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Kind zum Kinderpsychologen?

25. Mai 2013 um 22:49

Hallo zusammen,

meine ex-Frau möchte, dass unsere gemeinsame Tochter (9 Jahre alt) zum Kinderpsychologen geht. Ich stehe dem etwas kritisch gegenüber und bin für andere Einschätzungen sehr dankbar.
Der Anlass für diese Idee meiner ex-Frau ist eine evtl. chronische Verstopfung bei dem Kind. Die Symptome sind Stuhlgang eher alle drei Tage im Gegensatz zum medizinisch gewünschten am besten täglich bzw. jeden zweiten Tag und gelegentliche schmutzige Unterhose des Kindes. Bauchschmerzen hat das Kind nicht, auch keine Schmerzen beim Stuhlgang und sie "verdrückt" auch nichts und ist wohlauf. Das Kind verbringt auch nicht Stunden auf der Toilette, wenn sie "muss", dann klappt das auch.

Im Moment bekommt das Kind Movicol.

Meine ex-Frau ist psychisch krank und die halbe Familie bei ihr auch. Das war auch der Grund für die Trennung/Scheidung von meiner Seite. Ich habe es jahrelang versucht und mich völlig verausgabt.
Ich wollte bei der Trennung das Kind zu mir nehmen, habe aber vor dem Familiengericht verloren.

Das Kind bekommt die psychischen Probleme auf Seiten der Familie der Mutter mit und macht sich Sorgen wg. der Vererbung/Veranlagung bei ihr.

Meine ex-Frau setzt mich unter Druck. Sie sagt, ich sei schuld, weil ich nicht nett zu ihr sei und das Kind das mitkriegt und darunter leidet und deswegen Verdauungsprobleme hätte und zum Psychologen müsse.

Ich muss dazu sagen, dass meine ex-Frau finanziell so viel wie möglich aus der Trennung herausgeholt hat, wir hatten einen richtigen Scheidungskrieg und klar ist das ganz schlimm für das Kind.

Zurück zum Beginn: das Kind möchte keinen Psycho-Kram. Das Kind möchte auf Toilette gehen, wann sie es möchte. Das Kind will kein Hinterherspionieren und Problematisieren ob sie heute "groß macht" oder morgen.

Ich selbst habe als Kind nicht jeden Tag oder jeden zweiten Tag "groß gemacht". Meistens eher einmal die Woche und ich habe auch hin und wieder gedacht, ich müsste nur pupsen und dann ging doch mehr in die Unterhose.

Ich bin dafür, die schmutzige Unterhose einfach in Wäsche zu stecken und den Ball eher flach zu halten.
Lieber erstmal die Ernährung anpassen, mehr Ballaststoffe, mehr Bewegung, mehr Trinken etc. Aber selbst wenn das Kind trotz allem weiterhin eher alle drei Tage "groß macht" würde ich das Kind eher nicht zum Psychologen schicken.

Meine ex-Frau will das Kind jetzt zum Psycholgen schicken. Ich lehne das jetzt ab.

Danke fürs Lesen und evtl. antworten.

Viele Grüße




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26. Mai 2013 um 19:22

Wow...ein
"meine tochter" kommt dir wohl nicht leicht über dielLippen

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27. Mai 2013 um 15:27

Ernährung
Ich würde schlicht und ergreifend mal die Ernährung meines Kindes ändern. Wenn die Verdauung nicht so funktioniert, wie sie soll, dann ist DAS meist der ausschlaggebende Faktor.

Keine Ahnung, wie das bei euch aussieht, aber Hände weg von Fertigfutter bringt meist schon sehr viel.

LG Zimt

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27. Mai 2013 um 21:11


Lass sie doch zum Psychologen gehen. Klar kann die Psyche sich auf die Verdauung auswirken - wenn deine Ex-Frau den Eindruck hat das es daran liegt, dann lass sie das doch einfach abklären. Falls es dann doch nicht an der Psyche liegt, wird ihr der Arzt das schon sagen. Sollte es tatsächlich an der Psyche liegen, dann ist es doch besser das man sich da direkt drum kümmert (wer weiss was für Spätfolgen das sonst hat - Ritzen? Alkohol? Drogen? Ein Magengeschwür?). Deine Ex ist halt voll und ganz Mama und sorgt sich gerade um euer Kind. Ich versteh dein Problem nicht, das ist deiner Tochter doch nicht zum Nachteil?!

btw: ich frag mich wie die anderen auch: warum schreibst du immerzu "das Kind" und nicht "meine Tochter"?

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27. Mai 2013 um 22:16

"das Kind"
Ich hatte vorher ein, zwei Stunden im Internet auf Kindermedizinischen Seiten gelesen, da war immer von "das Kind" die Rede. Kann sein, dass ich da noch so drin war.

Zum einen hat meine Tochter, wenn sie bei mir ist (teilweise 5 Tage am Stück und sonst auch sehr viel) gar keine Beschwerden. Sie isst normal, trinkt viel, hat keine Bauchschmerzen und geht auch normal zur Toilette, kein "Verdrücken" gar nix, wir machen Sport, gehen Schwimmen etc.

Zum anderen würde ich normalerweise auch sagen: eine Untersuchung/ein Gespräch bei der Kinderpsychologin kann ja nicht schaden. Zumal das mit der Scheidung ja nicht so schön ist.

Aber meine Tochter macht sich auch Sorgen, dass die psychische Erkrankung mütterlicherseits an sie vererbt wurde und sie vielleicht auch mal psychisch krank werden könnte und sie ist nicht doof: sie würde schon wissen, dass sie wg. ihrer Verdauung zur Kinderpsychologin geht.

Und das, wo aus Sicht meiner Tochter auch alles in Ordnung ist.

Klar macht meine ex-Frau sich als Mutter Sorgen. Sie macht sich aber m.E. viel zu viel Sorgen. Sie liebt es sich Sorgen zu machen und Probleme zu wälzen, die oft gar nicht so schwerwiegend sind oder aber unlösbar. Bspw. hat sie sich immer große Sorgen gemacht, unsere Tochter könnte einem Kinderschänder zum Opfer fallen.

Meine ex-Frau und ich sind halt völlig unterschiedliche Typen: während ich gerne, frisch und gesund koche, mit der Tochter unterwegs bin und von dem leidenschaftlichen Probleme besprechen nicht so viel halte, macht meine ex-Frau auch gerne öfter mal Nudeln mit Ketchup, chillt lieber und bespricht Probleme, allerdings nicht mehr mit mir.

Zu meiner Tochter habe ich ein gutes Verhältnis. Sie ist wie Kinder in dem Alter so sind: sie lässt sich nicht gerne ausfragen, aber manchmal plappert und plaudert sie und erzählt alles.

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27. Mai 2013 um 23:24

Mal andersherum
Wenn ich mich in die Situation meiner Tochter versetze: jemand macht dauernd Stress wg. dem zur Toilette gehen und kontrolliert meinen Stuhlgang. Ich fände das nicht so schön. Und dann auch noch deswegen zur Kinderpsychologin...

Als meine ex-Frau das Theater wegen den Kinderschändern gemacht hat, bekam sie von ihrem Psychiater noch ein zusätzliches Medikament verschrieben, einen Angst- und Stresslöser.

Ich will ja nicht eine sinnvolle Behandlung für meine Tochter verhindern, aber je mehr ich hier schreibe und reflektiere, desto mehr komme ich zu der Erkenntnis, dass es meiner ex-Frau mehr um sich selbst geht.

Ich werde einen Termin mit der Kinderpsychologin machen und ihr meine Sichtweise der Situation darlegen.

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30. Mai 2013 um 2:14

"...das Kind..."
1.) Schreibt der Thread-Ersteller am Anfang "unsere gemeinsame Tochter" und
2.) dient die dritte Person der Sachlichkeit bei der Schilderung.

Da Frauen auf der persönlichen und Männer auf der sachlichen Ebene kommunizieren ist das überhaupt nichts Ungewöhnliches und fällt normalerweise nicht wirklich auf wie man an diesem Beispiel bestens erkennen kann.


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30. Mai 2013 um 15:58

Keine Maus!
Meine Tochter ist keine "Maus" und soll auch keine sein oder werden! ...wenn es nach mir geht.
Wenn es nach meiner ex-Frau geht, ist sie eine "kleine Maus" bzw. wird eine.

Peinlich ist mir gar nichts und ich will keine sinnvolle medizinische Behandlung verhindern.

Es gab eine Phase vor einigen Jahren, wo meine ex-Frau massiven Druck ausgeübt hat, geschrien hat, wenn jetzt nicht sofort Stuhlgang erfolgt, muss die Tochter ins Krankenhaus und dann wird per Operation der Stuhl herausoperiert.Und meine Tochter hat geschrien, sie wolle nicht ins Krankenhaus.
Es war furchtbar. Ich habe das Kind vor meiner ex-Frau beschützt. Die Tochter bekam Movicol, die Ernährung wurde umgestellt und die Kinderärztin sagte, man braucht Geduld. Meine ex-frau hatte keine Geduld, sie hat einen unglaublichen Druck aufgebaut.
Ich bin von der Arbeit aus nach Hause gefahren und habe der Tochter einen Einlauf gemacht, weil sie das vom Papa gemacht haben wollte, keinesfalls von der Mama.
Wir haben das einigermaßen überstanden, es ist Jahre her und es gab seitdem keine Probleme mehr.

Jetzt nach der Scheidung werde ich konfrontiert mit der Anforderung, das Kind müsse zum Kinderpsychologen, weil sie anstatt jeden zweiten Tag eher jeden dritten "groß macht".

Mache ich tendenziell nicht mit: Druck ausüben zum Stuhlgang ist total falsch.

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30. Mai 2013 um 16:03
In Antwort auf shanna_12863409

"...das Kind..."
1.) Schreibt der Thread-Ersteller am Anfang "unsere gemeinsame Tochter" und
2.) dient die dritte Person der Sachlichkeit bei der Schilderung.

Da Frauen auf der persönlichen und Männer auf der sachlichen Ebene kommunizieren ist das überhaupt nichts Ungewöhnliches und fällt normalerweise nicht wirklich auf wie man an diesem Beispiel bestens erkennen kann.


Danke!
war mir so gar nicht bewusst.

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3. Juni 2013 um 0:09

Danke!
Ja, das scheint mir eine vernünftige Sichtweise.

Die "kleine Maus" ist jetzt von letzten Mittwoch bis nächsten Dienstag bei mir und macht jeden zweiten Tag ihr großes Geschäft, allerdings nach wie vor mit einem Tütchen Movicol pro Tag. Aber ohne Bauchschmerzen, mit gutem Appetit und wohlauf.

Ich war halt auch etwas genervt wegen der gesamten Situation. Arbeite selbst vollzeit, habe meine Tochter ziemlich viel bei mir, zahle "natürlich" den vollen Barunterhalt an meine ex-Frau, ich denke, ich kriege das alles ganz gut hin und meine Tochter kommt auch ganz gut klar mit der Scheidung, und dann macht meine ex-Frau (mal wieder) ein Problem, wo aus meiner Sicht gar keins ist.

Meine ex-Frau hat sich zu einer wirklich ganz, ganz kleinen, grauen Maus entwickelt mit Mitte 30. Ich wünsche der Tochter, dass sie nicht so eine Maus wird.
Lieber ne wilde Hummel oder ein Vampir. Letztere sind im Moment angesagt.

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18. Juli 2013 um 21:52

Ganz schön anstrengend
Meine Tochter war jetzt einige Male bei der Kinderpsychologin und die beiden haben zusammen "gespielt". Meine Tochter fand es gut.
Mit der Kinderpsychologin hatte ich ein Gespräch, bei dem sie mir die Ergebnisse dieser spielerischen Tests präsentierte, die sich mit meiner Einschätzung deckten, die aber ganz schön anstrengend waren.
Das Bild, das sich andeutet, sieht so aus, dass die Tochter sich verantwortlich für die Mutter fühlt und viel zu "reif" und "verantwortlich" rüberkommt, ihrem Alter nicht angemessen, und dass das Krankheitsthema (psychische Erkrankung der Mutter) für meine Tochter doch eine größere Rolle spielt.

Im Scheidungsverfahren hatte ich das ja alles geschildert und wollte, dass ich meine Tochter hauptverantwortlich betreue. Jugendamt und Gericht waren aber anderer Meinung.

Die Kinderpsychologin, die wirklich eine gute zu sein scheint, befasst sich mit meiner Tochter wesentlich einfühlsamer.
Ich sehe sie als "Verbündete" an, weil wir ähnliche Erziehungsideale haben.

Meine Tochter geht jetzt jede Woche zu der Psychologin. Die Arme..., sie würde sich lieber mit ihrer Freundin treffen.
Die Psychologin hat erstmal Gesprächsbedarf mit der Mutter.

Manchmal macht man sich wahrscheinlich echt zu viele Gedanken und sollte die Dinge einfach auf sich zukommen lassen.

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19. Juli 2013 um 22:13

Vernünftige Haltung
Sehe es auch so wie du. So lange meine Tochter keine Bauchschmerzen hat, soll sie aufs Klo gehen, wann es ihr passt. Die Mutter sieht das anders, die Kinderärztin auch.

Bei uns liegt nun einmal ein gravierendes Problem vor, weil die Mutter psychisch krank ist. Kinderärztin und Psychologin beziehen sich vor allem auf die "Gesamtsituation".

Ich erlebe meine Tochter nicht als schüchtern und muss ihre Persönlichkeit nicht korrigieren, liebe sie so wie sie ist und ermuntere sie.

Aber: man muss im Leben auch Dinge tun, die einem nicht so ganz passen. Wenn das mit der Therapie für das Kind zu anstrengend wird oder Grenzen überschritten werden, werde ich das stoppen. Sich erstmal darauf einlassen finde ich aber gut.

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20. Juli 2013 um 10:37
In Antwort auf nelson_11942790

Ganz schön anstrengend
Meine Tochter war jetzt einige Male bei der Kinderpsychologin und die beiden haben zusammen "gespielt". Meine Tochter fand es gut.
Mit der Kinderpsychologin hatte ich ein Gespräch, bei dem sie mir die Ergebnisse dieser spielerischen Tests präsentierte, die sich mit meiner Einschätzung deckten, die aber ganz schön anstrengend waren.
Das Bild, das sich andeutet, sieht so aus, dass die Tochter sich verantwortlich für die Mutter fühlt und viel zu "reif" und "verantwortlich" rüberkommt, ihrem Alter nicht angemessen, und dass das Krankheitsthema (psychische Erkrankung der Mutter) für meine Tochter doch eine größere Rolle spielt.

Im Scheidungsverfahren hatte ich das ja alles geschildert und wollte, dass ich meine Tochter hauptverantwortlich betreue. Jugendamt und Gericht waren aber anderer Meinung.

Die Kinderpsychologin, die wirklich eine gute zu sein scheint, befasst sich mit meiner Tochter wesentlich einfühlsamer.
Ich sehe sie als "Verbündete" an, weil wir ähnliche Erziehungsideale haben.

Meine Tochter geht jetzt jede Woche zu der Psychologin. Die Arme..., sie würde sich lieber mit ihrer Freundin treffen.
Die Psychologin hat erstmal Gesprächsbedarf mit der Mutter.

Manchmal macht man sich wahrscheinlich echt zu viele Gedanken und sollte die Dinge einfach auf sich zukommen lassen.

Deine tochter...
weiß das ihre muttter psychische probleme hat, kann sie das mit 9 schon verstehen?
mich würde sehr interessieren wie das gespräch der psychologin mit der mutter aussieht. ob die mutter einsichtig sein kann? hat deine ex-frau denn schon eine therapie gemacht?

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23. Juli 2013 um 21:49
In Antwort auf nelson_11942790

Ganz schön anstrengend
Meine Tochter war jetzt einige Male bei der Kinderpsychologin und die beiden haben zusammen "gespielt". Meine Tochter fand es gut.
Mit der Kinderpsychologin hatte ich ein Gespräch, bei dem sie mir die Ergebnisse dieser spielerischen Tests präsentierte, die sich mit meiner Einschätzung deckten, die aber ganz schön anstrengend waren.
Das Bild, das sich andeutet, sieht so aus, dass die Tochter sich verantwortlich für die Mutter fühlt und viel zu "reif" und "verantwortlich" rüberkommt, ihrem Alter nicht angemessen, und dass das Krankheitsthema (psychische Erkrankung der Mutter) für meine Tochter doch eine größere Rolle spielt.

Im Scheidungsverfahren hatte ich das ja alles geschildert und wollte, dass ich meine Tochter hauptverantwortlich betreue. Jugendamt und Gericht waren aber anderer Meinung.

Die Kinderpsychologin, die wirklich eine gute zu sein scheint, befasst sich mit meiner Tochter wesentlich einfühlsamer.
Ich sehe sie als "Verbündete" an, weil wir ähnliche Erziehungsideale haben.

Meine Tochter geht jetzt jede Woche zu der Psychologin. Die Arme..., sie würde sich lieber mit ihrer Freundin treffen.
Die Psychologin hat erstmal Gesprächsbedarf mit der Mutter.

Manchmal macht man sich wahrscheinlich echt zu viele Gedanken und sollte die Dinge einfach auf sich zukommen lassen.

Ob die Tochter es versteht?
ja, ich habe mit ihr über die Erkrankung der Mutter gesprochen, dass da etwas in der Seele ist, was man nicht ganz versteht und was einem komisch vorkommt und dass sie mir immer sagen kann, wenn sie ein komisches Gefühl mit der Mama hat.

Die Erwachsenen verstehen psychische Krankheiten allerdings auch nicht so richtig, auch nicht die Ärzte. Man ist froh mit Hilfe von Medikamenten eine gewisse Stabilität zu erreichen.

Klar, ich wüsste auch gerne, was die Kinderpsychologin mit der Mutter bespricht. Ich kann es mir aber denken: dass sie, die Mutter, Therapie braucht.
In der Zeit, als ich versuchte die Ehe und Familie zu retten, habe ich einen Termin bei ihrem behandelnden Psychiater organisiert. Der war entsetzt. Ich hatte noch gar nichts gesagt, sondern meine ex-Frau hat nur ein klein bisschen erzählt, was bei uns nicht so gut läuft und aus meiner Sicht harmlose Dinge erzählt. Der Psychiater meinte, da müsste noch eine Therapie gemacht werden.

Meine ex-Frau hat nach den Krankenhausaufenthalten bereits eine Therapie gemacht. Da ging es aber darum, überhaupt am Leben teilzunehmen, also nicht dauernd depressiv im Bett zu liegen.

Mein größter Wunsch wäre, dass ich für die Tochter sorgen dürfte.

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23. Juli 2013 um 22:22
In Antwort auf nelson_11942790

Ob die Tochter es versteht?
ja, ich habe mit ihr über die Erkrankung der Mutter gesprochen, dass da etwas in der Seele ist, was man nicht ganz versteht und was einem komisch vorkommt und dass sie mir immer sagen kann, wenn sie ein komisches Gefühl mit der Mama hat.

Die Erwachsenen verstehen psychische Krankheiten allerdings auch nicht so richtig, auch nicht die Ärzte. Man ist froh mit Hilfe von Medikamenten eine gewisse Stabilität zu erreichen.

Klar, ich wüsste auch gerne, was die Kinderpsychologin mit der Mutter bespricht. Ich kann es mir aber denken: dass sie, die Mutter, Therapie braucht.
In der Zeit, als ich versuchte die Ehe und Familie zu retten, habe ich einen Termin bei ihrem behandelnden Psychiater organisiert. Der war entsetzt. Ich hatte noch gar nichts gesagt, sondern meine ex-Frau hat nur ein klein bisschen erzählt, was bei uns nicht so gut läuft und aus meiner Sicht harmlose Dinge erzählt. Der Psychiater meinte, da müsste noch eine Therapie gemacht werden.

Meine ex-Frau hat nach den Krankenhausaufenthalten bereits eine Therapie gemacht. Da ging es aber darum, überhaupt am Leben teilzunehmen, also nicht dauernd depressiv im Bett zu liegen.

Mein größter Wunsch wäre, dass ich für die Tochter sorgen dürfte.

Darf ich fragen
was genau bei deiner Ex-Frau diagnostiziert wurde? oder was für ein Verdacht besteht?

na aber immerhin hat sie einen Psychiater.

Das die Tochter ein "Verantwortungsgefühl" für die Mutter hat kommt mir leider bekannt vor nur ist bei der Mutter der Kleinen nichts diagnostiziert oder es ist mir nicht bekannt. Man kann nur Versuchen etwas den Druck von dem Kind zu nehmen.

Dann versuche das Sorgerecht zu bekommen! Möchte denn deine Tochter auch bei dir wohnen?

In dem Alter ist nur die Fragen mit was man bei dem Kind mehr Schaden anrichtet aber sowie du das schilderst find ich es sehr bedenklich die Kleine bei der Mutter zu lassen.

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3. September 2013 um 0:38

Es geht um die Mutter-Kind Beziehung
Ich war heute selbst mit meiner Tochter in der Kinderarztpraxis und wir hatten seit langem mal wieder mit dem alten, männlichen Kinderarzt zu tun, der ein sehr bodenständiger Typ ist. Die letzten Jahre waren wir immer bei seiner weiblichen, jüngeren Kollegin.
Es sollte Blut abgenommen werden zur Untersuchung wg. Weizenunverträglichkeit und Schilddrüsenfunktion.
Der Kinderarzt fragte, warum das denn und ich schilderte kurz die "Sympthome" und er meinte, das sei kein Grund zur Besorgnis, eher mal wieder eine "mutterinduzierte" Untersuchung.
Die Sache mit der Blutabnahme wurde dann durchgezogen.

Mittags habe ich dann den Kinderarzt angerufen um ohne Beisein der Tochter die Sache zu besprechen. Es dauerte etwas bis ich durchgestellt wurde und ich vermute, er hat noch kurz die Akte durchgesehen.
Jedenfalls legte er mir dar, dass die Sache mit den Verdauungsproblemen nur ein "Vehikel" sei. In seiner Kinderarztpraxis sei ja bekannt, dass die Mutter psychiche Probleme habe und man gebe sich alle Mühe. Mit der Mutter könne man aber nicht offen reden. Man gehe davon aus, dass aufgrund der psychischen Erkrankung das Mutter-Kind-Verhältnis gestört sei und ich solle die Sache mit der Kinderpsychologin als Angebot sehen. Wenn ich oder die Tochter damit ein Problem hätten oder es zu viel wird, dann wird die Sache gestoppt oder die Termine werden auf z.B. vierteljährlich gelegt.
Jedenfalls wäre er mehr der direkte Typ, seine Kollegin etwas diplomatischer, in der Sache wären sie aber auf einer Wellenlänge.

Meine Tochter sagte nach dem Arztbesuch direkt "super, dann brauche ich nicht mehr zur Frau xy (die Kinderpsychologin)".
Heute abend habe ich mit ihr über die Sache gesprochen und dass mit der Verdauung alles in Ordnung ist und dass wir Erwachsene gerne möchten, dass es ihr gut geht, auch wegen der Scheidung und so und dass sie deshalb noch zur Frau xy gehen soll, weil die herausfinden kann, was die Eltern noch besser machen können.
War auch alles o.k.

Ich für mich als Vater, der das Kind leider nicht hauptverantwortlich bei sich behalten durfte, frage mich halt nur: warum haben die mir das nicht eher gesagt?

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