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Kind will nur zu Papa

3. Januar 2012 um 23:27

Hallo an alle Mamas und ein gesundes Neues euch allen. Auch Hallo an die Papas, die diese Diskussion verfolgen. Ich habe den doch recht alten Artikel mit Spannung gelesen und stelle doch zu meiner Beruhigung fest, dieses "Problem" ist kein Einzelfall. Ich bin allerdings in der Paparolle und der immer "ach so Liebe". Meine Frau verzweifelt daran und weint sehr oft, mehr als verständlich. In solcher Situation fängt man an nach Erziehungsfehlern zu suchen. Leider kann es sogar auch soweit kommen, das ein Partner den anderen mit Kind sitzen läßt. Habe ich selbst im Kollegenkreis erlebt, nun ist der Papa mit dem Sohn Alleinerziehend !!!
Soweit kann es kommen, wenn sich Eltern nicht mit dem Thema auseinandersetzen, oder eher nicht tiefgründig auseinandersetzen.
Meine Frau ist eine sehr liebevolle, feinfühlige, fleißige Mutter und Ehefrau. Sie arbeitet in einer 30h Woche und hat ein volles Programm zu Hause wie ihr euch denken könnt. Einen 13jährigen Sohn haben wir auch noch, der genauso seine Fürsorge braucht.
Ich selbst arbeite in einer 40h Woche, bin aber in der Woche erst sehr spät zu Hause, so daß meine Tochter mich eher am WE oder im Urlaub für sich hat.
Die erste Zeit bin ich auch immer gleich gesprungen wenn sie was wollte, Papa hier, Papa da. Nun aber habe auch ich bemerkt (sie ist jetzt 3 einhalb Jahre alt) das sie Mama in immer mehr Situationen geradezu abstößt.
Sei es, wenn es ins Bett geht oder Morgens beim Anziehen oder in jeder Situation, wo sie eben ihren Willen nicht bekommt. So einfach läßt sich das Alles gar nicht beschreiben.
Nun spiele ich aber nicht die ganze Zeit mit ihr, wenn ich zu Hause bin, sondern habe auch meine Pflichten im Haushalt. Und ich sage ihr dann auch mit Nachdruck, dass sie jetzt warten müsse, bis alles erledigt ist, dann können wir Spielen. Oft will sie dann mit helfen, damit wir schneller spielen können.
Und trotzdem gibt es ständig riesen Theater, wenn Papa nicht da ist. Sie entschuldigt sich zwar anschließend bei Mama, aber nach ein paar Stunden ist alles vergessen.
Ich denke auch, es ist einfach so, dass wohl die Person, die weniger anwesend ist, interessanter für das Kind ist und man irgendwie lockerer damit umgehen muss.
Das Geheimnis ist natürlich, wie macht man das. Wenn ich auch in der augenscheinlichen "besseren" Rolle bin, macht dieses Verhalten das ganze Familienleben teilweise zur Hölle.
Was meint ihr dazu, vielleicht finden sich ja wieder ein paar Eltern, die dieses Thema mit mir diskutieren möchten.

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28. Februar 2012 um 22:12

Mmh...
Hallo,
ich bin gerade auf deinen Bericht gestoßen und find es echt schade das sich keiner gemeldet hat
Bei uns ist es eher umgekehrt, ich bin noch den ganzen tag zu Hause und meine Tochter ist sehr auf mich Fixiert.
Dieses Abstoßen kenne ich auch von ihr, gegenüber ihrem Papa eben..ich denke bei uns ist es so weil ich die meiste Zeit mit ihr verbringe und die meisten Dinge erlebe...

Das Verhalten eurer Tochter kenne ich auch, von Bekannten. Auch gar nicht so untypisch. Die Mama schimpft ja mal, was du vll nicht so schnell machst, die Mama hat vll auhc nicht immer die möglichkeit ihr ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken, was du ja dann wohl eher kannst- auch wenn sie von dir auch ein Nein bekommt wenn es nicht geht.
Vll is sie Sauer weil die Mama eben nicht so kann oder macht wie es dann der Papa macht.
Dazu kommt ja auch noch das gerade Mädchen oft Papa- Kinder sind, die Beziehung zw Mutter und Tochter oft irgendwie angespannt ist, vll durch vergleiche wegen des Geschlechtes...
viele Mädchen wollen ihrem Papa Heiraten!

Das ist sicher nicht leicht, gerade für deine Frau, aber ich weiß aus Erfahrung das sie in diesem Alter auch gerne mal Provozieren, austesten wollen und auch mal "bewusst" ärgern..Druck bringt nicht`s...

Das wird schon..alles gute euch!

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29. Februar 2012 um 8:31

Deine Frau
sollte es nicht so zu Herzen nehmen. Klingt zwar blöd aber das funktioniert. Ich hatte damals bei unseren Sohn auch so eine Phase mitgemacht.Ich selbst war auch 38,5 Stunden die Woche arbeiten. Mein Mann kam auch immer später als ich von der Arbeit. Ich musste also nach der Arbeit den Kleinen abholen , dann einkaufen und noch den Haushalt machen und nebenbei noch spielen. Als Mutter hat man da einfach noch mehr zu tun als "nur" arbeiten. Man ist immer im Stress und das überträgt sich auch aufs Kind.Ich war anfangs auch erst traurig das unser Sohn auf einmal ein Papkind war aber dann hab ich etwas gutes aus der Situation gemacht/gelernt.Papas strahlen halt oft mehr Ruhe aus also dachte ich mir , hey ist doch super für mich. Während mein Mann sich dann um unseren Sohn gekümmert hat, hab ich mich einfach mal ausgeruht. So konnte auch ich wieder Kraft tanken. Dadurch hatte ich dann wieder mehr innere Ruhe und darin liegt bekanntlich die Kraft.Diese Phase sollte sich keine Mutter zu sehr zu Herzen auch wenns schwer ist das nicht zu tun. Hinter einer solchen Phase verbirgt sich der Stress den eine Mutter ausstrahlt Sie sollte in dann wenn Du dich mit der Kleinen beschäftigst sich einfach mal ausruhen. das wirkt Wunder.

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