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Kind und Karriere - ist euch das wichtig?

7. August 2012 um 13:06

Hallo ihr,

ganz kurz vorweg, ich bin neu hier und Mutter eines fast 2 jährigen Sohnes. Für mich war immer klar das ich Kinder wollte und trotzdem meine Arbeit nach einem Jahr wieder aufnehmen wollte.
Ich bin selbständig und nach leichten Startschwierigkeiten läuft alles super. Außer mir ist in meinem Umfeld allerdings kaum eine Mutter zufrieden, da die Arbeits- und Betreuungszeiten nicht passen, der Job oder die Bezahlung schlecht(er) ist,... Und da hab ich mir überlegt, bei uns speziell Jobs zu schaffen die für Mütter auch mit kleinen Kindern geeignet sind. Flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung im Unternehmen wenn jemand Abends arbeiten möchte, Familienevents, gute Bezahlung,... Da läuft jetzt grad die Bewerbungsphase an und ich bin ganz gespannt, nicht das ich die einzige bin der beides wichtig ist - daher meine Frage: Wie seht ihr das? Verbindet ihr Kind und Karriere und klappt das? Oder arbeitet ihr "nur noch" zum Geld verdienen? Oder erstmal gar nicht mehr?

Würd mich total über einen Meinungsaustausch freuen...

Liebe Grüße

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8. August 2012 um 13:35

Mir bleibt nicht anderes übrig
als nach 10 Monaten Elternzeit wieder arbeiten zu gehen, leider aber von irgentwo muss es ja herkommen. Ich bin auch selbstständig im Handel und da sind die Arbeitszeiten echt mies so das ich einen Krippenplatz bis 20.30 brauche den ich auch habe. Ich muss dazu sagen das ich nicht jeden Tag arbeite sodern ca 4 Tage die Woche an Weihnachten sogar fast jeden Tag. Mein Mann ist auch Selbstständig und arbeitet viel ausserhalb. Ich verstehe deshalb nicht oder bin vielleicht ein bisschen neidisch auf die die 3 Jahre zuhause bleiben können. Die Elternzeit war schön aber finaziell ein chaos!

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9. August 2012 um 16:46

Ich
musste meinen Arbeitgeber verklagen, damit ich Teilzeit während der Elternzeit arbeiten kann. War erfolgreich. Ist die Elternzeit einmal um, muss ich mir was Neues suchen.
Ich finde die Vereinbarkeit von Kind, Job ganz schlecht. Eigentlich könnte ich trotz eines sehr hochwertigen Studiums fast eher Stütze beantragen. Arbeite eigentlich für nichts, alles geht für Fahrtkosten, Wohnung...drauf. Übrig bleibt nicht viel.

Ich arbeite für einen Weltkonzern und die feuern Mütter kategorisch nach der Elternzeit. Mütter sind da nix mehr wert.

Der Witz ist: Ich könnte sogar von zu Hause aus arbeiten. Das wird nicht gerne gesehen.
Arbeitsmotivation ist gleich null. Der ganze Abnabelungsprozzess, es war all das nicht wert. Ich kann die Mütter überhaupt nicht verstehen, die ihr Kind nach 3 Monaten oder einem Jahr abgeben. Ich hab Freunde, die sagen sie müssen es, dabei verdienen sie mit Partner das sechsfache von mir, wohnen in Mietswohnungen die weit über 1000 kosten. Um Gottes Willen, bloß nicht irgendwie den Lebensstandard einschränken. Muss jeder selber wissen. Aber ich finde z.B. auch dass die ehemalig in der DDR früh betreuten Menschen, heute Erwachsen immer sehr kalt rüber kommen. Ich halte die Nähe zur Mutter in den ersten Jahren für überaus wichtig. Unsere Tendenz geht in Richtung frühe Betreeuung. Ich habe mir Deutschland immer dafür gelobt, dass wir dieser hirnverbranten Frühbetreuung nicht nacheiferten. Jetzt sind wir auch so weit. Ich sage ja nicht, dass es immer schlecht ist, aber tendenziell schon.

Sollte der Staat doch mal lieber die Millionenen unrechtmäßigen Harzis dingfest machen, diese Leute arbeiten lassen gehen und das Geld dafür den Müttern überlassen. So sitzt ein unrechtmäßiger Harzi zu Hause, freut sich des Lebens, während eine alleinerziehende Mutter jeden Tag über die Autobahn brettert, um sich n paar müde Mark zu verdienen, kann für ihr geliebtes Kind nicht da sein und kommt nicht mal über die Runden. Wir sind Deutschland. Toll!

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9. August 2012 um 16:48

..will
nicht alle Harzis über einen Kamm scheren. Sicher gibt es Menschen, die dieses Geld rechtmäßig bedingt durch wirkliche Arbeitslosigkeit, Krankheit, Behinderung, Alleinerziehend... empfangen. Aber es gibt wirklich Millionene, die hier seit Jahren, Jahren, Jahren dieses Geld beziehen und ganz fett nebenbei schwarz arbeiten. Das macht mich wütend. Nebenan steht dann über Cousin eingetragen, der dicke neue Mercedes.

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9. August 2012 um 20:31

Danke...
... für die verschiedenen Meinungen!
Ich denke, ob man arbeiten gehen möchte oder nicht ist tatsächlich eine Frage die jeder nur für sich selber beantworten kann.
Mir geht es eher um die Mütter die wollen oder müssen aber keine passenden Jobs finden. Das finde ich einfach schade.
Ich denke, für das Kind ist es auch sehr wichtig das die Mutter sich gut fühlt - und wenn man arbeitet und das gerne tut und Spaß daran hat ist das auch für das Kind besser als wenn ich was machen muss was ich nicht will oder ständig genervt bin etc.
Naja, bei uns läuft es sehr gut an mit meiner Idee der "Mütterfreundlichen Jobs" und wir haben bi jetzt nur positives Feedback erhalten... Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt

LG

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10. August 2012 um 9:16

Gott sei Dank
gibt es ja nur Mütter, die dieses Problem haben. Väter haben diese Probleme nie.....

Wie wäre es denn einfach mit "elternfreundlichen" Arbeitsplätzen.....

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10. August 2012 um 10:58
In Antwort auf comeflywithme99

Ich
musste meinen Arbeitgeber verklagen, damit ich Teilzeit während der Elternzeit arbeiten kann. War erfolgreich. Ist die Elternzeit einmal um, muss ich mir was Neues suchen.
Ich finde die Vereinbarkeit von Kind, Job ganz schlecht. Eigentlich könnte ich trotz eines sehr hochwertigen Studiums fast eher Stütze beantragen. Arbeite eigentlich für nichts, alles geht für Fahrtkosten, Wohnung...drauf. Übrig bleibt nicht viel.

Ich arbeite für einen Weltkonzern und die feuern Mütter kategorisch nach der Elternzeit. Mütter sind da nix mehr wert.

Der Witz ist: Ich könnte sogar von zu Hause aus arbeiten. Das wird nicht gerne gesehen.
Arbeitsmotivation ist gleich null. Der ganze Abnabelungsprozzess, es war all das nicht wert. Ich kann die Mütter überhaupt nicht verstehen, die ihr Kind nach 3 Monaten oder einem Jahr abgeben. Ich hab Freunde, die sagen sie müssen es, dabei verdienen sie mit Partner das sechsfache von mir, wohnen in Mietswohnungen die weit über 1000 kosten. Um Gottes Willen, bloß nicht irgendwie den Lebensstandard einschränken. Muss jeder selber wissen. Aber ich finde z.B. auch dass die ehemalig in der DDR früh betreuten Menschen, heute Erwachsen immer sehr kalt rüber kommen. Ich halte die Nähe zur Mutter in den ersten Jahren für überaus wichtig. Unsere Tendenz geht in Richtung frühe Betreeuung. Ich habe mir Deutschland immer dafür gelobt, dass wir dieser hirnverbranten Frühbetreuung nicht nacheiferten. Jetzt sind wir auch so weit. Ich sage ja nicht, dass es immer schlecht ist, aber tendenziell schon.

Sollte der Staat doch mal lieber die Millionenen unrechtmäßigen Harzis dingfest machen, diese Leute arbeiten lassen gehen und das Geld dafür den Müttern überlassen. So sitzt ein unrechtmäßiger Harzi zu Hause, freut sich des Lebens, während eine alleinerziehende Mutter jeden Tag über die Autobahn brettert, um sich n paar müde Mark zu verdienen, kann für ihr geliebtes Kind nicht da sein und kommt nicht mal über die Runden. Wir sind Deutschland. Toll!

Komisch
"Aber ich finde z.B. auch dass die ehemalig in der DDR früh betreuten Menschen, heute Erwachsen immer sehr kalt rüber kommen"
ich habe genau den gegenteiligen Eindruck. Immer sozial und freundlich, evtl. ein wenig distanziert, wobei ich letzteres eher auch als positiv empfinde. Zumindest besser als dieses aufgesetzte "Hach ich bin ja sooooo freundlich und lieb!", und hintenrum bekommt man eins reingewischt.

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