getan hast erfordert viel Mut und Stärke und es ist schön zu wissen, dass es noch (leider viel zu wenige) Menschen gibt, denen das Leid anderer wirklich am Herzen liegt und die nicht tatenlos zusehen, sondern eingreifen um die Situation zu ändern/verbessern.

Was mich aber noch interessiert:
Wie hat deine Schwester darauf reagiert? Hat sie endlich kapiert, was sie falsch macht? (Oft checken Menschen ja erst wenn es schon zu spät ist, was sie eigentlich für einen Bockmist gebaut haben.)

Warum ist nicht mal der Vater der Kleinen auf deiner Seite? Hatte er keinen Kontakt zu seinen Kindern oder ist er "auch so" wie deine Schwester?

War deine Schwester schon immer krank oder erst seit der Trennung von deinem Schwager?

LG lumaca

Hallo Lumaca,
Meine Schwester ist sauer, sie sagte sarkastisch: "Schönen Dank auch!" Ich weiß nicht wie es in ihrem Inneren aussieht, aber die Tatsache, daß sie den Kontakt zu mir und meinen Eltern abbricht, zeigt mir nur, daß sie gar nichts kapiert hat.

Auch beim letzten Gespräch am Abend nachdem die Kinder im Heim untergebracht worden sind, hat sie nicht begriffen warum ich das gemacht habe. Ich fragte sie: "Helen, Deine Kinder haben Angst vor Dir. Sie haben A N G S T, verstehst Du das nicht?" Sie schaute mich an, als wäre sie eine Maske- keine Mimik, keine Reaktion. Sie äußert sich in Konfliktreaktionen gar nicht. Das war schon immer so.

Sie ist schon von Kindauf Messie- liegt evt. an früh-kindlichem-Trauma, da sie quasi bei Oma und Opa erzogen worden ist, meine Eltern hatten sie relativ früh bekommen, und waren beide berufstätig. Sie wohnten alle in einem Haus. Als ich weiterer Nachwuchs ankündigte, zogen meine Eltern weg, ohne es langsamer angehen zu lassen. Dem Kind wurde quasi die Hauptvertraute (die Oma) entrissen- das mag eine Ursache für das Chaos sein. Bin aber kein Psychologe.

Erst jetzt (Scheidung, wechselnde sexuelle Kontakte, Geldprobleme, Überforderung) kamen die genetisch bedingte psychische Krankheit hinzu: Die Manie. Diese Krankheit beginnt of erst um die 38-40 Jahren. Sie ist zwar jetzt erst 38, aber hat die Krankheit schon einige Jahre. Meine Oma väterlicher Seite war auch manisch krank- ist irgendwann durchgedreht. Wußte nicht mehr wer sie war, wo sie wohnt. Dann kam sie in die Psychatrie.

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7. Dezember 2004 um 10:47
In Antwort auf zowie_12530744

SCHOCK TEIL ZWEI!!!
Oh nein, gerade habe ich den nächsten Schlag versetzt bekommen:

Endlich habe ich von Jugendamt die Nachricht bekommen wo die Kinder sind, und habe sie angerufen. Da sagt mein Neffe:

"Mama hat uns verboten mit Dir Kontakt zu haben."

DAS DARF DOCH NICHT WAHR SEIN!! Jetzt geht quasi der Psychoterror für die Kinder weiter. Waren auch ziemlich kurz angebunden am Telefon- haben bestimmt Angst vor Bestrafung, falls ihre Mutter das herausfindet, daß sie doch mit mir telefoniert haben.

Was mache ich denn nun?

Kommt Zeit - kommt Rat

Hi Netti,

ich würde an ihrer Stelle recht zügig mit den Erziehern Kontakt aufnehmen und die Situation möglichst sachlich besprechen. Je offener Sie mit den Erziehern sprechen, umso besser können diese die "geeigneten" Maßnahmen einleiten.

Vielleicht ist es erforderlich, dass die Kinder psychologischen Beistand brauchen (Trennung von der Mutter - Trennung der Geschwister usw. usw.) Gerade bei Kindern ist es für die Psychologen wichtig, dass sie möglichst umfassend Bescheid wissen!

Was ich mit der "besten großen Freundin" meinte..... Habe eine Stieftochter, die nie bei meinem Mann und mir gelebt hat, die jetzt 19 Jahre alt ist. Ich kenne sie, seit sie 5 Jahre alt ist. Niemals habe ich versucht die Mutterrolle einzunehmen, während ihre Mutter darauf bestand, dass sie zu Mamas neuem Mann Papa sagt.

Jetzt ist sie fast erwachsen und Mama ist ziemlich eifersüchtig auf mich, da sie viele pubertäre Sachen mit mir besprochen hat, obwohl sie in wirklich gutes Verhältnis zur leiblichen Mutter hat.

Die Mutterrolle können Sie nicht übernehmen, da müssen jetzt leider die Erzieher durch - aber die gute Freundin, die können Sie ein ganzes Leben lang für die Kinder sein.

Und mit der biologischen Uhr..... Ich war knapp 38 Jahre alt, als unser Sonnenschein auf die Welt kam, hatte vorher "Karriere gemacht" und bin jetzt (obwohl selbständig und auf die Mithilfe vom Au-Pair angwiesen) leidenschaftliche Mutter. Die Zeiten, die wir gemeinsam haben, genießen wir in vollen Zügen - und auch das lässt sich verbinden, seien Sie ganz sicher!!!

Werde weitere News aufmerksam verfolgen, aber halten Sie BITTE einen offenen Kontakt zu den Erziehern, damit das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und den Kindern nicht von der Mutter gestört wird.

Liebe Grüße
Lynn

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7. Dezember 2004 um 11:34

Wäre Dir sehr dankbar,
wenn Du Deinen Freund mal fragen könntest, was er empfehlen könnte. Einen guten Rechtsanwalt habe ich. Den könnte ich konsultieren.

Ich war ja schon mit meiner Schwester dieses Jahr bei einem Psychiater, aber nur 2x. Beides Mal habe ich sie erinnert, abgeholt, hingebracht, damit sie auch wirklich hingeht. Aber ihrer Meinung "bringt das nichts", und sie fühlt sich auch nicht krank.

Info zur Manie: (Sie ist nur manisch, depressiv gar nicht!)

Manie: Die Manie ist mehr oder weniger das Gegenteil der Depression. Sie ist durch gehobene Stimmung, gesteigerten Antrieb und beschleunigtes Denken bis hin zur Ideenflucht (d.h. Gedankengänge können nicht zu Ende gedacht werden, da immer wieder durch neue Gedanken unterbrochen werden) gekennzeichnet.

Der Betroffenen leidet an einem Zuviel an Gefühl, Antrieb und Impuls. Die Betroffenen können fröhlich, witzig, ausgelassen und ansteckend wirken, sie sind jedoch mindestens ebenso häufig gereizt, aggressiv und streitsüchtig.

Manische Patienten überschätzen sich häufig völlig, sie halten sich für hochintelligent und leistungsfähig und glauben sämtliche Probleme lösen zu können.

Da sie in der Regel keine Krankheitseinsicht besitzen, neigen sie dazu, ihre Größenideen in die Tat umzusetzen und sich so z.B. durch eine völlige Überschuldung finanziell zu ruinieren.

Die Betroffenen sind manchmal für ihre Umgebung auf Grund ihrer gesteigerten Aktivität, dem erhöhten Bewegungsdranges und der häufig vorhandenen Gereiztheit und Enthemmung nur schwer zu ertragen. In der Manie fühlen sich die meisten Betroffenen sehr gut, andere erleben ihren Zustand jedoch als persönlichkeitsfremd und leiden unter ihm.

Die Diagnose habe ich nicht von einem Arzt, aber da ich gelesen habe, daß es vererblich ist, und meine Oma manisch war (Diagnose vom Arzt, jahrelange Therapie!), habe ich mich über die Symptome informiert. Und es paßt wirklich jedes Detail auf meine Schwester.


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8. Dezember 2004 um 8:55

Liebe Netti,
es ist toll dass es noch so engagierte Menschen wie dich gibt. Wenn deine Schwester als erwachsener Mensch ihr eigenes Leben nicht auf die Reihe kriegt, wie soll sie da eine gute Mutter sein... was sie getan hat war echt grausam.

Lass dir bloß nicht einreden du hättest als Kinderlose und Jüngere keine Ahnung. Du hast gesunden Menschenverstand, im Gegensatz zu deiner Schwester die wohl ein echt großes psychisches Problem hat, und das reicht ja wohl!

Mir ist auch schon spontan die Hand ausgerutscht, aber dieser Psychoterror und solche körperliche Misshandlungen ... unvorstellbar!

Deine Schwester ist mit den Kindern und ihrem Leben heillos überfordert und sollte dir eigentlich dankbar sein. Würde mich nicht wundern, wenn aus ihr jetzt nur gekränkter Stolz spricht und sie insgeheim ganz froh ist, ihre Kinder los zu sein.

Mir ist es allerdings auch passiert dass meine Schwester das Jugendamt auf mich angesetzt hat, mit absolut abstrusen Vorwürfen, sogar mit Drogen sollte ich angeblich zu tun haben.

Jedenfalls hat das Jugendamt sofort reagiert, um zu sehen, ob an den Vorwürfen was dran ist.

Es war alles sehr abgefahren, trotzdem muss ich sagen fand ich es sehr gut dass das Jugendamt alles sofort geprüft hat. Sie haben mit der Kitaleiterin und mit Nachbarn im Haus gesprochen, um sich ihr eigenes Bild zu machen. Ich hab mein Kind heute immer noch und der Fall ist erledigt.

Was ich damit sagen möchte ist, deinen Schilderungen zufolge hast du alles absolut richtig gemacht, und ich finde es auch sehr mutig, dass du es durchgezogen hast, obwohl die Widerstände in der Familie so stark sind und du jetzt die Rolle des Sündenbocks hast.

Wenn die Kinder tatsächlich sofort weggeholt wurden, dann war es auch wirklich richtig so. Wenn sich deine Schwester nichts vorzuwerfen hätte, hätte das Jugendamt das sicherlich auch so gesehen und die Kinder dort gelassen, so wie bei mir.

Was für ein Glück dass diese Kinder dich als Tante und Freundin haben.

alles Liebe, Glen

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8. Dezember 2004 um 11:19
In Antwort auf glen

Liebe Netti,
es ist toll dass es noch so engagierte Menschen wie dich gibt. Wenn deine Schwester als erwachsener Mensch ihr eigenes Leben nicht auf die Reihe kriegt, wie soll sie da eine gute Mutter sein... was sie getan hat war echt grausam.

Lass dir bloß nicht einreden du hättest als Kinderlose und Jüngere keine Ahnung. Du hast gesunden Menschenverstand, im Gegensatz zu deiner Schwester die wohl ein echt großes psychisches Problem hat, und das reicht ja wohl!

Mir ist auch schon spontan die Hand ausgerutscht, aber dieser Psychoterror und solche körperliche Misshandlungen ... unvorstellbar!

Deine Schwester ist mit den Kindern und ihrem Leben heillos überfordert und sollte dir eigentlich dankbar sein. Würde mich nicht wundern, wenn aus ihr jetzt nur gekränkter Stolz spricht und sie insgeheim ganz froh ist, ihre Kinder los zu sein.

Mir ist es allerdings auch passiert dass meine Schwester das Jugendamt auf mich angesetzt hat, mit absolut abstrusen Vorwürfen, sogar mit Drogen sollte ich angeblich zu tun haben.

Jedenfalls hat das Jugendamt sofort reagiert, um zu sehen, ob an den Vorwürfen was dran ist.

Es war alles sehr abgefahren, trotzdem muss ich sagen fand ich es sehr gut dass das Jugendamt alles sofort geprüft hat. Sie haben mit der Kitaleiterin und mit Nachbarn im Haus gesprochen, um sich ihr eigenes Bild zu machen. Ich hab mein Kind heute immer noch und der Fall ist erledigt.

Was ich damit sagen möchte ist, deinen Schilderungen zufolge hast du alles absolut richtig gemacht, und ich finde es auch sehr mutig, dass du es durchgezogen hast, obwohl die Widerstände in der Familie so stark sind und du jetzt die Rolle des Sündenbocks hast.

Wenn die Kinder tatsächlich sofort weggeholt wurden, dann war es auch wirklich richtig so. Wenn sich deine Schwester nichts vorzuwerfen hätte, hätte das Jugendamt das sicherlich auch so gesehen und die Kinder dort gelassen, so wie bei mir.

Was für ein Glück dass diese Kinder dich als Tante und Freundin haben.

alles Liebe, Glen

Bin froh, daß von Fremden zu hören!
Man zweifelt ja schon fast selbst an seinem Menschenverstand, wenn man nur Negatives hört. Vor allem von Leuten, die sich nie um die Kinder und meine Schwester gescherrt haben, von denen hagelt die jetzt heftigste Kritik! Aber das ist wahrscheinlich immer so...

Mir ist es aber jetzt lieber so, bevor noch Schlimmeres passiert wäre. Dann hätte ich mir viel mehr Vorwürfe gemacht- und die, die jetzt "ihr Maul aufreißen", denen wäre es dann wahrscheinlich egal gewesen.

Außerdem ist es ja leicht, mit dem "Strom zu schwimmen", statt schwierige Entscheidungen zu treffen, bei dem man auf ordentlichen Gegenwind trifft. Manche machen es sich jetzt leicht- ist doch klar.

Mit meiner Schwester werde ich auch irgendwann wieder Kontakt knüpfen- vielleicht wenn sie ihre Fehler mal einsieht, dann wird sie meine Entscheidung verstehen. Es wird sonst schwer Kontakt zu meinen Neffen und Nichte zu halten, wenn sie wieder nach Hause kommen sollten.

Meine Schwester trommelt auf jeden Fall ordentlich Leute zusammen, damit das Haus auf Vordermann gebracht wird. Unter Druck scheint es also doch zu klappen- wenigstens etwas Positives!! Das hätte sie mal vor Jahren schon machen sollen.

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8. Dezember 2004 um 11:33
In Antwort auf bleudeq

Hallo netti,
du hast absolut richtig gehandelt...hut ab!

da ich nicht viel zeit habe, werde ich mich kurz fassen...
ich bin sozialarbeiterin und habe eine zeitlang in einer wohngruppe gearbeitet... ein pendant zu einem heim... heime in dem sinne gibt es eigentlich nicht mehr...

erstmal brauchst du keine angst haben, dass die kinder zurück zur mutter kommen... nicht nach den schilderungen, die du hier getätigt hast... das jugendamt handelt im sinne des kindeswohls (klar gibt es da schwarze schafe aber laß uns mal vom poitiven blickwinkel ausgehen)...
ich denke, die kinder werden nicht dort bleiben wo sie jetzt sind...sind aber auf jeden fall in guten händen... leider wird es nicht ausbleiben, dass sie getrennt werden (das läßt sich bei so vielen kindern oftmals nicht mit der größe der einrichtungen vereinbaren, ist aber auch von bundesland zu bundesland verschieden)... das heißt aber nicht, dass der kontakt untereinander abbricht...die zuständigen sozialarbeiter werden sicherlich dafür sorgen, dass kontakte bestehen... auch die tatsache, dass du "nur" die tante bist, sollte dir nicht allzu große angst machen... wenn die kinder den kontakt wünschen, werden sie ihn auch bekommen...anrufen darfst du jederzeit (natürlich solltest du sie anfangs nicht überfordern)... schreib ihnen briefe dann haben sie etwas von dir... ich habe die erfahrung gemacht, dass solche dinge kinder sehr aufbauen... im laufe der zeit werden die kinder dich sicherlich auch besuchen dürfen..oma und opa sowieso...
nicht zu vergessen ist allerdings auch die tatsache, dass konkrete elternarbeit stattfindet... d.h. das zuständige heim, die zuständige wohngruppe wird den versuch starten mutter und kinder sich annähern zu lassen... allerdings denke ich, im vordergrund steht jetzt herauszubekommen in welcher psychischer verfassung die kinder jetzt sind und welche hilfe für sie die beste ist...
nicht verschweigen möchte ich, dass kinder, seien sie noch so sehr mißhandelt worden, immer heimweh haben und immer mama vermissen... ich hoffe allerdings sie geraten an kompetentes personal, dass sich die zeit nimmt und den kindern die zeit gibt ein menschenwürdiges leben zu führen...

wenn deinen eltern bereit sind die kinder in pflege zu nehmen, sollten sie das so bald wie möglich dem zuständigen jugendamt mitteilen... die mutter müsste unter umständen zustimmen..in deinem fall allerdings glaube ich sogar, dass das wegfällt... allerdings würde ich dir raten sie anzuzeigen...

solltest du noch weitere fragen haben, scheue dich nicht beim jugendamt nachzufragen...

im übrigen über mißbrauch im heim, würde ich mir an deiner stelle die wenigsten sorgen machen... die meisten wohngruppen funktionieren wie kleine familien... übrigens hat dort jedes kind einen zuständigen betreuer...

ich wünsche dir und den kindern alles gute

Es hilft mir zu wissen, wie die internen Vorgänge ablaufen!
Danke für Deine Erklärung.

Die Frau vom Jugendamt ist sehr kompetent! Die Annäherung zwischen Mutter und Kinder fängt jetzt an. Dieses Wochenende treffen sie sich zum ersten Mal.

Ich habe einen Brief für die Neffen geschrieben, danke für den Tipp. (Bzw. 2 Briefe, für jede Wohngruppe einen). Habe auch eine kleine Geschichte von mir mit eingearbeitet, die sie trösten soll, wenn sie Heimweh haben.

Meine Eltern (Oma und Opa der Kinder) haben dem Jugendamt Bescheid gegeben, daß sie alle Kinder nehmen würden. Ich kann mir aber kaum vorstellen, daß meine Schwester da zustimmt.

Was meinst Du mit: "ich denke, die kinder werden nicht dort bleiben wo sie jetzt sind..."??

Wo kommen die Kinder in der Regel hin? Angeblich sollen die Kinder ca. 6 Wochen erstmal in der Wohngruppe bleiben- es ist nur für Krisensituationen gedacht.

Kommen sie dann wieder zurück zu ihrer Mutter? Innerhalb so kurzer Zeit ist evt. mit Hilfe das Haus ordentlicher, aber die Verhaltensmuster mit dem Schlagen sind noch lange nicht weg.

Macht es das Verhältnis nicht noch schlechter zwischen mir, meiner Schwester (und den Kindern) wenn ich meine Schwester anzeige? Anzeigen wegen Gewalt gegen Schutzbefohlener?

Bitte antworte baldmöglichst!!!

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8. Dezember 2004 um 13:22
In Antwort auf zowie_12530744

Es hilft mir zu wissen, wie die internen Vorgänge ablaufen!
Danke für Deine Erklärung.

Die Frau vom Jugendamt ist sehr kompetent! Die Annäherung zwischen Mutter und Kinder fängt jetzt an. Dieses Wochenende treffen sie sich zum ersten Mal.

Ich habe einen Brief für die Neffen geschrieben, danke für den Tipp. (Bzw. 2 Briefe, für jede Wohngruppe einen). Habe auch eine kleine Geschichte von mir mit eingearbeitet, die sie trösten soll, wenn sie Heimweh haben.

Meine Eltern (Oma und Opa der Kinder) haben dem Jugendamt Bescheid gegeben, daß sie alle Kinder nehmen würden. Ich kann mir aber kaum vorstellen, daß meine Schwester da zustimmt.

Was meinst Du mit: "ich denke, die kinder werden nicht dort bleiben wo sie jetzt sind..."??

Wo kommen die Kinder in der Regel hin? Angeblich sollen die Kinder ca. 6 Wochen erstmal in der Wohngruppe bleiben- es ist nur für Krisensituationen gedacht.

Kommen sie dann wieder zurück zu ihrer Mutter? Innerhalb so kurzer Zeit ist evt. mit Hilfe das Haus ordentlicher, aber die Verhaltensmuster mit dem Schlagen sind noch lange nicht weg.

Macht es das Verhältnis nicht noch schlechter zwischen mir, meiner Schwester (und den Kindern) wenn ich meine Schwester anzeige? Anzeigen wegen Gewalt gegen Schutzbefohlener?

Bitte antworte baldmöglichst!!!

Hallo netti
zu deinen fragen:

ich denke, die kinder sind jetzt in einer jugendhilfestelle (kann auch anders heißen)... dort werden kinder in der regel (es gibt auch ausnahmen) nicht länger als sechs wochen untergebracht... in dieser zeit wird geguckt wo die probleme liegen und ob diese evtl. auch gelöst werden können, wenn die kinder wieder zu hause sind... zum beispiel gibt es da die möglichkeit einen familienhelfer einzusetzen... der kann unter umständen täglich in der familie sein aber auch nur wöchentlich oder monatlich..es ist von fall zu fall verschieden... das ganze ist natürlich auch an aufgaben, die deine schwester betreffen, gebunden... so vielleicht ein mögliche therapie... das alles sind jetzt aber nur spekulationen meinerseits...um genauere angaben zu machen, müsste ich den fall konkret kennen..

wenn es um einen dauerhafte unterbringung gehen soll, und ich denke in diesem fall wäre das nicht die schlechteste lösung (deinen schilderungen nach) werden die kinder nach den vergangenen sechs wochen in eine wohngruppe kommen die darauf eingerichtet ist... ich will dir keine angst machen aber in den seltensten fälllen sind solche wohngruppen im heimatort...

was die anzeige angeht, will das natürlich gut überlegt sein..ich würde dir raten einen anwalt zu hilfe zu nehmen... gut möglich, dass deine schwester es in den nächsten sechs wochen schafft, ihr haus auf vordermann zu bringen... was passiert aber wenn die kinder wieder da sind? hört sie einfach so auf sie zu terrorisieren? das muss auf jeden fall zum thema gemacht werden... was ist mit den mißhandlungen der vergangenheit? sollen die einfach so in vergessenheit geraten?

viel glück

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8. Dezember 2004 um 15:23

Anzeige? Ja oder nein?
Was denkt ihr? Sollte ich meine Schwester jetzt noch anzeigen, wie es zum Teil vorgeschlagen wird? Ich weiß nicht, ob das nicht zu viel ist für meine Schwester- schließlich hatten wir bisher ein gutes Verhältnis... Bin mir also nicht sicher, ob das sinnvoll ist.

Am liebsten wäre mir, sie würde sich psychologisch behandeln lassen, und ihr Verhalten ändern. Aber ob sie dazu bereit ist, weiß ich nicht. Habe derzeit keinen Kontakt zu ihr. Sie will mich nicht sehen- ist stinksauer...

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8. Dezember 2004 um 15:25
In Antwort auf zowie_12530744

Anzeige? Ja oder nein?
Was denkt ihr? Sollte ich meine Schwester jetzt noch anzeigen, wie es zum Teil vorgeschlagen wird? Ich weiß nicht, ob das nicht zu viel ist für meine Schwester- schließlich hatten wir bisher ein gutes Verhältnis... Bin mir also nicht sicher, ob das sinnvoll ist.

Am liebsten wäre mir, sie würde sich psychologisch behandeln lassen, und ihr Verhalten ändern. Aber ob sie dazu bereit ist, weiß ich nicht. Habe derzeit keinen Kontakt zu ihr. Sie will mich nicht sehen- ist stinksauer...

RE: Anzeige? Ja oder nein?
Es wird meinen Neffen und Nichte ja auch nicht weiterhelfen. Und ich bin nicht direkt Rache-gelüstig...

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9. Dezember 2004 um 19:49

Da hast Du irgendwo schon Recht,
hmm, werde ich mir noch einmal genau durch den Kopf gehen lassen...

Vielleicht noch Rücksprache mit der Frau vom Jugendamt halten.

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9. Dezember 2004 um 20:47
In Antwort auf zowie_12530744

Anzeige? Ja oder nein?
Was denkt ihr? Sollte ich meine Schwester jetzt noch anzeigen, wie es zum Teil vorgeschlagen wird? Ich weiß nicht, ob das nicht zu viel ist für meine Schwester- schließlich hatten wir bisher ein gutes Verhältnis... Bin mir also nicht sicher, ob das sinnvoll ist.

Am liebsten wäre mir, sie würde sich psychologisch behandeln lassen, und ihr Verhalten ändern. Aber ob sie dazu bereit ist, weiß ich nicht. Habe derzeit keinen Kontakt zu ihr. Sie will mich nicht sehen- ist stinksauer...

Anzeige
Hallo Netti,

natürlich ist es nicht richtig was deine Schwester gemacht hat und jetzt muss sie für ihr Verhalten die Konsequenzen tragen.Es ist jetzt nicht deine Aufgabe irgendwelche gerichtlichen Schritte gegen deine Schwester
zu unternehmen. Das ist die Aufgabe vom Jugendamt. Diesen Schuh würde ich mir nicht
anziehen wollen. Offensichtlich war deine
Schwester massiv überfordert und braucht in erster Linie Hilfe. Ich stimme dem nicht zu, dass für die Kinder das beste wäre nie mehr zu der Mutter zurückkehren zu dürfen. Auch schlechte Mütter werden von den Kindern geliebt. Deine Schwester bekommt vom Jugendamt
einige Auflagen, die sie erfüllen muss bevor
die Kinder wieder zu ihr dürfen. Es wäre schön, wenn sie es einsehen würde, warum du so gehandelt hast und, dass du ihr und den Kindern helfen wolltest.Wenn sie ihr Verhalten ändert, verdient sie auch eine zweite Chance.

LG Dana

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10. Dezember 2004 um 16:27
In Antwort auf bleudeq

Hallo netti,
du hast absolut richtig gehandelt...hut ab!

da ich nicht viel zeit habe, werde ich mich kurz fassen...
ich bin sozialarbeiterin und habe eine zeitlang in einer wohngruppe gearbeitet... ein pendant zu einem heim... heime in dem sinne gibt es eigentlich nicht mehr...

erstmal brauchst du keine angst haben, dass die kinder zurück zur mutter kommen... nicht nach den schilderungen, die du hier getätigt hast... das jugendamt handelt im sinne des kindeswohls (klar gibt es da schwarze schafe aber laß uns mal vom poitiven blickwinkel ausgehen)...
ich denke, die kinder werden nicht dort bleiben wo sie jetzt sind...sind aber auf jeden fall in guten händen... leider wird es nicht ausbleiben, dass sie getrennt werden (das läßt sich bei so vielen kindern oftmals nicht mit der größe der einrichtungen vereinbaren, ist aber auch von bundesland zu bundesland verschieden)... das heißt aber nicht, dass der kontakt untereinander abbricht...die zuständigen sozialarbeiter werden sicherlich dafür sorgen, dass kontakte bestehen... auch die tatsache, dass du "nur" die tante bist, sollte dir nicht allzu große angst machen... wenn die kinder den kontakt wünschen, werden sie ihn auch bekommen...anrufen darfst du jederzeit (natürlich solltest du sie anfangs nicht überfordern)... schreib ihnen briefe dann haben sie etwas von dir... ich habe die erfahrung gemacht, dass solche dinge kinder sehr aufbauen... im laufe der zeit werden die kinder dich sicherlich auch besuchen dürfen..oma und opa sowieso...
nicht zu vergessen ist allerdings auch die tatsache, dass konkrete elternarbeit stattfindet... d.h. das zuständige heim, die zuständige wohngruppe wird den versuch starten mutter und kinder sich annähern zu lassen... allerdings denke ich, im vordergrund steht jetzt herauszubekommen in welcher psychischer verfassung die kinder jetzt sind und welche hilfe für sie die beste ist...
nicht verschweigen möchte ich, dass kinder, seien sie noch so sehr mißhandelt worden, immer heimweh haben und immer mama vermissen... ich hoffe allerdings sie geraten an kompetentes personal, dass sich die zeit nimmt und den kindern die zeit gibt ein menschenwürdiges leben zu führen...

wenn deinen eltern bereit sind die kinder in pflege zu nehmen, sollten sie das so bald wie möglich dem zuständigen jugendamt mitteilen... die mutter müsste unter umständen zustimmen..in deinem fall allerdings glaube ich sogar, dass das wegfällt... allerdings würde ich dir raten sie anzuzeigen...

solltest du noch weitere fragen haben, scheue dich nicht beim jugendamt nachzufragen...

im übrigen über mißbrauch im heim, würde ich mir an deiner stelle die wenigsten sorgen machen... die meisten wohngruppen funktionieren wie kleine familien... übrigens hat dort jedes kind einen zuständigen betreuer...

ich wünsche dir und den kindern alles gute

@bleudeq:
Meine Eltern haben dem Jugendamt angeboten, die Kinder zu nehmen. Kannst Du einschätzen, ob die Kinder, falls das Jugendamt darauf zurück greifen wird, sofort zu ihnen kommen- oder erst nach 6 Wochen?

Ich weiß nicht genau, ob ich Dich in Deinem Beitrag 100%-ig verstanden habe: Auf Grund der Schwere der Tat wird meine Schwester nicht gefragt, ob sie möchte, daß die Kinder bei den Großeltern untergebracht werden, oder weil sie gefragt wird, und ärgerlich auf ihre Eltern ist, kann man davon ausgehen, daß die Kinder nicht zu den Großeltern kommen?

Wird die Anzeige nicht automatisch vom Jugendamt durchgeführt? Habe alles genauso geschildert wie hier im Forum. War 2 1/2 Stunden auf dem Amt.

Gib Bescheid. Danke!!

Gruß, Netti

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10. Dezember 2004 um 16:29
In Antwort auf zowie_12530744

@bleudeq:
Meine Eltern haben dem Jugendamt angeboten, die Kinder zu nehmen. Kannst Du einschätzen, ob die Kinder, falls das Jugendamt darauf zurück greifen wird, sofort zu ihnen kommen- oder erst nach 6 Wochen?

Ich weiß nicht genau, ob ich Dich in Deinem Beitrag 100%-ig verstanden habe: Auf Grund der Schwere der Tat wird meine Schwester nicht gefragt, ob sie möchte, daß die Kinder bei den Großeltern untergebracht werden, oder weil sie gefragt wird, und ärgerlich auf ihre Eltern ist, kann man davon ausgehen, daß die Kinder nicht zu den Großeltern kommen?

Wird die Anzeige nicht automatisch vom Jugendamt durchgeführt? Habe alles genauso geschildert wie hier im Forum. War 2 1/2 Stunden auf dem Amt.

Gib Bescheid. Danke!!

Gruß, Netti

P.S.:
Ist mir klar, daß Deine Aussagen nicht verbindlich sein können, schließlich kennst Du den Fall nicht, aber ich würde gerne wissen wie Du das einschätzt, schließlich bist Du Fachfrau, und hattest evt. "Parallelfälle".

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10. Dezember 2004 um 22:35

Ich werde noch mal ein Wochenende nachdenken,
aber je mehr ich sehe, daß den Kindern das Heim so sehr gefällt, desto leichter fällt mir die Anzeige.

Habe heute mit ihnen telefoniert- sie sind wirklich begeistert. Wollen gar nicht mehr weg aus dem Heim. Verstehe nur nicht, daß meiner Schwester das nicht klar wird. Ich meine, das sollte einer Mutter doch zu denken geben, wenn selbst der Kleine (3 Jahre!!) seine Mutter so gar nicht vermißt!!?

Da sieht man erstmal wie die Kinder jetzt aufblühen. In diese Hölle zu meiner Schwester zurück dürften sie eigentlich nie wieder- denke ich. Da ich wahrscheinlich wieder die einzige in meiner Familie bin, die eine Anzeige machen würde, bleibt die Entscheidung wieder mal an mir hängen.

Muß ich so eine Strafanzeige bei der Polizei machen? Wollte ja eigentlich meinen Anwalt anrufen... Noch nicht geschafft... Vielleicht ist jemand von Euch Anwalt?! Oder kennt sich aus?

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14. Dezember 2004 um 0:51

Hallo Netti !
Auch wenn ich dir keine Ratschläge geben kann, wie du weiter handeln sollst, möchte ich doch folgendes loswerden:

Hut ab, Daumen hoch, Respekt und Hochachtung für diese Entscheidung

Du hast das einzig Richtige gemacht und alle die nicht dieser Meinung sind, gehören wie die "Mutter" weggesperrt oder zumindest "behandelt" . Unfassbar, daß ein Mensch so etwas seinen Kindern antun kann und genauso unfassbar, daß andere einfach wegschauen.

Ich wünsche euch, insbesondere den Kindern, alles erdenklich Gute.

LG
Schnattie

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14. Dezember 2004 um 10:26

Heim- unglücklich, abgeschottet und allein!!
Habe eben mit meinem Vater gesprochen. Der teilte mir mit, daß er einfach spontan beim Kinderheim am Sonntag vorbei gefahren sei, und er hatte unheimliche Schwierigkeiten die Kinder sehen zu dürfen, und mache sich jetzt Sorgen, daß sie den Bezug zu uns verlieren. Die Kleinsten durfte er gar nicht sehen, es dürfen ohne Anmeldung keine Personen kommen!

Und das sie jetzt sozial ganz unten stehen, da sie jetzt noch nicht einmal mehr eine Familie hätten.

Meiner Schwester, also der Mutter der Kinder, wurde zudem verboten, im Heim anzurufen. Also sind die Kinder jetzt "ganz alleine", ohne die wirklichen Vertrauten.

Das finde ich jetzt nicht so schön, zumal mein Neffe zu meinem Vater sagte, daß er wieder nach Hause möchte, und nicht mehr im Heim bleiben will.

Was macht man denn nun????

Es ist zwar natürlich, daß die Kinder Heimweh haben, aber ganz abgeschottet von der Verwandtschaft ist schon ziemlich hart für beide Seiten. Na gut, andererseits sollen die Kinder jetzt erstmal Ruhe genießen, aber anrufen dürfen sie bestimmt auch nicht einmal- zumindest haben sie es bisher nicht. Ich mache mir wirklich Sorgen, ob es den Kindern jetzt wirklich besser geht!

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16. Dezember 2004 um 15:00
In Antwort auf zowie_12530744

Heim- unglücklich, abgeschottet und allein!!
Habe eben mit meinem Vater gesprochen. Der teilte mir mit, daß er einfach spontan beim Kinderheim am Sonntag vorbei gefahren sei, und er hatte unheimliche Schwierigkeiten die Kinder sehen zu dürfen, und mache sich jetzt Sorgen, daß sie den Bezug zu uns verlieren. Die Kleinsten durfte er gar nicht sehen, es dürfen ohne Anmeldung keine Personen kommen!

Und das sie jetzt sozial ganz unten stehen, da sie jetzt noch nicht einmal mehr eine Familie hätten.

Meiner Schwester, also der Mutter der Kinder, wurde zudem verboten, im Heim anzurufen. Also sind die Kinder jetzt "ganz alleine", ohne die wirklichen Vertrauten.

Das finde ich jetzt nicht so schön, zumal mein Neffe zu meinem Vater sagte, daß er wieder nach Hause möchte, und nicht mehr im Heim bleiben will.

Was macht man denn nun????

Es ist zwar natürlich, daß die Kinder Heimweh haben, aber ganz abgeschottet von der Verwandtschaft ist schon ziemlich hart für beide Seiten. Na gut, andererseits sollen die Kinder jetzt erstmal Ruhe genießen, aber anrufen dürfen sie bestimmt auch nicht einmal- zumindest haben sie es bisher nicht. Ich mache mir wirklich Sorgen, ob es den Kindern jetzt wirklich besser geht!

Überforderung???
Hallo Netty,

hatte dir vor etlichen Tagen gepostet und wollte mal sehen, wie es weiterging. Das Schicksal deiner Neffen geht mir nicht aus dem Kopf!!!

Hast du dich mal mit der Heimleitung in Verbindung gesetzt? Warum welchen "Verbote" ausgesprochen werden? Bestimmt steckt ein Sinn dahinter, der dir vielleicht nicht direkt klar ist.

Eine Freundin von mir ist Leiterin in einer Wohngruppe für mehrfach behinderte Menschen. Bestimmt nicht vergleichbar, aber sie erzählte mir einmal, wie schwierig es auch für die Therapeuten ist, neue Bewohner zu integrieren und solche Gefühle wie Heimweh usw. zuzulassen und zu verarbeiten.

Ich glaube nicht, dass man euch die Kinder vorenthalten will und bestimmt auch sehr froh ist, dass sich die Großeltern und die Tante so rege kümmern - aber die Kinder sind KLEIN!!!

Was für uns toll und spontan ist, könnte bei den Kindern massive Verlustängste hervorrufen: der Opa kommt, hat mich aber nicht so lieb, dass er mich mit zu sich nimmt..... (o.ä.)

Soweit ich weiß, werden die Kinder auf den Besuch (und den damit verbundenen Abschied) vorbereitet und das ist zu Beginn eines solchen Aufenthaltes bestimmt schwieriger als später.

Also: stelle bitte deinen Fragen. Glaube nicht, dass du nervst; denn Sozialarbeiter sind froh, wenn die Kinder weiterhing soziale Kontakte zur Familie haben.

Zu der Überlegung mit der Anzeige: würde ich an deiner Stelle nicht machen. Entweder wird das Jugendamt aktiv - und dann hast du niemals den "Schwarzen Peter" - juristisch gesehen.

Das soll nicht feige klingen, aber denke mal, was passieren würde, wenn die Mutter in Haft kommt. Dann müsstest du vielleicht mal den Kindern erklären, dass du den (juristischen) Stein ins Rollen gebracht hast.

Und deine Aussage wird so oder so wichtig sein für das Gericht. Außerdem darfst du, wenn du nicht die Klägerin bist, als Zeugin aussagen und das erscheint mir SEHR WICHTIG. Denn als Zeugin musst und darfst du alles sagen, als Partei musst du dir Zeugen suchen.

Liebe Grüße

LYNN50

PS: ich bin übrigens 41 Jahre alt.

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21. Dezember 2004 um 9:42
In Antwort auf moana_12095401

Überforderung???
Hallo Netty,

hatte dir vor etlichen Tagen gepostet und wollte mal sehen, wie es weiterging. Das Schicksal deiner Neffen geht mir nicht aus dem Kopf!!!

Hast du dich mal mit der Heimleitung in Verbindung gesetzt? Warum welchen "Verbote" ausgesprochen werden? Bestimmt steckt ein Sinn dahinter, der dir vielleicht nicht direkt klar ist.

Eine Freundin von mir ist Leiterin in einer Wohngruppe für mehrfach behinderte Menschen. Bestimmt nicht vergleichbar, aber sie erzählte mir einmal, wie schwierig es auch für die Therapeuten ist, neue Bewohner zu integrieren und solche Gefühle wie Heimweh usw. zuzulassen und zu verarbeiten.

Ich glaube nicht, dass man euch die Kinder vorenthalten will und bestimmt auch sehr froh ist, dass sich die Großeltern und die Tante so rege kümmern - aber die Kinder sind KLEIN!!!

Was für uns toll und spontan ist, könnte bei den Kindern massive Verlustängste hervorrufen: der Opa kommt, hat mich aber nicht so lieb, dass er mich mit zu sich nimmt..... (o.ä.)

Soweit ich weiß, werden die Kinder auf den Besuch (und den damit verbundenen Abschied) vorbereitet und das ist zu Beginn eines solchen Aufenthaltes bestimmt schwieriger als später.

Also: stelle bitte deinen Fragen. Glaube nicht, dass du nervst; denn Sozialarbeiter sind froh, wenn die Kinder weiterhing soziale Kontakte zur Familie haben.

Zu der Überlegung mit der Anzeige: würde ich an deiner Stelle nicht machen. Entweder wird das Jugendamt aktiv - und dann hast du niemals den "Schwarzen Peter" - juristisch gesehen.

Das soll nicht feige klingen, aber denke mal, was passieren würde, wenn die Mutter in Haft kommt. Dann müsstest du vielleicht mal den Kindern erklären, dass du den (juristischen) Stein ins Rollen gebracht hast.

Und deine Aussage wird so oder so wichtig sein für das Gericht. Außerdem darfst du, wenn du nicht die Klägerin bist, als Zeugin aussagen und das erscheint mir SEHR WICHTIG. Denn als Zeugin musst und darfst du alles sagen, als Partei musst du dir Zeugen suchen.

Liebe Grüße

LYNN50

PS: ich bin übrigens 41 Jahre alt.

Hi Lynn,
also derzeit ist es leider so:
Die ältesten Beiden hatte ich ja angerufen, und sie sagten, daß ihre Mutter ihnen verboten hätte mit mir zu sprechen. So verlief das Gespräch kurz und knapp, und ich wollte die Kleinen nicht mehr anrufen.

Dann habe ich allen erstmal mehrere Briefe geschrieben, um zu zeigen, daß ich sie nicht vergessen habe.

Irgendwann bekam ich dann eine SMS von meinem Neffen, daß ich anrufen solle im Heim, aber kein Wort von dem Handy erwähnen soll. Ich rief an, und denen ging es richtig klasse. Sie erzählten wie ein Wasserfall, daß sie einen tollen Freund im Heim hätten, Taschengeld bekommen würden und das beste Zimmer hätten. Da viel mir erstmal ein Stein vom Herzen.

Ich wollte meine kleinen Neffen auch anrufen, aber dort sollte erst abgeklärt werden, ob ich mit denen sprechen darf. Natürlich wurde meine Schwester gefragt, und sie sagte natürlich "Nein", weil sie sauer auf mich ist.

Das Jugendamt möchte jetzt mit den Kindern klären, ob sie mich sehen wollen- wenn die JA sagen, dann wird mit meiner Schwester abgesprochen, daß ich sie besuchen darf. Dieses Gespräch ist heute nachmittag.

Falls ich die Kinder nicht sehen darf, kann ich aber vorbei fahren, um die Geschenke abzugeben.

Und es hat sich noch etwas herauskristallisiert, was mir gar nicht gefällt: Meine Eltern wollen nur "zum Schein" das Sorgerecht, um die Kinder gleich in ihre Sekte der Zeuge Jehovas unterzubringen. Sie haben sogar schon mit Personen aus ihrer Gemeinde klar gemacht, daß die die Kinder nehmen. Du mußt dazu wissen, daß meine ganze Familie Zeuge Jehovas sind, und mein Vater "Ältester" (= so ein Oberster wie ein Pastor). Vielleicht wirft es auch ein schlechtes Licht auf sie als Großeltern, daß ihre Enkelkinder im Heim sind. Ich bin ziemlich früh raus gegangen, so mit ca. 16 Jahren, und es war verdammt hart- aber das ist ein anderes Thema. Auf jeden Fall möchte ich nicht, daß meine Neffen den gleichen harten Weg gehen müssen!!!! Die Mutter meiner Neffen war bei den Zeugen Jehovas, aber wurde dort ausgeschlossen aufgrund ihrer Kinder von fremden Männern (Unsittlichkeit). Wenn jemand aus der Gemeinde ausgeschlossen wird, ist es so, daß keiner der Z.J. mehr Kontakt zu ihm haben darf. Egal, ob man verwandt oder seit 20 Jahren befreundet ist. Man ist als Zeuge Jehovas verpflichtet die Straßenseite zu wechseln, wenn man auf einen Ausgeschlossenen trifft. Man darf ihn nicht grüßen, man darf ihn nicht eines Blickes würdigen oder gar mit ihm reden. Wenn ein Z.J. so seine kompletten Freunde auf einen Schlag verliert, kommt er meist schnell zurück. Meine Schwester glaubt irgendwo noch an alle Lehren, hat auch nichts dagegen ihre Kinder der Gehirnwäsche auszusetzen. Sie wird sich aufgrund ihrer seelischen Verfassung nur freuen, daß meine Eltern und Geschwister ihr jetzt helfen wollen (bzw. ja mehr, daß die Kinder aus dem Heim kommen), und merkt nicht diese perfide Art. Zum Glück bin ich nicht die Einzige mit meinem Eindruck, sondern der Frau vom Jugendamt ist das auch bereits aufgefallen.

Jetzt versuchen meine Eltern mich extrem mit Lügengeschichten à la "Die Kinder wurden von der Heimleitung geschlagen" unter Druck zu setzen, damit ich das Jugendamt dadurch auch unter Druck setzen soll, daß die Kinder aus dem Heim kommen. Zum Glück steht die Familie meines Freundes (ganz normale evangelische Leute, aber keine Glaubensfanatiker!! Gehen so gut wie nie in die Kirche- also ganz normal) hinter mir.

Das Schwere ist, daß es wie damals, wo ich ausgetreten bin, nicht um mich geht, sondern dieses Mal um Fremde (meine Neffen). Da kann man nicht einfach sagen: "Was geht Euch das an?" oder so etwas.

Bis dann,
Netti

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21. Dezember 2004 um 15:01

Hallo Temptress,
ich habe bereits mit dem Jugendamt gesprochen. Die Frau vom Amt hat auch schon den Verdacht gehabt, daß meine Eltern die Kinder nur aufgrund ihrer Sekte haben wollen.

Ja, die Zeugen Jehovas... Es war auch so schwer dort als Jugendlicher raus zu kommen. Das schwerste ist die Gedanken von der "Ideologie" weg zu bekommen. Wenn Du von Kind-auf immer diese Lehre gelehrt bekommst- min. 3 Mal die Woche- dann gibt es für Dich keine andere Wahrheit. Du denkst das sind die Fakten, und wenn Du die Religion verläßt, schließt Du fast mit dem Leben ab, denn das bedeutet Dein Tod. Ich habe gedacht, daß ich sterbe, als ich die Zeugen Jehovas verließ. Ich hatte keine Angst davor- das wichtigste war mir damals, daß ich endlich selbst Entscheidungen treffen kann, auch wenn es dann falsche sein werden. Dieser Zwang, daß jeder genau nach der Lehre leben muß- das habe ich gehaßt. Auch wenn ich heute über den Glauben schmunzeln muß (Harmagedon, der Weltuntergang- Paradies wo Löwen Gras fressen usw.)- das ist für Außenstehende wirklich komisch und verrückt. Aber wenn Du das von kleinauf immer und immer wieder lernst, dann glaubst Du das.

Zum Glück habe ich durch meinen Freund eine liebevolle, verständnisvolle Familie kennengelernt- sonst hätte ich es nicht geschafft, mich auch gedanklich von der Lehre zu befreien. Ich wäre mit Sicherheit, wie die meisten Z.J., wieder zurück gekehrt.

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24. Dezember 2004 um 20:11

Nächster Schock am Heiligabend!!
Habe eben mit dem ältesten Neffen gesprochen, er sagte: "Mama ist so komisch geworden. Die redet jetzt immer von Jehova Gott". Das bedeutet im Klartext, daß meine Schwester vielleicht wieder Zeuge Jehovas werden will!!!! Als Ausgeschlossene kann man, wenn man bereut, wieder aufgenommen werden. Dann würden die Kinder ja automatisch auch Zeugen Jehovas werden. Das ist ja der Schock überhaupt!!!!!!!!!

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