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Kind will einfach nicht einschlafen

4. Dezember 2011 um 18:48

Mein Kind ist jetzt 18 Monate alt und war noch nie ein guter Schläfer. Wenn andere Babys mit wenigen Monaten noch den halben Tag geschafen haben gab es bei uns von Anfang an immer Theater, was damit endete, dass mein Sohn nur 20-30 min schlief (teilweise nicht länger wie 2 Std auf den Tag gerechnet) und dann wieder wach war - nachts natürlich dann 2-3 Std am Stück mit Stillen. Jedenfalls schleppen wir uns nun schon seit Monaten so dahin und versuchen, dass er endlich gut einschläft und natürlich am besten auch durchschläft. Ich habe es schon mit dem "Jedes Kind kann schlafen lernen"-Konzept probiert, er bekommt keine Flasche, ich wiege ihn auch nicht in den Schlaf. Ich lege ihn ins Bett und bleibe dann einfach sitzen und sage ihm, dass er sich wieder hinlegen soll, sobald er im Gitterbett steht - und das passiert häufig. Vorher haben wir immer das gleiche Ritual (Buch anschauen, Lichtausmachen, Schlaflied, Lalelu-Spieluhr). Sobald man rausgeht schreit er und ruft nach mir und das bis zu 1,5 Std, weshalb wir dieses "Schreien-lassen-und-immer-wieder-schauen-Spiel" nach einer Weile abgebrochen haben. Auf jeden Fall wälzt er sich immer ewig im Bett herum bis er endlich mal zur Ruhe kommt und einschläft, das dauert leicht mal 45-75 min und ich drehe bald durch, weil ich bald ein zweites Kind bekomme und nicht weiss, wie das nachher funktionieren soll. Mittags schlafen ist das selbe Theater, weshalb ich jetzt schon mehrmals den Schlaf ganz ausgelassen habe, weil er einfach nicht schlafen wollte, aber spätestens so gegen 16-17 Uhr ist er so totmüde, dass er schlafen muss, nur leider bekomme ich ihn nach 1 Std Schlaf abends ewig nicht ins Bett. Teilweise landet er dann erst gegen 21.30 Uhr endlich im Bett und ich bin fix und fertig. Zum Drurchschlafen noch kurz: teilweise ja, meist nicht und er landet dann in den frühen Morgenstunden in unserem Bett, weil ich nicht die Kraft und Nerven habe mich wieder 2 Std ans Bett zu setzen, bis endlich Ruhe herrscht (wie gesagt, dass "schreien-lassen-Spielchen" funktionierte da auch nicht).
Hat jemand einen guten Rat, wie ich es nun am allerbesten anstellen kann, dass er mal allein und vor allem auch schnell einschläft?! Ich bin nämlich wirklich am Ende mit meinem Latein und auch mit den Nerven.

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4. Dezember 2011 um 22:47


Hey, ich habe leider das gleiche Problem, mein kleiner will leider nicht selbst einschlafen, obwohl ich dazu sagen muss, dass es schon vor einiger Zeit ne zeitlang geklappt hatte. Mittags und Abends war alles OK, leider seit ca 1 Woche schreit er etwa 1,5 Std im seinem Bettchen rum, bis er einschlaft( ich gehe dann jede paar Minuten zu ihm rein, doch sobald ich wieder draussen bin, schreit er weiter. Weiss auch nicht mehr was ich tun soll. Und ich bekomme in einer Woche auch ein Baby.

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5. Dezember 2011 um 23:17

Kenn ich irgendwoher...
Mein Töchterlein ist da auch so eine Expertin. Deine Geschichte könnte von mir sein.

Was mir geholfen hat:

1.) Das Gitterbett steht nur noch verstaubt in ner Ecke. Sie schläft bei mir im Bett mit. Bzw alleine im Elternbett und die Eltern im Gästezimmer. *gg* Jedenfalls kuscheln wir uns zum Einschlafen immer schön aneinander. Ich habe allerdings geübt, dass ich raus gehen kann, und sie im Bett wartet ohne sich dabei aufzuregen. Dazu bin ich mit Ankündigung ("Ich muss mal kurz aufs Klo, bin gleich wieder da. Warte so lange auf mich.") immer mal paar Minuten (am Anfang wars wahrscheinlich wirklich nur 1) rausgegangen. Wichtig: Wirklich gleich wiederkommen! Dadurch hat sie gelernt, dass es nicht schlimm ist, wenn sie kurz alleine da liegt. Hat paar Wochen gedauert, aber so schläft sie mittlerweile in 50 % aller Fälle alleine ein. In den anderen 50 % komm ich eben wieder, sie ist noch wach, es wird nochmal kurz gekuschelt und dabei schläft sie meistens ein. Rausgehen kann ich mittlerweile teils 30 min ohne dass sie es stört, manchmal allerdings auch gar nicht, wenn sie nen schlechten Tag hat. Dann lass ich sie auch nicht Schreien, sondern komme gleich wieder wenn was ist.

2.) Verabschiede dich bitte von dem Gedanken, dass du irgendwie verantwortlich dafür bist, dass dein Kind einschläft. Biete den Mittagsschlaf an, wenn er nicht Schlafen will ist auch gut. Es ist nicht schlimm, wenn er dann knatschig ist und total schlecht drauf. Das ist eine Erfahrung, die er machen muss. Auch wenn er dir dann total auf den Keks geht oder sich wegen jeder Kleinigkeit auf den Boden wirft: Versuch das auszusitzen, wenn er nicht gerade gleich vor Müdigkeit aufm Fußboden einschläft.Am besten an solchen Tagen daheim bleiben und sich gar nichts mehr vornehmen... Ideal ist es, wenn er maximal ne Stunde vor seiner normalen Bettgehzeit ins Bett geht.
Diesen Tipp hab ich übrigens aus "Dein kompetentes Kind" von Jesper Juul mitgenommen. Hatte bei meiner Tochter den Éffekt, dass sie nach 1 bis 3 Tagen ohne Mittagsschlaf wieder freudig mittags ins Bett ist.

3.) Alleine und schnell einschlafen - Tja, manche Kinder können es, andere nicht. Da kannst du gar nichts machen. Ist wie mit dem Laufen/Sprechenlernen: Irgendwann kommt das von alleine. Ich würde nur wie oben erwähnt trainieren, dass er auch mal alleine im Bett ohne dich liegen bleibt, ohne sich aufzuregen (bis das klappt kanns natürlich paar Wochen dauern, aber das lohnt sich). Dann hast du während dein Sohn einschläft Zeit für das zweite Kind.
Bzw für später: Ne Freundin von mir hat ein Schlafzimmer mit Doppelbett für beide Kinder gemeinsam. Die schlafen immer aneinandergekuschelt ein. Aber sind auch schon 4 und 8.

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15. Dezember 2011 um 10:58

Also
Das buch jedes kind kann schlafen lernen hat mir super geholfen, wenn man sich dran hält dann klappt es auch man brauch nur viel gedult. Mein sohn hat auch immer die flasche mit ins bett bekommen, wenn er dann wach wurde hat er sich mit der flasche wieder in den schlaf getrunken mit fast 2 jahren hab ich dann nur noch ne flasche mit wasser gegeben und das mach ich jetzt immer noch, weil er nachts einfach durst hat.

Hast du den ein nachtlicht im zimmer?? Vielleicht hat er einfach nur angst im dunkeln mein sohn hat mit 2,5 jahren insgesamt 3 kleine lichter an.

Drück dir die daumen das es bald klappt
Ps. Das mit im elternbett schlafen finde ich nicht gut, du kriegst ihn ja dann garnicht mehr rausund dann ist er 7 oder älter und schläft noch bei dir

Lg.

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16. Dezember 2011 um 14:12


Wegen der Flasche: er hat ausser meinem Busen nie die Flasche genommen und daher habe ich sie nachts auch nie gebraucht. Ich habe ihn genau mit einem Jahr abgestillt, hat wunderbar funktioniert. Schnuller hat er übrigens auch nicht genommen, weil er bereits mit 3 Monaten zu zahnen angefangen hat und den Schnuller dann bis heute verweigerte. Natürlich fange ich damit jetzt auch nicht mehr an . In unserem Bett schläft er schon recht gut, aber das ist für mich keine Dauerlösung, da nehme ich ihn nur mit, wenn er nachts oder in den frühen Morgenstunden wach wird. Einschlafen muss er in seinem Bettchen. Mit dem Nachtlicht habe ich auch schon probiert, macht keinen Unterschied, ich habe nicht das Gefühl, dass er Angst vor der Dunkelheit hat, eher einfach "Angst", was zu verpassen?! Habe neulich erst in "Endlich durchschlafen" von Christine Rankl nochmal gelesen. Da ist die Variante, wie ich es momentan betreibe (mit dem Sitzen bis er einschläft, sagen, dass er sich hinlegen soll und immer wieder hinlegen ...) auch drin. Ist da für Eltern empfohlen, die es nicht ertragen, wenn sie das Kind schreien lassen sollen (ala "Jedes Kind kann schlafen lernen"). Laut dem Buch soll man sich schrittweise immer weiter vom Bett entfernen, bis man ausser Sichtweite ist. Das probier ich jetzt gerade. Hoffe es ist von Erfolg gekrönt .

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16. Dezember 2011 um 14:50

Dann
Viel erfolg.

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16. Dezember 2011 um 21:22
In Antwort auf lucy_12287816

Also
Das buch jedes kind kann schlafen lernen hat mir super geholfen, wenn man sich dran hält dann klappt es auch man brauch nur viel gedult. Mein sohn hat auch immer die flasche mit ins bett bekommen, wenn er dann wach wurde hat er sich mit der flasche wieder in den schlaf getrunken mit fast 2 jahren hab ich dann nur noch ne flasche mit wasser gegeben und das mach ich jetzt immer noch, weil er nachts einfach durst hat.

Hast du den ein nachtlicht im zimmer?? Vielleicht hat er einfach nur angst im dunkeln mein sohn hat mit 2,5 jahren insgesamt 3 kleine lichter an.

Drück dir die daumen das es bald klappt
Ps. Das mit im elternbett schlafen finde ich nicht gut, du kriegst ihn ja dann garnicht mehr rausund dann ist er 7 oder älter und schläft noch bei dir

Lg.


"Säuglinge sollten grundsätzlich überhaupt nicht allein einschlafen, und das tun auch die wenigsten. Weil das aber Erwachsene aus verschiedenen Gründen ablehnen und anders haben wollen, haben sie Schlafkonditionierungsprogramm e entwickelt, die darauf basieren, dass der schreiende Säugling ohne direkten Elternkontakt (vor Erschöpfung) einschläft. Vorgegeben als Rechtfertigung für diese unethische Vorgehen werden Erziehungsaspekte angeführt. Ein Kind müsse sich früh dran gewöhnen, auf diese Weise zu schlafen, sonst würde es später seine Eltern immer dazu zwingen, an seinem Bett zu sitzen. Das ist aber mitnichten der Fall. Aus Gründen der Sicherheit für die eigenen Person und aufgrund einer angeborenen Angst vor dem Alleinsein und Verlassensein, brauchen der Säuglng und das Kleinkind Eltern-Kontakt beim Einschlafen und Erwachen, zunächst mit unmittelbarer Körpernähe und ab dem 2. Lebensjahr zunehmend mit Blick- und Hörkontakt. Im dritten Lebensjahr genügt dann der Rufkontakt. Es gehört zu den elterlichen Aufgaben beim Großziehen eines Kindes, diesen natürlichen Bedingungen Rechnung zu tragen. Andernfalls ist die psychische Gesundheit des Kindes gefährdet."

dr. rüdiger posth

kinder ziehen von allein aus dem elterlichen bett aus, wenn sie reif dafür sind.
ich kenne zwei geferberte teenager, die als kleinkind ins elterliche bett gezogen sind und mit 6 bzw 10 jahren erst wieder ausgezogen sind. sie haben nachgeholt, was ihnen als säugling verwehrt wurde. das emotionale gedächtnis funktioniert ein leben lang.

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18. Dezember 2011 um 20:26
In Antwort auf mali_11969606


"Säuglinge sollten grundsätzlich überhaupt nicht allein einschlafen, und das tun auch die wenigsten. Weil das aber Erwachsene aus verschiedenen Gründen ablehnen und anders haben wollen, haben sie Schlafkonditionierungsprogramm e entwickelt, die darauf basieren, dass der schreiende Säugling ohne direkten Elternkontakt (vor Erschöpfung) einschläft. Vorgegeben als Rechtfertigung für diese unethische Vorgehen werden Erziehungsaspekte angeführt. Ein Kind müsse sich früh dran gewöhnen, auf diese Weise zu schlafen, sonst würde es später seine Eltern immer dazu zwingen, an seinem Bett zu sitzen. Das ist aber mitnichten der Fall. Aus Gründen der Sicherheit für die eigenen Person und aufgrund einer angeborenen Angst vor dem Alleinsein und Verlassensein, brauchen der Säuglng und das Kleinkind Eltern-Kontakt beim Einschlafen und Erwachen, zunächst mit unmittelbarer Körpernähe und ab dem 2. Lebensjahr zunehmend mit Blick- und Hörkontakt. Im dritten Lebensjahr genügt dann der Rufkontakt. Es gehört zu den elterlichen Aufgaben beim Großziehen eines Kindes, diesen natürlichen Bedingungen Rechnung zu tragen. Andernfalls ist die psychische Gesundheit des Kindes gefährdet."

dr. rüdiger posth

kinder ziehen von allein aus dem elterlichen bett aus, wenn sie reif dafür sind.
ich kenne zwei geferberte teenager, die als kleinkind ins elterliche bett gezogen sind und mit 6 bzw 10 jahren erst wieder ausgezogen sind. sie haben nachgeholt, was ihnen als säugling verwehrt wurde. das emotionale gedächtnis funktioniert ein leben lang.


Es ist ja nicht so, dass wir unser Kind ins Bett legen und uns aus dem Staub machen wollen. Es würde mir ja schon genügen, wenn er mal 10 min allein vor sich hin plappern täte und ich nur ab und an nach ihm schauen muss, aber jeden Tag mind. 45 min neben dem Bett sitzen und warten, dass endlich Ruhe ist ist wahrlich nicht lustig. Ich finde es aber auch nicht normal, wenn Kinder mit 10 Jahren noch bei den Eltern im Bett liegen...?!

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18. Dezember 2011 um 20:35
In Antwort auf edvige_12372459


Es ist ja nicht so, dass wir unser Kind ins Bett legen und uns aus dem Staub machen wollen. Es würde mir ja schon genügen, wenn er mal 10 min allein vor sich hin plappern täte und ich nur ab und an nach ihm schauen muss, aber jeden Tag mind. 45 min neben dem Bett sitzen und warten, dass endlich Ruhe ist ist wahrlich nicht lustig. Ich finde es aber auch nicht normal, wenn Kinder mit 10 Jahren noch bei den Eltern im Bett liegen...?!


eben! es ist nicht normal!

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30. Dezember 2011 um 19:15
In Antwort auf mali_11969606


eben! es ist nicht normal!

Ein Wunder ist geschehen ...
Unglaublich aber wahr, jetzt schläft unser Sohn endlich! Seit einer Woche haben wir es nun endlich gepackt! Nachdem das "Sitzenbleiben bis Ruhe herrscht" auch noch nicht von Erfolg gekrönt war, dachte ich mir "... Letzter Versuch, jetzt muss er da durch!" und habe ihn einfach ins Bett gelegt, Türe offengelassen und ihm seinen Teddy und einen Hund, den man in der Mikrowelle erwärmen kann (mit Hirse und Lavendel gefüllt) gegeben und hab gesagt "Gute Nacht, Mama und Papa sind im Wohnzimmer." Er hat nur einige Male unsere Namen gerufen und wir haben aus dem Wohnzimmer zurückgerufen, dass wir da sind. Ich war noch 1-2 mal drin bei ihm und dann war Ruhe - er ist einfach eingeschlafen, ohne Hilfe! Traumhaft! Dass funktioniert nun schon seit einer Woche und inzwischen muss ich manchmal sogar schon garnicht mehr nachschauen gehen. Wenn er eingeschlafen ist, mach ich dann einfach die Tür zu. Natürlich kommt er schon noch teilweise nachts zu uns ins Bett, wenn er nach 2 Uhr wach wird, aber das nehme ich gern in Kauf. Vielleicht war er einfach wirklich noch nicht so weit, dass er allein einschlafen kann, aber jetzt scheint es für ihn ja zu stimmen?! Ich bin so glücklich!!!

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